Gefahren des Täglichlaufens

Täglichlaufen. In der Natur. In Frieden und Harmonie. Im Einklang mit dem Dasein und mir selbst. In der Einsamkeit der Stille und in der leisen Lautmalerei der Abgeschiedenheit des allumfassenden Sein. Genießen. Purer Genuß. Ja, ich bin geneigt anzunehmen, daß mein Täglichlaufen Friedlichkeit par excellence symbolisiert. Demungeachtet trügt der Schein. Das Täglichlaufen an sich, ja, das steht für Frieden und Unbekümmertheit. Und doch kann es bedrohliche Ausmaße annehmen; freilich durch externe Faktoren, die sich meiner Kontrolle beharrlich entziehen. Ich differenziere zwischen Menschen, Tieren und Witterungseinflüssen; die Gesundheit lasse ich außen vor. Der Vollständigkeit halber, erwähne ich zusätzlich meine eigene Unzulänglichkeit, die sich einst dann und wann in einer übersehenen Wurzel manifestierte, mit der fliegenden Konsequenz, den Boden im Sinkflug überraschend schnell zu besuchen.

Menschen. In der Vergangenheit kausaler Anlaß für zahlreiche Konflikte und Auseinandersetzungen. Absurde Begebenheiten, die aus heutiger Sicht noch viel grotesker und surrealer wirken – als ich sie einst erleben mußte. Partiell sogar kritisch für meine körperliche Unversehrtheit. Die Hundethematik sei hiermit eingeschlossen – wenn mich auch die Hunde attackieren, und nicht die Halter – zeichnen dennoch die Besitzer verantwortlich für das aggressive Gebaren ihrer Lieblinge. Hinzukommend die Problematik der Menschen als Teilnehmer des Straßenverkehrs, soll heißen, als Fahrzeugführer. Jenes Thema war mir bereits einen separaten Artikel wert, explizit die Situation am Standort des berühmt-berüchtigten Stopschildes, als Teil meiner Laufstrecke. Da ich mir der Brisanz bewußt bin, verliefen die Vorfälle in der Majorität glimpflich, wenngleich ein Ereignis meiner Laufkonzeption um Haaresbreite ein Ende setzte. Später mehr zur Verkehrsproblematik.

Tiere. Bis auf die Hundethematik ein unbeschriebenes Blatt. In meiner Statistik führe ich fünf Kontakte mit Wildschweinen auf. Auf Grund der Medien weiß ich von negativen Konflikten mit Familie Schwarzkittel, die ich jedoch für meine Person nicht bestätigen will. Nach meiner Erfahrung betrachte ich die Putzels als harmlos. Ich traf eine komplette Rotte mit Frischlingen im Dunkeln; nur wenige Meter vor mir, zwei große Wildschweine im Morgengrauen und auch nur Frischlinge – ohne Bache oder Keiler – im Wald. Nie kam es zu einem Angriff, im Gegenteil, sie waren stets sehr scheu. Viel gravierender erachte ich die Spezies der Insekten, die zu augenscheinlichen Bällen formiert – in Dimensionen von Abertausenden auf mich einprasselten und zu gerne in meinen Augen landeten. Vor zehn Jahren brach ich deswegen sogar einen Lauf ab. Wirkliche „Gefahren“ sind oft nicht in großer, evidenter Form konzentriert, sondern im Kleinen verborgen. Einst formulierte ich in meinem Beitrag, Das Große im Kleinen und das Viele im Wenigen: „So zeigt sich einmal mehr, daß Unannehmlichkeiten nicht immer von offensichtlichen, großen Kontrahenten ausgehen, sondern vom Kleinen und Unscheinbaren, welches nur konzentriert auftreten muß, um einen Läufer die Tränen in die Augen zu treiben.“

Witterungseinflüsse. Ein Fokus, der bei aller Irrelevanz mein Täglichlaufen doch eklatant tangieren kann. Entsprechend erlebte ich einige Stürze bei Glatteis. Fortsetzung folgt. Vor Gewitter hingegen, hege ich einen gewissen Respekt und vermeide bewußte Läufe bei jenen Verhältnissen – sofern sich mir die Möglichkeit der Vermeidung bietet. Ergänzend seien an dieser Stelle eindrucksvolle Stürme genannt, die einst mit den Namen „Kyrill“ und „Emma“ in die Annalen der Meteorologie eingingen. Wenngleich beide Stürme ihre Macht engagiert demonstrierten, definierte ich sie in meinem Täglichlaufkontext nicht als besonders bedrohlich. Große herab fallende Äste erlebte ich ungeachtet herausragender Orkane des Öfteren und nicht alle Begebenheiten verliefen harmlos wie in meinem Beispiel der Gefallenen Liebe. Mehrfach bekam ich die zweifelhafte Chance, von einem Ast erschlagen zu werden – doch das Glück war mir hold, wenn auch nur ein Hauch fehlte.

