Archive for the Täglichlaufen im Fokus Category

Ein Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 1. März 2017 by Täglichläufer

Alles hat seine Zeit. In naher Zukunft werde ich mein sechzehnjähriges (Serien)-Jubiläum im geliebten wie gelebten Täglichlaufen begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die unwägbare Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann und darf – in entsprechende Wege kanalisieren. Sollte mir die Vollendung dieser Intention gelingen, so wird mir der beschrittene Pfad dorthin als einer der anspruchsvollsten überhaupt in meiner Erinnerung bleiben, denn im Juni vergangenen Jahres war mein täglichlaufendes Ansinnen fragil wie nie zuvor. Doch nichts ist jemals einfach und erst die Härten verleihen meinem Täglichlaufen die wahre Wertschätzung.

Zusätzlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den scheinbar unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten und wertzuschätzen – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ja, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu, muß dazu gehören; denn „Sechzehn Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich extrem stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser einzigartigen Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Welcher Nichtsportler kann vergleichbares von sich behaupten? Oder gar Sportler? Ich w i l l diese Ebene erreichen und erhebe sie zum unmittelbaren Ziel, aller gewohnten und an den Tag gelegten Ziellosigkeit zum Trotz – alles andere wäre gelogen.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das diesjährige Geschenk an mich selbst warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Jubiläumskonstrukt, welches sich mit allen Juwelen der Welt nimmermehr erwerben läßt; man kann es nirgendwo erstehen oder auch nur in schnöde Worte kleiden – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus sich selbst heraus – aus meinem Bewußtsein heraus, aus meiner belanglosen Wenigkeit. Auch nur ich selbst kann es entsprechend würdigen. Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Absolute Einsamkeit entfaltet sich. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Trunken vor Glück. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen. Wohlan, möge es gelingen oder möge ich scheitern – der gigantische Stolz auf mich selbst bleibt indessen immerdar bestehen. Und ja, nach all den Jahren kann ich auch gar nicht mehr scheitern, selbst wenn ich heute mein Täglichlaufen beende. Fürwahr, so sei es!

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „16 Jahre Täglichlaufen in Serie“

01.03.2017 – 14 KM
02.03.2017 – 13 KM
03.03.2017 – 14 KM
04.03.2017 – 12 KM
05.03.2017 – 12 KM
06.03.2017 – 14 KM
07.03.2017 – 14 KM
08.03.2017 – 13 KM
09.03.2017 – 14 KM
10.03.2017 – 14 KM
11.03.2017 – 12 KM
12.03.2017 – 12 KM
13.03.2017 – 14 KM
14.03.2017 – 13 KM
15.03.2017 – 13 KM
16.03.2017 – 13 KM
17.03.2017 – 13 KM
18.03.2017 – 10 KM
S E C H Z E H N – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Das EINE Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 27. Februar 2016 by Täglichläufer

Alles hat seine Zeit. In naher Zukunft werde ich mein fünfzehnjähriges (Serien)-Jubiläum im geliebten wie gelebten Täglichlaufen begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die unwägbare Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann und darf – in entsprechende Wege kanalisieren. Doch auf eine überaus bewußte, heißt übertrieben vorsichtige wie törichte Konzentration innerhalb der aktiven Ausübung des Täglichlaufens verzichte ich natürlich – wenngleich ich an dieser Stelle gestehen muß, jenes Ausnahmejubiläum zu realisieren, reizt mich wie noch kein Jahresjubiläum je zuvor.

Schließlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den scheinbar unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten und wertzuschätzen – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ja, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu, muß dazu gehören; denn „Fünfzehn Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich extrem stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser einzigartigen Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Welcher Nichtsportler kann vergleichbares von sich behaupten? Oder gar Sportler? Ich w i l l diese Ebene erreichen und erhebe sie zum unmittelbaren Ziel, aller gewohnten und an den Tag gelegten Ziellosigkeit zum Trotz – alles andere wäre gelogen.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das EINE Geschenk an mich selbst warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Geschenk, welches sich mit allen Juwelen der Welt nimmermehr erwerben läßt; man kann es nirgendwo erstehen oder auch nur in schnöde Worte kleiden – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus sich selbst heraus – aus mich selbst heraus, aus meiner belanglosen Wenigkeit. Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Absolute Einsamkeit entfaltet sich. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Trunken vor Glück. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen. Wohlan, möge es gelingen oder möge ich scheitern – der gigantische Stolz auf mich selbst bleibt indessen immerdar bestehen. Fürwahr, so sei es!

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „15 Jahre Täglichlaufen in Serie“

27.02.2016 – 14 KM
28.02.2016 – 12 KM
29.02.2016 – 14 KM
01.03.2016 – 14 KM
02.03.2016 – 14 KM
03.03.2016 – 14 KM
04.03.2016 – 14 KM
05.03.2016 – 12 KM
06.03.2016 – 12 KM
07.03.2016 – 14 KM
08.03.2016 – 14 KM
09.03.2016 – 14 KM
10.03.2016 – 13 KM
11.03.2016 – 14 KM
12.03.2016 – 14 KM
13.03.2016 – 12 KM
14.03.2016 – 12 KM
15.03.2016 – 14 KM
16.03.2016 – 12 KM
17.03.2016 – 14 KM
18.03.2016 – 15 KM
(15) F Ü N F Z E H N (15) – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Ein Geschenk. Concordia domi, foris pax. An mich selbst.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 1. März 2015 by Täglichläufer

Alles hat seine Zeit. In naher Zukunft werde ich mein vierzehnjähriges (Serien)-Jubiläum im geliebten Täglichlaufen begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die unwägbare Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann und darf – in entsprechende Wege kanalisieren. Doch auf eine überaus bewußte wie törichte Konzentration innerhalb der aktiven Ausübung des Täglichlaufens verzichte ich natürlich.

Schließlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den scheinbar unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten und wertzuschätzen – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ich gestehe, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu, muß dazu gehören; denn „Vierzehn Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser einzigartigen Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Zudem kann ich die Zahl „13“ langsam nicht mehr sehen. Ich w i l l diese Ebene erreichen und erhebe sie zum unmittelbaren Ziel, aller gewohnten und an den Tag gelegten Ziellosigkeit zum Trotz – alles andere wäre gelogen.

Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge dieser Reise, in deren Verlauf am 18.03. das Geschenk an mich selbst warten wird. Hierbei handelt es sich um ein unfaßbares Geschenk, welches sich mit allem Geld der Welt nicht kaufen läßt; man kann es nirgendwo erwerben – diese Kostbarkeit generiert sich nur aus mich selbst heraus. Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Einsamkeit entfaltet sich. Ein edler und stolzer Bussard gleitet in grazilen Kreisen in den goldenen Horizont hinein. Finsterwolken. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen.

Dreißig Speichen umringen die Nabe.
Wo nichts ist, liegt der Nutzen des Rades.

Aus Ton formt der Töpfer den Topf.
Wo er hohl ist, liegt der Nutzen des Topfes.

Tür und Fenster höhlen die Wände.
Wo es leer bleibt, liegt der Nutzen des Hauses.

So bringt Seiendes Gewinn,
doch Nicht-Seiendes Nutzen.

(Laotse)

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „VIERZEHN Jahre Täglichlaufen in Serie“

