Tanzende Sturmreiter der genußvollen Entfaltung

Die bereits von mir erwähnten herbstlichen Sendboten wurden allesamt zurückbeordert, stattdessen zog der würdige Tross des omnipotenten Witterungsregenten in die liebreizenden Haine ein und der Truchsess persönlich bestieg einstweilen den Thron der allumfassenden Wettergewalt – bis dereinst der frostige Winter höchstselbst das kostbare Zepter der Witterung übernehmen wird. In der logischen Folge erlebte ich einen Temperatursturz, so daß ich innerhalb weniger Tage eine Reduktion von 25 °C auf 07 °C akzeptieren mußte. Nach einem Lauf führte ich vor kurzem mit einem Nachbarn ein Gespräch, währenddessen ich eine lebende Dampfsäule spielte. Welch Wandel! Der Wandel der Jahreszeiten, den ich stets ein wenig wehmütig begehe und doch, ich freue mich und harre der neuen Jahresebene, die sich nun reiz- wie genußvoll entfalten wird. So sei es. Weiterhin hat jetzt die Phase begonnen, in der ich von den Passanten nicht mehr ob meiner täglichen Präsenz wahrgenommen werde, sondern auf Grund meiner Bekleidung.

„Der läuft ja in kurzen Sachen!“. Unerhört! Wie kann ich nur bei sieben Grad in kurzer Bekleidung laufen? Doch halt, wie sehen jene aus, die das sagten? Wie sind sie gekleidet? Ohne Worte. Und dort! Eine Laufgruppe – ein schweifender Blick genügt mir und ich weiß sofort, daß ich es mit Sportlern aus dem sibirischen Austauschprogramm zu tun habe: Mütze, Jacke, lange Hose und Handschuhe. Was sagte das Thermometer? Sieben Grad. Der Kalender? Oktober. Ohne Worte. Ich gestehe, ich freue mich jetzt schon auf die Blicke, wenn ich bei -03 °C in kurzer Hose und T-Shirt laufe. Lieber Heinrich Heine, du hast so Recht: „Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet…“.

Ein rauschender Wind peitscht beharrlich durch das Leben, etabliert Blätterstürme, reißt sie mit sich, hoch hinaus tragend – um sie dann gelassen hernieder gleiten zu lassen. Eine Choreographie der fragilen Lieblichkeit. Die prächtigen Wälder bieten indes eine farbenfrohe Melange allenthalben, derweil sie gleichzeitig jedwede Pfade knisternd mit Blättern ausstaffieren, die längst dem Tod anheim gefallen sind. Hier und dort hat ein riesiger Baum sein Leben ausgehaucht, wieder einmal. Ich genieße die kraftvolle Intensität des Herbstes und übertrage sie bedingungslos auf meinen Lauf und lebe auf. Während meine Augen schweifen und ich die Mannigfaltigkeit der Natur aufsauge und tief fühlend interpretiere, frage ich mich, wie viel Bäume ich in den letzten Jahren habe sterben sehen. Leben, um zu sterben. Plötzlich zieht ein Gedicht in meinem Geist vorbei, die Bäume dienten als Herleitung und als preußischer Täglichläufer kann ich nur noch schmunzeln.

Das Examen

Als Preußen erworben die Pollackei,
da war sie nur Heide und Wüstenei,
und Oberförster fehlten so sehr;
da nahm der Fritz Offiziere her,
Altgedient, Invaliden auch,
die mußten lernen des Amtes Brauch;
dann hat er selber sie inspiziert,
und wer bestand, war examiniert,
der ward als Oberförster bestallt
und hatte sein Leben im grünen Wald.
Vor dem Examen hat manchem gegraut,
der ruhig dem Tode ins Auge geschaut!

Ein Kürassier, ein Zorndorfer Held,
ward auch, auf Probe, so angestellt!
Wohl schöner ein Sturm auf die Batterien,
als Holzverkaufen und Föhren ziehn!
Doch hat er ein Weib und der Buben drei,
nur schmales Gehalt, das reicht kaum für zwei.
Nun harrt er des Königs, sein Herz ist schwer;
Da rasselt von ferne die Kutsche einher.
Herr Pfund, der Kutscher im Tressenrock,
sitzt würdevoll und ernst auf dem Bock.

