Die Liebe zum Täglichlaufen

Vor ein paar Tagen führte ich ein Gespräch über mein Täglichlaufen. Als Auslöser konnte ich meine variierenden Laufzeiten ausmachen. Ein Grußfreund vermißte mich bereits; ich „beruhigte“ und erklärte ihm, daß ich nach wie vor täglich dort laufe – nur die Zeiten wären nicht statisch. Das waren sie nie. Somit sprachen wir ausführlich über meinen Stil und was eigentlich im Detail dahinter steckt. Bei aller Simplizität des Terminus – bleibt es doch für Nichtläufer abstrakt und auch in der Läuferwelt bilden wir nur eine Minorität, die nebulös und bisweilen verrückt erscheint. Die folgenden Fragen konzentrierten sich auf die Motivation – im Kontext der Witterung sowie Krankheiten, Regeln und Kontrolle selbiger. Ich habe jene Themen auf meiner Seite eingehend behandelt, dennoch wird dies ein erklärender Artikel, zumal hier in letzter Zeit sehr viele Erstleser über Suchmaschinen einsteigen, die sich offenbar mit dem Täglichlaufen näher auseinander setzen möchten. Ergo geht es heute um die beiden letzten Punkte.

Regeln? Damit verhält es sich ebenso wie mit dem Täglichlaufen an sich. Das ist eine sehr individuelle Geschichte. Auf der persönlichen Ebene. Unabhängig davon existiert in den USA eine Täglichläufervereinigung, die für ihre Mitglieder Regeln definiert hat. Für deutsche Täglichläufer ist das natürlich ohne jedwede Bedeutung. So wie die hiesigen Täglichläufer nicht in der Wahrnehmung der USA erscheinen, verhält es sich umgekehrt ähnlich – ausländische Regeln sind irrelevant – mich interessiert das nicht. Kommen wir zu meinen eigenen Regeln, die wiederum sehr simpel sind. Die elementarste besagt, daß heute gelaufen wird. Also pro Tag ein Lauf. Daraus resultiert die Distanzfrage. Ebenfalls eine individuelle Betrachtung, welche bei mir in differenzierten Stufen etabliert ist. Aktuell liegen sie täglich zwischen 12 und 14 Kilometern pro Lauf, d.h. ich bemühe mich nicht unter diesen Wert zu geraten. Dessenungeachtet läßt sich das nicht immer realisieren, was sich von selbst verstehen dürfte. In zweierlei Hinsicht ist dieses nicht immer einfach, aber dazu werde ich mich später äußern. Meine inoffiziellen Minimalgrenzen als Richtwerte liegen abgestuft bei zehn, fünf und zwei Kilometern. Die zwei Kilometer stellen jedoch eine absolute und sehr seltene Notfallmaßnahme dar, welche beispielsweise in einem Krankheitsfall greift. Ich las schon oft, daß die meisten Täglichläufer nur 1,6 Kilometer laufen würden. Hiermit betone ich nochmals, daß dies Unsinn ist. Die USA-Mindestdistanz wird nur in Ausnahmefällen gelaufen – das ist explizit nicht die Regel.

Als sinnvoll erachte ich eine Dokumentation der Läufe. Aus meiner Sicht nicht unbedingt nur eine Regelfrage, sondern zu Beginn auch eher eine Frage der Motivation. Schließlich ist es für mich eine wahre Freude meine Läufe mit besonderen Erlebnissen nachzulesen, die ich vor fünf oder zehn Jahren absolvierte – das bereit nur Spaß. Und jedes Mal frage ich mich, wo ist die Zeit nur geblieben? Als Element der Motivation ist am Anfang eine derartige Dokumentation nicht zu unterschätzen, auch im Kontext einer Konfrontation der eigenen Leistungsfähigkeit. Für mich existieren keine weiteren Regeln; in den USA wurden zwar noch Zusätze eingefügt, die ich persönlich unsinnig finde und auf deren Erwähnung ich getrost verzichten werde. Mit Verbissenheit auf Biegen und Brechen kann man nicht Täglichlaufen. Und permanente Ausreden generieren, um die Serie zu halten, ist obsolet. Irgendwann wird jede Serie einmal zu Ende gehen; sie mit fragwürdigen Regelzusätzen und Auslegungen künstlich zu verlängern, wirkt dann suspekt. Irgendwann ist Schluß – das sollte jeder Täglichläufer akzeptieren und für sich eingestehen.

Kontrolle? Wer kontrolliert nun die Täglichläufer? Niemand. Man vertraut auf ihre Ehrlichkeit und Ehre. Zugegeben, Ehre ist in der heutigen Welt aus der Mode. Wer ist noch ehrlich? In Politik, Wirtschaft und Sport sind das mit Füßen getretene, vergessene Wertvorstellungen aus einer vergangenen Welt – sofern sie je existiert haben. Also könnte jeder sagen, daß er seit 5000 Tagen täglich läuft. Natürlich. Rein hypothetisch. Doch welch erbärmliches Gebaren! Sich selbst etwas vormachen, ist vielleicht nur temporär möglich. Wie könnte man auf sich selbst stolz sein und sich an seinem Tun erfreuen und an seiner Erfahrung wachsen, wenn man innerlich weiß, daß es nicht korrekt ist? Seine eigene Leistung adäquat betrachten und würdigen? Nein, Unehrlichkeit und Täglichlaufen passen nicht zusammen, eine Synthese ist inadäquat. Täglichlaufen basiert auf Ehrlichkeit, da sich die Bedeutung der Konzeption aus selbiger speist.

