Grün…

…ist sie geworden, die erhabene natürliche Welt. Dieses Grün ist allumfassend und von einer atemberaubenden Intensität geprägt; in der Tat, es ist schier unbegreiflich und mir deucht, selbst tiefschwarz gewandete Täglichläufer werden ohne Reue absorbiert. Sobald ich die triviale Zivilisation nicht mehr wahrnehmen kann, trete ich durch ein unsichtbares Tor und beschreite einen surrealen Pfad in ein konträres Leben. In ein verborgenes Reich der beredten Stille, der melancholischen Einsamkeit und der greifbaren Abgeschiedenheit – verschmolzen mit dem grünen Weltgesang, den ich nimmermehr verlassen möchte. Nach dem Eintritt in jene illusionäre Atmosphäre schließt sich der trennende Vorhang und meine banale Existenz egalisiert sich mit dem wahrhaftigen Leben. Und so genieße ich sie täglich, diese meine einsame Welt, geboren in einer besonderen Ruhe, wie sie nur von der Natur derart meisterhaft in ein wundervolles Gemälde komponiert werden kann. Ich weiß dieses Glück sehr, sehr zu schätzen – allein, warum müssen auch solche Läufe enden? Doch ja, nichts währt für immerdar. So bleibt mir nur eines – die tägliche Fortsetzung preisen.

2015_Juni_01
2015_Juni_02
2015_Juni_03
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