Der König sieht lange ihn forschend an,
durch und durch, wie der Fritz es nur kann.
„Wieviel Bäume hat Er in seinem Revier?“
„Zwei Millionen sechshundert und vier!“
„Stimmt’s auch?“ – Der Fritz eine Prise nimmt.
„Majestät lasse zählen, gewiß, es stimmt!“
„Herr Oberförster! Er weiß Bescheid!
Pfund, fahr‘ Er zu, ich hab‘ keine Zeit!“

(Georg Joseph von Kries)

Ja, ich laufe lachend zu, gleichwohl ich die Idee im Kontext einer etwaigen Feststellung der Anzahl der Bäume verwerfe. In der Ferne ziehen die graudunklen Wolken am Horizont in die Vergänglichkeit. Blaue Fenster entstehen im Nichts, zollen den Sturmreitern ihren Tribut und verbergen sich scheu vor der strahlenden Sonne. Und Mutter Sol? Sie konzentriert sich vollends auf einen edlen, stolzen Bussard, der hoch oben in der Baumkrone thront – sein weißer Bauch leuchtet erhaben weit in die Welt hinein. Ich selbst bin von diesem wunderbaren Wesen entzückt wie fasziniert. Mittlerweile intensivieren sich die ungestümen Sturmböen mehr und mehr, wenngleich der Regen leider ausbleibt. Mit überragender Stärke scheinen sie mich am Weiterlaufen hindern zu wollen, doch gelingt ihnen das freilich nicht. Jeweils für einige Meter schließe ich meine Augen und lasse mich treiben, vernehme nur noch das allgewaltige Rauschen der Böen. Und fühle. Was für ein Lauf! Was für ein Tag! Genuß par excellence.

Die verlassenen Wälder laden ein zum Tanz der greifbaren melancholischen Einsamkeit und diesem Tanz gebe ich mich nur zu gerne hin. In der Abgeschiedenheit mein Täglichlaufen zu praktizieren, ist eine besondere Gnade. Wobei das Laufen nur von sekundärer Natur ist, Genießen mit allen Sinnen und mit dem Herzen fühlen, steht im Vordergrund. An zahlreichen Örtlichkeiten im tiefen, partiell unzugänglichen Forst erkenne ich die Aktivitäten einer gut befreundeten Familie. Wir sind im Geiste verbunden, schließlich agieren wir mit gelebter Hingabe – ich mit meinem Täglichlaufen und Familie Schwarzkittel mit kompetenten Tunnelbau. Für einen unbedeutenden Moment wird meine geliebte Einsamkeit doch noch konterkariert. Zwei Nordic-Walkerinnen manifestieren sich aus dem Nichts heraus; unverzüglich weichen die Damen nach links wie rechts aus, ich laufe zwischen beiden hindurch, grüße und wünsche lächelnd viel Spaß, welches die Sportlerinnen sehr freundlich erwidern.

Ich passiere den Auftakt meines Dammes, der im goldenen Sonnenlicht den windigen Kräften trotzt. Unmittelbar im Fokus des konzentrierten Lichtes wirkt die Natur wie im schönsten Sommer, aber je weiter die Strahlen in den Hain dringen, desto mehr verlieren sie an Deutlichkeit; entsprechend das farbintensive Grün, welches in diversen Schattierungen dunkler und finsterer wird. Ein Symbol für den Wandel des Lebens, Sommer und Winter in einem temporären Augenblick der Existenz vereint. Bevor sich dieses fragile Konstrukt endgültig auflösen wird, verlasse ich den Wald mit großen Laufschritten; ich lasse mich von den rauschenden Böen mitreißen. Der heutige Lauf war ein wahrer Traumlauf, allein belebender Regen hätte dieses Geschenk krönen können. Mein lieber Herbst, ich heiße dich von Herzen willkommen. Täglichläufer! Lauf Er zu!

