Die Macht des Geistes

Die Armee des Winters ist zurückgekehrt. Unter dem Regiment der Kälte werden die jahreszeitlichen Legionen befohlen. Eis, Schnee und Minusgrade entfalten umbarmherzig und gefühlvoll zugleich ihre faszinierenden Mächte der weißen Winterwelt. Die Natur hat sich festlich in schwanenweiße Kleider gehüllt und die Wege goutieren jeden Laufschritt mit dem so eigentümlichen Knirschen des gefrorenen kristallinen Wassers. Eine Atmosphäre, die mich in ihrer endlosen Schönheit nahezu erschlägt und mir die Sprache raubt. Voller Hingabe koste ich jeden einzelnen Moment dieses Glücks.

Nach einem Jahr trug ich am 03.01. zum ersten Mal wieder eine lange Hose. Für das Gros der Läufer die Normalität – für mich eine absolute Ausnahme. Entsprechend ambivalent meine Gefühle. Einerseits entwickelte sich sofort ein Gefühl des Unwohlseins; gleichzeitig wußte ich die unübliche Wärme durchaus zu schätzen. Doch ich werde diesen, warmen, Pfad der Schwäche nicht beschreiten. Sollte diese Ausnahme zur Regelmäßigkeit werden, fällt meine Philosophie der Abhärtung wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Diesen Weg würde mein Körper mir nicht danken.

2009_januar_schneelauf

Einen Tag später obsiegte die Freude am gewohnten Laufoutfit. Es ist wie mit allen Dingen im Leben; was man ist und was man wird, fängt in erster Linie im Kopf an. Die Macht des Geistes. Sie entscheidet, ob wir schwach bleiben oder stark werden wollen. Ob wir widerstehen oder der Versuchung nachgeben. An uns liegt es. Unser Geist entscheidet – Gedachtes und Nichtgedachtes wird zur Realität. Letztendlich ist jede Entscheidung richtig – doch auch das definieren nur wir selbst. Reißen wir die Grenzen nieder, die wir uns selbst gesetzt haben. Es lohnt sich. Immer. Zu jeder Zeit.

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60 Antworten to “Die Macht des Geistes”

  1. Hach, und dann kann man das Bild nicht groß klicken, wie ärgerlich;-)

    Bzgl. der Grenzen, die man sich selbst setzt, hatte ich an Silvester ein kleines aber für mich doch wichtiges Gespräch. Es ging darum, wie man nach einem für den Kopf harten Arbeitstag entspannen kann (ein für mich immer wieder aufkommendes Thema, vor allen Dingen, wenn ich wie aktuell seit Monaten nicht laufen kann). Mein Gesprächspartner erzählte mir dann u.a., dass er zeitgleich verschiedene Bücher liest – ein intellektuelles, eine leichte Lektüre, eine witzige Lektüre etc. Er sucht sich dann immer das passende aus. Ich dagegen lese gar nicht, da ich der Meinung war, immer ein Buch anzufangen und zu Ende lesen zu müssen. Da ich mich aber oft nicht konzentrieren kann, lass ich es gleich ganz. Ich ärgerte mich dann, dass ich mir jetzt fast 40 Jahre lang genau diese Grenze gesetzt habe. Ein Buch und zu Ende lesen – so ein Quatsch. Und so viele eigene Grenzen setzt man sich im Kopf und muss aufmerksam sein, um von anderen zu lernen, welche man einfach mal weglassen kann.

    Ein kleines Beispiel, das mir aber die große Dimension aufgezeigt hat.

  2. Dafür kann ich nichts! Das liegt an WordPress, die basteln wieder. Obwohl ich das sicher umgehen könnte. Wie auch immer. 😉

    Ja, ein schönes Beispiel! Aber wenn Du das auf der Ebene schon erkannt hast, kannst Du auch größere Grenzen einreißen. Du mußt sie nur erkennen und es wirklich wollen. Nicht denken, einfach machen.

    Schade, daß Du nicht Laufen kannst – das kann viel dabei helfen. Alles Gute, Anja!

