Friedvoller Einklang – Das Lied des Regens

Vor vielen, vielen Sekunden in diesem Monat, in dieser Welt. In der Nacht brachten sich Legionen von Wolkenschiffen in Stellung, marschierten in nassen Formationen auf und beehrten das allumfassende Leben mit einem sanften Dauerbombardement von Regentropfen. Unablässig perlte der frische Odem hernieder und selbst am frühen Morgen schien der Witterungsregent gnädig gestimmt zu sein. Meine Stimmung hingegen, war gar nicht erhaben; enttäuschte Liebe. Wieder und wieder wurden meine Erwartungen nicht erfüllt – dieses Jahr ist kein wahres Regenlaufjahr. Entsprechend mißtrauisch betrete ich die Straße, erspähe eine Nachbarin hinter ihrer verregneten Fensterscheibe; sie lächelt mich nur an, winkt, schließlich weiß sie um meiner Regenlaufliebe. In dem Moment, wo sich unsere Blicke treffen, bin ich bereits komplett durchnäßt – die Regenmacht ist gewaltig wie allgegenwärtig.

Der thronende Himmel wird unbarmherzig von dunklen Wolken beherrscht, gleichwohl differenziert die weite Leere in allerfeinsten Nuancen, von tiefem Schwarz bis hellem Grau. Nichts ist statisch, die Wolkenfront gleitet wie ein unbeherrschter Fluß am rauschenden Firmament entlang. Der grüne Forst empfängt mich mit absoluter Einsamkeit und Finsternis, heißt mich liebevoll willkommen. Meine scheinbare Enttäuschung hat sich verflüchtigt, sie wurde ersetzt, doch durch was? Dies läßt sich nicht in Worte kleiden. Zufrieden lächelnd setze ich diesen meinen Weg fort; genieße, ja, genieße. Auf dem Pfad haben sich längst ausgedehnte Pfützen gebildet, und sie expandieren. Allenthalben tropft und perlt es von den Bäumen, in den hohen Kronen, von Blatt zu Blatt, rinnt leise herunter, über Ast zu Ast; das Wasser gleitet zärtlich zu Boden und vereinigt sich mit den Wasserlachen. Vereinzelt stimmen Vögel in das Lied des Regens ein und teilen meine Hingabe an jene einzigartige Welt. Friedvoller Einklang.

Die Dunkelheit des Waldes absorbiert meine Wenigkeit, ich vereinige mich mit der Düsternis und gehöre scheinbar nur noch zu der geliebten Natur. Ich laufe und laufe, aber nur der Körper läuft – automatisch; mein Geist hat die unzulängliche Hülle längst verlassen und saugt jedes Detail dieser grandiosen Regenwelt in sich auf. Gleitet durch Raum und Zeit, taucht in den Mikrokosmos der vollkommenen Existenz ein. Ich bin angekommen. Er verbindet sich mit den nassen Elementarteilchen und rast nur so dahin, führt meinem Körper eine unglaublich lebendige Energie hinzu, die er umgehend in komprimierte Kraft verwandelt und mich weit ausgreifen läßt und ja, jetzt rast auch mein Körper. Doch kann er meinem Geist nicht folgen, das ist ein ungleicher Kampf. Den Pfützen weiche ich nicht aus, durch jedwede Wasseransammlung muß ich laut patschend hindurch. Der Damm liegt verlassen in seiner Abgeschiedenheit vor mir, bietet den machtvollen Sturmböen zahllose Angriffsflächen, während sich das Schilf nur scheinbar der übermächtigen Gewalt widerstrebend beugt.

