Archive for the Contra Politik Category

Im finstersten Mittelalter

Posted in Contra Gesellschaft, Contra Politik on 5. Januar 2016 by Täglichläufer

Im Juni vergangenen Jahres thematisierte ich hier in meinem Artikel: Kulturelle Bereicherung als Beispiel formidable Schlagzeilen, die wahrhaftig einer Komödie entsprungen sind. Nun folgt die Fortsetzung. Ich beschränke mich dieses Mal nur auf drei Verweise, wer will, kann Dutzende weitere finden. Freilich ist mir bewußt, daß das wahre Ausmaß weitaus gravierender ist und nur das in die Öffentlichkeit gelangt, was sich nicht mehr vertuschen läßt.

Focus, 05.01.2016
Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof: Gruppe von 1000 Männern war Ausgangspunkt – In Köln kam es zu einer Vergewaltigung

Focus, 05.01.2016
Massive Ausschreitungen: Video zeigt das Chaos in der Kölner Silvesternacht

Focus, 05.01.2016
Übergriffe an Silvester: „Wie Vieh gejagt“: Auch in Hamburg kam es an Silvester zu Sex-Übergriffen

Hunderte junge Männer, wahrscheinlich gar 1000 fielen über Frauen her, um sie auszurauben, sexuell zu belästigen, zu mißbrauchen und zu vergewaltigen. Ich kann mich nur wiederholen – „all jene Vorfälle fanden nicht im arabischen Hinterland oder in den finsteren Bergen am Ende der Welt statt, nein, sondern mitten in Deutschland.“ Und zwar in Köln. Und auch in Hamburg. Und wer weiß, wo noch. Entschuldigung, ich vergaß das Jahr zu erwähnen: 2016. Mit solchen Vorkommnissen fällt unsere Gesellschaft in das finsterste Mittelalter zurück, wenngleich ich mir nicht vorstellen kann, daß es damals solche derart extremen Vorfälle gab. Angeblich handelt es sich bei den Tätern um Asylanten, die bereits seit zwei oder mehr Jahren in Deutschland leben. Wenn das so ist, kann ich zu dieser gelungenen Integration nur gratulieren. Chapeau! Das sind Menschen, die in diesem Land aufgenommen worden sind, verpflegt werden, Unterkunft gefunden haben und auch finanziell und medizinisch versorgt und betreut werden – von deutschen Steuergeldern generös finanziert. Zum Dank dafür – werden die Frauen wie Vieh gejagt. Ich bin sprachlos. Ich bin geneigt anzunehmen, daß die Majorität dieser Attentäter einen Doktortitel führt.

Unsere inkompetente Regierung tut weiterhin alles dafür, um solche Ereignisse zu reproduzieren. Es ist das ein wahrer Jammer. Wir importieren Kriminalität sondergleichen und holen uns Menschen hierher, die uns mit ihren Werten (?), ihrer Sozialisation (?), ihrem Glauben und mit ihrer Kultur nicht konträrer gegenüber stehen könnten. Wohin das führt, sieht man täglich in den Medien. Aktuell wird die Weltbevölkerung auf ungefähr 7,4 Milliarden Menschen geschätzt. Vielleicht geht es davon fünf Milliarden Menschen schlechter als den Bürgern in Deutschland. Ich fordere alle diese Menschen auf, sich auf den Weg nach Europa zu begeben – dort gibt es ein sehr beschränktes Volk, welches sich freut, diese fünf Milliarden Menschen aufzunehmen und mit allem, was notwendig ist – zu versorgen. Natürlich auf Kosten ihrer eigenen Bevölkerung und ohne Gegenleistung. Und, Regeln und Gesetze gelten nur für Deutsche Staatsbürger – alle anderen haben Narrenfreiheit – wie Köln eindrucksvoll offenbart.