Die kritischen Risiken des Täglichlaufens können mannigfaltig sein und sind von Seiten aus dem nichts erschienen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Aktuell das Beispiel eines Busunfalls mit mehreren Verletzten. Nicht lange zuvor lief ich genau diesen Weg entlang. Der Busfahrer lenkte – wahrscheinlich aus gesundheitlichen Gründen – sein Gefährt quer über vier Fahrspuren in eine Böschung hinein. Eine Bedrohung, mit der ich nie gerechnet hätte, nicht in dieser Form – die mich wahrscheinlich böse überrascht hätte. Wer weiß, ob und wie ich hätte reagieren können. Glücklicherweise war ich zu jenem Zeitpunkt bereits wieder daheim. Folgende Bilder veranschaulichen die durchbrochene Vehemenz eindrucksvoll. Busunglück 1. Busunglück 2. Busunglück 3.

Täglichlaufen. Ein friedlicher Stil des Friedens, der doch immer wieder von den differenziertesten Gefahren konterkariert werden kann – und wird. Für mich bildet diese Thematik ein gewichtiges Argument, weswegen ich nie mit einem MP3-Player laufen würde, aber dies verbietet mir meine Naturliebe von Herzen per se. Nur mit wachsamen Augen und Ohren ist es mir möglich, latenten Bedrohungen aus dem Weg zu gehen. Die Gefahren des Täglichlaufens – immer und überall bilden sie eine Option der Unwägbarkeit. Ich gestehe, daß ich gerne selbst bestimmen würde, wann ich mein Täglichlaufen beende – und nicht etwa ein Bus – doch das Leben hat Recht.

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23 Antworten to “Gefahren des Täglichlaufens”

  1. Viel hast du schon erlebt, aber gut, dass das meiste schön und postiv ist. Aber wo Positives ist, gibt es leider auch Negatives. Gut, dass alles glimpflich bist jetzt ablief und hoffentlich auch so bleiben wird.

    Das mit dem Busunfall ist schlimm! Was bin ich froh, dass du nicht gerade zu der Zeit unterwegs warst. Nicht auszudenken.

    Also mir wäre schon mulmig zumute, wenn ich Wildschweinen begegnen würde. Ich glaube da wäre mir kein Baum zu hoch *lach*.

    Paß gut auf dich auf!!

  2. Licht und Schatten liegen eben dicht beieinander – das ist das Leben. Bezüglich Bäumen/Ästen hatte ich immer Glück und mit den Autos, da rechne ich jedes Mal damit; im Prinzip kann da nichts passieren. Wenn man von dem Beispiel mit dem LKW absieht. 😦

    Der Busunfall ist wirklich heikel; damit hätte ich noch weniger gerechnet.

    Alles eine Frage der Motivation, gell? 😀 So ein Fall las ich erst vor kurzem wieder. Ein Mann kletterte schnell einen Baum hoch, wo er vorher dachte, er käme nie hoch. Aber mit einem Wildschwein im Rücken funktionierte das.

  3. Leider ist jede Aktivität mit Gefahren verbunden. Sei es Laufen oder Radfahren, aber auch zu Hause kann etwas passieren. Ich habe zum Glück noch keine wirklich gefährlichen Erlebnisse unterwegs gehabt. Nur einmal war ich wirklich erschrocken, als ich mit dem Rad unterwegs war und wenige Meter vor mir ein Reh aus der Böschung am Straßenrand schoss und die Straße überquert hatte.

    Ich wünsche Dir, das Du täglich an allen Gefahren vorbeilaufen kannst. Den Worten von Brigitte schließe ich mich an. Paß gut auf Dich auf!

