Täglichlaufen. Acht Jahre & Sechs Monate. Cui dislet meminit.

Am vergangenen Sonntag führten verschiedene Ursachen zu einer konzentrierten Überlastung meiner körperlichen Systeme, die adäquat mit einer temporären Notabschaltung reagierten. Ich konnte vier Gründe identifizieren, die kausal dafür verantwortlich zeichneten. Jeder für sich genommen, stellte keine Bedrohung dar. Doch in der Summe addiert, war die Konsequenz nur allzu logisch. Es war ein sorgloser Fehler, keine Verknüpfung zu etablieren. Einen jener Gründe – zolle ich nun den angemessenen Tribut und übe mich in distanzierter Zurückhaltung. Das Augenmerk sollte hierbei auf den Terminus Distanz liegen. In den letzten Tagen bemühte ich mich um schonende Gesundheitsläufe; ich absolvierte nur verkürzte Strecken und auch mein Vorprogramm habe ich merklich reduziert.

In Fesseln gelegte Kraft. Innere Energie. Unbändig und vollem ungestümen Zorn und dennoch brutal in Ketten gezwängt. Es fiel und fällt mir eklatant schwer, diese Selbstbeschränkung durchzuhalten. Doch das Wissen um die Alternative ließ mir keine andere Wahl – jene wage ich nicht zu präferieren. Dessenungeachtet gelang es mir den akuten Widrigkeiten zum Trotz mit dem heutigen Lauf von sechs Kilometern mein Halbjahresjubiläum zu verwirklichen. Somit erhöht sich das unbedeutende Nebenprodukt meiner Täglichlaufphilosophie auf –Acht Jahre und Sechs Monate– täglichen Laufens. Jeden Tag. Ausnahmslos.

Endlich wieder zurück auf meinem Damm! Nur noch bis zum nächsten Baum, ein paar Meter bis zur kommenden Biegung. Die Augen geschlossen; die Sonne fühlend, wie sie die spätsommerlichen Baumkronen durchbricht und mein Antlitz kitzelt. Doch ich kehre um, noch bin ich vorsichtig. Das bisher unzugängliche Tor, welches den Weg in das neunte Jahr freigibt, wurde heute mit einem lauten Knarzen aufgestoßen – wenngleich selbiges derzeit leicht eingerostet erscheint. Umso größer der Stolz, daß mein Willen und meine Selbstdisziplin geneigt sind, mein Denken im Fortbestehen weiterhin zu unterstützen. Ich gestehe, dafür bin ich extrem dankbar. Denn Täglichlaufen ist wahrhaftig ein Geschenk, in erster Linie meines Körpers an mich selbst – und umgekehrt. Die Ebene, auf der die Vorstellung ihren Ursprung hat, auch nur einen Tag zu pausieren, habe ich seit langem verlassen. Natürlich währt nichts ewig, alles hat seine Zeit – für mich das gewichtigste Argument, die Endlichkeit meiner Laufkonzeption täglich zu feiern – mit einem entsprechenden Lauf in der von mir so geliebten Natur. Den Genuß so lange zu leben, wie er realisierbar ist.

Als Sinnbild dieser Symbiose habe ich folgenden Baum ausgewählt. Irgendwann war er da. Er war ganz klein und reckte sich neugierig gen Himmel, er wuchs edel in die Höhe und ging scheinbar eine symbiotische Verbindung mit dem steinernen Gebilde ein. Äquivalent mein Täglichlaufen. Wie das Gebäude konnte auch ich die Entwicklung des Täglichlaufens, respektive des Baumes weder planen noch bewußt beeinflussen. Das hätte ich auch gar nicht gewollt. Wie auch? Erstens nahm ich das zu Beginn nicht in der Form wahr wie ich es heute tue und zweitens wurde ich dadurch ein anderer Mensch. So wie sich der Baum liebevoll an das Gebäude schmiegt, gehört das Täglichlaufen ebenfalls zu mir. Beide bilden eine harmonische Einheit, doch ist der Nutzen für mich weitaus bedeutender – als es das Baumgebilde möglicherweise in meinem Beispiel erfährt. Der Bund ist zeitlich begrenzt – irgendwann wird er auseinander fallen, ja, muß auseinander brechen – denn so ist der Lauf des Lebens. Die Kunst liegt in der Wertschätzung solange er besteht. Und ihn nicht erst zu achten, wenn meine natürliche Konzeption ihr Ende gefunden hat.

Gerade im Kontext der erlebten Schwierigkeiten, die automatisch damit einhergehen. Stets sprach ich davon, wie fragil das gesundheitliche Konstrukt ist und einmal mehr wurde mir das vor wenigen Tagen eindrucksvoll demonstriert. Freilich hätte ich mich gänzlich der vernünftigen Ruhe hingeben können. Oder mal eben so auf der Stelle laufen und das als Täglichkaufen betrachten, was es durchaus geben soll. Aber wo läge da der Ernst? Der gelebte Sinn meines Denkens? Bliebe dann nicht mein Stolz, meine Freude über das Erreichte auf der Strecke? Die Ehrlichkeit zu mir selbst? Der Triumph über mich selbst? All die gemeisterten Herausforderungen würden ihrer Würde beraubt. Trotz partieller Probleme, die hin und wieder auftreten, ja, auftreten müssen – darf man nicht verzagen und sollte seiner Konzeption treu bleiben. Natürlich in einem vertretbaren Rahmen, welcher der Gesundheit geschuldet sein sollte – was selbstredend wiederum eine individuelle Geschichte ist. Das ist jene Selbstdisziplin, die durch das Täglichlaufen ebenso eingefordert wie forciert wird. Beides bedingt einander. Die Grundlage dessen, worauf der Wert des Täglichlaufens in meinen Augen basiert. Mehrheitlich genießen, aber wenn die Zeit reif ist – auch Härte zu sich selbst zeigen. Jahrelanges Täglichlaufen ohne mentale wie körperliche Herausforderungen ist eine reine Illusion. Ein stetes Ringen mit sich selbst ist vonnöten, um dem Stil seine individuelle Legitimation zu verleihen. Cui dislet meminit.

