Den Weg gehen – X. 2022. Zwanzig Jahre. Zehn Monate. Tanzeinlagen.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Januar 2022 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Zwanzig Jahre und Zehn Monate in Serie. Es beginnt also von vorne, ein neues Jahr – allgemein als 2022 deklariert, wenngleich eine Zahl ohne Wahrheit, ohne Sinn; willkürlich definiert. Mein Täglichlaufjahr neigt sich dem Ende entgegen und ja, es ist mehr als bemerkenswert – in nur zwei Monaten scheint ein weiterer Höhepunkt greifbar. Eine lange, kurze Zeit – bis zum 18.03. und möglicherweise wird mir das Leben die Hand reichen und mich auf das Podest der 21 Jahre ziehen, heben; allein das Leben wird es mir demonstrieren, wenngleich ich selbst nicht ganz unschuldig daran sein werde. Wenn ich denn darf.

In der aktuell abgeschlossenen Phase absolvierte ich 21 Kälte- und einen Regenlauf – die Temperaturen boten ein Wechselspiel zwischen -13 °C und 09 °C feil; auch vier Nebelläufe gesellen sich dazu. Desweiteren ein Fastunfall und zwei Wildschweinkontakte – welche derzeit bei 86 stehen und wie alle in der letzten Zeit im Dunkeln stattfanden. Der bisherige Winter ist wahrlich enttäuschend – auch wenn es vereinzelt den Eindruck von Weiß gab, so sind echte Schneewelten nicht an der Tagesordnung, was doch sehr betrüblich ist. Ein Lauf mußte ich abbrechen, die Waldwege verwandelten sich mehrheitlich in Seen und bei den kalten Temperaturen dominierte später das Glatteis und nach der x-ten Tanzeinlage meinerseits – jeder Profi-Tänzer wäre vor Neid erblaßt, trat ich den Rückzug an.

Sehr ärgerlich sollte der Auftakt am 14.01. sein – denn kurz nach Laufbeginn passierte ich eine neue Müllhalde, die degenerierte Kreaturen vermutlich in der Nacht zuvor anlegten. Dieses Land darf sich wirklich glücklich schätzen, daß ich keine Strafen verhängen darf. Der gestrige Tag wie Lauf war sehr stürmisch – wie lange nicht. Ich ließ mich natürlich darauf ein und wurde regelrecht mitgerissen, von den lieblichen Sturmhänden, die mich gnadenlos in die Finsternis zerrten. Wenn ich dies auch genossen habe, hoffe ich insgeheim auf adäquate Temperaturen – welche dem Jahresbeginn entsprechen. Gelebtes Täglichlaufen – es setzt sich fort.

Die vergangene Zukunft – Täglichlaufen. Jahresrückblick 2021.

Posted in Jahresrückblicke on 28. Dezember 2021 by Täglichläufer

Das Jahr ist noch neu, gleichwohl wird es mit eisernen Schritten wie alle anderen zuvor vergehen. Unausweichlich wird es für immerdar in den Strudel der Zeit gesogen und am Ende werden wir uns erneut fragen, wo die schönen Momente des Jahres nur geblieben sind. Dann beginnt es von vorn, das Spiel des Lebens. Immer wieder. Nur die Spieler können sich einer beständigen Ablösung sicher sein. So war die Ordnung der Dinge und so wird sie immer sein.

