Oh Leben, was bist du für ein Leben!

Finsterste Wolkenformationen am Firmament als herbstliche Sendboten allenthalben, in Kombination mit Regen und zärtlichen Sturmböen und noch vielmehr; ja es läßt sich nicht leugnen, die natürliche Welt verströmt ihren herbstlichen Geruch. Bisher nur verhalten, aber er existiert – ich nehme ihn latent wahr. Erste Blätter werden gelb, tanzen elfengleich zu Boden, vergehen. Wohlan, es hat begonnen. Ich schweife visuell über die tiefdunkle Weite des Sees, der sich erhaben mit dem befangenen Horizont vereinigt. Überraschend fallen scheue Tropfen hernieder, schlagen in das ruhige Wasser ein, erzeugen nahezu unscheinbare sanfte Wellen, die gleichzeitig in alle Richtungen aufbrechen und sich in der Vergänglichkeit verflüchtigen. Der nasse Reigen wiederholt sich, intensiviert sich selbst. Es werden mehr und mehr, ich heiße den lieblichen Niederschlag mit einem zufriedenen Lächeln willkommen. Meine Welt!

Der endliche Moment im Dasein verdunkelt sich mit ungewöhnlicher Rasanz, der Tag wird scheinbar zur Nacht. Eine romantisch-melancholische Stimmung keimt in mir auf, durchaus den Witterungsbedingungen geschuldet. Ich ziehe im Laufschritt durch mein Naturschutzgebiet, begleitet von den treuen düsteren Wolken, die am ungestümen Himmel entlang galoppieren. Vergänglichkeit. Ja, einmal mehr kreisen meine Gedanken um jenes Themenfeld, welches der Perzeption als Täglichläufer in einem exponierten Rahmen in mir auflebt, aufleben muß. Schweifen äquivalent den Wolken. Ich selbst, das fragile Konstrukt der Gesundheit, mein Täglichlaufen mit der absolvierten Dekade – das eine bedingt das andere und all das ist von eminenter Bedeutung für mich und doch, es ist wahrlich bedeutungslos. Nur scheinbar ein Widerspruch. Die Zeit hält an. Empfindungen. Ich winziges Teilchen im Spiel des Lebens – nicht einmal ein Atemzug im Nichts. Hinabgeworfen auf eine Theaterbühne, in der sich fast jeder Tor für gewichtig hält, indessen das Gros der Narren bunt bedrucktem Papier nachjagt. Eine törichte Gemeinschaft.

Was ist schon wichtig in diesem meinem Leben? Alles. Nichts. Doch am Ende kanalisiert sich alles in eine Richtung, verdichtet sich zu einem elementaren Zustand, den wir Menschen als „fühlen“ bezeichnen. Was könnte bedeutender als Fühlen sein? In einem anderen Kontext konzentrierte ich meine Gedanken bereits in einem Beitrag und jene Worte lassen mich jetzt nicht mehr los. Verdeutlichen sie doch, daß man jeden Augenblick genießen sollte, denn er verkörpert unser höchstes Gut, was wir besitzen, das Leben selbst. Mag dies noch so klischeehaft anmuten. Mit ihnen schließe ich meinen Artikel wie besonderen Lauf. Tränengleich rinnen die Wassertropfen mein Antlitz hernieder…

„Ein Geburts- respektive Taufeintrag einer verwandten Person in meiner Familie. Für mich sehr spannend zu lesen und ja, mit einer gewissen Freude verbunden. Aber wie groß muß erst die Freude meiner Familie gewesen sein? Über ihre süße, kleine Tochter. Sicherlich wurde der Tag groß gefeiert, innerhalb der Familie, mit Freunden und Verwandten. Ein wichtiger Tag, ein würdiges Ereignis. Gerne wäre ich dabei gewesen und hätte mitgefeiert, allein ich erhielt keine Einladung. Ich wurde nicht bedacht. Wie auch?