Unsere aktuelle Regierung wird wahrlich in die Geschichtsbücher eingehen. Sie wird die Regierung sein, die Deutschland in eine Zeit, Welt und Gesellschaft überführt(e), wie sie nicht der schlimmste Krieg hätte schaffen können. Willkommen im finstersten Mittelalter. Und ihr lieben Frauen, paßt bitte auf Euch auf! Mir bricht es das Herz, wenn ich an Köln denke. Köln. Eine große Zäsur auf dem Weg in das finsterste Mittelalter.

NACHTRAG: Man möge mir diesen Artikel nachsehen – er kam viel zu früh. Das wahre Ausmaß ist noch viel gravierender, explizit auch in dem Kontext der Vertuschung – woran sich gut erkennen läßt, daß wir mitnichten in einer Demokratie leben. Auch handelte es sich bei den Attentätern um frisch importierte Asylanten. Was mir wirklich weh tut, ist die Tatsache, daß die deutschen Frauen körperlich und seelisch zu leiden haben – aufgrund einer dekadenten politischen Kaste, die von der Realität Lichtjahre entfernt ist und zudem nicht den Ansatz von einem Nationalgefühl besitzt. Es ist erschreckend. Integration bedeutet hier nur eines: Deutschland hat sich anzupassen und zu unterwerfen. Für so ein Land respektive für diese Regierung hätte mein Verwandter sich einst nicht in der Widerstandsgruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg engagiert – er würde sich in Grund und Boden schämen.

Zweiter Nachtrag. Hier könnte man sich fragen, wo die Wasserwerfer waren, als die deutschen Damen belästigt wurden? Gegen das eigene Volk geht man stets hart vor. Dieses Land ist wahrlich erbärmlich.

Die Invasion hat begonnen

Posted in Contra Gesellschaft, Contra Politik on 6. Oktober 2015 by Täglichläufer

Krieg bleibt Krieg. Krieg ist immer gleich. Die Lieblingsbeschäftigung einer degenerierten, dekadenten und unintelligenten Spezies, die – bedingt durch einen evolutionären Irrtum temporär den Planeten dominiert – und seit ihrem Bestehen elementaren Spaß und Lust am Töten, Morden, Kriegen und Vergewaltigen hat. Wer das negiert, möge in einem Geschichtsbuch nachschlagen. Weitere tragende Elemente bildeten jeher Glauben/Religion und Machtgeilheit, ergo auch Streben nach Reichtum. Ich persönlich habe dieses – sehr menschliche Verhalten – schon immer verurteilt, ich bin in der Konsequenz also ein Unmensch. Freilich, damit bin ich nicht allein – ein Familienmitglied war Offizier im Kreise von Claus Schenk Graf von Stauffenberg und tat das seine. Auch er wurde verfolgt und versuchte, zu flüchten. Krieg generiert Flüchtlinge. Ich hatte bis vor wenigen Wochen immer ein besonderes Verhältnis zu Flüchtlingen, bedingt durch die eigene Familie.

Ein Teil meiner Familie mußte einst flüchten. Ihre geliebte Heimat nach x Jahrhunderten verlassen; ihre Anwesen, ihre Güter, ihre Ländereien und ihre Wälder zurücklassen, weil der lustige Krieg alles verheerte. Glücklicherweise konnten – viele, nicht alle – ihr nacktes Leben retten und kamen bei Verwandten unter. Zahllose andere Flüchtlinge hatten nicht dieses Glück – sie waren an den neuen Orten nicht gern gesehen, sie wurden verachtet, ja, sie wurden wie Aussätzige behandelt. Doch auch diese Flüchtlinge waren Deutsche. Und sie wurden von Deutschen verachtet. Von ihrem eigenen Volk. Das ist wohl menschlich?

