Täglichlaufen. Zwölf Jahre & Sechs Monate. Mein Halbjahresjubiläum.

Der schwarze Vorhang der Finsternis fiel über das verrinnende, seufzende Leben voller Gier hernieder, entfaltete seine grazile Anmut und wehte eindrucksvoll wie ungestüm im stürmischen Wind, sanft begleitet von Heerscharen an herab perlenden Regentropfen, die sich ungehalten ihren standesgemäßen Weg suchten. Die Schilfwälder verneigten sich demütig und ließen sich zärtlich streicheln, indessen am weiten Horizont jählings ein edler Bussard erhaben kreuzt und einen trockenen Hort aufsuchen wird. Versunken im allumfassenden, mentalen Nichts laufe ich und laufe in der abgeschiedenen Einsamkeit und gebe mich den gefühlten Empfindungen hin, die ich nicht in Worte kleiden will. Es gibt Momente im Leben, in denen wünscht man sich von Herzen, daß die zutiefst flüchtige Zeit innehält, in ihrem ungerührten Wesen, so daß die wertvollen Sekunden niemals vergehen mögen. Temporär einfrieren im strömenden, alles verzehrenden Fluß der Zeit. Freilich steht das Gros meiner Beiträge im Kontext Täglichlaufen, dementsprechend rede ich natürlich hier von Laufeinheiten, die nie hätten enden dürfen – wie der oben beschriebene Ansatz – und doch fanden und finden sie stets ihren unausweichlichen Schlußpunkt. So war es immer und so wird es immer sein.

Schilf

Wer behutsam in das kraftvoll wogende Wasser eines Sees hinab gleitet, die Augen schließt, um hernach langsam unterzutauchen, bricht in eine andere Welt auf, verläßt die altbekannte und nicht viel anders sind die ausgewählten Läufe in ihrem Charakter, von denen ich mir wünschen würde, sie mögen nie enden. Zwar handelt es sich nur um höchst banales Laufen und doch bin ich längst in einem anderen Weltgesang angekommen – insbesondere in einem fühlenden Rahmen. Und was könnte bedeutender sein? Aber nichts währt für immer und wie alles, vergehen auch diese raren, wunderbaren Augenblicke in meinem Dasein. Die endliche Lebenszeit verrinnt rasant und ist durch nichts aufzuhalten.

Tage und Menschen kommen und gehen. Was bleibt? Nichts. Wo ist die sogenannte Zeit nur geblieben? Erst scheinbar gestern vollzog ich meine gelebte Dekade – der EINE Tag im Täglichlaufen, sodann materialisierte sich der Tag von 12 Jahren Täglichlaufen, welcher mitnichten andauerte, denn auch jene Feierlichkeit ist seit langer Zeit in das Reich der Vergessenheit eingetreten. Verweht im endgültigen Sturm der melancholischen Reminiszenz. An die zahlreichen Jubiläen zuvor kann ich mich partiell kaum noch erinnern. Vergangen. Früher registrierte ich mein Täglichlaufen nicht wie heute, ich interpretierte es gleichgültiger und nahm das darin innewohnende Geschenk nicht im Ansatz wahr. Ja, dieser Weg war und ist ein permanenter Pfad der Reife, der persönlichen Entwicklung – das Täglichlaufen tangiert meine Persönlichkeit und ich selbst latent diesen meinen Weg. Vieles ist bewußt und noch mehr unbewußter Natur. Wenn es gelingt, das unbewußte zu gewahren – bewußt wahrzunehmen und zu schätzen, dann tritt der pure Genuß der Zufriedenheit ein, der die Läufe veredelt und somit seinesgleichen sucht.

Und der heutige Jubiläumslauf? Ja, heute triumphiert mein surreales Halbjahresjubiläum – Zwölf Jahre und Sechs Monate Täglichlaufen. Ich habe es mit immenser Freude vollzogen. Manch einer wird damit gerechnet haben, explizit jene Menschen, die mich persönlich kennen und mich tagtäglich beobachten und in meinem Laufareal erwarten. Nun, i c h selbst habe mir das nicht gedacht, daß ich derlei realisieren könnte – wie kann ich wissen, was morgen sein wird? Vielleicht lebe ich morgen nicht mehr – alles ist möglich. Staub im Wind. Entsprechend konzentriere ich mich immer nur auf den heutigen Lauf, alles andere ist Illusion; ein Gedankenspiel der Fragilität. Wie dem auch sei, wenngleich die realisierte Jahreshälfte nicht den Wert eines neuerlichen Jahres besitzen kann und darf – und doch, und doch noch viel kostbarer sein muß! – so handelt es sich demungeachtet um ein höchst wertvolles Ereignis für mich. Im Zeichen des fragilen Konstruktes der Gesundheit muß jeder einzelne Tag mit einer tiefen Wertschätzung geachtet werden. Ganz zu schweigen von jener Permanenz, die ich bis dato formen durfte.