Hierbei definiere ich die gezählten Jahre wie Tage einmal mehr als Beiwerk. Die Zahlen an sich sind irrelevant. Es geht nicht um ein Zählen oder Vergleichen. Sondern um die Erkenntnis, daß es möglich ist, täglich zu laufen. Jeden Tag. Heute. Immer nur heute. Als ein Sieg über sich selbst. Gegen seine eigene Unzulänglichkeit aus Überzeugung. Wenn man denn will. Wenn man in dem Stil seine Zufriedenheit findet. Wenn es statt Zwang Liebe ist. Wenn man die Ritualphase überwunden hat. Über eine Verinnerlichung hinaus ist. Ja, auch wenn es ein schweres Wort ist – beinahe schon unangemessen, handelt es sich doch nur um banales Laufen – wenn es zu einer Art Lebenseinstellung geworden ist. Die Einsicht dieser beschriebenen Gratwanderung ermöglicht mir das Täglichlaufen zu leben. Wie lange noch? Nur heute. Immer nur heute.

Die Vergangenheit ist ohne Leben, die Gegenwart fast vergessen und die Zukunft ist noch nicht geboren. Die Fortführung kann in jeder Sekunde ihren Schlußpunkt finden. Aber das stolze Gefühl, wie die vergangenen Jahre bravourös in das unendliche Nichts eingezogen sind – mit all ihren prächtigen und harten Erlebnissen, mit Lachen und Weinen, im Licht und Schatten als eine Verkörperung von Freud und Leid bilden für mich trotz allem ein schönes Gefühl, welches ich nicht missen will. Gerade auch die Widrigkeiten tragen das ihrige dazu bei. Zu wissen, daß ein unsportlicher Mensch acht Jahre und sechs Monate jeden Tag laufen kann, ist ein großartiges Gefühl. Ich weiß nicht, ob ich neun Jahre erreichen werde. Ebenso weiß ich nicht, ob ich morgen laufen werde – laufen kann und laufen darf. Zahllose Faktoren entziehen sich meinem Einfluß. Einst rechnete ich nicht einmal mit zwei Jahren. Gleichwohl bestimmte das kuriose Leben mich vom Antisportler – der glücklicherweise immer noch in mir existiert – zum Täglichläufer. Und so werde ich auch weiterhin meine tägliche Runde drehen; mal weiter – mal kürzer. Die intensivste Ruhephase des Tages – als ein Hort der inneren Zufriedenheit und vollkommenen Harmonie. In natürlicher Ruhe. Über Jahre. Es ist möglich.

Täglichlaufen und ich. Eine diffizile Einheit, die ich von Zeit zu Zeit kritisch hinterfrage und in Verbindung mit Zweifeln betrachte. Eine konstante Neubewertung ist für mich obligat. Das Fazit konzentriert sich in der Frage, was die richtige Entscheidung für mich und meinen Körper ist. Bisher fielen die Antworten für mich – nach reiflicher Überlegung – evident aus, wenn das auch bei Außenstehenden nur Unverständnis auslöst. Aber wie könnte mich auch jemand verstehen, der diesen Weg der Höhen und Tiefen nicht täglich gemeinsam mit mir gegangen ist? Wahres Verständnis setzt die gleiche Erfahrung voraus. Ich maße mir nicht an, von anderen Menschen Verständnis zu erwarten. Das Leben hat Recht.

Ich werde auch in der Zukunft mein tägliches Laufen praktizieren. Solange sich die etwaigen gesundheitlichen Hürden überwinden lassen, werde ich es tun. Die Meßlatte, bei Hindernissen aufzuhören, hat sich in den absolvierten Täglichlaufjahren signifikant erhöht, die Grenzen sind andere als noch vor fünf oder sieben Jahren. Eine unabdingbare Folge meiner Entwicklung. Der menschliche Körper mag zwar schwach sein, gleichwohl ist er widerstandsfähiger und stärker als sich die meisten Menschen dies überhaupt vorstellen können. Um mein Denken zu verdeutlichen, schließe ich mit einer Anekdote. Und ich lasse mich überraschen, welche Erlebnisse auf dem endgültigen Pfad in das neunte Jahr auf mich zukommen werden. Ich bin bereit. Täglichlaufen. Ein großartiges Gefühl. Und es wird immer wunderbarer, sobald ich in die Vergangenheit zurückblicke. Mit einem zufriedenen Lächeln blicke ich zurück. Täglichlaufen. Mein Weg. Nichts ist jemals einfach.

Die Lektion des Schmetterlings

Eines Tages erschien eine kleine Öffnung in einem Kokon. Ein Mann beobachtete den zukünftigen Schmetterling mehrere Stunden lang, wie dieser kämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen. Dann plötzlich schien er nicht mehr weiter zu kommen. Es schien, als ob er so weit gekommen war wie es ging, aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen konnte. Er war am Ende. Scheinbar. So beschloß der Mann, ihm zu helfen: er nahm eine Schere und schnitt den Kokon auf.

Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus. Aber er hatte einen verkrüppelten Körper; er war winzig und hatte verschrumpelte Flügel. Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete, daß die Flügel sich jeden Moment öffnen, sich vergrößern und sich ausdehnen würden, um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen. Aber nichts davon geschah. Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krabbelnd mit einem verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln. Niemals war er fähig zu fliegen. Totes Leben. Fern der Freiheit.

Was der Mann, in seiner Güte und seinem Wohlwollen nicht verstand war, daß der begrenzende Kokon und das Ringen, das erforderlich ist, damit der Schmetterling durch die kleine Öffnung kam, der Weg der Natur ist, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern. Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht. Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen. Wenn wir durch unser Leben ohne Hindernisse gehen dürften, würde es uns lahm legen. Wir wären nicht so stark, wie wir sein könnten, und niemals fähig zu fliegen.

Ich wünschte mir Kraft. Und mir wurden Schwierigkeiten gegeben, um mich stark zu machen. Ich wünschte mir Weisheit. Und mir wurden Probleme gegeben, um sie zu lösen und dadurch Weisheit zu erlangen. Ich wünschte mir Mut. Und mir wurden Hindernisse gegeben, um sie zu überwinden. Ich wünschte mir Liebe. Und mir wurden besorgte, unruhige Menschen mit Problemen gegeben, um Ihnen beizustehen. Ich wünschte mir Entscheidungen. Und mir wurden Gelegenheiten gegeben.

Ich bekam nichts, was ich wollte – aber ich bekam alles, was ich brauchte.

(Autor unbekannt) – in Teilen von mir modifiziert.
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49 Antworten to “Täglichlaufen. Acht Jahre & Sechs Monate. Cui dislet meminit.”

  1. Ich möchte dir zu diesen vielen Tagen Täglichlaufen gratulieren! Am Wochenende war deine Laufserie am Kippen. Noch fühle ich den Schrecken in mir, als du mir davon erzählt hast. Aber du hast es gemeistert und warst heute sogar wieder 6 km unterwegs!

    Nicht eine Sekunde hab ich daran gezweifelt – auch wenn du stark zurückgesteckt hast. Was anderes hätte ich von dir auch gar nicht erwartet. Das bist eben du! Du und das Geschenk täglich laufen zu dürfen. Ich kenne dich nicht anders. Mein Unverständnis von vor einigen Jahren hat sich in Verständnis und ein bisschen Stolz gewandelt.

    Dass für dich auf der Stelle laufen oder auch um einen Wohnzimmertisch herum nicht in Frage kommt, muss einem richtigen Täglichläufer schon einleuchten. Sollte es das wirklich geben, dann viel Spaß dabei *lol*.

    Zwei Sätze von dir gefallen mir außerordentlich gut: „Aber wie könnte mich auch jemand verstehen, der diesen Weg der Höhen und Tiefen nicht täglich gemeinsam mit mir gegangen ist? Wahres Verständnis setzt die gleiche Erfahrung voraus.“ Genau das ist der Punkt. Ich kann nicht über etwas urteilen von dem ich keine Ahnung habe oder gerade dabei bin diese Erfahrung zu machen.

    In einem der letzten Kommentare las ich (keine Ahnung von wem das nun war), dass das Laufen bei dir Sucht sei. Ich sehe das anders. Es ist bei dir keine Sucht in dem Sinne, sondern es gehört zu deinem Leben einfach dazu. Kein Ritual, keine Sucht, sondern die pure Liebe zum Laufen in deiner schönen Natur!

    Schön, dass es nun gesundheitlich wieder aufwärts mit dir geht. Dass das bei dir nicht lange anhält, wusste ich. Paar Tage im Schongang und schon bist du wieder fit!

    Deine kleine Geschichte gefällt mir gut, auch wenn sie sehr traurig ist.
    Nichts im Leben wird einem geschenkt. Das was man ist und das was man hat, muss man sich hart erkämpfen. Aber – Ausnahmen gibts immer.

    Die Fotos sind toll, bzw. das Motiv. Das sieht so klasse aus. Bissi aufmotzen und schon könnte man fein da drin wohnen *gg*.

    Ich hab dich sehr lieb!

  2. Herzlichen Dank, liebe Brigitte!

    Ein wenig muß ich Dir widersprechen – sie war nicht am Kippen. Lange nicht. Es gab schon heiklere Situationen. Dennoch, es war schon sehr unangenehm. Da hast Du Recht.

    Ich muß zugeben, für Außenstehende klingt das halt verrückt. Aber das ist normal. So sind wir Menschen. Zumindest hat mich das Täglichlaufen auch toleranter werden lassen – gegenüber anderen. Wenn man selbst oft als Irrer abgestempelt wird, sieht man die Welt eben anders.

    Tja, da unterscheidet sich der wahre Täglichläufer zwischen denen, die das nur aus einem Trend heraus machen oder weil sie viele Tage schaffen wollen. Aber das werden sie nicht. Jenen fehlt der Ernst.

    Sucht suggeriert immer etwas Negatives. Aber um eine Sucht handelt es sich bei mir definitiv nicht. Keine Sucht kann eine derartige Disziplin erzeugen – das kann nur Liebe. Eigentlich total simpel – wie ich finde. Du hast das auch wunderbar formuliert! Merci!

    Aufmotzen? 😀 😉 Das glaube ich nicht! *lacht* Ich weiß gar nicht, was da mal drin war oder ist. Ich sollte dies erkunden!

