Archive for the Besondere Läufe Category

Ein besonderes „Jubiläum“

Posted in Besondere Läufe, Statistik on 9. Dezember 2019 by Täglichläufer

Fürwahr, eine kurze Begegnung im einsamen Forst zeichnet heute verantwortlich für ein „Jubiläum“ besonderer Art. Meine Gedanken tanzten sinnierend durch die Natur und ich lächelte über ein schwarzes Eichhörnchen, welches ich soeben erst erspäht hatte, als zu meiner rechten Seite in einer Entfernung von drei Metern eine Rotte Schwarzkittel höchst eifrig im Unterholz verschwand. Dies war also meine 70. Begegnung mit Wildschweinen – noch nie gab es derart viele Kontakte wie in diesem Jahr.

So putzig und schön diese Tiere auch sind – mir tun die armen Racker immer leid; solch starke Gesellen und doch immer so verängstigt! Sie können nicht wissen, daß ich ein Unmensch bin, die Natur liebe und ihnen nie etwas antun könnte – sie sehen in mich nur einen weiteren Vertreter einer alles vernichteten virengleichen Spezies. Ein Jammer. Ich hielt kurz inne und redete sie an, aber sie setzten ihre Flucht fort und ich meinen Lauf in die intensivierte Abgeschiedenheit. Ein Hoch auf die lieben Wildschweine!

70 x Wildschweinkontakt:

03.11.2000 komplette Rotte (im Dunkeln)
28.02.2008 zwei große Wildschweine
22.04.2008 ein Wildschwein
09.05.2008 ca. sechs Frischlinge (ohne Bache oder Keiler)
29.11.2008 zwei große Wildschweine im Morgengrauen
13.08.2010 ein aggressiv grunzendes Wildschwein
17.10.2010 acht große Wildschweine
19.01.2011 drei Wildschweine im Unterholz
14.01.2012 drei Wildschweine (Damm, Wiese)
04.03.2012 zwei Wildschweine
13.04.2012 ein Wildschwein (leider erschreckt)
02.05.2012 sechs Frischlinge
06.06.2012 zwölf relativ große Frischlinge
07.06.2012 gleicher Ort, die gleichen Racker wie am Vortag
23.06.2012 eine Rotte Schwarzkittel
11.08.2012 eine Rotte Schwarzkittel
30.08.2012 eine Rotte Schwarzkittel im Schilf
11.09.2012 x Racker im Schilf, zwei Ex-Frischlinge vor mir
16.09.2012 zehn Wildschweine im Schilf
30.12.2012 mehrere große Wildschweine im Schilf
06.01.2013 sechs große, verängstigte Wildschweine
20.06.2014 mehrere Wildschweine im Schilf
24.06.2014 mehrere Wildschweine im Schilf
27.06.2014 eine Rotte Schwarzkittel
11.03.2015 eine Rotte Schwarzkittel (ca. 12)
28.03.2015 fünf sehr große Wildschweine
09.04.2015 sechs Wildschweingiganten
30.10.2015 mehrere Wildschweine im Schilf
18.11.2015 mindestens drei Wildschweine beim Frühstück
17.01.2016 mehrere Wildschweine im Wald im Schnee
18.01.2016 zwei Wildschweine im Finsterwald im Schnee
18.03.2016 ca. 12 bis 15 Frischlinge im Wald – so goldig
08.05.2016 mehrere Wildschweine im Schilf, grummelnd
13.05.2016 mehrere Wildschweine im Unterholz
25.05.2016 komplette Rotte im Schilf, grunzend (sehr große)
05.08.2016 komplette Rotte im Wald, grunzend
02.10.2016 ein großes Wildschwein
08.10.2016 drei sehr große Wildschweine; kamen mir entgegen, flüchteten nicht (das war noch nie)
21.10.2016 eine zahlreiche Rotte im Dunkeln
21.10.2016 ein Riesenputzel 3 m vor mir im Dunkeln, „grummelte“ ungehalten
24.11.2016 komplette Rotte (ca. 10) im Sonnenschein
14.12.2016 zwei Wildschweine im Wasser, danach eins im Unterholz
30.12.2016 ein Wildschwein im Schilf
15.03.2017 ein großes Wildschwein, Auge in Auge (aber 50 m entfernt)
02.04.2017 ca. sechs SEHR große Wildschweine im Schilfgürtel
02.04.2017 komplette Rotte mit 10 Frischlingen
10.04.2017 komplette Rotte im Schilfgürtel
29.04.2017 zwei Wildschweine, eins im Wasser, Abstand 20 m
19.06.2017 ein Wildschwein im Wald, Abstand ca. 40 m
07.07.2017 komplette Rotte, 2 m vor mir (hinter einem Zaun)
11.10.2017 mehrere Wildschweine verschwanden im Unterholz
25.10.2017 mehrere Wildschweine im Wald
02.12.2017 ungefähr acht Wildschweine auf einer Nebelwiese
13.12.2017 ein großes Wildschwein im Schilfgürtel
04.08.2018 mehrere Wildschweine vor mir, im Wald, grunzend
04.11.2018 mehrere Wildschweine, im Wald, grunzend
26.02.2019 eine Bache, sechs Frischlinge im zerstörten Wald
29.03.2019 ein großes Wildschwein, sprang durchs Wasser
05.04.2019 ein großes Wildschwein vor mir, auf dem Damm
02.05.2019 ein Wildschwein vernehmlich grunzend neben mir
16.05.2019 12 Frischlinge und eine Bache, zwei Meter neben mir
03.06.2019 gleicher Ort, wohl die gleiche Rotte wie am 16.05.
10.06.2019 eine Rotte in einer Wohngegend
12.07.2019 eine Rotte in einer Wohngegend
06.09.2019 Bache und zwei Frischlinge auf dem Damm
10.09.2019 komplette Rotte im Wald, 3 m neben mir
09.10.2019 eine Rotte auf der Wiese neben mir
19.11.2019 zwei große 10 m vor mir, eins mit weiße Flecken
20.11.2019 eine Rotte vor mir auf dem Damm, drehten ab – ich auch
09.12.2019 eine Rotte 3 m neben mir im Wald