Das gilt umso mehr, wenn ich mich an den Jahresauftakt besinne, der mit einem erschreckenden Paukenschlag begann und die Intention meines Täglichlaufen an den Rand des Abgrundes warf und auch vor wenigen Tagen erlebte ich Situationen, die möglicherweise für einen Schlußpunkt hätten verantwortlich zeichnen können. In beiden Fährlichkeiten zog ich die Damenwelt offenkundig gravitätisch an, welche in der Konsequenz erbarmungslos beschlossen, erste Annäherungsversuche gleich mit ihrem Auto zu versuchen – und wenn ich die „Attentate auf mein Leben“ nicht als Fastunfälle gewertet habe, viel hat damals nicht mehr gefehlt. Dieses Spiel endet nimmer mehr. Aber sind es nicht genau diese Momente, die sich intensiv einprägen?

Unzählige prachtvolle Begebenheiten durfte ich erleben und sehr viele von ihnen haben sich rigoros in mein Gedächtnis eingebrannt, aber lange nicht alle – während ich die negativen Situationen nahezu geschlossen aufzählen kann. Doch ist dies symptomatisch für mein Täglichlaufen, welches sich in einem besonderen Maße durch die Herausforderungen und Härten definiert. Nichts wurde mir geschenkt und solche etwaigen, törichten Geschenke wären zudem ohne Wert; denn wie könnte ich stolz auf etwas sein, was mir geschenkt wurde? Und ja, ich bin extrem stolz auf mich – daß ich heute hier verkünden darf, ich bin seit Zwölf Jahren und Sechs Monaten jeden einzelnen Tag gelaufen; ohne Ausnahme wandele ich bis heute auf dem Weg der Einzigartigkeit im gelebten Täglichlaufen. Selbstverständlich nicht immer mit Lust und Freude, Hingabe und Genuß – wer dies behauptet, weiß nichts vom Täglichlaufen – aber doch täglich mit dieser meinen Liebe zur Bewegung und zur meiner geliebten Natur. Ohne die einzigartige Natur gäbe es mein Täglichlaufen in keiner Weise, das muß ich an dieser Stelle wiederholt konstatieren, gleichwohl vertiefe ich die Thematik jetzt nicht weiter – in anderen Beiträgen ist dies bereits detailliert geschehen.

Täglichlaufen ist nur mein gelebter Ausdruck von der Liebe zur Natur, verbunden mit Respekt und Wertschätzung und der Bewegung – und damit zur körperlichen wie mentalen Gesundheit respektive Gesunderhaltung. Wie oft konnte ich früher nicht laufen, kausal bedingt durch gesundheitliche Wehwehchen, die immer wieder einmal auftraten; damals, als unregelmäßiger Läufer? Wie oft habe ich das bereits bedauert, daß ich nicht früher zum Täglichläufer wurde, aber das Leben geht seinen eigenen – nicht berechenbaren Weg – und dem muß ich mich gnadenlos beugen. Allein, wäre der initiale Auftakt früher eingetreten, hätte mich hernach auch der Geist des Täglichlaufens entführt? Ich bin geneigt anzunehmen, daß mein Lebensweg wenn auch nicht konträr, so doch anders verlaufen wäre. Optionen, die vertan sind, sind nicht reproduzierbar – das gilt im Übrigen auch für mein Täglichlaufen selbst – einen Stil in jener intensiv gelebten Art und Weise ist nur einmal im Leben realisierbar. Wer will, kann darüber sinnieren, was es für mich bedeutet, diese Philosophie noch weiter leben zu dürfen und wie hoch das Niveau der persönlichen Einstufung als „Kostbarkeit“ für mich sein muß. So sei es. Nichtsdestotrotz bin ich trotz all der Widrigkeiten tief mit dieser Konzeption verbunden, verwoben und möchte nicht einen Tag missen. Hier offenbart sich der gewichtigste Vorteil in diesem Stil – selbst Denken ist überflüssig geworden, um meine Intention zu leben – und parallel dazu, enttarnt sich hier der gewaltigste Nachteil, denn wie oben angedeutet, währt nichts für alle Zeiten und auch mein Täglichlaufen wird und muß seinen unabdingbaren Niedergang finden. Über jenen Tag der Herausforderung will ich heute nicht weiter sprechen, möge er fern sein oder nicht – bis dahin werde ich meine Philosophie der Zufriedenheit mit Hingabe praktizieren. Wie könnte ich auch nicht, ja, wie könnte ich auch nicht?