Nun, aktuell strömen unendlich viele Flüchtlinge in dieses Land – in einem Ausmaß, das jeder Beschreibung spottet und erst der Anfang ist. Die wenigsten davon sind echte Kriegsflüchtlinge. Das Gros dieser Menschen praktiziert eine Religion, die Welten und Lichtjahre vom Mittelalter entfernt ist, allein man betrachte das Frauenbild dieser Personen. Ich werde meine Worte nicht mit beispielhaften Links unterstreichen, denn am Ende gäbe es hier mehr Links als Wörter. Jene Menschen kommen zu Millionen hierher, mit einer unvergleichlichen Arroganz und fordern Unterkünfte, Verpflegung und Nahrung ein, sie überwinden Grenzen und stürmen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Das Gros junge Männer, die statt ihre Länder aufzubauen und kriegerische Auseinandersetzungen zu beenden, lieber ihre Familien in dem Elend zurücklassen um in das Paradies Deutschland einzuziehen, um dort ihre Konflikte weiterhin auszutragen.

Deutschland jubelt. Die ganze Welt muß nach Deutschland kommen. Wer bezahlt das eigentlich alles? Irrelevant. In meiner Heimatstadt wurde ein Märchenwald für Kinder abgebaut – die großartige Einrichtung kann nicht mehr finanziert werden; es ist kein Geld vorhanden. Nicht weit davon entfernt, ziehen sogenannte Flüchtlinge in 4 Sterne-Hotels ein. Ich kommentiere das in dem Kontext nicht weiter. Wer bezahlt das eigentlich? Seltsam, oder? Die lieben neuen Mitbürger zerlegen indessen ihre Unterkünfte, basierend auf Glaubensstreitigkeiten und lehnen Wohnungen ab, die ihnen deutsche Frauen vermitteln wollen. Deutsche Frauen? Das ist ja auch widerwärtig, oder? Oder sie gehen mit Eisenstangen aufeinander los oder stechen sich gegenseitig ab (gestern hier passiert). Mir deucht, hierbei handelt es sich um eine Humoreske?

Ich frage mich, was das für Flüchtlinge sind? Jene, die noch fordern, prügeln und morden können? Ob die deutschen Flüchtlinge, die 1945 Schreckliches erlebten – ich erinnere stellvertretend an das „Frische Haff“, wo die Panzer in die (echten) Flüchtlinge hinein rasten, über Frauen, Mütter und Babys hinweg, alles zermalmend – hätten diese Menschen damals auch ihre Unterkünfte zerstört? Wäre ich ein Flüchtling, der einen „Krieg“ überlebt hätte, ich wäre meinen Gastgebern zutiefst dankbar und würde ihr Eigentum ehren und pflegen. Den Bildungsstand der neuen Fachkräfte wage ich gar nicht zu hinterfragen, mir reichen die kulturellen und religiösen Hintergründe, die mitnichten nach Deutschland gehören und hier nimmermehr integriert werden können. Wenn ich an Berlin denke, die „Integration“ der Gastarbeiter in dritter Generation, die kein Deutsch können, bekomme ich eine Gänsehaut. Respektive ist dies nur auf einem Weg möglich, wir Deutschen haben uns anzupassen und diesen Weg beschreiten wir längst. An dieser Stelle muß ich an das berühmte Zitat von Herrn Dr. Udo Reiter denken. Wie dem auch sei, es gibt kein Volk auf diesem Planeten, welches – mit Verlaub – närrischer agiert – als das Deutsche. Die Invasion hat begonnen und Deutschland begrüßt das mit Freudentaumel der regierenden Kaste. Erschreckend.

Schlußendlich frage ich mich, mit welchem Recht das deutsche Volk all das bezahlen soll? Für fremde Menschen, die konträr dem Land, Volk und Werten gegenüber stehen, die nichts für dieses Land beigetragen haben; nie in den hiesigen Sozialstaat (?) eingezahlt haben? Mit welchem Recht empfangen und generieren diese Menschen Billionen? Wodurch haben sie sich das verdient? Womit hat der deutsche Bürger die Steuererhöhungen verdient, die künftig vollzogen werden? Die Invasion hat begonnen und Deutschland jubelt. Aber was erwartet man von einem Land, in dem kein Nationalstolz existiert und jeder, der nicht mitjubelt, in die rechte Ecke gestellt wird?

