Den Weg gehen – XI. 2017. Fünfzehn Jahre, Elf Monate. Zerstörende Zeiten.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Februar 2017 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Fünfzehn Jahre und Elf Monate in Serie. Tempus fugit. Das bedeutendste Jubiläum in diesem Jahr leuchtet sanft schimmernd am weiten Horizont und weist mir wie ein Leuchtfeuer den Pfad in jene vollendende Richtung und ja, ich bin bestrebt, diesen Weg zu folgen und ihn nachhaltig zu gehen, zu beschreiten – wie es stets mein Stil war. Ob mir diese meine Intention gelingen wird, kann ich freilich nicht wissen; doch ja, das Leben wird es lehren. Ich selbst wage diesbezüglich keine Prognosen, zu unwägbar ist das fragile Konstrukt im Zeichen der Gesundheit und des Lebens selbst. Allein ich bemühe mich nach Kräften. So sei es.

In der vergangenen Phase alternierten die Temperaturen zwischen -07 °C und 02 °C, welches in der banalen Konsequenz 30 Kälteläufe generierte, dazu gesellen sich in trauter Eintracht sieben Nebel-, vier Glatteisläufe und ein Regenlauf. Schlußendlich zogen weiterhin ein Sturz und ein Fastunfall in meine Statistik ein. Der letzte Monat vollzog sich im läuferischen Kontext ohne tragende Besonderheiten, doch die Umgebungsbedingungen entfalteten eine böse Tagesordnung in schrecklichster Art und Weise. Wie oft habe ich hier bereits konstatiert, daß ich in der naturfeindlichsten Stadt überhaupt lebe; jeder Baum wird als Feind betrachtet, der vernichtet werden muß und explizit so sahen die vergangenen Tage aus. Von zahlreichen Lokalitäten, wo die dekadenten Toren in zerstörerischster Weise wüteten, greife ich nur meinen Damm – als meine geliebte Standardlaufstrecke heraus.

Das Ausmaß der Verwüstung ist verheerend – große und absolut gesunde Bäume wurden vernichtet; Bäume, die niemanden gefährlich werden konnten, wurden ausgelöscht und selbst junge Nachwuchsbäume wurden ihrer Äste beraubt. Ein Gemetzel an der Natur ohne Sinn und Verstand – wie das so üblich ist, in der kranken Menschenwelt. Mir bricht es das Herz. Und das ist nur der Anfang – in den hiesigen Wäldern sind zahllose weitere Bäume bereits markiert, die mittelfristig ihren Tod finden werden. Welche Vernichtung von Lebensraum! Ich wünsche mir von Herzen, daß diese degenerierte Spezies für all den Frevel, den wir der Natur mit all ihren zauberhaften Lebewesen täglich weltweit antun – irgendwann eine adäquate Quittung erhalten wird. Und möge diese Rechnung sehr, sehr eindrücklich wie nachhaltig werden. Hoffnung treibt das Schiff der Narren.

Ein positiver Lichtblick im letzten Monat sind die vier neugeborenen Nachwuchsschafe, die mit ihrem goldigen Anblick direkt jedes Betrachterherz zutiefst rühren. Und dazu ihre zarten Stimmchen – ja, man muß sie einfach lieben. Neben meinem unangenehmen Sturz am 29.01. durfte ich einen Fasan beobachten, sowie am 09.02. einen Pirol und sogar den unnahbaren Herr von Chefschafbock konnte ich am Hals streicheln – welches in der Tat absolut bemerkenswert ist. Auch durfte ich wieder zahlreiche Rehbegegnungen erleben, die sich allesamt durch die Gemeinsamkeit auszeichneten, daß sie durch mein Anrufen und ruhiges Zureden ihre Flucht beendeten, abrupt anhielten und mich neugierig ansahen. So erst gestern geschehen mit einem relativ großen Reh in nur fünf Metern Entfernung. Obwohl ich diese Momente sehr schätze, ist das wohl ein falsches Verhalten meinerseits, was ich aktuell überdenken muß; denn es kann nicht in meinem Sinn sein, den Rehen ein falsches Vertrauen zu suggerieren, welches sie möglicherweise durch mordgeile Jäger am Ende mit dem Leben bezahlen müssen.