Nicht nur ich habe mich verändert in all der Zeit, nein, auch mein Laufareal ist ein anderes geworden – auch Flora und Fauna entwickeln sich und gestalten permanent ihren Lebensraum, den ich täglich mit Achtsamkeit besuchen darf. Kein Lauf ist jemals gleich. Es ist ein aufrichtiges Geschenk in der wunderbaren Natur jeden Tag laufen zu dürfen, an ihr partizipieren zu dürfen und wenn auch nicht als Bewohner, so doch als eine Art Gast in ihrem Heim zu weilen. Jeder Lauf ist neu, anders und verschieden – die empfindliche Wahrnehmung obsiegt indes nur für den sensiblen Beobachter. Und heute ist es nun soweit, erneut ist ein halbes Jahr vergangen – aufgesogen von der nicht minder berauschenden Kraft des flüchtigen Nichts, absorbiert für alle Zeiten – umso bedeutender der vorhin absolvierte Regen!Lauf von 14 Kilometern, bei insgesamt 3600 Jahreskilometern, der mit seinem grandiosen Finale einen stolzen Höhepunkt für mich bildet: Zwölf Jahre & Sechs Monate Täglichlaufen In Serie. Ohne Ruhetage. Ausnahmslos. Über alle Widerstände hinweg. Wohlan, heute wird gefeiert!

Abschließend halte ich lächelnd fest, daß es schon eine Ironie des Lebens ist, daß ausgerechnet ich dieses Jubiläum begehen darf – derjenige, der Laufen einst für eine exotische Krankheit hielt und keine 200 Meter ohne Pause geschafft hätte – läuft seit so langer Zeit täglich und hat gar die Erde dabei umrundet – auf die absolvierten Kilometer bezogen. Das Leben wandert wahrlich auf seltsamen Pfaden. Und die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Wohl wahr. So vergeht Tag um Tag und Jahr um Jahr. Vielleicht gelingt es mir, dreizehn Jahre zu vollenden; ich würde es mir wünschen, aber das ist natürlich kein Ziel. Doch wohin die nebulöse Reise gehen wird, wird sich zeigen. Mein Lied vom Täglichlaufen kann noch Jahre andauern oder zehn Tage. Ich kann mich nur der gnadenlosen Lehrmeisterin der Zeit unterwerfen. Allein, habe ich eine andere Wahl? Solange ich kann und darf, werde ich diese meine Liebe praktizieren und die Ballade mit Hingabe komponieren. Heute Abend werde ich diese Momentaufnahme im Täglichlaufen würdig begehen und auf Zwölf Jahre und Sechs Monate anstoßen und jene vergangene Phase geistig Revue passieren lassen, reich mit mannigfaltigen Erinnerungen, die in dieser Form niemals wiederkehren werden, welche sie umso wertvoller für mich machen. Gelebtes Täglichlaufen. Was habe ich dir nur alles zu verdanken? Ich lebe es, weil ich es liebe und liebe es, weil ich es lebe.

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48 Antworten to “Täglichlaufen. Zwölf Jahre & Sechs Monate. Mein Halbjahresjubiläum.”

  1. Glückwunsch und Respekt zu dieser beeindruckenden Leistung. Hut ab und weiter so.

  2. Vielen Dank, Joachim. Ich strebe freilich weiter.

  3. Herzlichen Glückwunsch zum weiteren sehr beeindruckenden Jubiläum ! Ja, die Zeit spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle. Oft denken wir, dass nur der Augenblick an sich zählt. Doch was wäre dieser eine Augenblick ohne die Vergangenheit. Was wäre Dein heutiger Täglichlauf ohne die 12 1/2 Jahre zuvor? Wäre er der Gleiche? Ich glaube nicht.
    Jeder, der regelmäßig läuft, erlebt viele schöne und außergewöhnliche Momente des Glückes und der Zufriedenheit, aber eben leider auch die Erlebnisse, auf die wir lieber verzichten würden.
    Mögen die glücklichen Momente immer die Oberhand behalten und Dir helfen, die nicht so guten Zeiten erhobenen Hauptes zu bestehen.
    Liebe Grüße und weiterhin alles Gute
    Kornelia

