Den Weg gehen – V. 2026. Täglichlaufen. 25 Jahre. Fünf Monate. Energieschub. Hinein in die Sommerlethargie.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. August 2026 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare 25 Jahre und Fünf Monate in Serie. Erneut ist ein Monat Täglichlaufen in die unbegreifliche Vergangenheit eingetreten und hinterläßt temporär den Monatsrückblick zurück; ich singe das gleiche alte Lied einmal mehr. Aber so ist die Ordnung der Dinge und noch darf ich sie in dieser für mich seltenen Konstellation formen, realisieren und leben. Die Zeit wird mich lehren wie lange noch.

In der soeben abgeschlossenen Phase vollzogen die Temperaturen ihr Wechselspiel zwischen 06 °C und 20 °C. Am 01.08. begrüßte mich der frühe Morgen mit einem lieblichen Gewitter und oh Wunder, oh Wunder – es regnete sehr intensiv, was ich doch sehr zu schätzen wußte. Gleichwohl hat mich die Intensität durchaus überrascht – denn die trockenen Waldwege wurden innerhalb von Sekunden geflutet, die sich zu beachtlichen Seen entwickelten – in einer Rasanz, welche in meiner Erinnerung nichts vergleichbares auffinden läßt. Zahlreiche Läufe fanden – trotz der frühen Morgenstunden – in einer drückenden, schwülen Atmosphäre statt, was nicht wirklich zu meinem Lieblingswitterungen zählt. Der 12.08. bildete hier eine greifbare Ausnahme, denn bei 06 Grad atmete ich pure Energie ein und flog förmlich durch meine einsamen Wälder – ein Energieschub sondergleichen, der jedwede Sommerlethargie nachhaltig hinweg fegte.

Als ich Ende Juli in den tiefen Forst eintrat, kam mir ein älterer Mann entgegen – er sah mich, verließ sofort den Weg und nahm einen großen Ast in die Hand und kehrte anschließend auf den Pfad zurück; ignorierte mich aber völlig. So ganz kann ich dieses Verhalten nicht deuten – sollte der Ast als Verteidigung dienen? Sah er mich, also den harmlosen Läufer als Bedrohung an? Eine kuriose Situation. Drei Tage später erlebte ich meine 129. Wildschwein-Begegnung mit zwei Schwarzkitteln, die mich freundlich Grummel-Grunzend begrüßten. Die harmlosen Stadtschweine, welche mittlerweile hier überall lustwandelten, wurden indessen ermordet – wie das hier in dieser elenden Stadt so üblich ist. Jedes Lebewesen wird als Bedrohung eingestuft und freudig getötet. Im vergangenen Jahr habe ich auch den Fehler gemacht, den Notruf zu wählen, weil ein Reh in einem Zaun eingeklemmt war. Wir haben einst wiederholt Rehe befreit – diese „Tradition“ begründete auch meinen Anruf – aber nein, die Feuerwehr kam erst gar nicht – stattdessen erschien ein Polizist, der das arme Tier sofort erschoß. Der Sachverhalt wurde erst gar nicht geprüft. Es bestand also nie ein echtes Interesse, das wertvolle Leben zu erhalten.

Am 31.07. trat in ich eine wundervolle Nebelwelt ein, die sich ungewohnt mystisch verhielt, entgegen meinen Erfahrungen. Allein der natürliche Weltgesang überrascht immer wieder und so lasse ich ich mich gerne umarmen, von den verborgenen Mächten des Nebelreiches und mich melancholisch entführen; in alte, andere Zeiten, Lebenswelten. Der nächste Lauf indes folgt – bereits morgen.

Den Weg gehen – IV. 2026. Täglichlaufen. 25 Jahre. Vier Monate. Judula & Jebediah & Rommel.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Juli 2026 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare 25 Jahre und Vier Monate in Serie. Tage kommen, gehen – die täglichen Läufe schließen sich dem nahtlos an – immer verborgen unter dem nebulösen Mantel der Zeit, welcher uns alle lieblich umhüllt. Oder auch gnadenloser Natur; alles eine Frage der Sichtweise respektive Interpretation. Wieder ist ein Monat Täglichlaufen vergangen, der erneut mehrheitlich unter dem Schwert der Routine geführt, absolviert wurde.