Seit ungefähr drei Jahren überwintern hier mehrere Kraniche und wenn ich in der letzten Zeit maximal zwei erspähen durfte, so war mir bekannt, daß die kleine Gruppe wenigstens sechs Tiere zählt. Die lieben und sehr musikalischen Kraniche konzertierten gestern früh in wundervoller Weise, doch beobachtete ich an jenem Morgen nicht fünf, nein, sondern ungefähr 30 Kraniche – dazu debattierten im Hintergrund lauthals mehrere hundert Wildgänse, welches eine traumhafte Frühlingsatmosphäre generierte, die ich nur von grundauf genießen konnte.

So vergeht also ein Monat, geboren in menschlicher Dummheit vereint mit menschlicher Zerstörungswut; tatsächlich, diese Spezies bleibt sich treu. Der Schimmer der Zukunft, der mir vielleicht ein weiteres Jubiläum offenbaren wird, intensiviert sich. Von Tag zu Tag zu ein wenig mehr, in nuancenhaften Schemen, die ich noch nicht realisieren kann und will. Wohin wird die Reise gehen?

Surreale Wintersonne

Posted in Photos, Täglichlaufen. Laufalltag. on 7. Februar 2017 by Täglichläufer

Erhaben thront die rotgoldene Wintersonne am unendlichen Firmament und sendet lächelnd ihre zarten Strahlen unablässig in die erstarrte Natur hernieder, welche dieses hehre Ansinnen mit kristallinen Funkeln goutiert und für den sensiblen Beobachter eine kongeniale Symbiose generiert. Strahlend weist sie mir den Pfad durch das natürliche Habitat und wartet mit traumhaften Impressionen auf, die freilich ihresgleichen suchen. Tief unter dem wundervollen Strahlenzepter obsiegte eines Morgens eine nachhaltige Nebelwand, die jedwedes Leben liebevoll umhüllte und nimmermehr hergeben wollte, ja – eingeschlossen für alle Zeiten in ein greifbares Traumreich der Illusionen.

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Ich laufe und laufe und genieße sehr intensiv dieses einzigartige Schauspiel, wenngleich meine Augen den geringsten Anteil daran haben; denn wahres Fühlen und wahrer Genuß kann nur im tiefsten Innern entstehen. Jählings registriere ich, daß ich beobachtet werde und erspähe zu meiner Rechten drei Rehe, die mich erst beobachten und dann von dannen traben, bis ich sie beruhigend anrufe und ja, wie gewohnt bleiben sie stehen und lassen mich vorsichtig in einiger Entfernung passieren. Schlußendlich stehen die edlen Rehe versetzt in einer Reihe, vereinen sich schemenhaft mit den Nebelgewändern und verschwinden unmerklich aus dieser Welt, indessen die surreale Wintersonne den immerwährenden Konflikt mit der Finsternis für diesen Moment aufgibt und den Rehen folgen wird. Doch der Zeitpunkt ihrer Rückkehr steht längst festgeschrieben, in den Annalen des Lebens. Meine Wenigkeit folgt jenem Vorbild und so verliere ich mich selbst in der nebelhaften Einsamkeit und ziehe ebenso von dannen.

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Meine liebe Inge, Dir gebührt an dieser Stelle mein herzlichster Dank für das Bereitstellen der grandiosen Photos, denn wie stets gilt während meines Täglichlaufens – die Welt für eine Kamera!

Den Weg gehen – X. 2017. Fünfzehn Jahre, Zehn Monate. Glatteiswelten.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Januar 2017 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Fünfzehn Jahre und Zehn Monate in Serie. So trat also die ehedem hoffnungsvolle Zukunft in die seufzende Unendlichkeit der Vergänglichkeit ein und nahm das Jahr 2016 für alle Zeiten und darüber hinaus ungefragt mit sich. Wer hat die Macht, diesem tödlichen Zyklus zu entkommen? Und so setzt sich das Spiel des Lebens fort – wie schon immer. So sei es. Ich selbst schließe mich mit meinem banalen Täglichlaufen an und praktiziere es wie gewohnt auch in diesem noch jungen Jahr weiter, welches ebenso rasant verglühen wird – wie all die fragile „Zeit“ zuvor.

