Sei willkommen, meine Kälteregentin – von Herzen

Posted in Allgemein on 29. Oktober 2014 by Täglichläufer

Mit Hoffnung erwarte ich ungeduldig die ersten unabwendbaren Boten der Kältekönigin. Wohlan, die Hoffnung hat sich nunmehr erfüllt und das ungeduldige Harren fand seinen standesgemäßen Schlußpunkt. Gestern trafen endlich mit einem eisigen Lächeln die ersten Sendboten der Kälteregentin ein – wenngleich 26 Tage später als im vergangenen Jahr – und heute Morgen absolvierte ich meinen Lauf bereits bei 0 °C in seltener Kombination mit prachtvollen Sonnenstrahlen, die ein glitzerndes Lichtspiel generierten, welches seinesgleichen suchte; parallel verborgen unter einem zarten Nebelgewand, das auf den Wiesen lautlos hin und her tanzte. Glücklich und zufrieden warf ich mich mit rasender Hingabe der Kältemacht entgegen, hieß sie von Herzen willkommen und sog den frischen, belebenden Odem aus dem Eisreich tief ein und fühlte genußvoll die kalten Berührungen auf meinen Armen. Daß ich freilich in kurzer Bekleidung laufe, versteht sich an dieser Stelle von selbst und bedarf keiner expliziten Ausführung.

So ist sie nun also eingetroffen – die zärtliche Königin der Kälte – und regiert sodann die künftige Phase mit ihrem blauweißen Eiszepter; unerbittlich und doch stets lächelnd wie verzaubernd. Seit dem 17.04. habe ich auf die betörende Fortsetzung gewartet und dementsprechend preise ich sie nun in demütiger Hingabe und ja, ich bin geneigt anzunehmen, daß jener kommende Winter nicht so enttäuschend werden wird – wie anno 2013. Täglichlaufen im Zeichen der Kälte – ein traumhaftes, grandioses Zusammenspiel. Der Genuß hat begonnen.

Den Weg gehen – VI. 2014. Dreizehn Jahre, sechs Monate. & VII. 2014. Dreizehn Jahre, sieben Monate. Verborgen unter dem rotgoldenen Mantel des Herbstes.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Oktober 2014 by Täglichläufer

Wohlan, es ist vollzogen – die wehmütigen Abschiedsworte adressiert an den dahingeschiedenen Sommer sind längst gesprochen, haben sich verflüchtigt und der liebliche Herbst hat seine geheimnisvolle Behutsamkeit abgelegt und schwingt im Anschluß sein verwandelndes Zepter wild und unangefochten und ohne Widerspruch. Zärtlich hat die herrschende Jahreszeit ihren rotgoldenen Mantel des temporären Herbstes über die Natur geworfen und verbirgt selbige für die standesgemäße Zeit in diesem Kontinuum der rigorosen Endlichkeit. Sodann konstatierte ich vor vielen Sekunden an dieser Stelle: „Das Halbjahresjubiläum wirft seine hoffnungsfrohen Schatten voraus und weist mir leuchtend den unwägbaren, unergründlichen Pfad, jenen ungeborenen Weg der Verborgenheit, der mich von der flüchtigen Zukunft in die unendliche Vergänglichkeit führen wird“. So sei es. Jener Tag gehört der alles verzehrenden Vergangenheit an und tatsächlich, auch das Halbjahresjubiläum wurde von mir vollzogen. Welch Gnade, welch ein Geschenk! Ich werde diese Einzigartigkeit auch zukünftig in gewohnter Art und Weise pflegen, wertschätzen und leben. Natürlich. Es ist zu wertvoll für mich, als das ich anders handeln könnte respektive divergierend agieren will.

Die zweifache Monatsrückschau dominiert das heutige Geschehen, wenngleich die Werte im Kontext der Regenläufe alles andere als doppelt oder gar berauschend naß erscheinen; im Gegenteil, das allzu trockene Jahr fordert auch hier seinen dürstenden Tribut und offeriert mir entsprechend nur fünf Regenläufe. Um so intensiver und gehaltvoller erwiesen sich die Einladungen aus dem Nebelreich und boten in der Konsequenz sechs Nebelläufe feil, die partiell überragend waren; indessen einer davon, sogar vorzeitig zum schönsten Lauf in diesem Jahr von mir gekürt wurde – ein Traumlauf, geboren im schleierhaften Nebelreich. Die Temperaturen alternierten indessen zwischen 20 °C und 05 °C. Mit Hoffnung erwarte ich ungeduldig die ersten unabwendbaren Boten der Kältekönigin.