48 Antworten zu “Tanzende Sturmreiter der genußvollen Entfaltung”

  1. Lieber Marcus,
    das Gedicht war neu für mich (bin Westfale). Geschmunzelt habe ich gleichwohl. Der Herbst schenkt uns eine spannende Zeit, egal wie das Wetter wird. Wegen der kurzen Laufbekleidung durfte ich gestern auch schon einige zweifelnde Blicke genießen. Es waren satte 12 °C und ich bin gelegentlich ordentlich ins Schwitzen geraten. Gut, bei Nichtläufer verstehe ich schon, dass sie es nicht verstehen. Ansonsten soll es jeder so halten wie er möchte. Ich für mein Teil werde mich allerdings „anständig“ anziehen, wenn es mir tatsächlich zu kalt wird. War gestern 2:20 Std. unterwegs. Wenn es deutlich kälter wird, dann werde ich mich bei solchen Läufen auf die Temperaturen einstellen müssen. Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Dietmar

  2. Lieber Dietmar,

    als Täglichläufer von Preußens Gnaden 😉 zähle ich „Das Examen“ zu meinen Lieblingsgedichten, freilich ist das nicht ganz ernst zu nehmen (schon damals nicht).

    Um bei dem preußischen Grundgedanken zu bleiben, Friedrich II. (der alte Fritz) sagte einst: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“. Das entspricht auch meinem Denken. Ergo ist mir egal, was jeder trägt oder nicht. Aber wundern – tue ich mich schon oft. Zumal ich bei diesen Beispielen mich immer frage, was diese Personen dann im wirklichen Winter tragen? Die Verhältnismäßigkeit sollte gewahrt sein. Nun gut.

    Ich nehme an, Du wirst Deinen gestrigen Lauf in einen Bericht gießen?

    Lassen wir uns überraschen, was der Herbst noch bieten – und wie der Winter werden wird.

    Ich wünsche Dir ebenfalls ein herrliches Wochenende.

    • Marcus ich komme mit dem Schreiben zeitlich einfach nicht mehr nach. Ist ja eigentlich ein gutes Zeichen. Seit Montag habe ich als Entwurf einen kleinen Laufbericht stehen. Aber nicht einmal das habe ich bisher abschließen können. Zur Zeit ist fast jeder Lauf ein „Ereignis“.
      Liebe Grüße
      Dietmar

      • Tja, die liebe Zeit. Ich habe meine Frequenz auch verringert, früher habe ich hier in der Regel zweimal pro Woche etwas veröffentlicht – derzeit sieht das anders aus.

        An dieser Stelle wünsche ich Dir ruhige Minuten, genieße die ereignisreichen Läufe und einen wunderbaren Sonntag.

  3. Hey Marcus, dein Streakeroutfit ist beeindruckend, besonders im Winter. Mit deinem Hintergrund kannst du dich aber nicht mit *Otto :mrgreen: NormalLäufer* vergleichen. Du lebst dein Streaken mit Abhärtung. Das kannst du nicht mit anderen gleichsetzen. In jedem Fall gibst du ein coolen Anblick ab. :mrgreen:

    Dein Laufbericht ist mal wieder allererste Sahne! Thx dafür! Tipp: drucken und auf Papier lesen. Super Fotos, aber wo ist die Farbe hin?

    Keep on STREAKrunning

    MfG

  4. Ich setze mein Handeln nicht mit anderen gleich, das fällt mir gar nicht ein. Doch Registrieren und Wundern muß erlaubt sein.

    Papier ist eben Papier. Und die Farbe? Das Internet ist schwarzweiß geworden. 😉

  5. ps: Cooles Gedicht! :mrgreen: Wo du das immer her hast!

    Super WE!

  6. Gell? Tja, wir Preußen. 😀

  7. Der Herbst ist die Jahreszeit, die Deiner dramatischen Worte am besten gerecht wird. Der Herbst ist einfach eine schöne Jahreszeit mit viel Abwechselung und Veränderung in der Natur und die Pracht der Farben steht uns erst noch bevor.

    LG Volker

  8. Die Farbenpracht ist bereits jetzt von erschlagender Natur; sie stimmt auf die „dunkle“ Jahreszeit ein, die schlußendlich gar nicht finster ist. Ich liebe jede Jahreszeit, aber in den Momenten des Wandels blicke ich wehmütig zurück.

    Ich hoffe, Du kannst den Herbst bald laufend genießen.

