Kilos, Kollisionen, Kilometer

Kilometer. Das Laufjahr 2010 hat relativ schwach begonnen – in Relation zu den Vorjahren. Ich spreche nicht vom Täglichlaufjahr, welches naturgemäß am 18.03. für mich beginnt, nein, sondern ganz allgemein vom Jahresanfang betrachtet. Zwar interessieren mich die gelaufenen Kilometer nicht in einem exponierten Rahmen, demungeachtet besitzen die Jahreskilometer durchaus eine gewisse Brisanz. Eine kleine Analyse derselben offenbart evident die Auswirkung des extremen Glatteises auf meine Umfänge, die ich – widerwillig – reduzierte. Im Januar und insbesondere in der Phase vom 04.02. bis 14.02. zollte ich der Welt des Eises meinen Tribut. Nehme ich den Zeitraum vom 01.01. bis 14.04. als Grundlage, so absolvierte ich 2008 in diesem Abschnitt 1329 Kilometer, 2009 1403 Kilometer und in diesem Jahr nur 1265 Kilometer. Das sind im Vergleich 64 Kilometer (2008) respektive 138 Kilometer (2009) weniger. Eine erhebliche Reduktion, einerseits auf Grund der Witterung, andererseits durch eine unsägliche Erkältung. Ich lasse mich überraschen, wie sich das Jahr weiterhin entwickeln wird – die Differenz indes, werde ich nicht bewußt kompensieren.

(Fast)Kollision. Mein erstes Mal. In diesem Jahr. Nun ist es also passiert. Am 13.04. ereignete sich der erste Fastunfall 2010. Einmal mehr am berühmt-berüchtigten Stopschild, jener Ort, an dem die Majorität der motorisierten Mitbürger alles Mögliche anstellen, nur nicht anhalten. Ab 2004 gerechnet, war dies mein 30. Fastunfall – auch eine Art Jubiläum. Ich erhob wie so oft meine Stimme, doch eine Reaktion blieb aus. Ebenfalls wie so oft. Das gleiche alte Lied. Wird diese Problematik eines Tages für den Schlußpunkt meiner Konzeption verantwortlich zeichnen?

Kilos. Im Juli 2008 nahm ich eine Beraterfunktion ein, um einen Menschen, welcher sich nie mit Laufen beschäftigte, diesen Sport näher zu bringen, um ein neues Wohlbefinden zu generieren – in Kombination mit einer sinnvollen Gewichtsreduktion. Sinnvoll bedeutet nach meiner Intention, langsam – doch dafür umso nachhaltiger das Gewicht zu verringern und nicht ohne Anstrengung auf der Couch liegend 20 Kilogramm in zwei Wochen, wie es absurde Diätpläne in bunten Zeitschriften allzu naiven Lesern suggerieren. Das damalige Projekt war ein voller Erfolg, die primären Ziele wurden realisiert, in erster Linie auch die Freude am Laufen etablieren. Leider wurde die praktizierende Langfristigkeit im Laufe des Jahres 2009 konterkariert, kausal bedingt durch gesundheitliche Probleme, die eine Fortsetzung unmöglich machten. Aktuell kann ich verkünden, daß das Projekt reaktiviert wurde. Ich selbst nahm bereits zweimal an der Fortsetzung teil und werde auch in der Zukunft beratend einwirken, vor allem auch im Hinblick der Motivation. Vor dem gezeigten Willen mit dem einhergehenden Engagement verneige ich mich. Ich freue mich über diese Entwicklung und auf jenen Menschen bin ich sehr stolz.

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22 Antworten to “Kilos, Kollisionen, Kilometer”

  1. Guten Morgen Spotzl!

    Also ich muß dich tadeln! Wie kann man nur in diesen 4 Monaten so wenige Kilometer laufen? Das gibts doch nicht *gg*. Ich würde mich in eine Ecke stellen und schämen. Das sind Dimensionen, da kann ich mich nur verneigen.

    Zum Thema Stopschild fällt mir nur eines ein – bitte paß auf dich auf und denke einfach für diese Idioten mit!

    Ich finde es sooo klasse von deinem Schützling, dass er wieder auf der Piste ist und ich wünsche euch ganz viel Erfolg!

  2. Einen schönen guten Morgen, meine liebe Brigitte! 🙂

    Also ich muß dich tadeln! Wie kann man nur in diesen 4 Monaten so wenige Kilometer laufen? Das gibts doch nicht *gg*. Ich würde mich in eine Ecke stellen und schämen

    😯 Ja, nicht wahr? Ich verbringe den heutigen Tag in der Ecke.

