Das Werk von Narren

Die Woche begann hoffnungsvoll. Mit einem phantastischen Lauf am Montag den Olymp des Genusses erreichend, um später in die Niederungen menschlicher Zerstörungslust einzutreten. Am Dienstag gesundheitlich niedergestreckt, zum Glück erst nach dem Lauf. Mittwoch lief ich nur eine Notrunde und am Donnerstag nahm ich mein Täglichlaufen einmal mehr als wirkliche Gnade wahr. Es ist ein Geschenk. Doch all das ist bedeutungslos.

Bekanntermaßen absolviere ich meine täglichen Runden partiell in einem Naturschutzgebiet. Zahllose Laufberichte habe ich mit Photos aus jenem Areal untermalt, ebenso oft in den höchsten Tönen geschwärmt. Doch auch negative Eindrücke habe ich mehr als einmal formuliert, meistens im Kontext auf direkte und indirekte Angriffe bezüglich der Natur. Langsam bin ich es leid, Erlebnisse dieser Art zu veröffentlichen. Ich kann es nicht mehr ertragen. Und dennoch endet es einfach nicht – das Narrenspiel setzt sich fort. Weiter und weiter.

Zu Beginn dieser Woche ließ mich die offene Schranke Böses erahnen. Riesige Reifenspuren unterstrichen meine Vermutung. Wohin mein Blick auch wanderte, zerstörte Bäume. Von Anfang bis Ende. Der Damm wird zum Großteil von Bäumen flankiert, die sich teilweise in den warmen Monaten zu Alleen auswachsen. Links wie rechts hängen nun tote Äste leblos herunter, nicht korrekt zersägt, sondern mit roher Gewalt regelrecht zerfetzt. Ohne Sinn und Verstand. Wahllos. Die Reste wurden nicht einmal entsorgt, sie liegen kreuz und quer verteilt. Dabei handelt es nicht um kranke Äste, sondern um gesunde. Besonders perfide mutet an, daß einzelne Baumteile, die wirklich eine Gefahr darstellen – vom letzten Sturm beschädigt – nach wie vor lose in den Kronen hängen.

War das der Auftakt zur endgültigen Vernichtung des Naturschutzgebietes? Zahlreiche Nadelstiche, die sich in der Summe immens auswirken, erlebte ich in den letzten Jahren. Ist eine Katastrophe halbwegs beendet, droht eine weitere Eskalation, noch gravierender als die vorangegangene. Seit Jahren laufe ich Tag für Tag in diesem Gebiet, erfreue mich an jeder kleinen Veränderung, an der mannigfaltigen Natur mit ihren wunderbaren Tieren; selbst nach langer Zeit erlebe ich immer wieder Neues, was mich sprachlos macht. Nur damit immer neue Narren daherkommen, um ein schönes Fleckchen Erde zu zerstören. Ich bin traurig und extrem ungehalten, ja, mich trifft das persönlich. Jene Initiatoren verabscheue zutiefst – von Herzen.

Wir Menschen leben keine 100 Jahre, bereiten aber Ärger für Jahrtausende. Heute sah ich einen dunklen Adler, stolz und majestätisch im Baum thronend. Er sollte sich eine neue Heimat suchen.

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31 Antworten to “Das Werk von Narren”

  1. Oh Marcus,
    es tut einem weh darüber zu lesen, ich bin froh, dass ich es nicht mitansehen muss. Mir reicht gerade, die Baumsägewut in den von mir bevorzugten Wäldern. Diese ist sicherlich nötig, aber wenn sie so auf einen Schlag an allen Ecken und Enden stattfindet ist es schon schmerzhaft.
    Ich mag die Bäume und den Wald und kann mich über Jahre an einem einzelnen Baum erfreuen, ähnlich wie Du sehe ich jede Veränderung und erfreue mich daran.
    Aber der Mensch kriegt es fertig binnen von wenigen Jahren einen gewachsenen und sich weitgehend selbst regulierenden natürlichen Kreislauf zu stören und zu zerstören, leider 😦

    Ich wünsch Dir trotzdem viel Lauffreude und Kraft

    Christian

  2. Ich hatte mir erst überlegt, ob ich Photos erstelle, aber irgendwie mag ich nicht. Die Sägewut in den Wäldern kommt noch dazu. Was meinst Du, wie viele Bäume entsprechend markiert sind? Da bleibt, subjektiv betrachtet, nicht mehr viel übrig. Mir unverständlich!