  9. Mein lieber Marcus!

    Bei dir vollzog sich der Temperatursturz binnen einiger Tage, was schon schlimm genug ist. Hier jedoch über Nacht. Am Donnerstag konnte man draussen sogar noch schwimmen, am Freitag war es dann schon bitter kalt. Heute war der Berg komplett zu geschneit. Nicht bloss angezuckert, sondern richtig viel Schnee. Das war dann doch ein bisschen zu schnell. Vorallem wo ich diese kalten Jahreszeiten eh nicht mag.

    Schön ist es zu lesen, wie sehr du eigentlich jede Witterung magst. Gut, uns bleibt eh nix andere über *lach*.

    Ein Wort hat mir besonders gefallen; du betitelst Walkerinnen als Sportler! Das finde ich sehr gut.

    Pass bloß auf wegen der Wildschweine! Aber wem sag ich das.. 😯

  10. Ja, das ist in der Tat ein wenig „erschreckend“, wie rasant der Herbst seinen Thron bestiegen hat, meine liebe Brigitte. Auf Schnee darf ich hier noch etwas warten, ich nehme an, der wird erst Ende November folgen. Schaun mer ma, dann sehn ma scho – alte preußische Weisheit. 😉

    Exakt. Du kannst das Wetter lieben. Du kannst das Wetter hassen. Und was sagt das Wetter zu alldem? Mir egal! 😯

    Natürlich sind es Sportlerinnen. Sport bedeutet für mich nur eine Einstellung und das beginnt im Kopf. Ich kenne „Sporthelden“, die für mich keine Sportler sind.

    Bei den Wildschweinen bin ich sehr beliebt; außerdem strebe ich die Ehrenmitgliedschaft an. 😀

  11. Natürlich ist es dem Wetter wurscht, aber mir ned *lach*.

    Ich liebe den Sommer und hasse den Winter.

    Noch eine Ehrenmitgliedschaft? 😯 Nicht schlecht, nicht schlecht.

    Was ich noch sagen wollte, wieso fallen dir immer Gedichte ein? Gedichte die kaum jemand kennt? Sag ich mal so salopp.

  12. Natürlich ist es dem Wetter wurscht, aber mir ned *lach*.

    Mir egal – denkt das Wetter. 😀 Und ohne Winter keinen Sommer – das ist das Leben.

    Ja, die prüfen noch den diesbezüglichen Antrag (der aber nicht von mir kommt).

    Das ist eines meiner Lieblingsgedichte und während meines Täglichlaufens lasse ich in der Regel die Gedanken schweifen – wenn der Rahmen stimmt – und die Herleitung ging zügig vonstatten. Aber die niemand kennt? Das kennt hier jeder. Oder auch nicht. 😉

  13. Ach es soll schon Länder ohne richtigen Winter geben *g*.

    Na dann bin ich aber gespannt, wielange die Schweine noch auf sich warten lassen.

    Gut, Preusse bin ich keiner, darum kenn ich das auch nicht. Hättest du schon zu beginn deiner Täglichlauferei begonnen die Bäume zu zählen, wärst du sicher schon durch.

  14. Dann sind es keine richtigen Länder. *lacht*

    Wahrscheinlich muß ich dann ein Grunz- und Tunnelbau Examen bestehen.

    *herzlich lacht* Der war gut. Ich habe mich vor zwei Jahren verzählt, darum mußte ich von vorn beginnen… 😯 🙄 😀

  15. Am Grunzen haperts oder?

    Opps, das tut mir aber leid, das wusste ich nicht. Jetzt musst du noch mal 8 Jahre laufen damit du fertig wirst! 😯

  16. Jein. Adäquat Grunzen und gleichzeitiges Wühlen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich mich weitere acht Jahre dem Täglichlaufen hingeben werde.

  17. Achso ja – du bist ein Mann!

    Na ich mir schon, warum sollst du das nicht schaffen?

  18. Korrekt. Die Subspezies „Mann“ ist eben in einem besonderen Maße unzulänglich und nicht im Ansatz Multitaskingfähig. Es ist schon erstaunlich, daß „Mann“ gleichzeitig reden und sich bewegen kann. 😉

    Nochmals acht Jahre? Nein. Das ist schlichtweg unmöglich.

  19. **Nochmals acht Jahre? Nein. Das ist schlichtweg unmöglich.** Unsinn! Du hast 10 gepackt! Was sind da noch 8?