    Nochmals danke! Ich habe Dich auch sehr lieb! *knuddel*

  3. Meinen Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum.
    Eine beachtliche Leistung erst recht wenn man an deine letzten Tage denkt.
    Das Zitat ist übrigens von E.E. Cunnings. Er hat sehr schöne Dinge geschrieben.

    Grß
    Marco

  4. Besten Dank, Marco! Ja, Höhen wechseln sich mit Tiefen ab und das ist auch gut so. Sonst nimmt man alles als zu selbstverständlich hin, was es nie ist.

    Und danke für den Namen des Autors – das war mir unbekannt!

    Schönen Urlaub!

  5. Ich lese erst jetzt deine Zeile Brigitte weil wir wohl zur selben Zeit unsere Kommentare geschrieben haben.
    Deine Zeilen sind wirklich Wunderschön und zeigen das du diesen einen Menschen wirklich lieb hast. Was Marcus betreibt ist keine Laufsucht sonder eine Sucht am Leben.
    Bleibt beide wie ihr seit.
    Ich finde das schön so wie es ist.

    P.S. Der Autor heisst E.E. Cummings nicht Cunnings… Sorry 🙂

  6. Nochmals danke, lieber Marco! Eine schöne Antwort!

    Ja, das ist schon so – Sucht nach dem Leben – das paßt perfekt! Und ja, Brigitte ist extrem liebenswert! 🙂 Gell? *knuddel*

    Genießt Euren Urlaub und eine schöne Fahrt! 🙂

  7. Ok Spotzl, es stand nicht auf der Kippe, aber war knapp davor 🙂 Stell dir vor, du schlägst dir an der Stirn eine Platzwunde. Naja, das wäre auch kein Problem für dich gewesen *gg*.

    Danke Marco, danke Marcus – jetzt macht ihr mich aber verlegen!

  8. Ehre, wem Ehre gebührt! 🙂

    Eine Platzwunde würde mein Laufen nicht behindern. Aber ich bin ja mit einer Beule davon gekommen. 😉

  9. Mein armer Spatz! Da muss ordentlich auf den Tisch gekracht sein. *graus*

    Danke!

  10. Na ja, ich bin kein Leichtgewicht und wenn ich spontan zusammenbreche, nun ja. Ist eh vorbei…

  11. Lieber Marcus,

    ich freue mich hier etwas sehr Positives zu lesen, denn es geht Dir scheinbar besser, wenn auch noch nicht gut.
    Ich freue mich für Dich, dass ein Teil Deines Lebens, Deines Tagesablaufs – oder wie Brigitte es nennt – das Geschenk des Täglichlaufens weiter geht ohne Unterbrechung, obwohl ich denke, dass es weniger der Riss in der Serie wäre, der Dich schmerzen würde, als der Mangel oder das Loch, welches in Deinem Leben entstanden wäre.
    Ich freue mich für Deine Leser, ergo auch für mich 😉 , weiter von Dir lesen zu dürfen und beileibe nicht nur vom Täglichlaufen, sondern von einer unaufdringlichen und Dir eigenen Lebensauffassung, denn so verstehe ich das Gesamtbild „Marcus“, wie ich es gerne für mich bezeichne und fühle Dich jetzt bitte nicht auf eine Sache reduziert. Ich meine damit den Menschen, der dieses Gesamtbild schuf und verkörpert, also Du.

    Danke, in der Hoffnung noch viele Jahre von Dir zu lesen

    Salut

    Christian, der auch heute auf Regen hofft 😉

  12. Mein lieber Christian,

    herzlichen Dank für Deine Worte, vor allem für Deine positive Gesamteinschätzung. Wobei „Gesamtbild Marcus“ doch sehr „schwer“ klingt – ich betrachte mich eher als Staub im Wind – ein Nichts in der Unendlichkeit des Lebens. 🙂

    Meine Erkältung ist fast Geschichte, allerdings bemühe ich mich weiterhin um Zurückhaltung. Zumal heute die Vorzeichen exakt so sind wie letzten Sonntag. Soll heißen, kurze Nacht, kaum Schlaf etc. = kurze Runde.

    Der Riß kommt sowieso irgendwann, der dann jedoch hoffentlich nur temporär ist. Ein Leben ohne Laufen? Unvorstellbar!!!

    Na dann, werde ich mal einen Regentanz für Dich initiieren! 😉 Ein schönes Wochenende!

    • Du bist doch kein Staub im Wind! Christian hat das schon richtig geschrieben, da muss ich ihm recht geben. 🙂

    • Lieber Marcus,

      Deine Selbsteinschätzung ehrt Dich und passt zu dem bescheidenen Wesen, welches sehr gut zu Dir passt. Jedoch denke ich schon, dass Du für viele Menschen eine gewisse – wenn auch von Dir nicht gewollte – Vorbildfunktion hast. Das soll keinesfalls eine Bürde darstellen, sondern nur meinen (virtuellen) Eindruck wiedergeben.
      Durch das Netz gewinnt man einen gewissen Eindruck von einem Menschen, insbesondere wenn so facettenreich berichtet wird, wie Du es tust. Du kennst meinen Eindruck, den ich, bevor ich den „Schriftverkehr“ mit Dir begonnen habe, von Dir hatte. Du weisst, das ich inzwischen ein ganz anderes Bild von Dir und Deiner Lebensphilosophie gewonnen habe. Und es gefällt mir, deshalb liegt mir sehr viel daran, dass ich weiter hier von Dir und Deiner Täglichlaufen-Philosophie lesen kann. Soll jetzt keine Lobhudelei darstellen, sondern nur meinen Respekt für Deine Leistung – und ich sehe Deine Serie als Leistung – darstellen. Danke dafür.