Der vergangene Abschnitt war einmal mehr höchst abwechslungsreich und von daher darf es keineswegs irritieren, daß sich Höhen und Tiefen wiederholt abwechselten. Von sinnlos dahin metzelnden Jägerkreaturen will ich nimmermehr reden, doch mit Blättern!!! gefüllte Plastiktüten, die im Wald entsorgt wurden, machen mich nicht minder sprachlos. Als Kontrastprogramm positiver Art durfte ich einen edlen Schwarzspecht beobachten, welcher ohne Kletterausrüstung sehr gekonnt wie engagiert einen hohen Baumriesen bezwang. Und auf dem hiesigen See bildeten vielleicht fünfzig Schwäne einen beeindruckenden Kreis, der weithin in hellem Weiß erstrahlte und das aufmerksame Betrachterauge faszinierend bannte. Auf der einen Seite die herrliche Natur und auf der anderen Seite, die Spezies Mensch, die alles vernichtet. Zahlreiche Läufe mußte ich abbrechen respektive meine Route korrigieren, weil die lokale “………” ihre giftigen Dämpfe in die Atmosphäre entließ und wie ein Todesschleier sich über das Hochwasserschutzgebiet hernieder senkte – das ist unerträglich wie widerwärtig. Wie geistreich muß man sein, um eine Industrieanlage dieser Größe an den Rand eines Hochwasserschutzgebietes zu errichten? Nun ja, Geld über alles in dieser Welt!

Apropos Schwäne – ein Schwan flog unter einer Brücke hindurch, indes ich zu der gleichen Zeit auf ihr weilte und so durfte ich den eleganten Schwan unter mir fliegen sehen – was für ein seltener Anblick, geschuldet einer traumhaften Perspektive. Im August kommentierte ein älterer Herr – sein Antlitz implizierte wenigstens 80 Erdenjahre – auf einem Fahrrad mein Täglichlaufen mit den sehr ernsten Worten im Zeichen der Entrüstung: „Sie waren auch schon mal schneller!“ Sodann ging ich tief in mich, voller Verzweiflung war ich den Tränen nah und mehrere Tage später stellte er zufrieden fest, “Das ist schon besser!”. Ja, ich gelobe hiermit Besserung, nicht durch die Gegend zu schleichen und wieder mehr Radfahrer zu überholen. Endlich kehrten aus ihrem gebührenden Sommerurlaub meine lieben Schafis zurück, die mir allerdings recht verschreckt vorkamen und wenn sich bereits wieder einige streicheln lassen, so ist das gewohnte Verhältnis noch nicht wiederhergestellt. Was mögen sie wohl erlebt haben?

Mehr als einmal wurde ich in der vergangenen Phase von Pirolen gehörig ausgeschimpft, die sich dann immer wie herzige Eichelhäher anhören. Auch an dieser Stelle gelobe ich Besserung, um nicht mehr ihren berechtigten Zorn auf mich zu ziehen. Ich selbst habe das „Meckern“ als heilsames Mittel seit langer Zeit aufgegeben und praktiziere insbesondere meine Verkehrserziehung schweigsam, dafür jedoch subjektiv betrachtet durchaus effektiv, wie das Beispiel von zwei Jugendlichen beweist, die bis vor kurzem nicht wußten, wie man korrekt auf dem Radweg radelt und das man hierbei den Fußweg an dieser Örtlichkeit zu meiden hat und schon gar nicht nebeneinander fahrend alles blockieren muß. In altruistischer Weise nahm ich mich ihrer an – wie gesagt lautlos – und am Ende war der (ge)wissenhafte Lernfortschritt enorm und das alles kausal begründet durch ein banales Lächeln meinerseits. Mehr oder weniger.

Eine weitere interessante Begegnung kanalisierte sich in einer Fischotterbeobachtung, welche Seltenheitswert besitzt. Das süße Putzelchen schwamm zutiefst entspannt und sehr gemütlich in einem Abstand von nur drei Metern an meiner Person vorbei und ließ sich durch nichts stören. Die Natur mit ihren lieblichen Bewohnern, deren Heimstatt ich täglich besuchen darf, sorgen stets für schöne, amüsante oder atemberaubende Impressionen und wir Menschen stehen per se für das Gegenteil und zeichnen nur für die negativen Aspekte verantwortlich. So war es immer und so wird es immer sein. Die Zeit verrinnt in ihrem unwägbaren Fluß der Illusionen und das Leben folgt, vergeht für immerdar. Äquivalent mein Täglichlaufen. Der nächste Monatsabschnitt lächelt mich ungehalten an und ich laufe weiter in die noch nicht geborene Zukunft, täglich. Vernehmlich knisternd auf gelben Samtblättern auf den wunderschönen Pfaden in den tiefen, goldenen Hainen der Zufriedenheit. Gelebtes Täglichlaufen.

