Feindbilder II

Sprachlos. Ja, mir fehlen die Worte. In unbeschreiblich schöner Nebelatmosphäre absolvierte ich heute früh meinen gewohnten Lauf, als ich plötzlich eine Entdeckung machte, die nur Sprachlosigkeit generiert. In der Tiefe des Waldes sah ich jeweils links und rechts des Weges mehrere Fernseher liegen, die dort entsorgt worden. Fernsehgeräte! Partiell zerstört. Im lieblichen Forst! Ich muß an dieser Stelle anmerken, daß man in meiner Stadt elektronische Geräte kostenlos entsorgen kann. Ich wiederhole, K O S T E N L O S. Aber nein, da macht sich jemand die „Mühe“ und bringt sie in den Wald. In den Wald! In die Heimat, in das Heim von vielen Tieren. Ganz ehrlich, mir fehlen die Worte, ob dieser Erbärmlichkeit.

Ich frage mich, was in dem Kopf dieser jämmerlichen Verbrecherkreatur vorgeht? Von einem Menschen spreche ich bewußt nicht; jenes unsägliche Wesen zählt zum niedrigsten, primitivsten Bodensatz der menschlichen Gesellschaft überhaupt, ohne jedwede Anzeichen von Restintelligenz, Bewußtsein oder Verantwortung. Noch niedriger kann man nicht sinken. Ja, das sind wahre Feindbilder für mich. Und das fatale ist, derlei kommt immer wieder mal vor. Wie sagte einst Albert Einstein? Die menschliche Dummheit ist unendlich!? Ein Irrtum, die Wahrheit ist noch viel, viel trauriger.

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