01.03.2015 – 14 KM
02.03.2015 – 14 KM
03.03.2015 – 14 KM
04.03.2015 – 14 KM
05.03.2015 – 14 KM
06.03.2015 – 14 KM
07.03.2015 – 14 KM
08.03.2015 – 14 KM
09.03.2015 – 15 KM
10.03.2015 – 14 KM
11.03.2015 – 10 KM
12.03.2015 – 14 KM
13.03.2015 – 14 KM
14.03.2015 – 10 KM
15.03.2015 – 04 KM
16.03.2015 – 04 KM
17.03.2015 – 04 KM
18.03.2015 – 05 KM
V I E R Z E H N – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Den Weg gehen – VIII. 2014. Dreizehn Jahre, acht Monate. Routine im Blättermeer. Und: 15 Jahre im Stil Täglichlaufen.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Rückschau., Täglichlaufen. Status. on 18. November 2014 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze Dreizehn Jahre und acht Monate in Serie. Wieder schälte sich eine bedeutende Phase in meinem geliebten Täglichlaufen aus der noch nicht geborenen Zukunft hervor, um für wenige Sekunden das temporäre Reich der Gegenwart zu betreten, um hernach seufzend in der unendlichen wie unergründlichen Vergangenheit einzutreten. Für einen Wimpernschlag im Nichts gelang es mir, mit meinem Täglichlaufen daran teilzunehmen und diese Fragilität im Sein im Laufschritt zu begleiten. Nun sind seit meinem fundamentalen Tag in diesem Jahr bereits acht endliche Monate vergangen und die letzte Zeit zeichnete sich primär durch eine respektable Routine aus. Tag um Tag verging, Lauf um Lauf und wahre Besonderheiten konnte ich nicht registrieren, weder im positiven noch im negativen Sinn; wenngleich diese banale Erkenntnis freilich ein wunderbares Fazit ist. Verloren in der alltäglichen Routine, in einem routinierten Alltag in einem geheimnisvollen Blättermeer, dem herbstlichen Hauch der Vergänglichkeit geschuldet.

Ein tragendes Ereignis darf sodann nicht unerwähnt bleiben, wenngleich ich auf einen expliziten Artikel in dieser Hinsicht verzichte. Seit diesem Herbst gebe ich mich nun seit 15 Jahren dem Täglichlaufen hin. Im vergangenen Jahr unterließ ich einen entsprechenden Beitrag, denn schließlich ist längst alles gesagt. En dé­tail. Demungeachtet muß dieses Jubiläum, wenn auch nicht gewürdigt, so doch angeführt werden. Hierbei ist von der Konzeption des Täglichlaufen an sich die Rede; die rigorosen 13 Jahre und 08 Monate fließen zwar selbstredend mit ein, doch betrat ich den Pfad des Täglichlaufens bereits im Jahr 1999 und ja, es ist erschreckend, wo die Zeit bleibt. In diesen meinen Anfängen war es unvorstellbar für mich, auch nur im Ansatz an eine Entwicklung zu denken, wie ich sie in der Konsequenz vollzogen habe. Natürlich, einst stand jene Thematik per se nicht im Fokus meiner Konzentration – was ich heute als essentielle Grundlage für die gelebte Permanenz betrachte. Wie dem auch sei, das aktuelle Monatsjubiläum – verbunden mit dem gewaltigen Wissen von 15 absolvierten Jahren in diesem Stil – generiert ein stolzes Gefühl und läßt mich mit einem sehr, sehr zufriedenen Lächeln zurückblicken und in das Reich der Erinnerungen eintauchen.

Indessen bildeten die Witterungsbedingungen wahrlich keinen Grund zur Freude und offenbarten mir nur einen Regenlauf. Die wehmütige Sehnsucht diesbezüglich geht nicht nur von meiner Person aus – hier im Täglichlaufenkontext – nein, sondern auch die Natur höchstselbst dürstet regelrecht nach dem belebenden Naß und harrt seiner doch vergebens. Die Temperaturen alternierten zwischen 12 °C und 0 °C und boten in der unabwendbaren Kontinuität sechs Kälte- und vier Nebelläufe feil. Letztere bilden stets ein Garant für einsamen Hochgenuß und Zufriedenheit in Vollkommenheit und sind in meiner Wahrnehmung entsprechend hoch geschätzt. Die weitläufigen Wälder entblößen sich intensiver und die finstere Abgeschiedenheit hält immer mehr Menschen von einem Besuch in meinem Laufareal ab, was ich mit Freuden goutiere – derweil die zarten Nebelhände mich mit ihrem kalten Odem behutsam berühren und für einzigartige Impressionen der Stille verantwortlich zeichnen.

