Deutschland, mir graut vor dir

Wiederholt habe ich hier Heinrich Heine zitiert, eines meiner liebsten Zitate stammt von diesem großartigen Dichter, doch dies möchte ich heute nicht bemühen. Nein, denn wenn man sich das aktuelle Zeitgeschehen in diesem Land betrachtet, fällt mir nur der Beginn aus seinen Nachtgedanken ein:

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht,
ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.

Fürwahr, mir kommen die Tränen. Selbst am Tage. Ich schlage nun nicht wild in jene absurde Kerbe, die eigentlich nur einer banalen Humoreske entsprungen sein kann; doch wenige Beispiele dürfen nicht unerwähnt bleiben. Wovon ich rede? Freilich, von der sogenannten Flüchtlingstragödie. Vor kurzem sah ich das Bild einer tiefvermummten Frau, die sich weigerte ihre Unterkunft zu beziehen und stattdessen forderte, in ein Hotel einzuziehen. Eine hervorragende Idee, die längst praktiziert wird – wohlgemerkt in Vier Sterne Hotels. Wie frech muß man sein, um solche Forderungen zu stellen? Wäre ich nicht froh, überhaupt in Sicherheit unterzukommen? Ich bin allerdings auch nicht repräsentativ.

Sodann erinnere ich an Suhl. Irgendjemand riß aus einem Märchenbuch ein paar Seiten heraus – in der logischen? Folge zerstörten die Flüchtlinge ihr Haus, so publizierten es die Medien und verkündeten danach in charmanter Weise im TV: „Wir haben nichts gegen Christen“. Nun, wäre ich Christ, ich bekäme Angst. Es ist bemerkenswert, daß Flüchtlinge, die angeblich eine Odyssee hinter sich haben und dem Krieg mit blankem Leben entronnen sind, ihre neuen Heime zerstören, weil jemand ihren „Glauben“ antastet? Nun, käme ich aus einem Kriegsgebiet, nur mit meinem Leben – die letzte Idee, auf die ich käme, wäre jene, das Eigentum der Gastgeber!!! zu vernichten – auf Grund von Glaubenspossen. Erschreckend. Doch ja, ich bin nicht repräsentativ.

Wie beruhigend, die gestrigen Beiträge in den Medien. Ein Araber verkündete voller Freude, „wir machen uns auf den Weg nach Deutschland, Deutschland baut Häuser für uns!“. Das ist wohl das mindeste, was wir tun können – man leite die Forderung an die Regierung weiter. Und heute? Saudi Arabien bietet Deutschland an, den Bau 200 neuer Moscheen zu finanzieren. Dies freut mich außerordentlich, nun wird alles gut. Ich verweise auf den britischen Politologen, welcher vor kurzem konstatierte: „Die Deutschen haben ihr Gehirn verloren“. Dem kann man nicht mehr viel hinzufügen.

Unsere Regierung lebt in gigantisch hohen Elfenbeintürmen, Welten entfernt jedweder Realität – das ist kein Geheimnis; aber daß jene Türme derart unendlich sind, wagte ich nicht zu träumen. Möge sich jene Entwicklung fortsetzen, möge der Zustrom der „Fachkräfte“ ansteigen – oh Deutschland, mir graut vor dir. Ich denke an Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, auch bekannt als Fürst von Bismarck – würde er nur zehn Prozent erfahren, was heute in seinem Land passiert, er würde im Grabe rotieren. Unaufhörlich.

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht,
ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.
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