  3. Hallo Marcus,
    Respekt für deinen Pfad der Abhärtung. Für mich gibt es allerdings – ganz speziell in Bezug auf Laufkleidung – eine Grenze, die es nicht zu überwinden, sondern zu erkennen gilt: Vor ca. einer Woche hatte ich nämlich nach einem Lauf „in kurz“ Erfrierungen an den Oberschenkeln. DAS muss nun wirklich nicht sein. Sport ist nicht Mord, und da ich wahrscheinlich in naher Zukunft nicht mit einer Armeeeinheit nach Sibirien verlegt werde… 😉

  4. Erfrierungen? Dann muß es ja schon sehr kalt gewesen sein – allerdings bist Du darauf auch nicht trainiert, schreibst Du ja selbst.

    Es ist immer richtig sich angemessen zu kleiden. Als Soldatin nach Sibirien? Ich hoffe doch nicht! 😉

  5. He, das Bild heizt cool ein! :))

    Witzig, Sibirien ist auch mein Stichwort.
    Ich hatte heute morgen um sechs in der endlosen Weite der Schönheit von Schneeverwehungen, deren Pracht sich mir in der Dunkelheit zum Glück nicht erschloss und damit ablenkte, die Vision, entlaufener Sträfling eines Gefangenenlagers in Sibirien zu sein. Die Meute bereits im Genick, wollte ich mich natürlich nicht wieder einfangen lassen.
    Auch die Kraft scheußlicher Gedanken hat was! 😀

  6. Phönix, Phönix – Du hast ja Visionen! 😉 Ich gebe zu, Sibirien wäre mir zu kalt und die Vorstellung dort geflohener Sträfling zu sein – ne ne, schlimm! Jedoch, so weit hergeholt ist das gar nicht. Unsere Vorfahren, Väter und Großväter haben das oft durchleben müssen. Schlimm!

  7. Hilfe, wenn ich das sehe, fange ich gleich an zu frieren. 🙂 Mutig, mutig, Marcus! Ich könnte so nicht laufen, würde frieren ohne Ende.

    Bei uns liegt nun seit gestern etwas mehr Schnee als üblich. Ich bin gespannt, wie lange der Winter weiß bleibt. Bei -6 Grad mummel ich mich etwas dicker ein.

  8. Ramona, reine Gewohnheit. Ja, ich hätte das Photo heute aufnehmen sollen – jetzt liegt hier richtig „viel“ – für unsere Verhältnisse. Bei -06 C° habe ich auch ein langes Oberteil an.

  9. Spotzl wie er leibt und lebt 🙂 So mag ich das *pfeif*

  10. Während meiner Phototour war es schon frischer, die Temperaturen sinken. Radfahren ist doch etwas anderes als Laufen. 😉

  11. Was für ein Mann !

    Solche Läufer begegnen mir hier nie !

    Wenn man so einen vorzeigbaren Körper hat, dann kann man, so man kann, sich auch bei eisigen Temperaturen zeigen.

    Immer wieder: Toll, dass du das kannst.

    Aber nicht jeder kann, ich z.B. nicht, ich würde eingehen und nochmals eingehen, da hilft auch mein Kopf nicht !

    Du siehst mich hier kopfschüttelnd, nicht verstehend, aber gut findend ! 😉

  12. Margitta, in dem Outfit gibt es hier weiter niemanden. Nicht, daß ich wüßte. 😉

    Mir ist bewußt, daß das nicht jeder kann. Soll ja auch nicht jeder. Die gleiche Geschichte wie mit dem Täglichlaufen. Auch da bin ich hinein gestolpert. Aber das ist gut so.

    Danke für Dein „Gutfinden“! 🙂

  13. Seltsamerweise liebe ich die Kälte, an sich kann es mir nicht kalt genug sein. Aber in kurzen Klamotten laufen? Nee, so weit geht meine Liebe dann doch nicht, trage immer noch eine Windjacke und lange Hosen. Aber doch schön, zu sehen, was geht.

    Bleib so, wie du bist.

  14. ich habe dazu nur einen Gedanken: stramme Waden 😀

    SCNR

  15. Skeeve, da geht noch viel mehr. Ich kenne jemanden – vom Sehen – der läuft nur mit freiem Oberkörper. Das würde ich nie machen. Morgen muß ich wohl auch auf eine lange Hose umsteigen, angeblich soll es ja -16 C° kalt werden. Schaun mer mal.