Denn nicht nur die Höhen definieren das Täglichlaufen, sondern gerade auch die Tiefen. Sich aufraffen und kämpfen, den Widrigkeiten trotzen, die sich im Alltag manifestieren, sich bei einer Erkältung in die Kälte wagen, gegen die eigene Lustlosigkeit vorgehen; wenn beim Laufen die Augen schon vor Erschöpfung fast zufallen, sich müde gegen den Sturm werfen, der einem die Tränen in die Augen treibt – all das gehört – neben den schönen Momenten – auch dazu und definiert die persönliche Bedeutung. Die Tage selbst sind irrelevant, aber unter welchen Bedingungen und Herauforderungen sie erreicht wurden, das ist es, was wirklich zählt, die Serie ausmacht und worauf man stolz sein darf. Das sind Erinnerungen, die sich tief im Geist verwurzeln und die Grundlage für die mentale wie körperliche Selbstdisziplin, Stärke und Härte bilden. Die kleinste Unehrlichkeit würde alles wie ein Kartenhaus in das tiefe Nichts hinwegfegen.

In der Anfangszeit meiner aktuellen Serie beliefen sich die Distanzen in einem Rahmen von fünf bis acht, manchmal zehn Kilometern, partiell schwankend. Nach und nach gewöhnt sich der Körper daran und verträgt problemlos mehr Kilometer am Tag. Im Laufe der Zeit verschieben sich die Grenzen und man definiert für sich Regeln, die die Zukunft dominieren. Läuft man über Jahre täglich eine bestimmte Kilometerdistanz fällt es einem nicht sehr leicht, sie „grundlos“ zu reduzieren. Ebenso das Gegenteil. Manchmal werden selbst nur acht Kilometer zu einer Herausforderung; von unzähligen Aspekten abgesehen, die ich anderweitig thematisiert habe. Die Gewöhnung des Körpers stellt somit auch ein Nachteil dar, da sich die mentale und später auch körperliche Belastung gravierend auswirken kann. Es gehört Erfahrung dazu, diese Klippen gesund zu umschiffen. Aber auch dies ist – wie mein kompletter Artikel – eine Frage der persönlichen Natur. Letztlich verfolgt jeder Mensch in seinem Handeln verschiedene Zielsetzungen. Zu erkennen, was man eigentlich mit seinem Täglichlaufen erreichen will, ist der Anfang einer gesunden und langfristig praktikablen Intensität.

Bei allem Ernst und Zielen oder Nichtzielen, die man mit dem Täglichlaufen verfolgt, darf eines nicht vergessen werden. Die Freude sollte letztendlich immer die Oberhand gewinnen, wenngleich das harmonische Gleichgewicht auch mal aus dem Takt geraten darf – ja muß! Mein Denken bezüglich Täglichlaufen nähert sich einer Lebenseinstellung durchaus an, welches auch mein Titel impliziert – „Gelebtes Täglichlaufen“ – dennoch, es gibt weitaus Wichtigeres im Leben als Laufen. Gesund bleiben und die schönen Momente des Lebens festhalten und genießen. Mit Täglichlaufen in der unendlich schönen Natur gelingt mir das überwiegend. Sonst hätte ich auch kein Jahrzehnt die Täglichläuferkonzeption praktizieren können. Die Liebe zum Täglichlaufen. Meine essentiellste Regel überhaupt. Doch nichts geht über das Leben selbst.

40 Antworten zu “Die Liebe zum Täglichlaufen”

  1. Spotzl, das ist wieder ein Thema, wo ich nicht viel dazu sagen kann.

    Warum solltest du dich auch an Regeln der USA halten? Bist ja kein Ami *gg*. Deine Regel ist, jeden Tag zu laufen, aber wirklich laufen, viele Kilometer laufen. Laufen ohne Wettkampf, laufen ohne Ziel, laufen ohne Geld dafür zahlen zu müssen, laufen einfach nur für dich. Und wenn dich jemand in Frage stellt, über den kann ich nur müde lächeln.

    Warum solltest du nicht täglich laufen ohne an diversen Wettbewerben teilzunehmen? Ich denke nicht dass das in den Regeln steht. 😉 Oder hab ich da was übersehen?

    Ich könnte mir niemals vorstellen, dass du in irgendeiner Weise falsche Angaben machen würdest. Dafür kenne ich dich zu gut, außerdem weiß ich, dass du jeden Tag auf einer deiner geliebten Strecke bist.
    Kontrollieren kann es eh niemand, aber ehrlich zu sich selbst sollte man schon sein.
    Deine Liebe zum Laufen war für mich Anfangs gewöhnungsbedürftig, ich konnte es nicht verstehen, warum du da jeden Tag los läufst. Auch gabs öfter mal Diskussionen. Aber das ist Schnee von gestern.

    Mach genau so weiter, denn das bist DU und so hab ich dich ganz furchtbar lieb 🙂 – mein Täglichläufer! (nicht Streaker *gg* und auch nicht Streakrunner)

  2. Na ja, das wird schon kontrolliert. Sobald ich zu anderen Zeiten unterwegs bin, werde ich vermißt – wie eingangs geschrieben. Vermutlich würde sofort die Polizei kontaktiert werden, wenn ich einmal nicht laufe. So sind meine langjährigen Grußfreunde. 😉

    Die Regeln sind eben simpel, es ist eigentlich auch nur eine. Pro Tag ein Lauf. Das hat mit Wettkämpfen nichts zu tun. Es ist nicht meine Welt, muß es auch nicht, da hast Du Recht.

