Wotan und Sara

Das unerbittliche Rad der Zeit hat sich geräuschvoll weiter in Richtung Zukunft gedreht. Die Posse ist vorbei – der Brand trat in die Vergangenheit ein. Die Wut verflüchtigt sich, Resignation dominiert. Jeder weitere Tag, der vergehen wird – wird fest vom Mantel des Vergessens umschlossen. Strafen oder Sanktionen wird es für die Betreiber nicht geben. Die Anlage wird selbst temporär nicht stillgelegt. Alles ist in bester Ordnung. Was habe ich gelernt? Der beißende Rauch, wie man ihn auf den Photos erkennen kann, war nicht gesundheitsschädlich. Übelkeit und Kopfschmerzen vieler Bewohner war nur Einbildung. Ich habe gelernt, daß das Verbrennen von Altautos stets sinnvoll ist, weil keine giftigen Dämpfe oder ähnliches entstehen. Für mich persönlich ziehe ich die Konsequenz und werde mein Umweltverhalten überdenken. Denn, warum sollte ich mich als unbedeutender Bürger noch für die Umwelt engagieren, wenn Großunternehmen einen Freifahrtsschein besitzen und ungestraft agieren können wie sie wollen?

Themenwechsel. Spezielle Freunde von uns Läufern sind natürlich Hunde; es ist an der Zeit zwei weitere von ihnen vorzustellen. Besonders Wotan – ich nenne ihn gerne Lumpatz – ist ein großer Freund von mir. Wenn er mich sieht, richtet er sich vor Freude auf und steht mit erhobenen Pfoten am Zaun. Auch sonst würde er mich am liebsten immer umarmen. Ich streichele ihn am Hals und er streckt sich und nimmt seinen Kopf nach hinten. Die Streicheleinheiten am Hals genießt er sehr konzentriert – der Kopf fällt immer weiter zurück, bis er umkippt und mit den Pfoten in der Luft rudert – bekommt er meinen Arm zu fassen, kann er sich fangen – sonst fällt er schon mal um. Ein Kraftpaket voller Energie mit einer gesteigerten Liebe zu Bällen und Äpfeln und extrem liebenswert.

Zeitweilig bekam er eine Freundin zur Seite gestellt, die mittlerweile in andere Hundehalterhände überging. Sara ist auch herzig, wenngleich sie mit ihrer keifenden Stimme öfter ihre Eifersucht kundtat. Zwei wunderbare Hundefreunde, die ich sehr mag. Als Abschluß noch ein kühlendes Schneephoto von Lumpatz, welches mir recht gelungen erscheint.

37 Antworten zu “Wotan und Sara”

  1. Spotzel, dass du dein Umweltverhalten überdenkst, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das würde gar nicht zu dir passen!

    Aber du hast schon recht – es ist vorbei und vergessen – nichts wird passieren.

    Nun zu deinen beiden Freunden. Lumpatz gehört ja schon fast zur Familie und er ist ein wunderschöner Hund. Den würde ich auch gerne streichlen 🙂

    Bei Sara bist wohl nicht soooo unglücklich, dass sie ein anderes Plätzchen bekommen hat ne? *gg*

    Hunde sind die besten Freunde der Menschen – für mich zumindest!

  2. Das wäre aber sinnvoll. Wozu die Umwelt noch schützen, wenn Großunternehmen viel intensiver alles kaputt machen? Das wiegt das nicht im Ansatz auf, was der Bürger ausrichten kann.

    Lumpatz ist mein Liebling, ja! 🙂 Bezüglich Sara hast Du Recht – solche Energiebündel benötigen Bewegung, sie wohl nicht wirklich bekommen.

    Beste Freunde? Tiere generell! 🙂

  3. Passt trotzdem nicht zu dir, aber ich kann dich verstehen!

    Klar, Tiere generell. Aber für mich sind meine Hunde ein ganz ganz wichtiger Teil von meinem Leben! Du weisst ja auch warum 🙂

  4. Ich weiß. Das entsteht aus Resignation und Verachtung.

    Ja, Deine Racker sind sowieso ungeschlagen auf der „Süß“Sklala. 😉 Und Tiere sind immer ehrlich – Menschen selten. Aber das Thema hatte ich hier schon.

