Den Weg gehen – IV. 2022. 21 Jahre. Vier Monate. In der unspektakulären Sommerphase gefangen.

Täglichlaufen. Stolze und kostbare 21 Jahre und Vier Monate in Serie. Wieder ist ein Monat für immerdar verweht worden; tief verbunden mit meinem Täglichlaufen, welches ebenso für alle Zeiten absorbiert wurde – der Monatszähler steigt von drei und vier. Auch die coolen Zeiten sind in die Vergangenheit eingetreten und stattdessen nahm die unspektakuläre Sommerphase ihren ungebührlichen Platz ein.

Zwischen 11 °C und 26 °C tanzten die Temperaturen und sogar einen Regenlauf darf ich vermelden, welcher mit einem Gewitter einherging. Ein Vergleich der Anzahl der Regenläufe in den Vorjahren, bzw. weit über ein Jahrzehnt zurück – auf die heutige Situation bezogen, ist mehr als traurig. Die Wüstenbildung schreitet voran und die Sehnsucht nach dem kühlenden, belebenden Naß von oben intensiviert sich. Der einzige Regenlauf in der abgeschlossenen Phase reizte mit einem weiteren Höhepunkt – an einem kleinen Bachlauf durfte ich eine Schwanenfamilie mit ihrem Nachwuchs beobachten.

Am 27.06. setzte sich dieses Schauspiel fort, allein handelte es sich um eine andere Familie, denn hier erhöhte sich die Anzahl der Nachwuchsschwäne auf fünf, welche alle höchst entspannt beim Frühstück weilten. Die letzten Stürme haben diverse Hochstände in den Wäldern zerstört, was mich damals sehr gefreut hat, doch nun wurden die „Schäden“ kompensiert und mir deucht, für jeden vernichteten Hochstand kamen zwei neue hinzu. Entsetzlich.

Zu Beginn des Monats Juli spazierten auf einer frisch gemähten Wiese fünf Graugänse umher und direkt daneben ein großer Bussard, welche sich alle in harmonischer Eintracht bewegten – ein wunderschöner Anblick. An diesem Tag fand ich eine große Weinbergschnecke – mal wieder direkt auf der Straße – welche ich freilich sofort umsetzte. Und so bewege ich mich weiter täglich in der ungeliebten Sommerphase, welche schnell vergehen darf. Wenngleich sie natürlich keinen Einfluß auf mein Täglichlaufen hat. Wie könnte sie auch. Gelebtes Täglichlaufen – die Reise setzt sich fort; bereits morgen.

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