Den Weg gehen – III. 2019. Achtzehn Jahre, Drei Monate. Im Bann der sommerlichen Routine. Und ein besonderes Datum.

Posted in Besondere Läufe, Einzigartige Momente, Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Rückschau., Täglichlaufen. Status. on 18. Juni 2019 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Achtzehn Jahre und drei Monate in Serie. Immer noch überdauert meine täglichlaufende Serie die unwägbare, gefährliche Zeit und bewegt sich nunmehr in unerwünschte und doch zwangsläufig sommerliche Gestade, flankiert von einer schnöden Routine – ohne jedwede Besonderheiten. Derlei kann man positiv, aber auch negativ interpretieren – bewerten. Ich selbst schwanke von Zeit zu Zeit.

In der neuerlichen Phase alternierten die Temperaturen zwischen 11 °C und 24 °C und dank meines frühen Laufzeitpunktes konnte ich wahre Hitzeläufe bisher vermeiden. Die sogenannte „Kälte“ hat sich längst verabschiedet, ich winke wehmütig hinterdrein und lieblichen Regen durfte ich freilich auch nicht begrüßen. Alles wie gehabt, das gleiche alte Lied. Zwei neue Wildschweinbegegnungen fanden statistischen Eingang in meinen Aufzeichnungen und zwar am 03.06. – hier nehme ich an, daß es sich um die gleiche Rotte wie jene vom 16.05. handelte – zumal die Örtlichkeit identisch war. Und eine Woche später traf ich Familie Schwarzkittel im bewohnten Raum – mögen sie sich dort bald entfernt haben; die Armen. Die böse Raubkreatur Mensch läßt sich derlei selten bieten.