      Leider verbringe ich das Wochenende mal wieder in der Klinik und vor einem Berg von Arbeit, so ist es halt, nach drei Wochen Urlaub. Doch, wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich Regenwolken und die Laufsachen liegen neben mir, so dass der Wald nahe der Klinik ein Ziel im Laufe des Tages sein wird 😉

      Ich wünsch Dir ein schönes und schonendes Wochenende

      Salut

      • Liebe Brigitte, Du kennst mein Denken. Manchmal besser als ich selbst. 😉 Aber so sehe ich mich, als Staub im Wind. Mein kurzes Gastspiel auf diesem Planeten ist nur ein Wimpernschlag des Augenblicks, ein Hauch im Nichts der Unendlichkeit.

        Lieber Christian, es fällt mir jetzt nicht leicht auf Deine Worte zu antworten. Real würde ich mich mit einem galanten Lächeln bedanken und wohl schnell das Thema wechseln, da mich Komplimente immer verlegen machen, vor allem dann, wenn ich das selbst nicht so sehe. „Vorbild“ wiegt viel zu schwer als daß ich dem gerecht werden würde. Nochmals meinen herzlichen Dank, ich verneige mich!

        So eine Webseite bildet schon einen Teil der Persönlichkeit eines Menschen virtuell ab, da stimme ich Dir zu. Mein Blog war einst nur als kurzzeitiges Experiment gedacht, aber wie Du siehst, existiert er immer noch. Sofern es mir möglich ist, werde ich auch weiterhin bloggen. Schade nur, daß ich nicht vor 12 Jahren damit begonnen habe, meine Gedanken als Laufanfänger würden mich heute sehr interessieren. Verlorene Zeit.

        Ich lief heute erneut nur sechs Kilometer, aber es war wunderschön. Die Sonne strahlte, ein leiser Wind ging – einfach nur herrlich.

        Die Regenwolken sind schon da? Da hat dieses Mal mein Regentanz doch recht zügig gewirkt. 😉 Auch wenn Du arbeiten mußt, wünsche ich Dir ein wunderbares Wochenende! Und wenn Du zwischendurch mit einem Regenläufchen abschalten kannst und Deine innere Ruhe dadurch findest, umso besser!

        Alles Gute!

  13. Lieber Marcus,
    acht Jahre und sechs Monate tagtäglich laufen ist eine sehr beachtliche Leistung, finde ich. Das macht Dir so schnell keiner nach. Kannst Du wirklich stolz drauf sein. Dabei hast Du zwangsläufig so manche Hürde überwinden müssen, die Dich letztlich gestärkt hat. Ich glaube Dir gerne, dass Dich das als Mensch verändert hat.
    Jeden Tag zu laufen ist nicht immer nur schön. Doch gerade aus schwierigeren Zeiten kommt man meist gestärkt heraus. Das geht jedoch in Deinem Fall tatsächlich nur, wenn man das Tägliche Laufen tatsächlich sehr liebt.
    Ich wünsche Dir, dass Du Deine Täglichen Läufe noch viele weitere Jahre möglichst beschwerdefrei absolvieren und dabei viele schöne Naturerlebnisse genießen kannst. Aber paß auch auf Dich auf, dass Du nicht an manchen Tagen überziehst.
    Liebe Grüße
    Kornelia

  14. Ja, Kornelia, die Auswirkungen auf mein selbst waren und sind enorm. Und die Entwicklung endet ja nicht, wer weiß, wohin mich der Weg noch führen wird. Ich kann mich nur überraschen lassen. Insgesamt eine spannende Entwicklung, die ich bisher durchmachte, womit ich so nie gerechnet hätte.

    Fakt ist, ich werde noch einige Höhen mit Freuden überwinden und durch viele Täler laufen. So ist das Leben!

  15. Hmmmh…ich könnte jetzt viel schreiben, muss mich jetzt zeitlich aber etwas kurz fassen und begnüge mich mit Stichpunkten:

    Schön, dass es dir wieder besser geht und deine Serie nicht reissen musste. Wie gesagt: bleib vernünftig und lauf erst mal verkürzt, bist du wieder richtig fit bist – auch wenn du dir nicht gerne reinreden lässt. 😉
    Aber ich denke, kurze lockere Läufe sind ein Mittelweg, mit dem sowohl dein Körper als auch deine Seele leben kann.

    Das mit dem Schmetterling gefällt mir gut – da ist viel Wahres dran.
    Und wie heißt es so schön (und ist hier halbwegs passend): der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

    Schönes Wochenende, Marcus!

  16. Vernünftig bleiben, Stefan? Erst einmal werden! 😉 Ich halte mich schon zurück, aber Du weißt selbst, wie schwer das ist. Aber wie heißt es so schön? Vorfreude ist die schönste Freude!

    Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben – ja, ein Glück!

  17. Es war wohl außer Frage, dass du es überwindest. Dass deine Seele und dein Körper stärker sind, als der kleine Infekt, der sich in dich gewagt hat. Auch wenn es mit dem Rückschlag noch recht gut geklappt hat – es ist schön zu hören, dass du jetzt wieder vollständig gesund deinen Weg gehst. So ist der Weg viel angenehmer!

  18. Letztendlich ist es doch gut, mal wieder aus seiner Routine gerissen zu werden. Das erhält die Vorsicht und schärft die Wahrnehmung und man schätzt sein Laufen noch einmal mehr. Obwohl ich das eh schon als Geschenk betrachte – bei den Jahren auch zwangsläufig. Es gab mal eine andere Zeit davor, die ich nur zu gern vergesse.