    Ich schrieb ja nicht, daß es wenig wäre – es ist weniger in Relation zu den Vorjahren. Nur eine kleine Analyse.

    Am Stopschild bin ich auf alles vorbereitet, ich rechne damit. Und sehr viele sind schon zusammen gezuckt, wenn ich meine Stimme erhebe – vermutlich halten die dann beim nächsten Mal. Durch Erfahrung lernen.

    Vielen Dank! Ich freue mich, daß es wieder weiter geht. Es ist bereits jetzt ein Erfolg – und die lange Pause war nicht soooo schlimm.

  3. Ich sag ja nicht, dass du sagtest, dass es wenig ist. ICH sage es ist wenig im Vergleich *lach*.

    Erst laufen, dann in die Ecke verschwinden!

    Ich bin so richtig stolz auf deinen Schützling. Hoffentlich passt es diesmal.

  4. Na gut, das lasse ich mal so stehen. Dann könnte ich gleich in der Ecke laufen. :mrgreen:

    Bisher überwiegen noch die Walkingphasen, aber das wird sich demnächst wieder verschieben. Es macht Spaß, die Freude hautnah mitzuerleben. 🙂

  5. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Ich lach mich kaputt… da fällt mir wieder das Um-den-Tisch-laufen ein. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

    Du weißt doch, auch Walker sehen sich zum Teil als Täglichläufer… auch da fällt mir eine lustige Episode ein – wir klauen mal die Gedanken eines Täglichläufers und kopieren sie 1 zu 1 in den eigenen Blog. :mrgreen: :mrgreen:

  6. Ja, das Leben treibt schon sehr seltsame Blüten. Um-den-Tisch-Laufen soll demnächst olypmisch werden. Munkelt man. 😯

    Das ist das Netz. Copy and paste ist an der Tagesordnung…

  7. Hallo Marcus,
    Dein reduzierte km-Umfang zu Jahresbeginn ist immerhin in etwa doppelt so viel wie meiner. Es ist wie vieles eben eine Sache des Blickwinkels. Letztlich zählt nicht die Anzahl der gelaufenen km sondern viel mehr das Wohlbefinden und die tägliche Bewegung an sich.
    Ich laufe hier immer ein Stück auf einer mäßig befahrene Straße entlang (natürlich am äußersten Rand). Ich achte immer auf den Verkehr und mache mich bei Bedarf entsprechend dünne. Doch mancher hupt trotzdem wie verrückt. So wie Du am Stoppschild auf nicht anhaltende Autofahrer reagierst, reagiert mancher auf mich, wenn ich verbotenerweise am Rande der Straße laufe. Da müssen wir wohl alle gemeinsam gegenseitig auf uns aufpassen, oder?
    Dass Dein Schützling einen neuerlichen Versuch startet, finde ich gut. Vielleicht hilft in diesem Fall am Ende weniger mehr? Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass das neuerliche Vorhaben gelingen möge.
    Liebe Grüße
    Kornelia

  8. Für jeden Täglichläufer liegt der gelaufene Wohlfühlumfang in einem anderen Bereich. Bei mir hat sich das – in der Regel – bei 12/13/14 KM pro Lauf eingependelt. Manchmal mehr, manchmal weniger.

    Gegenseitig aufeinander aufpassen klingt gut. Wenn das so wäre, wäre das wirklich schön. Die Realität sieht in meinem Fall schon anders aus. Der einzige, der aufpaßt, bin ich. Von 100 Autofahrern halten vielleicht 30 an. Aber selbst die Polizei interessiert das nicht. Das lohnt sich einfach nicht. Finanziell natürlich. Ist Dein Straßenabschnitt lang, den Du absolvieren mußt? Gibt es Alternativrouten?

    Wenn das neuerliche Projekt Bestand hat, widme ich der Thematik einen eigenen Artikel. Aber bereits das Reaktivieren an sich, ist schon ein großer Erfolg. Auch für mich.

  9. Hallo, Marcus-

    also Deine Kilometerumfänge sind fantastisch! Eigentlich ohne Worte 🙂

    Ich finde es schön, dass Du andere unterstützt, etwas zu tun. Sport kann viel bewegen- laufen sowieso- es befreit wie kaum etwas anderes… Ich wünsche Euch viel Erfolg!