Meine Laufumfänge habe ich derzeit etwas reduziert; die Hauptursache begründet sich neben den schwülen Temperaturen in den massiven Mückenangriffen und anderer diverser „Plagegeister“ während meiner Läufe. Einst vertrat ich die Ansicht, eine hohe Geschwindigkeit schützt vor solchen „Bedrohungen“, doch ja, Tempi passati. Am schlimmsten wird es, wenn ich meine zahlreichen Grußbekanntschaften treffe oder Hundefreunde – dann heißt es – Hopsen, Tanzen und Springen und sich äußerst kuuuuurz fassen; sodann schnellstens weiterlaufen. Derzeit generiert mein Täglichlaufen keine Freude, nicht im Ansatz. Aber auch dies gehört dazu; muß dazu gehören. So geht es also weiter, durch den stechenden Sommer und dies darf man wörtlich verstehen.

Anmerkung. Mea culpa, Gelebtes Täglichlaufen! Wie konnte ich nur die Symbolik des heutigen Tages ignorieren? Mit dem heutigen Lauf/Tag stehe ich bei 18 Jahren und drei Monaten Täglichlaufen – und am 18.03.2001 begann einst diese meine Serie. Die 18/03 in zweifacher Form – wahrlich, ein besonderes Datum, ein bemerkenswerter Tag. Mea maxima culpa, Gelebtes Täglichlaufen!

Das Ende der Antiserie

Posted in Besondere Läufe on 12. Juli 2018 by Täglichläufer

„…ohne einen einzigen Regenlauf. Welch ein furchteinflößender Satz! Doch so steht es geschrieben: “Offenbar hat sich hier unautorisiert eine neue Serie etabliert; eine Art Antiserie mit der Intention, sie unverzüglich zu beenden. Mein letzter Lauf, welcher von süßen Regenmächten flankiert wurde, fand am 16.04. statt – nun, ich spare mir weitere Ausführungen und gebe mich der verborgenen Hoffnung hin.

Die Hoffnung blieb allein – noch für viele Tage. Erst heute früh fand die betrübliche Antiserie endlich den lang ersehnten Schlußpunkt. In der Nacht zogen die nassen Heerscharen auf und brachten sich würdig in Stellung, doch der Tagesbeginn reizte nur schüchtern mit erquickenden Regentänzen und ja, die liebliche Regenregentin offenbarte einen zutiefst verschämten Charakter, der nur mit ihrer ausgedehnten Abwesenheit erklärt werden darf. Dennoch obsiegte die Freude, als ich in den Laufschritt verfiel, um die einsamen Wälder aufzusuchen und ich wurde mitnichten enttäuscht.

Die Intensität variierte in ihrer Ausprägung; indessen im letzten Drittel ich die vollendete Regenmacht zu spüren bekam. Ich muß dies nicht näher beschrieben – es ist längst alles beschrieben, dennoch – diese nasse Gnade war ein wahrhaftiger Traum, insbesondere als die zeitweiligen Windböen das ihre taten und sich mit belebender Kraft gegen meine Wenigkeit warfen. Die greifbare Einsamkeit erschien absolut und nur eine Radfahrerin mit ihrem Hund sollte eine temporäre Ausnahme bilden – ansonsten lächelte die weite Abgeschiedenheit in der prasselnden Regenwelt. Nach drei Monaten wurde mir hiermit eine besondere Ehre zuteil; es war dies wahrlich ein besonderer Lauf. Möge die Fortsetzung nicht wieder Monate auf sich warten lassen.

Drei auf einen Streich. Plus zwei.

Posted in Besondere Läufe on 27. Juni 2018 by Täglichläufer

Der einsame Hain goutierte meine dunkle Anwesenheit freudvoll – die prachtvollen Baumriesen winkten mir lieblich zu und ihre edlen Blätterkleider tanzten erhaben im stillen Wind. In der Ferne vernahm ich das eigentümliche Rufen des Schwarzspechtes – oft höre ich ihn rufen, doch zeigt er sich mir relativ selten; wenngleich ich ihn vor drei Tagen erst beobachten durfte. Meine letzte Beobachtung zuvor liegt Monate oder gar Jahre zurück – auf ein Prüfen innerhalb meiner Dokumentation verzichte ich an dieser Stelle. Doch war mir das rare Glück hold – bereits im ersten Wald erspähte ich jenen schwarzen Gesellen und oh Wunder! – er war nicht allein – direkt vor mir zählte ich drei Schwarzspechte. Einer von ihnen war mit der Morgenspeisung beschäftigt, die beiden anderen schienen miteinander zu spielen – welche Art von Spiel auch immer.