19.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
20.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
21.08.2014 14 KM – Streichellauf
22.08.2014 12 KM – Gespräch geführt
23.08.2014 14 KM – Gespräch, Pirol direkt vor mir, schimpfte
24.08.2014 12 KM – Gespräch geführt
25.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
26.08.2014 14 KM
27.08.2014 14 KM – Gespräch & amüsanter Kommentar
28.08.2014 15 KM – mehrere Gespräche, Pirol meckerte mal wieder
29.08.2014 14 KM – Gespräch, Zelt auf dem Weg
30.08.2014 14 KM – Tarnen & Täuschen für Läufer
31.08.2014 14 KM – Regenlauf
01.09.2014 14 KM – Nebellauf, ca. 100 Stare über mir
02.09.2014 14 KM – Zelt im Wald, 2 Frauen: „Jeden Tag!!!“
03.09.2014 14 KM – Gespräch geführt
04.09.2014 14 KM – Gespräch geführt
05.09.2014 13 KM – Gespräch, Rückzug: Metallgestank
06.09.2014 14 KM – Gespräche, großes Absegeln, Salut!
07.09.2014 14 KM – Gespräch, 50 Schwäne an einem Ort, grandios
08.09.2014 14 KM – Gespräch, hohe Luftfeuchtigkeit
09.09.2014 14 KM
10.09.2014 14 KM – Gespräch, Schwarzspecht beobachtet
11.09.2014 14 KM – Gespräch, Rückzug: Metallgestank
12.09.2014 14 KM – Gespräch geführt
13.09.2014 14 KM – Nebellauf, partiell Nieselregen (kein Regenlauf)
14.09.2014 14 KM – Gespräch, Rückkehr der Schafe
15.09.2014 14 KM – Traumlauf, dennoch Rückzug: Metallgestank
16.09.2014 14 KM
17.09.2014 14 KM – Gespräch, Rückzug: Metallgestank
18.09.2014 14 KM – 13 Jahre und 06 Monate Täglichlaufen
Jahres-KM bis 18.09.2014: 3596 KM
19.09.2014 14 KM – Regenlauf
20.09.2014 14 KM – Regenlauf
21.09.2014 12 KM – Nebellauf
22.09.2014 14 KM – Gespräch geführt, Wollies sind verschreckt
23.09.2014 14 KM – Gespräch, grandiose Fuchsbegegnung
24.09.2014 14 KM – Gespräch, mehrere herrliche Tiererlebnisse
25.09.2014 14 KM – Gespräch geführt, Schaf gestreichelt
26.09.2014 13 KM – Pirol beob., Verkehrserziehung: 2 Jugendliche
27.09.2014 14 KM – Gespräch, Schwan von oben (im Flug) gesehen
28.09.2014 14 KM – Gespräch geführt
29.09.2014 14 KM – Gespräch, Nebellauf, Fuchsbegegnung
30.09.2014 14 KM – Gespräch geführt, Damm: Gras gemäht
01.10.2014 14 KM – Nebellauf, Gras gemäht, Fuchs beobachtet
02.10.2014 14 KM – Gespräch geführt
03.10.2014 18 KM – Gespräche, Begleitschutzlauf
04.10.2014 14 KM – Gespräch, neue Müllentsorgung im Wald
05.10.2014 14 KM – Gespräch, Fischotter 3 m vor mir
06.10.2014 14 KM – Gespräch geführt, ekliger Metallgeruch
07.10.2014 14 KM – Schafgatter verschlossen
08.10.2014 14 KM – Schaf gestreichelt
09.10.2014 14 KM – Baumsperre repariert, Schafe gestreichelt
10.10.2014 14 KM – Baumsperre repariert
11.10.2014 13 KM – Regenlauf
12.10.2014 14 KM – komplett mit Musikbegleitung: Kraniche
13.10.2014 14 KM – Gespräch geführt, ekliger Metallgeruch
14.10.2014 14 KM – Gespräch, Läufer überholt
15.10.2014 14 KM – Nebellauf
16.10.2014 14 KM – Regenlauf, schöne Fuchsbegegnung
17.10.2014 14 KM – mehrere Gespräche geführt
18.10.2014 14 KM – 13 Jahre und 07 Monate Täglichlaufen
Jahres-KM bis 18.10.2014: 4016 KM

Nebelwelten

Posted in Täglichlaufen. Laufberichte. on 7. Oktober 2014 by Täglichläufer

Oh, du liebliche Nebelmaid, lasse dich mit deinem ureigenen Charme elegant hernieder und verhülle diese meine Welt mit anmutigen Nebelkleidern, die tanzend ihren imaginären Zaubermantel wie einen zitternden Bann über meinen Weltgesang wirken und jedwede Existenz in einem wabernden Dunkelmeer unsichtbar werden lassen. Fürwahr, das zarte Erscheinen der bezaubernden Nebelfee ist in dem bedeutsamen Foliant der Seltenheit beschrieben und bis heute vollzog ich nur 83 Läufe unter diesen exponierten Bedingungen – gerechnet ab dem Jahr 1999. Im Jahre 2011 absolvierte ich 14 Nebelläufe; diese hohe Zahl wurde von diesem Jahr endlich revidiert und nun thront ein neuerlicher Wert von 17 an der Spitze und preist damit die Aktualität. Und ja, diese besondere Gnade ist mir vollauf bewußt und dementsprechend tief wie intensiv ist meine Wertschätzung diesbezüglich.