  20. Das hatten wir erst vor kurzem, Otto. Bei der Konzeption kann man nicht einmal zwei Tage überblicken; ganz zu schweigen von Unwägbarkeiten, die Jahre tangieren. Ich weiß auch nicht, ob ich nochmals acht Jahre Täglichlaufen W I L L.

  21. DocRunner Says:

    Lieber Marcus,

    besser kann es nicht in Worte gekleidet werden, was binnen weniger Tage sich ereignet hat. Der richtige Herbst ist da und hat den Spätsommer vertrieben. Kein schwitzen mehr und endlich wieder Wind und Regen, ja ich hatte heute Regen und was für einer, alle Arten durfte ich erleben und habe sehr an Dich gedacht, insbesondere als der Wind mir den Regen horizontal ins Gesicht trieb. Ich habe laut gelacht und die Arme ausgebreitet um dem Regen noch mehr Angriffsfläche zu bieten, es war grandios 😉
    Bäume zählen? Das überlass denen, die sie absägen, denn sie sind tumb genug für solche Aufgaben, mit Verlaub.

    Salut und ein wunderschönes Wochenende mit hoffentlich noch mehr Sturmregen

    Christian

  22. Lieber Christian,

    der Regen sei Dir gegönnt, wenngleich ich mit neidvollen Gedanken Deine Antwort lese. 😉 Hier regnet es nur noch in der Nacht und ich gestehe, nur für einen zweiten Lauf mich nochmals in der Nacht in die Wälder zu begeben, fehlt mir ein wenig die Lust. Zumindest solange, bis ich einen mehr als grandiosen Grund finde.

    Ich habe mich an die neuerliche Frische noch nicht gewöhnt, aber die befreiende, entfaltende Kraft, die damit einhergeht, weiß ich sehr zu schätzen. Kraftvolles Laufen heißt dies in der Konsequenz.

    Ich habe laut gelacht und die Arme ausgebreitet um dem Regen noch mehr Angriffsfläche zu bieten, es war grandios 😉 Was für ein wunderbarer Satz, jenen muß ich herausheben. Vielleicht habe ich demnächst auch das Glück – immerhin funktionieren meine Regentänze, wenn auch nicht im Nahbereich.

    Ich bin jedenfalls wieder engagiert dabei – beim Bäume zählen.

    Vielen Dank für Deinen Sturmregen und Dir wünsche ich einen grandiosen Sonntag, ebenso mit Sturmregen!

  23. Lieber Marcus,

    es ist wirklich schön, den Wandel der Jahreszeiten zu beobachten. Ich freue mich jetzt auch richtig auf den Herbst.
    Und ob du es glaubst oder nicht – sogar ich Frierkatze bin bis jetzt noch bei kurzen Laufhosen geblieben – heute hatte ich sogar mal ein Laufröckchen an… 😀
    Man muß nicht gleich beim ersten kühlen Wind auf Handschuhe und Mütze umschalten.
    Das Gedicht ist übrigens köstlich!
    Viele liebe Grüße
    Petra

  24. Liebe Petra,

    wir Täglichläufer sind schon gut dran, gell? Täglich den Wandel zu beobachten, zu fühlen – einfach nur traumhaft schön.

    „Frierkatze“. *lacht* Der Ausdruck gefällt mir – paßt aber nicht, wie Deine Antwort und Dein Handeln beweisen. Wie viel Grad sind bei Euch so? Heute werde ich wohl bei 05 °C laufen. Allein der Regen wird fehlen. Wie immer.

    Ich wünsche Dir einen herrlichen Sonntag. 🙂

    • Doch, lieber Marcus – es stimmt leider. Ich friere immer sehr schnell. Deshalb hat wohl meine Oma auch diesen Begriff „geprägt“ 😀
      Allerdings bin ich beim Laufen jetzt etwas „mutiger“ geworden – und siehe da – es geht!
      Heute waren es bei uns so etwa 10° und herrlicher Sonnenschein. Da macht das Laufen Spaß! (natürlich wieder in kurzen Hosen, nur das Shirt war langärmlig)
      Ich wünsche dir eine tolle Woche!
      Viele liebe Grüße
      Petra

      • Na gut, liebe Petra. Jeder Mensch ist eben anders; aber man kann sich an viel gewöhnen, wenn man denn will.

