Den Weg gehen – II. 2015. Vierzehn Jahre, zwei Monate. Vollzogener Wandel.

Täglichlaufen. Stolze Vierzehn Jahre und zwei Monate in Serie. Das Spiel des Lebens setzt sich ungehalten fort, die tosenden Ströme der Zeit vereinen sich in dem allgewaltigen Meer der Unendlichkeit und reißen ungerührt alles mit sich, um die geheimnisvolle Verborgenheit zu preisen. Ich selbst folge mit meinem banalen Täglichlaufen und bringe einen weiteren Monat in diesem meinem geliebten Stil als Tribut dar, der sodann stante pede absorbiert wurde. Aber welche Wahl habe ich auch? Ich kann mich der irrealen Zeit nur gnadenlos unterwerfen und doch, und doch den einen oder anderen Moment der Einzigartigkeit scheinbar festhalten – in diesem surrealen Kontinuum von Raum und Zeit – um ihn bewußt wertzuschätzen. Und ja, mit meinem Täglichlaufen gelingt mir das – wenn auch nicht immer oder täglich – doch temporär in exponierter Weise. So sei es.

Die obligate Statistik vermeldet drei Kälte- und nur einen Regenlauf – das ist wahrhaftig enttäuschend und verlangt nach gehaltvollem Schweigen. Die Temperaturen alternierten zwischen 0 °C und 20 °C. Der letzte Kältelauf fand am 29.04. statt und nimmt damit einen besonderen Wert ein – auf die vergangenen 14 Jahre bezogen, denn so weit hinein absolvierte ich im prosperierenden Frühling noch nie einen Kältelauf. Im April übernahm ich erneut das gewichtige Amt als Futterlehrling für meine geliebten Wollfreunde, wenngleich zeitlich sehr begrenzt – für nur eine Woche. Die Freude ob meiner Aktivität war auf beiden Seiten freilich unbegrenzt; allein das Theater nach meiner Amtsaufgabe war entsprechend nicht minder gewaltig. Doch schlußendlich mußten wir uns alle wieder daran gewöhnen, der Alltag obsiegte. Als sie mich vorhin erspähten, rasten alle zum Tor – ich sollte hinein und sie wollten hinaus. Gleichwohl blieb es nur bei Streicheleinheiten.

Folgende Begebenheit war sicherlich auch dem Alltag geschuldet, indessen zählte jene Situation zu den schrecklichsten respektive unangenehmsten – am 30.04. befand ich mich auf dem Rückweg als jählings ein Rettungswagen und zwei exorbitant lärmende Feuerwehrwagen in direkter Nähe an meiner laufenden Wenigkeit vorbei fuhren. Ihre Tuten & Tröten waren auf maximale Lautstärke konfiguriert – sofern man derlei denn einstellen kann. Nun bin ich guter Hoffnung, daß mein Gehörsinn in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren zurückkehren wird. Lärm kann durchaus in Folter ausarten. Wie unvergleichlich schön ist doch die dämpfende, sanfte Atmosphäre in den hehren Hainen – welch ein still wisperndes Kontrastprogramm. Allenthalben musizieren derzeit die Nachtigallen, Pirole und ja, auch der Kuckuck ruft höchst engagiert in die Welt hinaus und das seit dem 29. April. Sodann erspähte ich am 24.04. einen edlen Rotfuchs, der dieses Mal jedoch relativ zügig flüchtete.

Ein Tag vorher – am 28.04. erlebte ich den dritten Fastunfall in diesem Jahr – eine Dame rauschte ohne Reaktion auf mein latent ungehaltenes Verhalten von dannen. Gleichwohl ist mir bewußt, wie mental herausfordernd es sein muß, das Wort „Stop“ auf diesen seltsamen Schildern zu interpretieren und gar umzusetzen. Und der Schulterblick? Ja, ein entfernter Planet außerhalb unserer Galaxis hört auf diesen Namen. Alles wie gehabt – mir deucht, ich wiederhole mich. Die Entschädigung für diese Dramatik ließ nicht lange auf sich warten – im Wald beobachtete ich ein Reh; wir sahen uns beide an, bis es dann gemütlich weiter spazierte – von Flucht war keine Rede. Anfang Mai – am 04.05. – quakten zum ersten Mal in diesem Jahr die Froschels in meinem Hochwasserschutzgebiet, spätestens jetzt ist der frühlingshafte Wandel wahrhaftig vollzogen.