Der Morgen triumphierte noch nicht und die Nacht hat sich indessen keineswegs endgültig verabschiedet, als ich den Wald verließ und die weite Wiese flankiert von dem ruhenden See in all ihrer Erhabenheit vor mir liegen sah. Doch freilich blieb mir das Wasser verborgen, es harrte unter einem grauen Odem, der fest verankert in der Luft zu schweben schien; diverse Ausläufer greifen gnadenlos nach der Wiese und generieren in drei Metern Höhe ein unbeschreibliches wogendes Nebelband, welches ambitioniert den Pfad erreichen wollte – mit aller Macht – und doch nicht durfte, so daß der finale Abschluß immer mehr ausdünnte und seufzend seine Unzulänglichkeit begreifen mußte. Jene Nebelschwaden lösen sich im unendlichen Nichts auf, wenngleich sie bei ihrer Initiation in omnipotenter Weise alles, aber auch wahrhaft alles aufsaugen und für immerdar verbergen wollen.

Weit im Hintergrund beobachtet ein roter Sonnenball die natürliche Arena, doch auch Mutter Sol muß den Nebeltribut zahlen und so gewinne ich den Eindruck, ein Anfänger im Kunsthandwerk hat mit zu viel Farbe versucht, die Sonne in jenes lebende Gemälde aufzutragen und schlußendlich ist der Schimmer in sich weinend verlaufen und büßt mehr und mehr an Kraft ein. Vor mir liegt der schlafende Damm und je weiter ich ihn beschreite, um so gravitätischer verhüllt mich der nebelhafte Umhang des Schweigens. Die Weiher zu meiner Linken sind bereits entschwunden; haben sie je existiert und wenn ja, kehren sie dereinst zurück? Zehn Meter vor mir sitzt jählings ein Rotfuchs direkt auf dem Weg, er registriert mich gar nicht überrascht und rennt von dannen. Hierbei handelt es sich eher um ein gemächliches Davonlaufen, nach wenigen Metern dreht er sich um und überprüft, ob ich folge. Das Spiel wiederholt sich einmal. Längst habe ich Meister Reineke angeredet, mit leiser beruhigender Stimme – er verläßt den Damm und setzt sich in zehn Metern Abstand hin und beobachtet mich – was für ein wunderschöner Fuchs! – ich bin begeistert und verlasse ihn indes, um mich den Nebelmächten entgegen zu werfen.

Ja, sie entführen mich regelrecht in die ihre Welt, ziehen mich empor und ich lasse mich nur zu gern mitreißen, getragen in Harmonie in ein undefinierbares Kontinuum, welches ich nicht mit Worten beschreiben kann, ja, auch gar nicht will. In jenes Nebelreich trete ich mit Hingabe ein und werde vollkommen absorbiert, nur begleitet von der absoluten Einsamkeit. Niemand wird mir mehr begegnen – was für ein Geschenk! Unterdessen läßt sich der neue Tag nicht mehr verleugnen, die Helligkeit steigt um zahlreiche Nuancen an, die sich nur mit Mühe bewußt registrieren lassen. Das ehedem geschlossene Nebeltuch scheint an Totalität einzubüßen und an manchen Lokalitäten streicheln erste Sonnenstrahlen meine Haut; eine gewisse Wärme gewahre ich, welche stante pede dank der nächsten Nebelphase egalisiert und in das Gegenteil verkehrt wird. Eine belebende Kälte prosperiert allenthalben, um in den wärmenden Sonnenwechsel einzutreten.

Rotgelbes Blattgewerk der hehren Baumriesen sorgen für differenzierte Schattenspiele, geboren im lieblichen Herbst, der sein Bühnenspiel immer überzeugender vorträgt. Mit viel Liebe zum Detail wurden die Wege mit in den Tod gefallenen Blättern ausstaffiert, die unter meinen Schritten ihr eigentümliches Knistern entwickeln. Ich genieße das wohlige Wechselspiel, gezeichnet in die temporäre Momentaufnahme meiner selbst und verliere mich schlußendlich in den weiten Nebelwelten, die mich behutsam umschließen und parallel dazu doch für immer und immer unerreichbar bleiben und nimmermehr wahrhaft betreten werden können. Und so vergeht er, still und geheimnisvoll wie er gekommen war – der mysteriöse Nebelhauch einer einzigartigen Regentin und ich blicke wehmütig hinterdrein und gebe mich der Hoffnung auf eine Fortsetzung hin.

Täglichlaufen. Dreizehn Jahre & Sechs Monate. Mein Halbjahresjubiläum.

Posted in Täglichlaufen. 13,5 Jahre. on 18. September 2014 by Täglichläufer

Von edler Anmut getragen, schwebt der leuchtend weiße Schwan erhaben am blaugüldenen Firmament entlang; begleitet von einem sonoren Sirren und goldgelbe Strahlen von Mutter Sol weisen ihm funkelnd den Weg in die Unwägbarkeit und laden dazu ein, die unbedeutende Welt der aberwitzigen Menschen von oben durchaus latent herablassend zu betrachten. Ein Läufer, ganz in schwarz gewandet, absolviert unter ihm seine alltäglichen Runden in jenem Naturschutzgebiet, in der Heimat der grazilen Schwäne und wird von selbigen täglich beobachtet. Das gleiche alte Lied, seit nunmehr 13 Jahren und 06 Monaten erblüht die Blume des Täglichlaufens in diesem meinem Weltgesang der lieblichen Natur und gilt für den einen oder anderen partiell als dunkle Präsenz, die nicht mehr wegzudenken ist – wie unzählige Kommentare immer wieder beweisen.