        Der Sonnenschein ist hier verschwunden. Dunkler geht es nicht mehr. Und viel, viel Regen. Meine Welt. Wenn ich in meinem letzten Laufbericht „grandios“ schrieb, so ist das nichts, aber auch gar nichts gegen den heutigen Lauf – ohne Worte! Nur erstaunlich, daß doch einige Menschen in meinem Laufareal unterwegs waren, während bei Sonnenschein niemand lustwandelt. Verkehrte Welt!?

        Ich wünsche Dir eine herrliche Woche. 🙂

  25. Lieber Marcus,
    gestern bin auch ich noch in kurzer Laufkleidung gelaufen. Doch heute bei gerade mal 5 Grad habe ich dann doch die lange Hose und das langärmelige Shirt bevorzugt. Aber Mütze und Handschuhe bleiben noch wo sie sind.
    Trotzdem ist es herrlich, bei dieser Witterung laufen zu dürfen. Eine Wohltat, ein Genuß, ich kann es Dir sehr wohl nachempfinden. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir es so genießen können.
    Wünsche noch ein genußreiches Wochenende!
    Liebe Grüße

    Kornelia

  26. Liebe Kornelia,

    jeder kann, muß und darf das tragen, was er oder sie will. Das steht außer Frage. Wie gesagt, ich wundere mich nur, wenn manche Läufer sich jetzt kleiden wie bei -15 °C – da stellt sich die Frage, was sie bei wahrer Kälte tragen?

    Ich lief heute bei 06 °C und das war schlichtweg grandios – ich bin regelrecht durch die Wälder „geflogen“. 😉

    Auch Dir wünsche ich einen herrlichen Sonntag.

    • Die, die jetzt schon mit Mütze und Handschuhen etc. laufen, bleiben wahrscheinlich bald schon ganz Zuhause 😉 Ach wie schön, dass Du Deinen heutigen Lauf sooo genießen konntest. Das lese ich doch sehr gerne!
      :))

      • Wie wahr – Schönwetterläufer eben, der „Saison“ unterworfen. 😉

        In der Tat war mein Lauf erneut ein wahrer Genuß; und die Einsamkeit war heute absolut. Von zahlreichen Tieren abgesehen, beispielsweise meckernde Eichelhäher. Ich hoffe, daß Dein Lauf ähnlich schön gewesen ist. 🙂

  27. Richard Says:

    Ich bedanke mich für ihren heiteren und überaus kurzweiligen Laufbericht. Ihr Täglich-Laufen ist einzig, aber ihre Fähigkeit Erlebnisse kunstvoll in Worte festzuhalten, ist nicht weniger einzigartig. Laufen sie bitte noch lange täglich. Das schreibe ich in meinem eigenen Interesse als erwartungsfroher Leser.

    Herzlichst
    Richard

  28. Ich freue mich, wenn meine Berichte bei Ihnen positiven Anklang finden. Und ich kann Ihnen versichern, Richard, daß ich mich nach Kräften und von Herzen bemühen werde, mein Täglichlaufen auch zukünftig zu praktizieren.

  29. Ja der Herbst, endlich endlich ist er da! Wind, s
    Sonne, Regen, angenehme Temperaturen, millionen verschiedenster Farben, Nebel, herrliche Gerüche und Geräusche – kurz, die Läufers mit Abstand schonste Jahreszeit!

    Danke für’s mitnehmen durch deinen Forst und über deinen Damm, ich schloss die Augen und lief neben dir…war das schön!

    Ich wünsche dir eine wunderbare Woche und hoffentlich bald mal wieder einen traumhaften Rehenlauf, von welchen du ja in diesem Jahr leider etwas wenig hattest….vielleicht ko mt es ja noch?

    Ich würde es mir für dich wünschen,
    Steffen

  30. Mittlerweile geht der Herbst hier mit Dunkelheit und Regen einher oder mit anderen Worten – ohne Worte. Ich hatte nun zwei Regenläufe in Folge und mir fehlen die Worte, ob dieser Gnade.

    Zwar war ich versucht, einen Regenlaufbericht zu verfassen, aber wozu? Derlei kann man nicht in Worte kleiden. Die Statistik vermeldet folgende Anzahl an Regenläufen:

    2010 – 42
    2011 – 22

    Fazit – ein trockenes Jahr.

