Die vergangene Zukunft – Jahresrückblick 2011

Das Jahr ist noch neu, gleichwohl wird es mit eisernen Schritten wie alle anderen zuvor vergehen. Unausweichlich wird es in den Strudel der Zeit gesogen und am Ende werden wir uns erneut fragen, wo die schönen Momente des Jahres nur geblieben sind. Dann beginnt es von vorn, das Spiel des Lebens. Immer wieder. Nur die Spieler können sich einer beständigen Ablösung sicher sein.

Nun ist es soweit. Es ist vorbei. Die temporäre Existenzberechtigung des Jahres 2011 wurde aufgehoben und die omnipotente Herrscherin aus dem Reich der Erinnerungen hat sich seiner mit Hingabe bemächtigt. Vor uns liegt die Zukunft, eine hoffnungsvolle Zeit, die sich uns nach und nach enthüllen wird – bevor die Königin des Vergessens auch hier ihr Veto einlegen wird. Wir sollten das Morgen genießen, so genußvoll als möglich, denn der Kreuzzug der vergangenen Zukunft hat längst begonnen, dieses neue Jahr unbarmherzig zu verschlingen. Die Reise wird nie enden, sie führt uns in die Unendlichkeit, wenngleich wir als stille Beobachter nur einen Moment im Nichts daran partizipieren werden. Gelebte Endlichkeit. Umso essentieller das Auskosten des Seins, des Lebens. Mein wahrscheinlich letzter Beitrag in diesem Jahr; der obligatorische Jahresrückblick einer vergangenen Zukunft. Das bald endgültig sterbende Jahr war voller Höhen und Tiefen, durchzogen von Glück, Zufriedenheit, Melancholie, Trauer, Heiterkeit, Schmerzen, Genuß, Herausforderungen, Widrigkeiten, Hoffnung und Frieden. Im groben Rahmen lasse ich exponierte Erlebnisse Revue passieren. Momente aus dem geliebten Reich der Erinnerungen, die mir so vorkommen, als ob sie eben erst passiert wären. Wohlan.

Das Fazit kann ich vorweg nehmen, das Jahr 2011 war mehr als ein zufriedenes Jahr für mich. Es sollte von wiederholten persönlichen „Rekorden“ geprägt sein, die ich mir einst nicht im Traum hätte vorstellen können. Mein Täglichlaufen ist auch in diesem Jahr ein Garant für die Zufriedenheit gewesen. Höhepunkte gab es viele, aber nur ein Tag war von elementarer Bedeutung für mich. Der e i n e Tag. DIE Zäsur in meinem Leben. Doch all das basiert nur auf der Natur, in ihrer Mannigfaltigkeit. Ohne meine geliebten Tiere und der kongenialen Pflanzenwelt gäbe es mein Täglichlaufen nicht.

Januar

Der unausweichliche Auftakt des Jahres begann mit extremen Glatteis und einer reizvollen Flut. Soll heißen, mein Laufareal war allenthalben überflutet – entsprechend standen meine Läufe im Zeichen der Flut. Freilich ließ ich mich von diesem seltenen Schauspiel nicht beirren und nutzte das Eis für Schlitterpartien und auch für die sagenhaften Flutläufe, die nicht immer ohne Folgen blieben. Beim Durchschreiten der Eiswelt brach ich ein und im Anschluß bescherten mir die eleganten Hiebe der Eisschwerter partiell aufgeschnittene Beine. Der einzige Wildschweinkontakt des Jahres fand im Januar statt. Zum Monatsabschluß stürzte ich ordnungsgemäß, jedoch war dies nicht weiter gravierend – ich habe es mit Humor getragen, derweil ich auf dem Rücken lag und den Himmel lächelnd beobachtete.

Februar

Im Februar ergötzte ich mich an dem Anblick, den ein Mann an den Tag legte, mich neugierig beobachtete, indessen ich bis zu den Knien im Wasser stand und selbiges durchwatete. Als besonders spektakulär sollte sich eine Tierbeobachtung erweisen, zwei Schwärme von Spatzen, die später von ca. 30 Grünhänflingen begleitet wurden, waren mehr als beeindruckend. Sehr unschön hingegen erwies sich die mißglückte Schafrettung; allerdings informierte ich den Besitzer, so daß auch diese Geschichte ein gutes Ende fand. Spätestens im Februar rückte mein baldiges Jubiläum immer mehr in den nahen Fokus. Nur noch wenige Tage bis zu diesem surrealen dekadenten Tag.