Tatsächlich, jene unspektakuläre Pflanze am Rand des Weges ist wahrlich nicht mehr zu ignorieren – in meiner ureigenen Wahrnehmung. Hierbei handelt es um ein banales Gewächs, unscheinbarer Natur mit vielfältigen Blüten auf differenzierten Ebenen, die sich mehr und mehr verzweigen und höher und höher wachsen, sich empor recken. Sie symbolisieren primär Gesundheit und Zufriedenheit, dazu gesellen sich Frieden, Harmonie, Einklang mit mir selbst und der Natur, puren Genuß und schlußendlich das Leben an sich – die negativen Aspekte klammere ich an dieser Stelle aus, wohl wissend, daß sie essentiell und von gewichtiger Bedeutung sind und damit diese Blüten erst gedeihen lassen. Doch habe ich dies oft genug thematisiert, so daß ich derlei heute getrost ignorieren darf. Mit dem heutigen Tage hat sich eine weitere Knospe der für mich nicht reproduzierbaren Einzigartigkeit entfaltet, getragen von meinem Halbjahresjubiläum; frischer, belebender Tau ziert diese Blüte und glitzert wie ein wertvoller Diamant, den ich in Ehren halten werde.

Soeben vollzog ich noch mein Jahresjubiläum und scheinbar nur eine Sekunde später erscheint das nächste gravitätische Datum mit seinem charmanten Liebreiz, welches freilich nicht ganz so exponiert daher schreitet, dennoch im Kontext der Relevanz für unübertrefflich definiert werden muß und heute von mir angemessen gewürdigt wird – immerhin verkörpert es den aktuellen, meßbaren Status in meinem Täglichlaufen. Wie alle Jubiläen zuvor preist auch dies heutige Ereignis die Surrealität; es ist eine Herausforderung für mich, das zu begreifen – all die vielen Jahre, die siegesgewiß in die hehre Unendlichkeit einzogen, welche ich ausnahmslos alle mit einem täglichen Lauf gewürdigt habe und damit letztlich auch mich selbst. Parallel dazu die vollzogene Verbannung sogenannter Ruhetage, die per se unnötig sind. Ich werde nicht müde, darauf hinzuweisen, daß ich nie ein Täglichläufer werden wollte – es ist auch absurd, das zu wollen. Welchen Grund gäbe es, dies zu tun, explizit mit dieser Konsequenz? Demungeachtet ist es möglich und gerade im „Nichtwollen“ liegt meine an den Tag gelebte Permanenz im Täglichlaufen begründet.

Doch auch das führe ich nicht weiter aus, ich würde mich nur wiederholen und, habe ich nicht bereits alles gesagt, was es zu sagen gäbe? Mein Täglichlaufen schließt einen kongenialen Kreis von Laufliebe, Leben und Gesundheit in körperlicher wie mentaler Art und Weise, es harmoniert nahezu ideal miteinander und bedingt sich in seiner elementaren Natürlichkeit auch gegenseitig. Nichts ist banaler als Täglichlaufen. Vielleicht ist das die erheblichste Hürde, dies zu erkennen und zu leben. Einfach nur leben, ohne hochtrabendes Denken. Einst registrierte ich das für mich in divergierender Form und sprach von Disziplin und später von Selbstdisziplin, aber das waren nur Irrwege; doch ja, die Blume des Täglichlaufens mußte erst langsam gedeihen, reifen und nicht wenige Blüten erschienen anders als sie in Wahrheit waren; sie blendeten und der unaufmerksame Betrachter – also ich selbst – interpretierte sie vollkommen inkorrekt. Aber wahrscheinlich war und ist das der Grund, daß ihre Wurzeln tief in die Erde eindringen konnten und sie bisher durchaus starken Stürmen standgehalten haben.

Nun, das ist meine heutige Sichtweise – ich bin geneigt anzunehmen, daß ich das in zwei Monaten oder in zwei Jahren einmal mehr konträr betrachten werde; möglicherweise. Neue Gabelungen entstehen, alte und gewohnte wirken obsolet. Mein Täglichlaufen ist ein gewachsenes Konstrukt der gesundheitlichen, lebendigen Fragilität, welches täglich weiter prosperiert und gedeiht. Und bei all den überwundenen Stürmen, in der diese meine seltene Pflanze allen Fährlichkeiten beharrlich trotzte, weiß ich doch umso besser, daß in der fernen Zukunft oder aber schon morgen, dieses Gewächs dem vertrauten, geborgenen Boden der lieblichen Heimstatt erbarmungslos entrissen werden wird; unbarmherzig und mit aller Macht, denn alles wird irgendwann vergehen. Dereinst. Nichts bleibt wie es ist. Das ist der Lauf des Lebens und auch mein Lebenslauf in meinem geliebten Täglichlaufen gehört unweigerlich dazu. Nichts währt unendlich und ich gestehe es nur ungern ein, aber vor diesem Tag habe ich bereits latent Angst. Wohlwissend, daß derlei Empfindungen wie „Angst“ unnötig sind, eben weil sie auf diesem subjektiven Weg nicht nützlich sind.

