Tanzende Tränen

Posted in In Gedenken on 13. November 2018 by Täglichläufer

Welch ein graudunkler Morgen. Geboren in der schwarzen Finsternis. Reizende Regenperlen gleiten sanft hernieder, tränengleich und zärtlich tanzend. Nicht intensiv ausgeprägt, doch von einer steten und scheuen Behutsamkeit. Im einsamen Hain genoß ich die Abgeschiedenheit und jählings ereilte mich eine besondere Nachricht, die mich sehr schockierte. Seit vielen Jahren traf ich nahezu täglich einen Grußfreund; wir winkten uns zu und oft unterhielten wir uns, denn auch er ist ein Läufer – sogar ein Ultraläufer. Freilich wäre das in diesem Fall eine niedliche Beschreibung; ich würde ihn als extremen Hardcore-Ultraläufer bezeichnen und er absolvierte Läufe in Ländern, wo ich nur vom Hörensagen schon in Ohnmacht falle. Hin und wieder sind wir auch streckenweise gemeinsam gelaufen – ich war stets von seiner Laufwelt beeindruckt und er nicht minder über mein Täglichlaufen, über meine Serie – was ich wiederum als kurios interpretierte; der Hardcore-Ultraläufer staunte über den Antisportler. Manchmal offenbart das Leben seinen Humor.

Heute vernahm ich nun völlig unerwartet – das unwägbare Spiel des Lebens ist für ihn beendet. Für immer und immer. Das Buch des Lebens hat sich für ihn geschlossen. Die Witterungsbedingungen waren der Nachricht angemessen – ich selbst kann es nicht begreifen. Noch gestern hätte ich geschworen, er wird noch mit 95 seine 100 Kilometer und mehr genußvoll laufen und von dieser Lebenszahl war er weit, weit entfernt. Wahrlich, das Leben ist unwägbar – wer wagt es, dies verstehen zu wollen? Meine Gedanken sind bei seiner Familie – ich werde die Erinnerung an diesen Ausnahmeläufer hochhalten; mein heutiger Lauf, mein 441 Regenlauf sei ihm gewidmet.

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4000

Posted in Täglichlaufen. Status. on 5. November 2018 by Täglichläufer

In den vergangenen 11 Jahren erreichten meine Jahreskilometerumfänge in der Regel einen Wert zwischen 4600 und 4900 Kilometer; ausgenommen die Jahre 2011-2014, in denen ich jeweils mehr als 5000 Kilometer absolvierte. Seit 2015 ist ein steter Rückschritt erkennbar und ja, insgeheim strebe ich einen Wert von 4000 Jahreskilometern an – was sich natürlich leichter anhört oder liest, als es in der Realität umsetzbar ist.

Momentan fehlt mir ein wenig die Leidenschaft; wahrscheinlich hängt dies mit den sommerlichen Temperaturen zusammen, die so gar nicht in den November passen. Und es scheint mir, künftig werde ich mich an einen Sommer von Januar bis Dezember gewöhnen müssen. Welche Gründe auch immer für meine temporäre Unlust verantwortlich zeichnen, sind sie doch meiner stillen Intention mehr als zuträglich und ich hoffe, in diesem Jahr nicht mehr als 4200 oder 4300 Kilometer zu erreichen. Dies mag nun keine Herausforderung sein, allein ist mein Körper ein wenig mehr gewöhnt und der behutsame Abfall ist keine Kleinigkeit. Freilich können die 4000 Kilometer kein Ziel bilden, aber ein latenter Anhaltspunkt, der mir derzeit gefallen würde. Ich werde mich bemühen, diese Regionen zu erreichen.

Ein Trauerspiel

Posted in Absurdistan on 3. November 2018 by Täglichläufer

Und wieder ein Trauerspiel, ein Meisterstück unserer mörderischen Spezies, nach Monaten der Jagd wurde eine arme Tigerdame von 200 Menschenkreaturen bejagt; Scharfschützen ausgerüstet mit Infrarotkameras und schlußendlich heimtückisch erlegt, ermordet. Welch ein feiger Wahnsinn! Mir bricht es das Herz.

Der Bestand von Tigern steht unmittelbar vor der endgültigen Vernichtung und wir metzeln aus Spaß und Mordlust weitere dahin. Von einer mordgeilen Spezies, die sich unkontrolliert auf dem gesamten Erdball reproduziert und jedweder anderer Art ihren Lebensraum mehr und mehr nimmt, zurückdrängt und mit höchstem Engagement zum Aussterben treibt. Was für ein Trauerspiel!