Jene Person, über die ich hier schreibe und die ihr ganzes Leben vor sich hatte, war eine unmittelbare Verwandte von mir. Ihre Niederkunft fand 1781 statt; sie wurde weit über 80 Jahre und hat ihr Leben gelebt. Niemand lebt mehr aus dieser Zeit, alle Festteilnehmer sind längst in die Vergangenheit eingetreten, ebenso ihre Kinder, Enkel und Urenkel. Sie hat ihr – wahrscheinlich mehr oder weniger hartes – Leben gelebt, mit Freude und Leid, mit Lachen und Weinen, in Liebe und Trauer. Wenn ich diese Kirchenbucheinträge lese, in denen über die Geburt berichtet wird, ist es mir, als ob es soeben erst passiert wäre. Die klare, gut lesbare Schrift scheint noch nicht einmal getrocknet zu sein und doch liegen ganze Leben, Zeiten dazwischen.

Wie gern hätte ich sie und andere kennengelernt. Aber das ist das Leben. Menschen kommen und gehen. Was sind 80, 90 Jahre in dieser unseren Menschenwelt? Nichts. Ein Wimpernschlag im Hauch der Äonen im großen nebelhaften See des allumfassenden Vergessens. Heute lebe ich, atme die einzigartige Lebensenergie ein und bald – in diesem Moment in Raum und Zeit – bin ich längst vergessen. Für immer und immer. Für alle Zeiten. Wie das süße, kleine Mädchen – eben erst geboren und doch ganze Menschenalter tot. Oh Leben, was bist du doch für ein Leben!“

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33 Antworten to “Oh Leben, was bist du für ein Leben!”

  1. Lieber Marcus!

    Du schreibt hier von dem bevorstehenden Herbst! Auch ich kann ihn mittlerweile spüren! Aber !!! ich warte noch immer verzweifelt auf den Sommer. Wo ist der nur geblieben? Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass MEINE Jahreszeit noch schlimmer ist, als im letzten Jahr. Es macht mich traurig, richtig traurig. Dein Bild passt zur Stimmung perfekt dazu. Nicht nur dein Bild, auch dein ganzer Beitrag. Er stimmt einem nachdenklich.

    Lieber würde ich von der strahlenden Sonne lesen *gg*.

  2. Wenn man in die Natur geht, meine liebe Brigitte, in die Wälder, in das Leben – so läßt sich der erste Eindruck des kommenden Herbstes nicht leugnen. Er streckt seine Fühler nach uns aus.

    Letztendlich kannst Du Dich nur der Vorfreude auf den nächsten Sommer hingeben, wenn es denn einer wird. Wer weiß das schon. Der Grundtenor des Beitrages mag nachdenklich sein, aber nicht wirklich traurig. Dafür lebendig. 🙂

    Sonne? 😯

  3. Tja, die Vorfreude hatte ich schon letzten *Sommer*. Doch auf was? Auf einen noch mieseren Sommer?

    Eben auf der Heimfahrt sah ich schon überall welke Blätter liegen. Und das Anfang August.

    Sonne! Das ist der helle gelbe Ball am Himmel. Ich kann mich auch nur noch wenig daran erinnern. 😯

  4. Das ist das Leben – nicht zu ändern.

    Immerhin stehen schon die ersten Osterhasen, Entschuldigung, ich meine Weihnachtsmänner in den Regalen. 😀

    Zur Erinnerung ein kleines Gedicht, wenn auch nicht von mir:


    An die Sonne

    Seele der Welt, unermüdete Sonne!
    Mutter der Liebe, der Freuden, des Weins!
    Ach ohne dich erstarret die Erde
    Und die Geschöpfe in Traurigkeit.
    Und wie kann ich von deinem Einfluß
    Hier allein beseelt und beseligt
    Ach wie kann ich den Rücken dir wenden?

    Wärme, Milde! Mein Vaterland
    Mit deinem süßesten Strahl, nur laß mich,
    Ach ich flehe, hier dir näher,
    Nah wie der Adler dir bleiben.

    (Jakob Michael Reinhold Lenz)

  5. 😯 Stimmt, in den Läden sah ich schon Lebkuchen.