Zum Autor. Mein Studium bestand zu 80% aus Politikwissenschaft. Ich lernte Politiker persönlich kennen und diverse Mitarbeiter von Bundesbehörden und anderen Institutionen. Basierend auf diesen Erfahrungen und Einblicken in das System wurde ich zum überzeugten Nichtwähler und ich bin davon bis heute überzeugt, allein – unsere Regierung hat es geschafft, mich als Wähler wieder zu aktivieren.

Deutschland, mir graut vor dir

Posted in Contra Gesellschaft, Contra Politik on 11. September 2015 by Täglichläufer

Wiederholt habe ich hier Heinrich Heine zitiert, eines meiner liebsten Zitate stammt von diesem großartigen Dichter, doch dies möchte ich heute nicht bemühen. Nein, denn wenn man sich das aktuelle Zeitgeschehen in diesem Land betrachtet, fällt mir nur der Beginn aus seinen Nachtgedanken ein:

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht,
ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.

Fürwahr, mir kommen die Tränen. Selbst am Tage. Ich schlage nun nicht wild in jene absurde Kerbe, die eigentlich nur einer banalen Humoreske entsprungen sein kann; doch wenige Beispiele dürfen nicht unerwähnt bleiben. Wovon ich rede? Freilich, von der sogenannten Flüchtlingstragödie. Vor kurzem sah ich das Bild einer tiefvermummten Frau, die sich weigerte ihre Unterkunft zu beziehen und stattdessen forderte, in ein Hotel einzuziehen. Eine hervorragende Idee, die längst praktiziert wird – wohlgemerkt in Vier Sterne Hotels. Wie frech muß man sein, um solche Forderungen zu stellen? Wäre ich nicht froh, überhaupt in Sicherheit unterzukommen? Ich bin allerdings auch nicht repräsentativ.

Sodann erinnere ich an Suhl. Irgendjemand riß aus einem Märchenbuch ein paar Seiten heraus – in der logischen? Folge zerstörten die Flüchtlinge ihr Haus, so publizierten es die Medien und verkündeten danach in charmanter Weise im TV: „Wir haben nichts gegen Christen“. Nun, wäre ich Christ, ich bekäme Angst. Es ist bemerkenswert, daß Flüchtlinge, die angeblich eine Odyssee hinter sich haben und dem Krieg mit blankem Leben entronnen sind, ihre neuen Heime zerstören, weil jemand ihren „Glauben“ antastet? Nun, käme ich aus einem Kriegsgebiet, nur mit meinem Leben – die letzte Idee, auf die ich käme, wäre jene, das Eigentum der Gastgeber!!! zu vernichten – auf Grund von Glaubenspossen. Erschreckend. Doch ja, ich bin nicht repräsentativ.

Wie beruhigend, die gestrigen Beiträge in den Medien. Ein Araber verkündete voller Freude, „wir machen uns auf den Weg nach Deutschland, Deutschland baut Häuser für uns!“. Das ist wohl das mindeste, was wir tun können – man leite die Forderung an die Regierung weiter. Und heute? Saudi Arabien bietet Deutschland an, den Bau 200 neuer Moscheen zu finanzieren. Dies freut mich außerordentlich, nun wird alles gut. Ich verweise auf den britischen Politologen, welcher vor kurzem konstatierte: „Die Deutschen haben ihr Gehirn verloren“. Dem kann man nicht mehr viel hinzufügen.

Unsere Regierung lebt in gigantisch hohen Elfenbeintürmen, Welten entfernt jedweder Realität – das ist kein Geheimnis; aber daß jene Türme derart unendlich sind, wagte ich nicht zu träumen. Möge sich jene Entwicklung fortsetzen, möge der Zustrom der „Fachkräfte“ ansteigen – oh Deutschland, mir graut vor dir. Ich denke an Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, auch bekannt als Fürst von Bismarck – würde er nur zehn Prozent erfahren, was heute in seinem Land passiert, er würde im Grabe rotieren. Unaufhörlich.

