Archive for the Täglichlaufen. Status. Category

4000

Posted in Täglichlaufen. Status. on 5. November 2018 by Täglichläufer

In den vergangenen 11 Jahren erreichten meine Jahreskilometerumfänge in der Regel einen Wert zwischen 4600 und 4900 Kilometer; ausgenommen die Jahre 2011-2014, in denen ich jeweils mehr als 5000 Kilometer absolvierte. Seit 2015 ist ein steter Rückschritt erkennbar und ja, insgeheim strebe ich einen Wert von 4000 Jahreskilometern an – was sich natürlich leichter anhört oder liest, als es in der Realität umsetzbar ist.

Momentan fehlt mir ein wenig die Leidenschaft; wahrscheinlich hängt dies mit den sommerlichen Temperaturen zusammen, die so gar nicht in den November passen. Und es scheint mir, künftig werde ich mich an einen Sommer von Januar bis Dezember gewöhnen müssen. Welche Gründe auch immer für meine temporäre Unlust verantwortlich zeichnen, sind sie doch meiner stillen Intention mehr als zuträglich und ich hoffe, in diesem Jahr nicht mehr als 4200 oder 4300 Kilometer zu erreichen. Dies mag nun keine Herausforderung sein, allein ist mein Körper ein wenig mehr gewöhnt und der behutsame Abfall ist keine Kleinigkeit. Freilich können die 4000 Kilometer kein Ziel bilden, aber ein latenter Anhaltspunkt, der mir derzeit gefallen würde. Ich werde mich bemühen, diese Regionen zu erreichen.

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17 Jahre Täglichlaufen? Ein Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 3. März 2018 by Täglichläufer

März. Der endliche Zeitenstrom fließt rasant in die unendliche Vergänglichkeit; am weiten Horizont lächelt die 17 hernieder und ja, ich beschreite den fragilen Pfad in jene Richtung. Ich gestehe es gerne ein, mein gelebtes Täglichlaufen mit der „17“ zu krönen, würde mir gefallen – in der Tat, dies würde mich gar sehr zufriedenstellen. Allein ob das unwägbare Leben meine Intention goutieren wird oder eben nicht – ich lasse mich überraschen; werde aber auch künftig im gewohnten Sinne dementsprechend agieren.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das diesjährige Geschenk an mich selbst vielleicht warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Jubiläumskonstrukt, welches sich mit allen Juwelen der Welt nimmermehr erwerben läßt; man kann es nirgendwo erstehen oder auch nur in schnöde Worte kleiden – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus sich selbst heraus – aus meinem Bewußtsein heraus, aus meiner banalen Wenigkeit. Und so kann nur ich selbst es entsprechend würdigen. Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Absolute, greifbare Einsamkeit entfaltet sich. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Trunken vor Glück. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen. Wohlan, möge es gelingen oder möge ich scheitern – der gigantische Stolz auf mich selbst bleibt indessen immerdar bestehen. Und ja, nach all den Jahren kann ich auch gar nicht mehr scheitern, selbst wenn ich heute mein Täglichlaufen beenden würde. Fürwahr, so sei es!

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „17 Jahre Täglichlaufen in Serie“

01.03.2018 – 13 KM
02.03.2018 – 14 KM
03.03.2018 – 12 KM
04.03.2018 – 13 KM
05.03.2018 – 05 KM
06.03.2018 – 13 KM
07.03.2018 – 15 KM
08.03.2018 – 14 KM
09.03.2018 – 14 KM
10.03.2018 – 12 KM
11.03.2018 – 14 KM
12.03.2018 – 13 KM
13.03.2018 – 12 KM
14.03.2018 – 13 KM
15.03.2018 – 12 KM
16.03.2018 – 12 KM
17.03.2018 – 13 KM
18.03.2018 – 13 KM
S I E B Z E H N – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Ein Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 1. März 2017 by Täglichläufer

Alles hat seine Zeit. In naher Zukunft werde ich mein sechzehnjähriges (Serien)-Jubiläum im geliebten wie gelebten Täglichlaufen begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die unwägbare Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann und darf – in entsprechende Wege kanalisieren. Sollte mir die Vollendung dieser Intention gelingen, so wird mir der beschrittene Pfad dorthin als einer der anspruchsvollsten überhaupt in meiner Erinnerung bleiben, denn im Juni vergangenen Jahres war mein täglichlaufendes Ansinnen fragil wie nie zuvor. Doch nichts ist jemals einfach und erst die Härten verleihen meinem Täglichlaufen die wahre Wertschätzung.

Zusätzlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den scheinbar unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten und wertzuschätzen – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ja, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu, muß dazu gehören; denn „Sechzehn Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich extrem stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser einzigartigen Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Welcher Nichtsportler kann vergleichbares von sich behaupten? Oder gar Sportler? Ich w i l l diese Ebene erreichen und erhebe sie zum unmittelbaren Ziel, aller gewohnten und an den Tag gelegten Ziellosigkeit zum Trotz – alles andere wäre gelogen.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das diesjährige Geschenk an mich selbst warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Jubiläumskonstrukt, welches sich mit allen Juwelen der Welt nimmermehr erwerben läßt; man kann es nirgendwo erstehen oder auch nur in schnöde Worte kleiden – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus sich selbst heraus – aus meinem Bewußtsein heraus, aus meiner belanglosen Wenigkeit. Auch nur ich selbst kann es entsprechend würdigen. Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Absolute Einsamkeit entfaltet sich. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Trunken vor Glück. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen. Wohlan, möge es gelingen oder möge ich scheitern – der gigantische Stolz auf mich selbst bleibt indessen immerdar bestehen. Und ja, nach all den Jahren kann ich auch gar nicht mehr scheitern, selbst wenn ich heute mein Täglichlaufen beende. Fürwahr, so sei es!

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „16 Jahre Täglichlaufen in Serie“

01.03.2017 – 14 KM
02.03.2017 – 13 KM
03.03.2017 – 14 KM
04.03.2017 – 12 KM
05.03.2017 – 12 KM
06.03.2017 – 14 KM
07.03.2017 – 14 KM
08.03.2017 – 13 KM
09.03.2017 – 14 KM
10.03.2017 – 14 KM
11.03.2017 – 12 KM
12.03.2017 – 12 KM
13.03.2017 – 14 KM
14.03.2017 – 13 KM
15.03.2017 – 13 KM
16.03.2017 – 13 KM
17.03.2017 – 13 KM
18.03.2017 – 10 KM
S E C H Z E H N – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Entführte Lebenszeit

Posted in Täglichlaufen. Status. on 12. September 2016 by Täglichläufer

Oh geliebte Zeit, du flüchtiges und surreales Wesen der unendlichen Einzigartigkeit – warum nur eilst du so rasant durch den Weltgesang des temporären Daseins? Mit jedem Tag, der ungerührt vergeht, wirst du transparenter und gnadenlos entführst du meine Lebenszeit ohne Hoffnung auf Wiederkehr und absorbierst sie auf deiner nie endenden Reise in die Vergessenheit. Viel intensiver und konzentrierter wirkst du in der Tat auf mein Täglichlaufen, welches eine besondere Zeitwahrnehmung generiert und ja, das gewaltige 15-Jahre-Jubiläum im Zeichen des Gelebten Täglichlaufens ist längst in die Vergangenheit eingetreten und doch ist es mir, als ob jener Tag erst gestern war.

Lange schon lebt jener kostbare Moment nicht mehr und besteht nur noch in meiner Erinnerung fort. Indessen strahlt das nächste Jubiläum lächelnd hernieder: 15 Jahre und Sechs Monate Täglichlaufen. Nun, ich gebe es gerne zu – dieses inoffizielle „Jubiläum“ reizt mich sehr und diesen Wert in der Realität vollzogen zu haben, wird den Stolz auf mein Täglichlaufen mehren – diese Interpretation wird angesichts der niederstreckenden Erfahrung vor drei Monaten allumfassend bestätigt und unterstreicht die Nichtreproduzierbarkeit meiner gelebten Konzeption für mich nach all den vielen Jahren. Die daraus resultierende Wertschätzung kann freilich nicht in schnöde, unvollkommene Worte gegossen werden. Wohlan, die nächsten Tage werden es lehren, ob ich meine Intention nach meinem Willen gestalten und in die Realität übertragen darf.