  5. Hehe, genau, die Süßen gehören einfach in mein Leben!

    Bälle sind hier auch heiß geliebt. Der Garten ist voll mit Hundespielzeug, aber immer wird um eines gerauft! Wie kleine Kinder. Auch wenn es zwei mal das gleiche Spielzeug ist, man will das, welches der andere im Maul hat *gg*.

  6. Solche Begleiter sind wirklich schön. Vor allem auch beim Laufen, aber das habe ich bisher nur zweimal erlebt. Einmal mit Beagle Bruno und vorgestern mit Husky Käthie – schön war das! 🙂

    *herzlich lacht* 😀 Das ist lustig! Echt goldig, wenn man die Putzels bei ihren Spielchen beobachten kann. Besser als jedes Kinoprogramm! Besonders „schlimm“ ist Tapsi, gell? 😉

  7. Marcus,

    ich kenne dich zwar (noch) nicht persönlich, denke (und hoffe) aber, dass das mit deinem Umdenken nicht wirklich so kommt.
    Umweltschutz fängt im Kleinen an. Und man sollte dies nicht aufgeben, auch wenn andere Schindluder treiben.

    Das sieht wirklich putzig aus, wie der Wotan da über den Zaun schaut.
    Und ich würde es ja gerne mal sehen, wie er vor lauter Genussexstase nach hinten kippt. 😉

  8. Stefan, es ist nicht wirklich ernst gemeint. Wie oben geschrieben, es sprechen da mehr Resignation und Verzweiflung aus mir. Dennoch regt das alles sehr zum Nachdenken an.

    Ja, Lumpatz hat da schon grandiose Stunts hingelegt. 😉 Wenn er sich noch fangen kann, legt er beide Pfoten auf meiner Hand oder Arm – das ist so süß. Ein lieber Kerl!

  9. Hi Marcus,
    im Prinzip hast Du ja Recht, warum sollten wir kleinen uns für die Umwelt einsetzten wenn die Großen ungestraft davon kommen. Das ist ohne Zweifel schlimm und verachtenswert, nur, ich denke es lohnt sich immer für die Umwelt zu kämpfen, wir haben nämlich nur eine, in diesem Sinne lass uns weiter kämpfen!!

    LG
    Steffen

  10. Das stimmt schon, Steffen! Zumal der Zerstörungsgrad der „Großen“ viel eklatanter ausfällt.

    Wie gesagt, ich bin ein viel zu großer Naturfreund, um jetzt das Gegenteil hochleben zu lassen. Allerdings stelle ich mir schon diese Fragen. Das kann es nämlich nicht sein. Auch schade, daß die Kämpfe bisher immer wirkungslos verpufften…

  11. Tapsi ist sowieso eine männliche Zicke. Was der keifen kann, wenn er nicht DEN Ball bekommt, den eben ein anderer Hundi hat. Und da kann er ganz schön hartnäckig sein.
    Ausserdem frisst er seine Kauknochen soooo schnell, damit er die der anderen klauen kann! Ein richtiger Rotzlöffel 🙂 Aber sooooooooo süß!

  12. Hallo lieber Marcus,

    ich kann Deine Resignation und Verzweiflung verstehen – aber trotzdem und vielleicht gerade deshalb ist es wichtig, daß sich die vielen „kleinen“ Leute für „ihre“ Umwelt und deren Schutz einsetzen. Du wirst Deine Haltugn nicht wirklich überdenken. Bleib wie Du bist – die Natur braucht solchen Mrnschen wie Dich.
    Die beiden Hunde sind ja sooo süß und das Winterbild ist ja genial. Es macht mich immer ganz traurig, weil wir in letzten Jahr unseren Hund einschläfern lassen mußten. Er war unser bester Freund – Hunde sind treuer und ehrlicher als viele Menschen, eben wirkliche Freunde.
    Viele liebe Grüße
    Petra

  13. > Stefan, es ist nicht wirklich ernst gemeint.

    Das beruhigt mich. Ich hätte es mir aber auch kaum vorstellen können.
    Ich habe von dir den Eindruck gewonnen, dass du das, wovon du überzeugt bist, auch tust. Und vom Umweltschutz scheinst du fest überzeugt zu sein. Eine wirkliche Resignation diesdezüglich passt nicht zu dir, denke ich – eher ein „jetzt erst recht“.