Den heißen Witterungsbedingungen konnte ich immerhin zum Laufzeitpunkt entkommen und so tanzten selbige nur zwischen 10 °C und 23 °C; einen Regenlauf darf ich – natürlich – nicht vermelden. Ein zutiefst goldiger Moment offenbarte sich am 04.07. – ein junger Waschbär kletterte einen Baum hinauf und ich beobachtete ihn dabei – sodann hielt er inne und spähte hinab und rührte sich nicht mehr. Und so standen wir beide wie eingefroren in Zeit und Raum und beäugten uns – so ein süßes Putzel!

Wenige Tage später – es war nahezu an der identischen Örtlichkeit, als es lautstark im Gesträuch raschelte und zwei große Wildschweine machten einen Riesensatz und sprangen erschreckt von dannen – ich war zuvor bis auf 1,5 m an sie heran gekommen. Welch eine Aufregung! Ich folgte den Armen und absolvierte meine gewohnte Laufrunde und am Ende wiederholte sich das Spiel an der gleichen Stelle. Diese greifbare Nähe dürfte ein neuer Rekord in dem Kontext sein. Gestern, unweit jener Örtlichkeit erlebte ich meine 128. Begegnung mit den Rackern – erneut direkt vor mir. Mittlerweile durchstreifen die Schwarzkittel die gesamte Stadt und ein Jäger veröffentlichte die Hauptrouten der Stadtschweine und mein Laufauftakt liegt exakt auf einer ihrer gern frequentierten Bahnen. Unsere Freundschaft intensiviert sich mehr und mehr – so habe ich die Anführer jener urbanen Rotte nun entsprechend getauft auf: Judula, Jebediah und Rommel. Der nächste Kontakt wartet bereits und die täglichlaufende Reise geht also weiter und das bereits morgen…

Den Weg gehen – III. 2026. Täglichlaufen. 25 Jahre. Drei Monate. Mein 125. Wildschweinkontakt.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Juni 2026 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare 25 Jahre und Drei Monate in Serie. Und die Tage, die täglichen Läufe ziehen in das weite Land, in das große Nichts ein. Wieder ist ein Monat Täglichlaufen von dannen getanzt – so sei es. Ich tanze mit, auch in die unspektakulären, sommerlichen Phasen der Routine hinein. Die Welt der Mücken ist indessen lebendig geworden und entsprechend unschön gestaltet sich der Aufenthalt in den Waldgebieten – selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleibe ich nicht verschont und so offenbart sich der Preis des Laufens = Mückenstiche. Täglich. Ich wiederhole mich – unschön.

In dem zuletzt abgeschlossenen Abschnitt alternierten die Temperaturen zwischen 06 °C und 17 °C und kanalisierten in der Folge nicht einen Kältelauf – sehr betrüblich! – doch oh Wunder, ich darf einen Regenlauf vermelden. Am 23.05. gab sich Meister Reineke die Ehre, wenngleich er recht scheu auftrat – das gleiche Spiel wiederholte sich am 05.06. Wie zu dieser Zeit gewohnt, konzertieren die großen Meister täglich und begleiten meine Läufe mit entsprechender musikalischer Untermalung; als da wären: Nachtigall, Drossel, Kuckuck, Pirol, Schilfrohrsänger und ja, auch die Froschels und Fasane leisten ihren Beitrag in den Publikumsrängen.