März

Mein Monat! Der März sollte DER Monat des Jahres für mich werden. Allein, wen wundert es? Vorweg sei meine Begegnung mit dem Nerz erwähnt und natürlich der herzige Nachwuchs bei den Schafen. Sehr traurig hingegen sollte mein Treffen mit einem Reh werden. Das einmalige Wildgansspektakel sucht ebenfalls seinesgleichen. Und nicht zu vergessen, wenige Tage vor meinem Jubiläumslauf vollzog ich eine ungeplante Flugstunde im Wald, mit ungefähr 15 Kilometern pro Stunde – jener Sturz war in der Tat sehr hart, Schwindel und Unwohlsein behinderten den unmittelbaren Weiterlauf, erst nach einigen Minuten verfiel ich erneut in den Laufschritt. Selbst Tage später tat mein Hals weh. Sodann kam er, der E I N E Tag, der zu einer Zäsur in meinem Leben werden sollte. Der 18.03.2011. Zehn Jahre Täglichlaufen in Serie. Eine Dekade im Stil des „Gelebten Täglichlaufens“ – zehn Jahre Tag für Tag. Ausnahmslos. Was für ein unbeschreiblicher Moment. Schlußendlich habe ich damit nur meine tiefe Liebe zum Täglichlaufen zum Ausdruck gebracht. Nicht mehr, nicht weniger. Ein natürlicher Weg. Gleichwohl mußten noch einige Tage in das Land ziehen, bis ich dieses Ereignis wirklich realisierte, um es wahrhaftig annehmen zu können und – mich darüber zu freuen. Ja, ich bin unsagbar stolz auf mich.

April

Auch im April sollte es einen besonderen Höhepunkt für mich geben; das große Ereignis kanalisierte sich in der Geburt eines schwarzen Schafes, was für mich eine immense Überraschung wie Freude war. Mittlerweile ist die Dame ausgewachsen, aber immer noch schwarz und ja, auch recht zurückhaltend. Auch der erste Graugansnachwuchs stellte sich in diesem Monat ein; ebenso vernahm in diesen Tagen den Kuckuck – als Frühlingsboten. Der April verlief – von Ausnahmen abgesehen – in läuferischer Hinsicht ähnlich wie das Jahr selbst – mehr oder weniger unspektakulär und von einer latenten Routine geprägt.

Mai

Im Mai fand eine der seltenen und dafür besonders gehaltvollen Begegnungen statt. Ich traf mich mit dem grenzenlosen Läufer, Marcel, in meinem Laufareal. Wie immer bei derartigen Treffen verging die Zeit viel zu schnell. Zum ersten Mal überhaupt durfte ich Störche in dem Hochwasserschutzgebiet beobachten und an zahlreichen Tagen bescherten mir die Graugansfamilien mit ihrem Nachwuchs amüsante Szenen. Ebenso zählte ich im Mai 12 Fischreiher und einen Silberreiher auf einer Wiese – dies war ein neuer Rekord. Das Wetter war im gesamten Jahr 2011 „seltsam“, so wunderte ich mich auch nicht mehr, als Anfang Mai noch Schneeregen auftrat.

Juni

Der Juni sollte sich als ein Abschnitt der ruhigen Routine erweisen, unschöne Fastunfälle freilich ausgenommen. Ein langjähriger Grußfreund sorgte für eine witzige Einlage während meines Täglichlaufens. Die wunderbare Tierwelt zeichnete für immer neue herrliche Beobachtungen verantwortlich. Gleichwohl die Menschenwelt das Gegenteil verhieß. Hierbei denke ich noch heute mit Unwillen an die Jugendgruppen zurück, die ich nach wie vor als Marodeure betrachte. Was jene Personen im Wald suchten, bleibt mir ein Rätsel – ein Schrottplatz wäre adäquater gewesen. Nur wenige Tage später traf ich erneut junge Menschen, die jedoch das Gegenteil darstellten. Auf den ersten Blick erschienen sie „behindert“ – welch unschöne Bezeichnung – doch für mich waren die sogenannten „normalen“ Jugendlichen die wahren Behinderten. Das Leben ist widersprüchlich.