  4. Da hast Du Recht, Bernd. Jedwedes Agieren kann Gefahren herauf beschwören. Bloß gut, daß es in den meisten Fällen nicht weiter problematisch ist. Und die meisten Unfälle passieren wirklich zu Hause.

    Vielen Dank für Eure Wünsche, ich bemühe mich. Aber derartigen Busunfällen kann man wahrscheinlich nur sehr schwer bis gar nicht ausweichen.

  5. Na wer rechnet schon damit, dass da ein Bus so toll Richtung Böschung daher kommt! Vermutlich hättest du das überhaupt nicht mitbekommen… *bibber*.

    Meine Mama hat mir letztens erzählt, dass Opa auch mal einen feinen Baum als Warteplatz genutzt hat, bis jemand die Wildschweine vertrieben hat *hihi*.

  6. Eben! Oder der Schatten hätte mich vielleicht gewarnt. So wie schon einmal.

    Meine Mama hat mir letztens erzählt, dass Opa auch mal einen feinen Baum als Warteplatz genutzt hat, bis jemand die Wildschweine vertrieben hat *hihi*.

    Nun mach mir bitte keine Angst, mir reicht schon, wenn meine Mama mir ständig Angst vor Schwarzkitteln einreden will. Nein, nein – die sind harmlos und süß. 🙂

  7. Na Angst will ich dir keine machen, dir damit aber sagen, dass sie nicht ungefährlich sind. Also schau, dass immer ein schöner Baum in Kraxelnähe ist 😉

  8. Ich weiß. Sind sind stärker als meine Wenigkeit und können auch schneller rennen – da nützen die Jahre als Täglichläufer auch nichts. *lacht*

    In Baumnähe laufe ich fast immer, nur bieten sich nicht alle zum Kraxeln an. 😉

  9. Hallo, Marcus-

    Du forderst mich aber heute *lach 😉
    Grad nehme ich mir Zeit, alle neuen Blogthemen zu beantworten, schon wartest Du mir einem neuen Thema auf… Zeit auch, mich aus meiner Bloglethargie zu befreien, denkst Du sicher 😉

    Ich finde es immer wieder schön, wie zusammenfassend Du all Deine Erlebnisse auf den Punkt bringen kannst…
    Ja- da hast Du oft Glück gehabt und ich wünsche Dir, dass DU es bist, der eines Tages sagt- Schluß heute- aber ob der Tag kommt, oder muss man Unsereines mit Gewalt bremsen *:-)

    Ich denke, ich bin gegen Dich ein richtiger Softieläufer- ich bewege mich seltenst in den Wald- und außer einer Horde brummender Maikäfer, die mich- was selten vorkommt- sogar schneller laufen lassen, bin ich solchen Gefahren nie ausgesetzt gewesen… Immer schön in Sicherheit- aber ich habe auch Glück, dass ich meine Laufstrecke nicht über Straßen leiten muss…

    Ich wünsche Dir Gesundheit und Glück allezeit!

    Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende von Ines!

  10. Verzeih, daß ich Dich heute etwas fordere, liebe Ines! Aber Aktivität ist immer noch der beste Weg, sich aus der „Lethargie“ zu befreien. 😉 Vielen Dank für Deine Antwort!

    oder muss man Unsereines mit Gewalt bremsen *:-)

    Also auf mich bezogen, stimme ich Dir absolut zu! Zumindest wenn es nach meinem Willen geht.

    Ach, Du bist keine Softieläuferin, derlei gibt es sowieso nicht. Du bist eine Täglichläuferin mit Herzblut, die das Täglichlaufen über alle Maßen liebt. So wie ich auch. Und um Deine Brummkäfer beneide ich Dich; vielleicht könntest Du mal welche zu mir senden, fein verpackt innerhalb von Regenwolken! 🙂

    Immer in Sicherheit – vielleicht ist das weiser. Wenn es das überhaupt gibt, wer weiß. Bezüglich meiner Laufstrecke habe ich auch Glück, im Prinzip muß ich nur eine Straße überqueren, aber jener Punkt hat es in sich.

    Auch Dir ein wunderbares Wochenende mit noch schöneren Läufen!