Zu sehr, zu tief ist das Täglichlaufen mit meiner selbst, mit meiner Person – vor allem auch geistiger Natur verschmolzen. Hier offenbart sich der unbedingte Nachteil in dieser Philosophie. Wohlan, genug der trüben, sinnierenden Gedanken, die hoffentlich noch fern der vollzogenen Realität liegen mögen. In dieser Sekunde nehme ich das Geschenk Täglichlaufen in Demut an, ehre die neu erreichte Ebene und preise es für mich als Einzigartigkeit, die ich nicht im Ansatz missen will – die unangenehmen Momente sind hier mit eingeschlossen. Rückblickend betrachtet, bedauere ich es vielleicht ein wenig, daß ich nicht noch früher damit begonnen habe, in dieser rigorosen Konsequenz wie gelebter Permanenz, doch ja, wer weiß schon, wie sich diese meine Reise sodann entwickelt hätte. Nein, bei allen Gedankenspielen, ich bin mehr als stolz auf mich und bin froh, daß ich den Weg so gegangen bin – wie es nun einmal von mir vollzogen wurde.

Ja, ich bin extrem stolz auf mich. Wer mich verstehen will, mich also wahrhaftig nachvollziehen möchte, dem rate ich augenzwinkernd zum Selbstversuch und nach 13 Jahren tauschen wir uns aus. Freilich, der Terminus ist schon falsch gewählt von mir – Täglichlaufen kann man nicht versuchen. Man kann es nur leben. Alles andere ist eine kümmerliche Illusion, ein törichtes Märchen. Sodann ist der Pfad immer individuell. Das kanalisiert sich auch auf die noch nicht geborene Zukunft, die gleichsam eine Illusion ist, das Morgen existiert nicht – nur der Moment im Jetzt ist von zentraler Bedeutsamkeit und nur jener Augenblick wird gelebt, denn in dieser Momentaufnahme vereinigt sich das Leben in wahrer Vollkommenheit. Wie dem auch sei, mein Denken und ich selbst haben sich massiv verändert, mein Täglichlaufen hat mich zu einem anderen Menschen werden lassen, ein anderes Ich wurde dank dieses Geschenkes generiert. Doch zwei Kernpfeiler behalte ich mir bei allem Stolz bewußt bei. Zum einen definiere ich mich nach wie vor als Antisportler und zum anderen lehne ich jedwede Pläne oder Ziele wie gehabt ab. Ich will nichts weiter erreichen, als heute meinen täglichen Lauf zu realisieren und die einsame Abgeschiedenheit der Natur zu besuchen und wertzuschätzen. Sofern mir das weiter gelingt, bin ich ein zufriedener Mensch.

Das wahrnehmbare Konstrukt der „Serie“, ergo die gezählten Jahre sind nur schnödes Beiwerk und liegen kausal in der Natur der Sache begründet. Sie stehen mitnichten im Zentrum meines Täglichlaufens und geben dieser Philosophie dennoch eine Art Antlitz – mein Agieren wird dadurch erst sichtbar. Heute hat sich dieses Gesicht merklich verändert, mit Genugtuung blicke ich zurück und blättere in meinen gesammelten Aufzeichnungen, in denen ich jeden einzelnen Lauf festgehalten habe. Mannigfaltige Erinnerungen ziehen mich in das unvorstellbare Land der Reminiszenzen und manche – besondere – Läufe erlebe ich erneut. In den Datenmengen verschwimmt die Realität mit der Vergangenheit und die flüchtige Zeit mit all ihren vielfältigen Momenten segelt an der temporären Oberfläche, um dann doch für immerdar seufzend unterzugehen. Die ungestümen Wellen der Zeiten egalisieren ungerührt jene melancholischen Eindrücke und alles wird sein, wie es begann.

In diesen Aufzeichnungen bewahre ich mir mein Täglichlaufen, von dem ersten Tag an – bis heute. Und ich hoffe auf weitere Tage, in denen ich diese seltene Gnade praktizieren darf – mit Hingabe – und somit meine Chronik auch künftig ergänzen darf; mit heiteren und spannenden Momenten, mit unangenehmen Anekdoten und vielleicht auch mit gesundheitlichen Härten, wie es das Leben bisher schon wiederholt in seiner unwägbaren Art schrieb, der ich nicht entkommen kann. Täglichlaufen. 13 Jahre. 06 Monate. Was für ein Tag! Doch er wird vergehen, sehr bald. Sodann folgt der nächste – ein neuer Lauf folgt. Möge es weiter gehen, auf diesem meinem surrealen Weg. – – – Das gleißende Licht durchbricht ungehalten die erhabenen Wipfel im finsteren Tann; Lichtkegel fallen kristallartig schräg hernieder und kitzeln zaghaft den Tau in den zahlreichen Spinnennetzen, welche wie Ketten aus Brillanten die grüne Wiese zieren und leise, still im Odem des zärtlich streichelnden Windes erzittern und nach einer geheimnisvollen Melodie tanzen, die niemand hören darf. Und ein düsterer Schatten bewegt sich lautlos über sie hinfort, finstere Nuancen geboren am Horizont von jenem weißen Schwan, der noch immer am Himmel schwebt.

