Alles wie gehabt

Das neue Jahr setzt sich fort wie es endete – mit einem: Fastunfall. Alles wie gehabt. Langweilig. Allein ich muß gestehen, mit einer derartigen Begebenheit an einem 31.12. – während meines traditionellen zweiten Laufes an Silvester – habe ich nicht gerechnet; schließlich sind zu jenem Zeitpunkt nur wenige Autos unterwegs. Wie dem auch sei. Heute setzte sich das Spiel fort – natürlich wie immer an der Örtlichkeit mit dem Stop-Schild. Freilich ebenso wie immer erhob ich meine Stimme und als Dank dafür, daß ich fast überfahren werden sollte, so drohte mir der Fahrer mit dem Arm. Das ist in der Tat starker Tobak. Was für eine Frechheit. Entsprechend ungehalten trat ich in die Wälder ein und versuchte, die autofahrenden Analphabeten zu verdrängen, was mir nicht wirklich gelang.

Vor meinem geistigen Auge tauchte jener kugelrunde Polizist auf, den ich einst bezüglich dieser Thematik ansprach und der mir verständnisvoll erklärte, daß sich das finanziell nicht lohnt, solche Verkehrsdelikte zu ahnden. Denn schließlich geht es der Polizei nicht um Verkehrserziehung oder dergleichen, sondern um die löblichen, monetären Aspekte dieser Delikte. Apropos Polizei, als Täglichläufer komme ich automatisch in den Genuß jene Exekutiv-Macht intensiv zu beobachten, für die augenscheinlich nur eine Regel im Straßenverkehr gilt – nämlich keine Regel. Und so fragte ich vor Jahren an dieser Stelle bereits – wer bewacht eigentlich die Wächter? Selbst die Polizeibeamten halten nicht an einem Stop-Schild (ein Beispiel von x) und aus dem Kontext heraus – kann ich meine Mitbürger durchaus verstehen, wenn sie es dem scheinbaren Vorbild gleichtun. Dennoch, ich persönlich bin nicht amüsiert, da solche Fährlichkeiten durchaus unangenehm für mein Täglichlaufen sind. Doch nichts wird sich in der Zukunft ändern – alles wie gehabt. Langweilig.

Werbeanzeigen

Kommentare sind geschlossen.