  4. Vielen Dank, liebe Kornelia. Tatsächlich nimmt die Zeit einen zentralen Punkt in meinem Täglichlaufen ein und das muß sie auch. Es ist bemerkenswert, wie rasant sie vergeht und deswegen ist der unbedeutende Moment von so gewichtiger Bedeutung. Und ja, ohne die gelebte Vergangenheit hätte der heutige Jubiläumslauf nicht in dieser Form stattgefunden – erst die Vergangenheit ermöglicht die Gegenwart.

    Würden die negativen Erlebnisse dominieren – so wichtig sie auch sind, so hätte ich mein Täglichlaufen längst beendet. Doch auch sie kann ich nur annehmen und über die schönen Ereignisse erfreue ich mich besonders, wie heute das große Reh im strömenden Regen.

  5. barfussoderlackschuhe Says:

    Auch von mir Herzlichen Glückwunsch!
    Ich finde es spannend, wie Du das tägliche Laufen beschreibst.
    Deine Sprache ist so wunderbar bildlich, dass ich fast den Eindruck hatte, mir vorstellen zu können, wie es sich anfühlt.
    Ich stehe noch ganz am Anfang des Laufens, jedoch merke ich, wie sehr es mir hilft, meinen Gedanken nach zu gehen und mich zu öffnen.

  6. Vielen Dank, Susanne. Du schreibst sehr treffend, „anfühlt“ – ja, das ist genau meine Welt. Fühlen, Empfinden – das ist Täglichlaufen (für mich). Verloren in der Einsamkeit und sich nur treiben lassen, im fühlenden Laufschritt in der Natur.

    Ich bedauere es heute, daß ich zu meiner Anfangszeit im Täglichlaufen meine Gedanken nicht festgehalten habe – Du bist da besser dran.

  7. Glückwunsch lieber Marcus zum 25. Halbjahresjubiläum! Auch wenn dies in Deinem Fall nicht mehr die ganz große Überraschung zu sein scheint: es ist großartig und bleibt alles andere als selbstverständlich. Möge Dir dieser Weg noch möglichst lange vergönnt sein. Prima, dass Dir zum Jubiläum ein Regenlauf möglich war.

    Alles Gute
    Dietmar

  8. Vielen Dank, lieber Dietmar. Wie wahr, wie wahr – von Selbstverständlichkeit ist hier keine Rede, auch wenn sich das immer so locker und leicht lesen mag. Es mag alles sein, aber nicht selbstverständlich. „25. Halbjahresjubiläum“ – so habe ich das noch gar nicht betrachtet; wenn das kein Grund zum Feiern ist (aber das werde ich sowieso heute ;)).

    Der Regenlauf war ein Traum heute früh – das war das Geschenk der Natur.

  9. Glückwunsch zu dieser Mega-Leistung!

  10. Vielen Dank, Markus. 🙂

  11. Herzlichen Glückwunsch zu ihrem besonderen Tag, an dem sie ihr Halbjahres-Jubiläum begehen konnten. Wie sie selbst schreiben, habe auch ich als Leser nichts anderes erwartet. Ihre Jubiläen und ihre Rückschauen dazwischen wirken konstant und lebendig. Scheinbar kann sie nichts aufhalten, was beeindruckend und vorbildhaft ist. Natürlich ist das hart erarbeitet und kleine Fallstricke können zum Ende führen, was ich ihnen nicht wünsche. Ich wünsche ihnen weiterhin eine stabile Gesundheit und leben sie ihr Täglich-Laufen als Vorbild so lange wie sie es selbst möchten. Das wünsche ich ihnen von Herzen.

    Herzlichst
    Richard

  12. Vielen Dank, Richard. Die scheinbare Konstanz ist auch für mich bemerkenswert, freilich handelt es sich nur um eine scheinbare Permanenz, die an den zarten, filigranen Fäden des Lebens befestigt ist. Zu starker und auch zu schwacher Wind vermögen sie zu durchtrennen.