    Na bitte, ein Gedicht rein für mich gemacht 😀

  6. Gestern sah ich ebenso schon Damen in Winterstiefeln, wenngleich das mehr eine Modeerscheinung ist. 😉

  7. Das denke ich auch. So kalt ist es nun doch wieder nicht. Aber Jacken gehören im Moment zur Tagesordnung.

  8. Momentan sieht man alles. Von fast nackt bis arktische Survivalausrüstung. So ist das im August. *lacht* 😀

  9. Wohl wissend das das Leben nur einen Wimpernschlag in der Unendlichkeit dauert, ist es doch so schwer jeden Augenblick zu geniessen. Das was wir Alltag nennen raubt einem oft genug den Genuss am Augenblick und so manches Mal macht man sich ja auch selbst das Leben schwer.

    Manchmal keimt bei mir der Gedanke auf, das die die dem schnöden Mammon als Lebensziel hinterlaufen, es sogar leichter haben. Weil sie sich keine Gedanken machen, offensichtlich dem Sinn des Lebens nicht weiter hinterfragen und ausreichend damit beschäftigt sind materiellen Besitz anzuhäufen, dessen Nutzen und Vergänglichkeit sie sich garnicht bewußt sind.

    Trotzdem möchte ich nicht mit ihnen tauschen. Tagtäglich wird das Materielle für mich unwichtiger, freue ich mich über Gesundheit, ausreichende Ernährung und einem warmen Dach über den Kopf.
    Das Laufen lehrt uns mehr als andere dabei die Natur zu lieben und die Elemente wahrzunehmen.

    Wenn auch der Herbst in diesem Jahr offensichtlich nicht sommerliche, bleierne Hitze gegen frische Temperaturen und angenehmen Wind eintauschen muß, da wir das den ganzen Sommer kaum hatten, so freue ich mich doch auf ihn. Herbst ist für mich wieder durchatmen können, die ersten Stürme geniessen dürfen.

    Aber: gegen ein paar Sommertage im August habe ich auch nichts auszusetzen 😉

  10. Das sind Ideal(an)sätze, die nur schwer realisierbar sind. Das ist mir bewußt. Allein, wenn sie erreichen, daß man darüber nachdenkt und sich nur eine Sekunde damit beschäftigt, so hat man schon viel gewonnen. Zumindest nach meiner Betrachtung.

    Möglich, daß jene Vertreter es weit einfacher haben als andere. Aber da schließe ich mich Deiner Meinung an, ich möchte auch nicht tauschen. Manche sind zwar steinreich, aber letztendlich sind sie ganz arm. Was läßt sich schon mit Geld erkaufen? Gesundheit? Liebe? Zufriedenheit? Freundschaft? All das, was uns wirklich wichtig ist, läßt sich nicht kaufen. Welch Glück!

    Das Laufen lehrt uns mehr als andere dabei die Natur zu lieben und die Elemente wahrzunehmen. Höchste Zustimmung. Mich hat das Laufen, in meinem Fall täglich – extrem verändert.

    Ich bin kein wahrer Sommerfreund und heiße den Herbst entsprechend herzlich willkommen. Allerdings ist dieser „Sommer“ in der Tat sehr „seltsam“ – in meiner Temperaturstatistik kam bis dato nichts vergleichbares vor. Vielleicht thematisiere ich das demnächst – Statistik ist immer gut. 😉

  11. Hey Marcus, mal wieder tiefgründig wie wirs lieben! Thx dafür! Der Sommer war dies Jahr echt schei!!! Können nur hoffen, dass im August noch schöne Tage kommen.

    **Was könnte bedeutender als Fühlen sein? ** Stimmt! Aber wie du schreibst, kann man nicht immer alles umsetzen. Der Alltag kostet Kraft und irgendwoher muss die Kohle ja kommen.

    Super WE!

    Keep on STREAKrunning

    MfG

  12. Lassen wir uns überraschen. Doch der diesjährige Sommer ist beendet, selbst wenn es noch temporär heiß werden sollte.

    Der Alltag kostet Kraft und irgendwoher muss die Kohle ja kommen.

    Das ist leider, leider wahr. Gefangen in einer Welt, aus der man nur schwer bis gar nicht ausbrechen kann.

    Ich wünsche Dir ebenfalls ein angenehmes Wochenende.

  13. Der Jahreslauf schreitet unaufhörlich voran, lieber Marcus. Ich fühle mich da als staunender Zaungast. Gestern Morgen war es fast noch Dunkel als zu meinem Lauf aufbrach, den ich aus Zeitgründen an den Beginn meines Tages legen durfte.