Eine Frage bleibt freilich offen – wird eines fernen Tages unsere dekadente und degenerierte Rasse je geistig realisieren, daß wir die Natur für unser eigenes Überleben benötigen? Ich fürchte, dafür fehlt uns die Intelligenz. Geschweige denn von Mitgefühl und Empathie für unsere Umwelt zu reden.

Seminare gegen Massenvergewaltigungen?

Posted in Absurdistan on 2. November 2018 by Täglichläufer

Man möge mir das nachfolgende Fremdthema auf dieser Seite hier verzeihen; längst habe ich mich an den neuartigen Status quo in diesem Land gewöhnt und natürlich auch an die täglichen Meldungen von Messerattacken, Morden, Vergewaltigungen und Massenvergewaltigungen usw. usf. – welches politisch nicht nur goutiert, sondern auch bewußt importiert, aktiv installiert wurde und gewünscht ist. Schließlich leben wir gut und gerne in diesem Land – alle Opfer werden dies gerne bestätigen; was auch keiner Rede wert ist.

Folgender Punkt läßt mich dieses Thema aufgreifen. Als Konsequenz der mehrere Stunden andauernden Massenvergewaltigung in Freiburg fordert die „Integrationsbeauftragte“: „Alle Asylsuchenden müssen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland, noch in der Erstaufnahmeeinrichtung, Wegweiserkurse über das Zusammenleben in Deutschland erhalten – und dazu gehört auch, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt“.

Einmal mehr bin ich sprachlos ob dieser Unfähigkeit wie Inkompetenz von Mitgliedern der Regierung. Der sogenannte Asylsuchende soll also nach der Einreise in dieses Land Seminare belegen, wo ihm eindrücklich (?) erläutert wird, daß die hiesigen Frauen es nicht wirklich schön finden, betäubt zu werden, um anschließend über Stunden von Dutzenden Männern vergewaltigt zu werden? Man muß jenen Männern erst erklären, daß wir Vergewaltigungen nicht als wundervoll erachten? Mir wird übel, wenn ich darüber nachdenke und ich will nicht wissen, was in solchen Köpfen wie beispielsweise dieser Beauftragten vor sich geht und derlei ist ein Teil der Regierung? Das macht mir wirklich Angst. Was sind das für Volksvertreter, die solche absurden Forderungen stellen?

Wenn ich hier schreibe, was ich mit solchen Tätern machen würde, käme ich nur auf Grund meiner Sätze in ein Gefängnis, aber die realen Massenvergewaltiger werden sicherlich nicht einmal „ausgeschimpft“, kann es sich doch kein Richter erlauben, ein Ausländer zu bestrafen – gilt er anschließend doch als Nazi. Es ist wahrlich ein Segen, daß unsere Urgroßeltern all dies nicht mehr erleben müssen – die würden sich für so ein Deutschland von grundauf schämen. Ich bedauere es zutiefst, daß die Angehörigen der Regierenden noch zu gut geschützt sind – und daher der normale Bürger als Opfer herhalten muß. Möge der asylsuchende Zustrom stetig ansteigen und weiter komplett aus dem Ruder laufen – irgendwann ändert sich vielleicht auch dies; hier fühle ich mich doch sehr an die Hexenverbrennungen erinnert, die auch erst ihr Ende fanden, als es gegen die Obrigkeit ging.

Eine kunstvolle Heimstatt

Posted in Fauna, Photos on 29. Oktober 2018 by Täglichläufer

Einmal mehr hat sich Mutter Natur als formidable Baumeisterin erwiesen und eine wunderschöne wie kunstvolle Heimstatt für die lieben Wespen erschaffen. Hier lasse ich nun ein Bild sprechen, denn schnöde Beschreibungen sind unnötig. Ein Hoch auf die Wespen, diese edlen Tiere!

Ein bedenkliches Verhalten

Posted in Allgemein on 23. Oktober 2018 by Täglichläufer

Die tiefschwarze Finsternis hat ihren düsteren Mantel über die Natur geworfen – unter ihrem wundervollen Schutz galoppieren die Sturmreiter ungehalten hin und her und ein leichter Nieselregen reizt mit seinem ureigenen Charme. Ich befand mich bereits auf dem Rückweg, als mich meine Freundin Tina anhielt und ihre Streicheleinheiten einforderte. Ihr Eigentümer berichtete mir sogleich von einer seltsamen Begegnung, die er unmittelbar zuvor erlebte – und zwar folgte ihm versetzt im Wald in einem geringen Abstand eine männliche Person mit vermummten Kopf und jedes Mal, wenn er diesen ominösen Mann betrachten wollte, so drehte er sich höchst auffällig weg. Zudem benutzte er nicht die Waldwege, sondern folgte ihm direkt im Forst. Er hatte kein gutes Gefühl dabei und warnte mich entsprechend – ich war nun neugierig und wollte mir die Person gerne ansehen und lief in jene Richtung – als mögliche Beute tauge ich nicht wirklich, ich bin wohl eher schwer verdaulich.