Das EINE Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 27. Februar 2016 by Täglichläufer

Alles hat seine Zeit. In naher Zukunft werde ich mein fünfzehnjähriges (Serien)-Jubiläum im geliebten wie gelebten Täglichlaufen begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die unwägbare Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann und darf – in entsprechende Wege kanalisieren. Doch auf eine überaus bewußte, heißt übertrieben vorsichtige wie törichte Konzentration innerhalb der aktiven Ausübung des Täglichlaufens verzichte ich natürlich – wenngleich ich an dieser Stelle gestehen muß, jenes Ausnahmejubiläum zu realisieren, reizt mich wie noch kein Jahresjubiläum je zuvor.

Schließlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den scheinbar unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten und wertzuschätzen – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ja, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu, muß dazu gehören; denn „Fünfzehn Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich extrem stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser einzigartigen Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Welcher Nichtsportler kann vergleichbares von sich behaupten? Oder gar Sportler? Ich w i l l diese Ebene erreichen und erhebe sie zum unmittelbaren Ziel, aller gewohnten und an den Tag gelegten Ziellosigkeit zum Trotz – alles andere wäre gelogen.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das EINE Geschenk an mich selbst warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Geschenk, welches sich mit allen Juwelen der Welt nimmermehr erwerben läßt; man kann es nirgendwo erstehen oder auch nur in schnöde Worte kleiden – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus sich selbst heraus – aus mich selbst heraus, aus meiner belanglosen Wenigkeit. Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Absolute Einsamkeit entfaltet sich. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Trunken vor Glück. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen. Wohlan, möge es gelingen oder möge ich scheitern – der gigantische Stolz auf mich selbst bleibt indessen immerdar bestehen. Fürwahr, so sei es!

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „15 Jahre Täglichlaufen in Serie“

27.02.2016 – 14 KM
28.02.2016 – 12 KM
29.02.2016 – 14 KM
01.03.2016 – 14 KM
02.03.2016 – 14 KM
03.03.2016 – 14 KM
04.03.2016 – 14 KM
05.03.2016 – 12 KM
06.03.2016 – 12 KM
07.03.2016 – 14 KM
08.03.2016 – 14 KM
09.03.2016 – 14 KM
10.03.2016 – 13 KM
11.03.2016 – 14 KM
12.03.2016 – 14 KM
13.03.2016 – 12 KM
14.03.2016 – 12 KM
15.03.2016 – 14 KM
16.03.2016 – 12 KM
17.03.2016 – 14 KM
18.03.2016 – 15 KM
(15) F Ü N F Z E H N (15) – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Quadruplexe Einzigartigkeit

Posted in Besondere Läufe, Einzigartige Momente, Täglichlaufen. Status. on 12. Januar 2016 by Täglichläufer

Ich bin geneigt anzunehmen, daß ich in der nicht mehr allzu fernen Zukunft mein 15jähriges Täglichläuferjubiläum vollziehen wie feiern darf. Das bedeutet, daß ich zu jenem Zeitpunkt 15 Jahre ausnahmslos jeden einzelnen Tag laufen war. Möge das Glück mit mir laufen. Täglich. Weiterhin werde ich in diesem Jahr die 17jährige grundsätzliche Mitgliedschaft in der Zunft der Täglichläufer erreichen. Und schlußendlich werde ich 2016 nunmehr 19 Jahre der allgemeinen Gilde der Läufer angehören. Wie dem auch sei, ich habe viel Zeit mit Täglichlaufen verbracht und alle möglichen und unmöglichen Erlebnisse und Witterungsbedingungen erfahren dürfen. Doch heute wurde mein Lauf in einer raren einzigartigen Welt geboren und eklatant bereichert.

Die unwägbare Witterungsregentin bot mir einen Kälte-, Nebel-, Glatteis- und Regenlauf feil. Tatsächlich, all jene Bedingungen zu der gleichen Zeit – während eines Laufes. Derlei habe ich in all den Jahren noch nie erlebt. Durch das Glatteis bedingt vollzog sich der Lauf in höchst konzentrierter Art und Weise, so daß ich auf einen entsprechenden Laufbericht verzichte. Kälte. Regen. Nebel. Eis. Vereint in einem Lauf – wahrlich, mehr Glück zur gleichen Zeit ist faktisch unmöglich. Der 12.01.2016 wird sich in meinem Geist als besonderer Tag einbrennen.