    Der Kreislauf ist längst aus dem Ruder und es geht weiter… 😦

    Danke für Deine Wünsche! Ein schönes Wochenende!

  3. Lieber Marcus, ja diesen Frust kann ich auch gut verstehen. Man fragt sich immer wieder, warum sich der Mensch seine Umgebung selbst zerstört. Warum er sich nicht einfach – so wie Du das ja auch kannst – an Schönem erfreuen kann sondern sich sinnlose Dinge überlegt, zerstört.

    Vor ein paar Tagen sah ich einen Bericht im rbb, darin ging es darum, dass Menschen aus einer Laubenkolonie ausziehen sollten. Sie hatten sich in ihren Gärten Häuschen gebaucht, klein aber bewohnbar. Hatten sich auch „ordentlich“ dort angemeldet vor vielen Jahren. Offensichtlich war da mal ein Beamter nachlässig gewesen und hat diese Gärten als Wohnsitz eingetragen. Nun fiel jemandem auf, dass es aber nicht sein darf. Und sie sollen dort raus. Ist das nicht unfassbar? Sie stören niemanden. Sie wohnen dort schon lange einfach so. Sie haben einen Briefkasten, alles bürokratische kann also zugestellt werden. Ich kann so etwas immer nicht verstehen.
    Ich wünsche Dir auch trotzdem ein schönes Wochenende, vielleicht läufst Du mal woanders.
    Liebe Grüße
    Silke

  4. Danke, liebe Silke! Das Beispiel kenne ich und so schlimm es klingt, es läßt sich noch schlagen. Ähnlich der Abwasserproblematik – da existiert auch ein kurioses Beispiel im Land. Die Bürokratie ist wirklich absurd. Total überflüssig, wie wir sie in Deutschland leben.

    Wahrscheinlich muß ich meine Strecke irgendwann wirklich korrigieren. Wer weiß, wo das noch hinführt. Genieße ebenfalls das Wochenende, hoffentlich in der schönen Natur!

  5. Oje Spotzl! Ich kann mir denken, wie es jetzt in dir vorgeht! Ich hoffe jedoch, dass es *nur* eine notwenige Maßnahme war, die nicht gerade sehr professionell ausgeführt wurde und da nicht noch mehr passiert.

    Ich warte schon auf den Tag, wo hier durch die Felder eine Umfahrungsstraße gebaut wird. Lange kanns nicht mehr dauern. Und niemand kann was dagegen machen. Die armen Kleingartenbesitzer!!

    Hdl *drückt*

  6. Tjaaa, das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Das sieht eher danach aus, als ob der Verursacher einen Preis im Zerfetzen erringen wollte. Den gewinnt er locker. Zumal das auch nicht entsorgt wurde.

    Deine Umgehungsstraße ist auch ein unschönes Beispiel – traurig. Dazu gesellen sich x andere Problemfälle. Wo das nur endet?

    *knuddelt Dich*

  7. Irgendwann wird uns eine dicke Rechnung von der Natur präsentiert werden….

  8. Die Rechnung wurde schon ausgestellt – siehe das weltweite Klima. Aber noch erreicht es die falschen Adressaten. Doch die Zeit kommt – und die Rechnung wird von Sekunde zu Sekunde höher.

  9. Beim Lesen dieser Geschichte überfällt mich Traurigkeit und Zorn zugleich, ich sehe den Adler majestätisch über “ seinem “ Gebiet kreisen, was mag der wohl denken, wenn seine Bäume einfach so verschwunden sind , wie wird er und die vielen anderen Tierarten hier weiterleben können ?

    Du sagtest Naturschutz-Gebiet, dann kann ich überhaupt nicht verstehen, wie es möglich sein soll, hier Bäume zu fällen, die noch hunderte von Jahren Schutz für Mensch und Tier bieten könnten, wie ist das möglich ?

