Den Weg gehen – V. 2021. Zwanzig Jahre. Fünf Monate. Die Hochphase der Ereignislosigkeit.

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Zwanzig Jahre und Fünf Monate in Serie. Ungerührt schreitet die lieblich gnadenlose Zeit voran, offenbart ein neuerliches Monats“jubiläum“, welches zum Innehalten einlädt und doch nur temporär Bestand haben wird. Wie alles im Leben, nichts ist von wahrer Dauer.

Selten tanzten die Temperaturen so dicht beisammen, das Wechselspiel alternierte nur zwischen 13 °C und 24 °C und mit ein wenig Glück wird sich der ungeliebte Sommer endgültig verabschieden. Regen- oder Schneeläufe fanden leider nicht statt. Ein weiterer Fastunfall – der 67. an der Zahl – reiht sich in meine Statistik ein und lehnt jeden weiteren Kommentar in dem Kontext ab. Zum 100. Fastunfall werde ich definitiv einen Fanfarenzug an jener Stelle bestellen und ein großes Fest feiern. Der Abschied von Laika in dieser Phase ist außerordentlich betrüblich – immerhin konnte ich mich bei ihr noch verabstreicheln. Gestern übergab ich dem Besitzer ein großes Erinnerungsbild; die Freude war … !

Am 30.07. beobachtete ich einen Schwarzspecht im tiefen Forst, wie er einen Baum fachgerecht entrindete – welch ein lautes Spektakel! Abschließend betrachtet, fällt der abgeschlossene Monat durch eine extreme Hochphase der Ereignislosigkeit auf oder mit anderen Worten formuliert, die pure Routine obsiegte täglich. Jeden Morgen traf ich auf die gleichen Menschen und viele Gespräche wurden geführt, aber spannende Besonderheiten lassen sich nicht vermelden. Doch ja, auch die schnöde Routine mag ihren Reiz haben – mehr oder weniger. Immerhin, ein Konzert muß noch erwähnt werden – zwei Pirole im Duett, begleitet von einem Kranich-Duo und possierlich kommentiert von einem Fasan. Geliebte Herbstdame – ich harre Deiner gewichtigen Präsenz mit großem Verlangen.

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