    Bianca, die haben wohl alle Läuferinnen und Läufer. 😀 😉

  16. Na, ob bloßer Oberkörper so sinnig ist… das mache ich nicht mal im Sommer, da schwabbelt (bei mir) zu viel rum 😉

  17. Sinnvoll? Tja, irgendwo hat jeder seine Grenze. Im Sommer laufe ich auch nicht so. Ein gewisser Stil muß ja gewahrt bleiben. 😉

  18. Na ich hoffe doch dass du NICHT mit nacktem Oberkörper rumläufst. Das ist NUR ganz speziellen Menschen vorbehalten gell? 🙂

  19. Also ich meine DEIN Oberkörper *pfeif*

  20. Das versteht sich von selbst. Ich bin zwar ein Streakrunner, aber kein Streaker. 😀

  21. Bei mir darfst aber ruhig Streaken – da hab ich gar nix dagegen *lach*

  22. Huaaaahhhh,
    das ist krass. Ich bin ja schon froh das Du Socken anhast. 😉
    Ne, ne Marcus, das wäre nichts für mich.
    Obwohl es natürlich mit der Zeit abhärtet.
    Ich geh zwar gerne nach der Sauna nackt in den Schnee, aber ohne vorher richtig aufzuheizen mag ich das dann doch nicht.
    Ich wünsche Dir weiterhin einen „kühlen Kopf“. 😆

  23. Brigitte, also doch Streaker! 😉

    Gerd, nicht krass, Gewohnheit. Sauna wäre mir zu warm. 😀 Obwohl, das habe ich noch nie versucht; ich kann mir kein Urteil erlauben.

  24. Marcus, bin begeistert! Da geht’s mir wie Margitta….so nen durchtrainierten Körper/so nen Mann sieht man hier auch nie laufen! 🙂 Schön, dass du das Bild eingestellt hast, so kann man sich doch eine Vorstellung vom anderen machen! – Aber nachdem ich heute gemeint habe, dass mir bei Minus 4 Grad und ordentlich Wind – trotz Handschuhen – fast die Finger abfrieren, bleibe ich doch bei meinen zahlreichen mehr Wäschestücken 🙂 Bewundere dich aber aufrichtig für deine Abhärtung! LG Eva

  25. […] Black Sensei, der ohne Zeithast, ohne Wettkämpfe und ohne Trainingspläne einfach nur Laufen will und das jetzt in seinem Streak bereits seit 2001. […]

  26. Klar Streaker – und was für einer *tralalalalaaaaa*

  27. Das wäre ja nun mal nicht mein Ding, aber Du bist ja noch relativ Jung, und da kann man das ja machen. Aber wehe Du machst oder musst eine Pause machen, dann sieht das ganz anders aus. Also bleib fit, keinen Alkohol oder irgend etwas ungesundes, usw. Ich meine nur das Leben bietet auch noch anderes ausser Laufen. ES darf einfach nicht einseitig werden.Das alles von Deinem Körper zu fordern geht sehr lange Gut, so lange Du mit Deiner Umwelt in Harmonie bist und Deinem Körper manchmal wirklich die Ruhe gönnst, die er braucht.
    Nicht zu viel und nicht zu wenig immer das richtige Mass.
    Habe ich Dir schon gesagt, dass ich Deine Beschreibungen der Landschaft toll finde.
    Liebe Grüsse zentao

  28. Eva, heute wird man mich so auch nicht sehen. Bei ca. -17 C° sieht meine Bekleidung anders aus. 😉 Wie Du schon sagst, der Wind ist immer fatal. Dadurch kühlt man immer schnell aus.

    Zentao, Deine Worte aus der Distanz gesprochen, zeugen von Objektivität, die mir doch ein wenig fehlt. Sehr treffend formuliert! Harmonie im Innern, wie im Äußeren – so lange geht es gut. Ja. Das richtige Maß zu finden, ist kein Problem mehr – ich praktiziere das schon zu lange, ich kenne meinen Körper sehr genau. Natürlich kommt irgendwann das Ende – alles endet mal.

    Danke für Deine Worte – einfach nur wahr!