Allein ich erspähte niemanden und als ich den Wald verlassen wollte, kam mir eine junge Dame entgegen, die in den Hain wollte und hier muß ich gestehen, hatte ich mehr als Bedenken. Also sprach ich sie an und warnte und informierte sie über eine mögliche Gefahrensituation – sie kehrte auch sofort um. Wir leben in heiklen Zeiten und die Menschen sind böse und wenn die Wahrnehmungen sich vielleicht auch als trügerisch erweisen – explizit unsere Interpretationen – und in der Konsequenz bedeutungslos waren, so warne ich lieber einmal zu viel und unberechtigt als einmal zu wenig. Im Anschluß informierte ich noch weitere Damen, den Wald heute zu meiden. Das oben beschriebene Verhalten war für mich jedenfalls sehr fragwürdig, ja, mehr als bedenklich.

Den Weg gehen – VII. 2018. Siebzehn Jahre, Sieben Monate. Grüngoldene Inseln im Nebelmeer.

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Oktober 2018 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Siebzehn Jahre und sieben Monate in Serie. Verglüht. Mein Halbjahresjubiläum. Verglüht wie ein äonenalter Stern am unendlichen Firmament; geboren in einem Hauch von Nichts, um für die Phase von unbedeutenden Femtosekunden zu überdauern – verankert in einem temporären Bewußtsein – hinein getragen in diese kalte wie flüchtige Welt, in dieses nebulöse Leben der ungreifbaren Endlichkeit. Das halbjährige Jubiläum ist also verweht in die Erinnerung; umwoben von mannigfaltigen Gedanken – doch ein neues Glanzlicht lächelt erhaben am Horizont und symbolisiert einen weiteren Monat, der gleichwohl ähnlich rasant verglühte wie auch alle folgenden seufzend sterben werden, müssen. Der Ordnung der Dinge kann man nicht entkommen, aber wer würde dies schon wahrhaftig anstreben wollen?

In dem vergangenen Zeitabschnitt alternierten die Temperaturen zwischen 18 °C und 0 °C und endlich wurde am 30.09. der erste Kältelauf in diesem Herbst feilgeboten. Welche Gnade! In der Summe ziehen drei Kälteläufe in meine Statistik ein; dazu gesellen sich zwei Nebelläufe sowie ein Fastunfall, welchen ich freilich nicht kommentieren will. Dieser verflossene Monat vollzog sich gewohnt routiniert und bot mehrheitlich keine Besonderheiten. Das betrübliche Fehlen von hernieder tanzenden Wassertropfen, heißt „Regen“ – lasse ich ebenso unkommentiert. Der goldene Herbst obsiegt, was ich durchaus genoß. Am 16.10. wurde ich Zeuge eines Dialoges von zwei Bussarden, was ich als herrlich interpretierte – leider erlernte ich einst nicht die faszinierende Sprache „Bussisch“ und kann von daher nur spekulieren, worüber sich die edlen Raubvögel unterhielten.

Der wohl schönste Lauf überhaupt in jener Phase fand gestern statt – geboren im Morgennebel wurden die natürlichen Bedingungen in einer atemberaubenden Schönheit komponiert, die ihresgleichen suchte. Wenn ich den Lauf auch nicht als Nebellauf werten darf, war mein Laufareal partiell von einem Nebelmeer durchzogen und die zentralen Wiesen trugen den reizenden Nebelmantel in einer einzigartigen Weise. Bis auf eine scheinbare Höhe von vielleicht zwei Metern waren die Weiden ausstaffiert von wabernden Nebelkleidern und nur die diversen Baumgruppen standen dicht beisammen und erreichten einen raren Inselcharakter, welche zudem von den leuchtenden Sonnenstrahlen gravitätisch erhellt wurden. So überwachten die grüngoldenen Inseln das weite Nebelmeer und luden jeden Beobachter dazu ein, es ihnen gleichzutun. Ein traumhaft schöner Anblick, den ich doch irgendwann sich selbst überlassen mußte. – – Der nächste Monat liegt ähnlich verborgen in Nebelozean der Zukunft und wird sich nach und nach enthüllen – vielleicht auch künftig garniert mit etwas Täglichlaufen. Die Zeit wird es lehren. Und die zahlreichen Blätter fallen und fallen …