In tierischer Hinsicht bildete eine Begegnung mit einem jungen Fuchs den wahren Höhepunkt in diesem Abschnitt. In der wabernden Nebelwelt traf ich am Rand des verschleierten Haines Meister Reineke, der geschwind von rechts nach links rannte und mich in keiner Weise erspähte; erst als ich ihn anrede, bleibt er stehen und beobachtet mich neugierig. Mittlerweile habe ich den Laufschritt aufgegeben und betrachte den edlen Fuchs ebenso wie er mich und rede ihn weiter an. Das süße Putzelchen fragt sich sicher, was ich von ihm will und setzt sich gemütlich hin und denkt mitnichten an eine etwaige Flucht. Zu ihm gesellen sich hernach mehrere Sumpfmeisen, die er oder sie aufmerksam betrachtet. Völlig entspannt vernimmt er meinen sonderbaren Monolog, bis ich mich in gegenläufiger Richtung zurückziehe – als ich ursprünglich plante – aber ich mag den lieben Fuchs nicht vertreiben.

Weiterhin durfte ich wiederholt einen Kormoran beobachten, den ich als neuen Mitbewohner definiert hätte; jedoch wurde ich diesbezüglich korrigiert und erfuhr, daß der schwarze Vogel bereits im vergangenen Winter hier lebte. Eines Tages lief ich in einer Entfernung von nur drei Metern an einem Graureiher vorbei, der ob meiner allzu jähen und nahen Präsenz latent irritiert war und bereits seinen unentschlossenen Hals reckte, um den rasanten Blitzstart einzuleiten, gleichwohl entschloß er sich, den Mut aufzubringen sich zu gedulden und wie oben jener Fuchs machte er die gleiche Erfahrung – nicht jeder Mensch ist eine Bedrohung. Vereinzelte Ausnahmen bestätigen die Regel.

Um den Kreis zu schließen, erinnere ich mich an meine Worte von vor zwei Jahren, die damals den Jubiläumsartikel im grundsätzlichen Täglichlaufen schlossen: Die geliebte Natur und mein geliebtes Täglichlaufen. Sie bilden eine sich bedingende Einheit, einen harmonischen Einklang im Frieden, der mich von Grund auf verändert hat und mich heute zu dem macht, was ich bin. Die gefühlte Dankbarkeit für dieses fragile Geschenk kann ich nicht in Worte kleiden. Doch wenn ich laufe, in der melancholischen Weite der endlichen Einsamkeit, geprägt von Emotionen, mich den natürlichen Elementen hingebe – die Natur in mich aufnehme und dort lebe, ja lebe! – dann bin ich meinem Element der Liebe. Täglichlaufen. Ich liebe und lebe es. – Vor einem Jahr sah ich mein praktiziertes Täglichlaufen anders als ich es heute tue; aber die Schlußworte besitzen nach wie vor ihre Gültigkeit: „…und konzentriere mich weiterhin nur auf den nächsten Tag, den kommenden Lauf. Täglichlaufen. Nun, das gilt heute mehr denn je. Und die Gesundheit gibt mir recht. Ich werde das heutige Jubiläum selbstverständlich gebührend feiern. Gleichwohl gebe ich mich der leisen Hoffnung hin, diese Philosophie auch künftig zu leben, aber auch dies versteht sich von selbst. Gelebtes Täglichlaufen. Seit 15 Jahren. Und seit 13 Jahren und 08 Monate in Serie. Welch ein Geschenk.