Ein wahrer Jammer

Posted in Contra Gesellschaft, Täglichlaufen. Status. on 6. November 2015 by Täglichläufer

Der Tragödie erster Akt. Die Winde wehen in der Majorität mißlich. Sie tragen die Luft direkt in mein Laufareal hinein und sind selten gegensätzlicher Art. Freilich, nichts spricht gegen normalen Wind, nichts gegen Stürme oder gar gravitätische Orkanmächte. Nein, jene sind unangefochten und ich liebe derlei Bedingungen während meines Täglichlaufens. Doch sei der eine Moment unvergessen, in welchem publiziert wurde, eine industrielle Großanlage an den Rand eines Hochwasserschutzgebietes zu installieren. Unvergessen jener Augenblick, in dem öffentlich von einer Teilbaugenehmigung berichtet wurde und doch war der Bau dieser Anlage längst abgeschlossen – zumindest äußerlich betrachtet. Weitere Details wage ich hier nicht anzüführen. Und so muß ich damit leben, nahezu täglich weht ein metallischer, infernalischer Gestank in mein Laufareal; es ist, als ob man gegen eine Wand rennen würde, eine imaginäre Mauer aus ekligem Metallgestank, wovon einem regelrecht übel wird.

Manch einer definiert mein Täglichlaufen als eine gesunde Betätigung. Hier kann ich nur widersprechen. Wenngleich ich meine täglichen Strecken entsprechend korrigiere, kann ich dieser olfaktorischen Vergewaltigung nicht entkommen. Ich frage mich, welche Krebsart früher oder später in meinem Körper zur Entfaltung kommen wird; mir deucht, Lungenkrebs würde sich anbieten. Es ist ein Jammer. Aber so ist das in dieser dekadenten Welt, die bis in das Mark von Geld regiert wird – was sind heutzutage Leben wert? Menschliches? Tierisches? Pflanzliches? Irrelevant. Wenn nur Geld zu generieren ist. Sodann vernichten wir alles, mit einem süffisanten Grinsen. Viele Menschen sind davon überzeugt, daß sie ihre Kinder lieben. Aber das ist nur eine Illusion. Wenn wir unsere Kinder wirklich lieben würden, würden wir dann nicht dieses einzigartige Habitat auf diesem Planeten erhalten? In dieser Sekunde denke ich nur an mein unbedeutendes Laufareal, an die restliche Welt wage ich nicht in einem Traum zu denken.

Der Tragödie zweiter Akt. Die Stürme offenbarten in diesem Jahr eine vollendete Macht und wirkten dementsprechend mit gewaltiger Hand. In der banalen Konsequenz fielen zwei Baumriesen in den Tod; nicht weit von meiner Haustür – in dieser Straße. Zwei Vorgärten mit ihren Zäunen wurden zerstört – gewiß ein teurer Schaden. Es ist nur logisch und nachvollziehbar, wenn verantwortliche Kräfte Wiederholungen dieser Art vermeiden wollen und folglich kranke oder scheinbar gefährliche Bäume zurückschneiden oder komplett entfernen. Die allgemeine Sicherheit fordert ihr Recht ein und wer würde dies nicht verstehen? Demungeachtet kann ich nur konstatieren und ja, ich wiederhole mich – es ist ein Jammer. Seit Montag agieren hier die Berserker und sägen und sägen und sägen. Sie zerstören ohne Sinn und Verstand – vom kleinen Stauch, über junge Bäume und Holunderbüsche bis hin zu den großen ihrer Art. Ein Kahlschlag par excellence.

Ein intelligentes Agieren im Sinne von Sicherheit kann ich nicht erkennen; hier wird nur blanke Zerstörungswut gegen die Natur gelebt; in Kombination mit Schimpftiraden in Fäkalsprache der Arbeiter. Es ist ein Jammer. Ich wage nicht an die zahlreichen Vögel zu denken, welche hier seit Jahren heimisch waren und friedlich lebten. Von Spechten aller Art, wie Grün-, Bunt- und Schwarzspechten, Pirolen, Eichelhähern, Nachtigallen, Drosseln, Meisen, Rotkehlchen, Bussarde, Fasane, Eichhörnchen, usw. usf. Diese, nun sehr traurige Liste – ist lang. Ihre Heimat wurde und wird aktuell mit Hingabe vernichtet. Es ist eine schreckliche Zeit. Und ganz ehrlich, mein Täglichlaufen ist derzeit alles andere als eine Freude und auch von Spaß kann keine Rede mehr sein. Erschwerte Bedingungen in einer Zeit, in der allenthalben nur Narren regieren. Es ist ein Jammer. Ein wahrer Jammer!