Irgendwann erreiche ich mein Lieblingsufer, es lädt zum Innehalten ein – wie so oft. Auch dieses Mal erliege ich diesem surrealen Reiz und blicke auf den mürrischen See hinaus. Sturmreiter galoppieren wild über das Wasser, ihre Windpeitschen wühlen den See ungestüm auf, werfen Welle um Welle an den Strand. Unendlich viele Tropfen fallen mit hoher Geschwindigkeit hernieder, um die flüssige ewige Vereinigung einzugehen. Doch die Wellenbewegungen sind nicht permanent kraftvoll, ein stetiger Wandel dominiert das Dasein. Der aufgebrachte Wellenreigen läßt leise nach, holt tief Atem – verharrt für einen Augenblick, um sich dann noch vehementer aufzulehnen. Jetzt werden sogar meine Füße umspült, was ich ignorierend hinnehme. Ich verharre ebenso, lasse nur meine Gedanken hinfort ziehen – noch nasser kann ich nicht mehr werden – und genieße die seltsam ruhigen Minuten in dieser aufgewühlten nassen, finsteren Regen- und Sturmwelt. Bewegung und Ruhe, alles ist im Fluß, fließt dahin, alles ist eins; verbunden in greifbarer wahrhaftiger Harmonie. Und ich kleines Wesen darf an jenem erfüllenden Genuß wie Frieden partizipieren. Welch Glück! Welch Glück für mich! Ich weiß das zu schätzen.

Wie oft stand ich hier an dieser Stelle im intensivsten Regen. Wie oft durfte ich diese seltenen Regenläufe mit ihren ganz eigenen Momenten genießen. Plötzlich erinnere ich mich an mein zehnjähriges Täglichläuferjubiläum, der Gedanke kam unbewußt – wie das Täglichlaufen selbst. Ein unbedeutendes wie bedeutendes Ereignis für mich, was ich noch nicht wirklich in Gänze verarbeitet habe, zu gewaltig wirkt dieser Tag nach. Und irgendwie ist diese Leistung auch eine Last, wiegt schwer auf meinen Schultern. Sodann generiert die mentale Welt Menschen in meinem Gehirn, die einst Anteil an meinem Täglichlaufen nahmen. Menschen kommen. Und gehen. Wie fragil doch alles ist! Die Gedanken ziehen weiter, von dannen; bieten Raum für andere Erinnerungen, noch weit persönlicher Natur. Tränengleich rinnt der Regen mein Antlitz herab, ich löse mich von jenem Ort und erklimme wieder den Damm, um meinen Blick schweifen zu lassen. Ich will weiter und will doch nicht weiter. Meine Abdrücke am Ufer werden sofort egalisiert. Das Gräsermeer bewegt sich äquivalent den Seewellen, zwei junge Rehe springen munter hin und her. Riesige Bäume winken mit ihren grünen Armen in der Ferne.

Später verliere ich mich in der Unendlichkeit der tiefen Wälder, nur begleitet von den feuchten Sturmreitern und der mich umschließenden Einsamkeit. Ich sauge weiterhin die phantastischen Witterungsbedingungen detailliert auf, doch nicht mit den Augen oder den Ohren, nein, mit dem Herzen. Diese Symphonie, komponiert von der Natur an das Leben kann man nur mit dem Herzen würdig wahrnehmen. Und tief in meinem Innern setzt sich dieser Lauf fort, auch wenn der reale Lauf längst beendet ist. Regen. Harmonie. Frieden. Einsamkeit. Liebe. Melancholie. All das und noch viel mehr. Das ist meine Welt, dafür lebe ich. – Meinen letzten Regenlaufbericht formulierte ich vor gut einem Jahr, die Zeit war reif für einen neuerlichen. Doch was fühlte, empfand ich wirklich? Allein, ich kann das nicht in Worte fassen; zu klein bin ich, um die Größe des Lebens auch nur annähernd zu verstehen und dann gar darüber zu schreiben! Dennoch, ich singe mit – das Lied des Regens, im friedvollen Einklang mit mir selbst.

