Ausgeliefert. Auf Lebenszeit. II.

Die ersten Tage des neuen Jahres wurden gewandt in das weite Weltenreich der Erinnerungen verbannt. Ohne die geringste Option einer etwaigen Wiederkehr. Wie sehnsüchtig habe ich den geliebten Winter mit seiner weißen Schneepracht erwartet! Nun verbirgt er sich temporär an einem unbekannten Ort der Starre und verwehrt mir bis dato seinen kalten Hauch des Frostes. Freilich wird er uns erneut mit seinem Glanz beehren, doch dem Wandel der Jahreszeiten muß sich auch der liebliche Winter beugen. Die Zeit vergeht und fließt im Fluß des Lebens ungerührt dahin. Einst formulierte ich: „Seither rasen die absolvierten Lauftage/Jahre von der Zukunft in die Vergangenheit – mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht. Tag für Tag, Jahr um Jahr – man ist der Lebenszeit machtlos ausgeliefert. Äquivalent einem Raubtier, welches uns seit der Geburt liebevoll begleitet und langsam verfolgt – bis es uns dereinst immer schneller jagt, die Liebe sich in Kälte wandeln wird, um uns dann routiniert aus dem Spiel zu nehmen. Hoffnungslos.“

Auch dieses Jahr bildet keine Ausnahme. Soeben erst hat das neue Jahresspiel begonnen, demungeachtet ist es bald vorbei. Die Tage rasen in die Vergangenheit, die Wochen folgen und so vergeht unsere kostbare Lebenszeit. Gleich einer unaufhörlichen Sanduhr. Und subjektiv betrachtet, gelingt es uns nur gelegentlich, dieses unbarmherzige Rieseln zu verlangsamen. Innehalten. Mit bedeutenden Momenten des Glücks, der Liebe und der Freude; aber auch mit Leid, Trauer und unangenehmen Augenblicken. Nicht selten empfinden wir gar eine Intensivierung des Zeitenflusses, ja, in manchen Situationen scheint er noch viel rasanter in das Vergessen zu fließen. In der Majorität handelt es sich um die kostbarsten Momente überhaupt – Sekunden, die zu Äonen werden und Stunden, die zu einem Bruchteil einer Sekunde zusammenschmelzen. Allein an uns liegt es, wie wir empfinden, rechnen und das wahre Leben wahrnehmen und leben. Wissen wir es stets zu schätzen? Würdigen wir es angemessen?

Was ist von Bedeutung? Was ist unwichtig? Worauf sollte man sich konzentrieren? Sind manche Dinge es wirklich wert, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken? Um den natürlichen Kreis zum Täglichlaufen zu schließen – mein Stil vereint diese Gedanken – für mich – in ambivalenter Art und Weise. Partiell scheint sich die Zeit zu verdichten, um sich an anderen Tagen unendlich auszudehnen. Mit Lichtgeschwindigkeit versiegt mein täglicher Lauf im unendlichen Nichts, die Sekunden und Kilometer fliegen nur so in die Vergangenheit, um wiederum später gar nicht zu vergehen. Intensivstes Empfinden. Rare Momente des Fühlens in der gelobten Einsamkeit, die all jene Widersprüche in sich vereinen. Eine Quelle des Friedens, der Ruhe und der Harmonie. Im eigenen Weltgesang. Nicht fortwährend, gleichwohl oft. Mein Täglichlaufen – nur für mich allein. Wie wir die Welt sehen, mit den Augen oder mit dem Herz, Erkenntnisse erfahren oder nicht – liegt nur an uns selbst. Aber die Zeit, immer wieder die Zeit – sie läuft weiter. Seit Anbeginn. Bis zu jenem Zeitpunkt, an dem unser aller Herzschlag aufhört zu pochen und ganze Zeitenalter darüber hinaus. Heute wandeln wir gewichtig mit ernst bedeutender Miene auf dieser unseren Erde und morgen sind wir längst vergessen. Für immer und immer. Ausgeliefert. Auf Lebenszeit. Fortsetzung folgt. – – –

An manch einem warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um die Krone eines alten Baumes getanzt, gelebt, geschwebt und sich glücklich gefühlt und wenn das kleine Geschöpf einen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf den großen, frischen Blättern ausruhte, so sagte der Baum immer: „Arme Kleine! Nur ein Tag währt dein ganzes Leben! Wie kurz das ist! Wie traurig!“