In jenem Abschnitt, der die Jahreswende hofierte, vollzog ich 24 Kälte-, drei Nebel- und zwei (komplette) Glatteisläufe. Die Temperaturen alternierten zwischen 09 °C und -09 °C und boten partiell einen Schneereigen feil, der die natürliche Welt – allen voran die lieblichen Haine in ein zartes Weiß kleidete und die aufmerksamen Betrachter in der Konsequenz auf ihre ureigene Art und Weise liebreizend betörte. In der Phase vollzog ich auch meinen 1200. Kältelauf – gerechnet ab dem Jahr 2000. Am 29.12. erlebte ich meine 43. Wildschweinbegegnung und vernahm im Schilf ein schnaufendes, Grunzen, welches sehr eindrücklich nachhallte und da an diesem Tag die mächtige Nebelregentin ihr elegantes Zepter huldvoll schwang, so waren die Impressionen in dieser Momentaufnahme des Lebens – im Rahmen aller Bedingungen – höchst einprägsam und ja, wundervoller Natur für mich. Später erspähte ich noch zwei Rehe, welche im Forst von dannen liefen, doch nach meinem Anreden jählings anhielten und mich neugierig beobachten – ein Verhalten, welches ich in der letzten Zeit des öfteren erlebte.

Für ein musikalisches Ambiente sorgten wiederholt die hiesigen Kraniche, die stets grandios konzertierten, allein den Winter doch noch nicht vertreiben konnten. In den letzten Tagen schwiegen sie jedoch, gleichwohl sie heute pünktlich zu meinem „Jubiläum“ ein formidables Jubelkonzert für mich gaben. Der Lauf vom 12.01. bildete eine einzige Herausforderung, die Witterungsbedingungen warteten mit Glatteis par excellence auf. Und so lief ich hochkonzentriert und unterbrach mein Laufen an zahlreichen Örtlichkeiten, um einen Pfad zu entdecken, um unbeschadet manche Eispunkte überwinden zu dürfen – die herrliche Sonne entschädigte mich für diese Härten, wenngleich ich sie nicht sonderlich genießen konnte. Am 14.01. und am 16.01. beobachtete ich Meister Reineke, der sich jedoch höchst rasant davon machte und sich ein würdiges Versteck aussuchte und ja, Recht hat er!

Die Glatteiswelten obsiegen auch künftig, doch die weiße Winterheimstatt der Anmut – wenn auch auf einem niedrigen, preußischen Niveau – ist an Schönheit nicht zu übertreffen und sucht ihresgleichen. Es ist eine wahre Gnade, diesen Genuß täglich im Laufschritt preisen zu dürfen. So setzt es sich also fort, mein Täglichlaufen – weiter und weiter; hinein in weiße Welten. Dum spiro, spero.

Die vergangene Zukunft – Täglichlaufen. Jahresrückblick 2016.

Posted in Jahresrückblicke on 29. Dezember 2016 by Täglichläufer

Das Jahr ist noch neu, gleichwohl wird es mit eisernen Schritten wie alle anderen zuvor vergehen. Unausweichlich wird es für immerdar in den Strudel der Zeit gesogen und am Ende werden wir uns erneut fragen, wo die schönen Momente des Jahres nur geblieben sind. Dann beginnt es von vorn, das Spiel des Lebens. Immer wieder. Nur die Spieler können sich einer beständigen Ablösung sicher sein. So war die Ordnung der Dinge und so wird sie immer sein.

Nun ist es einmal mehr soweit. Es ist vorbei. Die temporäre Existenzberechtigung des Jahres 2016 wurde vernichtend aufgehoben und die omnipotente Herrscherin aus dem Reich der Erinnerungen hat sich seiner mit Hingabe bemächtigt. Vor uns liegt die Zukunft, eine hoffnungsvolle Zeit, die sich uns nach und nach enthüllen wird – bevor die Königin des Vergessens auch hier ihr Veto einlegen wird. Wir sollten jedweden Moment genießen, so genußvoll als möglich, denn der Kreuzzug der vergangenen Zukunft hat längst begonnen, dieses neue Jahr unbarmherzig zu verschlingen. Die Reise wird nie enden, sie führt uns in die Unendlichkeit, wenngleich wir als stille Beobachter nur einen Moment im Nichts daran partizipieren werden. Gelebte Endlichkeit. Umso essentieller das Auskosten des Seins, des Lebens. Mein letzter Beitrag in diesem Jahr; der obligatorische Jahresrückblick meiner vergangenen Zukunft – in diesem Jahr in reduzierter Form und nur auf die schnöde Statistik konzentriert. Das bald endgültig sterbende Jahr war voller Höhen und Tiefen, durchzogen von Glück, Zufriedenheit, Melancholie, Trauer, Heiterkeit, Schmerzen, Genuß, Herausforderungen, Widrigkeiten, Hoffnung und Frieden.