    Gewöhnungsbedürftig ist gut. Manchmal frage ich mich ja selbst, was ich da eigentlich treibe. Erst gestern, ich war so froh, daß mein Lauf vorbei war. Aber das gehört dazu.

    Danke für Deine Antwort! *knuddel*

  3. Hehe, stimmt, das ist wohl die beste Kontrolle, die Menschen, denen du fast täglich begegnest!

    Gut, dass du dich jetzt ausschliesslich vor dir selbst rechtfertigen mußt und du dich an deine Regeln halten kannst und darfst.

    Na dass du nicht singend und jauchzend durch die Gegend rennst war mir schon klar, aber auch das gibts *gg*. Jeder Lauf kann nicht nur schön sein.

    *mitknuddel*

  4. Selbst die verändern sich ständig. Neue kommen, Alte gehen. Wie das Leben, der Lauf der Welt – die Zeit ist ja auch eine Täglichläuferin.

    Na singend wäre keine gute Idee, dann flüchten am Ende noch alle Wildschweine, wenn ich da laut schmetternd „Wir lagen vor Madagaskar“ anstimme… 😀

    Lächelnd oder Lachend kommt öfter mal vor. 🙂

  5. Es gibt auch nichts Schöneres für mich, als dich lachen hören! Und so wirds den Wildschweinderln auch gehen *g*

  6. Hallo Marcus,
    dieser Artikel gefällt mir sehr gut, vor allem der Passus mit der Ehrlichkeit und der Ehre. Mir würde es nicht im Traum einfallen von solch einer Eigenschaft abzuweichen. Sollte meine kleine bescheidene Serie beispielsweise krankhaft bedingt reißen, würde ich dazu stehen. Irgendwann ist man wieder gesund und beginnt halt von vorne. Täglichläufer bleibt man trotzdem, wenn man es will.

    Wirklich schlechte Zeiten habe ich beim täglichen Laufen noch nicht entdeckt, nur beim „normalen“ Laufen z. B. im vergangenen Winter, wo es mir bei Schnee und Eiseskälte oft mals sehr schwer gefallen ist, mich aufzuraffen. Bin selber gespannt, wie ich das per täglichem Lauf hinbekommen werde. Das Wissen Deiner phantastischen Leistung und Disziplin wird meinem inneren Antrieb da sicher wertvolle Hilfe leisten.

    Ich kann für mich zum jetzigen Zeitpunkt nur feststellen, dass es eine Lebensbereicherung geworden ist, jeden Tag die Laufschuhe zu schnüren. Ich merke, wie die Leichtigkeit an manchen Tagen mich durch die Gegend trägt und ich fast wie im Rausche dahin gleite.

    Bin gespannt, wohin dieser Weg uns alle noch bringen wird.

    Schönes Wochenende wünsche ich Dir!

    Kornelia

  7. Brigitte, ich lache nun mal gerne, auch wenn ich auf den ersten Blick sehr ernst wirke. Den Wildschweinen geht es sicher nicht so. 😉 Ich traf übrigens keine und mußte Deine Grüße alternativ den Schafen übermitteln. 🙂

    Kornelia, diese Frage stelle ich mir schon sehr lange. Wohin geht der Weg? Sehr oft frage ich mich das, besonders in schwachen Momenten. Aber ich weiß es nicht.

    Es ist wirklich eine Lebensbereicherung. Für mich liegt das größte Geschenk in einer Sensibilisierung bezüglich der Natur und meiner Umwelt. Wenn ich früher im Wald war, entweder spazieren oder laufen – war Wald Wald. Heute ist das gänzlich anders. Allein dafür hat sich mein Weg mehr als gelohnt.

    Nachdem Du nun täglich läufst, dürfte das Aufraffen leichter fallen. Jede Jahreszeit ist wunderbar – auch der Winter. Wenn ich an Anfang Januar zurück denke – die weiße Winterwelt war ein Traum. Zumindest solange, bis die Glatteisphase eintrat.

    Ebenfalls ein angenehmes Wochenende! Viel Spaß beim Laufen, bei Dir stürmt es hoffentlich nicht so stark.

  8. Danke Marcus,

    für diesen sehr ehrlichen und auch aufschlussreichen Bericht. Diese Mindestdistanzregel hat mich auch immer verwundert, denn sie impliziert ja für alle, dass eine Strecke unter 1,6 oder 2 Kilometer als nicht gelaufen gilt und sie impliziert auch, dass wenn ich täglich diese 2 km laufe, ich anerkannt bin als Täglichläufer 😉 Sorry, diese Verallgemeinerung bzw. dieses Regelwerk ist Mist. Ich bin und werde nie ein Täglichläufer und für mich können Läufe nicht lang genug sein, aber trotzdem käme ich nie auf die Idee, eine Mindestgrenze für alle Nicht-Täglichläufer zu postulieren, wenn überhaupt gilt diese Mindeststrecke für den Einzelnen, oder sehe ich das falsch 😉

    „Nein, Unehrlichkeit und Täglichlaufen passen nicht zusammen, eine Synthese ist inadäquat“

    Ich kann das nur unterschreiben und sogar erweitern auf Unehrlichkeit und Sport passen meiner Meinung nach nicht zusammen, ich beziehe das auch auf mich, als einfachen Läufer. Warum sollte ich mich und andere über gelaufene Distanzen und Zeiten oder die Frequenz der Läufe pro Woche belügen ? Läufer können das meist einschätzen und Nichtläufer halten einen eh für verrückt, ob ich 10 oder 100 km pro Woche laufe.