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38 Antworten to “Friedvoller Einklang – Das Lied des Regens”

  1. Lieber Marcus,

    es freut mich ungemein, dass auch Dich das Glück des erfüllten und ausgedehnten Regenlaufs getroffen hat. Ich kann Deine Gedanken so gut nachvollziehen und weiß so gut, wie es sich anfühlt und was es bedeutet. Auch die Schwierigkeiten diese Gefühle in Worte zu fassen, sind mir bekannt…deshalb lass Dir sagen, am einfachsten ist es, dieses Gefühl und dieses Glück einfach nur zu genießen.

    Übrigens habe ich keinen Anteil an Deinem nassen Glück, leider war ich sehr egoistisch und habe nur für mich getanzt 😉

    Salut und ein tolles (nasses) Wochenende

  2. Mein lieber Christian, ich bin zutiefst betrübt ob der Tatsache, daß Du Deinen Regentanz nicht auf mein Laufareal ausgedehnt hast! 😉 Allein, ich hatte Glück und kam auch so in den Genuß – ein Traum.

    Daß Du meine Gedanken verstehst, ist mir bewußt – wir empfinden die nasse Welt sehr ähnlich. Und ja, mein Text ist überflüssig; nicht im Ansatz kann ich beschreiben, wie es wirklich war. Dennoch, davon lasse ich mich nicht abhalten und versuche es trotzdem. Auch wenn es bei einem Versuch geblieben ist.

    Ich wünsche Dir ebenfalls eine baldige Wiederholung dieses Glücks und ein schönes Wochenende! 🙂

  3. Da kommt man nichtsahnend nach Hause und was ist? Ein neuer Beitrag von dir ist zu lesen. Ein wunderschöner wie ich ich meine!

    Endlich hattest du einen von deinen so geliebten Regenläufen. Mit wundervollen Worten gibts du einiges davon wieder. Natürlich kann man das nicht in Worte fassen, aber du gibst uns einen kleinen Einblick.

    Auch die Bilder sind wunderschön, auch wenn sie düster sind. Mir persönlich gefällt ja der Sommer, die Sonne und die Hitze.. ja, ja ich hör schon auf *lach*.

    Ich hoffe für dich, dass du noch paar solche Läufe absolvieren kannst. Ich lese das so gerne!

  4. Vielen Dank, meine liebe Brigitte. Das war so nicht geplant, aber in der Form kann man Erlebnisse, welcher Art auch immer – gut verarbeiten.

    Die gefühlte Realität wird immer ungeschlagen bleiben, die Natur ist eben unbeschreiblich. Und welche Gnade, daran im Laufschritt teilhaben zu dürfen. 🙂

    Momentan ist der Frühherbst eingezogen; mit ein wenig Glück kehrt der Sommer nochmals zurück. Ich wünsche Dir das – und der Regen darf gerne hier bleiben. 😉

  5. Wie gesagt, sowas lese ich sehr sehr gerne! Also passt das schon.

    Dass man sowas nicht in Worte fassen kann, ist mir klar. Aber du schaffst es doch sehr gut. Man ist immer mitten drin!

    Frühherbst 😯 ? Hier ist überhaupt schon der Herbst eingezogen. Ob da nochmal der Sommer kommt, wage ich fast schon zu bezweifeln. Sieht nicht gut aus! Den Regen kannst gerne behalten 😀

  6. Daß Dir das gefällt, freut mich sehr. Der Vorteil (oder Nachteil?) beim Lesen ist, daß man nicht so sehr naß wird, wie beim Erleben. 😀

    Vielen Dank für Dein Lob; ich nehme das als Anreiz, um mich zu verbessern.

    Ich bin überzeugt, daß der August noch mit heißen Momenten aufwarten wird. Schaun mer ma, dann sehn ma scho – wie wir Preußen sagen.

  7. Hehe, hast du mich durchschaut? Aber du hast schon recht, ich mag es nicht wenn ich nass werde (baden nicht eingeschlossen). Und erst recht nicht, wenn es kalt ist.