  11. Mensch Marcus,
    das mit dem Bus ist ja echt der Knaller, aber Du hast recht, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und alles kann vorbei sein. Und auf solche Dinge hat man eben leider keinen Einfluss, ob das jetzt gut oder schlecht ist lasse ich mal im Raum stehen. Ich persönlich denke ja, das der Mensch schon Einfluss genug in die Geschehnisse dieser Welt hat – gut das er nicht noch Schicksal spielt.

    Sei es wie es ist, Bernd hat schon recht, Aktivität birgt immer Gefahren.
    Glücklicherweise hast Du diese bisher immer rechtzeitig erkannt oder bist ihnen bewusst aus dem Weg gegangen.

    Dieses zum Großteil bewusste, aber auch unbewusst glückliche Händchen wünsche ich Dir auch für die Zukunft,
    Steffen

  12. So ist es, unser Leben ist noch viel fragiler als es in der Regel den Anschein hat. Und ja, der Mensch hat viel zu viel Macht, die er leider in den meisten Fällen nur negativ nutzt. Ich sage nur Golf von Mexiko. 😦

    Na ja, manchmal habe ich auch Warnungen bewußt mißachtet. Aber wie gesagt, dann war mir das Glück noch einigermaßen hold. Aber man wird ja älter und weiser, gell? 😉

    Genieße das Wochenende, mögest Du im Regen laufen! Hier kam er eben durch, leider zum falschen Zeitpunkt.

  13. Tja- weißt Du- mein Tag ist immer so anstrengend und voll gespickt- da genieße ich es, bei einem wenig anstrengendem, seichten Läufchen den Abend ausklingen zu lassen. Das ist für mich ein richtiger Streßkiller… Wenn ich dann noch beim Laufen Gefahren um mich hätte- ohje 😉
    Dieses Jahr sind die Brummkäfer recht rar. Vielleicht gab es zuwenige, weil es zu lange kalt war? Ich bemühe mich, den Minihubschraubern etwas Liebes abzugewinnen- aber immer schwer, da sie soviele sind und ich doch ganz alleine *hilfe 🙂
    Liebe Grüße!

  14. Das ist doch ideal, Täglichlaufen als Streßkiller. Hauptsache, Dir geht es gut dabei, der Wohlfühlfaktor spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Tue das, was Dir gut tut – wenn wir uns nach der Maxime richten, ist das doch lobenswert. Darauf läuft es am Ende hinaus, der Weg in die Zufriedenheit. 🙂

    Ich habe bisher noch gar keine Käferchen gesehen, eventuell ist es noch zu früh. Aber es ist auch nicht sonderlich warm. Schaun mer ma. Wenn Dich so viele verfolgen, hilft nur die Flucht. Aber es sei Dir versichert, Angst brauchst Du keine haben. Die sind harmlos und die ihre ist größer. Den Minihubschraubern etwas Liebes abzugewinnen, finde ich ganz toll – weiter so! 🙂

  15. Hallo Marcus,
    Gefahren warten doch eigentlich überall im Leben auf uns oder nicht?
    Nicht nur im Haushalt, sondern beim Autofahren, Spazierengehen, Radfahren und natürlich auch beim Laufen. Man kann blöde mit dem Fuß umnknicken, unliebsame Begegnungen mit Autos und anderen Verkehrsteilnehmern haben, unglücklich von fallenden Ästen getroffen werden… Am Ende kann man sich noch so vorsehen, irgendwann trifft es jeden von uns einmal. Gerade im Straßenverkehr egal ob als Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger oder Läufer, alle sind da Gefahren ausgesetzt. So ist das Leben eben. Manchen Gefahrenstellen kann man ausweichen, anderen wieder nicht. Ich wäre heute beim Laufen auf dem Bürgersteig fast von einem Radfahrer umgenietet worden, aber eben nur fast.
    Ich versuche mich vorzusehen, so gut es mir möglich ist. Über alles weitere mache ich mir nicht so viele Gedanken.
    Wenn ich an den Gänsen vorbeilaufen, wenn sie mit ihren Küken nahe am Wegrand sind oder gar auf dem Weg, da habe ich gehörigen Respekt vor, wenn sie mich warnend anzischeln. Letztens bin ich doch glatt voller Respekt stehengeblieben, bis die ganze Familie den Weg überquert hat. Ich weiß nicht, ob so ein Gänseangriff wirklich gefährlich ist, lasse es aber lieber nicht drauf ankommen.
    Vor eine Wildschweinfamilie hätte ich glaube ich auch sehr viel Respekt. Doch irgendwie stelle ich es mir auch schön vor, so etwas mal ganz nah zu sehen.
    Du hast sicher schon sehr viel erlebt bei Deinen täglichen Läufen.
    Doch ich bin überzeugt, dass der Genuss viel mehr überwiegt, als Ärger, Frust oder Angst.
    Wünsche Dir noch viele angenehme tägliche Genußläufe.
    Liebe Grüße