Das Jahr ist tot. Die temporäre Existenzberechtigung des Jahres 2021 wurde nachdrücklich aufgehoben und die omnipotente Herrscherin aus dem Reich der Erinnerungen hat sich seiner mit Hingabe bemächtigt. Vor uns liegt die nebulöse Zukunft, eine vielleicht hoffnungsvolle Zeit, die sich uns nach und nach enthüllen wird – bevor die Königin des Vergessens auch hier ihr Veto einlegen wird. Wir sollten jedweden Moment genießen, so genußvoll als möglich, denn der Kreuzzug der vergangenen Zukunft hat längst begonnen, dieses neue Jahr unbarmherzig zu verschlingen. Die Reise wird nie enden, sie führt uns in die Unendlichkeit, wenngleich wir als stille Beobachter nur einen Moment im Nichts daran partizipieren werden. Gelebte Endlichkeit. Umso essentieller das Auskosten des Seins, des Lebens. Wie gewohnt handelt es sich hierbei um meinen letzten Beitrag in diesem Jahr; der obligatorische Jahresrückblick meiner vergangenen Zukunft – und auch in diesem Jahr wieder in reduzierter Form und nur auf die schnöde Statistik konzentriert.

Wie das Gros der vorangegangenen Jahre war auch das Jahr 2021 in der Majorität ein wahrlich zufriedenes Jahr im Kontext Täglichlaufen für mich, was meine Konzeption des gelebten Täglichlaufens wie noch immer bestätigt und für sie spricht. Freilich liegt dies in der Natur der Sache. Auch künftig betrachte ich diesen meinen Weg mit Demut und werde ihn weiterhin in der gewohnten Form beschreiten – solange ich darf und Körper und Geist in diesem Stil wertschätzen; allein, wie könnte ich auch nicht?

Statistikauszug 2021 hier mehr:

021 (2020: 021) Regenläufe
000 (2020: 001) Glatteislauf
000 (2020: 000) Gewitterlauf
014 (2020: 003) Nebelläufe
140 (2020: 119) Kälteläufe
001 (2020: 000) Hitzelauf
000 (2020: 000) Flutläufe
000 (2020: 000) Stürze
000 (2020: 000) Hundeangriff(e)
011 (2020: 004) Mal Wildschweinkontakt
000 (2020: 000) Mal Waschbärkontakt
001 (2020: 000) Mal Biberkontakt
000 (2020: 000) Mal in Begleitung gelaufen
003 (2020: 004) Mal Fastunfälle mit Autos
103 (2020: 086) Mal Handschuhe getragen
019 (2020: 006) Mal ein langes Oberteil getragen
006 (2020: 000) Mal eine lange Hose getragen
000 (2020: 000) Mal zweimal gelaufen
kältester Lauf bei -17 °C (2020: -07 °C)
heißester Lauf bei 28 °C (2020: 25 °C)

In diesem Jahr wird sich meine gelaufene Kilometerzahl bei gut 3500 einpendeln; damit bleibe ich wieder unter 4000 Jahreskilometer, was meinen Vorstellungen entspricht.

Von wahrer Bedeutung war in diesem Jahr nur mein 18.03.2001–18.03.2021 – Jubiläum von 20 Jahren Täglichlaufen. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2022 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird sodann genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Für immerdar. Oh Leben, was bist du für ein Leben!

Den Weg gehen – IX. 2021. Zwanzig Jahre. Neun Monate. Dunkelzeit.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Dezember 2021 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Zwanzig Jahre und Neun Monate in Serie. Wohlan, die Zeit ist reif für den letzten Monatsrückblick in diesem Jahr; geboren im Zeichen der Routine. Dieses Wort enttarnt die letzten Wochen, die ohne gewichtige Besonderheit in das Land der Erinnerung eintraten, was freilich höchst positiv wie negativ ist. Allein das Leben i s t. Andere Optionen als ein Akzeptieren sind per se nicht gegeben. So sei es.

In diesem absolvierten Abschnitt zogen 20 Kälte- und jeweils drei Nebel/Regenläufe in meine Statistik ein, indessen die Temperaturen den groben Rahmen von 10 °C bis -04 °C definierten. Aktuell erreiche ich 130 Kälteläufe in diesem Jahr – der absolute Höchstwert – auf die letzten zwei Jahrzehnte bezogen. Wenngleich nun eine unschöne Warmphase das Geschehen dominiert, hoffe ich insgeheim auf würdige Kältetage. Wahre Schneewelten darf ich leider immer noch nicht vermelden; nur an wenigen ausgewählten Tagen gab es maximal einen Hauch von weiß. Sehr betrüblich.