    Wenn die Gesundheit weiterhin mitlaufen wird, so bin ich entschlossen, mich diesem Stil auch zukünftig mit Hingabe zu widmen.

  13. Lieber Marcus,

    herzlichen Glückwunsch zu 12,5 Jahre tägliches Laufen! Das ist unglaublich. Ich kann Dich verstehen, daß Dir die 10 Jahre wie gestern vorkommen. Der Alltag vergeht und Du sammelst Tag für Tag ein und fügst sie Deinem Konto hinzu. Wer erläuft sich schon solche Leistungen? Wer nicht auf Deiner Stufe steht, kann Deine Leistung gar nicht ermessen. Ich staune nur und bin sprachlos. Das Foto ist übrigens sehr stimmungsvoll, wie alle Deine Artikel. Danke!

    Bitte bleibe gesund und laufe weiter auf Deinem täglichen Weg. Noch viele viele Jahre, das wünsche ich Dir!

    LG
    Beata

  14. Vielen Dank, liebe Beata. Nicht nur der Alltag vergeht, das Leben selbst verrinnt dahin – hinein in die unendliche Endlichkeit. Ja, das ist unglaublich – allein im Kontext der Gesundheit betrachtet, das ist für mich erstaunlich und dann doch wieder nicht, weil nur wieder mein Denken bestätigt wird, daß der menschliche Körper für die Bewegung konzipiert ist.

    Ob noch viele Jahre folgen werden, weiß ich freilich nicht, aber ich hoffe doch, morgen wieder meine Natur besuchen zu dürfen.

  15. Mein lieber Marcus!

    Leider kann ich im Moment deinen Beitrag nicht in Ruhe lesen (Arbeit sei Dank!), aber ich möchte dir trotzdem zu deinem Jubi gratulieren!

    Hab dir ja gesagt, du schaffst das 🙂

  16. Vielen Dank, meine liebe Brigitte. Mir deucht, der Artikel wird nicht davon laufen – so wie ich morgen hoffentlich – und somit kannst Du ihn jederzeit lesen, wann immer Du möchtest. 🙂

    Wohl wahr; ich dachte das nicht.

  17. Lieber Marcus,

    WahnsinnsRESPEKT und herzlichen Glückwunsch zu 12 Jahre und 6 Monate DauerStreaken in Serie! Was soll ich da noch sagen? Für dich ein Kinderspiel, was aber keins ist und nur wer das selbst versucht, bekommt eine kleine Ahnung davon. Was du bisher geleistet hast, ist einzigartig und keiner kann das mal eben so nachmachen. Überholen geht auch nicht. :mrgreen: Deine blödsinnigen Fastunfälle könnten langsam aufhören, findest du nicht? Sei nur vorsichtig! Immerhin hast du ein Regenlauf gehabt, das tröstet!

    Jetzt auf die Zielgerade und nur noch 6 Monate und du hast 13 Jahre auf dem Laufbuckel! Sei vorsichtig und bleib gesund!

    MfG

  18. Vielen Dank, lieber Otto. Den Fastunfällen kann ich nicht entkommen, aber ja, die Vorsicht läuft stets nebenher. In der Tat, der gestrige Regenlauf war unbeschreiblich schön.

    Sechs Monate sind eine lange Zeit und an 13 Jahre Täglichlaufen denke ich lange nicht. Aber das schrieb ich vor einem Jahr im Kontext von 12 Jahren wohl auch.

  19. Ich werde in Gedanken heute abend mit dir feiern!

  20. Das habe ich bemerkt. 😉 Merci!

  21. Bravo, das ist wirklich eine herausragende Leistung! Nun aber auf in die nächsten zwölfeinhalb Jahre!

  22. Vielen Dank, Basti. Erneut 12 Jahre anzustreben, ist unrealistisch – doch hoffe ich, morgen laufen zu dürfen.

  23. Guten Abend Marcus!

    Ich nehme an, dass du den erklommenen Berg bereits wieder nach unten verlassen hast. Wohl gestärkt ;).

    An dieser Stelle nochmal – herzlichen Glückwunsch zu deinem Jubiläum! Ich kann es mir nicht im Ansatz vorstellen 12 Jahre und 6 Monate JEDEN Tag zu laufen. Wobei wir hier nicht von 2 km sprechen, sondern von einigen mehr. Eine gewaltige Leistung auf die du mit Recht stolz sein kannst. Ich bins auch ;).