  14. Brigitte, männliche Zicke ist gut! Oder süßer Rotzlöffel. 😀 So hat jeder seinen eigenen Charakter – wie bei den Menschen. Immer wieder spannend die Erlebnisse zu hören, was die Racker so anstellen. 🙂

    Petra, ich werde mich schon nicht ändern. Aber Zweifel muß man manchmal auch zulassen und vielleicht regt mein Text auch zum Nachdenken an. Obwohl das die Verantwortlichen nicht lesen werden. Aber wer weiß.

    Schade, daß Ihr Euren Hund einschläfern lassen mußtet. Das tut weh. Gerade auch weil Hunde so treu sind. Beim letzten Hundefreunde-Artikel habe ich das Zitat schon verwendet, dennoch paßt es immer wieder:

    Die Mitteilungsmöglichkeit
    des Menschen ist gewaltig,
    doch das meiste, was er sagt,
    ist hohl und falsch.
    Die Sprache der Tiere ist begrenzt,
    aber was sie damit zum Ausdruck bringen,
    ist wichtig und nützlich.
    Jede kleine Ehrlichkeit
    ist besser als eine große Lüge.

    (Leonardo da Vinci)

    Stefan, jetzt erst recht? Bemerkenswert wie treffend Du mich einschätzt. 😉 Aber es stimmt. Ich will das Thema nicht mit Täglichlaufen vergleichen, aber ein wenig geht es in die Richtung. Es kommen starke und schwache Phasen. Und in schwachen Momenten zweifelt man seine Überzeugungen schon einmal an – um sie anschließend noch stärker zu vertreten. Vielleicht hätte ich das in drei Tagen völlig anders formuliert. Ich liebe die Natur viel zu sehr – als daß ich sie nicht verteidigen würde. 🙂

    Aktueller Stand:

    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11572976/61009/Buergerinitiative-fordert-Schredder-Stilllegung-und-Aufklaerung-Tickende-Zeitbombe.html

  15. Na und ob da jeder sein eigenen Charakter hat. Jeden Tag kann ich das beobachten.
    Aktuell zittert Shari vor sich hin, wegen dem Gewitter. Dem Rest is wurscht 😀

  16. Die Arme! Aber das vergeht…

  17. Das sind wirklich niedliche Hunde, es ist einfach schön solche Bilder zu sehen. Bei Lutz schaue ich mir auch immer gerne die Hundebilder an. 🙂
    Mir sind auch schon manchmal Läufer mit Hunden entgegen gekommen. Da kann ein Hund ein guter Begleiter sein.

    Ich hoffe Du überdenkst Dein Umwelt-Verhalten nicht. Den Großen ist die Umwelt egal, die können sich von ihren Geld alles kaufen nur essen können sie es nicht. Daher sind auch solche Brände immer „harmlos“.

  18. Wenn ich einen Hund hätte, so müßte er mich auch begleiten. Obwohl das wohl nicht jeder Hund mitmacht, schließlich wollen sie ja Zeitung lesen – schnüffeln usw. 😉

    Irgendwann werden auch die Großen realisieren, daß Ihr Geld nicht eßbar ist – doch dann ist es zu spät. Für uns alle. Der Zeitpunkt wird kommen…

  19. Zeitung lesen geht ja noch! Viel schlimmer sind die Jauchepfützen *davonwetz*

  20. Die gibt es hier nicht. Zumindest fällt mir eben keine ein. 🙂 So sind die Putzels!

  21. Hallo Marcus,
    manchmal möchte ich mich auch nicht mehr um die Umwelt scheren. Doch wenn keiner mehr drauf achtet, was ist dann? Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine breite Masse viel bewirken kann, wenn sie sich zusammenrauft. Solche Dinge müssen viel mehr publik gemacht werden, jeden Tag, an jedem Ort immer und überall. Doch das kriegen wir leider nicht hin.
    Die Hundebilder sind echt süß. Ja, jedes Tier hat seinen ganz eigenen Charakter, seine eigene Persönlichkeit. Ist egal, wie groß oder klein es körperlich ist. Ich hätte gerne einen Hund, am besten einen, der mich gerne bei meinen Läufen begleitet. Doch da ich ja jeden Tag so viele Stunden arbeiten muss, wäre es wohl ein armer Hund. Deshalb lass ich es.
    Erfreue mich aber jeden Tag sehr an meinen kleinen Vögeln. Auch sie haben ihren ganz eigenen Charakter. Der Umgang mit Tieren hat mir schon immer gefallen. Kann mir ein Leben ganz ohne nicht wirklich vorstellen.
    Liebe Grüße
    Kornelia

