Armes Europa

Posted in Absurdistan on 17. Juli 2019 by Täglichläufer

Nun wurde eine neue EU-Kommissionspräsidentin gewählt und der Jubel ist frenetischer Natur. Ich zitiere nur ein wenig die Medien, als Spitze des bekannten Eisberges:

Überteuerte Gutachten, Auftragsvergaben ohne Wettbewerb: Wegen des Verdachts von Rechtsverstößen und Vetternwirtschaft beim Einsatz externer Berater…

Umstrittene Beraterverträge: Von der Leyen unter Druck

Verteidigungsministerium vergab rechtswidrig millionenschwere Verträge mit Beratern

Illegale Berater-Verträge auch bei Bundeswehr-Tochter BWI

Beraterarmee außer Kontrolle

Wahrlich, eine großartige Wahl. Ich kommentiere das nicht weiter. Viva la Korruption! Möge sie den Niedergang Europas forcieren.

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Debatte über Strafmündigkeit ab zwölf

Posted in Absurdistan on 13. Juli 2019 by Täglichläufer

Man beachte diesen Artikel im Spiegel.

Alles spricht dagegen:

„Die Zahl der Straftaten durch Kinder ist rückläufig“
„Doch Fälle wie der in Mülheim seien bei Kindern extrem selten“
„…müssten Sachverständige prüfen, ob die jungen Angeklagten überhaupt schon schuldfähig seien – Die Kosten dafür wären enorm“
„Ein Gefängnis ist kein Ort für Kinder“
„Dass so junge Leute in eine Jugendstrafanstalt kommen, wäre eine Katastrophe für sie.“
„Man kann unter 14-Jährige nicht in den Strafvollzug stecken. Die gehen vor die Hunde“

Weil die Zahl der Straftaten durch Kinder rückläufig ist, sollte man also junge Straftäter nicht bestrafen? Auch kommt dies so selten vor und überhaupt ist die Schuldfähigkeit fraglich und dann die Kosten! Kosten? Zudem wäre es eine Katastrophe für die armen Kinder.

Einmal mehr bin ich sprachlos in diesem Land. Drei 14jährige und zwei 12jährige vergewaltigen brutal eine junge Frau und filmen diese Tat noch und dann wird diskutiert, ob diese Kreaturen schuldfähig sind? Dies muß man sich vorstellen – 12jährige praktizieren eine Gruppenvergewaltigung, sind aber weder schuldfähig noch strafmündig. Wer denkt an das Opfer? Deutschland ist wahrlich ein Unrechtsstaat par excellence und schützt und pflegt seine Kriminellen mit einem Engagement, welches geistig nicht mehr zu fassen ist. Wenn die Straftäter dafür demnächst noch ausgezeichnet werden – mich wundert in diesem Land nichts mehr.

Den Weg gehen – III. 2019. Achtzehn Jahre, Drei Monate. Im Bann der sommerlichen Routine. Und ein besonderes Datum.

Posted in Besondere Läufe, Einzigartige Momente, Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Rückschau., Täglichlaufen. Status. on 18. Juni 2019 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Achtzehn Jahre und drei Monate in Serie. Immer noch überdauert meine täglichlaufende Serie die unwägbare, gefährliche Zeit und bewegt sich nunmehr in unerwünschte und doch zwangsläufig sommerliche Gestade, flankiert von einer schnöden Routine – ohne jedwede Besonderheiten. Derlei kann man positiv, aber auch negativ interpretieren – bewerten. Ich selbst schwanke von Zeit zu Zeit.