    Verbessern? Wozu verbessen. Das ist gar nicht nötig!

    Ich hoffe sehr, dass es nochmal schön und warm äh heiss wird. Mein aaaaaamrer Gemüsegarten!

  8. Ich muß gestehen, daß mir die 12 °C relativ frisch vorkamen. Nicht während, nein, aber danach – meine Hände sind recht empfindlich. Der Körper ist eben auf wärmere Temperaturen eingestellt.

    Merci. 🙂

    Das Gemüse wird wachsen und gedeihen. Hier ein Blick in die Vergangenheit:

    • Wie wärs mit Handschuhen? *ggg*

      Klar ist er das, darum is mir jetzt auch so richtig kalt. Und das mitten im Sommer!

      Schmatz! Die sehen so lecker aus. Die gibt es bei mir dieses Jahr noch nicht.

      Ich kann machen was ich will, immer kommt diese Meldung!

      INSTALLIERE SOMMER….. █████████░░░░░░░░░░░░░░ 44 % fertig Installation fehlgeschlagen !!! 404 Fehler: Sommer wurde nicht gefunden. Der Sommer, den du suchst, wurde entfernt, hat einen anderen Namen bekommen oder ist mittelfristig nicht zugänglich. Versuche es bitte später nochmal. Zwischenzeitlich stehen folgende Dateien zur Verfügung: Dicker Pulli Version 1.1 und Gummistiefel Version 2.0

      • Im Sommer doch nicht! 😯

        Demnächst sollte ich einen statistischen Bericht erstellen. Denn so ein „Sommer“ kam wirklich noch nicht vor – zumindest nicht in meiner Laufstatistik.

        Vorfreude ist sowieso die schönste Freude.

        Herzlichen Dank für den Installationsversuch. *lacht* Das ist wirklich genial. Oder doch eher traurig? 😉

      • **INSTALLIERE SOMMER….. █████████░░░░░░░░░░░░░░ 44 % fertig Installation fehlgeschlagen !!! 404 Fehler: Sommer wurde nicht gefunden. Der Sommer, den du suchst, wurde entfernt, hat einen anderen Namen bekommen oder ist mittelfristig nicht zugänglich. Versuche es bitte später nochmal. Zwischenzeitlich stehen folgende Dateien zur Verfügung: Dicker Pulli Version 1.1 und Gummistiefel Version 2.0 **

        :mrgreen: DRÜCKEN SIE RESET!!! ^^
        ROFL Das ist ja geil! Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

  9. Schön, dass es Dir endlich mal wieder vergönnt war einen dieser von Dir so hoch geschätzten Regenläufe erleben zu können, lieber Marcus. Einen Regenlauf dieser Intensität hatte ich in diesem Jahr noch nicht. Sicher bin ich auch schon mal etwas nass geworden; doch nach einigen Minuten versiegte der Segen von oben. So ein richtig schöner Landregen der auf einen ohne Unterbrechung nieder prasselt ist in der Tat ein echter Höhepunkt.
    Der Sonntag soll ja (zumindest bei uns) noch reichlich Regen bringen. In diesem Sinne weiterhin viel Freude.
    Dietmar

  10. Lieber Dietmar,

    das war der 14. in diesem Jahr, aber der erste in dieser einzigartigen Intensität. Zeitweise war das sogar Starkregen. Der Lauf war wirklich würdig in einem Regenlaufbericht festgehalten zu werden.

    Ich drücke Dir die Daumen, daß der Sonntag für Dich mit einem Regenlauf gekrönt werden wird. Genieße es. 🙂

    Für heute wünsche ich Dir erst einmal einen schönen Abend.