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht,
ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.

Kulturelle Bereicherung

Posted in Contra Gesellschaft, Contra Politik on 13. Juni 2015 by Täglichläufer

Nun, ich bin wahrlich kein Ausländerfeind. Freilich, diese Einleitung muß als erstes formuliert werden. Ich lebe schließlich in Deutschland. Also weiter, ich wurde so nicht erzogen, mir ist bewußt, daß ich selbst auf der ganzen Welt ein Ausländer bin und auch die Religionen sind mir herzlich egal. Ob einer an Gott, Allah oder an Bauklötze glaubt, interessiert mich grundsätzlich nicht. Ich betrachte die Spezies Mensch als Einheit, woran sie sich messen lassen muß. Solche unnötigen Kategorien sind banal und bedeutungslos und je weiter man sich dieser Betrachtungsweise hingibt, um so negativer muß das Bild gezeichnet werden, von dieser dekadenten Spezies, die nur Krieg im Kopf hat und diesen wunderbaren Planeten von grundauf mit Hingabe zerstört. Und dennoch, diese Regierung, die dieses Land „regiert“, schafft es langsam, aber sicher, daß ich meine Einstellung ändere und zunehmend kritischer diese Thematik betrachte. Ist das nicht absurd? Nachfolgend eine minimale Auswahl aus den Medien, ich beschränke mich stellvertretend auf den Focus.

Focus, 15.01.2015

Nach tödlichem Fenstersturz: Gewalt-Exzess in Hameln: Großfamilie verletzt 14 Polizisten

Focus, 06.04.2015

Etwa 30 Leute beteiligt: Eisenstangen und Baseballschläger: Zusammenstoß zwischen zwei Großfamilien in Bremen

Focus, 04.06.2015

90 Polizisten beenden Massenschlägerei von Großfamilien auf Berliner Spielplatz

Focus, 05.06.2015

50 Beteiligte in Berlin-Neukölln: Tatort Spielplatz: Großfamilien liefern sich Massenschlägerei und Messerstecherei

Focus, 08.06.2015

Hochzeit in Berlin endet in heftiger Massenschlägerei – zwei Polizisten verletzt

Focus, 12.06.2015

Ein Verletzter: Massenschlägerei! Clans prügeln sich in Berliner Landgericht – Richter flüchtet

All jene Vorfälle fanden nicht im arabischen Hinterland oder in den finsteren Bergen am Ende der Welt statt, nein, sondern mitten in Deutschland. Insbesondere die letzte Meldung macht mich sprachlos. „Richter flüchtet“. So so, der Richter flüchtet also aus seinem eigenen Gerichtssaal. Das ist ja bemerkenswert. Soll ich nun weinen oder lachen? Zumindest hoffe ich, daß er von einer möglichen? Bestrafung absieht, denn dies könnte die kulturelle Integration – Integration? – stören und die Bereicherung konterkarieren. Wahrlich, eine irritierende Vorstellung. So weit ist es also gekommen, der Richter muß flüchten. Chapeau! An Herrn Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen wage ich mich nicht heran, aber was würde wohl der liebe Herr Goethe an dieser Stelle konstatieren? „Herr, die Noth ist groß, die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los.“ In diesem Sinn, möge zusammen wachsen, was nicht zusammen gehört.

Der heilige Wahlzirkus. Oh sancta simplicitas!