  22. Lass dich durch die Machenschaften der Industrie nicht von deinem Weg abbringen. Auch wenn er angesichts der Ereignisse sinnlos erscheint.
    ach es alleine für Dich!
    Zu deinen Lieblingen kann ich nur sagen, den Schwarzen würde ich auch nehmen! 😉

    Gruß Gerd

  23. Lieber Marcus,

    Resignation ist der falsche Weg, das weisst Du auch :mrgreen: Mehr sag ich dazu nicht.

    Was die Hunde angeht, kann ich mich den anderen Kommentaren anschliessen, das sind mal echte Prachtexemplare und dazu, wenn ich Deine Ausführungen richtig deute wohlerzogen und Läufern gegenüber freundlich gesinnt. Es ist schön und es sollte auch die Regel sein, finde ich. Ich habe hier auch ein paar echte Kampfhunde in der Nachbarschaft, allerdings interessiert sich der Staffordshire null für Läufer und hört aufs Wort seines Halters, der braucht absolut keine Leine und die zwei Bulldoggen sind bei dem schwülen Wetter absolut k.o., die legen sich bereits auf den Rücken, wenn sie mich kommen sehen, zwecks Bauchkraul-Attacke meinerseits 😉
    Schön, dass es auch diese Momente mit den Vierbeinern gibt…wir haben auch schon andere Erfahrungen gemacht

    Salut

  24. Kornelia, wenn sich die Masse eint – ja. Das wird sie aber nicht. Daher war es gut, daß der ganze Rauch fein in die Stadt zog. Von da fuhren dann Menschen in Richtung Brandquelle und staunten, was denn das für eine Industrieanlage sei. Die wußten von nichts. Der lokale TV-Sender führte auch kritische Interviews mit Betroffenen, die jedoch anschließend nicht gesendet wurden. Im TV kamen dann nur allgemeine Dinge.

    Tiere steigern die Lebensqualität. Ich finde es schön, wenn man so treue Begleiter an seiner Seite hat. Wobei ich mehr der Katzenfreund bin. Die, die ich bisher kannte, waren richtige Schmusekatzen – wie Hubschrauber brummten die. 🙂

    Gerd, Lumpatz ist ein Wirbelwind! Groß, schwarz und harmlos. 😉

    Christian, Wotan interessiert sich nicht im Ansatz für Läufer. Ja, das sollte die Regel sein, ist es aber nicht. Dennoch existiert bei mir derzeit kein Grund bezüglich Kritik der Hundehalter.

    Eine Bekannte von mir führt ihren Kampfhund in meinem Laufgebiet aus, stets angeleint – auch ein vorbildliches Verhalten. Sollte der allerdings mal austicken, kann sie ihn nicht bändigen. Ich persönlich habe länger keine Angriffe erlebt, möge es dabei bleiben – das wüsche ich uns allen!

    Einen angenehmen Tag! 🙂

  25. „Die Mitteilungsmöglichkeit
    des Menschen ist gewaltig,
    doch das meiste, was er sagt,
    ist hohl und falsch.
    Die Sprache der Tiere ist begrenzt,
    aber was sie damit zum Ausdruck bringen,
    ist wichtig und nützlich.
    Jede kleine Ehrlichkeit
    ist besser als eine große Lüge.“

    (Leonardo da Vinci)

    Hallo Marcus,

    ein schönes Zitat, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist!
    Wenn ich nach Hause gekommen bin – egal wann und wie spät – unser Eyko hat sich immer halb kaputt gefreut. Da gab es kein „Böse“ sein oder sonst irgendetwas – er hat seine Treue und Liebe zu uns gelebt. Das können nur ganz wenige Menschen….