Juli

Nun sollte die sommerliche Hitze behutsam expandieren, allein – welcher Sommer? So wenig Hitzeläufe wie in diesem Jahr absolvierte ich nie, ein weiterer Rekord 2011. Umso wunderbarer mein Regenlauf bei 12 °C Anfang Juli – sogar der Atem war sichtbar. Finstertränen im Sommerglanz, was für ein Lauf! Wie so oft habe ich mich gefragt, warum dieser grandiose Genuß nur enden mußte? Warum? Doch alles vergeht im Sein, alles. Zum Ende des Monats stach mich eine Biene in den linken Fuß – die Arme. Weiterhin wurden neue Schilder in meinem Laufareal aufgestellt; willkommen in Absurdistan.

August

Erst Monate nach meinem Ausnahmejubiläum realisierte ich selbiges wahrhaftig. Es bedurfte der verstehenden Zeit, diese absolvierte Dekade im Täglichlaufen zu realisieren und anzunehmen. Derlei wird mir in diesem meinem Leben nie wieder gelingen. Aus dem Kontext heraus vollzog sich der Weg des Verstehens über einen langen Zeitraum, eben die Überwindung eines Widerstandes, der Widerstand der Erkenntnis. Im August durfte ich wieder mal einen Nerz beobachten, ein goldiger Geselle, der sich durch eine unbändige Neugierde auszeichnete. An einem Tag im August brach während des Laufens ein großer Ast direkt vor mir ab, welch beeindruckendes Erlebnis. Für einen kurzen Moment verwandelte ich mich in meine tierischen Freunde und beobachtete das Leben aus der anderen Perspektive, beispielsweise aus der eusozialen, wenn auch nur im Geiste.

September

Der liebliche Herbst naht verhalten. Nun sind weitere sechs Monate Täglichlaufen vergangen, das gewohnte Halbjahresjubiläum steht an. Täglichlaufen. Zehn Jahre. Sechs Monate. Bemerkenswert. Noch immer lebe ich diesen Stil. Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Nie. Das ist das Leben. Und es geht weiter und weiter. Wie lange noch? Das wird das Leben zeigen. Doch kein Gipfel ohne tiefe Täler. Der Tiefpunkt des Monats war die Nachricht, daß der mächtige Schafbock durch ein Unfall verstorben sei. Ein trauriger Lauf. Mach es gut, mein Lieber! Zum Monatsabschluß kanalisierte sich der Reiz der Begegnungen in dem Treffen mit der Täglichläuferin Kornelia. Auch hier gilt, ein Jammer, wie schnell die Zeit vergeht. Täglichläufer unter sich. Ein spannender Tag.

Oktober

Schrieb ich soeben von zehn Jahren und sechs Monaten Täglichlaufen? Halt, ich überbiete dies sofort mit 12 Jahren Täglichlaufen. Seit nunmehr 12 Jahren darf ich mich als Täglichläufer bezeichnen – die Serie selbst währt nur etwas über eine Dekade, doch den Stil praktiziere ich nun seit 12 Jahren. Oh Leben, was hast du mit mir gemacht? Vor 15 Jahren hätte ich das nicht geglaubt und mich darüber köstlich amüsiert. Sodann kehrten im Oktober endlich meine geliebten Schafe zurück – nach Monaten verwaist ihre Weide nicht mehr und mein täglicher Lauf startet mit seinem wolligen Höhepunkt. Geliebte Wollfreunde!

November

Nebel. Was für ein Genuß implizierendes Wort. In diesem Herbst absolvierte ich derart viele Nebelläufe wie noch nie zuvor in meinem Leben. Auch hier wurde 2011 zum Rekordjahr. Leider war diese einzige Stimmung an mehreren Tagen sehr getrübt. Um weiterhin im Tal der Tränen zu bleiben, erinnere ich mich an dieser Stelle kurz an die entsorgten Fernseher. Ohne Worte. Über die grundsätzlichen Seiten des Täglichlaufens sinnierte ich in dem Gastartikel bei wellbo. Natürlich stand auch jener Abschnitt im Zeichen der herrlichen Tierbegegnungen, von Rehen und Seeadler über Eichhörnchen bis hin zu meinen Schafdamen, die ich oft streichelte, was sie nach wie vor sehr schätzen. Allein, welch fühlendes Wesen mag keine Streicheleinheiten?