Posted in Contra Politik on 14. September 2013 by Täglichläufer

Nun tangiert der unsägliche Wahlzirkus auch partiell meine Laufstrecke; zu Beginn und zum Ende kann ich diesen komischen Wahlplakaten nicht entkommen. Was für eine törichte Propagandamaschinerie ist da wieder angelaufen – unerträglich! Bildet sich denn nur ein, nur ein einziger Politiker ernsthaft ein, daß man ihn oder sie wählt, weil allenthalben alberne Schilder hängen? Oh sancta simplicitas! Und all die schönen, genialen und formidablen Reden, die großen Versprechen, welche von den Großsprechern der Parteien publiziert werden – ich bin begeistert. Alle vier Jahre das gleiche alte Lied, ein gewaltiges Theater von Toren für die Narren. Wenn ich einen hiesigen Lokalpolitiker zitieren würde, so könnte ich auch schreiben: „Pöbel“. Ja, damit ist das Volk gemeint, der deutsche Bürger. Von der Kollektivamnesie hinsichtlich der Wahlversprechen n a c h der Wahl – will ich gar nicht reden; doch frage ich mich, wieso die Opposition, die jetzt den sogenannten Himmel auf Erden verspricht, ihre Heldenepen und Vorhaben nicht realisierte, als sie noch an der Regierung war? Ja, warum denn nicht?

Und dann die bösen, bösen Nichtwähler, die in den gleichgeschalteten Medien per se schlecht wegkommen (müssen). Spontan muß ich da an unseren „unbequemen“ Bundespräsidenten denken, der da edel tönte: „… Und aus manchem Bürger wird leicht einer, der sich freiwillig zur politischen Ohnmacht verurteilt. Viele Menschen sagen, dass keine Partei sie völlig überzeugt. Das kann schon vorkommen. Aber es gibt einen sehr einfachen Weg in dieser Situation: Wer nicht weiß, was das Beste ist, wählt das weniger Schlechte.“ Das ist eine bemerkenswerte Feststellung, die ich so von einem Bundespräsidenten nicht erwartet hätte. Von all den schlechten Parteien, soll ich mir diejenige aussuchen, die am wenigsten schlecht ist. Aha. Nun, das wäre eine wahrhaftige Herausforderung. Vielleicht sollte ich jene Politiker wählen, deren Doktortitel in Zukunft nicht aberkannt werden? Aber woher weiß ich das vorher? Wieso muß ich nun ausgerechnet an den ehemaligen Justizminister! des Landes Brandenburg denken, der am 14.05.2012 wegen Betrug, Steuerhinterziehung und eidesstattlicher Falschaussage verurteilt wurde. Was ist nun weniger schlecht? Fürwahr, ich habe die Wahl!

Sodann werde ich wohl noch sehr tief recherchieren müssen, um das weniger Schlechte zu finden. Mir sind Menschen bekannt, die ihren Arbeitsplatz im Supermarkt verloren haben, weil sie Lebensmittel mit nach Hause nahmen, die im Abfallcontainer entsorgt werden sollten. Was hat das mit Politik zu tun? Sehr viel. Unsere Politikmarionetten verwalten exorbitant viel Steuergelder, die sie mehr oder weniger nach Gutdünken einsetzen können – zum Wohle des Volkes. Natürlich. Das Problem an dieser Stelle ist die Tatsache, daß es schlußendlich irrelevant ist, wie sie das Geld vernichten, sie sind nicht persönlich dafür verantwortlich und können nicht wie die Dame im Supermarkt einfach so verabschiedet werden. Sollte irgendein Fauxpas gar zu eminent sein, nun, so wird man eben weggelobt. Freilich mit Abfindung und großem Zapfenstreich. Man möge die Dimensionen vergleichen. Oder auch hier mit anderen Worten gesprochen, die gesetzlich gewählten Volksvertreter – so es sie denn gibt – die das Volk, den Bürger wohlwollend vertreten sollen, sind für ihre Entscheidungen und ihr Agieren nicht persönlich verantwortlich und stehen am Ende nicht mit ihrem Privatvermögen ein – sie haften nicht. Wie könnten sie also verantwortungsvoll handeln? Und warum sollten sich die Politiker auch für den Bürger, das Gemeinwohl engagieren? Es ist doch gar nicht notwendig.