19.10.2014 14 KM – goldener Sonnentraumlauf
20.10.2014 14 KM – mehrere Rehe erschreckt
21.10.2014 14 KM – Gespräch, Schafe gestreichelt
22.10.2014 14 KM – Gespräch geführt, Regenlauf
23.10.2014 14 KM – Gespräch, Nieselregen, kein Regenlauf
24.10.2014 14 KM – Gespräch geführt
25.10.2014 14 KM – Gespräch geführt
26.10.2014 14 KM – mehrere Gespräche geführt
27.10.2014 14 KM – Gespräch, 3 m neben mir ein Fischreiher, blieb
28.10.2014 14 KM – Kältelauf
29.10.2014 14 KM – Nebellauf, Gespräch, Erlebnis mit Jungfuchs
30.10.2014 14 KM
31.10.2014 20 KM – Gespräch geführt, Begleitschutzlauf
01.11.2014 14 KM – herrlicher Sonnenlauf
02.11.2014 14 KM – Gespräch geführt, weiß leuchtender Bussard
03.11.2014 14 KM
04.11.2014 14 KM – mehrere Gespräche, ekliger Metallgestank
05.11.2014 14 KM – Gespräch, Kormoran beobachtet
06.11.2014 14 KM
07.11.2014 14 KM – Gespräch, Kältelauf
08.11.2014 14 KM – Fuß rechts umgeknickt
09.11.2014 14 KM – Gespräch, Radfahrer überholt
10.11.2014 14 KM – Gespräch geführt, Nebellauf
11.11.2014 14 KM – Kälte- und Nebellauf
12.11.2014 13 KM – Gespräch geführt
13.11.2014 14 KM – Gespräch geführt, Pirol beobachtet
14.11.2014 14 KM – herrlicher Lauf in der einsamen Finsternis
15.11.2014 14 KM – Gespräch, mehrere Schranken geschlossen
16.11.2014 14 KM – Gespräch, Läuferin überholt, Nieselregen
17.11.2014 14 KM – Kälte- und Nebellauf
18.11.2014 14 KM – 13 Jahre und 08 Monate Täglichlaufen
Jahres-KM bis 18.11.2014: 4455 KM

Ein Geschenk. An mich selbst. Concordia domi, foris pax.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 3. März 2014 by Täglichläufer

Alles hat seine Zeit. In naher Zukunft werde ich mein dreizehnjähriges (Serien)-Jubiläum im geliebten Täglichlaufen begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die unwägbare Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann und darf – in entsprechende Wege kanalisieren. Doch auf eine überaus bewußte wie törichte Konzentration innerhalb der aktiven Ausübung des Täglichlaufens verzichte ich natürlich.

Schließlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den scheinbar unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ich gestehe, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu, muß dazu gehören; denn „Dreizehn Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser einzigartigen Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Ich w i l l diese Ebene erreichen und erhebe sie zum unmittelbaren Ziel, aller gewohnten und an den Tag gelegten Ziellosigkeit zum Trotz – alles andere wäre gelogen. Immer heller, tiefer und strahlender weist mich der Pfad des Täglichlaufens hinein in den immer intensiveren Jubiläumsschimmer und ich folge diesem Geschenk an mich selbst – und wie. – Tage kommen, gehen. Verblassen, verwehen. Vernehmliche Stille. Einsamkeit entfaltet sich. Ein edler und stolzer Bussard gleitet in grazilen Kreisen in den goldenen Horizont hinein. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. Gelebtes Täglichlaufen.

Dreißig Speichen umringen die Nabe.
Wo nichts ist, liegt der Nutzen des Rades.

Aus Ton formt der Töpfer den Topf.
Wo er hohl ist, liegt der Nutzen des Topfes.

Tür und Fenster höhlen die Wände.
Wo es leer bleibt, liegt der Nutzen des Hauses.

So bringt Seiendes Gewinn,
doch Nicht-Seiendes Nutzen.