    Ich wünsche dir noch ganz ganz viele Läufe. Möge das Ende noch in weiter ferne liegen. Nur wie du oben schriebst, es kann alles sehr schnell vorbei sein. Was wir jedoch nicht hoffen.

    Und dann bleibt mir wieder nur noch zu sagen – auf in den nächsten Monat!

  24. Vielen Dank, meine liebe Brigitte.

    So wird aus dem Abend der Morgen und der Jubiläumstag ist in die Vergänglichkeit eingetreten. Ja, den kulinarischen Berg hatte ich zu jenem Zeitpunkt bereits verlassen, soll heißen, ich habe den Abstieg gewagt. 😉

    Wenn ich diese gewaltige Summe lese, ist das auch ein wenig für mich unvorstellbar, aber schlußendlich handelt es sich nur um einen Tag; dann kam noch einer dazu und die Reihe wurde immer länger; viele kleine Teile ergeben das Gesamtbild – und aus Tage wurden Jahre. Mein Stolz ist umso größer, weil ich mich noch wunderbar an die Zeit erinnern kann, wo ich mit Laufen nichts anfangen konnte und entsprechend schlecht darin war. Das bewahre ich mir auch.

    Ich hoffe, daß die Reise im Täglichlaufen sich fortsetzen wird, aber diese Choreographie wird das Leben selbst schreiben.

  25. Lieber Marcus,

    meinen ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem 12 1/2 jährigen Jubiläum – ich habe heute ganz oft an Dich gedacht. Zu dicht liegen unsere Jubiläen, zu eng ist meines mit Deinem verbunden. Ohne dich wäre ich nie auf die Idee zu gekommen, täglich zu laufen, ohne dich hätte ich vieles nicht kennen- und fühlen gelernt. Dafür bin ich dir unendlich dankbar.
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen weitere wunderbare Täglich-Lauftage und Jahre. Bleib gesund und genieße jeden Tag!

    Viele liebe Grüße
    Petra

  26. Vielen Dank, liebe Petra. Ja, auch meine Gedanken waren gestern bei Dir, denn Dein Jubiläum (dazu mehr bei Dir) ist tatsächlich mit meinem verbunden, schon vom Datum her. Der 18. ist jedenfalls ein wunderbarer Startpunkt. 😉

    Wenn auch die Gesundheit sich zukünftig dem Täglichlaufen widmen wird, so hoffe ich, daß ich diesen meinen Weg noch ein Weilchen gehen darf. Dum spiro, spero.

  27. Lieber Marcus,
    Veränderung und das Erinnerliche, ja sie sind Bestandteile des Alltäglichen und damit auch Deines Tuns. Ich freue mich umso mehr, dass Du weiter unterwegs bist und Deine Runden ziehst. Der Mensch ist nun mal so, die negativen Dinge brennen sich für ewig ins Gedächtnis, aber das Selbstverständliche, das Gute verharrt nur für den Moment und bleibt uns dann für ewig verschlossen, die Filter der Erinnerung sind schon kurios.
    Die Natur hat sich bestimmt in den letzten 12 1/2 Jahren massiv gewandelt und nur mit einem photographischen Gedächtnis könntest Du reproduzieren in welchem Maße und mit welcher Langsamkeit der Wandel sich vollzogen hat, aber mit welcher Konsequenz?
    Ich wünsche Dir noch viele Monate und Jahre Freude und Motivation um Dein Laufen fortzusetzen.

    Salut
    Christian

  28. Vielen Dank, lieber Christian. Ja, die „Filter der Erinnerung“ arbeiten gleichermaßen kurios wie effektiv. Wobei mir – meinem Täglichlaufen sei Dank – ich die Konfiguration selbiger doch sehr viel positiver gestalten konnte.

    Der Wandel der Natur war in den vergangenen Jahren sehr extrem; manche Dinge registriert man erst nach Jahren und wieder andere springen sofort in das Auge. Und die allumfassende Gesamheit kann ich leider nicht geschlossen wahrnehmen; dennoch, ich bilde mir rein, relativ viel zu gewahren. Vor kurzem bekam ich Photos von meinem Laufareal, die 60 Jahre alt sind und was ich dort erspähte, das war freilich mehr als bemerkenswert. Morgen reise ich wieder in meine geliebte Natur und bis dahin, obsiegt die Vorfreude. 🙂

  29. Hallo Marcus,

    ich gratuliere dir zum respektablen Halbjahresjubiläum! Du hast den Kern deiner Denke gut nachvollziehbar formuliert, insbesondere wie leicht das vorbei sein kann. Wollen aber noch auf zahlreiche Jahre hoffen, die du deinem Konto hinzufügen kannst. Trotz der wahnsinnigen Leistung bist du auf dem Boden geblieben. Das gefällt mir!