    Möge der Regen anhalten; ich wünsche Dir ähnlich grandiose Bedingungen – eben Genuß pur. 🙂

  31. Endlich WE! Ich wünsch dir ein schönes!

    Von dir was neues zu lesen wäre nicht schlecht! :mrgreen: ^^

    MfG

  32. Merci und ebenso.

    Mein Reden. Ich warte täglich auf eine Aktualisierung der Seite – vielleicht sollte der Autor weniger Täglichlaufen und sich mehr der Schreibkunst hingeben!? 😉

  33. Hallo Marcus, auch ich habe in den letzten Wochen meine ersten Hrbstläufchen hinter mich gebracht und freue mich auch auf die kommenden. Ich hoffe ein wenig, dass es nicht zu schnell sehr kalt wird, denn wie schon deine Begegnungen mit der „Sportlergruppe“ andeuteteten ist die Jahreszeit für Weicheier wie mich gekommen um die kuschellaufsachen aus dem Schrank zu kramen. Ich muss allerding sagen, dass ich es schon auch ein wenig genieße wenn ich eingepackt bin und der kühle Herbstwind mein Gesicht streichelt. Ich freue mich an der sich verändernden Natur und genieße die Farbenfrohe Welt um mich herrum. Ich laufe dann tief in Gedanken versunken und merke oft nicht wie ich eigentlich viel zu schnell für meine angestrebte wegstrecke bin, da ich momentan nicht ganz so fit bin wie noch im Frühjahr.Aber ähnlich wie auch Du nehme ich den Wandel der sich im Moment sehr schnell und sehr deutlich vollzieht wahr und bin gespannt wann die ersten schneeflocken auf meinem Gesicht zu schmelzen beginnen und den nahenden Winter einleuten.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Sonntag
    Liebe Grüße aus dem schönen Potsdam:

    Marcel

  34. Dieser Laufbericht bezieht sich zwar auf den Herbst, aber die Realität hat den Grad der Aktualität höchst engagiert in die Vergangenheit verbannt. Mittlerweile ist der Winter eingezogen; entsprechend waren meine letzten drei Läufe der Kälte geschuldet. Daß der Wechsel so rasant vonstatten geht, wagte ich nicht anzunehmen.

    Da wir uns persönlich kennen, darf ich hier meine Einschätzung schreiben und jene besagt, daß ich Dich nicht für ein Weichei halte. Weichei klassifiziere ich anders. Und sich ordentlich zu kleiden, ist doch richtig. Aber wer sich bei 10 Grad kleidet wie andere bei -30 Grad – da wundere ich mich. Alles, was man übertreibt, wandelt sich in Traurigkeit.

    Das (mentale) Versinken während des Laufens ist bei mir derzeit ähnlich. Die belebende Kühle trägt viel dazu bei. Und die Zeit vergeht wie immer viel zu schnell – nicht nur beim Laufen.

    Der erste Schnee? Ich gebe mein Gebot ab und votiere für November (Mitte, vielleicht Ende). Die Sendboten sind da, der Regent wird folgen…

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend – noch scheint hier die Sonne – und eine angenehme Woche.

    Alles Gute,

    Marcus

  35. “ Alles, was man übertreibt, wandelt sich in Traurigkeit “ finde ich sehr genial.
    Mein Gebot für den ersten schnee in unserer Gegend ist in der 2. Novemberwoche. bin mal gespannt ob ich damit recht behalten werde.
    Dir eine schöne woche und viel Spass bei deinen Läufen.
    Liebe Grüße

    Marcel

  36. Lassen wir uns überraschen. Momentan läßt sich das Wetter nur schwer in die Karten schauen.

    Ich wünsche Dir ebenso viel Spaß. 🙂

  37. […] Gelebtes Täglichlaufen Das leben, was man liebt und lieben, was man lebt. « Tanzende Sturmreiter der genußvollen Entfaltung […]

  38. […] Leben, was bist du für ein Leben! 25.08.2011 Gefallene Liebe. Gefallenes Leben. Akt II. 08.10.2011 Tanzende Sturmreiter der genußvollen Entfaltung 02.12.2011 Der goldene […]

  39. Grins die Dialoge sind immer der Hammer 😀

  40. Schöne Dialoge, gell? 🙂

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