    Vielen Dank nochmals für Deinen Beitrag, war ein schöner Imuls zum Nachdenken und für mich auch eine Erleuchtung über die Sinnhaftigkeit oder -losigkeit von bestimmten Regeln und ihrer Auslegung. Bitte mach einfach weiter wie bisher, denn genau das schätze ich an Dir und an Deiner Art das Täglichlaufen zu leben.

    Schönes Wochenende

    Salut

  9. Ja, Christian – Mist ist gut! 😉 Wie Holger schon schreibt, handelt es sich um eine Regel, die eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglichen soll. Ich weiß nicht, wie diese Grenzen im Detail entstanden sind. Vielleicht willkürlich festgelegt – die Hintergründe sind mir unbekannt. Die Mindestgrenze ist dafür gedacht, um die Serie weiterhin zu rechtfertigen, wenn man eigentlich gar nicht laufen will oder kann. Nach einem Marathon oder bei einer Erkältung – so läuft man halt 1,6 KM und kann sagen: „Ich bin gelaufen, die Serie hält“ – in dem Kontext habe ich das verstanden. Wenn man halbwegs gesund ist, wird man das jedoch nicht praktizieren.

    Korrekt, Unehrlichkeit und Sport passen nicht zusammen. Ich persönlich würde da jedoch eine Linie ziehen und unterscheiden zwischen unserem Sport, also, was wir tun und dem Leistungssport, wo richtig Geld investiert wird. Im letzteren paßt das dann doch wieder zusammen. Leider.

    Vielleicht sind manche Regeln gar nicht so schlecht, die Frage ist nur, wie man sie auslegt. Und ob es überhaupt Sinn macht, über selbige zu diskutieren und sie zu hinterfragen. Ich halte mich mehr an meine eigenen Regeln.

    Ich ziehe mein „Ding“ schon weiter durch. 😉 Für heute bin ich fertig, die Wälder sehen aus wie ein Schlachtfeld, der Sturm hat ganze Arbeit geleistet. Selbst der Damm wurde hier nicht verschont…

  10. Hallo Marcus,
    dieses Regelwerk aus dem Amerikanischen als auch die Abwandlung bei streakrunner.de ist seinerzeit sicher entstanden, um eine Vergleichbarkeit der Läufer zu ermöglichen. Das ist eine Ausrichtung, von der ich mich in der Vergangenheit immer weiter entfernt habe. Streak Running als Wettbewerb, der Beste ist der, der die längste Serie hat; das widerspricht meiner persönlichen Intention und ich denke auch dir geht es beim TäglichLaufen weniger um den Vergleich mit Anderen.

    Gruß
    Holger

  11. Die Biene Says:

    Hi Marcus,

    habe diese Woche auch wieder gemerkt das man auf viel Unmißverständnis stößt beim Täglich laufen, gerade wenn man in einem Lauftreff läuft ….
    Da ich noch in der Eingewöhnungsphase des Täglich Laufens bin, muß ich auch noch 2-3 Mal die Woche eine 3 km Einheit laufen, ich nutze es quasi als “ Regenerationstag “ !
    Sonst funktioniert es bei mir auch nicht mit Wettkämpfen 😉

    z.B hat mir mein Trainer , den ich sehr mag und sehr schätze den Kopf gewaschen weil ich im Mai nach meinem Marathon nicht pausiert habe.
    Manchmal zweifele ich dann, ist es richtig was ich mache ?
    Aber ich versuche auf meinen Körper zu hören …. ich war noch nie so wenig krank wie in den letzten Monaten, mal Kleinigkeiten, wie Erkältung etc. …. aber meine Bandscheibe gibt schon seit Wochen Ruhe !
    Meinem Rücken bekommt definitiv 7 Einheiten , darunter auch kürzere , besser wie 3-4 längere Einheiten !
    ….. Mein Trainingspuls ist viel geringer geworden als noch vor einem Jahr, sämtliche positive Aspekte !

    Ich bin viel ausgeglichener, alles ist viel organisierter ….
    Ich bekomme viele Dinge in der Natur besser mit, geniesse mehr !

    Ich finde auch schön das du schreibst das dir das Laufen wichtig ist, aber das es letztendlich nicht alles ist , und da hast du vollkommen Recht !!
    ….. aber es ist wie ein Gewürz was die Speise noch schmackhafter macht 🙂

    Schönes Wochenede
    Biene

    P.S Ich bin auch über deine Seite damals gestolpert als ich “ Täglich laufen“ in die Suchmaschine eingegeben habe.

  12. Holger, das sehe ich ähnlich. Wenn man eine Vereinigung gründet und Ranglisten führt, sollte eine Vergleichbarkeit vorhanden sein. Täglichlaufen als Wettbewerb widerspricht meinem Denken. In diesem Sinne hätte ich das nie bis heute durchhalten können. Es als Wettbewerb zu betrachten, ist eigentlich auch gar nicht möglich. Wenn Du Dich an meine Anmeldung damals erinnerst, ich wußte weder Tage noch Kilometer – bis dato hatte mich das gar nicht interessiert.

    Biene, das glaube ich Dir sofort, daß Du damit Unverständnis erntest. Damit müssen wir leben. Gesunde Zweifel gehören dazu. Nach einem Marathon nicht zu pausieren, ist nicht so gravierend. Meine Meinung. Du läufst eben eine kleine Runde regenerativ. Dein Körper freut sich.