Vespa crabro – Vesper

Posted in Fauna, Photos on 15. September 2014 by Täglichläufer

Tempus fugit. Der 18.09. naht und damit – mit einem Hauch von Glück in Demut – mein Halbjahresjubiläum, welches immer leuchtender hernieder strahlt. Demungeachtet liegt der Tag noch fern und verdient nur wenig Beachtung. Heute sind die wunderbaren Hornissen von Bedeutung, die sich höchst gelassen Köstlichkeiten in Form von fliederhaften Baumsaft hingeben. Wie ich erst konstatierte, bin ich nicht nur ein Bewunderer von meinen lieben Froschels, sondern auch von den edlen Hornissen – gleichwohl frage ich mich wiederholt, wie man vor diesen friedvollen und entspannten Putzels Angst entwickeln kann? Freilich, als wenig wunderbar erweist sich die Tatsache, daß sie dem Flieder nicht gerade positiv geneigt sind, so daß diverse Äste schlußendlich absterben. Wie dem auch sei, es sind faszinierende Lebewesen, die mehr Achtung verdient hätten. Froschels? Schrieb ich eben von Fröschen? Natürlich, sie dürfen hier nicht fehlen – und so beobachtet der possierliche Nachwuchsfrosch die Welt; so wie ich sie selbst auch.

2014_September_Natur_01
2014_September_Natur_02
2014_September_Natur_03
2014_September_Natur_04

Ranidae

Posted in Fauna, Gedichte & Zitate, Photos on 2. September 2014 by Täglichläufer

Nun, es ist mitnichten eine weltbewegende Neuigkeit, daß ich ein großer Freund und Bewunderer von meinen lieben Froschels bin – wie einst schon der ehrwürdige Geheimrat vor mir. Und so bleibt mir nur, das Wort an den Meister abzugeben und mich auf fundierte Photobeweise zu beschränken. So sei es.

2014_August Froschels_01
2014_August_Froschels_02
2014_August_Froschels_03
Ein großer Teich war zugefroren,
die Fröschlein in der Tiefe verloren,
durften nicht ferner quaken noch springen,
versprachen sich aber im halben Traum,
fänden sie nur da oben Raum,
wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
nun ruderten sie und landeten stolz
und saßen am Ufer weit und breit
und quakten wie vor alter Zeit.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Den Weg gehen – V. 2014. Dreizehn Jahre, fünf Monate. Blätter wehen…

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. August 2014 by Täglichläufer

…leise knisternd von den hehren Baumriesen hernieder, wispern harmonisch und erzählen vernehmlich seufzend aus ihrer bewegten Vergangenheit. Die Lebenszeit schreitet beständig voran, der Wandel endet nimmermehr und die ersten, zarten Ausläufer des Herbstes lassen sich bereits behutsam in der belebenden Abendkühle wahrnehmen und verkünden den unaufhörlichen Zeitenwechsel. Still und geheimnisvoll säuselt der Sommer von Abschied, Wehmut keimt auf. Täglichlaufen. Stolze Dreizehn Jahre und fünf Monate. Das Halbjahresjubiläum wirft seine hoffnungsfrohen Schatten voraus und weist mir leuchtend den unwägbaren, unergründlichen Pfad, jenen ungeborenen Weg der Verborgenheit, der mich von der flüchtigen Zukunft in die unendliche Vergänglichkeit führen wird – freilich immer im Zeichen meines geliebten Täglichlaufens. Und nach wie vor gilt, daß ich diese Reise im Rahmen meiner Möglichkeiten mit Hingabe und in Zufriedenheit wie Harmonie beschreiten werde – mehrheitlich. Ausnahmen bestätigen die Regel und nichts wäre unangenehmer, als nur wunderbare Läufe zu erleben.

In dem vergangenen Monatsabschnitt alternierten die Temperaturen zwischen 12 °C und 28 °C. In der Summe wurden mir zwei Regen-, ein Hitze-, ein Nebel- und ein Gewitterlauf zuteil. Endlich durfte ich zu meiner Standardstrecke zurückkehren, da auf „meinem“ Damm das Gras gemäht und somit der ausufernde Dschungel nachhaltig gelichtet wurde. Welch ein gewichtiger Befreiungsschlag! Dennoch wurde meine tägliche Laufeinheit um eine gravierende Attraktion ärmer, da meine lieben Wollfreunde in den wohlverdienten Sommerurlaub umgezogen sind; mögen sie stets saftige Wiesen vorfinden und bald in ihr gewohntes Heim zurückkehren. Einmal mehr wurde ich dazu bestimmt, zwei prachtvolle Weinbergschnecken vor der Straße mit ihren Fährlichkeiten zu erretten, was mich mit tiefer Freude erfüllte. Ende Juli weilte entspannt erhaben auf meinem Laufpfad ein edler Rotfuchs, der mich nicht eher bemerkte, als bis ich ihn anrief – wer nun vielleicht annimmt, er sprang sodann überrascht von dannen, der irrt – denn Meister Reineke erhob sich in aller Ruhe und bewegte sich in Richtung Wiese und das mit einer Contenance, die ihresgleichen suchte. Was für ein wunderschöner Fuchs!