    • 14 Regenläufe? Erreiche ich bei weitem nicht! Gut, ich suche sie auch nicht, sondern nehme sie wie sie kommen. Und meistens, wenn es geregnet hat, dann war es nur eine kurze Verheißung. Bitte mit dem Daumen drücken nicht übertreiben. Denn an sich habe ich für morgen einen Lauf um die 3 Stunden geplant. Die letzte Stunde wäre Regen aber ok. 🙂

      • Im Vergleich zum Vorjahr ist das gar nichts. Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, suche ich sie schon. Aber das funktioniert nur selten. Dann halte ich mich bei dem Regentanz, den ich für Dich geplant habe zurück. 😉

        Drei Stunden im Regen wäre in der Tat ein wenig übertrieben. Viel Spaß und Freude bei Deinem Lauf – ich bin auf Deinen Bericht gespannt.

  11. Lieber Marcus,
    Du schreibst Du kannst es nicht in Worte fassen? Niemand in dieser Lauf-Bloggerwelt ist in der Lage die Dinge in so kraftvolle Worte zu kleiden wie Du. Deine lyrische und auch immer ein wenig mystische Art Deine Erlebnisse in Worte zu fassen macht Dich hier so besonders einzigartig.

    Hier in Küstennähe stürmt es heute wunderbar bei frischen Temperaturen. Und während ich diese Zeilen schreibe regnet es aus dunklen, schnellziehenden Wolken. Leider habe ich seit einer Woche Schmerzen im linken Fuß, so dass mein Verstand Schwerstarbeit leisten muß, mich bei diesem für mich läuferischen Traumwetter von einem Lauf abzuhalten. Um so mehr freue ich mich mit Dir, dass Du einen so fantastischen Lauf geniessen konntest.

    Volker

  12. Herzlichen Dank für Dein Lob, lieber Volker. Ja, ich gestehe, ich sehe meine Texte immer sehr kritisch und bin selten damit zufrieden. Eben weil der Unterschied zu der wahren Natur einfach zu groß ist. Ich kann mich noch so bemühen, aber die Schlucht verringert sich nicht.

    Das ist sehr schade, daß Du so ein Traumwetter nicht ausnutzen kannst. Und daß Dein Verstand Schwerstarbeit leisten muß, kann ich mir nur zu gut vorstellen. Genau dieses Gefühl, diese Sehnsucht mit aller Macht nach draußen gehen zu wollen, um zu laufen, laufen, laufen! – und doch nicht können, genau das Gefühl war der Auftakt zu meinem Täglichlaufen wie es heute noch Bestand hat.

    Ich wünsche Dir gute Besserung; mögen die Schmerzen schnell vergehen, so daß Du bald wieder laufen kannst – ohne Probleme.

    Ich wünsche Dir dennoch einen schönen Abend.

    P.S. Mit Deiner Erlaubnis würde ich Dich gerne auf meiner Seite verlinken – aber nur, wenn Du damit einverstanden bist.

  13. Ich denke, seine eigenen Texte kritisch zu sehen ist normal. Zumindest geht es mir genauso. Ich gebe offen zu, das ich eine Weile Hemmungen hatte, Kommentare zu Deinen Texten zu hinterlassen, weil ich mir mit meinen Texten im Vergleich zu den Deinen sehr profan vorkomme.

    Eine Zeitlang nicht laufen können hat auch einen Vorteil: Die Sehnsucht nach dem Laufen zeigt mir überdeutlich, dass ich mit dem Laufen das Richtige für mich gefunden habe.

    Ich danke Dir für die guten Wünsche und wünsche auch Dir ein schönes Wochenende.

    Sehr gerne bin ich damit einverstanden, dass Du mich auf Deiner Seite verlinkst. Es ist mir eine Ehre. Ich darf Dich doch hoffentlich im Gegenzeug auch auf meiner Seite verlinken

    Einen herzlichen Gruß
    Volker

  14. Hemmungen? Das erstaunt mich jetzt. Hemmungen auslösen, sollen meine Texte gewiß nicht. Und Deine Beiträge sind nicht profan, das kann ich Dir versichern. Ich freue mich, daß Du Dich doch getraut hast.