Fürwahr, das Fazit kann ich vorweg nehmen – wie schon in den Jahren zuvor war auch das Jahr 2016 wieder ein zutiefst zufriedenes Jahr im Kontext Täglichlaufen für mich, was meine Konzeption des gelebten Täglichlaufens wie noch immer bestätigt und für sie spricht. Aber das liegt in der Natur der Sache. Mein Täglichlaufen ist auch in diesem Jahr ein Garant für die stete Zufriedenheit gewesen, explizit auch gesundheitlicher Natur, wofür ich sehr dankbar bin – eine Ausnahme gab es freilich in diesem Jahr und viel fehlte nicht, so wäre mein fragiles Konstrukt vom Täglichlaufen endgültig zerbrochen, doch ja – ich hatte Glück und darf die Fortsetzung noch leben. Dementsprechend betrachte ich diesen meinen Weg mit Demut und werde ihn weiterhin in der gewohnten Form beschreiten – solange ich darf; denn das der Willen vorhanden ist, muß ich nicht exponiert betonen. Auch künftig werde ich Körper und Geist in diesem Stil wertschätzen; allein, wie könnte ich auch nicht?

Statistikauszug 2016 hier mehr:

025 (2015: 026) Regenläufe
001 (2015: 000) Glatteisläufe
000 (2015: 000) Gewitterlauf
020 (2015: 014) Nebelläufe
111 (2015: 106) Kälteläufe
000 (2015: 004) Hitzeläufe
000 (2015: 000) Flutläufe
000 (2015: 000) Sturz/Stürze
000 (2015: 000) Hundeangriff(e)
014 (2015: 005) Mal Wildschweinkontakt
002 (2015: 000) Mal Biberkontakt
000 (2015: 001) Mal in Begleitung gelaufen
002 (2015: 006) Mal Fastunfälle mit Autos
095 (2015: 097) Mal Handschuhe getragen
032 (2015: 030) Mal ein langes Oberteil getragen
005 (2015: 000) Mal eine lange Hose getragen
000 (2015: 000) Mal zweimal gelaufen
kältester Lauf bei -13 °C (2015: -06 °C)
heißester Lauf bei 26 °C (2015: 30 °C)

Die Laufberichte des Jahres 2016

08.01.2016 Vollendete Harmonie
14.11.2016 Der Moment…

Ich habe in diesem Jahr 4564 gelaufene Kilometer erreicht – ohne „Marathon“, „Wettkampf“, „Leistungen“, „Pläne“, „Ziele“, „Training“ oder sonstigem Schnickschnack, der in der lustigen Laufwelt so gerne gepriesen wird – dies versteht sich natürlich von selbst. Mit dem Wert bleibe ich erneut 5000 Jahreskilometern – wie schon im vergangenen Jahr und eine nachhaltigere Reduktion meiner Umfänge ist mir nur partiell gelungen; nichtsdestotrotz liegt der Wert im Rahmen meiner aktuellen Intention. Was sagen die Kilometer schon über Genuß, Freude und Härten aus? Nichts. Von wahrer Bedeutung war in diesem Jahr nur mein 18.03.2001–18.03.2016 – Jubiläum von 15 Jahren Täglichlaufen. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2017 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird sodann genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Für immerdar. Oh Leben, was bist du für ein Leben!

Den Weg gehen – IX. 2016. Fünfzehn Jahre, Neun Monate. Absolute Finsternis.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Dezember 2016 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Fünfzehn Jahre und Neun Monate in Serie. So verrinnt er also, der liebliche Dezember, dessen unangefochtene Winterfürstin mit ihren raren Schneereizen leider geizt. Nimmermehr verging die gnadenlose Zeit schneller als in jenen grauherrlichen Novembertagen und wie ich einst in Aussicht stellte, so brach die Zukunft eindrücklich über mich hernieder: „Wenngleich ich die Intensität in der kommenden Woche signifikant reduzieren muß, bin ich ob dieser Tatsache ausnahmsweise nicht betrübt, da dies einer Reise geschuldet ist, welche vor über 100 Jahren ihren Auftakt nahm – und jener initiierte Kreis wird sich morgen nachhaltig schließen. So kam es also, der Fokus auf mein Täglichlaufen verlor zusehendes an Bedeutung und ja, zu allen Zeiten tönte ich groß daher, daß ich mein Täglichlaufen n i e freiwillig beenden würde, nicht, solange ich nur den Hauch einer Wahl hätte. So sei es. Demungeachtet hat sich meine Wahrnehmung verschoben – könnte ich dem Höhepunkt jener Reise erneut beiwohnen, die vor über 100 Jahren begonnen wurde und vor einem Monat eine Art Finale feierte – ich würde mein Täglichlaufen sofort beenden; ohne zu zögern, ohne Nachdenken! Wer hätte das gedacht – ich von mir selbst am allerwenigsten. Allein diese Möglichkeit bietet sich mir nicht. Ich habe nicht diese Wahl – leider. So setzt es sich also fort.