    Bleib oben auf und so wie du bist und mach weiter!

    Gruß

    Thomas

  30. Vielen Dank, Thomas. So rasant laufe ich nun auch wieder nicht, um vom Boden abzuheben. 😉 Aber ja, ich laufe weiter täglich und hoffe natürlich auf weitere Läufe und ja, ich bemühe mich.

  31. Ich glaube an dich, die 13 packst du locker! Mit deiner Erfahrung darin!

  32. Danke, das freut mich. Ich glaube nicht – ich lasse mich überraschen, denn Erfahrung ist hierbei sekundärer Natur.

  33. Lieber Marcus!

    Endlich kann ich Dir zu Deinen 12 1/2 Jahren Täglichlaufen gratulieren. Herzliche Gratulation. Wozu ich Dir noch mehr gratuliere, ist Deine Robustheit. Das Du diese 12 1/2 Jahre so gut überstehen konntest, das ist ja wirklich nicht selbstverständlich.

    Allein im heurigen Jahre musste ich gestern wieder von vorne beginnen, weil ich einen Virus hatte, der einen Schüttelfrost in mir hervorrief, dass sich mein ganzer Körper zusammenkrampfte. Das volle 6 Stunden lang, danach hätte ich nach meinem Willen nach laufen gehen können, aber mein Verstand sagte mir, lass gut sein, deshalb geht die Welt nicht unter.

    Dir weiterhin viel Gesundheit und so viele Läufe wie Du Dir selbst wünscht und erhoffst.

    Alles Gute

    Quardian von der Munde

  34. Lieber Quardian,

    vielen Dank für Deine Gratulation, ich habe mich sehr gefreut. In der Tat sind die vergangenen Jahre alles andere als selbstverständlich; ich weiß jeden einzelnen Tag davon sehr zu schätzen. Die scheinbare „Robustheit“ gründet sich auf einen Mix von vielleicht einer gewissen körperlichen Grundkonstitution, aber noch viel mehr Glück, ein wenig Willen und was ich nicht verschweigen darf, ist die Tatsache, daß das Täglichlaufen die Gesundheit sehr positiv bedingt und beeinflußt.

    Von dem Virus zu lesen, der Dich gesundheitlich schwächte ist sehr betrüblich. Und auch wenn Du den Lauf hättest vollziehen können, so kann ich Dich nur loben, daß Du es nicht getan hast, denn dies wäre sehr kontraproduktiv gewesen und mit Sicherheit hättest Du Dir geschadet. Das ist es nicht wert – die Gesundheit steht über allem.

    Die Welt geht nicht unter deswegen, der Virus hoffentlich schon und möge bei Dir die Genesung einziehen.

    Alles Gute und liebe Grüße,

    Marcus

    P.S. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, daß ich Deine Seite in meine Liste der Empfehlungen aufnahm.

    • Lieber Marcus,

      auf keinen Fall habe ich was dagegen, dass Du mich in Deine Empfehlungen aufgenommen hast, ist eine große Ehre für mich.

      Leider ist mir einen Abend vor meinem Virus passiert, das ich beim Homepagebasteln aufs falsche Knöpferl drückte und dadurch ist mir mein gesamter Blog abgestürzt. Derzeit versuche ich alles zu retten, ansonsten muss ich auch mit dem von vorne beginnen. So wie beim Streak. Habe mich ja an das immer wieder neu beginnen schon gewöhnt.

      So will ich es auch in Zukunft handhaben, das tägliche Laufen ist bei mir vorausgesetzt, dass ich nicht krank bin, schon zur Gewohnheit geworden. Es gehört für mich wie das tägliche Zähneputzen zu meiner Körperpflege und es tut mir richtig gut.

      Der Virus hat sich zum Glück schon verabschiedet, aber die Genesung ist noch im vollen Gange.

      Dir weiterhin toi, toi, toi
      und wir lesen uns.