    Deine philosophischen Ausführungen zum Leben klammere ich gerne aus. Ich habe da keine Antworten die mich weiterbringen. Wenn mich solche Gedanken überfallen, was natürlich geschieht, dann zucke ich gelegentlich erschrocken zusammen und fühle traurige Ohnmacht. Alternativ halte ich mich an positive Momente fest.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Dietmar

  14. Ich gestehe, daß ich ein wenig überrascht bin – ob der frühen Ankunft des Herbstes. In der Regel ist das ein langsamer Prozeß, aber in diesem Jahr vollzog sich der Wandel in zwei Tagen!? So scheint es. Und selbst das Hochwasser kehrt zurück. Innerhalb von fünf Tagen ist mein Lieblingsstrand um drei Meter geschrumpft, das Wasser dringt vor…

    Die verschobene Zeitwahrnehmung, begründet durch mein Täglichlaufen hat mich hinsichtlich Schreckmomenten abgehärtet, was nicht heißt, daß derlei nicht mehr vorkommt. Wenn die Gedanken auch melancholischer Natur sind, so sehe ich sie sehr positiv, allein durch die „Bewußtwerdung“ an sich.

    Lieber Dietmar, ich wünsche auch Dir ein wunderbares Wochenende – und mit angenehmen Läufen.

  15. Lieber Marcus,
    ich werde gespannt bei meinem Lauf am Wochenende auf den Herbst achten, denn die erzwungene Laufpause in den letzten zwei Wochen hat mich leider davon abgehalten, den Regen und die Natur zu genießen, aber umso gespannter werde ich beobachten und hoffentlich auch schon wieder genießen.
    Ich weine dem Sommer, der keiner war, keine Träne nach, denn jetzt kommen die liebenswerten und gnädigen Jahreszeiten, die ich so liebe, aber schon bald werden wir wieder über Hitze stöhnen…ein Wimpernschlag, für wahr, ein Jahr ist nichts und eine Dekade? Laufenderweise ist es ein Erlebnis, für sich gesehen als Tat eines Einzelnen etwas Besonderes und für Dich? Immer noch das Unbegreifliche?
    Ich wünsch Dir ein hoffentlich ruhiges und läuferisch befriedigendes Wochenende

    Salut
    Christian

  16. Lieber Christian,

    ich hoffe, Du läßt Dich nicht von der Sehnsucht verführen und startest gleich wieder voll durch. Zurückhaltung ist manchmal schwer, doch weise. In jedem Fall werden Deine Wahrnehmung und das Genußempfinden gesteigert sein.

    Die herbstliche wie winterliche Phase wird lange genug währen, den Beginn in den August zu verlegen, erstaunt selbst mich ein wenig, aber ja, auch ich heiße diese Entwicklung willkommen und genieße sie entsprechend. Während ich dies schreibe, wabert draußen der Nebel und er ruft mich… 😉

    Was es für mich bedeutet, ist nicht leicht zu beantworten. Eine Melange der Unbegreiflichkeit, Natürlichkeit, Routine, Selbstverständlichkeit oder auch Absurdität. Vielleicht ist es auch gar nicht der Tag, die Zahl an sich, sondern mehr die Tatsache, daß der Spaß im Prinzip so weiter läuft – wie zuvor. Wie auch immer, ein herausforderndes (Gedanken)/(Lauf)Feld.

    Ich wünsche Dir alles Gute, gehe Deinen Lauf vorsichtig an, doch dafür um so genußvoller.

    • Keine Sorge, wahrscheinlich werde ich keuchen wie das sprichwörtliche Walross, schon deshalb wird es ein gemütlicher Lauf werden mit Herzfrequenz-Kontrolle. Aber ich warte noch auf den Regen 😉

      Salut und viel Spass beim Herbstlauf 😀

      • Jetzt übertreibst Du aber. 😉 Doch gut, wenn der Körper die Geschwindigkeit vorgibt und nicht der Geist. Regen? Ich drücke Dir die Daumen, daß Du in diesen flüchtigen Genuß kommen wirst – so wie ich gestern.