Dezember

Oh ehemals zehnter Monat des Jahres, an jener Stelle wärst du würdig wie korrekt platziert in diesem Jahr – der zärtliche Winter macht sich rar. Liebliche Schneewelt, wo weilst du nur? Im Dezember wurde das Gerücht vom goldenen Drachen in die Realität materialisiert. Ein Traumlauf. Bereits Anfang Dezember zeichnete sich ab, daß die Grenze von 5000 Jahreskilometern mehr und mehr in Erscheinung treten würde. Dementsprechend wagte ich davon in einem Artikel zu sprechen und ja, bald durchbrach ich jene Grenze tatsächlich. Was ein Antisportler so vermag! Gekrönt wurde das Ereignis von einer geschenkten Salami, die meinem Lauf eine köstliche Note verlieh. Mein zweiter Salamilauf in über 14 Jahren als Läufer. Ich könnte mich daran gewöhnen. Der stürmische Dezember, gemalt von dem Hauch des Frühlings verging wie das Jahr selbst – mit rasanter Vehemenz. Und damit endet es, mein Täglichlaufen im Jahr 2011. Ob ich im nächsten Jahr diesen Stil weiter praktizieren und ob ich diese Seite pflegen werde, wird die Zeit offenbaren.

Statistikauszug 2011 hier mehr:

29 (2010: 042) Regenläufe
10 (2010: 027) Glatteisläufe
00 (2010: 001) Gewitterläufe
14 (2010: 009) Nebelläufe
90 (2010: 105) Kälteläufe
05 (2010: 024) Hitzeläufe
06 (2010: 000) Flutläufe
02 (2010: 003) Stürze
00 (2010: 002) Hundeangriffe
01 (2010: 002) Mal Wildschweinkontakt
09 (2010: 019) Mal in Begleitung gelaufen
04 (2010: 004) Mal Fastunfälle mit Autos
80 (2010: 094) Mal Handschuhe getragen
10 (2010: 035) Mal ein langes Oberteil getragen
06 (2010: 027) Mal eine lange Hose getragen
04 (2010: 019) Mal zweimal gelaufen
kältester Lauf bei -10 °C (2010: -15 °C)
heißester Lauf bei 30 °C (2010: 37 °C)

Die Laufberichte des Jahres 2011

05.01.2011 Eistanz im Diamantenmeer
09.01.2011 Die versunkene Welt
14.01.2011 Im Schattenreich. Vampir. Fliegender Hase.
05.02.2011 Sturmtränen
10.02.2011 Durch die Fluten
23.02.2011 Das Lied des Eises
03.04.2011 Die Melodie der Erweckung
30.04.2011 Sturmreiter der Macht
14.05.2011 Die Harmonie im Frieden
30.06.2011 Gefühlte Angst
04.07.2011 Finstertränen im Sommerglanz
23.07.2011 Friedvoller Einklang – Das Lied des Regens
05.08.2011 Oh Leben, was bist du für ein Leben!
25.08.2011 Gefallene Liebe. Gefallenes Leben. Akt II.
08.10.2011 Tanzende Sturmreiter der genußvollen Entfaltung
02.12.2011 Der goldene Drache

Ich habe in diesem Jahr 5100 gelaufene Kilometer erreicht – ohne einen einzigen Marathon, dies versteht sich von selbst. Ein einsames Jahr mit Höhen und Tiefen, welches die Meßlatte für ein Ende meiner Konzeption mehr denn je erhöhte. Waren die Jahre vorher im Stil des Gelebten Täglichaufens schon nicht reproduzierbar für mich, so gilt das nach der erreichten Dekade in diesem Jahr erst recht. Entsprechend betrachte ich dieses Geschenk mit Demut. Traditionell bedingt, werde ich Silvester zwei Läufe absolvieren und damit das Jahr verabschieden. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2012 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Oh Leben, was bist du für ein Leben!

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44 Antworten to “Die vergangene Zukunft – Jahresrückblick 2011”

  1. Es ist erstaunlich wie lange Erlebnisse schon vorbei sind, obwohl man denkt, das war doch erst! Mit deinem Rückblick zeigst du wie schnell dieses Jahr wieder vergangen ist.

    Auf einzelne Gegebenheiten gehe ich jetzt nicht mehr ein. Es gibt nicht mehr zu sagen, als an den Tagen selber.

    So vieles ist in diesem Jahr passiert, vieles davon war einfach nur schön.