    Auf den Körper zu hören, ist einfach nur richtig – da vermittelt Dir das Täglichlaufen auch ganz andere Eindrücke – im Gegensatz zu vorher. Und was Du bezüglich der Gesundheit schreibst, kenne ich von mir ebenfalls. Allein schon die Wehwehchen als Normalläufer – ständig hatte ich Probleme. Wie sich das reduziert hat, ist schon kurios. Zumal meine Serie auf einer Verletzung basiert.

    Wie gesagt, ich würde Täglichlaufen nie empfehlen, aber tägliche Bewegung in jedem Fall. Wie sie im Einzelnen auch aussehen mag. Doch für mich hat sich das gelohnt. 🙂

    Gewürz in der Speise – das ist ein schöner Vergleich. Sehr treffend! 🙂

    Danke für Eure Antworten! Allen ein schönes Wochenende mit tollen Läufen!

  13. Jup, du wirkst ernst, bist aber nicht – ich sag nur Paradeiser :D:D:D:D!

    Die Grüße sind bei den Schafen auch gut aufgehoben. Du kannst sie mal von mir fragen, ob sie mir Wolle zur verfügung stellen, ich würde sie gerne verspinnen und färben. *gg*

    Ich finde die Antworten alle so richtig schön und nett!

  14. Ja, die lieben Tomaten in der österreichischen Variante. 😀 Schmackhaft sind sie so oder so.

    Ich kann den Herrn der Schafe mal fragen, aber der Zeitpunkt ist ungünstig. Wenn ich mich nicht irre, sind sie bereits ohne Wolle. Ich bin mir aber nicht sicher.

    Die Antworten sind allesamt gut und mich freut, daß auch Nichttäglichläufer antworten. Immerhin ist das Thema schon sehr speziell.

  15. Eine schöne Erklärung zu deinem Läuferdasein. Regeln muss man dabei meiner Meinung nach noch nicht einmal aufstellen. Wer täglich laufen möchte und kann (!), läuft täglich und ist dann ein Täglichläufer. 100 Meter kann man dabei sicherlich noch nicht als Laufstrecke ansehen. Aber in meinen Augen würde es genügen, sich des Laufens wegen auf den Weg zu machen und zu laufen. Da würde meiner Meinung nach auch ein Kilometer genügen. Zwei Kilometer sollten zwar auch möglich sein, aber wen stört es?

    Ohnehin ist man doch für sich selbst Täglichläufer. Man kann natürlich für sich selbst die Regeln aufstellen, um sich zu motivieren. Aber mit welchem Ziel? Von dir klang doch schon oft genug durch, dass man sich nicht vornehmen kann, dass man jetzt Täglichläufer wird. Denn wenn man es sich explizit vornimmt, kann man nicht darauf vertrauen, dass es der Körper auch schon wirklich kann. Dann wird mit Brechen und Biegen alles versucht – gegen den Körper.

  16. Hannes, theoretisch mag auch ein Kilometer ausreichen. Vielleicht als Notlösung. Doch ist das praxistauglich? Wer zieht sich für ein Kilometer um? Das ist eher unwahrscheinlich.

    Nach meiner Erfahrung ist das nicht planbar. Wenn jemand liest, daß ich das acht Jahre praktiziere und es ebenso ausüben will und damit beginnt – wird bald wieder aufhören. Aber das ist nur meine Einschätzung, weil ich es für mich nicht plante. Vielleicht schaffen das Menschen, aber deren Serien sind dann schwerer zu „halten“. Mir ging es ja nie um eine Serie, von daher darf ich das für mich relativ entspannt betrachten.

  17. ultraistgut Says:

    Lieber Marcus

    schon ein paar Mal habe ich jetzt deine Ausführungen zum Täglichlaufen gelesen, es ist für mich zugegebenermaßen schwierig, darauf zu antworten.

    Für meine Begriffe bedarf es deinerseits überhaupt keiner Erklärung, du bist der personifizierte Täglichläufer für mich, Regeln beim Laufen interessieren mich nicht, ich laufe, wann, wie und wo ich möchte.

    Du hast dich zum Täglichlaufen entschlossen und dir deine eigenen Regeln aufgestellt, die Regel, täglich zu laufen, dir selbst meist dabei Freude zu bereiten und dich manchmal auch wegen deiner dir selbst auferlegten Disziplin zu quälen.

    Der eine boxt, der andere schwimmt, der dritte taucht, der vierte liebt das Segeln, der fünfte spielt Tennis bis zum Exzess, der sechste ist begeisterter Fußballer, und dann gibt es noch die “ Verrückten „, wie meine Freundin Heike, die am Stück 4.089 Kilometer quer durch Europa läuft, nicht mit allen kann man sich identifizieren, beschäftigen ja, respektieren sowieso, verstehen vielleicht, aber so ist es mit allem.

    Die meisten von uns, die hier auf deinem Blog lesen, sind selbst Läufer,und jeder hat seine preferierte Art damit umzugehen, ich bin begeisterte Läuferin, das weißt du, vergleichbar mit dir, nur auf einer anderen Basis.