In all den Jahren beobachtete ich den Schwarzspecht nur als Einzelgänger; nie sah ich zwei – und heute nun drei an einem Ort. Welch ein einzigartiges Glück! Wie immer bedauere ich es sehr, daß ich keine Kamera mit mir führe; so überdauert dieses Erlebnis also nur in meiner Erinnerung. Vier Kilometer später gelang es mir noch, zwei Pirole zu entdecken, die mich eine gewisse Zeit begleiteten, bevor sie sich auf einem hohen Baum versteckten. Allein auf ihren Gesang mußte ich verzichten. Wahrlich, der heutige Lauf war ein besonderer, wie ich ihn wohl sobald nicht mehr erleben werde.

Waschbären!

Posted in Besondere Läufe on 11. Oktober 2017 by Täglichläufer

Die putzigen Gesellen sind hier allgegenwärtig. Ich hörte sie in der Nacht auf dem Dach herum turnen oder vernahm zahlreiche Anekdoten von Nachbarn – als sie sich beispielsweise nach einer honorigen Feierlichkeit beherzt den achtlos zurück gelassenen Käseplatten auf der Terrasse mit kompetentem Sachverständnis annahmen. Auch in meinem Laufareal sind die Racker heimisch geworden – vor vielen Jahren wurde eine Familie Opfer eines Sturmes, bzw. den damit einhergehenden Blitzeinschlag. Allein ich durfte sie noch nie beobachten – von einem toten Waschbären abgesehen, der einst überfahren wurde. Das sollte sich heute ändern.

Die Finsternis tanzte gemächlich von dannen, als ich meinen Damm eroberte und die belebende Einsamkeit genoß, welche nahezu greifbar war. Jählings erspähte ich zwei Waschbären, die direkt vor mir mehr als unerwartet für mich auftauchten – auf Grund der Lokalität betrug unser Abstand nur zwei Meter. Ich blieb abrupt stehen und auch Familie Schupp hielt inne und beobachte mich für eine Sekunde neugierig, um dann stante pede eindrücklich brummelnd-grummelnd im Gebüsch zu verschwinden. So währte unsere erste Begegnung wahrlich nicht lange, dennoch war ich sehr erfreut, die kleinen Putzels endlich einmal lebendig zu erspähen. Nun ja, sonderlich „klein“ waren sie mitnichten. Wie lange mußte ich auf diesen Kontakt warten! In der Tat, der heutige Lauf war ein sehr besonderer und ich hoffe, die überraschende schwarze Gestalt hat ihr frühstückliches Beisammensein nicht allzu sehr konterkariert.

Rückzug!

Posted in Besondere Läufe, Täglichlaufen. Laufalltag. on 22. Oktober 2016 by Täglichläufer

Gestern. Zu Tagesbeginn. Die liebliche Nacht, verbunden mit der kongenialen Finsternis obsiegte noch unangefochten, als ich jene wundervollen Bedingungen, die zudem noch mit einer regnerischen Atmosphäre reizten – im Laufschritt würdigte. Immerhin konnte ich den einsamen Weg im dunklen Forst schattenhaft erahnen und als selbiger durchquert war, genoß ich den partiellen Nieselregen in vollen Zügen. Dieser Lauf sollte auf Grund von zeitlichen Erwägungen nur kurz währen, doch das Leben verkürzte selbst dieses angedachte Vorhaben noch beachtlich. Denn jählings gewahrte ich ca. 30 Meter vor mir eine zahlreiche Rotte von Wildschweinen, die in die gleiche Richtung wie ich selbst rasten. Nach einem kurzen Moment unterbrach ich meinen Lauf und spähte neugierig nach Familie Schwarzkittel – welche nicht minder erwartungsvoll waren und ebenso anhielten. Sie guckten mich interessiert an und ich beobachtete die Wildschweine voller Spannung.