Um dem ganzen grotesken Zirkus die Krone aufzusetzen, kursieren nun Photos von dem Kanzlerkandidaten mit erhobenen „Stinkefinger“, der den Pöbel mit dieser Pose verlacht, verhöhnt und verachtet. Und solch ein Mensch soll eine der größten Industrienationen als Kanzler vertreten? Wie erbärmlich. Was hätte nur Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen – auch bekannt als Fürst von Bismarck dazu gesagt? Er würde sich im Grabe umdrehen. Armes, armes Deutschland.

Solche Menschen, konzentriert in bedeutungslose gleichartige Parteien der Banalität, die ihre Mitbürger verspotten und keine Verantwortung tragen, soll ich also wählen? Absurd. Wie dem auch sei, in einem Gespräch vor einiger Zeit konstatierte ich, daß ich erst dann wieder wählen gehe, wenn die Entscheidungsträger, für ihre getroffenen Entscheidungen persönlich verantwortlich sind und dafür haftbar gemacht werden können – da wurde mir entgegnet, „…das wird am Sankt Nimmerleinstag sein!“. So sei es.

Das Urteil zu Jonny K. Entsetzen und Mitgefühl.

Posted in Contra Gesellschaft, Contra Politik on 15. August 2013 by Täglichläufer

Nun wurde also das Urteil gesprochen, im Prozeß der tödlichen Prügelattacke zum Nachteil von Jonny K., ein 20jähriger Berliner, der grundlos – einfach so – mitten in der Hauptstadt von Deutschland zu Tode geprügelt wurde. Sechs feige, türkische Männer gegen eine unschuldige Person, die schlußendlich an massiven Schädelverletzungen verstarb. Was für ein Leid! Heute wurde das Urteil gesprochen – im Namen des Volkes? – bekam der Haupttäter viereinhalb Jahre Jugendhaft. Freilich muß man sich die Frage stellen, wie das Strafmaß ausgesehen hätte, wenn das Opfer der Sohn eines Staatsanwaltes oder Richters gewesen wäre und die Täter Deutsche gewesen wären? Ja, das sind Fragen, die heutzutage verboten und doch bedeutend sind. Das ist also ein Leben in diesem Deutschland wert, viereinhalb Jahre. Laut Medien waren die Täter im Rahmen der Verhandlung sehr gut aufgelegt und lachten fröhlich, was der Richter offensichtlich goutierte? Dachte irgendeiner der Anwesenden in diesem Gerichtssaal nur einmal an das Opfer? An seine Familie? Der arme Jonny war mittlerweile oft in den Medien zu sehen und die Täter? Verhüllt, getarnt und geschützt – wie ihre feige Tat – sechs gegen einen. Nicht einer fand den Mut, Verantwortung zu zeigen.

Das ist Deutschland, hier wird der Täterschutz gelebt wie praktiziert mit einhergehender Opferverhöhnung. Ein Menschenleben brutalst möglich von feigen Kreaturen in den Tod getreten; zertreten wie eine lästige Mücke und solch eine unfaßbare Tat wird mit viereinhalb Jahren Haft belohnt. Ja, das ist eine Belohnung, dies ist keine Strafe. Zumal sich die Jugendgerichtshilfe gegen Haftstrafen aussprach!!! Für dieses Urteil sollte und muß Deutschland sich zutiefst schämen, jedem braven Bürger müßte die Zornesröte ob dieser Ungeheuerlichkeit in das Gesicht steigen. In diesem Land ist ein Leben nichts wert. Wo bleibt der Aufschrei von unserem werten Bundespräsidenten, der doch ein unbequemer Präsident sein wollte? Wo bleibt das Entsetzen der Kanzlerin? Der Schrei der Politik? So schützt also der Staat seine Bürger? Das sind sie ihm wert? Sind nicht wir der Staat? Törichte Fragen – das ist mir bewußt. Mein herzliches Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen von Jonny K. Ich schäme mich aufrichtig, ein Deutscher zu sein, aber in diesem erbärmlichen Land war ein Leben noch nie viel wert – wie unsere Geschichte eindrucksvoll bewiesen hat. – – Eine Diskussion darf hier nicht stattfinden, Tränen der Schande und Scham dürfen jedoch fließen.