    Danke für diesen Jahresrückblick.

    Ich wünsche dir ein genau so zufriedenes Jahr 2012, wie 2011 war! Und natürlich tolle Läufe in deiner geliebten Natur inmitten deiner geliebten Tiere!

  2. Wie wahr, wie wahr. Ich kann es kaum fassen, daß manche Ereignisse schon so lange vergangen sein sollen. Nein, das kann nicht sein. Wo ist die Zeit geblieben? Erschreckend. Und doch, und doch – das Leben wiederholt sich.

    Vielen Dank, meine liebe Brigitte. Wie das neue Jahr werden wird, wer weiß das schon. Wir können uns nur überraschen lassen. In jedem Fall bemühe ich mich, den Genuß vom Täglichlaufen weiterhin in dieser Form zu leben.

  3. Teilweise ist es schon beängstigen, wie lange manches her ist. Wir können die Zeit jedoch nicht anhalten, was ich jedoch manchmal gerne machen würde.

    Viel ändern wird sich wohl im nächsten Jahr nicht, nur die Zahl wird anders sein. In einem Jahr wissen wir mehr und der Zeitpunkt ist schneller da, als uns wohl lieb ist.

  4. Anhalten nicht, nein, aber Verlangsamen gelingt mir durchaus hin und wieder. Darüber habe ich erst vor kurzem sinniert, wenngleich das nur ein subjektives Verlangsamen ist. Umso wichtiger sind die Inhalte. Ob wertvoll oder nicht – an uns liegt es.

    Ja, wahrscheinlich. Auch 2012 wird ebenso rasant vergehen und 2013 usw. usf.

    Siehe meine Einleitung: Das Jahr ist noch neu, gleichwohl wird es mit eisernen Schritten wie alle anderen zuvor vergehen. Unausweichlich wird es in den Strudel der Zeit gesogen und am Ende werden wir uns erneut fragen, wo die schönen Momente des Jahres nur geblieben sind. Dann beginnt es von vorn, das Spiel des Lebens. Immer wieder. Nur die Spieler können sich einer beständigen Ablösung sicher sein.

  5. Langsam vergeht die Zeit nur beim Arbeiten *gg*. Da sitzt immer einer und hält den Zeiger fest 😯
    Du hast schon recht, wichtig ist, die Zeit sinnvoll zu nützen.

    Jetzt lassen wir mal den Sommer kommen und dann können wir vom Jahresende reden 😉

  6. *herzlich lacht* Das hast Du schön beschrieben. 😉

    Ich drücke Dir die Daumen, daß der Sommer auch wirklich erscheinen wird. Wobei, der Frühling hat bereits im Dezember begonnen.

  7. Naja, von Frühling kann keine Rede sein, aber Schnee gab es hier noch keinen. Zwar in den Bergen, aber nicht hier in der Stadt. Ein wirklich seltsames Jahr.

  8. Hier schon. Heute erschien die Sonne, wenn auch nur temporär – es ist warm und die Vogelwelt singt und zwitschert. Der Frühling ist da – das war mehr als herrlich heute früh.

  9. Wenn es nur wirklich schon soweit wäre, aber da liegt noch einige Zeit dazwischen, mit Regen, Schnee, Sturm und Kälte – leider!

  10. Die Zeit bis zu dem wahrhaftigen Frühling wird ebenso rasant vergehen. Momentan stürmt es hier allerdings und es gießt – so bin ich leider um den Regenlauf gekommen. 😦

  11. Tröstet dich! Regen gabs hier schon länger nicht. Bloß Nebel, Nebel, Nebel *grusel*

  12. Merci. 🙂 Über Nebel würde ich mich auch freuen. Aber ich will nicht jammern, 2011 war das Nebeljahr schlechthin.

  13. Ich danke für den beeindruckenden Jahresrückblick. Ihr Täglichlauf-Jahr in der kurzen Version zu lesen, verdeutlicht wie schnell das Jahr vergangen ist. Sie haben 2011 enorm viel erreicht und werden im kommenden Jahr ihre Liebe zum Täglich-Laufen weiter leben. Davon bin ich überzeugt. Verbindlichsten Dank für das Teilhaben lassen an ihrem Täglich-Laufen. Ich wünsche ihnen ein erfolgreiches neues Jahr 2012 und einen guten Rutsch. Laufen sie so lange täglich, wie sie selbst wollen. Bleiben sie gesund.