    Bei uns eher das positive Beispiel in unserem größten Waldgebiet Norddeutschlands, dort wird aufgeforstet, und viele neue kleine Bäumchen wachsen schnell heran, keine Schandtaten des Menschen.

    Kann mir sehr gut vorstellen, wie dir wieder mal zumute ist !

    Was das Laufen angeht, so hast du wohl keine größeren Probleme mehr, wie ich es aus dem Text entnehmen kann, wenigstens eine gute Nachricht.

    Jetzt müsste mein Satz wieder folgen…………….aber heute lasse ich es !

  10. Das dachte ich mir auch, was denkt der Adler wohl und all die anderen?

    Ich muß gestehen, so ganz klar ist mir der Status in dem Gebiet nicht. Fakt ist, es ist ein Hochwasserschutzgebiet (stehen überall Schilder) und ein Naturschutzgebiet. Gleichzeitig teilweise in Privatbesitz. So ganz schlau werde ich daraus nicht.

    Und die Bäume wurden ja nicht mal richtig gefällt. Mal hier, mal dort rasiert, zerfetzt, wahllos und wild – nicht nachvollziehbar.

    Aber die Natur zählt hier nicht. Was meinst Du, was hier so vorgeht… zu genau kann ich nicht werden. Du verstehst schon.

    Ich hoffe, daß Du derartige Probleme nicht kennst. Aber die Ostsee ist wohl auch zu sehr auf Tourismus angewiesen. Solch Aktionen sind dort nicht praktikabel – denke ich.

  11. hallo marcus-

    das macht mich still und betroffen.
    letztes jahr erlebte ich hier am waldrand auch so eine immense- aber dennoch gut geführte – ausschlachtung von bäumen.

    letzte woche kam das waldstück dran, durch das ich muss, wenn ich meine mäuse zur schule fahre. vorletzte woche unser grosser supermarkt. der war umsäumt von einer tollen flut von bäumen. jetzt sieht man den bau schon von weiten- nicht mehr geschützt. ich weiss nicht, wieviele bäume drumherum gefällt wurden…

    es tut mir auch weh.

    nur: was können wir tun?

    wir sind ohnmächtig gegen die rohe gewalt des menschen. wer denkt sich sowas aus? wer fällt bäume im naturschutzgebiet? wer fällt alle bäume um diesen supermarkt ab? ich sehe keinen sinn- keinen nutzen.

    schicken wir unseren wälder gute gedanken! ich fühle mich ihnen auch sehr verbunden…

    ich weiss ja, dass du seeeeeeeeeehr realistisch bist- aber vielleicht hilft es dir, eine kerze anzuzünden und für weniger raubbau zu beten.

    so ein wenig – kollektives bitten. ich würde mitmachen. z.b. am wochenende um eine bestimmte uhrzeit eine kerze anzünden- wir denken alle aneinander und bitten um weniger zerstörung für unsere erde…

    liebe grüsse von athena!

  12. Athena, danke – lieb von Dir! Mein Realismus basiert auf Hintergrundwissen, was ich hier lieber nicht schreiben sollte. Von daher weiß ich, daß nichts helfen wird. Wahrscheinlich ist das Ziel, den Status „Naturschutzgebiet“ aufheben und weitere Industrie dort anzusiedeln (Spekulation). Und das WIE ist egal. Alle Mittel sind richtig. Und wenn fünf Arbeitsplätze geschaffen worden sind, ist das ein Wahnsinnserfolg. Krank, gell?

    Also kommt das bei Dir auch vor, siehe Supermarkt. Wie gesagt, dafür fehlt mir jegliches Verständnis!

    Die Zerstörung der Erde wird erst dann aufhören, wenn unsere Spezies verschwunden ist. Aber dafür stehen die Chancen immer besser.

  13. Hallo Marcus,
    das sind keine frohen Nachrichten die Du da eröffnest. Du hattest erst vor kurzem wieder negatives aus deinem Naturschutzgebiet zu berichten. Ich hoffe das die Menschen irgendwann einmal zu Vernunft kommen und hoffe das es dann nicht viel zu spät ist.