    Kornelia

  16. Respekt vor allen Lebewesen sollte eigentlich Normalität sein, doch dieses Denken konvergiert nicht mit unserer Art. Erneut verweise ich auf den Golf von Mexiko. Dort wurde ein Programm initiiert, gegen die die Katastrophe der Exxon Valdez einst ein müder Kindergeburtstag war. Und weswegen jammern alle? Wegen wirtschaftlicher, finanzieller Verluste – unsere Spezies ist einfach nur krank.

    Gänsefamilien beobachte ich generell sehr gerne, weil sie schlichtweg einfach nur goldig sind. Das Zischeln ist nur eine Warnung, sie werden Dich nicht angreifen. Dazu sind sie zu scheu. Und am Ende wollen sie nur ihre Jungen verteidigen.

    Wildschweine sind sehr beeindruckende Tiere, kraftvoll, voller Energie und mit einem Tempo unterwegs, das jeden Zeitenfreak neidisch machen würde. Ihre Kleinen hingegen sind – wie alle Tierkinder – nur süß.

  17. Dem Thema Wildschweine kann ich nur zustimmen. Ich hatte heute mehrere Begegnungen mit teilweise beachtlichen Exemplaren. Die meisten sind so scheu, dass sie sofort die Flucht ergreifen und eigentlich nur Ihre Ruhe wollen. Und da es mir genauso ergeht, kommen wir uns bisher nicht in die Quere!
    Das Thema Hunde/Hundebesitzer ist ja schon ausgiebig behandelt worden. Trotzdem gibt es immer wieder neue Ansätze die mich in Erstaunen versetzen. So hat vor kurzem ein Hundebesitzer, der seinen Hund von der Leine lies als ich ungefähr 20 Meter vor ihm war, dieser sofort knurrend und aggressiv auf mich zu kam, auf meinen Hinweis er solle seinen Hund doch anleinen, geantwortet ich würde ja auch ohne Leine frei im Wald herumlaufen!?!
    Das einzige was ich Ihm in diesem Moment entgegnen konnte, war der Ausdruck meiner Freude darüber, dass endlich mal einen Hund kennenlernen durfte, der anscheinend wesentlich intelligenter als sein Herrchen war. 😉
    Manche lernen es wohl nie! Hoffen wir nur, dass es immer gut geht.
    Ein schönes WE wünsche ich Dir!

    Gruß Gerd

  18. Möge es dabei bleiben, daß keine Konflikte entstehen. Ich habe allerdings schon länger keine mehr gesehen; ihre Spuren sind aber nicht zu übersehen. Derzeit basteln sie an einer Weg-Transformation. 😉

    Dein Beispiel, Erlebnis ist sehr schön – das Verhalten wundert mich aber nicht wirklich. Solche Typen habe ich schon sehr oft erlebt. Und genau die sind es, die aggressive Hunde halten, die sie nicht kontrollieren können. Ich habe mal einen Hund abgewehrt, da war der Besitzer so verärgert – was ich da wage – und wollte die Polizei rufen. Nachdem ich das begrüßte, hat er seine Meinung geändert. Schade eigentlich. Am Ende war er jedoch relativ nett.

    Nun ja, Hunde und Läufer. Ein Endlosthema.

    Entspanntes Laufen, ohne Hunde und ein schönes Wochenende!