    Herzlichst
    Richard

  14. Vielen Dank, Richard. Ja, dieses Jahr war in der Tat eine Art Ausnahmejahr für mich – ich bin auf Gipfel gestiegen, von denen ich nicht wußte, daß sie existieren. Doch je höher man klettert, umso tiefer kann man fallen, dementsprechend betrachte ich mein Täglichlaufen mit Demut und interpretiere das als großes Geschenk.

    Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Jahresausklang und einen besinnlichen Start im neuen Jahr.

  15. Lieber Marcus,

    was gebe es alles zu kommentieren und zu diskutieren aus Deinem Laufjahr 2011, aber wie Du schon am Anfang geschrieben hast, es war ein gutes Jahr, weshalb ich dem auch nur beipflichten will. Das neue Jahr eilt heran und es wird, wie kann es anders sein, fast so wie das alte werden. Kein Knall, kein Sturm kann etwas ändern, nur die kleine Zahl am Ende des Datumstempels wird sich um eins erhöhen. Es ist schon phantastisch, welchen Wert wir dem beimessen 😉
    Ich wünsche Dir trotzdem alles Gute für 2012, möge Dein Laufleben und natürlich auch die anderen Bereiche von Glück erfüllt sein und erfolgreich verlaufen.

    Salut

    PS: Dein Rückblick will ein zweites Mal gelesen werden, da muss ich mir nochmals eine extra Stunde reservieren 😉

  16. Lieber Christian,

    vielen Dank. Irrelevant, wie die Zahl auch aussehen mag, wir laufen, rasen und bewegen uns permanent von der Zukunft in die Vergangenheit und füllen diese Momente – diesem Hauch von Nichts – mit mehr oder weniger sinnvollen Inhalten. Und solange sie in der Mehrheit persönlich sinnvoll erscheinen und/oder Zufriedenheit generieren, ja, dann hat es sich doch gelohnt. Rückblickend betrachtet, war 2011 mein Jahr, nicht einen Tag oder Meter möchte ich missen.

    Ich wünsche Dir ebenfalls ein wunderbares neues Jahr voller Gesundheit, aber vorweg einen behaglich, besinnlichen Wechsel.

    Möglicherweise war dies der zweitlängste Artikel in diesem Jahr – und ich habe mich schon zurückgehalten. 😉

  17. Ein schöner Rückblick, auf ein sehr schnell vergangenes Jahr. An dieser Stelle wünsche ich Dir erst einmal einen guten Rutsch, aber nicht auf Glatteis und für das neue Jahr viel Spaß beim täglichen Laufen und vor allem Gesundheit. 🙂

    Freundliche Grüße
    Bernd

  18. Vielen Dank, Bernd. Glücklicherweise kann ich kein Glatteis zum Jahreswechsel ausmachen, entsprechend wird der Rutsch nicht eisig. 😉 Wobei, der fehlende Schnee trübt meinen traditionellen zweiten Lauf am Silvestertag.

    Auch Dir einen angenehmen Rutsch in das neue Jahr.

  19. Das wars also! 2011 ade! Dein Rückschaupost ist echt klasse! Thx!Verrückt, dass das Jahr schon rum ist. Ich drucke mir das aus und lese es später nochmal. Riesen Dank für das Jahr mit dir! Deine Posts sind immer inspirierend und zeigen die Welt von einer Seite die man sonst leicht übersieht.

    **Ob ich im nächsten Jahr diesen Stil weiter praktizieren und ob ich diese Seite pflegen werde, wird die Zeit offenbaren.** Wehe wenn nicht! Dann komm ich dich besuchen und zwinge dich zum Streaken! :mrgreen:

    Komm gut rüber in 2012, feier schön, bleib gesund und denke an deine treuen Leser! Ich bleibe dir auch nächstes Jahr treu!

    Gut Rutsch!

    MfG

  20. Ja, die Zeit, das Leben und wir vergehen alle. Soeben begrüßte ich das Jahr 2011, um es nun zu verabschieden. Der Lauf der Welt.

    Du willst mich zum Täglichlaufen zwingen? Allein um das zu erleben, höre ich ab sofort damit auf. 😉

    Vielen Dank, lieber Otto. Ich wünsche Dir ebenfalls einen grandiosen Rutsch in das neue, unbekannte Jahr, was von Gesundheit und Glück für Dich geprägt sein möge. Und danke für Deine Treue.