    Zum Schluss, was andere Täglichläufer tun, ob sie sich oder ihre Umwelt hintergehen, das bleibt ihre eigene Entscheidung, sicher ist für mich, dass du dir selbst niemals ins eigene Fleisch schneiden würdest und darum so manchmal gelaufen bist, wo MANN es eigentlich nicht hätte tun sollen, so zumindest kann man es hin und wieder zwischen deinen Zeilen lesen, aber das geht eigentlich nur dich etwas an, nur wenn es deine Gesundheit gefährdet – und das hat es wohl auch schon – lass es bitte lieber, sonst gäbe es keinen Marcus mehr, der hier dem Täglich-Laufen unbeirrt frönen kann.

    und das möchte mit Sicherheit keiner von uns ! 😉

  18. Ja, Margitta – das ist immer schwierig auf Themen zu antworten, die zwar dem gleichen Gedankengut und Handeln entspringen, aber doch gänzlich konträr sind. Ich bin mir dessen bewußt und mir geht es nicht anders. 😉

    Doch egal, was und wie man es lebt – Respekt und Toleranz andersartigen Stilen gegenüber sollte die Regel sein. Den Lauf durch Europa, den Du ansprichst, habe ich durchaus ein wenig verfolgt, aber ich gestehe, diese Leistungen gehen weit über das, was ich mir auch nur vorstellen kann. De gustibus non est disputandum! 🙂

    Die Gesundheit gefährden ist auch eine Frage, wo die persönlichen Grenzen liegen. Bestimmte Punkte, die ich erlebt habe, würden Ultraläufer mit Sicherheit anders bewerten als Normalläufer und die wiederum anders als Nichtläufer. Im Statistikteil ist ein wenig dessen versteckt, was ich meine.

    Am wichtigsten ist dennoch die Gesundheit – nichts steht darüber. In diesem Sinn, bleiben wir alle gesund!

  19. Halllo lieber Marcus,

    wie du sicher weißt, verschlinge ich alle deine Artikel übers täglich laufen. Mich beeindruckt deine einfache und klare Sichtweise, ohne künstliche Probleme heraufzubeschwören. Du läufts halt einfach. Jeden Tag. (und das ist gut so 🙂 )
    Als ich mit dem täglich laufen anfing, habe ich mir auch die Regeln durchgelesen und sie als sehr wichtig erachtet. Mittlerweile interessieren mich diese nur am Rande und auch die Minimaldistanz wird immer seltener. Ich habe in den vergangenen (mittlerweile 268) Tagen erstaunliche Entwicklungen und Anpassungsreaktionen erlebt. Ich erlaufe heute Strecken, die für mich noch vor kuzem undenkbar waren.
    Dal Zählen der einzelnen Tage wird eigentlich immer unwichtiger. Während ich früher jeden Lauf immer sofort eingegeben habe, vergehen heute mitunter mehrere Tage, bis ich das Eintragen nachhole. Es ist mir nicht mehr so wichtig.
    Ja, es ist richtig: Täglichlaufen darf kein Wettkampf sein um die meisten Tage. Damit geht der Sinn des täglichen Laufens verloren. Und ich bin auch mittlerweile davon überzeugt, daß sich das täglich laufen nicht mit richtigen Wettkampfsport verträgt. Aber wenn ich einen Marathon laufe, dann laufe ich, weil ich den Lauf genießen will, weil ich Grenzen austesten will. Ich werde dabei niemals im anaroben Bereich laufen und hinterher so fertig sein, daß ich keinen Schritt mehr vor den andren machen möchte. Insofern vertragen sich das Täglichlaufen schon mit Wettkämpfen – allerdings wirklich nur, wenn man das Wort Wettkampf nicht zu stark im eigentlichen Wortsinn interpretiert.
    Ich glaube mittlerweile, daß ich mit dem täglichen Laufen meinen Stil gefunden habe.
    Noch was zur Ehrlichkeit: Ich würde nie etwas eintragen, was ich nicht geleistet habe. Allerdings habe ich auch keine Hemmungen, mal nach einem Lauf die Kilometer abzuschätzen. Für mich ist es irrelevant, ob es 10,5 oder 10,2 km waren. Manchmal möchte ich auch einfach ohne Uhr laufen – einfach nach Gefühl. Ich runde dann aber immer großzügig ab, so daß ich mir wirklich keinen Kilometer zu viel aufschreibe.
    Ich finde es auch nicht gut, wenn es einen internen Wettkampf “ Wer hat den höchsten Kilometerdurchschnitt?“ gibt. Da fühle ich mich immer sehr unwohl und als Läufer zweiter Klasse – eben weil ich nicht so viel schaffe. Aber da ich nur für mich laufe, werde ich auch meinen Kilometerschnitt nur so erhöhen, wie es mein Körper gestattet.
    Es ist schön, diese entspannte Diskussion hier zu lesen.
    Liebe Grüße und ich wünsche Dir und euch allen einen schönen Sonntag mit einem wunderschönen Lauf!
    Petra

  20. Danke für Deine Antwort, Petra! Es freut mich, wenn Dir meine Worte gefallen.

    Ich sehe das Täglichlaufen so wie es ist – simpel. Wozu unnötig verkomplizieren? Du bist schon bei 268 Tagen? Nicht mehr lange und Du hast das erste Jahr geschafft – viel Glück auf Deinem Weg und immer fein gesund bleiben!

    Ich fing übrigens ohne Regeln an. Ich wußte ja nicht einmal, daß das „Täglichlaufen“ ist – das war mir nicht bewußt. Geschweige denn, daß es noch mehr Menschen gibt, die derart „Verrücktes“ machen. 😉

    Die Anpassungsreaktionen sind schon bemerkenswert, was ich wahrscheinlich vorher auch nicht geglaubt hätte. Aber das stand bei mir nie zur Debatte. Die Tage sind in der Tat unwichtig, sich darauf zu konzentrieren, halte ich persönlich auch für gefährlich. Gefährlich in dem Sinn, daß damit ein Ende eingeleitet wird – langsam aber sicher. Der Sinn selbst, auf Täglichlaufen bezogen, dürfte von Mensch zu Mensch verschieden sein. Interpretation ist individuell.