Gelebter Rechtsstaat Deutschland

Posted in Contra Gesellschaft, Contra Politik on 15. Mai 2012 by Täglichläufer

Ich habe mich nach Kräften bemüht, derartige Themen – wie das heutige – zu vermeiden. Allein, es ist mir nicht gelungen. Freilich, die Meldung, welche ich aufgreife, stellt keine neue Erkenntnis dar; im Gegenteil, sie bestätigt nur mein Denken. Ich lebe in einer Welt, die bis in das tiefste Mark auf Geld basiert. Ich gehöre – leider, leider – einer primitiven Spezies an, die sich selbst lächelnd den Kopf abschlägt, um dafür etwas Geld zu kassieren. Für wertloses Papier vernichten wir unseren einzigartigen Lebensraum. Aus diesem Kontext heraus wundert mich in dieser „Gesellschaft“ gar nichts mehr. Und doch, und doch! An dieser Stelle sei angemerkt, daß ich den grundfalschen Terminus „Bundesland“ nicht verwende – wenn ich von Land spreche, so meine ich damit das Land Brandenburg. Wer nur ein Semester Staatsrecht absolviert hat, wird mich verstehen. Nachfolgend stelle ich nur ein paar Fragen, einer expliziten Bewertung hinsichtlich des Strafmaßes enthalte ich mich, dies versteht sich von selbst.

Der ehemalige Justizminister, ich wiederhole mich – der ehemalige J u s t i z m i n i s t e r des Landes Brandenburg (1999-2002) ist wegen Betruges, Steuerhinterziehung und eidesstattlicher Falschaussage vom Landgericht Potsdam am 14.05.2012 verurteilt worden. Mit Justizminister ist jener verantwortliche Mensch gemeint, der für das Recht und Gesetz des Landes in vorbildhafter Funktion einzustehen hatte. Jener Rechtswissenschaftler verkörperte das Recht und Gesetz par excellence in diesem Land und lehrte selbiges seit 1994 in München.

Als einfacher, unbedeutender Bürger frage ich mich natürlich, wie es sein kann, daß ein Justizminister betrügt und Steuern hinterzieht? Der höchste Beamte des Landes, der das Recht verkörperte? Der einen Eid ablegte, ehrlich und integer für das Land zu handeln? Und damit für den Bürger? Ist das nicht entsetzlich? Nun, warum sollte ich noch ehrlich sein und entsprechend handeln? Warum sollte ich noch ehrbar Steuern zahlen? Sollte man sein Geld nicht am Fiskus „vorbei mogeln“? Warum sollte ich nicht betrügen? Warum sollte ich nicht lügen? Schließlich muß doch der Justizminister meines Landes mein Vorbild sein!? Tugendhaft und korrekt in allen Lebenslagen!? Die personifizierte Rechtsstaatlichkeit? Ich darf nicht nur, nein, ich muß ihm nacheifern. Ist das nicht meine elementare Bürgerpflicht?

Ich weiß, ich weiß – meine Fragen sind nicht ernst gemeint. Man zeige mir in diesen verkommenen Land nur einen ehrbaren Entscheidungsträger, der verantwortungsvoll für sein Land und Volk agiert. Warum sollten sie auch, es ist weder ihr Geld noch haften sie persönlich. Demungeachtet ist dieses Urteil bemerkenswert. Sofern ich noch etwas Restvertrauen in die Politik gehabt hätte, es wäre gestern zerbrochen. Wer wundert sich da noch ernsthaft über die Heere an Nichtwähler? Willkommen, willkommen im Rechtsstaat Deutschland.