    Viele Grüße
    Petra

  26. Da hast Du Recht, Petra – es gibt nur sehr wenige Menschen, denen das gelingt. Umso mehr sollten wir diese schätzen. Sie sind kostbar in der heutigen Zeit.

    Eyko ist ein schöner Name! 🙂

  27. Oh…ich hinke gewaltig hinterher und werde gleich mal um Entschuldigung bitten. Gerade bei diesem tollen Thema: Hunde *schmelz*

    Der Lumpatz….ich könnt ihn knutschen wie er da so am Zaun steht. Ich könnte mir ein Leben ohne Hund gar nicht mehr vorstellen. Es war so komisch als Shiela von uns gegangen ist. Keine gemeinsamen Läufe mehr, das Laufen irgendwie sinnlos, niemand der im Weg rumliegt, niemand der bettelt und nervt. Ole hat diese Lücke mittlerweile ausgesprochen gut gefüllt. Endlich kann ich wieder mit hund laufen. Langsamer zwar und manchmal weniger, dafür mit viel Spaß.
    Hunde sind so tolle Partner (wenn sie richtig erzogen sind), zeigen ihre Liebe oder auch ihre Abneigung ganz offen und ohne Hintergedanken.

    Ein klein wenig Kritik muss ich (als Hundehalter) aber üben: Es gibt keine Kampfhunde! Es gibt verträgliche und unverträgliche Hunde, es gibt erzogene und unerzogene Hunde, es gibt Hunde die lassen sich alles gefallen und es gibt Hunde, die lassen sich nix bieten. Hier ist der Halter gefragt und in der Verantwortung. Ein Hund spiegelt eigentlich nur das Verhalten seines Besitzers wieder. Ein verantwortungsvoller Besitzer wird seinen noch unerzogenen Hund nicht frei laufen lassen wenn sich Menschen nähern….bei verantwortungslosen Besitzern sieht das ganz anders aus. Gleiches gilt fürs Hundeverhalten.

    Eine schöne Restwoche wünsche ich dir noch und auch das du niemals wieder einen Hundeangriff erleben musst. Denn auch daran ist Herrchen o. Frauchen schuld, niemals der Hund.

  28. Ach Anett, Du brauchst Dich doch nicht entschuldigen!

    Lumpatz knutschen? Sage das nicht zu laut, er würde Dich auch sofort abknutschen – das ist ein ganz Lieber, der viele Streicheleinheiten braucht.

    Wenn so eine treue Seele auf einmal weg ist, schmerzt das, ich weiß. Da muß ich nur an meinen armen Butzele denken – traurig. 😦 Daß Dein Ole die Lücke gut füllt, wenn auch nie ersetzen wird, freut mich für Dich.

    Bezüglich Kampfhunde stimme ich Dir eigentlich zu. Das Wort ist nicht angemessen. Dennoch gibt es bestimmte Rassen, die allein vom Aussehen her für mich schon etwas seltsam wirken. Das sind die Rassen, die man allgemein als „Kampfhund“ bezeichnet. Sicherlich gibt es da auch sehr liebe und letztlich ist es Erziehung, was daraus wird. Aber wenn ich mir die Personen angucke, die sich solche Hunde halten – nun ja. Auch da gibt es Ausnahmen, wenngleich eine gewisse Tendenz zu erkennen ist.

    Das Beispiel, was ich ansprach: Ihr Hund ist stets angeleint, die Halterin kennt sich aus und ist sehr verantwortungsvoll und vorsichtig. Aber, der Hund wiegt ca. 50 bis 55 Kilogramm – wenn er stehen bleibt und schnuppert – dann ist das für die Halterin immer, als ob sie gegen eine Mauer läuft, sie wird regelrecht zurückgezogen. Wenn der Hund mal sauer wird, kann sie ihn nicht halten, bei allem Verantwortungsbewußtsein.