      Quardian
      von der Munde

  35. Lieber Quardian,

    merci für Dein Einverständnis. Das falsche Knöpfchen zur falschen Zeit gedrückt, geht leider sehr, sehr schnell. Einst habe ich auch ein halbes Jahr Täglichlaufen in meinen Laufaufzeichnungen verloren (1999) – durch einen PC Ausfall – und seitdem bin ich ein Großverfechter von Datensicherungen.

    Täglichlaufen als Körperpflege interpretieren? Meinen Respekt für diese Erkenntnis. Ich habe einige Zeit gebraucht, um das für mich in dieser Form zu verstehen. Aber so ist das Leben, die einfachen, banalen Erkenntnisse sind oft nicht leicht zu erlangen.

    Alles Gute,

    Marcus

  36. Lieber Marcus,

    nachdem mein Leben, wie jedes Leben aus ständigen Auf und Abs besteht, wird einem irgendwann der Kelch der Weisheit bzw. Erkenntnis gereicht.

    Der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier, sowohl im guten als auch weniger guten. Laufen in die Körperpflege einzubinden, sehe ich bei mir als absolute Pflicht, ansonsten würde ich mich unwohl fühlen und das will ich absolut nicht. Genauso schlecht würde ich mich ohne geputzte Zähne bzw. ohne tägliche Dusche fühlen.

    Nachdem ich ja bei keinem Marathonlauf oder sonstigen Laufveranstaltung mehr teilnehme, mache ich es so wie Du, nur für mich. Einfach nur zum Wohlfühlen.

    Wobei wenn ich spüre, dass es sich gut für mich läuft, werden es längere bzw. schnellere Läufe und wenn mein Körper mir sagt, hallo Du tust mir heute weh, wird es kürzer und wesentlich gemütlicher.

    Und wenn es mir ganz gut geht, können es zwei Läufe am Tag auch sein. Vorausgesetzt ich bringe es zeitmäßig unter. Mein Körper ist mein Boss, da hör ich ganz genau hin. Wenn mein Körper frisch und ausgeruht ist, ist es ja mein Geist auch.

    Willensstärkung ohne Gewöhnung ist ein Ding, dass nicht lange funktioniert, zumindest ist es bei mir so. Genauso würde es bei mir nicht funktionieren, wenn ich nur jeden 2. Tag laufen gehen würde, da wäre es mit der Gewohnheit und meinen Erholungsläufen schnell vorbei.

    Dir weiterhin ein fröhliches
    run4fun.

    Quardian
    von der Munde

  37. Lieber Quardian,

    manch einer bekam einen derartigen Kelch der Erkenntnis gereicht und nicht wenige haben ihn abgelehnt oder erst gar nicht wahrgenommen. Und manchmal nimmt man ihn wahr oder sogar an, ohne sich dessen bewußt zu sein – wie mein eigenes Beispiel vom Täglichlaufen zeigt. Nie wäre ich diesen Weg bewußt gegangen und doch darf ich das bereits so lange leben – für mich ist das ein einzigartiges Geschenk.

    Das Laufen nur zum Wohlfühlen zu praktizieren, ist schlichtweg eine wunderbare Intention und dazu nur auf seinen Körper hören und achtgeben und auf nichts anderes, ja, besser geht es doch gar nicht. Deine Gesundheit wird sich erkenntlich zeigen. Ich bin auch schon oft zweimal an einem Tag gelaufen, allerdings sind die letzten Läufe dieser Art schon ein Weilchen her – hernach werde ich meine Statistik diesbezüglich befragen.

    Das unregelmäßige Laufen war einst auch ein Teil von mir, aber das wirkte sich nicht unbedingt positiv aus – wenngleich es mir die Laufliebe offenbart hat und am Ende mir den Weg wies – auf den Pfad des Täglichlaufens.

    So oder so, Genuß, Gesundheit und Zufriedenheit (und noch viel mehr) sind alles Knospen an der gleichen Blume. In diesem Sinn, hege und pflege sie und schätze sie wert.

    Alles Gute,

    Marcus

  38. […] Aufgebrochen in eine Welt, in eine Zeit, die nimmermehr zurückkehren wird. Freilich feierte mein Halbjahresjubiläum in dieser Phase seine ureigene Gewichtigkeit, die ich nur unzulänglich in Worte gießen konnte. Zu […]

  39. […] lebt weiter und offenbart eine scheinbare Permanenz. Dementsprechend feierte ich mein Halbjahresjubiläum, welches in dieser Phase seine ureigene Gewichtigkeit besitzt, die ich nur unzulänglich in Worte […]

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