        Schrieb ich Herbst? Schrieb ich Nebel? Ich nehme alles zurück. Fast 26 °C und drückender Sonnenschein, ein anstrengender Sommerlauf. Bloß gut, daß meine Zeit begrenzt war und ich nur ein paar Kilometer laufen durfte. Welch Worte von mir! 😀

  17. Richard Says:

    Frisch aus dem Urlaub zurück, las ich mit Spannung ihre letzten Artikel und wurde wie immer nicht enttäuscht. Gerade ihr aktueller Artikel vereint die 3 Punkte, weswegen ich sie seit langem beobachte. Die philosophische Komponente regt zum Nachdenken an, ich sehe mich selbst und mein Handeln in einem anderen Licht. Sie werden es nicht glauben, aber auch mein Lauf-Sport hat sich dadurch verändert. Dafür danke ich ihnen.
    Die traurige Anekdote haben sie feinfühlig formuliert. Der Zeit können wir nicht entkommen.

    Bleiben sie sich treu.

    Herzlichst
    Richard

  18. Je intensiver man sich mit gewissen Themen beschäftigt, je bedeutsamer sie werden, um so nachdenklicher lassen sie einen werden. Zumindest meiner Betrachtung nach. Ich selbst interpretiere mein Täglichlaufen entsprechend. Ein Tribut an die vergangenen Jahre.

    Daß meine Gedanken Einfluß auf andere Menschen haben sollen und gar in verändernder Weise wirken, fällt mir in der Tat schwer zu glauben.

    Die traurige Anekdote haben sie feinfühlig formuliert. Der Zeit können wir nicht entkommen.

    Wie wahr. So ist das Leben. Und das manifestierte Raubtier der Zeit jagt und allen nach, immer schneller und schneller und früher oder später schlägt es seine Reißzähne in uns hinein…

  19. Manchmal habe auch ich das Gefühl, dass es schon ziemlich herbstlich ist da draußen. Dass es schon wieder später hell wird, als noch vor wenigen Wochen, ist normal und auch, dass es früher dunkel wird. Aber an sehr vielen Tagen sind die Autoscheiben morgens noch ganz nass, so wie es im Herbst üblich ist. Doch dafür hatten wir offensichtlich im April und Mai Sommer? Die, die gerne heiße Sommertage hätten, tun mir ein bißchen leid. Sie kamen in diesem Jahr wirklich viel zu kurz. Aber mir als Läuferin gefällt es in diesem Jahr ausgesprochen gut. Keine unerträgliche Hitze, die das Laufen schwer macht, statt dessen wirklich außergewöhnlich viele Regenläufe. Läuferherz was willst Du mehr? Aber wie dem auch sei, wir müssen es eh nehmen, wie es kommt, so oder so. Machen wir also das Beste daraus.
    Liebe Grüße
    Kornelia
    P:S: Ich bin übrigens im nächsten Monat für ein paar Tage in Berlin!

  20. Hier handelt es sich um kein Gefühl, der Herbst streckt seine ersten Fühler aus. Das wirkt sich nicht nur visuell aus, nein, man kann das förmlich riechen. Die Hitzeläufe in diesem Jahr kann ich an einer Hand abzählen, derlei (so wenige) habe ich noch nie erlebt. Zwar war es bisher auch sehr naß – allgemein betrachtet – allerdings wirkt sich dies nicht auf meine Regenläufe aus, denn 2010 wird ungeschlagen bleiben. Siehe meine Statistik; das ist keine Relation.

    Schlußendlich I S T das Wetter und jedweder Gedanke daran ist überflüssig, als Täglichläufer einmal mehr, dennoch – mir gefällt das so. 🙂

    Wahrscheinlich bist Du Ende September in Berlin, gell? Da kann es nur einen Grund geben: Berlin Marathon.