Nach einiger Zeit rannten sie in die vorher gewählte Richtung weiter, die auch die meine gewesen wäre und so ließ ich sie gewähren – und sie mich und drehte ab. Den endgültigen Rückweg wollte ich nicht einschlagen, denn derart kurz sollte mein Lauf nun doch nicht sein und so verblieb ich im Wald, bis ich beschloß, eine Teilstrecke zu absolvieren, die ich regulär nie frequentiere und so setzte ich meinen Weg fort. Dieser Pfad endet vor einem geschlossenen Tor, welches links wie rechts von Gebüsch flankiert wird. Als ich mich drei Meter vor dem Zaun befand, vernahm ich ein sehr, sehr eindrückliches Geräusch; ein lautes kombiniertes Schreien, Brüllen und Grunzen, wie es in der Summe nur von Löwen, Wildschweinen, Bären und Velociraptoren zugleich generiert werden kann. Freilich kann ich nicht mit Sicherheit konstatieren, wie sich denn eigentlich ein Velociraptor anhört; dennoch – so einen Laut habe ich in meinem Leben noch nie vernommen.

Um meine latente Irritation in diesem Moment noch zu intensiveren, blieb es nicht bei diesem surrealen Geschrei, nein, in jener Sekunde brach von rechts aus dem Gebüsch ein riesiges Wildschwein hervor und rannte in hoher Geschwindigkeit in das sich links befindende Unterholz hinein – nur drei Meter vor mir. Das schreckliche Empfinden meinerseits war wahrlich ausgeprägt und nach dieser Beobachtung – explizit auch verbunden mit diesem seltsamen Geräusch – war mir nun die Kürze meines Laufes komplett nebensächlich und ich trat stante pede den gebührenden Rückzug an. Das waren also mein 39. und 40. Wildschweinkontakt – auf die letzten 16 Jahre bezogen. Den bisherigen Rekord von 12 Begegnungen im Jahr 2012 kann ich bis dato nicht einstellen, doch aktuell zähle ich für dieses Jahr bereits 11 Kontakte und der liebliche Herbst hat erst begonnen. Meine lieben Wühlmäuse, wir sehen uns bald wieder!

Der Tag der Schwäne

Posted in Besondere Läufe on 7. Februar 2016 by Täglichläufer
Schwan

Fürwahr, solange ich der Gilde der Läufer angehöre, erlebte ich noch nie einen Tag, ohne die wundervollen Schwäne beobachten zu dürfen. Mein Laufareal ist ihre angestammte Heimstatt und so darf ich sie täglich erleben. Sie im Flug zu erspähen, mit ihrem sonoren Sirren – diesem grandiosen Begleitgeräusch – ist derart verzückend für mich, daß ich in solchen Momenten meinen Lauf noch stets unterbrochen habe, um dieses wunderbare Schauspiel nur auf mich wirken zu lassen und ja, konzentriert zu genießen. In der Tat ein edler Genuß. Der heutige Tag, respektive Lauf bildet eine Ausnahme – wie ich sie bis dato noch nicht erfahren durfte. Heute war der Tag der Schwäne. Wahrlich.

Von Anfang bis Ende meiner 14 Kilometer erspähte ich ein massives Aufgebot von Schwänen am sonnigen Himmelsgewölbe, die in allen Richtungen hin und her schwebten. Sobald ein oder mehrere Schwäne meinem Blick entschwanden und eindrucksvoll landeten – dabei lauthals schimpfende Enten erschreckten – zogen von der anderen Seite weitere Schwäne in mein Gesichtsfeld und stiegen gen Firmament erhaben empor. Indessen ich sie ehrfürchtig beobachtete, kreuzten sie galant im Himmelsreich, zogen ihre tanzenden Bahnen und ließen sich andernorts hernieder – im Hintergrund tröteten die Kraniche ihre ureigene Melodie des erwachenden Frühlings. Stets von dem geheimnisvollen Sirren flankiert, welches ich so sehr liebe. Was für ein Anblick – was für ein Tag! Im Zeichen der Schwäne. Strahlendes Weiß in der Ferne. Fürwahr, ein einzigartiger Tag.