  19. Lieber Marcus,

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zu 8 1/2 täglichen Laufens. Das ist eine unvorstellbar lange Zeit, die Dich zutiefst geprägt hat. Die Liebe zum Laufen und zum Leben ist es, die dich täglich aufs Neue auf deine Laufstrecke treibt. Ich wünsche dir Gesundheit – ohne die nichts läuft. Ich wünsche dir wunderschöne Läufe in der nächsten Zeit . Und ich wünsche dir ein paar schöne Regenläufe.
    Bald kommt die Zeit, in der Du deine Strecke nicht mehr beschränken mußt. Bald kannst Du wieder ohne Einschränkungen einfach loslaufen. Ich drücke dir die Daumen, daß dies bald soweit ist.

    Dein Vergleich mit dem Schmetterling gefällt mir gut, zeigt es doch, wie wichtig es ist, auch mal zu kämpfen und nicht aufzugeben.
    Laufen und kämpfen wir weiter – jeden Tag aufs Neue.
    Meine Jubiläen werden immer mit Deinen verbunden sein. Ich danke dir, daß Du mir diesen Weg des täglichen Laufens gezeigt hast. Es ist auch mein Weg geworden.
    Viele liebe Grüße
    Petra

  20. Danke schön, liebe Petra!

    Langsam aber sicher erhöhe, normalisiere ich mein Programm wieder. Bis dahin dürfte ich wohl endgültig auskuriert sein, so daß ich die herbstlichen Regengüsse mit Freuden empfangen werde – hoffe ich doch!

    Täglichlaufen ist hin und wieder ein Kampf – ein Kampf mit sich selbst. Und das ist wirklich gut so. Dennoch, am Ende wird immer die Liebe siegen!

    Je nach Betrachtungsweise bist Du mir ein halbes Jahr voraus! 😉 So kann ich Dein Jubiläum nicht vergessen.

    Die Sonne scheint, der Spätsommer zeigt sich von seiner schönen Seite und ich werde nun langsam meine Schafe besuchen.

    Allen ein schönes Wochenende!

  21. Ja, ich traue mir zu behaupten, dass ich dich sehr sehr gut kenne, auch ab und an dein Denken 🙂

    Ausserdem gibt es da noch das unsichtbare Band, das uns verbindet!

    Christian beschreibt dich wirklich sehr gut. Alle Achtung!

    Schön, dass es dir nun wieder besser geht. Da tat dir meine Medizin wohl wirklich gut 🙂

  22. Ja, das ist mehr als ich von mir behaupten kann, denn ich weiß, daß ich nichts weiß. Offensichtlich bin ich relativ leicht zu durchschauen. 😉

    Manche Bänder sind zwar nicht sichtbar, dafür umso stärker miteinander verbunden. 🙂

    Dein Hustenbalsam wirkt super und riecht wunderbar, so heilsam.

  23. Es ist immer ein Balanceakt den Du bestreitest. Aber Du bist jemand, der auch aus seinen „Fehlern“ lernt und entsprechend reagiert.
    Du wirst noch viele, viele Tage weiter täglich Laufen! 😉

  24. Die Vorstellung gefällt mir, Gerd! Aber die Zukunft ist noch nicht geboren. Daher werde ich es wie gehabt praktizieren – erst einmal heute laufen…

  25. Auch ich möchte Dir, wenn auch etwas verspätet, ganz herzlich gratulieren. Es ist eine unvorstellbar lange Zeit, die Du schon täglich läufst. Doch dies zu schaffen ist nur möglich, wenn man das Täglichlaufen so verinnerlicht wie Du das tust. Es gehört eben einfach in den Tagesablauf mit hinein. Du weißt, dass ich Deine Disziplin und Deinen Kampfeswillen sehr bewundere.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Gesundheit, dass Du Dein Leben weiter so intensiv gestalten kannst!

    Die Schmetterlingsgeschichte gefällt mir auch. Sie zeigt uns, dass wir Hindernisse brauchen um zu wachsen. Das ist oft schwer, aber notwendig. Ich bemerke bei mir, dass mir das mich betreffend oft leichter fällt, als bei meinen Kindern. Will sagen, dass ich ihnen gerne alle Hindernisse aus dem Weg räumen möchte, ihnen bittere Erfahrungen ersparen möchte und dann merke, dass das eigentlich nicht geht. Dann bin ich beleidigt, wenn mir eins meiner Kinder sagt: „Ich möchte meine Erfahrungen selbst machen.“ – womit es (das „Kind“ ist 18) ja wirklich Recht hat. Die Kinder müssen ihre Hindernisse selbst aus dem Weg räumen (dürfen), um lebensfähig zu werden. Das heißt ja nicht, ihnen Hilfe zu versagen. Das ist so das, was mir spontan dazu einfällt.

    Und: Ist es nicht so, dass der Mensch, bevor er geboren wird, ebenso seine Zeit im Mutterleib benötigt, um zu wachsen um später ohne Schäden leben zu können? Die Geburt ist der erste „Kampf“, den der Mensch (wie auch der Schmetterling u.a.) überstehen muss.

    Wenn man länger drüber nachdenkt, fallen einem sicher noch viele andere Dinge dazu ein. 🙂

    Ich wünsche Dir eine gute Laufwoche, viel Gesundheit und Glück!