Drei Tage später begleitete mich eine Grußfreundin per Rad während meines Laufes und wir genossen gemeinsam den herrlichen Frühling, derweil die Sonne das Geschehen dominierte, die Temperatur sich aber indes noch zierte. Am 13.05. kam ich in den Genuß, einen Kuckuck nicht nur musikalisch vernehmen zu dürfen, sondern ihn auch von dannen fliegen zu sehen. Wiederum einen Tag später erspähte ich Meister Lampe, der rasant durch den tiefen Wald hoppelte (heute morgen erneut) – eine höchst seltene Beobachtung in den hiesigen Wäldern. Die erste Begleitung in diesem Jahr läuferischer Natur fand am 16.05. statt – in den Morgenstunden begleitete mich ein Lauffreund mit seinem Schäferhund und so eroberten wir zusammen den natürlichen Weltgesang. Die Zeit ist nun reif, auch wieder über Familie Weinberg zu sinnieren und sodann durfte ich gestern früh eine große Weinbergschnecke umsetzen, die mit schnellen Schritten in Richtung Straße raste – Glück gehabt!

Und so verfällt ein neuerlicher – ehedem hoffnungsfroher Monat – der charmanten Vergessenheit anheim. Nichts kann diese unabänderliche, rigorose Konsequenz tangieren, geschweige denn aufhalten; aber wer ist der Mensch schon, um solche vermessenen Gedanken zu entfalten? Die noch nicht geborene Zukunft wird wallend über uns hernieder schweben und uns weiter entführen, in den geheimnisvollen Strömen der sogenannten Zeit. Ich bin unendlich dankbar, einst den imaginären Pfad des Täglichlaufens beschritten zu haben – ihn bis heute beschreiten zu dürfen – denn jener Weg generiert eine Art demütiges Bewußtsein, den einzigartigen Moment der fragilen Zeit höchst intensiv wahrzunehmen und zu leben. Was wäre ich nur ohne mein Täglichlaufen – wie ich es bisher praktizieren durfte – wie anders wäre diese meine Welt? Eine Frage, eine eklatant schreckliche Vorstellung, die ich nicht beantworten kann und will. Möge es sich fortsetzen. Mein geliebtes Täglichlaufen. Täglich. Morgen.

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34 Antworten to “Den Weg gehen – II. 2015. Vierzehn Jahre, zwei Monate. Vollzogener Wandel.”

  1. Brigitte Says:

    Ein wunderschönen guten Morgen wünsche ich dir!

    Nicht zu fassen wie die Zeit nur so davon rast. War doch erst der 18.4.?! Und hier ist noch immer kein richtiger Frühling eingezogen. Regen gibts jedoch auch kaum bis gar nicht.

    Ich gratuliere dir dafür, dass du wieder einen Monat hinter dich gebracht hast – unglaublich!

    Ich warte schon auf den Tag wo dich ein Weinbergi überholen wird *lach*. Die haben das wohl bei dir abgeguckt – laufen!

    Die Schafis müssen dich wohl sehr lieben, die süßen Racker. Heute morgen so um halb 6 hörte ich meine schon lauthals määääähen. Sie waren da wohl schon mit ihrem Frühstück beschäftigt. Da standen sie in Reih und Glied – ein göttlicher Anblick – ja ja, ich weiß!

    Also dann – auf gehts, der nächste Monat wartet auf dich 😀

  2. Vielen Dank, meine liebe Brigitte. Ja, gestern war der 18.04. – die Zeit rast. Der Frühling ist bereits auch Vergangenheit, dafür dominiert der Sommer nun – ich muß aber gestehen, so kann der Sommer bleiben. 😀

    Die Weinbergis trainieren alle fleißig und ich fürchte, wenn sie es darauf anlegen, komme ich nicht hinterher. 😉

    Einfach herzig, die süßen Wollmäuse. Meine lagen und guckten nur, riefen aber beim ersten Mal schon sehr laut. Später drückte dann eine Dame ihren Kopf gegen den Zaun, damit ich auch richtig streicheln kann. So lieb!