  21. Lieber Marcus,

    auch Deinen Jahresrückblick habe ich mit großem Interesse gelesen. Sicher war Dein zehnjähriges Jubiläum ein absoluter Höhepunkt. Aber auch sonst kannst du auf viele interessante Begebenheiten zurückschauen, überwiegend ja wohl positiv, jedenfalls was das Laufen angeht. Sehr beeindruckend mit welcher Konstanz Du das Täglichlaufen praktizierst. Ich erkenne kein Wanken und Zaudern und das ist für mich überaus erstaunlich. Zwar sprichst Du von Höhen und Tiefen; mein Eindruck ist allerdings, dass Du Dich auf einer Hochebene bewegst. Das ist allerdings die Außensicht.

    Vielleicht ist es die Dauer, mit der Du das Täglichlaufen betreibst der Grund, dass sich das nach Außen als so selbstverständlich darstellt. Aber auch Deine Konzeption, die ich wahrscheinlich nur in Ansätzen nachvollziehen kann, wozu möglicherweise auch der Ausschluss von Laufveranstaltungen gehört.

    Ich wünsche Dir weiterhin die Zufriedenheit, die Du in Deiner Laufkonzeption findest und die notwendige Gesundheit dazu.

    In diesem Sinne alles Gute für das neue Jahr.

    Dietmar

  22. Lieber Dietmar,

    ich habe viele Höhepunkte erlebt, der Großteil war der Natur geschuldet und auch bei meinem „dekadenten Jubiläum“ zeichnete die Natur gewichtig verantwortlich. Jener Tag war für mich einmalig in meinem Leben. Er wirkt immer noch nach und wird das wahrscheinlich auch zukünftig tun.

    Es sieht vielleicht in dem komprimierten Rückblick nicht danach aus, aber auch tiefe Täler kamen vor. Wenig körperlicher Natur, doch hin und wieder mental geschuldet. Das waren Tage, an denen ich mich fragte, wieso ich noch laufe? Nach all dem erreichten? Aber auch das kommt vor und ist notwendig, um die wichtige Demut nicht zu verlieren.

    Oft genug betrachte ich das als selbstverständlich und das ist freilich ein großer Fehler – da es das schlichtweg nicht ist. Dann obsiegt die Routine und die Wahrnehmung verändert sich. Deswegen sind die Widrigkeiten auch so wichtig.

    Wer weiß, wohin die Reise noch gehen wird, in diesem meinem Lied vom Täglichlaufen. 🙂

    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Jahreswechsel und ein neues Jahr, welches von Gesundheit geprägt sein wird.

  23. Lieber Marcus,
    es ist immer wieder beeindruckend was in eine Jahr so alles passiert und wie schnell die Zeit vergeht.
    Ich wünsche Dir und deiner Familie von Herzen alles Gute. Bleibt gesund und genießt das Leben in all seine Facetten.
    Als Läufer genießt man dies besonders intensiv. Möge es noch lange so sein.

    Gruß Gerd

  24. Vielen Dank für Deine Wünsche, lieber Gerd. Für mich ist das immer wieder erschreckend, wie rasant doch die Zeit vergeht. Als Läufer genießt man sie wirklich besonders intensiv – das tröstet.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ebenfalls ein zufriedenes neues Jahr – mit viel Gesundheit. Mein „platter“ Standardspruch, ich weiß, aber nichts ist nun mal wichtiger als die Gesundheit.

    Alles Gute,

    Marcus

  25. Lieber Marcus,

    ein ereignisreiches Jahr geht nun zu Ende. Blickt man zurück, stellt man fest, dass so vieles wieder passiert ist im Guten wie auch im weniger Guten.

    Ein Highlight für mich war auf jeden Fall, dass ich Dich mal persönlich kennen lernen durfte. Das war für mich sehr beeindruckend und ich werde diese Begegnung ganz bestimmt nicht vergessen.

    Gerne habe ich hier bei Dir immer gerne vorbeigesehen und verfolgt, wie es Dir so geht, was Du zu berichten hast. Deine Täglichlaufserie ist nicht nur aufgrund der außergewöhnlichen Dauer beeindruckend. Nein, auch die Art und Weise, wie Du sie angehst, wie Du Täglaufen praktizierst und darüber berichtest, finde ich sehr beeindruckend.