    Fast-Unfall- da höre ich lieber weg. Bei dem Gedanken bleibt einem ja das Herz stehen! Paß gut auf Dich auf! Alles ist immer so schnell unterwegs- unachtsam- ich hoffe, es wird nie etwas ernsthaftes passieren..

    Hab einen schönen Tag- die Sonne guckt grad hervor- ich hab mein Läufchen noch vor mir.

    Liebe Grüße von Ines!

  10. Der Körper gewöhnt sich an vieles (wenn der Geist denn will), dafür vermeide ich die ganz langen Läufe – wie das in der normalen Laufwelt so üblich ist.

    Ich sage immer, Laufen befreit den Geist – und das ist nur der Anfang. Der Nutzen ist allumfassend. Heute bin ich wieder mit dabei, mein dritter Einsatz. 🙂

    Selbst die Fastunfälle finden in Abstufungen statt. Die extrem heiklen sind bisher noch in der Unterzahl. Zumindest rechne ich mit allem an der Stelle und bin entsprechend vorbereitet. Aber auch das hilft nicht immer, wenn ich an letztes Jahr denke, wo der LKW von hinten kam.

    Die Sonne? Möge sie bei Dir sein – hier sind nur Wolken und doch leider kein Regen.

  11. Das hast Du sehr schön gesagt!!!!!!!!!!!!!

    Das Wochenende soll uns ja mit Wärme verwöhnen- seien wir gespannt! Wahrscheinlich kam sie nur, weil ich mein Tellerchen brav aufgegessen habe *lach

    Wie gesagt- an Unfälle mag ich auf keinen Fall denken- mögest Du immer einen aufmerksamen Schutzengel bei Dir haben!!!

    Hab einen schönen Tag!

  12. Dankeschön!

    Noch sieht es eher nicht nach Wärme aus. Aber wie Du schon sagst, lassen wir uns überraschen.

    Ich wurde heute auch schon überrascht. Denn Schafbaby Nummer 7 hat die Erde erreicht. Wenn es mir gelingt, werde ich heute noch Photos von dem Putzel machen. 🙂

    Ich wünsche Dir ein herrliches Wochenende!

  13. Lieber Marcus,

    Kilometer
    NUR 1265 Km, Du hast echt Sorgen ;-). Obwohl, ein Gutes hat es ja, ich führe noch ganz knapp mit meinen 1373 Km!!!!!

    Kollision
    Das kennen wir, auch wir haben da so unsere Erlebnisse und sind teilweise nur mit Glück von Schlimmeren verschont geblieben. Tja, wenn jeder etwas mehr Rücksicht nehmen würde und sich an Verkehrsregeln halten würde…..

    Kilo
    Haben wir keine Probleme mit, ähm doch, nicht weiter an Gewicht zu verlieren ;-).
    Das Du beratender Weise tätig bist finde ich klasse, und dass dies mit Erfolg gekrönt ist wundert mich kein bisschen. Was Du machst machst Du konsequent und gut durchdacht, das kann nur zum Erfolg führen. Und wenn Du dann noch jemandem hilfst, der so mitmacht motiviert das zusätzlich, gelle?

    Ich wünsche Dir ein tolles Wochenende,
    Steffen

  14. Sofern Du Dein Pensum in ähnlichen Dimensionen weiter praktizierst, wirst Du mir auch weiterhin voraus bleiben, lieber Steffen, aber wir wollen doch nicht vergleichen. Du kennst meine kleine Statistik-Affinität. Und 1265 KM stimmt eh nicht mehr. 😉

    Ich bin immer froh, wenn ich das – zum Glück sehr kurze Stück Straße – hinter mir habe und in den Wald eintreten kann. Eine völlig andere Welt.

    Du weißt ja, wer viel läuft, darf mehr essen. Wer täglich läuft, darf noch mehr essen. 😀 Vorhin absolvierte ich meinen dritten Beratungseinsatz, der doch sehr positiv verlief, ja, das macht einfach nur Spaß.

    Dir ebenfalls ein grandioses Wochenende!

  15. Hallo lieber Marcus,

    ich findes es toll, daß du jemand unterstützt, das Laufen lieben zu lernen. Derjenige kann sich glücklich schätzen, deine Unterstützung zu bekommen – weil bei dir kein Leistungsgedanke dahintersteht, sondern die Freude an der Bewegung.