Partielles Glatteis ging damit automatisch einher – beispielsweise auf Brücken und ja, natürlich enttäuschte der Winterdienst keineswegs – denn er war schlicht nicht existent und entsprach somit meinen Erwartungen, was zu seltsamen Tanzeinlagen führte. Jedes Jahr das gleiche alte Lied – manche Dinge ändern sich nie. Gestern sollte ich noch vor Laufbeginn eine mehr oder weniger „unschöne“ Hunde-Begebenheit erleben, gleichwohl es sich mitnichten um einen Angriff handelte. Heute zog der 84. Wildschweinkontakt in meine Statistik ein – zwei Schwarzkittel rannten drei Meter vor mir in der tiefen Finsternis über den Waldpfad in das schwarze Nichts. An dieser Stelle muß ich einmal mehr die Harmlosigkeit von Wildschweinen betonen – selbst in der Dunkelheit und mit Nachwuchs – die süßen Putzel sind absolut harmlos. Wenn ich sie allerdings angreife, darf ich mich nicht über eine adäquate Gegenwehr wundern. Morgen früh wird mich die elegante Finsternis einmal mehr umarmen, einhüllen und mich entführen – in ihre Dunkelwälder.

Ein Hoch auf die Kälte!

Posted in Statistik on 8. Dezember 2021 by Täglichläufer

Mittlerweile gab sich die liebreizende Kälteregentin die Ehre und lud gehaltvoll ein – zu einem wunderschönen Lauf bei -04 °C, welcher im Anschluß ohne großes Aufsehen in die schnöde Statistik einzog. Der weiße Kältehoch löste sich unbeachtet auf, um nun doch die gebührende Aufmerksamkeit zu erfahren.

Aktuell habe ich in den vergangenen 21 Jahren 1760 Läufe in der Kälte absolviert und bisher wies das Jahr 2013 den Höchstwert mit 121 Kälteläufen auf; knapp gefolgt von 2020 mit 120. Jener Wert ist nun Makulatur.

Das Jahr 2021 obsiegt in der Statistik und bietet derzeit 126 Kälteläufe feil. Und ich bin geneigt anzunehmen, daß der Dezember noch den einen oder anderen Lauf in der Kälte für mich bereit halten wird. So hoffe ich künftig auf einen erhöhten Wert in dem Kontext und freue mich unbändig – über die liebliche Kälte, welche hoffentlich kongenial mit traumhaften Schneewelten einhergehen wird.

Den Weg gehen – VIII. 2021. Zwanzig Jahre. Acht Monate. Goldenes Blättermeer.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. November 2021 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Zwanzig Jahre und Acht Monate in Serie. Das Jahr neigt sich zur Rüste, einmal mehr; die Zeit vergeht still und nur noch wenige Tage Leben liegen in diesem Konstrukt namens „Zeit“ vor uns, welche rasant vergehen werden. Hoffnungsvoll, verheißungswürdig mag das Morgen erscheinen, welches nur temporär obsiegen darf, um in den endgültigen Tod zu tanzen. So erscheint der vorletzte Monatsrückblick im Kontext Täglichlaufen auf dieser unbedeutenden Bühne der Erinnerung. So sei es.

Ich absolvierte in der vergangenen Phase acht Kälte- und drei Nebelläufe; indessen die Temperaturen zwischen -02 °C und 16 °C gelassen hin und her pendelten. Für meinen Geschmack ist es viel zu warm und zu trocken für diese Jahreszeit; so bleibt nur die Hoffnung auf einen wundervollen Winter, geboren in der klirrenden Kälte. Dum spiro, spero. Am 21.10. war es relativ stürmisch in den hiesigen Wäldern; für ausgewählte Baumgesellen war es leider zu böig – ihr Leben wurde nachhaltig ausgehaucht. Familie Fasan macht den Rehen Konkurrenz und so vergeht nicht ein Tag, wo ich die Putzels erspähe oder zumindest hören darf. Wenngleich ein Unterschied frappierend ist – ihre Ängstlichkeit. Freilich ist dies angemessen, man muß die Menschen meiden.