  14. Hall Marcus, was ist bl ls bei Euch? So viel negatives in einem Naturschutzgebiet kann man sich ja gar nicht vorstellen. Vielleicht kommst Du mal zu uns. Unser Lauftreff hat sehr schöne Laufstrecken in der Döberitzer Heide. Ein Lauf dort im Frühling, der wenn der Ginster blüht, würde Dir bestimmt gefallen. Und so weit weg von Dir ist es auch nicht.
    Liebe Grüße von
    Laufmaus Elke

  15. Gerd, Vernunft und Mensch ist ein Widerspruch in sich. Das gab es noch nie und wird es nie geben. Ich bin schon auf den nächsten Streich gespannt.

    Elke, so ein Lauftreff findet doch eher unregelmäßig statt. Oder? Und der langsamste bestimmt das Tempo. Das wäre für mich nichts. Daß Du schöne Strecken hast, weiß ich. Ich kenne Deine Photos. Genieße es! 🙂

  16. Hallo Marcus,

    da kann ich sehr gut mit dir fühlen, denn auch ich liebe die Bäume, den Wald ( leider lebe ich nun schon seit fast 30 Jahren in einer Gegend ohne Wald bzw Wald, wie ich ihn aus Kindheitstagen kenne). Das Haus meiner Eltern steht direkt am Schwarzwald und ich weiß, wie betroffen und traurig ich war, als ich nach dem schweren Orkan ‚Lothar‘ zum ersten Mal wieder bei ihnen zu Besuch war und das Ausmaß dieser Naturkatastrophe zu sehen bekam: wo war mein geliebter, majestätischer, dunkler Schwarzwald???

    Und bei dir wird das von Menschenhand betrieben….nicht zu verstehen!!

    Liebe Grüße
    Eva

  17. @Marcus, unser Lauftreff trifft sich 2x in der Woche. Alle anderen Läufe finden individuell statt. Morgen laufe ich zum Beispiel mit meiner allerbesten Freundin Bianka in der Döberitzer Heide. Wir achten schon darauf, das es mit dem Leistungsniveau auch passt. Aber zu den Treffpunkten ist mehr das gemeinsame Laufen und Schnattern im Vordergrund, ohne Leistungsdruck und ohne Stress.:-)
    Liebe Grüße
    Laufmaus Elke

  18. Eva, ich kenne die Ergebnisse von Lothar aus dem Fernsehen. Das war wirklich schlimm, allerdings auch wieder natürlich. Ich hoffe, Deinem Elternhaus ist nichts passiert – das klingt ja gefährlich.

    Meine Heimatstadt ist schon führend in Umweltvernichtung.

    Elke, Leistungsdruck und Streß kenne ich im Laufen sowieso nicht. Das habe ich noch nie erlebt. Derlei Dingen setze ich mich nicht aus, wozu auch.

    Dann viel Spaß morgen mit Deiner Freundin in der Heide! Und nicht zu laut Schnattern, sonst flüchten die Rehe! 😉

  19. hallo, marcus-

    man sollte den glauben und die hoffnung auf eine gute und intakte natur nicht aufgeben!

    auch wenn man so oft enttäuscht wird, sollte der glaube an das gute im vordergrund stehen…

    es gibt sooo viele menschen, die so denken wie wir- insbesondere läufer. wir sind sicherlich die mehrheit. theoretisch könnte man etwas tun…

    aber praktisch ist es leider so, dass jeder wartet, dass einer den anfang macht…

    z.b. war ich eine zeit lang im naturschutzbund. ich muss gestehen, wenn ich mal was spende, dann lieber in tiere und in die natur. sicher kann man sich an solche organisationen wenden- oder…

    …bin ich mit meinen grünen augen zu blauäugig???

    hab ein schönes wochenende- liebe grüsse von athena!

  20. Liebe Athena,

    Du bist nicht blauäugig und ich finde Deine Sichtweise auch schön. Ich wünschte von Herzen, Deine Worte würden sich erfüllen.