    Deine Kilometerzahl ist bewundernswert. Aber du hast recht – jeder Täglichläufer hat seinen eigenen „Wohlfühlkilometerbereich“. Deine Umfänge würden bei mir zu einem raschen Ende der Serie führen.

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende und pass immer schön am Stopschild auf! Du mußt dort immer mit der Dummheit der anderen rechnen! (Leider…)

    Viele liebe Grüße
    Petra

  16. Die Liebe am Laufen zu vermitteln, gelang mir damals schon. Leider – müßte ich sagen. Denn durch die gesundheitlichen Probleme wurde die Zwangspause – auf Grund der Erkenntnis, wie schön Laufen doch ist – noch viel schlimmer. Das stimmt, um Leistungen geht es mir nicht.
    Ich weiß nicht, wie stark Du Dich auf Deine Kilometer konzentrierst, in einem Bereich der Auswertung – aber ich prophezeie Dir, daß sie mit den Jahren steigen werden. Zu Beginn lief ich oft fünf Kilometer.

    Vielleicht sollte ich der Verwaltung einen „Läufer-Tunnel“ vorschlagen. Na ja, das wäre wieder zu teuer. 😉

    Liebe Petra, ich wünsche Dir ebenfalls ein herrliches Wochenende, tolle Läufe im Sonnenschein!

  17. Hi, hi – Läufertunnel wäre doch genial! Aber eben wohl viel zu teuer… Vielleicht sollte man ganz einfach mal einen Rotlichtblitzer aufstellen?

    Ich konzentriere mich eigentlich nicht so sehr auf die Kilometer und laufe oft eine „Wohlfühlentfernung“, die aber fast täglich anders aussieht. Es ist wirklich erstaunlich, aber ich habe ein wirklich gutes Körpergefühl entwickelt, welches mir genau sagt, wann es zuviel wird und ich kürzer treten sollte. Trotzdem ist mein Kilometerschnitt schon um einiges höher geworden und ich glaube auch, daß der noch weiter steigt. Aber das ist nicht mein primäres Ziel – ich lass es einfach laufen…
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag und einen herrlichen Lauf im strahlenden Sonnenschein!
    Viele liebe Grüße
    Petra

  18. Ein Blitzer an dieser Stelle wäre eine Goldgrube – zumindest solange, bis ihn jeder kennt. Eine temporäre Einrichtung wäre also sinnvoll. Doch in dieser Stadt unmöglich.

    „Es einfach laufen zu lassen“ – ist in meinen Augen sowieso die beste Einstellung. Nichts erzwingen, der Rest ergibt sich von allein. So hielt und halte ich das auch. Mein Körper weiß sowieso, was für ihn gut ist – und was nicht. Vertrauen in seinen Körper – ja das lernt man durch Täglichlaufen.

    Ebenfalls einen herrlichen Sonn(en)tag und einen grandiosen Lauf! Ich beginne jetzt langsam… 🙂

  19. Hallo Marcus, auch ich möchte mich hier mal wieder blicken lassen. Das mit dem Fastunfalljubileum lese ich nicht gerne und kann und will nur hoffen dass es nicht irgendwann für das Ende dieser grandiosen Serie verantwortlich sein wird.
    Jedanfals wünsche ich dir bei diesem wunderschönen Wetter alles Gute und erlebnissreiche Läufe.
    Unseren Plan mal was gemeinsam zu unternehmen habe ich auch nicht vergessen, und freue mich schon sehr darauf dich bald mal persönlich kennen zu lernen.
    Ich denke das ich dafür irgendeinen Tag im Mai oder Juni anpeilen werde. Kannst dir ja schon mal überlegen wann es dir gut passen würde.

    Liebe Grüße aus Schmerwitz, Marcel… 😀

  20. Ja, das hoffe ich auch; oft genug war es mehr als knapp. Doch bisher hatte ich Glück. Das ist mir hoffentlich auch weiterhin hold.

    Ein gemeinsamer Lauf wird sicherlich eine grandiose Angelegenheit werden. Zwecks detaillierter Planung werden wir noch mailen. Aber Mai oder Juni sollte kein Problem sein.

  21. […] Gelebtes Täglichlaufen Aus dem Leben eines Täglichläufers « Kilos, Kollisionen, Kilometer […]

  22. […] 2010 der April mehr oder weniger entspannt. Von einigen Ausnahmen freilich abgesehen. Ein weiterer Fastunfall gesellte sich diesem absurden Konto in meiner Statistik hinzu. Einmal mehr hatte ich Glück. Wer […]

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