„Traurig?“ erwiderte dann stets die Eintagsfliege, „was meinst du damit? Alles ist so herrlich licht, so warm und schön, und ich selbst bin glücklich!“

„Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!“

„Vorbei?“ sagte die Eintagsfliege, „Was ist vorbei? Bist du auch vorbei?“

„Nein, ich lebe vielleicht Tausende von deinen Tagen, und meine Tage sind ganze Jahreszeiten! Das ist etwas so Langes, dass du es gar nicht ausrechnen kannst!“

„Nein, denn ich verstehe dich nicht! Du bist Tausende von meinen Tagen, aber ich habe Tausende von Augenblicken, in denen ich froh und glücklich sein kann! Hört denn alle Herrlichkeit dieser Welt auf, wenn du einmal stirbst?“

„Nein“, sagte der Baum, „die währt gewiß länger, unendlich viel länger, als ich denken kann!“

„Aber dann haben wir ja gleich viel, nur daß wir verschieden rechnen!“

(Hans Christian Andersen)
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31 Antworten to “Ausgeliefert. Auf Lebenszeit. II.”

  1. Lieber Marcus,

    nicht die Menge der Zeit, die wir erleben, sondern das, was wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit erleben dürfen und erfahren können, macht das wahre Leben aus. Wenn wir uns nur mit der vergangenen Zeit und dem Vergänglichen beschäftigen werden wir verzweifeln ob der Klarheit, die vor uns liegt, ist es nicht so ?

    Salut
    Christian, der weiter arbeiten muss 😉

  2. Da stimme ich Dir zu, lieber Christian. Sich nur damit zu beschäftigen, ist auch nach meiner Betrachtung ein Irrweg. Aber auch sich gar nicht damit zu beschäftigen, wäre ebenso „falsch“. Wenn diese Kategorien überhaupt auf jene Thematik passen. Folgender Satz wird Seneca zugeschrieben; er hat schon einige Jahre vor mir sich passend dazu geäußert: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.“

    In diesem Sinne, nutzen wir den Moment im Leben – den wir leben dürfen – weise und sinnvoll. 🙂

  3. Gedanken und Fragen, die mich auch umtreiben. Ich habe keine Antworten. Mein Eindruck: das Bewusstsein über unsere begrenzte Existenz macht sich als zusätzlicher Beschleunigungsfaktor bemerkbar. Da ordne ich mich irgendwo zwischen Eintagsfliege und Baum ein und frage mich, ob meine Vorliebe für Bäume etwas mit deren scheinbarer Zeitlosigkeit – gemessen an der menschlichen Existenz – zu tun hat.

    Kinder haben gelegentlich Langeweile und sagen es uns dann als Erwachsene. Sie haben (scheinbar) Zeit in Überfluss. Sind sie deshalb glücklicher? Noch eine Frage und wieder keine Antwort.

    Mal Innehalten, die eigenen Gedankengänge bewusst abstellen oder zumindest verlangsamen, einfach nur wahrnehmen was ist.

    Laufen hilft in gewisser Beziehung: sich loseisen, Zeit für sich freischaufeln, nachdenken, beobachten. Letztlich ändert es nichts. Wir nehmen es am besten so hin wie es ist.

    Danke für diesen Beitrag, lieber Marcus.

  4. Auch Dir kann ich nur beipflichten, lieber Dietmar. Kinder haben keine Zeit im Überfluß, wahrscheinlich konzentrieren sie sich nur auf das Wesentliche. Ob sie glücklicher sind? Ja, ich bin geneigt dies anzunehmen. Doch wirklich beantworten, kann ich die Frage auch nicht. Natürlich nicht. Die meisten Menschen erledigen in ihrem Alltag viele Dinge, die gar nicht nötig respektive unwichtig sind. So beschäftigen wir uns mit unnützen Dingen und merken gar nicht, daß wir die kostbare Zeit gar nicht richtig leben. Aber dies ist wohl sehr individuell.

    Laufen ist eine Möglichkeit, in eine andere Welt einzutreten, temporär. Dadurch ändert sich nichts, aber in diesen Momenten ändert sich alles und vielleicht – mit ein wenig Glück – wirkt sich das auch auf andere Dinge aus. Wer weiß das schon vorher?