    Die Hoffnung auf eine intakte Natur wird sich meiner Erfahrung nach erst dann erfüllen, wenn wir Menschen nicht mehr existieren. Das ist leider so. Erst dann kann sich die Erde wieder erholen. Und ich schätze, der Zeitpunkt ist gar nicht mehr so weit entfernt. Gucke Dir die Natur an, das wird immer schlimmer.

    Oder dieser Artikel von mir:

    https://blacksensei.wordpress.com/2008/11/12/quo-vadis-homo-sapiens-sapiens/

    Ich habe mich in der Auswahl so beschränkt, ich will gar nicht wissen, was inzwischen alles passiert ist.

    Und den Anfang machen? Tja, ich war mehrfach bei einer Bürgerinitiative zu Gast (später auch Stadtverordnetenversammlung). Was ich dort erlebt habe, sind nur Schläge in die Gesichter der Naturfreunde gewesen. Ich formuliere es einmal so: stünde in meinem Laufareal das Haus der Oberbürgermeisterin, so gäbe es auf meiner Seite nicht einen dieser Artikel, die sich mit lokalen Umweltzerstörungen befassen.

    Ich gebe mich keinen Illusionen mehr hin. 😦

    Danke für Deine hoffnungsvollen Antworten; ich hoffe Du wirst auch weiterhin positiv denken.

    Ebenfalls ein schönes Wochenende!

  21. hallo marcus-

    ja, solche menschen kenne ich.

    fiese typen, die aufs niedermachen gebrieft sind…

    aber ich denke immer- was man gibt, das bekommt man zurück 🙂 und aller hass und alle bösen worte, die man anderen entgegenschleudert, die werden zu diesen menschen zurückkommen…

    deshalb: bleiben wir so, wie wir sind und freuen uns dran…

    wir können ja im kleinen rahmen- jeder für uns was für die natur tun…

    das fängt bei waschmitteln-putzmitteln, etc. an… recyclingpapier benutzen… sich von mir aus auch mal einen gebrauchten schrank kaufen… antiquitäten sind ja auch nix anderes, als gebrauchte möbel. jeder baum wird es uns danken !

    in diesem sinne- hab gute und posiitve gedanken! sie kommen zu dir zurück ;-))

    so- jetzt darf ich laufen gehen- der ganze tag war leider verplant. schade 😦

    liebe grüsse von athena!

  22. @lieber Marcus, in der Heide gibt es Wisente und Wildpferde:-). Aber ich fürchte, Du hast Recht. Viel Ruhe werden die nicht haben, wenn wir dort lang schnattern:-). Wir haben sicher sehr viel zu erzählen.
    Liebe Grüße
    Elke

  23. Athena, da stimme ich Dir zu! Ich lasse es als Fazit, bzw. Anregung so stehen. Es bringt nichts in Schwermut zu verfallen, gell? Also positiv denken, so daß jeder ein wenig für sich bewegt… 🙂

    Elke, klingt echt spannend! Da kann ich nicht mithalten, evtl. mit Galloways. 😀 Aber Schnattern macht doch auch Spaß! Zumal es ja nicht täglich ist. Ich wünsche Euch viel Spaß!

  24. Hallo Marcus,

    das macht mich unwahrscheinlich betroffen, was da in „Deinem“ Naturschutzgebiet passiert. Es ist einfach so rücksichtslos, wie die Menschen ihre eigene Lebensgrundlage immer weiter zerstören. Dein Adler – wohin soll er denn fliegen? WO soll er leben? Auch seine Lebensgrundlage wird mehr und mehr zerstört. Vielleicht gehört er bald auch zu den Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind? Wenn die Bäume, auf denen er lebt ,verschwunden sind?
    Auch wenn Dich das jetzt wohl nicht trösten kann: Es gibt dennoch Beispiele, die zeigen, daß der Mensch lernfähig ist und zumindest partiell eigene Fehler erkennen und korrigieren kann.
    In der Wetterau wurde in den 60igern und 70igern – als die Flußbegradigungen „Mode“ waren, die Nidda und die Wetter komplett begradigt. Mittlerweile, nach einigen Hochwassern, wird diese Begradigung rückgängig gemacht und die beiden Flüsse erhalten wieder ihr ursprüngliches Flußbett. Mittlerweile ist es schon wieder richtig schön, dort lang zu laufen. Vielleicht ist es doch noch nicht zu spät? Ich habe diese Hoffnung noch nicht aufgegeben und werde sie wohl nie aufgeben, auch wenn es manchmal schwerfällt.
    Es tut nur so verdammt weh, solche Verwüstungen , wie sie Dir gerade widerfahren, zu erleben und gleichzeitig die Ohnmacht zu spüren, nichts dagegen tun zu können.
    Ich leide mit Dir!
    Liebe Grüße
    Petra