    Deshalb, bleib so wie Du bist!

    Ich wünsche Dir für 2012 alles Gute, viel Gesundheit und dass Du Deine täglichen Läufe an allen 365 Tagen in vollen Zügen genießen kannst!

    Habe einen angenehmen Übergang und eine schöne Zeit!

    Liebe Grüße

    Kornelia

  26. Vielen Dank, liebe Kornelia. Die Zeit vergeht und nimmt die Höhen und Tiefen in das große Nichts mit.

    Unsere Begegnung ist auch ein schönes Beispiel für die Rasanz der Zeit. War das nicht erst gestern? Oder doch vor kurzem? Nein, im September. Das ist erstaunlich, oder? Täglichläufer unter sich – das war ein schöner Tag. 🙂

    Merci für Deine lobenden Worte, wie oben schon formuliert, ich bemühe mich, das Gelebte Täglichlaufen auch zukünftig zu praktizieren, allerdings ist mein Mitspracherecht doch sehr begrenzt. Dem omnipotenten Veto der Gesundheit – als Beispiel, kann ich nicht entkommen.

    Ich wünsche Dir einen besinnlichen Jahresausklang und einen angenehmen Jahresauftakt, möge das neue Jahr Zufriedenheit und Gesundheit für Dich bringen.

  27. Sie üben ihr Täglich-Laufen nicht nur aus, sie leben es. Die Demut ehrt sie, aber ich bin überzeugt, dass sie um der Gefahren genau wissen, um sie auch in der Zukunft zu umschiffen. Die Erfahrung das über 10 Jahre mit dem Alltag zu vereinbaren, ist unweigerlich lehrreich gewesen. Ich mache mir um die Fortführung keine Gedanken.

    Herzlichst
    Richard

  28. Lehrreich waren die Jahre in jedem Fall. Doch Erfahrung ist stets relativ. Schlußendlich werde ich immer ein Lernender bleiben, irrelevant, wie lange ich diesen Stil praktizieren werde. Auf die Fortführung selbst konzentriere ich mich auch nicht. Ich will nur heute laufen. Morgen sage ich das erneut.

  29. Ich wünsche dir ein schönes und zufriedenes Jahr 2012.

  30. Merci, das wünsche ich Dir auch. Und freilich, viel Gesundheit. 🙂

  31. Danke! Ich tu mein Bestes. Gesundheit ist eh das Wichtigste überhaupt. Halten wir sie so gut es geht fest!

  32. Da sprichst Du wahre Worte. Aber manchmal kann man sich noch so bemühen, dieses fragile Konstrukt festzuhalten, es rutscht einem durch die Finger. Allein, wer sich dessen bewußt ist und hin und wieder darüber nachdenkt, der hat schon viel gewonnen.

  33. Das ist schon klar. Nur braucht man sich nicht wundern, wenn man nur Raubbau am eigenen Körper treibt.

  34. Der Körper – und auch Geist! – verträgt viel, sehr viel. Aber irgendwann kommt die Quittung. Früher oder später.

  35. Happy new year!!! Ich hoffe, du bist gut reingekracht und hast den 1. Lauf fertig. Sonst besuche ich dich trotz der Drohung! :mrgreen:

    Ich wünsch dir ein schönes Jahr! Bleib gesund!

    MfG

  36. Merci, das wünsche ich Dir auch. „Reingekracht“ ist gut. Ich saß verschreckt in meinem Bunker und harrte der vorrückenden Front unter Artilleriefeuer aus. Silvester 2011 – das war einfach extrem.

    Der erste Regenlauf des Jahres wurde vollzogen – herrlich. 🙂

  37. Wenn ich das so lese bekomme ich echt eins chlechtes Gewissen 😀 Wollte eigentlich letzte Woche wieder beginnen meinen Körper in Schwung zu bekommen! Doch halten mich viele Sachen davon ab 😦 Aber wenn man das hier so liest bekommt man noch zusätzlich ein schlechtes Gewissen :O Aber muss sagen liest sich sehr interessant und macht auch Lust aufs Laufen 😉

    LG

  38. Ach, Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn Du Lust zum Laufen hast (das ist doch ein guter Anfang), dann gehe in die Natur und laufe und halte die vielen Sachen (bewußt) davon ab, Dich vom Laufen abzuhalten. 😉

    Und dann, ja, dann genieße es. 🙂

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