In der neuerlichen Phase alternierten die Temperaturen zwischen 11 °C und 24 °C und dank meines frühen Laufzeitpunktes konnte ich wahre Hitzeläufe bisher vermeiden. Die sogenannte „Kälte“ hat sich längst verabschiedet, ich winke wehmütig hinterdrein und lieblichen Regen durfte ich freilich auch nicht begrüßen. Alles wie gehabt, das gleiche alte Lied. Zwei neue Wildschweinbegegnungen fanden statistischen Eingang in meinen Aufzeichnungen und zwar am 03.06. – hier nehme ich an, daß es sich um die gleiche Rotte wie jene vom 16.05. handelte – zumal die Örtlichkeit identisch war. Und eine Woche später traf ich Familie Schwarzkittel im bewohnten Raum – mögen sie sich dort bald entfernt haben; die Armen. Die böse Raubkreatur Mensch läßt sich derlei selten bieten.

Meine Laufumfänge habe ich derzeit etwas reduziert; die Hauptursache begründet sich neben den schwülen Temperaturen in den massiven Mückenangriffen und anderer diverser „Plagegeister“ während meiner Läufe. Einst vertrat ich die Ansicht, eine hohe Geschwindigkeit schützt vor solchen „Bedrohungen“, doch ja, Tempi passati. Am schlimmsten wird es, wenn ich meine zahlreichen Grußbekanntschaften treffe oder Hundefreunde – dann heißt es – Hopsen, Tanzen und Springen und sich äußerst kuuuuurz fassen; sodann schnellstens weiterlaufen. Derzeit generiert mein Täglichlaufen keine Freude, nicht im Ansatz. Aber auch dies gehört dazu; muß dazu gehören. So geht es also weiter, durch den stechenden Sommer und dies darf man wörtlich verstehen.

Anmerkung. Mea culpa, Gelebtes Täglichlaufen! Wie konnte ich nur die Symbolik des heutigen Tages ignorieren? Mit dem heutigen Lauf/Tag stehe ich bei 18 Jahren und drei Monaten Täglichlaufen – und am 18.03.2001 begann einst diese meine Serie. Die 18/03 in zweifacher Form – wahrlich, ein besonderes Datum, ein bemerkenswerter Tag. Mea maxima culpa, Gelebtes Täglichlaufen!

Familie Schwan

Posted in Photos on 30. Mai 2019 by Täglichläufer

Das nachfolgende wundervolle Bild spricht wahrlich für sich – mögen die Nachwuchsputzels ein langes und schönes Leben vor sich haben. Meine liebe Inge, herzlichen Dank für die Übersendung des Bildes und Dein Einverständnis, selbiges hier zu publizieren.

Den Weg gehen – II. 2019. Achtzehn Jahre, Zwei Monate. Das erste Mal.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Mai 2019 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Achtzehn Jahre und zwei Monate in Serie. Erst 18 Jahre, sodann ein weiterer Monat und nun tanzt der zweite Abschnitt schwungvoll hernieder – offenbar darf ich den täglichlaufenden Pfad auch künftig beschreiten; wer hätte dies gedacht. Die allgewaltige Zeit hetzt unangefochten in die tödliche Vergangenheit und läßt den sensibilisierten Beobachter temporär befremdlich, überrascht zurück. So sei es.

Die ungehaltenen Witterungsmächte generierten zwei Kälteläufe und ja, nur zweimal durfte ich den Regen preisen. Wie betrüblich. Indessen vollführten die Temperaturen ein stürmisches Wechselspiel zwischen 02 °C und 16 °C. Am 02.05. erlebte ich meine 60. Schwarzkittelbegegnung, was für eine stattliche Anzahl. Drei Tage später passierte ich ein Stockentenpaar – der Abstand betrug vielleicht 50 cm – und wenn sie mich auch wachsam beäugten, bewegten sie sich in keiner Weise. Derlei ist für mich sehr faszinierend, denn umgekehrt betrachtet – diese kleinen Enten auf dem Boden und dann nähert sich eine schwarze Gestalt mit hoher Geschwindigkeit direkt auf die Putzels zu – hier nicht zu flüchten, ist aus dieser Perspektive wahrlich bemerkenswert.