    Und ja, der Halter ist immer schuld. Aber nicht er beißt, sondern der Hund. Einen Hundeangriff erlebte ich jetzt länger nicht, das kann so bleiben. Aber selbst wenn, ich habe jetzt 16 Angriffe auf meiner Liste – davon lasse ich mir meine Freundschaft zu Hunden nicht kaputt machen, gell Lumpatz!? 🙂

    Nachtrag: Gestern „griff“ mich auch einer an, ein schwarzer Minihund namens Emma. Jedes Mal das gleiche Spiel. 😀 Wobei ich ihr Verhalten nicht wirklich deuten kann.

  29. Marcus…ich gebe zu, durch Medien geprägt beschleicht mich auch immer ein mulmiges Gefühl wenn ich Pitbull&Co gegenüber steh. Im Hinterkopf formt sich der Gedanke: „Was passiert, wenn dem da plötzlich ein Furz derquer geht?“….ohne das ich diese Gedanken abstellen kann. Täglich werden viele Menschen gebissen….diese sogenannten „Kampfhunde“ machen da nur einen geringen Prozentsatz aus….aber…gerade diese Vorfälle werden hochgespielt (ich mein, jeder Biss ist einer zuviel), es wäre aber mal spanndend zu wissen, wer den wirklich am häufigsten zubeisst. Von den „Kleinen“ erfährt man es ja nicht.

  30. Ja, das stimmt, wobei ich auf die Medien nichts gebe und generell keine Angst vor Hunde habe. Aber diese Rassen sehen schon aggressiv aus, findest Du nicht?

    Die Beißstatistik führen Schäferhunde an, soweit ich weiß. Das bestätigt auch meine eigene Erfahrung. Dort gab es 7x Ärger mit Schäferhunden, mit sogenannten Kampfhunden nur zweimal (auf die Anzahl der Hunde bezogen).

    Mein allerschlimmstes Erlebnis war jedoch real zu sehen, wie diese Hunde „scharf“ gemacht wurden. Von pseudorechten Typen mit Ketten und Peitschen. Das war wirklich grausam. 😦

  31. DAS glaube ich ungesehen. Weißt, ich muss immer lachen wenn ich an sogenannrten Hundesportplätzen vorbeikomme. Da wird gebrüllt und gebrüllt (Sitz,Platz,Bleib) ich wollt schon manches Mal fragen ob die Hunde schwerhörig sind.*grins*

    Gleiches vor kurzem im Wald. Wir waren mit Ole Pilze suchen, kommt ein Pärchen mit Schäfi daher. Ich sagte noch zu meinem Mann: „Gleich gehts los mit Sitz, Platz, Bleib“ ich hats noch nicht ausgesprochen wurde der bellende Schäfi zugedröhnt mit „PLAAAAAAAATZ *feix*. Ich hab mir das Ole-Kind genommen (an der Leine, sonst wäre er gucken gegangen) und dann haben wir in Sicht- und Hörweite des Schäfis ein paar kleine Erziehungsübungen gemacht. So eine Schäfi-Ablenkung kommt da mal ganz gut. Während der bellende Schäfi immer wieder angeblökt wurde, kommunizierte ich flüsternd mit meinem Baby und es klappte super. Ich hätte dem anderen Halter am liebsten die Zunge gezeigt….bin doch aber gut erzogen.

  32. Viele Menschen legen sich die „Haustiere“ = Lebewesen! zu – ohne eigentlich etwas über sie zu wissen, geschweige denn, wie der korrekte Umgang auszusehen hat. Das ist traurig.

    Du bist eine Hundeflüsterin, gell? 😉 Ich dachte auch immer kurze und klare Kommandos!?

    Noch eine Frage. Meine besagte Freundin Emma tickt regelrecht aus, wenn sie mich sieht. Sie schießt auf mich zu, bellt, springt um mich herum, wedelt mit dem Schwanz – hört auf ihre Halterin überhaupt nicht. Selbst im Auto springt sie ans Fenster und bellt mir zu – wie irre. Ist das nun Abneigung gegen meine Person oder doch die große Liebe? Wie deutest Du das Verhalten?