Die Temperaturen alternierten in der vergangenen Phase zwischen 10 °C und -06 °C und dementsprechend zogen 19 Kälte-, vier Nebel- und drei Regenläufe lächelnd in meine Statistik ein. Am 24.11. erlebte ich den 41. Wildschweinkontakt in meinem Täglichläuferleben – im schönsten Sonnenschein durfte ich ungefähr zehn Wildschweine beobachten, die gemütlich gen Wald trabten; hierbei handelte es sich um drei sehr große Schwarzkittelfreunde und diverse kleinere, welche allesamt höchst entspannt auftraten. Um bei der thematischen Fortsetzung zu bleiben, fand die nächste Begegnung am 14.12. statt. Hier entsprang ein Wildschwein in das Unterholz und zwei weitere durfte ich bei ihrem Morgenbade erspähen und ja, mir ist – bisher – kein Lebewesen bekannt, welches derart laut, nein, lärmend durch das Wasser schwimmt respektive platscht. Ich konnte mich eines Lachens nicht erwehren – Wildschweine sind in der Tat herrliche Wesen.

Am 30.11. warnte mich ein zuvorkommender Nachbar vor der Polizei, welche wie gewohnt ihren monetären Geschäften nachging, doch ich bin geneigt anzunehmen, für die Blitzgeräte bin ich dann doch ein wenig zu langsam. Auf dieser stark befahrenen Hauptstraße, welche im Fokus der „Exekutive“ lag, sah ich am 04.12. ein Reh umher spazieren – glücklicherweise an einem Sonntag in den frühen Morgenstunden, so daß es den gefährlichen Übergang ohne Probleme realisieren konnte. Mein Lauf am 05.12. sollte sich wahrlich als Bilderbuchlauf erweisen; geboren in der kalten, erstarrten Natur, die ihresgleichen suchte; indessen die Kraniche ein wohltönendes Konzert gaben.

Absolute Finsternis. Der freundliche Nachbar vom 30.11. kam mir eines Morgens in tiefer Dunkelheit entgegen und da ich mit meiner Bekleidung nebulös mit der schwarzen Natur verschmolz, sollte sein Schreck nach meinem Morgengruß sehr nachhaltig werden – mittlerweile gehört seine Irritation der Vergangenheit an. Später vollzog ich weitere Läufe in der müde gewordenen Nacht und ja, die Pfade im Finsterforst konnte ich nur anhand der wegweisenden Bäume erahnen. Am 12.12. kam mir ein starker Ast zwischen meine Füße, was sich als relativ schmerzhaft erwies und am 16.12. schlug mir ein Zweig in mein Gesicht, direkt in die Augen – auch dies war sehr unangenehm, blieb jedoch ohne Folgen. Dennoch, diese Dunkelläufe besitzen ihren ureigenen Reiz, erwachsen in einem stillen Habitat der absoluten Einsamkeit wie totalen Finsternis. Derlei kann ich nur lieben. So vergeht also die Zeit, das Jahr und das Leben. Der Dezember wird alt, mein Täglichlaufen vielleicht auch. Tempus fugit.

Der rote Wuschelputz. Akt II.

Posted in Fauna, Photos on 15. Dezember 2016 by Täglichläufer

Während meines Täglichlaufens führe ich nie eine Kamera mit und so darf es nicht irritieren, daß ich wiederholt in Situationen gerate, in denen ich lautstark verkünden möchte – die Welt für eine Kamera! Welch rare Impressionen sind mir bereits für immerdar verloren gegangen, indessen andere Eindrücke tief in meinem Herzen verwahrt sind. So sei es. Nun darf ich hier einen Vertreter meiner liebsten Freunde bildlich festhalten und zwar einen roten Wuschelputz, die mich jeher täglich begleiten. Ich liebe diese goldigen Putzelchen und bin ihnen völlig verfallen; allein ihre Neugierde läßt sich nicht in Worte kleiden und wenn man im Dunkeln den Forst durchquert, huschen sie am Rand des Pfades flink in der Finsternis umher oder generieren ihr eigentümliches Kratzen beim Erklimmen der Bäume. Sodann ihre herzigen Töne, wenn sie miteinander kommunizieren – oh ja, ich liebe sie wirklich.