  21. Ja, der ist wohl am 25.09. – ich hätte gedacht, daß Du einen Berlinbesuch damit verbinden würdest. 🙂

  22. Jetzt ist mein Kommentar verschwunden… mmmhhh????
    Also versuch ich es nochmal. Mir geht es gerade ein bisschen wie Brigitte. Ich sehne mich nach Sonne, nach Wärme… so ein bisschen für die Seele.
    Ich sitze gerade im Wohnzimmer und habe mir eine Decke geholt. Das kanns doch nicht gewesen sein, oder? Ja, ich weiß ja – wir müssen es nehmen wie es kommt. Aber im Moment macht mich dieser Sommer doch ein wenig traurig. Wir haben heute hier gerade mal 12° – und es ist Sommer…
    So genug gejammert.
    Wenn ich entlang der Felder laufe und die Grillen zirpen – dann spüre ich auch den Herbst und ich werde ihn ebenso willkommen heißen wie ich mich auf den nächsten Sommer freue.
    Viele liebe Grüße
    Petra
    PS: Ein paar schöne Sommertage waren ja dabei – nur eben nicht so viele.

  23. Vielleicht hat ihn der Wintergeist an sich gerissen? 😉

    Sich nach sommerliche Wärme zu sehnen, verstehe ich durchaus. Und ich gestehe, ein kleiner Teil in mir empfindet das auch so. Jene Phase, die gerade vergeht, trauere ich immer ein wenig hinterher, allein – der Herbstanfang ist dieses Jahr wahrlich früh. Lassen wir uns überraschen, der erste Schneesturm Anfang September? Was ich derzeit mit Spannung verfolge, sind die Wasserstände. Erschreckend! Nur noch wenige Tage – mit anhaltender Entwicklung – und ich darf wieder Flutläufe absolvieren, die gerade mal seit März vorbei sind. Das ist ein Jahr!

    Was bleibt? Die Vorfreude…

    Dennoch, genieße jeden einzelnen Tag, liebe Petra. Ein jeder hat seinen besonderen Reiz, manchmal im Verborgenen, was den Reiz nur intensiviert. 🙂

  24. […] im Sommerglanz 23.07.2011 Friedvoller Einklang – Das Lied des Regens 05.08.2011 Oh Leben, was bist du für ein Leben! 25.08.2011 Gefallene Liebe. Gefallenes Leben. Akt II. 08.10.2011 Tanzende Sturmreiter der […]

  25. […] Ich habe in diesem Jahr 5053 (Stand: 27.12.2012) gelaufene Kilometer erreicht – ohne einen einzigen Marathon oder Wettkampf, dies versteht sich von selbst. Traditionell bedingt, werde ich Silvester zwei Läufe absolvieren und damit das Jahr verabschieden. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2013 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird sodann genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Für immerdar. Oh Leben, was bist du für ein Leben! […]

  26. […] Ich habe in diesem Jahr (Stand: 28.12.2013) 5014 gelaufene Kilometer erreicht – ohne „Marathon“, „Wettkampf“, „Leistungen“, „Pläne“, „Ziele“, „Training“ oder sonstigen Schnickschnack, der in der Laufwelt so gerne gepriesen wird – dies versteht sich natürlich von selbst. Nur die Liebe zum Täglichlaufen hat mir das ermöglicht. Traditionell bedingt, werde ich Silvester zwei Läufe absolvieren und damit das Jahr verabschieden; wenngleich ich vor einem Jahr die sogenannte Tradition bewußt torpedierte. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2014 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird sodann genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Für immerdar. Oh Leben, was bist du für ein Leben! […]

  27. […] Und ja, was sagen die Kilometer schlußendlich über Genuß, Freude und Härten aus? Nichts. Von wahrer Bedeutung war in diesem Jahr nur mein 18.03.2001–18.03.2017 – Jubiläum von 16 Jahren Täglichlaufen. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß ich nun seit 20 Jahren der Gilde der Läufer angehöre – was für eine Zeitspanne! So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2018 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird sodann genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Für immerdar. Oh Leben, was bist du für ein Leben! […]

  28. […] Und ja, was sagen die Kilometer schlußendlich über Genuß, Freude und Härten aus? Nichts. Von wahrer Bedeutung war in diesem Jahr nur mein 18.03.2001–18.03.2018 – Jubiläum von 17 Jahren Täglichlaufen. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2019 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird sodann genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. Aber ich, ich steige irgendwann aus. Für immerdar. Oh Leben, was bist du für ein Leben! […]

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