Als weniger angenehm erweisen sich derzeit immer noch die sogenannten Wassersportler, die mit ihren Pseudoyachten in das hiesige Naturschutzgebiet marodierend einfallen, am Strand übernachten, mitten in der Natur grillen und dann dieses Habitat wie ein Schlachtfeld verlassen. Wozu auch den Müll adäquat entsorgen, gehört er doch in die Natur. Jene erbärmlichen Wesen verachte ich von grundauf. Im August fuhr mir auf dem Fußweg ein Jugendlicher mit dem Fahrrad entgegen; selbiger war in den Ohren musikalisch verkabelt und trug eine Sonnenbrille, die mutmaßlich aus einer anderen Dimension kam und latent mit ihren Ausmaßen an Parabolspiegel erinnerten und schlenkerte mit seinem Rad in summender Weise hin und her – da er nun weder hören noch sehen konnte, nein, wollte!, so mußte er auch nicht auf den Weg achten und hielt direkt auf mich zu. Just eine Millisekunde bevor ich meine Stimme freundlich ungehalten erheben wollte, registrierte er mich jählings und ein elektrisierender Schreck durchzog ihn und sein Rad, so daß ich getrost annehmen durfte – ich hätte einen Grashüpfer vor mir – und in letzter Sekunde wich er aus. Schweigend und innerlich mit dem Kopf schüttelnd ob dieser Absonderlichkeit, setzte ich meinen Weg fort. Vielleicht war die schreckliche Aufregung heilsam für ihn, denn der nächste 40-Tonner wird nicht seine Stimme erheben.

Eines Morgens kam mir ein Läufer mit seiner Schäferhündin entgegen, der mich in ein Gespräch verwickelte und im Anschluß fragte, ob er mich begleiten dürfte – natürlich legte ich keinen Einspruch ein und so vollzogen wir den Lauf gemeinsam, was sich durchaus als eine kleine Herausforderung für mich offenbarte, da ein Geschwindigkeitskompromiß gefunden werden mußte. Ich bin zwar klein, aber meine Beine sind lang und fordern eine gewisse Geschwindigkeit ein, die ich ungern unterbiete. Im Rahmen des interessanten Gespräches rannte die Zeit noch intensiver als gewohnt, indessen ich mit der schönen Hündin Freundschaft schloß. So vergeht ein weiterer Abschnitt in meinem Täglichlaufen, das Rad im Weltgesang der Jahreszeiten dreht sich bereits laut knirschend und sehr bald werde ich den Herbst in seiner vollendeten Herrlichkeit preisen. Ihr Sturm & Regenmächte, ich erwarte euch herzlich mit einem hoffnungsvollen Lächeln. Gelebtes Täglichlaufen. Die Ballade setzt sich fort. Blätter wehen hinfort, immer weiter und weiter, verwehen einsam in die Vergänglichkeit – für immerdar.

19.07.2014 14 KM – Hitzelauf
20.07.2014 14 KM – Gespräch geführt
21.07.2014 14 KM
22.07.2014 14 KM – Gespräch geführt, Radler grüßte witzig
23.07.2014 14 KM – Pirol beobachtet
24.07.2014 14 KM – Damm: Gras gemäht, viele Bussarde beobachtet
25.07.2014 14 KM – Damm: Gras gemäht, Gespräch
26.07.2014 14 KM – Nebellauf, Gespräch, Weinbergschnecke ge.
27.07.2014 14 KM – unangenehme Atmosphäre
28.07.2014 14 KM – Regen- und Gewitterlauf; Schmusi gestreichelt
29.07.2014 14 KM – Regenlauf, Wollies > Sommerurlaub
30.07.2014 14 KM – Gespräch geführt, fast Nebel/Regen
31.07.2014 15 KM – edlen und wunderschönen Rotfuchs getroffen
01.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
02.08.2014 14 KM – mehrere Gespräche geführt
03.08.2014 13 KM – extreme Dasenattacken
04.08.2014 14 KM – großes Reh beobachtet, Hauch von Nieselregen
05.08.2014 13 KM – Dasenattacken, herrlicher Pirolgesang
06.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
07.08.2014 14 KM – Gespräch, Baumsperre reinstalliert
08.08.2014 14 KM – Dasenattacken, Jugendlichen erschreckt
09.08.2014 14 KM – Gespräch, Laufbegleitung
10.08.2014 14 KM
11.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
12.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
13.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
14.08.2014 14 KM – Gespräch, Weinbergschnecke gerettet
15.08.2014 14 KM – Gespräch geführt
16.08.2014 14 KM – Adler beobachtet, Rückzug wegen Rehe
17.08.2014 14 KM – belebender Vorherbstlauf
18.08.2014 14 KM – 13 Jahre und 05 Monate Täglichlaufen
Jahres-KM bis 18.08.2014: 3166 KM
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