Am 20.04. konzertierte zum ersten Mal in diesem Jahr die Nachtigall und zog jedweden Zuhörer rigoros in ihren lieblichen Bann. Auch die Frösche ließen sich nicht lange bitten und traten am 21.04. voller Hingabe in den musikalischen quakenden Reigen ein. Sechs Tage sollten nun vergehen, bis der Kukuck seinen scheinbaren Namen der Welt kundtat und am 29.04. vernahm ich den Schilfrohrsänger, der seinen wundervollen Gesang anstimmte – das gleiche gilt für den Pirol, der sich selbstredend mit dem Schilfrohrsänger zum gemeinsamen Musizieren verabredet hatte. Und das erste Mal setzt sich immer noch fort.

An dem letzten Apriltag erspähte ich die ersten Graugansküken und zwar fünf an der Zahl, die ihren liebevollen Eltern getreu folgten. Und nach vielen Jahren ließ sich am 11.05. Meister Adebar in den hiesigen Gefilden, heißt – in meinem Laufareal kulinarisch nieder; die Begeisterung bei den Fröschen war mutmaßlich nicht sonderlich intensiv ausgeprägt. So gab es für viele Begebenheiten „ein erstes Mal“ in diesem Jahr; natürlich begleiten mich all diese Protagonisten seitdem täglich und für eine Begegnung vollzog sich jedoch ein unendlich oft wiederholtes Ritual. Eine Walkerin absolvierte ihr Programm auf „meinem Damm“ und der Moment des Überholens näherte sich unerbittlich und ausnahmsweise entschied ich mich, die Dame zu warnen; doch ja, irrelevant, ob man sie anruft oder nicht – es ist immer falsch. Mein Ruf ignorierte sie und im Anschluß folgte der unausweichliche Schreck. Gewisse Dinge ändern sich nimmermehr; wobei ich mir von der Damenwelt in abgelegenen Waldgebieten durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit und Umsicht wünschen würde – in diesen Zeiten.

Vor zwei Tagen zog ein weiterer Wildschweinkontakt in meine Statistik ein. Ich befand mich auf dem Rückweg und sah zwei Meter neben mir etwas braunes umher huschen und jählings sah ich vier, sechs, acht, zehn, nein! – gar zwölf kleine Gesellen, auch als Frischlinge bekannt und die Mama oder Aufsichtsperson dazu, welche sich sodann höchst entspannt ein wenig zurückzogen und die Bache brabbelte vor sich hin – es war kein typisches Grunzen, wie ich es gewohnt bin. Ich antwortete entsprechend höflich und zog meines Weges. – – Der nächste Monat harrt ungeduldig in der Zukunft; er mag nun hernieder brechen…

Blutzoll

Posted in Photos, Täglichlaufen. Laufalltag. on 27. April 2019 by Täglichläufer

Mit dem heutigen Tage hat auch der Kuckuck den Frühling endlich offiziell begrüßt – drei Tage später als in dem vergangenen Jahr. Leider nahm er meine Einladung bezüglich eines Phototermins nicht an; so ziehen an dieser Stelle nun andere gefiederte Freunde von mir hier ein.

Abschließend sei mir noch der Hinweis gestattet, daß nun der ideale Zeitpunkt gekommen ist, um als Anfänger sich dem Laufen zu verschreiben. Man kann noch so lustlos oder demotiviert sein – Heerscharen von Lauftrainern harren derzeit in den Wäldern auf dankbare Läufer, Täglichläufer. Der Preis für zwei Sekunden Anhalten beträgt aktuell zwei bis drei Mückenstiche – der Wert kann sich je nach Örtlichkeit erhöhen. Und selbst im Laufschritt ist man nicht davor gefeit. In diesem Sinne, wer schneller läuft, vermindert den Blutzoll.