(Laotse)

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „DREIZEHN Jahre Täglichlaufen in Serie“

03.03.2014 – 14 KM
04.03.2014 – 14 KM
05.03.2014 – 14 KM
06.03.2014 – 14 KM
07.03.2014 – 14 KM
08.03.2014 – 13 KM
09.03.2014 – 14 KM
10.03.2014 – 14 KM
11.03.2014 – 14 KM
12.03.2014 – 14 KM
13.03.2014 – 14 KM
14.03.2014 – 14 KM
15.03.2014 – 14 KM
16.03.2014 – 14 KM
17.03.2014 – 15 KM
18.03.2014 – 14 KM
D R E I Z E H N – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Ein Geschenk. An mich selbst. Concordia domi, foris pax.

Posted in Täglichlaufen im Fokus, Täglichlaufen. Status. on 28. Februar 2013 by Täglichläufer

Wohlan, in naher Zukunft werde ich mein zwölfjähriges (Serien)-Jubiläum begehen, sofern mir das greifbare Glück hold ist, die Gesundheit stets mitläuft und freilich, das unbeständige Leben selbst muß dieses fragile Vorhaben wohlwollend goutieren. Gleichwohl bemühe ich mich nach Kräften und werde all jene Faktoren, auf die ich einen gewissen Einfluß nehmen kann, darf und werde – in entsprechende Wege kanalisieren. Doch auf eine überaus bewußte Konzentration innerhalb der aktiven Ausübung des Täglichlaufens verzichte ich natürlich.

Schließlich obsiegen hier bedeutendere Impressionen, wie die von mir so präferierte Zufriedenheit, Gesundheit, Einsamkeit, Stille und Besinnung auf das Elementare, das wirklich Wichtige im Dasein – den unbedeutenden Moment des Lebens festzuhalten – all dies in der kongenialen Natur vereint. Dafür lebe ich, dafür laufe ich. Täglich. Und ich gestehe, eine latente Eitelkeit gehört auch dazu; denn „Zwölf Jahre Täglichlaufen“ in Serie absolviert zu haben, macht mich selbstverständlich stolz und der Antisportler in mir freut und staunt nach wie vor ob dieser Machtdemonstration meines Körpers wie Geistes. Ich w i l l dies erreichen. Nicht ein Mensch wird diese meine Intention verstehen, welches selbstredend auch niemand muß. Vor einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle: Vor kurzem wurde ich gefragt, warum ich mir dies „antue“, ich ersparte mir die unsäglich müßige Diskussion und antwortete nur mit einem Zitat. Und lächelte zufrieden. – Tage kommen, gehen. Stille Einsamkeit entfaltet sich. Ein edler Bussard gleitet in grazilen Kreisen in den Horizont hinein. Tiefe Versunkenheit. Abgeschiedene Weite. Vollendeter Frieden. Gelebtes Täglichlaufen.

Dreißig Speichen umringen die Nabe.
Wo nichts ist, liegt der Nutzen des Rades.

Aus Ton formt der Töpfer den Topf.
Wo er hohl ist, liegt der Nutzen des Topfes.

Tür und Fenster höhlen die Wände.
Wo es leer bleibt, liegt der Nutzen des Hauses.

So bringt Seiendes Gewinn,
doch Nicht-Seiendes Nutzen.

(Laotse)

Gelebtes Täglichlaufen

Verbliebene Läufe bis „ZWÖLF Jahre Täglichlaufen in Serie“

28.02.2013 – 14 KM
01.03.2013 – 15 KM
02.03.2013 – 15 KM
03.03.2013 – 14 KM
04.03.2013 – 16 KM
05.03.2013 – 14 KM
06.03.2013 – 14 KM
07.03.2013 – 14 KM
08.03.2013 – 15 KM
09.03.2013 – 14 KM
10.03.2013 – 14 KM
11.03.2013 – 14 KM
12.03.2013 – 14 KM
13.03.2013 – 14 KM
14.03.2013 – 14 KM
15.03.2013 – 15 KM
16.03.2013 – 15 KM
17.03.2013 – 14 KM
18.03.2013 – 15 KM
Z W Ö L F – J A H R E – T Ä G L I C H L A U F E N

Täglichläufer. Seit 13 Jahren.