Am 13.06. brach in Dammnähe ein Ast – es gab ein lautes Brechen, Bersten und ich bin geneigt anzunehmen, ein prachtvolles Wildschwein zeichnete dafür verantwortlich – allein ich konnte nichts erspähen. Dafür kreuzte am 16.06. drei Meter vor mir ein Schwarzkittel meinen Weg; hielt an, erspähte mich und trottete gemütlich weiter – im Anschluß spazierte ein Frischling hinterdrein – indes der andere Weg mit einer ganzen Rotte verlegt war. Seit langer Zeit zeigten die Putzels keine Angst und traten relativ entspannt auf – welche Freude! In meine Statistik zieht nun die 125. Wildschweinbegegnung ein. Gestern überholte mich ein Eisvogel-Paar in nächster Nähe und ich sah nur das rasante, blaue Leuchten, welches im Wald verschwand – beim Eintritt in den Hain durfte ich einen Bussard beobachten. So setzt sich die Routine in dieser Phase fort – eine unspektakuläre Zeit, täglich gepeinigt von Mückenhorden und temporär garniert mit wunderschönen Ausnahmen. Auch das ist Täglichlaufen. Gelebtes Täglichlaufen.

Den Weg gehen – II. 2026. Täglichlaufen. 25 Jahre. Zwei Monate. Erwachte Natur.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Mai 2026 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare 25 Jahre und Zwei Monate in Serie. So gibt sich also die nebulöse Zukunft die Ehre, nimmt die banale Gegenwart zärtlich an die Hand und zieht mir ihr lächelnd, singend weiter, in das schwarze Todesreich der Vergangenheit – keine Hoffnung auf Wiederkehr. Dies gilt auch für mein Täglichlaufen; so schwindet auch der zweite Monat tanzend ohne Rückkehr in die Auflösung. Die Natur ist endlich erwacht – wahrhaftig – und bot zahlreiche Impressionen feil, die ihresgleichen suchten. Dennoch, der Schönheit ungeachtet fiel es mir in den letzten Wochen wiederholt schwer, mein gelebtes Täglichlaufen zu realisieren. Aber so ist das – Höhen und Tiefen kommen, gehen.

In dem nun von der Zeit entführten Monat habe ich 17 Kälteläufe vollzogen, die Temperaturen differierten zwischen -03 °C und 13 °C; dazu gesellt sich ein Regenlauf. Bemerkenswert – damit habe ich in diesem Jahr mit dem heutigen Tage exakt so viele Kälteläufe absolviert wie im gesamten Vorjahr. Der Kuckuck ließ sich am 24.04. zum ersten Mal hören, drei Tage später erspähte ich bereits Graugans-Küken – wie kann man nur so süß sein? – an diesem Tag konzertierte auch der Schilfrohrsänger erstmalig. Später folgte der Pirol und die Frösche melden ebenso täglich ihre Präsenz. Am 25.04. schreckte ich zwei Frischlinge auf, welche eilig das Weite suchten – mit einer Geschwindigkeit, die die Läufer-Elite weinend zurück gelassen hätte. Im Mai folgte der zweite Wildschweinkontakt in dieser Phase.

Seit vielen, vielen Jahren darf ich die hiesigen Schwarzspechte beobachten, welche relativ „zutraulich“ und extrem neugierig sind. Aber wie ein so ein süßer Putzel in engagierter Aktion agiert, erlebte ich am 04.05. zum ersten Mal. Die (durchaus großen) Holzstücke und Rindenteile flogen in alle Richtungen in die Welt und der Specht hämmerte mit einer bemerkenswerten Hingabe. Ich unterbrach meinen Lauf und gewahrte das hämmernde Treiben mit einem Lächeln – so goldig! Mittlerweile habe ich wieder diverse Weinbergschnecken gerettet und ja, auch dies setzt sich in diesem Jahr fort. Natürlich. – – – Wie auch mein Täglichlaufen; bereits morgen.

Den Weg gehen – I. 2026. Täglichlaufen. 25 Jahre. Ein Monat. Frühling im Winter. Winter im Frühling.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. April 2026 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare 25 Jahre und Ein Monat in Serie. Das omnipotente Zeitenrad knirscht lauthals und dreht sich konsequent und ungefragt weiter – ungeachtet der 25 Jahre, auf die ich seit kurzem stolz zurückblicken und mein Eigen nennen darf. Die Routine hat mich nahezu zeitgleich eingehüllt und dementsprechend absolviere ich mein Täglichlaufen in gewohnter Art und Weise. Schlußendlich handelt es sich nur um ein schnödes Datum – zwar durchaus von rarer Bedeutung – aber das wahre Täglichlaufen kann man nicht in Zahlen, in Werten oder in Kilometer messen und abbilden. Heute durfte ich einen Schwarzspecht beobachten und meine Schmusedame wartete bereits auf mich – ich streichelte sie und ihr Kopf wurde immer schwerer in meiner Hand. Es ist dies ein Hochgenuß pur, der in der Majorität eine tiefe Zufriedenheit generiert.