    Täglichlaufen und Wettkampf? Ich kenne mich nur mit dem ersten Thema aus. Für meine Person weiß ich aber definitiv, daß sich das nicht zusammen verträgt. Manchen möge das gelingen, mir nicht.

    Die Kilometer abzurunden, kommt mir sehr bekannt vor. Wenn ich von 13 Kilometern schreibe, handelt es sich eigentlich um ein paar Meter mehr – da runde ich auch ab. Die Strecken sind nie glatt. Als Läuferin zweiter Klasse darfst Du Dich nicht fühlen – das ist niemand. Für mich sind Menschen, die erkannt haben, wie wichtig Bewegung im Leben ist – besondere Menschen. Erste, zweite, dritte Klasse gibt es nicht. Jene, die das denken – das sind die wahren Schwächlinge.

  21. Die Liebe zum „Täglich“Laufen. Ich laufe zwar nicht täglich, aber eine ausgesprochene Liebe zum Laufen kann ich doch mein Eigen nennen. 😉
    So haben wir doch eine Gemeinsamkeit!
    Ich wünsche Dir weiterhin dass Du deiner Leidenschaft uneingeschränkt nachgehen kannst!

    Gruß Gerd

  22. Ich bin ja nun nicht ganz neu auf deinem Blog und hatte dementsprechend auch schon mehrfach Kontakt mit deiner Philosophie. Soe gut wie in diesem Artikel hast du sie aber selten beschrieben, finde ich. Ganz abgesehen davon, dass ich es begrüße, wenn jemand eine kritische Haltung zur grassierenden Unehrlichkeit in dieser Welt an den Tag legt!

  23. Gerd, eine identische Basis bei differenzierter Interpretation. Doch mit gleicher Berechtigung. Gesundheitlich bin ich (derzeit) uneingeschränkt auf der Höhe – ich wünsche Dir das ebenfalls, komm wieder auf die Füße!

    Erleberin, den Artikel könnte man durchaus als Einführung verstehen. Mittlerweile habe ich alle „großen“ Themen zum Täglichlaufen behandelt, bis auf eines – aber das kann ich getrost außer Acht lassen.

    Kritische Haltung? Absolut! Derlei habe ich hier auch schon aufgegriffen, beispielsweise meine „Contra-Artikel“. Verlogene Gesellschaft etc.

  24. Hi Marcus,
    jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht! 🙂
    Liebe Grüße
    Petra

  25. Du meinst auf das noch offene Kernthema bezogen? Ich sehe nur noch ein Thema, was von Bedeutung wäre. Und Du, liebe Petra? 🙂

  26. Lieber Marcus, Deine Überlegungen zum Täglichlaufen begrüße ich sehr. Täglichlaufen als Wettbewerb würde meines Erachtens irgendwann ungesunde Ausmaße annehmen. Das kann niemandes Ziel sein. Und Betrügereien – also das kann ich mir kaum vorstellen. Aber ich könnte mir auch niemals vorstellen bei einem Marathon irgendwo abzukürzen oder derlei. Aber ich weiß natürlich, dass es das gibt. Menschen sind so und andere Menschen sind so. Ist immer schade.
    Man fragt sich dann vor allem immer nach dem Warum. Ich bin aber doch sehr fest davon überzeugt, dass meine Streakrunnerfreunde, die ich inzwischen so kennengelernt habe, alles sehr ehrliche Menschen sind. Viele kenne ich ja persönlich, glücklicherweise sogar Dich. (auch wenn es eine zu kurze Begegnung war). Und so mache ich mir über irgendwelche Unehrlichkeiten eigentlich doch eher wenig Gedanken, denn ich kenne niemanden der das täte.
    Besonders herzlichen Gruß auch hier
    von Silke

  27. Danke für Deine Antwort, liebe Silke! Täglichlaufen als Wettbewerb kann nicht funktionieren – das sehe ich auch so. Und Betrügereien passen auch nicht dazu. Dein Marathonbeispiel ist ein gutes Beispiel – von derlei Praxis hörte ich schon öfter. Aber was soll das? Wenn ich bei einem Marathon abkürze, brauche ich doch gar nicht erst mitmachen. Die Zeit, die bei einer Abkürzung heraus käme, hat doch nichts mit der eigenen Leistung zu tun – absurd! Das Warum kann ein normaler Mensch nicht nachvollziehen.

    Unsere Begegnung war in der Tat viel zu kurz – das bedauere ich bis heute!

    Alles Gute, Silke! 🙂

  28. Hallo lieber Marcus,

    ich habe wieder mal das getan, was ich besonders gut kann : auf der langen Leitung stehen! 😀
    Ich glaube, ich weiß jetzt welches Theman Du meinst – der Groschen ist also gefallen! 😀
    Liebe Grüße
    Petra

  29. Welches Thema meinst Du Petra? Jetzt machst Du mich neugierig! 😉

  30. Jetzt wo du die Frage so stellst, bin ich mir gar nicht mehr so sicher und ich liege vielleicht vollkommen daneben?
    Bevor ich mich total blamiere lassen wir uns lieber unsere gegenseitige Neugier, oder? 😀
    Liebe Grüße
    Petra

  31. Ach, Petra – hier blamiert sich niemand! Ich akzeptiere das, dennoch hätte ich es interessant gefunden, ob wir beide das gleiche meinen. Vielleicht unterscheiden sich unsere Sichtweisen.