  29. Lieber Marcus, genau wie Ramona wird mir auch schon beim Zusehen kalt. Und wie wars heute? In der Nacht waren es bei uns minus 20 Grad. Da auch kurze Hose? Woher nimmst Du die viele Wärme? Kommt sicher von innen.
    Einen lieben Gruß nach Brandenburg
    von Silke

  30. Liebe Silke,

    der Körper gewöhnt sich an viele Dinge, wenn man nur will. Heute lief ich 10 KM bei -16 C° (neuer Kälterekord). Natürlich in langer Bekleidung. So dick wie heute war ich noch nie angezogen – damit habe ich auch keine Erfahrung. Zu einer Kopfbedeckung konnte ich mich aber nicht durchringen – geht auch ohne. Heute Abend werde ich noch einmal laufen, ich freue mich schon auf einen Schneelauf im Dunkeln. Diese Ruhe ist einmalig.

    Und wie war es bei Dir heute? Oder läufst Du noch? Diese Temperaturen sind wir hier ja nicht mehr gewohnt.

    Paß schön auf Dich auf!

  31. *prust- ich krieg mich gleich nicht mehr ein…

    lieber marcus- du lässt die hormone der damen aber ganz schön wallen 🙂

    also ich hab sogar 2 so hübsche männer zu hause *ätsch… (also einmal mein sohn…) leider kommt man als frau daneben auch nicht so gut weg 😉

    ich muss sagen- lobenswert deine disziplin… ich hab schon viel von dir gelernt… lange schon trage ich nicht mehr so viel übereinander, wenn ich raus gehe- aber ich hab meine grenzen und bis zur kurzen hose (ich hab nur dreiviertelhosen) und shirt werde ich nicht kommen… ich hab auch ganz andere abhärtungsprojekte- gelle 😉
    das kommt deinem schon ganz nah. gestern bin konnte ich es nicht lassen- und bin barfuss durch den schnee. irre- toll- sensationell… vielleicht kann ich ja etwas von meiner begeisterung abgeben… dann wäre die abhärtung bei dir aber komplett- oder? aber ich kann sagen: es tut weh hinterher, bis die zehen wieder aufgetaut sind.
    es war ja auch sicher ein jahrelanger prozess bei dir… ich stell es mir nicht angenehm vor. schön für dich, dass du es kannst…

    und ich schliesse mich an- schönes bild 😉

    sei lieb gegrüsst!

  32. […] muss ja nicht unbedingt wie Marcus durch den Schnee laufen. Aber man soll sich auch von den ganzen Warnungen hinsichtlich der kalten […]

  33. Liebe Athena,

    das kann nur an der Gänsehaut liegen; durch das Zittern wird eine wallende Wärme erzeugt. 😉 Was heißt, als Frau „kommt man nicht gut weg“? Frauen kommen immer besser weg als Männer. Finde ich zumindest. 🙂

    Ja, bezüglich Barfußlaufen kann ich von Dir noch einiges lernen. Vielleicht versuche ich das auch einmal im Schnee. Wenn das nicht belebend ist!
    Jahrelanger Prozeß ist korrekt. Es ist aber weniger schlimm – als Du Dir vielleicht vorstellst. Wie Täglichlaufen – man wächst halt so rein.

  34. Hihi Athena, wie recht du doch hast. Da spielen wirklich die Hormone verrückt. Nur glaubt er es mir ned!!

  35. Ich trage bei jeder Kälte das Gleiche. lange Sommerlaufhose T-Shirt und Windjacke. Egal ob 0Grad oder -17. Handschuhe und Mütze brauch ich nicht.
    Was will ich damit sagen? 😉 Marcus, wenn du lange Sachen trägst, brauchst du keine Handschuhe und Mütze…wenn ich das sogar aushalte 🙂