Wenn mich die Zahlen auch nicht wirklich interessieren, so habe ich – basierend auf einer Anfrage – ausnahmsweise meine Kilometer in 25 Jahren Täglichlaufen addiert und ja, für mich als Antisportler ist das durchaus eine beachtliche Zahl. Was könnte also ein talentierter Sportler bewußt erreichen? Unfaßbar! In der vergangenen Phase absolvierte ich 21 Kälteläufe, indessen die Temperaturen zwischen -05 °C und 10 °C alternierten; auch zwei Nebelläufe muß ich hier erwähnen. Zudem erlebte ich vier Wildschweinkontakte – das darf nicht weiter verwundern, schließlich laufe ich sehr früh und aufgrund der unsäglichen Zeitumstellung der ungebildeten Menschheit wird dies noch forciert. Die borstigen Putzels haben ihre eigenen Zeiten und können mit der menschlichen Torheit wenig anfangen. Der Winter kann sich in diesem Jahr nicht entscheiden, den wahren Abschied einzureichen – noch am Mittwoch lief ich bei -03 °C. Die Kälte mag nicht weichen und dennoch sitzt der Frühling längst auf seinem Thron.

In diesen Tagen begegne ich jeden Morgen zwei Enten und ja, wir haben uns ein wenig angefreundet – sie flüchten nicht, wenn ich erscheine und tolerieren gar einen Abstand von 20 cm. Ich weiß ihr Vertrauen sehr zu schätzen. Auch Meister Reineke gab sich vor kurzem die Ehre, wenngleich im Fluchtmodus. Am 13.04. konzertierte erstmalig die Nachtigall und läutete damit vielleicht den nachhaltigen Jahreswechsel ein. So setzt sich also mein Täglichlaufen fort – die 25 gerät langsam in Vergessenheit und nur der tägliche Lauf erringt seine wahre Bedeutung. Der letzte Satz in dieser Rückschau gilt meinem ehemaligen Judo-Trainer, welcher vor wenigen Tagen verstorben ist – in Gedenken.

25 Jahre. Gelebtes Täglichlaufen. 25 Jahre.

Posted in Täglichlaufen. 25 Jahre. on 18. März 2026 by Täglichläufer

Der 18. eines Monats – wieder und wieder gilt dieser Tag als ein Moment der Besinnung, des Innehaltens, um eine kurze Rückschau zu generieren und mir der Besonderheit meines Täglichlaufens bewußt zu werden. Zu sehr ist dieser Stil mit mir verbunden, verwachsen – um das noch groß im Fokus zu haben – wer denkt denn schon über das Atmen nach? Und genau das ist es für mich; um so essentieller jene Rückschauen, die im März ihren natürlichen Höhepunkt erreichen. Der heutige Tag ist selbstredend DER bedeutendste Moment in meinem Täglichläuferleben; demungeachtet sind allzu viele Worte unnötig und wie ich damals beim Vollzug der ersten Dekade konstatierte: „Mein Körper und Geist bekommen das, wofür sie konstruiert sind, tägliche Bewegung. Wo ist die Besonderheit? Es gibt keine. Pure Natürlichkeit. Mein Körper ist nicht mehr der, der er einmal war, doch wird auch der „Antisportler“ weiterhin seinen festen Platz in meinem Gehirn einnehmen. Auch bemühe ich mich von Herzen mit jedweder Hingabe, meine Intention auch in der Zukunft zu leben. Natürlich, wie könnte es anders sein? Ich laufe weiter. Täglich. Wie könnte ich auch nicht?“.