  25. Besten Dank für Deine Worte, Petra! 🙂

    Ich habe erst heute mit zwei Anwohnern geredet, die ebenso betroffen sind wie ich. Zumal ja nun die Zeit kommt, wo die Bäume austreiben. In vielen Fällen wird das nun nicht passieren. Der Weg sieht dort aus wie ein Schlachtfeld. Auch so willkürlich, da nicht überall.

    Dein positives Beispiel freut mich sehr! Ein Leser von mir hat einst auch positiv von Hannover berichtet. Ich weiß, daß es durchaus hoffnungsvolle Projekte gibt. Und zwar sehr viele. Aber in meiner Umgebung ist davon nichts zu sehen, nichts zu spüren.

    Umso mehr freut es mich, hier auch gute Beispiele zu lesen. Dafür danke ich Euch! 🙂

  26. Hallo Marcus, da bin ich mal wieder. 🙂 Das mit der Döberitzer Heide hat uns das Wetter gründlich vermasselt. Dafür hatten wir einen spannenden Regenlauf. Es gab interessante Begegnungen. Z.B. zwei stattliche Hirsche mit einem Rudel Weibchen im Schlepptau. Und auf den Feldern waren riesige Rehrudel unterwegs. Wo kommen die bloss alle her? Es waren erstaunlich viele. Ja, es wird wohl Frühling. 🙂
    Liebe Grüße von
    Laufmaus Elke

  27. Na ja, liebe Elke – vermasselt ist relativ. Ich würde zu gerne mal wieder im Regen laufen. Du bist zu beneiden! Hirsche gibt es hier wohl nicht; Rehe dafür umso mehr. Hast Du Photos gemacht? Die Hirsche sind sicher sehr photogen. 😉

    Ein schönes Wochenende! 🙂

  28. Ach Marcus, da triffst Du einen wunden Punkt. Eigentlich hab ich mein Handy für Fots immer griffbereit. Aber wegen dem anhaltenden Regen hatten wir es gut verpackt. Wenn man das Glück hat, solchen Tieren zu begegnen, traut man sich nicht, sich zu bewegen. So haben wir eben nur still gestanden, und die Hirsche angeschaut. Und sie haben das gleiche getan.:-)
    Bei dem Versuch, an das Handy zu kommen, war das Schauspiel dann vorbei. Das war zu viel Bewegung.:-( Aber das Erlebnis kann uns keiner nehmen.:-)
    In der Heide ist das Laufen bei Ragen und Tauwetter leider wirklich nicht möglich. Da steht alles hoffnungsls unter Waser. Ansonsten stört es uns aber nicht, bei Regen zu laufen. Den Heidelauf holen wir nach, wenn der Ginster blüht.:-) Dann ist es dort unbeschreiblich schön.
    Liebe Grüße von
    Laufmaus Elke

  29. Wahrscheinlich haben die Hirsche Euch per Kamera festgehalten. 😀 Es muß schon beeindruckend sein, solch schönen Tieren zu begegnen und wie Du schon sagst, die Erinnerung bleibt. Ich schätze, dieses war kein einmaliges Erlebnis.

    Hier sind die Wiesen auch geflutet, doch bis zu den Wegen ist nichts vorgedrungen. Noch nicht. Ich würde mich auch mal wieder auf einen Regenlauf freuen, aber da muß ich wohl noch warten.

    Einen schönen Sonntagslauf! 🙂

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