    Zeit. Nutzen wir sie. 🙂

    • Nach einem Lauf, der verhalten angefangen hat, dann Spaß bereitet und mich zuletzt in Begeisterungsstürme versetzt hat, habe mit meiner Endlichkeit nullkommanichts Probleme: 6 °C, Regen, zuletzt umüllt mich die Dunkelheit. Die Füsse fassen auf dem schnee- und eisfreien Boden richtig Tritt. Mehr geht nicht. Der Sinn unserer Begrenztheit liegt im Wandel. Ich möchte auch keine 800m Jahre alt werden; vielleicht würde ich dann gar Langeweile verspüren? Immer nur Schnee? Wo bleibt da der Reiz. Der Wechsel der Jahreszeiten ist es, was uns letztlich Freude bringt. Freuen wir uns jetzt eben, dass wir diesen Winterzauber erleben durften und hoffen auf ein nächstes Mal

      • Der Lauf muß besonders intensiv gewesen sein. Verhalten begonnen und am Ende herrschte die Begeisterung – ich kann das sehr gut nachvollziehen. Bei mir verhielt es sich gestern eher umgekehrt.

        Bezüglich des Wandels hast Du auch Recht. Unsere Reize bedürfen des Wechsels, welcher Art und Form auch immer. Letztendlich strebt alles im Leben nach Ausgewogenheit; sich nur auf eine Seite zu konzentrieren, ist kontraproduktiv. Mit den entsprechenden Konsequenzen, die daraus entstehen.

  5. RunningOtto Says:

    Thx für das tiefgründige Post, Marcus! Regt sehr zum Nachdenken an. Nichts neues bei dir. ^^ Als Kind verging die Zeit langsam. Je älter man wird umso schneller. Kommt mir jedenfalls so vor. Ich denke, sie vergeht immer gleich schnell. Was wir draus machen, darauf kommts an.

    Ich möchte lieber Baum als Eintagsfliege sein. 😉

    MfG

  6. Schön gesagt, lieber Otto – das fügt sich nahtlos in das Zitat von Seneca ein. Und ja, das Konstrukt der Zeit vergeht letzten Endes immer gleich schnell. Aber die Inhalte, mit denen wir die Zeit füllen, generieren eine differenzierte Wahrnehmung. Entsprechend das konträre und oft widersprüchliche Empfinden.

    Baum. Fliege. Mensch. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Doch wer kann frei wählen? 😉

  7. Ja, die Zeit ist kostbar, vor allem jene, die wir wirklich für uns selber nutzen können. Bin ich im Büro, ist der Tag manchmal soo lang. Doch bin ich auf meiner Laufstrecke,, geht alles viel zu schnell vorbei. Überhaupt, die Zeit, die man wirklich für sich nutzen kann, für Dinge, die einem Spaß machen, geht viel zu schnell vorbei.
    Ist wohl tatsächlich so, dass es vor allem darauf ankommt, was wir mit unserer Zeit machen. Täglichlaufen ist jedenfalls immer wieder eine wunderbare und kostbare Zeit.
    Liebe Grüße
    Kornelia

  8. Das geht wohl fast allen Menschen so, liebe Kornelia. Umso wichtiger ist es doch, etwas zu haben, um dem zu entgehen – wenn auch nur temporär. Sich eine Art Freiraum zu schaffen, nur für sich allein. Täglichlaufen bietet dazu die Möglichkeit. Für mich sehe ich das so. Wenn man denn will. 🙂

    Ich hoffe, Du bist nun auch wieder täglich unterwegs.

  9. Hallo Marcus
    Deine Texte lese ich immer gespannt. Jedes mal beeindruckt mich dein Umgang mit Raum und Zeit, welche sich auflösen in der Vergangenheit. Die ewige Gegenwart, ein nicht existierender Augenblick, der nur erfahrbar, jedoch nie zu halten. Wäre sie das würde sie von der Vergangenheit verschlungen.
    Deine Texte sind eine Inspiration für mich mich dieser Gegenwartserfahrung immer bewusster zu werden, egal wo ich bin und was ich tue. Was letztendlich zählt ist meine Erfahrung nicht die Tat.

    Es ist doch so, wenn sich alles in der Vergangenheit verliert, bin ich frei zu tun was mir gefällt. Insofern bin ich, sind wir nie Opfer der Umstände sondern aufgrund unserer je eigenen Entscheidungen Schöpfer unserer Erfahrungen in der Gegenwart.