Wie trivial. Und bemerkenswert. Es ist mir dies gelungen – bis heute. Und der Antisportler lebt nach wie vor und in der Tat durfte ich jeden Tag seit damals mit einem Lauf wertschätzen oder mich selbst, je nach Sichtweise. Bei aller Banalität – was für ein Geschenk!!! So strahlt nun heute der 18.03.2026 hernieder und damit erhebe ich mein Gelebtes Täglichlaufen auf 25 Jahre in Serie. Ausnahmslos. Ohne Pause, ohne Unterbrechung. Freilich, in den vergangenen 15 Jahren gab es zahlreiche Augenblicke, in denen ich mich gedanklich bereits davon verabschiedete und dennoch ging es irgendwie weiter; ich frage mich, woher ich die Energie, die Kraft in diesen ausgewählten Sekunden nahm. Verrückt! Das heutige Jubiläum nehme ich mit einem nachhaltigen Stolz und in tiefer Demut an und auch ein wenig mit Freude. Meine Freude ist leider verhalten und nicht im Ansatz vergleichbar mit dem gewichtigen Tag der ersten Dekade. Vor bereits drei Jahren trübte das Himmelsgewölbe finster ein und generierte 2023 schon kein angenehmes Jubiläum, um mich hernach endgültig dunkel einzuhüllen, was bis heute anhält. Aber so ist das Leben, eine begrenzte Phase, an der man partizipieren darf. Täglichlaufen und Gesundheit – welch Symbiose! Positiv wie negativ.

Ich wiederhole meine damaligen Worte: „So vergehen die Tage, die Zeit, die Läufe und das Leben. Ich laufe in die Zukunft und was bleibt? Die Erinnerung an die Vergangenheit; manche Ereignisse ragen leuchtend in diesem grauen Nebelreich auf und strahlen unablässig weiter, während andere mehr und mehr verblassen. Irgendwann wird mein Stil enden, muß enden – dann war es das, mit dem „Gelebten Täglichlaufen“ – die Vergänglichkeit wird dereinst obsiegen. Ich selbst werde irgendwann folgen, ebenso im nebulösen Nichts verblassen – wie Staub im Wind. Für immer und immer. Temporäre Existenz. Aber bis es soweit ist, werde ich so viele Läufe und Tage wie möglich genießen, wenn auch nicht jeden einzelnen. Ich möchte nicht einen Tag aus der vergangenen Dekade missen. Selbst die unangenehmsten nicht, auch sie sind Bestandteil des Erlebten, meines Lebens und machen mich zu dem, was ich bin. Ich würde jeden einzelnen Schritt wieder so gehen.“ – – Auf mein Täglichlaufen bezogen, unterschreibe ich das weiterhin gerne. Ansonsten würde ich auf viele Tage allzu gerne verzichten, aber wie dem auch sei – heute werde ich angesichts der 25 Jahre doch mal lächeln, kurz. Morgen werde ich natürlich den nächsten Lauf beginnen, ich bin viel zu stur, um damit aufzuhören. Nur die Gesundheit, bzw. das Fehlen derselben kann und wird mich früher oder später daran hindern. Gelebtes Täglichlaufen! 25 Jahre!

Der Jubiläumslauf. Angenehm frisch bei -05 °C, hinein in den Sonnenaufgang in der Einsamkeit, 12 Kilometer, begleitet von zahlreichen Wildgänsen. Nur ein Kommentator: „Ist das nicht zu kalt, mit kurzen Hosen!?“ – manche lernen es nimmermehr. Totale Abgeschiedenheit, 25 Jahre, so viel Zeit, so viele Läufe, so viele Erinnerungen, so viele Erlebnisse, Begebenheiten, so viele Menschen, so viele Abschiede, zu viele.

Vor drei Jahren. „Ich habe daran gedacht, ich habe es nicht vergessen“. Ach ja.

Concordia domi, foris pax.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 11. März 2026 by Täglichläufer

Wohlan, die nächste Ebene strahlt intensiv hernieder, wird greifbarer. Scheint greifbarer. In einer Woche wird das Leben es lehren – 25 Jahre Täglichlaufen – oder eben nicht.

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