Am 04.11. lud die Regenregentin zu einer höchst nassen Vorstellung ein, welche natürlich n a c h meinem Lauf stattfand. Demungeachtet wurden die Wälder geflutet und viele Seen entstanden – vorzugsweise auf einstigen Wegen. In kongenialer Kombination war der komplette Forst bereits zuvor zu einem einzigen Blättermeer avanciert – golden strahlend, garniert in diversen Rotnuancen. Eine wunderschöne Welt, die ihresgleichen suchte. Mitte November wagte ich den Diskutantenkreis von mehreren Graureihern (plus ein Silberreiher) zu stören und einer der Beteiligten stieß einen Schrei sondergleichen aus – ich bin die tägliche Meckerei durchaus gewohnt, aber eine derart nachdrückliche Wortmeldung vernahm ich noch n i e.

Der nächste Tag, Lauf harrt seiner Ausführung und mit etwas Glück – darf ich diese meine Serie fortsetzen. Auf welchen Pfaden auch immer – Gelebtes Täglichlaufen.

Den Weg gehen – VII. 2021. Zwanzig Jahre. Sieben Monate. Fünf auf einen Streich. Plus eins.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Oktober 2021 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Zwanzig Jahre und Sieben Monate in Serie. Wieder ist ein Monat Täglichlaufen für immerdar vergangen; temporär lebendig, voller Energie und doch längst in das allumfassende Nichts verweht. Immerhin, ich durfte die Flüchtigkeit des Lebens täglich mit einem Lauf ehren – wahrlich, hierbei handelt es sich mitnichten um eine Selbstverständlichkeit – es ist und bleibt ein Geschenk, welches man gar nicht hoch genug bewerten und schätzen kann. Wohl jene, die sich dessen auch bewußt sind. Wenn ich auch explizit Täglichlaufen meine, darf man das gerne auf die Bewegung an sich herunter rechnen.

In der heute abgeschlossenen Phase spielten die Temperaturen zwischen 0 °C und 16 °C ungestüm umher, kredenzten mir als kausale Folge vier Kälte- und zwei Nebelläufe. Zudem zieht ein Regenlauf in meine Statistik ein. Auch zwei neue Wildschweinkontakte fordern ihre Berechtigung – am 20.09. kam mir eine komplette Familie entgegen, viele Frischlinge sprangen freudig hier und dorthin und schlußendlich wurde die Situation leicht verwirrend, da ihnen eine weitere Seite verlegt wurde. Glücklicherweise trafen sie nur auf Menschen, die ihnen wohlgesonnen waren. Zum Ende des Monats September brach ein relativ großer Baumgeselle in den gnadenlosen Tod und blockierte den Weg – für mich durchaus erstaunlich, denn in meiner subjektiven Wahrnehmung gab sich kein entsprechender Sturm zu erkennen.

In meinem Laufareal existiert ein kleiner Bach, über jenen eine sehr kleine Brücke führt und am 02.10. wurde für diese Örtlichkeit ein neuer Brückenwächter bestallt – ein herziges Eichhörnchen wachte höchst aufmerksam und ließ mich dann doch – nach einem gebührenden Wegezoll – passieren. Der 07.10. bot traumhafte Nebelimpressionen feil, die in einem kongenialen Zusammenspiel mit der tiefstehenden Sonne ihresgleichen suchte. Ein Künstler hätte diesen einzigartigen Moment der vollendeten Schönheit in einem Gemälde festhalten müssen. Nur drei Tage später störte ich eine Versammlung von Familie Fasan, die sich einmal mehr als sehr schreckhaft erwiesen. Und am 12.10. erspähte ich gar fünf Fasane, welche sich etwas entspannter zeigten – nach weiteren 200 Metern folgte ein sechster. Offenbar hatte meine unartige Störung des Fortpflanzungsaktes vor einigen Monaten keine nachhaltigen Konsequenzen.