Den Weg gehen – I. 2019. Achtzehn Jahre, Ein Monat. Vertrauen. II.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. April 2019 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Achtzehn Jahre und ein Monat in Serie. ”… der heutige Tag ist für mich ein wahrer Feiertag. Täglichlaufen, stolze 18 Jahre in Serie – das Leben ist verrückt, aber es hat Recht!” Jener Satz ist bereits ein Monat alt, längst vergangen und noch immer laufe ich täglich; meine Intention obsiegt in ihrer Beständigkeit – dies ist bemerkenswert. Die Reise läuft weiter und ich laufe mit. Auf 18 Jahre zurückzublicken, generiert einen tief empfundenen Stolz – ich möchte nicht einen Tag in diesem meinem Gelebten Täglichlaufen missen; auch und besonders die härtesten nicht. Ich harre also erwartungsvoll der Dinge, die künftig eintreten werden.

Die vergangenen zwei Monate addiert, ergeben 29 Kälteläufe und nur einmal regnete es – letzteres ist ein höchst betrüblicher Wert, überrascht jedoch nicht – angesichts unserer wahnwitzigen Manipulation der Klimaverhältnisse dieses Planeten. Die Temperaturen alternierten zwischen -04 °C und 10 °C. Weiterhin zogen drei neuerliche Wildschwein-Begegnungen in meine Statistik ein. Am 26.02. lief ich an einer Bache mit sechs Frischlingen in einem Abstand von vielleicht 20 Metern vorbei; Ende März wurde ich eindrücklich freudig grüßend angegrunzt – ich erspähte ein großes Wildschwein, welches auf einer überfluteten Wiese davon sprang und sodann am 05.04. – direkt vor mir trottete ein Schwarzkittel tiefenentspannt von dannen. Mögen die armen Putzels überleben!

Seit Mitte März war ich einmal mehr autorisiert, für das kulinarische Wohl meiner wolligen Lieblinge zu sorgen. Jene Zeit verlief wie stets wundervoll; von einer bösen Ausnahme abgesehen, die am 17.03. eintrat. Wie gewohnt, werden Hunde in meinem Laufareal grundsätzlich nicht angeleint, irrelevant, ob Brutzeit ist oder nicht; ob andere Tiere gejagt werden oder nicht – all dies ist nicht relevant für Hundebesitzer. Getreu dem Motto, mein Hund ist König und sonst schert mich nichts. So wartete ich also, bis mich ein großer Schäferhund passierte – der nach Sichtkontakt ausnahmsweise doch angeleint wurde – und als er außer Sicht war, kümmerte ich mich um meine Wollies. Freilich rechnete ich nicht damit, daß der Hund im Anschluß freigelassen wurde und später seinem Halter entsprang, um „meine“ Schafe zu jagen und anzugreifen. Welch ein Drama! Schlußendlich hatten wir Glück – was hauptsächlich der dicken Wolle zu verdanken war – indessen meine arme Blacky den Schreck ihres Lebens bekam. Nun ja, Hundebesitzer – das ist ein ermüdendes Thema für sich.

Das Jubiläum von 18 Jahren erfreut mich sehr, doch der wahre Höhepunkt fand heute statt. Von meinem erhöhten Standpunkt auf dem Damm aus, erspähte ich vier Rehe – eine ungewöhnliche Anzahl, in der Regel sind sie zu dritt unterwegs – und wie stets, sprach ich sie sofort an; eine Reaktion blieb aus. Aufgrund der Örtlichkeit rannte ich auf sie zu und kam den Rehen auf 15 Meter nahe, bevor ich wieder einen Richtungswechsel vollzog – indessen ich fleißig meinen Monolog führte und nicht ein Reh trat die Flucht an. Was offenbaren diese scheuen Tiere doch für ein Vertrauen! Jener Moment war – geboren in einem Vertrauen, welches mitnichten eine Selbstverständlichkeit ist – der wirkliche Höhepunkt in der abgeschlossenen Phase. So liegt also der wundervolle Frühling in seinen letzten Zügen; wird bald für immerdar vergehen, um dem brennenden Sommer den Thron der Wettermacht feilzubieten. So beginnt das heiße Spiel erneut. Ich werde mich dem wie gewohnt täglich hingeben und im Geiste durch verschneite Waldlandschaften laufen, die es so nicht mehr geben wird.