Posted in Täglichlaufen im Fokus on 25. Oktober 2012 by Täglichläufer

In den vergangenen drei Jahren habe ich jeweils zum Ausklang des Oktobers meine Zeit als Täglichläufer hochleben lassen – die als Nebenprodukt resultierende Serie – freilich absichtlich nicht gewürdigt und mich nur auf die Jahre Täglichlaufen per se konzentriert. Mittlerweile darf ich mich seit 13 Jahren als Täglichläufer titulieren; eine beachtliche Anzahl und doch, in diesem Jahr verzichte ich auf einen Beitrag, der mit einem allzu feierlichen Charakter aufwartet. Schließlich habe ich mich mit meinem Täglichlaufen en Détail auseinander gesetzt. Was gäbe es noch gewichtiges zu sagen? Dementsprechend werde ich diesbezüglich schweigen. An dieser Stelle zitiere ich mich selbst: „Ich will keine Lobeshymne auf mein Täglichlaufen verfassen. Wozu auch. Ich will andere Menschen mitnichten zum Täglichlaufen animieren. Warum auch. Denn wo ist die Besonderheit dabei? Es gibt keine. Es handelt sich um simples Laufen. Der Körper wie Geist erfährt das, wofür er konstruiert ist – tägliche Bewegung. Das ist pure Natürlichkeit. Allenfalls die rigorose Konsequenz ist vielleicht bemerkenswert, aber nein, ich interpretiere das für mich nicht in der Form. Ich laufe täglich – mein Körper und Geist danken es auf ihre Weise.“

– – Der goldene Herbst reizt mit mannigfaltigen Farbnuancen den aufmerksamen wie empfindsamen Beobachter der natürlichen Welt, die ihresgleichen suchen. Satte Rottöne leuchten weithin und kontrastieren mit gelben Blattwerk, partiell noch durchzogen von vereinzelt grünen Widerständlern. Die schwarze Königin der Dunkelheit breitete ihren finsteren Mantel huldvoll über meine Laufwelt und hüllte das omnipotente Leben in glänzendes, unergründliches Schweigen. Wohin ich sehe, wohin ich laufe, wohin ich mich begebe – tiefe Düsternis empfängt mich mit einem galanten Handkuß ihrer Lieblichkeit und die Dunkelregentin scheint mich entführen zu wollen; in die ihre Welt der einsamen Abgeschiedenheit, in ein Reich des lautmalerischen Schweigens, der Ruhe und der Stille. Das beredte Wispern ist wahrhaftig greifbar – ich bin umgeben von Frieden und Zufriedenheit in der leeren Weite. Und ich winziges Nichts darf daran partizipieren. Welch Glück, welch Gnade!

Gelbe Waldpfade, ausgekleidet von zahllosen Blättern, totes, abgefallenes Laub führen mich zum Damm, der traurig verlassen das unendliche Firmament zu erreichen versucht, allein es wird ihm nie gelingen. Nichtsdestotrotz folge ich diesem Wegweiser in die Unendlichkeit und nehme mit glücklicher Genugtuung wahr, wie sehr sich die Atmosphäre verdichtet – mehr und mehr – und leise, feine Wassertropfen träumerisch hernieder gleiten. Nein, von Regen sind diese Elementarteilchen Welten entfernt und dennoch genieße ich die belebende Frische im friedvollen Sein. Ich laufe weiter und weiter, nur begleitet von der Einsamkeit, die ich so schätze. Für einen Moment schließe ich die Augen und lasse mich nur von meinen Empfindungen leiten. Irgendwann erreiche ich meinen Lieblingsort und spähe auf den graudunklen See hinaus, der sich mit dem Horizont in zärtlicher Liebe vereinigt. Die klare Oberfläche beschließt nur den Hauch von sich bewegenden, filigranen Wellen und streichelt höchst behutsam das nahe Ufer, um im Anschluß scheu von dannen zu ziehen. Für immer und immer. Doch dann wiederholt es sich, das immer gleiche Spiel.