    In der Tat – das Spiel setzt sich fort. Kurios.

  3. Brigitte Says:

    Na vom Sommer ist so rein gar keine Spur noch zu sehen. Keine Ahnung warum es dieses Jahr solange dauert. Für mich ist es eindeutig zu kalt. Die Grade gehen kaum über die 18 ° Marke hinaus.

    Na das dachte ich mir schon, dass du zum Trainer aufgestiegen bist und nun fleissig mit den Weinbergis übst 😀

    Wenn ich einen Pfiff los lege oder auch rufe Määäääääädels, dann kommen die Wollis angerannt und mähen was das Zeug hält. Ich könnte mich jedes mal zerkugeln vor Lachen.

  4. Für mich eindeutig zu warm. Aber diese Thematik können wir noch verschieben. Ich werde meine Jammerei beginnen, wenn es richtig heiß ist. 😉

    Oh nein, die üben alle fleißig allein. Ich hätte und habe da per se keine Chance.

    Ja, das ist wirklich goldig – hier funktioniert das ähnlich – da reicht eine Tüte, ein leises Knistern und schon kommt die ganze Bande angerannt. 😀

  5. Brigitte Says:

    Na schaun mer mal wie heiß es hier in den Bergen wird. Ist ja seit laaaaaaaangem mein erster Sommer hier.

    Das mit der Tüte kenn ich von den Hunden. So leise kann ich gar nicht sein, dass nicht alle drei vor mir stehen. Sogar wenn ich eine Mandarine öffne stehens plötzlich da. 😀

    Die Schafis muß ich schon rufen, die sind doch etwas weiter weg – meistens.

  6. Wahrscheinlich nicht so intensiv wie sonst. Also nicht unbedingt ideal für Dich.

    Der „kulinarische Gehörsinn“ ist angeboren und sehr, sehr fein abgestimmt. 😉

    So riesig ist das hiesige Areal nicht – aber mein Amt bin ich eh wieder los; von daher bin ich nur Beobachter.

  7. Brigitte Says:

    Na wir werden ja sehen – oder auch nicht hahaha!

    Der Gehörsinn ist sehr sehr gut ausgeprägt bei den Lausern! Heimlich essen gibts nicht *gg*.

    Sooo riesig ist es hier auch nicht. Aber früh morgens stehens eher in der Nähe ihres Heimes 😀 Später machen die sich erst auf den Weg zu mir.

  8. Nicht! 😯

    Wer weiß, wenn der Hunger groß genug ist, bereiten sie es selbst zu. Kreativ sind sie ja.

    Ja, das versteht sich. Die Putzels sind einfach herzig – Schafe muß man einfach lieben. 🙂

  9. Brigitte Says:

    Naja! Zubereiten eher nicht, aber klauen! Das könnens gut. Das kam schon öfter mal vor, dass mein Essen einfach weg war. Einfach so, ohne dass ich es gemerkt habe.

    Klar muß man Schafe gerne haben. Anders gehts doch gar nicht.

  10. Das haben sie aber nicht selbst verputzt – derlei war nur eine zauberhafte Demonstration wie begabt sie auf dem Feld der Magie sind. 😉

  11. Joachim Says:

    Schöner Frühlingsrückblick. Weiterhin viel Erfolg. Auf die nächste Etappe.

  12. Danke, Joachim. Den Weg gehen…

    Morgen.

  13. Lieber Marcus,

    auf Dich ist Verlass, wie eine Spirale immer wieder den die selbe Ausrichtung passiert, sind Deine Monatsberichte bei mir ein lieb gewonnener Pflichttermin zur Lektüre 😉

    Gratulation in vielerlei Hinsicht, zum einen zum Täglichlauf-Jubiläum und zum anderen zu den vielen angenehmen Begegnungen in der natürlichen Umgebung und nicht zu vergessen, dass Du wieder mal einen Schutzengel hattest, so es denn dererlei gibt 🙂
    Und dann warst Du auch wieder als Schafhirte oder besser Schafkellner unterwegs? Phantastisch, ich sehe eine große Zukunft für diese Profession :mrgreen:

    Pass auf Dich auf und hoffentlich überwiegt dir Ruhe im nächsten Monat, so dass Dein Gehör sich erholen darf.