  32. Hallo lieber Marcus,
    also gut: ich meinte das Thema „Laufen – Raum und Zeit“ oder einfach ausgedrückt: Wo und wann läuft man, wenn man täglich läuft? Wie organisiert man sich selbst, daß das tägliche Läufchen integriert wird und natürlich die Frage: Wo läuft man? Welche Laufstrecken? Das tangiert natürlich auch stark die Frage Laufband oder nicht und gipfelt (jedenfalls für mich) in der Frage: Wann ist man wirklich ein Täglich Läufer?
    Wenn man 50 Tage hintereinander täglich gelaufen ist? Oder 500? Oder wenn man morgens aufsteht und an nichts anderes mehr denken kann als an den heutigen Lauf? Wenn man sich tagsüber im Büro nur noch auf den Moment freut, an dem man sich die Laufschuhe anziehen kann? Wenn einem die Regeln eigentlich egal sind – hauptsache, man kann loslaufen?Jetzt bin ich aber gespannt darauf, was du gemeint hast – evtl das Thema Routine? (wie in deinem neuen Artikel?)

    Liebe neugierige Grüße
    Petra 🙂

  33. Danke für Deine Antwort, Petra! 🙂

    Es ist doch interessant zu sehen, wie andere Menschen über diese Thematik denken. Aber Du hast meinen Gedanken voll erfaßt, ich dachte an das gleiche. Zeit, Organisation und Alltag wäre eigentlich das letzte große Kernthema, was ich noch nicht behandelt habe und vielleicht auch nicht werde. Mal sehen.

    Laufband ist in meinen Augen durchaus legitim – auf einen bestimmten Beitrag bezogen – wurde ich damals fehl interpretiert. 😉

    Wann ist man ein Täglichläufer? Das kann ich nicht allgemein beantworten. Sehr individuell. Ich würde es nicht an den Tagen festmachen, eher an der Einstellung.

    Ich hoffe, ich konnte Deine Neugier stillen. 😉

    Ein schönes Wochenende!

  34. Dagmar Says:

    Danke Marcus, für die Motivationsspritze.
    Fasse zusammen:
    -Entschluss:heute wird gelaufen
    -Aufraffen: Kämpfe gegen Widerstand besiegen (aus ihnen lernen)
    -Tägl. Dokumentationen (auch das motiviert und erfreut)
    -Freude
    UND zuletzt das Wissen: „Doch nichts geht über das Leben selbst.“
    (Der Spruch gegen innere Verbissenheit *lach*)

    Sehr schön,…das freut mich;)
    Einen schönen Abend
    winke winke

  35. Ein schönes Fazit, Dagmar!

    Es gibt aber zwei Lesarten. Das allgemeine Fazit oder hast Du den Entschluß für Dich gefaßt, mit dem Laufen zu beginnen? 🙂

    Verbissenheit ist nie gut! 😉

    • lach,…ja da hast Du Recht mit den 2 Lesearten *ggg*

      Bin gerade an einem Punkt in meinem Leben,…..da ist alles noch offen,…es scheint bei mir (DERZEIT) an der Zeit zu sein mich auszuruhen, Still zu sein und Inne zu halten….an manchen Tagen fühle ich dann schon wieder soetwas wie Kraft,….und manchmal ist es nur ein ahnen von dem was man Kraft nennt.

      Aber das ist für mich auch schon ein Erfolgserlebnis,…

      Aber ich weiß nicht, ob das ein Außenstehender wirklich so verstehen kann? Ich schätze man muss es selbst erlebt haben,…..um zu verstehen,…egal

      Deine Zeilen über das Laufen ist schon immer wieder auch eine Motivationsspritze aktiv zu werden,……..aber,…….?

      Sehr schön ist der Aspekt, dass man gegen seinen Widerstand angehen „kann“,…….und wenn ich es geschafft habe das ohne Druck zu fühlen (also ohne ein „ich muss aber“, oder „ich sollte aber“,…….sondern die Freude, Liebe und die Lebendigkeit in mir spüre,,….dann …….?

      Naja,…….alles braucht seine Zeit,…..

      Jedenfalls ist es sehr schön zu lesen, wie Du Deine Liebe zum Laufen versprühst. Danke!

      Einen schönen Tag Dir

  36. Das Stillsein, Innehalten, Konzentration auf sich selbst, auf sein Inneres – das erreiche ich meistens mit meiner Laufkonzeption.

    Außenstehende werden es nie in der Form verstehen können, wie man selbst empfindet – das ist korrekt. Doch manche verstehen es einen Tick besser als andere.

    Mit Zwang etwas zu praktizieren, weil man muß oder sich das einredet, ist ein falscher Weg, der das Gegenteil bezwecken wird.

    Genau, alles hat seine Zeit. Wer das erkennt, ist weise. 🙂

    Alles Gute, Dagmar!

    • Ja mit Zwang kann man gleich alles vergessen;)

      Danke Marcus,… ich weiß (innere Gewißheit),…..alles ist schon GUT*yes*

      GlG
      und ein schönes Wochenende, Marcus

  37. Genau so ist es! Gerade auf das Täglichlaufen bezogen, obwohl man das auch auf andere Themen beziehen kann, darf und muß. 🙂

    Schönen Sonntag!

  38. […] Das ist kein Täglichlaufen mehr, sondern das Konstruieren eines Alibis – einer täuschenden Unwahrheit, um die Fortsetzung der Serie zu legitimieren. Damit gibt man die Intention des Täglichlaufens der […]

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