Archiv für Juli, 2019

Meister Adebar gibt sich die Ehre

Posted in Photos on 25. Juli 2019 by Täglichläufer

Zuletzt erspähte ich im Mai einen lustwandelnden Storch in meinem Laufareal – höchst erhaben erkundete er sein Terrain, doch leider führe ich nie eine Kamera mit und so zog jener Moment nur verloren in das Reich meiner Erinnerungen ein. Nichtsdestotrotz wollte mir der edle Meister Adebar sein bildhaftes Abbild präsentieren und engagierte hierfür eine Mittelsfrau, welche mir die Bilder übersandte und zur Verfügung stellte. Meine liebe Inge, einmal mehr herzlichen Dank für die grandiosen Photos!

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Den Weg gehen – IV. 2019. Achtzehn Jahre, Vier Monate. Ich bin nicht dick!

Posted in Täglichlaufen. Rückschau. on 18. Juli 2019 by Täglichläufer

Täglichlaufen. Stolze und kostbare Achtzehn Jahre und vier Monate in Serie. Unscheinbar verrinnt der einsame Fluß des temporären Lebens in die allumfassende Vergänglichkeit und obwohl ich mich täglich mit meinem Lauf mehr oder weniger engagiert dagegen werfe, werden auch jene Momente in zutiefst unbedeutender Art und Weise mitgerissen – gebannt für alle Zeiten in die unendliche Vergangenheit. Und dennoch bringen diese verlorenen Tage einmal mehr ein Monatsjubiläum hervor, dem ich nicht entkommen kann und will.

In jenem Abschnitt vollführten die Temperaturen ein beständiges Wechselspiel zwischen 14 °C und 28 °C und generierten damit ein Regen-, ein Hitze- und ein Gewitterlauf. Oh, schrieb ich eben tatsächlich Hitzelauf? In der Tat, seit vier Jahren zog ein Lauf unter diesen Bedingungen in meine Statistik ein – bemerkenswert! Zusätzlich habe ich den 64. Wildschweinkontakt erfaßt und ja, einen neuerlichen Fastunfall. Letzterer ereignete sich am 14.07. und war so heikel wie lange nicht mehr. Ohne Worte. Nur wenige Tage zuvor klopfte ich gar gegen einen Transporter, der mir die Vorfahrt nahm; gleichwohl war jene Situation nicht sonderlich gefährlich.

Am 07.07. griff mich im Wald ein Hund an; nun ja, hier muß ich mich etwas korrigieren – es handelte sich um einen Mikrohund und ja, er hat sich wacker geschlagen und mich „gestellt“. Die Welt gehört den Kleinen und Mutigen! Meine 64. Wildschweinbegegnung fand am 12.07. statt; ausgerechnet in einer Wohngegend, welches die Gefahr für Leib und Leben der armen Putzels immer erhöht. Ich konnte mich bei dieser Beobachtung eines Lächelns nicht erwehren, als ein (zu) dickes Nachwuchsschwarzkittel sich durch einen viel zu engen Zaun pressen wollte; für einen Augenblick steckte es auch fest – ich wollte schon zu ihm, um den ungeschickten Racker zu helfen – als es sich doch noch befreien konnte. In meiner Einbildung schmetterte es mir triumphierend entgegen, „ich bin nicht dick, geschweige denn ZU dick!!!“. Ich liebe die knuffigen Wildschweine!

Nur ein Tag später erspähte ich im Forst zwei junge Waschbären, die ihren Wald erkundeten und sich von mir so gar nicht stören ließen. Sie ignorierten mich nicht mal, nein, sie bemerkten mich in ihrem Spieltrieb wohl erst gar nicht. Sie verschwanden im Anschluß durch einen Zaun und kraxelten auf einen Baum; einer nach dem anderen – höher und höher. – – Die noch nicht geborenen Tage harren in der Zukunft auf ihre baldige Ankunft, möglicherweise werden sie mit einem täglichen Lauf verbunden werden – die Zeit wird es lehren.

Armes Europa

Posted in Absurdistan on 17. Juli 2019 by Täglichläufer

Nun wurde eine neue EU-Kommissionspräsidentin gewählt und der Jubel ist frenetischer Natur. Ich zitiere nur ein wenig die Medien, als Spitze des bekannten Eisberges:

Überteuerte Gutachten, Auftragsvergaben ohne Wettbewerb: Wegen des Verdachts von Rechtsverstößen und Vetternwirtschaft beim Einsatz externer Berater…

Umstrittene Beraterverträge: Von der Leyen unter Druck

Verteidigungsministerium vergab rechtswidrig millionenschwere Verträge mit Beratern

Illegale Berater-Verträge auch bei Bundeswehr-Tochter BWI

Beraterarmee außer Kontrolle

Wahrlich, eine großartige Wahl. Ich kommentiere das nicht weiter. Viva la Korruption! Möge sie den Niedergang Europas forcieren.

Debatte über Strafmündigkeit ab zwölf

Posted in Absurdistan on 13. Juli 2019 by Täglichläufer

Man beachte diesen Artikel im Spiegel.

Alles spricht dagegen:

„Die Zahl der Straftaten durch Kinder ist rückläufig“
„Doch Fälle wie der in Mülheim seien bei Kindern extrem selten“
„…müssten Sachverständige prüfen, ob die jungen Angeklagten überhaupt schon schuldfähig seien – Die Kosten dafür wären enorm“
„Ein Gefängnis ist kein Ort für Kinder“
„Dass so junge Leute in eine Jugendstrafanstalt kommen, wäre eine Katastrophe für sie.“
„Man kann unter 14-Jährige nicht in den Strafvollzug stecken. Die gehen vor die Hunde“

Weil die Zahl der Straftaten durch Kinder rückläufig ist, sollte man also junge Straftäter nicht bestrafen? Auch kommt dies so selten vor und überhaupt ist die Schuldfähigkeit fraglich und dann die Kosten! Kosten? Zudem wäre es eine Katastrophe für die armen Kinder.

Einmal mehr bin ich sprachlos in diesem Land. Drei 14jährige und zwei 12jährige vergewaltigen brutal eine junge Frau und filmen diese Tat noch und dann wird diskutiert, ob diese Kreaturen schuldfähig sind? Dies muß man sich vorstellen – 12jährige praktizieren eine Gruppenvergewaltigung, sind aber weder schuldfähig noch strafmündig. Wer denkt an das Opfer? Deutschland ist wahrlich ein Unrechtsstaat par excellence und schützt und pflegt seine Kriminellen mit einem Engagement, welches geistig nicht mehr zu fassen ist. Wenn die Straftäter dafür demnächst noch ausgezeichnet werden – mich wundert in diesem Land nichts mehr.