    Salut
    Christian

  14. Herzlichen Dank, lieber Christian. Ja, es sieht so aus, als ob darauf oder auf mich Verlaß wäre und doch gibt es so wenige Dinge im Leben wie mein Täglichlaufen, wo faktisch kein Verlaß ist. Gelobte Fragilität!

    Tatsächlich habe ich an der Stelle schon (zu viele) unschöne Situationen erleben müssen. Aber so lange da nur „Fastunfall“ steht, „geht“ es noch – ich rechne täglich damit und bin entsprechend vorbereitet und ich weiß, wie weit ich gehen darf.

    Schafkellner ist gut! 😀 Aber ja, das trifft es perfekt. Ich könnte mir das durchaus vorstellen, mich gänzlich in diese Herde zu integrieren. 😉

    Mein Gehör war aufgrund dieser Tröten nicht weg – das war übertrieben; trotzdem, was für ein Krach! Insbesondere die Feuerwehr. 😯 😯

    Alles Gute,

    Marcus

  15. Richard Says:

    Ein dreifaches Hoch auf ihr Täglich-Laufen, verbunden mit meiner herzlichen Gratulation. Es ist immer ein Segen, ihre Berichte mit Spannung verfolgen zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, das öffentlich zu machen. Wenn sie auch keine Läufe im Regen absolvieren konnten, hat der letzte Abschnitt doch viel gebracht für sie. Ich wünsche ihnen für die Zukunft eine kräftige Gesundheit, damit sie ihr Täglich-Laufen noch lange ausüben können. Nicht zuletzt ist das im Sinn ihrer Leser, die sehnsüchtig auf jede Wortmeldung ihrerseits warten. Bleiben sie sich treu.

    Herzlichst
    Richard

  16. Herzlichen Dank, Richard. Wenngleich ich mich in letzter Zeit ein wenig in Zurückhaltung übe – was diese Seite angeht – so ist sie für mich ein wunderbares Mittel, meine Lauferlebnisse detaillierter festzuhalten – als ich es sonst tun würde. Von daher werde ich das fortsetzen, wie mein Täglichlaufen selbst.

    Alles Gute,

    Marcus

  17. Wieder ein Monat vorbei! Dein Streakmonument wird höher und höher! Herzlichen Glückwunsch zum nächsten Etappensieg! Wenn du auch nix davon hören willst, trotzdem gehst du mit gigantischen Schritten auf die 15 zu. War wieder eine Menge los bei dir! Viel schönes, bis auf dein Unfall. Für die Zukunft also viel Glück von mir und an der heiklen Stelle immer gut aufpassen! Aber wem sage ich das. Auf die nächsten Tage, Monate und Jahre!

    MfG

  18. Vielen Dank, Otto. Die Schritte hinsichtlich der 15 Jahre Täglichlaufen mögen gigantisch erscheinen, allein der Weg dorthin ist noch viel gigantischer.

    Tatsächlich war es ein höchst abwechslungsreicher Monat und ja, diese Fastunfälle sind höchst überflüssig, aber auch das wird sich fortsetzen.

    Alles Gute,

    Marcus

  19. An die fehlenden KM gewöhne ich mich nicht. Das als konstruktive Kritik! :mrgreen:

  20. Ich habe es registriert.

  21. P.S. Bis zum nächsten Futteramt für deine Schafe dauerts bestimmt nicht mehr lang. Oder?

    Super Abend! Feier schön!

  22. Da bin ich selbst gespannt. 🙂

    Merci.

  23. Herzlichen Glückwunsch zu einem weiteren Monat Deines gelebten Täglichlaufens lieber Marcus. Die Beobachtung eines fliegenden Kuckucks gehört sicher zu den einzigartigen Augenblicken und rechtfertigen für sich schonen einen Glückwunsch. Ich habe diesen Vogel noch nie zu Gesicht bekommen und selbst seinen Ruf darf ich nur alle paar Jahre vernehmen.

    Ich wünsche Dir auch für Deinen kommenden viele schöne Augenblicke und vielleicht stellt sich demnächst ja auch mal wieder mehr Regen ein.

    Alles Gute
    Dietmar

  24. Herzlichen Dank, lieber Dietmar. Pirol, Nachtigall und Kuckuck gehören derzeit zum täglichen Standardprogramm – und wie! Aber den Kuckuck auch mal zu erspähen, ist wirklich selten.

