Herzlichen Glückwunsch, meine liebe Blacky!

Posted in Meine Schafe, Photos on 4. April 2020 by Täglichläufer

Nun also ist er abgeschlossen, der wollige Nachwuchsreigen in diesem Jahr – meine Lieblingsfreundin – Blacky – hat endlich ihre Zwillinge bekommen, auf die ich seit langem gewartet habe. Fürwahr, sie hat sich Zeit gelassen. Die süßen Putzels kommen ganz nach ihren Eltern und das Schwarze sieht exakt so aus, wie Blacky vor 11 Jahren. „Meine“ Schafe sind stets der erste Höhepunkt meines täglichen Laufes, doch nun intensiviert sich die Freude einmal mehr. Mögen sie sich prächtig entwickeln und ihr hoffentlich langes Leben genießen. Wir sehen uns, meine Lieben – morgen!

Täglichlaufen. Stolze 19 Jahre in Serie.

Posted in Täglichlaufen. 19 Jahre. on 18. März 2020 by Täglichläufer

Der 18.03. hat sich galant aus der noch nicht geborenen Zukunft hervor geschält und harrt temporär seiner flüchtigen Existenz wie Würdigung und offenbart für mich einmal mehr ein besonderes Ereignis; jenen bedeutenden, einzigartigen Moment, der wahrlich strahlend hernieder leuchtet. Fürwahr, ich durfte heute mein Ausnahmejubiläum von „19 Jahren Täglichlaufen“ realisieren und erklimme damit die nächst höhere Ebene der Zufriedenheit in meinem „Gelebten Täglichlaufen“. Allein muß ich gestehen – es fühlt sich auch nicht anders als zuvor an – jener Stil, Intention oder wie man auch immer mein Täglichlaufen bezeichnen will, ist ein elementarer Bestandteil meiner selbst. Ich registriere es entsprechend, freue mich ein wenig und morgen laufe ich erneut – so lange die Gesundheit mich begleiten wird oder andere Einflüsse, die ich nicht kontrollieren kann, mein Handeln nachhaltig konterkarieren werden.

Aber dies versteht sich natürlich von selbst. Gleichwohl ist die Freude heute doch getrübt, da sich auf „meiner“ Schafweide ein Unglück ereignet hat – so war der heutige Lauf respektive eine Umgebungsvariable weniger angenehm. In einem stillen Augenblick werde ich heute meine Laufaufzeichnungen konsultieren und die vergangenen Jahre adäquat in einer persönlichen Rückbetrachtung würdigen und mich wiederholt fragen, wo sind all die Läufe, die Zeit, die Erlebnisse und nicht zuletzt – die Menschen nur geblieben? Und wieso kann ein Antisportler ein deart fragiles Konstrukt erschaffen und bis heute praktizieren? Ohne es je bewußt forciert zu haben. Ich werde diese Ehre, dieses Geschenk auch künftig leben und mit all meinen mentalen wie körperlichen Möglichkeiten pflegen und wertschätzen. Gelebtes Täglichlaufen – der nächste Abschnitt in die Zukunft hat bereits begonnen. Die Reise setzt sich fort, auf unwägbaren Pfaden. Sodann auf weitere 19 Jahre? Gewiß nicht.

19 Jahre Täglichlaufen? Ein Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 2. März 2020 by Täglichläufer

In diesem Jahr werde ich nicht viele Worte über mein mögliches Jubiläum verlieren, es fehlen noch wenige Tage wie Läufe und ob das unwägbare Leben meine Intention goutieren wird oder eben nicht – ich kann mich nur überraschen lassen. Angemerkt sei nur, daß ich jeweils zum Abschluß eines Jahres im gelebten Täglichlaufen – der aktuellen Zahl latent überdrüssig war – derzeit empfinde ich dies mitnichten, im Gegenteil – 18 Jahre Täglichlaufen symbolisiert einen bedeutenden Wert für mich; wahrscheinlich hängt dies mit der Zahl „18“ an sich zusammen. Wie dem auch sei, die 19 manifestiert sich täglich mehr.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das diesjährige Geschenk an mich selbst vielleicht warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Jubiläumskonstrukt, welches sich mit allen Juwelen der Welt nimmermehr erwerben läßt; man kann es nirgendwo erstehen oder auch nur in schnöde Worte kleiden – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus sich selbst heraus – aus meinem Bewußtsein heraus, aus meiner banalen Wenigkeit. Und so kann nur ich selbst es entsprechend würdigen.

Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Absolute, greifbare Einsamkeit entfaltet sich. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Trunken vor Glück. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen. Wohlan, möge es gelingen oder möge ich scheitern – der gigantische Stolz auf mich selbst bleibt indessen immerdar bestehen. Und ja, nach all den Jahren kann ich auch gar nicht mehr scheitern, selbst wenn ich heute mein Täglichlaufen beenden würde. Fürwahr, so sei es.

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „19 Jahre Täglichlaufen in Serie“

01.03.2020 – 11 KM
02.03.2020 – 11 KM
03.03.2020 – 12 KM
04.03.2020 – 12 KM
05.03.2020 – 13 KM
06.03.2020 – 12 KM
07.03.2020 – 11 KM
08.03.2020 – 12 KM
09.03.2020 – 12 KM
10.03.2020 – 11 KM
11.03.2020 – 12 KM
12.03.2020 – 12 KM
13.03.2020 – 10 KM
14.03.2020 – 14 KM
15.03.2020 – 12 KM
16.03.2020 – 12 KM
17.03.2020 – 12 KM
18.03.2020 – 13 KM
N E U N Z E H N – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Willkommen im Leben

Posted in Meine Schafe, Photos on 24. Februar 2020 by Täglichläufer

Als ich dieses Bild erhalten habe, waren die süßen Putzels gerade wenige Stunden alt – der erste wollige Nachwuchs in diesem Jahr. Mittlerweile sind sie zwei Tage alt und heute durfte ich sie persönlich begrüßen und herzlich auf Erden willkommen heißen. Mit der stolzen Mama bin ich seit Jahren freundschaftlich tief verbunden und so stellte sie mir ihre Zwillinge auch sofort vor, die dem Vorbild der Mutter nacheiferten und sich entsprechend sehr zutraulich zeigten. Mein Herz war aufgrund des Bildes längst erobert; doch ja, die Realität ist eine andere, solche lieben Wesen wirklich zu erleben, zu streicheln und zu beobachten. Eines der beiden – springt bereits höchst engagiert auf der Weide umher. In naher Zukunft werde ich wieder für ihr kulinarisches Wohl verantwortlich zeichnen und so darf ich mich diesem Glück täglich hingeben. Meine Vorfreude ist freilich mehr als ausgeprägt. Willkommen im Leben, meine lieben Freunde!!!

Den Weg gehen – XI. 2020. Achtzehn Jahre, Elf Monate. Noch ein Monat.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Februar 2020 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Achtzehn Jahre und Elf Monate in Serie. So verrinnt die Lebenszeit, garniert mit Täglichlaufen und ja, mit jedem weiteren Lauf, den ich praktizieren darf, nähere ich mich dem reizvollen Jubiläum; ein wahrhaft bedeutendes Datum der Einzigartigkeit, welches sich im nebulösen Firmament mehr und mehr erahnen läßt. Doch noch trennt mich das Konstrukt der Zeit von diesem Tag und in einem Monat kann viel passieren. Das Leben wird es lehren, ob ich mein Ansinnen realisieren darf.

Die Temperaturen sprangen im vergangenen Monatsabschnitt zwischen -06 °C und 10 °C munter hin und her und offenbarten 21 Kälteläufe; auch ein Regenlauf gesellte sich in meine Statistik. Zwar regnete es wiederholt, gleichwohl durfte ich das frische Naß in jener schwachen Intensität nicht als Regenlauf werten. Ich war geneigt, einen eigenen Artikel im Kontext der Februarwärme – immerhin 10 °C am 16.02. – zu verfassen und befragte diesbezüglich meine Laufaufzeichnungen. Doch die gefühlte Besonderheit verflüchtigte sich sogleich, denn vor 18 Jahren war es im Februar noch heißer und gar der Januar offenbarte damals unschöne 13 °C als traurigen Höhepunkt. So relativiert sich meine Empfindung, was die Temperaturen angeht.

Ende Januar gab sich Meister Reineke zweimal die Ehre, der bestimmt das Weite suchte, mich sodann aus der Deckung heraus beobachtete. Es verging in jener Phase kaum ein Tag ohne Rehbegegnungen und derart zutraulich erlebte ich sie noch nie. Sie flüchten nicht mehr und bleiben in vielleicht drei Metern Abstand stehen und gucken nur – wenn sie sich überhaupt noch für mich interessieren. Mittlerweile bin ich wirklich als harmloser Freund akzeptiert. Dergleichen gilt auch für meine neue Freundin: Frau Bisam. All diese Beobachtungen und Treffen definieren den wahren Wert des Täglichlaufens. Indessen sind freilich nicht alle von mir begeistert – am 05.02. erschreckte ich leider Familie Fasan und alle vier Putzels flogen zutiefst erbost und lauthals meckernd von dannen.

