Surreale Wintersonne

Erhaben thront die rotgoldene Wintersonne am unendlichen Firmament und sendet lächelnd ihre zarten Strahlen unablässig in die erstarrte Natur hernieder, welche dieses hehre Ansinnen mit kristallinen Funkeln goutiert und für den sensiblen Beobachter eine kongeniale Symbiose generiert. Strahlend weist sie mir den Pfad durch das natürliche Habitat und wartet mit traumhaften Impressionen auf, die freilich ihresgleichen suchen. Tief unter dem wundervollen Strahlenzepter obsiegte eines Morgens eine nachhaltige Nebelwand, die jedwedes Leben liebevoll umhüllte und nimmermehr hergeben wollte, ja – eingeschlossen für alle Zeiten in ein greifbares Traumreich der Illusionen.

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Ich laufe und laufe und genieße sehr intensiv dieses einzigartige Schauspiel, wenngleich meine Augen den geringsten Anteil daran haben; denn wahres Fühlen und wahrer Genuß kann nur im tiefsten Innern entstehen. Jählings registriere ich, daß ich beobachtet werde und erspähe zu meiner Rechten drei Rehe, die mich erst beobachten und dann von dannen traben, bis ich sie beruhigend anrufe und ja, wie gewohnt bleiben sie stehen und lassen mich vorsichtig in einiger Entfernung passieren. Schlußendlich stehen die edlen Rehe versetzt in einer Reihe, vereinen sich schemenhaft mit den Nebelgewändern und verschwinden unmerklich aus dieser Welt, indessen die surreale Wintersonne den immerwährenden Konflikt mit der Finsternis für diesen Moment aufgibt und den Rehen folgen wird. Doch der Zeitpunkt ihrer Rückkehr steht längst festgeschrieben, in den Annalen des Lebens. Meine Wenigkeit folgt jenem Vorbild und so verliere ich mich selbst in der nebelhaften Einsamkeit und ziehe ebenso von dannen.

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Meine liebe Inge, Dir gebührt an dieser Stelle mein herzlichster Dank für das Bereitstellen der grandiosen Photos, denn wie stets gilt während meines Täglichlaufens – die Welt für eine Kamera!

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