    Tja ja, Regen – davon kann ich nur träumen. Wohin diese Entwicklung noch gehen wird!?

    Alles Gute,

    Marcus

    P.S. Ich habe in den letzten Tagen wiederholt versucht, bei Dir zu antworten – aber Deine Bot-Abfrage erscheint nicht. Dieses Verhalten ist erst seit der Umstellung bei Deinem System.

    • Dietmar Says:

      Marcus die Umstellung muss automatisch erfolgt sein, ich habe nichts gemacht. 🙂 Danke aber für den Hinweis. Ein Grund mehr für mich über eine andere Platzierung nachzudenken.

      • Ja, ich weiß. Früher mußte ich einen (oft unlesbaren) Code ablesen, um nachzuweisen, daß ich menschlich bin und jetzt muß ich Pizza, Kaffee oder Bier aussuchen (auf Bildern), was oft nicht funktioniert. Als Autor wird Dich das nicht betreffen. 😉

  25. Und wieder ein Monat rum nicht ohne einen einzigen lauffreien Tag für Dich. Viele schöne Naturimpressionen sammelst Du auf Deinem täglichen Weg. Möge es noch lange so für Dich weitergehen.
    Alles Gute und
    lieben Gruß
    Kornelia

  26. Natur und Täglichlaufen bilden eine kongeniale Kombination für mich. Ohne die Natur hätte ich diesen Weg nie in der Form beschreiten können.

    Alles Gute,

    Marcus

  27. Beata Says:

    Lieber Marcus,

    der Frühling zieht für Dich alle Register. War wie immer schön zu lesen. Bei Dir scheint die Natur noch in Ordnung zu sein. Kein Wunder, daß Du täglich hinaus willst. Ich gratuliere Dir herzlich zu Deiner aktuellen Stufe, die Du aber nicht lange bekleiden wirst. Es geht weiter und weiter.

    Hoffentlich. Ich drücke Dir die Daumen!

    LG
    Beata

  28. Herzlichen Dank, liebe Beata. Die Natur ist hier keineswegs ungetrübt, im Gegenteil – aber das blende ich aus.

    Zumindest ist ein weiterer Tag wie Lauf vergangen und morgen setzt es sich hoffentlich fort.

    Alles Gute,

    Marcus

  29. Lieber Marcus,
    mit Deinem sprachlichen Talent verwandelst du das banale täglich Laufen in etwas Erhabenes. Irgendwie macht es das Täglichlaufen einzigartig und sinnvoll, wenn es sogleich im Kontinuum von Raum und Zeit verschwindet. Das Täglichlaufen wird so zu einem kleinen Beitrag zum ewigen Zeitenstrom. Damit eröffnest Du dem Bewußtsein die Tür einen Spalt breit und ermöglichst einen winzigen Blick auf die Ewigkeit, wenn auch um den Preis, die Vergänglichkeit zu spüren. Gerade jetzt, nachdem ich eine kleine gesundheitlichen Krise überwinden mußte, genieße ich die Lektüre und manches begleitet mich bei meinen eigenen täglichen Läufen.
    Mit Dank und besten Wünschen
    eichkatz

  30. Herzlichen Dank für Deine wunderbaren Worte, liebe Eichkatz. Ich muß gestehen, ich bin ein wenig überrascht, über dieses tiefe Verständnis, was sich dahinter verbirgt – in dieser sehr, sehr trefflichen Sichtweise. Denn letztlich ist es genau die meine. Ja, die Vergänglichkeit spüren – das verkörpert Täglichlaufen schon sehr intensiv. Manchmal zu intensiv.

    Deine Worte sind zu wertvoll, um ungeachtet in den Kommentaren zu verschwinden – mit Deinem Einverständnis würde ich sie in meinem „Wegweiser“ einfügen – vielleicht erlaubst Du mir das?

    Alles Gute,

    Marcus

  31. Lieber Marcus,

    klar darfst Du das. Es ist für mich eine Ehre.

    eichkatz

  32. Merci für Dein Einverständnis. Ich habe es soeben eingefügt – siehe Wegweiser. 🙂

    Alles Gute,

    Marcus

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