    Solange die Sehnsucht nicht in das Unendliche gesteigert wird und sie am Ende auch erfüllt wird, ist sie in einem gewissen Rahmen positiv. Nochmals alles Gute an dieser Stelle.

    Ich habe Dich soeben verlinkt. Die Ehre ist ganz auf meiner Seite und ich habe natürlich auch nichts dagegen.

    Einen angenehmen Sonntag, ich werfe mich jetzt den Sturmböen entgegen. 😉

    • Nun sind die Hemmungen ja überwunden, glücklicher Weise leide ich insgesamt ja nicht gerade an Minderwertigkeitskomplexen 😉

      Ich hoffe nicht, das meine Laufpause solange andauert, dass sich meine Sehnsucht übersteigert. Vielleicht kann ich im Laufe der kommenden Woche schon wieder einen Lauf wagen. Danke nochmal.

      Werde Dich jetzt auch fix verlinken.

      Viel Spaß im Sturm. Bin auch nur ein klein wenig neidisch *grummel*. Hier stürmt es für Sommerverhältnisse auch ganz nett, dazu seit Stunden Nieselregen 🙂

      • Das beruhigt mich. Und wie Du Dich vielleicht überzeugst hast oder noch wirst, ich beiße eher selten und bin somit ein friedlicher Zeitgenosse. 😉

        Ich hoffe doch, daß die Schmerzen keine ernsthafte Ursache besitzen. Was ich auch als Herausforderung erachte, ist die Zurückhaltung im Hinblick auf den Neustart. Die Schmerzen sind verschwunden und man möchte gleich wieder durchstarten, was freilich nicht sinnvoll ist. Manchmal ist weniger mehr.

        Nieselregen wäre schön gewesen, ich kann nur Sturm vorweisen – und das anhaltend. Wenn ich ein Cape getragen hätte, so hätte ich Sprünge von mehreren Metern durchführen können. 😉

        Alles Gute,

        Marcus

  15. Hey Marcus, thx für das klasse Post! Das sind die Artikel wie ich sie liebe. Das gibt’s echt nur hier. Mehr davon! Als wenn ich dabei bin und mit dir durch die Pfützen springe! Durch dich mag ich den Regen auch. Früher wäre ich bei Sauwetter nicht gelaufen. Du hast recht, manchmal ändern sich Menschen. :mrgreen:

    Keep on STREAKrunning

    MfG
    PS: Geile Fotos übrigens! Echt stimmig!

  16. Deswegen bin ich so naß geworden, weil Du immer vor mir in die Pfützen gesprungen bist. 😉

    Ja, man kann selbst vermeintliche „Widrigkeiten“ lieben lernen, wenn man denn will. Das sind für mich die schönsten Läufe überhaupt; von Läufen im leisen Schneefall abgesehen. Aber so weit sind wir noch nicht…

  17. Laufen im Regen ist einfach wunderschön. Heute war mir zum ersten mal seit Wochen wieder eine vollständige Runde gelungen und es gab immer schöne Regenschauer und ordentlich Wind. Wenn der Sommer solches Wetter beschert dann soll man es auch nutzen, es freut mich das Du es beim täglichen Laufen genießt und es dann in kunstvolle Worte fassen kannst. 🙂

  18. Ja, Regenläufe haben ihre ganz besonderen Reize. Wobei ich aber gestehen muß, daß ich vereinzelte Schauer als nicht sehr schön erachte. Im Idealfall gießt es von Anfang bis Ende – oder aber gar nicht. Wobei, das geht nun schon in Richtung „Wünsch Dir was!“. 😉