  19. Liebe Marcus,

    zuerst war ich ein wenig irritiert über den Titel deines Artikels. Als unerschütterlicher Optimist mache ich mir nicht so viele Gedanken um alle möglichen Gefahren. Aber je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr muß ich dir doch recht geben. Es liegt im Wesen des täglichen Laufens selbst, daß jede von außen kommende Gefahr das Ende bedeuten könnte. Vielleicht spielt es deshalb eine so große Rolle auch in deinem Denken.
    Aber, mach dir nicht zu viele Gedanken um das was war und vor allem um das, was kommen könnte.
    Du hast immer geschrieben, daß es dir nicht um die Serie an sich geht. Es geht um die tägliche Bewegung, um die täglichen Läufe. Sollte wirklich mal was passieren, was es dir unmöglich macht, laufen zu gehen – dann machst du eben weiter, sobald es wieder geht. Täglich Läufer lassen sich doch nicht unterkriegen!
    Vielleicht solltes du die äußeren Einflüsse nicht so sehr als Gefahr, sondern als Herausforderung sehen. Man muß ja nicht jede Herausforderung annehmen. Gefährlichen Hunden würde ich auch aus dem Weg gehen und bei Gewitter würde ich meinen Lauf auf spätere Stunden verschieben.
    Aber man kann nicht jede Herausforderung umgehen. Möge dir dein Verstand immer rechtzeitig eine Warnung zukommen lassen und möge dir das Quentchen Glück immer hold sein!
    Viele liebe Grüße
    Petra

  20. Täglichlaufen ist ein fragiles Konstrukt, liebe Petra. Gefahren bilden nicht stets eine „große“ Rolle, demungeachtet ist diese Philosophie ein bedeutender Teil in meinem Leben, entsprechend die Konzentration auf die gewichtigen Faktoren.

    Das Wort „Serie“ mag ich nicht; es beschreibt das Erbrachte, die Leistung zwar sehr gut, aber darum geht es nicht. Nur für die Serie kann man nicht täglich laufen. Vielleicht ein paar Tage, aber nicht mehr. Das wäre arm, wenn die Serie selbst die Legitimation wäre.

    Externe Einflüsse sind nach meiner Betrachtung weniger Herausforderung als Gefahren, siehe das Busunglück. Den außer Kontrolle geratenen Bus als Herausforderung zu betrachten, hätte sich als taktisch unklug erwiesen. 😉

    Glück wünsche ich mir für uns alle, damit unsere „Serien“ weitere viele Jahre in die Zukunft führen!

    P.S. Ich sollte mir mal Gedanken zu dem Terminus „Serie“ machen. Der ist unpassend.

  21. Die Probleme mit den Mücken regen mich manchmal auch auf, aber dann hilft mir der Gedanke, dass ich am Ende des Laufes noch lebe. Meistens jedenfalls… 🙂

    Gruss,
    Takel

  22. Hi Marcus, nun bin ich auch mal wieder dazu gekommen einen kurzen Komentar zu hinterlassen. Die Dinge welche du da wiedermal amsprichst kenne ich mitlerweile auch teilweise. Wobei ichkontakte Menschlicherseits zum Glück selten erleben muss. Das finde ich auch gut, denn beim Laufen möchte ich großenteils meine Ruhe haben. Mit Tieren habe ich jedoch hin und wieder meine Kontakte welche ich jedoch immer sehr schön finde und die mich auch immer wieder faszinieren. Wildschweine habe ich ja wie du weißt vor kurzem im Gehege gesehen und mich sehr an ihnen erfreut. Auch wenn sie eingezäunt waren geben sie trotz allem ein imposantes Bild ab.
    Die Natur in Form von heftigen Witterungsbedingungen habe ich besonders im vergangenen winter sehr stark erlebt und auch oft ein wenig verflucht. Aber da ich es nicht ändern kann ist es mir auch zum großen Teil gleichgültig welches Wetter herscht, da jeder Tag an dem ich laufen kann auch eine Besonderheit in sich birgt.
    Also, ich wünsche dir weiterhin noch viele verletzungsfreie Läufe sowie viel Freude an der Natur.

    Liebe Grüße

    Marcel

  23. Takel, Mücken sind doch auch eine wunderbare Motivation auf Pausen zu verzichten, gell? 😉 In „meinen“ Wäldern sollte man besser nicht anhalten.

    Marcel, wenn ich die Wahl hätte, würde ich auf menschliche Kontakte auch eher verzichten, aber das ist natürlich utopisch.

    Wildschweine im Gehege sind sicher gut anzusehen, aber das ist nichts im Vergleich, wenn man sie kraftvoll laufend in der Natur beobachten darf. Diese machtvolle Stärke – herrlich!

    Dennoch, ich wünsche Dir jetzt mal keine Wildschweinkontakte. 😉

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