    Ergänzend zum Raum – Zeitkontinuum möchte ich ergänzen, dass jedes Wesen in seiner eigenen Bewusstseinswelt seine ureigene Raum – Zeiterfahrung macht, womit aus diesem Aspekt betrachtet belanglos ist in welcher Welt ich mich befinde (Baum, Mensch oder Eintagsfliege).

  10. Vielen Dank für Deine Antwort, Guido. Als Täglichläufer habe ich eine besondere Affinität hinsichtlich der Zeitwahrnehmung respektive Sensibilisierung. Tag für Tag erfasse ich meine Läufe und prompt sind Jahre daraus geworden. Einfach so. Faszinierend und erschreckend zugleich. Für mich ist das stets ein zentrales Thema im bewußten Täglichlaufen.

    Ja, wir sind verantwortlich für unser Agieren und am Ende ist alles ohne Bedeutung. Nichts ist wirklich wichtig in diesem Spiel, der Theaterbühne des Lebens. Dennoch unterliegen wir alle Zwängen, denen wir kaum oder nur schwer entkommen können. Sich das bewußt zu machen, ist der mögliche Beginn einer differenzierten Wahrnehmung.

    Deiner Raum-Zeit-Ergänzung kann ich nur zustimmen. Fazit: Zeit ist relativ.

  11. Lieber Marcus! Mit deinem neuen Posting hast du mich überrascht. Nicht nur dass du einen Bericht veröffentlicht hast, nein, auch das Thema. Ein Thema das uns alle betrifft und sehr tiefgründig ist. Wie der Gr0ßteil deiner Berichte.

    So vieles wurde nun schon geantwortet, ich würde die Antworten bloss wiederholen.

    Die Zeit vergeht für mich viel zu schnell. Soviel hab ich immer wieder zu tun, vieles möchte ich machen, vieles bleibt auf der Strecke. Leider genau das, was für mich wichtig ist. Wie schon erwähnt wurde – als Kind vergeht einem die Zeit viel zu langsam, man möchte schneller erwachsen sein. Aber jetzt….?

  12. Alles hat seine Zeit, meine liebe Brigitte. Vielleicht ist es ein Weg für Dich, die Prioritäten neu zu definieren. Zumindest in jene Bereiche, wo dies möglich ist. Das Unwichtige wird fortan ignoriert und Du hast mehr Zeit für die wichtigen Dinge. Konzentration auf das Wesentliche. Ja, ich weiß, dies ist schnell gesagt, aber alles andere als leicht umzusetzen.

    Aber wer weiß?

    • Meine Prioritäten zu zu definieren bedarf sicher noch einige Zeit. Vieles mache ich doch für Andere – noch. Dann komme irgendwann mal ich dran.

      Manchmal wäre das Leben einer Eintagsfliege gar nicht mal so schlecht ;-).

  13. Lieber Marcus,
    dankeschön für diesen nachdenklich machenden, tiefgründigen post.
    Ich hatte als Kind auch immer das Gefühl, daß es ewig dauert, bis wieder ein Jahr vorbei ist und ich wieder Geburtstag habe… 😀 (Lach nicht, das war immer meine Orientierung…)
    Und heute? Ein Jahr vergeht wie nichts… Aber das Allerwichtigste ist doch, wie wir die zur Verfügung stehende Zeit nutzen. Und hier habe ich durch das tägliche Laufen ein Phänomen erlebt, welches ich nicht für möglich hielt. Insbesondere, wenn ich frühs laufen, habe ich danach eine viel höhere Konzenttrationsfähigkeit, die Arbeit geht mir viel schneller von der Hand. Klar, muß ich trotzdem meine Zeit im Büro bleiben, aber die Zahl der Überstunden hat sich doch ein wenig reduziert. D.h. – ich habe desöfteren mehr Zeit für mich – einen Zustand, den ich sehr genieße und vorrangig mit Laufen auffülle…
    Die Zeit rennt – aber ich habe noch sooo viele Pläne… Ich sehe das wie die Eintagsfliege. Die Zeit, die ich habe, will ich nutzen – in dieser Zeit will ich glücklich sein.
    Meine Läufe – die sind meine Oase des Glücklichseins.
    Gerade heute hatten wir auf Arbeit eine diesbezügliche Diskussion. Ein Kollege empfahl mir, beim Laufen das Handy mit zunehmen, damit ich auch ja immer erreichbar sei. Ich könnte dann ja auch unterwegs einiges klären. Oder noch besser – ich soll doch gleich das Laptop vor mir auf den Bauch tragen…. 😀 Naja, das war nicht ganz ernst gemeint, aber ich würde das nie machen wollen. Meine Zeit beim Laufen gehört mir ganz allein, das ist meine Oase der Ruhe. Das ist die Zeit, in der ich keine äußeren Einflüsse durch jedwede „moderne“ Kommunikationmittel zulassen werde. Eintauchen in die Natur und zeitweise der Hektik entfliehen – unsere Psyche ist uns so dankbar dafür!
    In diesem Sinne wünsche ich dir eine wunderschöne Zeit bei allen deinen Läufen – genieße sie und sei glücklich. Solange es geht!
    Viele liebe Grüße
    Petra