Herzlichen Dank an meine liebe Inge für das Bereitstellen Deines Bildes.

2016_dezember_wuschelputzi

Frauen in Deutschland. Nur Freiwild zum Vergewaltigen und Töten. Leider nicht mehr.

Posted in Absurdistan on 13. Dezember 2016 by Täglichläufer

Vor einem halben Jahr konstatierte ich – freilich nicht zum ersten Mal: Wohlan, ihr lieben Damen und Mädchen in Deutschland – paßt auf Euch auf“. Nun, was ich wünsche oder nicht ist natürlich bedeutungslos und die Auswüchse und Konsequenzen der deutschen Politik wirken schonungslos auf ihre Art und Weise. Im Nachfolgenden beschränke ich mich der Einfachheit halber stellvertretend nur auf den Focus. Da Vergewaltigungen durch Asylanten scheinbar politisch gewollt und an der Tagesordnung sind, führe ich diese Liste auch nicht in uferlose Bereiche aus. Wir werden uns daran gewöhnen müssen. Wen interessiert das auch.

Prozess in Hamburg: 14-Jährige brutal vergewaltigt: So schamlos ließen sich die Täter vor Gericht feiern

Fall Maria L.: 17-jähriger Flüchtling soll Studentin in Freiburg getötet haben

Polizei ermittelt: Sexuelle Übergriffe auf zwei Frauen nahe und in Freiburg

Silvester-Übergriffe in Hamburg: Sex-Attacken bleiben für die Täter straflos

Thüringen: 14-jähriges Mädchen vergewaltigt – Polizei kontrollierte den Täter vor der Tat

Polizei Stade: Vergewaltigung in Buxtehude – mutmaßlicher Tatverdächtiger festgenommen

All jene traurigen und zutiefst entsetzlichen Beispiele bilden nur die Spitze eines gigantischen Eisberges und zeigen dramatisch auf, wohin die Reise in Deutschland zukünftig gehen wird. Die kausale Schuld an diesem Debakel trägt die deutsche „Regierung“, die all dies erst ermöglicht hat. Jene Regierung, die auf allen erdenklichen Ebenen gegen das deutsche Volk agiert. Ich bin geneigt anzunehmen, daß unsere Politiker auf diese schrecklichen Taten noch stolz sind. Vermutlich werden aus diesem Grund die Täter auch nie bestraft. Hier ist evident zu erkennen, daß wir mitnichten in einem Rechtsstaat leben; die Opfer werden von Justiz und Politik verhöhnt und die Täter werden gefeiert und hofiert. Und wer wagt, diesen irrationalen Wahnsinn zu kritisieren, wird als rechtes „Pack“ von den sogenannten Volksvertretern beschimpft. Welche Frechheit. Wo bleibt der Aufschrei, der Ruck in diesem Kontext? So sieht also die Dankbarkeit der Asylanten aus. Wie weit entrückt muß man der Realität sein, um derlei ohne Sanktionen zu tolerieren und zu vertuschen?

Ich dachte immer, die nationalsozialistischen Volksvertreter um den wahnsinnigen Hitler wäre das schrecklichste, was Deutschland je erlebt hätte. Tatsächlich, diese Einschätzung ist nur ein banaler Irrtum meinerseits. Nie zuvor wurden die deutschen Bürger mehr verachtet und gehaßt und verabscheut wie derzeit von der eigenen Regierung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die deutschen Damen sich vollverschleiern müssen – als obligate Anpassung an die neuen islamischen Herren des Landes. Da darf es nicht weiter verwundern, daß sich „unser“ Bundespräsident einen islamischen Präsident vorstellen kann. So werden also auch künftig die deutschen Frauen vergewaltigt und ermordet (während parallel die Begrüßung per Handschlag eine religiöse Unmöglichkeit ist); indessen die Täter nicht bestraft werden. Würde ich hier meine wahre Meinung über all dies schreiben – dafür käme ich jedoch in das Gefängnis. Willkommen in Deutschland. Ich freue mich auf Silvester. Meine lieben Damen, ihr braucht nicht mehr aufpassen – ihr habt bereits verloren. So viel Leid, so viel unnötiges Leid.