    Liebe Grüße
    Ramona

  26. Herzlichen Dank, liebe Ramona! Ja, es gehört in den Tagesablauf hinein, darüber muß ich nicht nachdenken. Schon sehr lange nicht mehr. Du verstehst mich, schließlich ergeht es Dir ebenso. Als ich heute den Wald verließ, wünschte ich mir für einen Moment, daß der Lauf nie enden möge, aber ich muß mich noch zurückhalten. Täglichlaufen ist einfach nur ein Gefühl, ein wunderbares!

    Gerade bei seinen Kindern fällt es schwer, ihnen etwaige Hindernisse nicht aus dem Weg zu räumen. Aber so ist das Leben, auch wenn es schwer fällt – es ist erforderlich. Dein Beispiel mit der Geburt ist grandios! Danke dafür! Schade, daß ich nicht auf die Idee kam, denn sonst hätte ich das in meinem Artikel eingefügt, denn was symbolisiert die Natürlichkeit, das Leben besser – als die Geburt?

    Ich wünsche Dir ebenfalls eine wunderbare Laufwoche und vor allem eine stabile Gesundheit!

  27. Lieber Marcus….nach einem PC-freien Wochenende komm ich endlich dazu dir zu gratulieren. Herzlichsten Glückwunsch zu deinem Jubiläum (jetzt musste ich doch tatsächlich bei Google nachgucken wie das geschrieben wird *schäm*). Ich freu mich für dich, auch wenn ich dir manchmal ganz gern die Löffel langziehen würde ob deiner Unvernunft. Mach weiter so und bleib einfach wie du bist. Das passt schon. Auf die nächsten 8, 10 oder 12 Jahre!!!!

  28. Dankeschön, liebe Anett! Manchmal kommt es vor, daß man bei den einfachsten Wörtern überlegen muß, wie sie geschrieben werden. Tröste Dich, das mir passiert auch hin und wieder.

    Um bestimmte Dinge im Leben leben zu können, bedarf es durchaus mal eine Prise Unvernunft. Vernunft ist nicht immer weise. Zehn Jahre? Zwölf? Ja, das klingt schon toll, aber daran wage ich nicht zu denken. Und falls eine Löffelverlängerung ansteht, melde ich mich. 😀 😉

  29. Von Winter

    Hoffentlich funzt das.

  30. Ich wollte hier ein Bild einfügen, scheint aber nicht zu klappen. Würdest du bitte vorhergehenden Kommentar löschen, Marcus?

  31. http://picasaweb.google.de/lh/photo/g3Z8VKbZzmJTu_sxDULicQ?feat=directlink

    Musst du halt so gucken. Bei dir gibt es leider keine Vorschau mehr, sonst müsste ich nicht so rumprobieren.

  32. Den leeren Kommentar habe ich gelöscht, obwohl er nicht wirklich leer war, nur hat er nichts angezeigt.

    Allerdings sehe ich Dein Bild, bzw. Bilder noch nicht. Ich muß wahrscheinlich Java erlauben? Ich teste das jetzt…

  33. Hihihi, was ist das Bild putzig!

  34. Wie wahr, Brigitte! Echt goldig – danke Anett! Du kannst ihm ja einen virtuellen Kauknochen von mir zukommen lassen! 😉

  35. Hab ich gemacht, Marcus. *gg*

  36. Sicherlich hat er ihm besonders gut geschmeckt, ist ja auch von mir. 😀

  37. […] Gelebtes Täglichlaufen Aus dem Leben eines Täglichläufers « Täglichlaufen. Acht Jahre & Sechs Monate. Cui dislet meminit. […]

  38. „Wenn es statt Zwang Liebe ist. ….. Nur heute. Immer nur heute.“

    Welch wahre Worte! 😀

    Deine Worte, speziell die zitierten, zeigen deutlich, dass von „Sucht“ keine Rede sein kann, denn Sucht ist immer Zwang und nie heute, sondern mit dem Gestern oder Morgen beschäftigt.
    Ich maße mir an das zu sagen, weil ich mich intensivst beruflich aber auch privat mit dem Thema „Sucht“ auseinandergesetzt habe.
    Sucht heißt, eine Sache nicht mehr unter Kontrolle zu haben sondern von ihr kontrolliert zu werden … und das spüre ich nicht in dem was ich bisher von Dir gelesen habe.

    Die Schmetterlings-Geschichte ist sehr schön …. Ja, so gesehen bedarf es wohl doch so etwas wie einer Anstrengung, damit der Schmetterling auch wirklich Schmetterling werden kann … aber ich würde es eine anstrengungslose Anstrengung nennen, in dem Sinne, dass es absichtslos geschieht. Der Schmetterling weiß nicht, WARUM er aus dem Kokon raus muß, er weiß nur, DASS er raus muß ….
    (nur so meine Gedanken dazu … )

    Ich lese Deine Texte sehr gerne; danke für den Link hierher 🙂

    Lieben Gruß,
    Gabriela

  39. Den „Zwang“ habe ich einst in einem separaten Artikel verarbeitet. Der Eindruck entsteht nämlich oft bei Außenstehenden. Sicherlich ist es möglich, eine gewisse Zeit aus Zwang/Sucht täglich zu laufen. Doch ist das temporär sehr begrenzt. Bei Zwang wird ein Druck aufgebaut, der konträr zum inneren Gleichgewicht steht, was sich wiederum auf den Körper wie Geist auswirkt. Um die Konzeption Jahre zu leben, bedarf es der inneren Ruhe, einer Harmonie aller Aspekte.