Erneut schließe ich die Augen und konzentriere mich auf das intensive Wesentliche in diesem Weltgesang. Mein geistiger Blick schweift weit über die Fluten hinaus, trotz geschlossener Augen nehme ich die mich umgebende Lebendigkeit schärfer denn je wahr, meine auditiven Sinneszellen vernehmen das zarte Säuseln des Schilfs und ja, ich fühle nur noch und gebe mich dem Augenblick im Jetzt hin. Fühlen, was ist elementarer als wahres Fühlen? Erinnerungen expandieren in der Gedankenwelt, 13 Jahre Täglichlaufen fordern ihren würdigen Tribut. Dem kann und will ich mich nicht verschließen. Mehr denn je bin ich mir meiner eigenen temporären Existenz bewußt, die nur einen Bruchteil in der Äonensekunde währt. Ein latentes Gefühl von Ohnmacht scheint sich meiner zu bemächtigen, geschuldet in diesem unbegreiflichen Kontext, wieso ausgerechnet mich das Leben vor langer Zeit zum Täglichläufer bestimmt hat – nie hätte ich jenen Weg bewußt gewählt! – und diese Konzeption bis heute leben darf. Diese mentale Unzulänglichkeit verbindet sich mit der geistigen Unlust der letzten Läufe und vergeht augenblicklich. Stattdessen etabliert sich eine Melange von Stolz, Glücklichsein und Zufriedenheit, stets in der Kombination mit der Unbegreiflichkeit, um was für ein exponiertes Geschenk mir mit dem Täglichlaufen zuteil wurde. Ich werde es nie verstehen, dazu bin ich zu klein und zu unbedeutend, aber nichts – außer der Gesundheit – kann mich daran hindern, es zu leben.

Erlebnisse, Personen, Situationen und Begebenheiten werden lebendig, verschwimmen wieder und verflüchtigen sich in der Vergänglichkeit; die Jahre kommen und gehen – in all der Zeit war ich täglich ein Teil der Natur. Wo ist die Zeit nur geblieben? Nicht einen Tag und sei er noch so von schmerzlichen Herausforderungen geprägt gewesen, möchte ich missen. Ich öffne meine Augen und setze lächelnd diesen meinen Weg fort. Irrelevant, wohin meine Reise im Täglichlaufen zukünftig gehen wird, weiß ich doch eines, ich bin und bleibe ein Täglichläufer. Mit allen Konsequenzen. Mit jedweder Hingabe, so sie denn adäquat ist. Nach 13 Jahren „Gelebtes Täglichlaufen“ ist mein Inneres mit dem Täglichlaufen tief verwoben und wenn ich eines Tages nicht mehr laufen werde – der Tag wird kommen – so lebt diese Philosophie in meinem Geist weiter fort.

Die geliebte Natur und mein geliebtes Täglichlaufen. Sie bilden eine sich bedingende Einheit, einen harmonischen Einklang im Frieden, der mich von Grund auf verändert hat und mich heute zu dem macht, was ich bin. Die gefühlte Dankbarkeit für dieses fragile Geschenk kann ich nicht in Worte kleiden. Doch wenn ich laufe, in der melancholischen Weite der endlichen Einsamkeit, geprägt von Emotionen, mich den natürlichen Elementen hingebe – die Natur in mich aufnehme und dort lebe, ja lebe! – dann bin ich meinem Element der Liebe. Täglichlaufen. Ich liebe und lebe es. – Vor einem Jahr sah ich mein praktiziertes Täglichlaufen anders als ich es heute tue; aber die Schlußworte besitzen nach wie vor ihre Gültigkeit: „…und konzentriere mich weiterhin nur auf den nächsten Tag, den kommenden Lauf. Täglichlaufen – seit 13 Jahren.