Heute früh hatte sich ein Storch in mein Laufareal verirrt – trotz der partiell überfluteten Wiesen treten sie hier sehr selten auf. In wenigen Tagen, Läufen wird sich d a s Jubiläum in diesem Jahr manifestieren oder eben nicht – ich lasse mich überraschen und werde nach Kräften das Meine tun, um jenes Datum in der noch nicht geborenen Zukunft als Ziel ausrufen zu dürfen, um es hernach wahrhaftig zu leben. Tempus fugit.

Frau Bisam

Posted in Beobachtungen, Besondere Läufe on 14. Februar 2020 by Täglichläufer

Seit dem vergangenen Sturm, nein, ich korrigiere mich: Stürmchen – erspähte ich meine neue Freundin, Frau Bisam leider nicht mehr. Ich hegte bereits Befürchtungen, sie hätte die unruhigen Tage nicht wohlbehalten überstanden. Glücklicherweise trafen wir uns heute wieder – der Morgen graute unschlüssig, begleitet von einem verhaltenen Nieselregen. Und plötzlich bewegte sie sich von rechts direkt auf die Mitte des Dammes zu und beobachtete mich neugierig; auf Grund der zahlreichen Graugänse verharrte ich längst und spähte ebenso voller Neugierde in ihre Richtung und welch ein Vertrauensbeweis – unser Abstand betrug vielleicht fünfzig Zentimeter. Sie dachte gar nicht daran, sich zu entfernen – ich legte nur ein freudiges Erstaunen an den Tag.

Irgendwann lief ich weiter – sie blickte hinterdrein und direkt im Anschluß befand sich eine weitere Bisamratte vor mir – allein ich kam keine 10 Meter an das Putzelchen heran; es flüchtete im Eilschritt und mutmaßlich hatte ich es hier mit dem Männchen zu tun. Die größten Angsthasen sind in allen Spezies auf diesem Planeten die Männchen. Freilich ist dieses Verhalten gerechtfertigt, denn mit Vertretern der menschlichen Rasse darf man sich nicht einlassen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Für mich war diese extrem nahe Begegnung heute wahrlich außergewöhnlich und ich freue mich bereits jetzt auf meinen nächsten Lauf – das ist Laufen, wahres Täglichlaufen!

Eine neue Freundin

Posted in Beobachtungen, Täglichlaufen. Laufalltag. on 9. Februar 2020 by Täglichläufer

Bisamratten leben seit Jahren in meinem Laufareal; im Wasser habe ich sie wiederholt beobachten dürfen. Vor wenigen Tagen unterbrach ich meinen Lauf – der Weg war durch mehrere Graugänse verlegt – und so traten wir in einen Dialog und schlußendlich entschieden sich die Putzels, gemächlich das Wasser aufzusuchen. Ich entschuldigte mich für die ungebührliche Störung und wollte weiterlaufen, als ich jählings eine Bewegung gewahrte und ein dunkelbraunes Etwas flüchtete und schwamm im Wasser von dannen – eine Bisamratte! Von wirklicher Flucht kann eigentlich nicht die Rede sein, sie bewegte sich eher langsam.

Nur einen Tag später erspähte ich sie wieder – an der gleichen Örtlichkeit, an Land – und wie gewohnt, sprach ich sie sofort an. Und ihre Reaktion? Keine! Sie guckte zwar neugierig, knabberte dann aber ungerührt weiter und dachte gar nicht daran, sich von mir zu entfernen. Dieses Spiel erlebte ich mehrere Tage hintereinander; zuletzt heute früh. Ich bin geneigt anzunehmen, daß es sich hierbei um Frau Bisam handelt, denn Männchen sind grundsätzlich eher ängstlich und feige. So saß sie heute zwei Meter neben mir und gab sich dem Frühstück hin, indessen ich sie beobachte, wenngleich nur kurz – letztlich störe ich doch. Dennoch, so darf ich mit Frau Bisam eine neue Freundin in meinen tierischen Reigen aufnehmen. Ich freue mich auf unsere nächste Begegnung – morgen.