    Wieder mal schöne Gedanken von Dir. Für den Schmetterling ist es deshalb auch keine Anstrengung, ja. Dieser Werdegang ist ein Bestandteil seiner natürlichen Existenz. Er ist sich dessen aber auch nicht bewußt, er macht es einfach. Auf uns Menschen bezogen, ist es wohl auch besser, wenn wir nicht so oft denken, sondern einfach handeln. Er formuliert es perfekt:

    Dein wahres Selbst ist immer leuchtend und frei.
    Menschen machen etwas und
    betreten den Ozean des Leidens.
    Nur ohne Denken kannst Du zu Deinem
    wahren Selbst zurückkehren.
    Der hohe Berg ist immer blau.
    Weiße Wolken kommen, gehen.

    (Seung Sahn)

    Ich wünsche Dir einen angenehmen Tag! 🙂

  40. „Den „Zwang“ habe ich einst in einem separaten Artikel verarbeitet.“

    Danke, hab‘ den Artikel gefunden und gelesen … und auch da sprichst Du mir (wie so oft bisher) aus der Seele.

    (Sorry wenn ich in manchen Kommentaren Dinge anspreche, die Du längst an anderer Stelle abgehandelt hast … bin halt neu und hab‘ (noch) nicht alles gelesen … )

    Mir gefällt vor allem diese Verbindung von körperlicher Aktivität und Spiritualität, die in Deinen Texten zum Ausdruck kommt.
    (Mein „Ausgangspunkt“ ist eher Letzteres (u.a. viele Jahre Zen-Meditation); das Laufen beginne ich gerade mal erst für mich zu entdecken.)

    In diesem Sinne auch danke für das Zitat von Seung Sahn, den ich bisher noch nicht kannte 🙂

    Lieben Gruß,
    Gabriela

  41. Hallo Gabriela,

    wenn Du ältere Themen ansprechen möchtest, kannst Du das selbstverständlich machen; ich freue mich. Alles lesen, dürfte sich recht zeitintensiv erweisen. Meine Artikel haben seit langem einen dreistelligen Wert erreicht. 😉

    Meditation und Laufen bilden eine wunderbare Kombination. Natürlich praktiziere ich das nicht in der Form, wie Du es wahrscheinlich von Deiner Zen-Meditation kennst – aber es tendiert durchaus in jene Richtung. Oft verliere ich mich im Laufen und der Körper läuft automatisch, während mein Geist ganz woanders ist. Das ist schon ein grandioses Gefühl.

    (Täglich)Laufen bietet einen wunderbaren Weg zu sich selbst zu finden. Auf Deinem Weg wünsche ich Dir viel Freude! Vielleicht berichtest Du mal darüber – ich würde mich freuen! 🙂

    Liebe Grüße

    Marcus

  42. Dreistellig?! … Oha … das ist wirklich ein bisschen viel zum Lesen! 😀
    Wo haben die sich denn alle versteckt, die Artikel? 😉 🙂

    Viel zu berichten gibt’s eigentlich nicht von meinem Weg; aber ich versuch’s mal: Ich hatte schon immer so einen Drang herauszufinden „was die Welt im Innersten zusammenhält“, und hab‘ mich von Jugend an intensiv mit Religion und vor allem Mystik beschäftigt, viel von J. Krishnamurti, Osho u.a. gelesen, und irgendwann begann ich dann auch regelmäßig zu meditieren. Nicht so wirklich streng zen-mäßig, aber eben doch ausdauernd. Aufrecht sitzen, den Gedanken keine Aufmerksamkeit schenken sondern „nur“ diesem „Da-Sein“ … anfangs mutet es anstrengend an, aber mittlerweile finde ich es nur noch angenehm.
    Dann kamen irgendwann Qui-Gong und andere meditative Bewegungsrituale dazu.
    Das Laufen hab‘ ich ursprünglich aus gesundheitlichen Gründen angefangen, bis ich dann irgendwann die meditative Qualität darin entdeckte. Und jetzt möchte ich es nicht mehr missen 🙂 (obwohl ich nicht jeden Tag laufe)

    Lieben Gruß,
    Gabriela

  43. Ja, da hat sich im Laufe der Zeit einiges angesammelt. Und dabei beschränke ich mich schon und veröffentliche nur ein bis zwei Beiträge pro Woche. 😉

    Ein sehr interessanter Weg, den Du bisher beschritten hast! Mit meinem Täglichlaufen tendiere ich eine ähnliche Richtung. Die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, muß wahrscheinlich jeder für sich selbst beantworten. DIE EINE Antwort wird es wohl nie geben.

    Viele Dinge muten zu Beginn anstrengend an; meistens weil man ihren wahren Charakter noch nicht verstanden hat. Oder aber, weil man für sich noch nicht den vollkommenen Sinn darin entdeckt hat.

    Die meditativen Aspekte mit Laufen zu verbinden, ist ein grandioser Weg! Tägliches Laufen würde ich auch nicht empfehlen. Das ist schon eine Welt für sich. 😉 Aber wer weiß schon, wohin uns das Leben führen wird. 🙂

  44. „Aber wer weiß schon, wohin uns das Leben führen wird.“

    Genau 😉 …. denn wenn das so weitergeht les ich wohl doch noch alle Artikel ….

  45. Das ist dann aber wirklich sehr zeitintensiv! 😉 Natürlich lade ich Dich gerne dazu ein! 🙂

  46. […] meine Täglichlaufphilosophie weiterleben, die mich sogleich zum nächsten Jubiläum führte: Acht Jahre und sechs Monate. Seitdem weiß ich die Gnade des Täglichlaufens noch viel intensiver zu schätzen. Wie die […]

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