  19. Als ich heute morgen meinen Regenlauf bei starkem Dauerregen hatte, habe ich häufig an Dich gedacht. Das Tief, das uns den Regen beschert, hat ja ganz Deutschland im Griff und so hoffte ich, dass auch Du endlich mal in den Genuß eines richtig schönen Regenlaufes kommst. Umso schöner zu lesen, dass Du ihn bereits gestern hattest. Im Regen zu laufen und von Kopf bis Fuß so richtig schön nass zu werden ist schon was Besonderes. Es in Worte zu fassen, ist sehr schwer. Aber ich kann Dich auf jeden Fall sehr gut verstehen und freue mich, dass Du Deinen Spaß hattest.
    Wünsche noch einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße
    Kornelia

  20. Liebe Kornelia,

    vielen Dank für Deine hoffenden Regenwünsche. Heute kam ich nicht in diesen Genuß, wenngleich die Bedingungen das eigentlich erwarten ließen. Sturm, Wolken ohne Ende und doch ist es bisher trocken geblieben. Leider kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Oder zum Glück?

    Man kann es versuchen in Worte zu kleiden, aber es wird immer beim Versuch bleiben.

    Ebenso einen herrlichen Sonntag.

  21. Diesen Artiukel zu lesen war ein einziger Genuß, lieber Marcus!
    Ich wünsche dir noch viele Läufe im geliebten Regen!
    Liebe Grüße
    Petra

  22. Sich bei diesen Verhältnissen laufend zu bewegen, war noch ein viel größerer Genuß, liebe Petra. 🙂

  23. Ich weiß. Täglichläufer verstehen Täglichläufer, gell? 🙂

    Doch so langsam kehrt der Sommer zurück…

  24. Lieber Marcus, wie recht du hast, es ist fast nicht möglich solch grandiose Momente, besonders bei Regenläufen, auch nur annähernd vernünftig zu beschreiben – und doch gelingt es dir immer und immer wieder uns „mit zu nehmen“. Danke dir erst einmal dafür.
    Wenn ich mir das Bild vom Seeufer, welches absolut grandios ist, so betrachte ist es mir, als stünde ich neben dir. Denn solche Momente, wie du sie beschreibst, kenne ich nur zu gut; Momente, an denen die Gedanken nicht enden wollen, man in alten Erinnerungen schwegt – wunderbar. In solchen Momenten wird einem einmal mehr bewusst, wie schön doch das Leben ist, wie dankbar wir sein müssen, solche Augenblicke erleben zu dürfen, und wie besonders es ist, solche Menschen wie dich zu kennen. Denn sie sind es, die das Leben wertvoll und die Vergangenheit unvergessen machen.

    Ganz herzliche Grüße,
    Steffen

  25. Lieber Steffen,

    das ist nun einmal so, wir Menschen sind zu klein, um die wahre Größe der Natur zu erfassen und zu beschreiben. Leider ist dies in der Konsequenz ein großes Problem, da wir alle – als Spezies – nichts verstehen, zerstören wir sie um so lieber.

    Diese Momente der lieblich traurigen Vergänglichkeit haben ihren eigenen Reiz. Die wahre Herausforderung besteht für mich immer darin, mich davon zu lösen und weiter zu laufen. Es sei Dir versichert, wenn ich könnte wie ich wollte – so würde ich immer noch an diesem Ort stehen und fühlen, fühlen, fühlen! Wahrscheinlich laufe ich auch deswegen täglich; ich bin auf der Suche nach diesen Momenten.

    Herzlichen Dank für Deine Antwort. Genieße das Leben, jede Sekunde davon – und wenn es noch so pathetisch klingt – aber was bleibt uns übrig, bei der allumfassenden Fragilität?

    Alles Gute,

    Marcus

  26. […] habe. Zwei exponierte Läufe werden einen würdigen Ort in meiner Erinnerung bewohnen; natürlich, der rare Moment im friedvollen Einklang, geschuldet der geliebten Einsamkeit im Regen. Wieso mußte jener Augenblick im Raum-Zeit-Kontinuum, geboren in den nassen Bedingungen, jener […]

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