Zwei Tage nach diesen Beobachtungen gab sich Meister Reineke die Ehre – eine weitere prachtvolle Begegnung. Das Jahr neigt sich zur Rüste, das Leben zieht von dannen – der nächste Monat Täglichlaufen harrt seiner Dinge, Bestimmung; wartet ungerührt und wird mich bereits morgen ereilen, um ähnlich rasant zu vergehen – wie all jene Tage, die bereits in die unendliche Vergangenheit eingetreten sind. Der Lauf des Daseins.

Den Weg gehen – VI. 2021. Zwanzig Jahre. Sechs Monate. Mein Halbjahresjubiläum.

Posted in Täglichlaufen. 20,5 Jahre., Täglichlaufen. Rückschau. on 18. September 2021 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Zwanzig Jahre und Sechs Monate in Serie. Nun sind also bereits sechs Monate Lebenszeit nach meinem einzigartigen Jubiläumslauf von 20 Jahren Täglichlaufen vergangen; das allumfassende Zeitenrad vollzieht seinen gemäßen, unabänderlichen Lauf der Bedeutungslosigkeit und läßt sich nimmermehr aufhalten; selbst von einem schemenhaften Innehalten kann nicht die Rede sein. So sei es. Auch mein Täglichlaufen läuft täglich weiter – nach wie vor darf ich mich dieser seltenen Gnade hingeben, mir dieses unglaubliche Geschenk anbieten. Und ja, nur zu gerne nehme ich es in aller Demut an. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von 20 Jahren und Sechs Monaten Täglichlaufen. So obsiegt die stolze Freude einmal mehr.

Die entsetzliche Sommerphase gehört endgültig der Vergangenheit an und entsprechend ziehen die Temperaturen in angenehmere Regionen ein oder in Zahlen formuliert – alternierten selbige zwischen 09 °C und 18 °C und offerierten tatsächlich vier Regenläufe. Auch ein Nebellauf gesellt sich in diesen elitären Kreis. Zudem kam ich in den Genuß von vier Wildschweinkontakten – ein recht umtriebiges Jahr, wie mir scheint. Mein diesjähriges Halbjahresjubiläum habe ich mir wahrlich verdient, denn am 24.08. wurde mein Lauf ein wenig konterkariert, was mit einigen Verletzungen einherging und so durfte ich mich nach längerer Zeit mal wieder mit diversen Blessuren schmücken. Die schnöde Routine wurde durchbrochen, was schlußendlich nur die oben genannte Demut nährt. Jeder einzelne Lauf ist und bleibt ein Geschenk. Täglichlaufen ist mitnichten eine Selbstverständlichkeit.

Am 27.08. vollzog sich ein bedeutender Höhepunkt in dem Kontext, denn der 500. Regenlauf ist eine wahrlich besondere Ehre, die mir zuteil wurde. Jeden einzelnen Lauf dieser 500 habe ich ausgekostet und zutiefst wertgeschätzt. Und auch nach all dieser Zeit, nach den Hunderten von Regenläufen ist und bleibt jeder einzelne davon eine Rarität. Ich vertraue auf einen höchst nassen Herbst. Vor drei Tagen beobachtete ich einen wunderschönen Rotfuchs, wie er über eine vielbefahrene Hauptstraße huschte und in letzter Sekunde den sicheren Gehsteig erreichte – Glück gehabt! – – Der heutige Tag steht vollends im Zeichen meines Halbjahresjubiläum, welches morgen doch schon wieder fast vergessen sein wird. Der nächste Lauf wartet; still und unbedeutend. Morgen setzt es sich fort – Gelebtes Täglichlaufen.