  14. Tempus fugit, liebe Petra. Das größte Geheimnis ist wohl die Tatsache, WIE wir die Zeit nutzen. Ob wir sie überhaupt nutzen. Was Du hinsichtlich des Täglichlaufens schreibst, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. In diesen Momenten wird die Zeit latent eingefroren, um sie später konzentriert freizusetzen – subjektiv betrachtet. Und wenn es Dir dann noch gelingt, glücklich zu sein, was willst Du mehr? 🙂

    Aus Sicherheitsgründen ein Handy beim Laufen mitzunehmen, mag sinnvoll sein. Aber nicht, um für andere erreichbar zu sein. Das wäre der größte Fehler, den man begehen kann. Täglichlaufen in der lieblichen Natur, seinen Gedanken nachhängen oder nicht, die Atmosphäre der Ruhe, des Friedens in sich aufnehmen und dann klingelt das Handy? Dein Kollege ist kein Läufer, gell? 😉

    In diesem Sinne wünsche ich dir eine wunderschöne Zeit bei allen deinen Läufen – genieße sie und sei glücklich. Solange es geht! Vielen Dank, liebe Petra – da schließe ich mich nur zu gern an und wünsche Dir ebensolche Momente der Ruhe! Genieße sie, wann Du immer kannst.

    • Dankeschön, lieber Marcus!

      Naklar – mein Kollege ist logischerweise kein Läufer… Für ihn wäre Laufen viel zu langweilig und wahrscheinlich wäre für ihn die Zeit nur effektiv genutzt, wenn er zeitgleich irgendwas am Telefon managen kann…

      Viele liebe Grüße

      Petra

      • Das dachte ich mir. Die Welt des Laufens ist für viele Menschen nicht nachvollziehbar. Von der Dimension des Täglichlaufens gar nicht zu reden. Das verstehen nicht einmal Läufer respektive nur eine Minderheit.

        Ich wünsche Dir bereits jetzt ein wunderbares Wochenende!

  15. Großartige Zeilen, lieber Marcus.
    Auch ich sehe das so, es kommt nicht darauf an, wie lange ein Lebewesen auf der Erde weilen darf, sondern was es daraus macht! Was habe ich davon, wenn ich 100 Jahre alt werde, das Leben aber nie genießen konnte, weil ich mich immer verkrochen und mich allem verschlossen habe? Was bringt es mir, in ständigem Selbstmitleid zu verfallen, ewig über Vergangenes zu grübeln und ständig andere für mein Leben verantwortlich zu machen?
    Nein, dann lieber eine kürzere Lebenszeit, aber dafür erfüllt, glücklich und zufrieden, mit Offenheit, Ehrlichkeit und einem Sinn für die kleinen Dinge dieser Welt.
    Wir sind offen, wir sind Läufer, du bist Täglichläufer…..

    Danke für diese Zeilen,
    Steffen

  16. Was könnte ich ob Deiner Antwort noch schreiben, lieber Steffen? Du hast das perfekt auf den Punkt gebracht. Vielen Dank für Deine Worte – das lasse ich so stehen:

    Was habe ich davon, wenn ich 100 Jahre alt werde, das Leben aber nie genießen konnte, weil ich mich immer verkrochen und mich allem verschlossen habe? Was bringt es mir, in ständigem Selbstmitleid zu verfallen, ewig über Vergangenes zu grübeln und ständig andere für mein Leben verantwortlich zu machen? Nein, dann lieber eine kürzere Lebenszeit, aber dafür erfüllt, glücklich und zufrieden, mit Offenheit, Ehrlichkeit und einem Sinn für die kleinen Dinge dieser Welt.

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