  33. Ich würde sagen…DAS ist die große Liebe. Vor lauter Freude absolut taub. Kenn ich von Ole auch. Der freut sich dermaßen und ist kaum ansprechbar. Am besten wäre es, du hockst dich halb hin und begrüßt sie, so muss sie nicht hochspringen. Ich glaube, wenn sie dich nicht mögen würde, würde sie nicht zu dir laufen und dich ignorieren. Sie lässt sich doch sicher von dir streicheln, oder?
    Im Auto weis ich nicht….das muss man sehen…weil…viele hunde sehen das Auto als ihr Eigentum und wollen es beschützen und verhalten sich deshalb wie die Wilden im Auto.

    Ähem…Hundeflüsterin ist übertrieben. Ich versuche nur meinem Hund mit Respekt zu begegnen und ihn zu erziehen. Eigentlich so, wie mit meinen Kindern auch. Ich finde auch unerzogene Kinder, die immer und überall rumkreischen müssen (selbst in Gaststätten) und ständig ihren Willen haben müssen, furchtbar.

  34. Deine Worte in Emmas Ohr! Danke für Deine Einschätzung, ich kann so ein Verhalten nicht deuten. Ja, sie läßt sich schon streicheln – aber zu Beginn hält sie Abstand, weicht meiner Hand aus und hüpft um mich herum.

    Im Auto guckte ihr kleiner Kopf halb aus dem Fenster heraus und bellte mich wie irre an. Und heute zerrte sie wild an der Leine, weil sie nicht zu mir durfte. Das ist schon ein Kapitel für sich.

    Wenn alle so denken würden! Die eigenen Kinder zu erziehen, ist heutzutage etwas aus der Mode gekommen. Aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung.

  35. Wenn mein Mann heim kommt rast Ole wie ein Irrer auf ihn zu und hupft wie ein Flummi auf und ab. Der ganze Hund ist in Bewegung. Wenn die Riesenfreude ein klein wenig abgebaut ist, ist er auch wieder ansprechbar und lässt sich streicheln. Einschätzen kann man sowas natürlich nur richtig wenn man es real sieht. Ich such manchmal mit Absicht Flecken wo sich viele Hunde tummeln. Einfach nur um Hundeverhalten zu beobachten. Man kann noch so viel lesen, lernen kann man nur durch erleben. Schön ist es immer wenn wir unser Hundeforumtreffen veranstalten. !x im Jahr sind dann einige hunde beisammen und es hat noch nie ärger gegeben.

    Kinder: Ich habe manchmal das Gefühl für manche Leute sind Kinder schmückendes Beiwerk. Da wird in weißen Strumpfhosen und feiner Klamottur aufn Spielplatz gegangen und wehe das Kind traut sich hinzufallen und die Sachen werden schmutzig….Affenzirkus hoch 10. Bitte und Danke sind völlig aus der Mode….ich hör auf….besser isses

  36. Ole-Flummi. 😀 *lacht* Das muß Spaß machen ihn dabei zu beobachten und seine ehrliche Freude zu sehen. Treue Begleiter! Manchmal finde ich es sehr schade, daß ich keinen Hund habe – aber dank Lumpatz habe ich schon viel gelernt.

    Wie sollen Kinder elementare Höflichkeitsfloskeln lernen, wenn sie es von ihren Eltern nicht vorgelebt bekommen? Das sind alles Werte aus vergangenen Zeiten und wenn man daraufhin weist, wird man noch komisch angeguckt. In einem Forum habe ich derlei schon erlebt. Aber so ist unsere Gesellschaft heute und so sind die Menschen. Das wirkt natürlich auch auf die Kinder. Ja, lassen wir das Thema, da regt man sich nur auf.

    Schönes Wochenende, Anett!

  37. […] August 2009, damals schrieb ich: Wenn er (Nachbarhund Wotan) mich sieht, richtet er sich vor Freude auf und steht mit erhobenen Pfoten am Zaun. Auch sonst würde er mich am liebsten immer umarmen. Ich streichele ihn am Hals und er streckt sich und nimmt seinen Kopf nach hinten. Die Streicheleinheiten am Hals genießt er sehr konzentriert – der Kopf fällt immer weiter zurück, bis er umkippt und mit den Pfoten in der Luft rudert – bekommt er meinen Arm zu fassen, kann er sich fangen – sonst fällt er schon mal um. Ein Kraftpaket voller Energie mit einer gesteigerten Liebe zu Bällen und Äpfeln und extrem liebenswert. […]

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