  36. liebe brigitte- bei dir dürfen sie das ja auch 😉 ich halt mich da als verheiratete frau einfach mal zurück- ich kann mich auch nicht beschweren- da mein mann auch ziemlich attraktiv ist- was mir nicht immer recht ist, weil er pro laden, den er betreut auf ca. 40 frauen kommt 😉

    lieber marcus- mein mann und mein grosser sohn sind wirklich durchtrainiert und gross- ihr drei würdet ein gutes bild zusammen abgeben…
    ich mache deshalb kein gutes bild daneben, weil ich ausser laufen nichts mehr mache- als ich noch so ein kleines fitnesstudio im haus hatte, war das anders- aber irgendwohin zu fahren- dazu habe ich keine zeit und unter zeitdruck werde ich verrückt… so kann die disziplin schon gar keine oberhand gewinnen- leider… vielleicht besuchen meine mäuse mal eine schule, zu der ich sie nicht fahren kann- dann werde ich gleich den morgen damit beginnen…

    also einmal barfuss im pulverschnee – das mach ruhig- dein körper ist durch dein kurzarmlaufen und kalt duschen ganz anders trainiert, als meiner- ich dachte hinterher, ich hätte elefantenzehen in den schuhen- mein mann meinte heute morgen spassig: guck mal, ob du noch zehen hast *lach… ja- sie waren wieder normal…
    das kennst du sicher- das wasser im körper wird durch die kälte ja ganz schön malträtiert…

    im übrigen haben wir diesen winter nur den kamin an- das ist auch abhärtung- keine heizung… viele räume sind recht kühl. aber ich meine, wir leben so gesünder… ich denke, grad für meine zwei asthmatiker eine gute sache… die schleimhäute sind nicht so gereizt und trocken…
    der schneelauf war heute ein traum!!!

    einen schönen abend und liebe grüsse 🙂

  37. Och Athena, auch bei dir drüfen die das 🙂

    Und sie hüppeln wirklich wie wild herum *lach*

  38. Siehst – und schon verschreib ich mich 😉

  39. na, ihr zwei hübschen wohnt ja auch ne ganze ecke voneinander entfernt- da hoppeln die hormone sicher schon vor sehnsucht… bei mir sind die nach 16 jahren ehe irgendwie nicht mehr die schnellsten 🙂

  40. Skeeve, ich habe meine Grenzen bis ins Detail ausgelotet. Glaube mir, eine sehr schmerzhafte Lektion. Die Bekleidung ist bei mir immer adäquat der Distanz. Ich könnte in kurz ohne Handschuhe bei – 06 C° acht Kilometer laufen, aber keine 14. Also Handschuhe ziehe schon bei Minusgraden an. Aber Mütze? Nein. Da bin ich BW geschädigt. Nie wieder werde ich eine Kopfbedeckung tragen. 😉

    Brigitte, nicht so schlimm! Ich verschreibe mich auch oft. Halb so wild. 🙂

    Athena, es sei Dir versichert, daß Du das bessere Bild abgeben würdest. Verzeih mir, nichts gegen Deine Männer! Frauen sind grundsätzlich schöner. 😉 Die Leistung, die Du geschafft hast, ist für viele Menschen ein Vorbild. Wozu noch anderes machen? Sei stolz auf Dich. Wer kann von sich behaupten, über 1000 Tage täglich gelaufen zu sein? So gut wie niemand. Sei Dir dessen bewußt, Kopf hoch und lächeln! 🙂

    Versuchst Du jetzt öfter barfuß im Schnee zu laufen? Dein Körper gewöhnt sich daran. Es ist wie kalt duschen. Nach einem Lauf in der Kälte. Steige ich unter die Dusche und klicke „Eiskalt“ an – das Wasser kommt mir richtig warm vor. Zum Großteil ist das Kopfsache. Rede ich mir ein, es ist kalt – ist es kalt.

    Viel Spaß beim Schneelaufen, aber nicht übertreiben! 🙂

  41. Sieht frisch aus… Als ich beim Silvesterlauf in Shorts lief erregte ich da eher Mitleid – wobei ich in kurzen Hosen immer laufen könnte – nur in kurzen Ärmeln – das ist irgendwie nicht so meins und ich glaub die Umprogrammierung auf kurze Ärmel wäre bei mir geistig mehr als nur eine große Herausforderung, das käme wohl eher einer Gehirnwäsche gleich 😉

  42. Moin Marcus,
    erstmal ein Frohes und Gesundes Neues Jahr wünsch ich dir und deinen Lieben.
    Hatte viel um die Ohren und kann erst jetzt wieder hier bei dir posten.

    Zu den Bild kann ich nur sagen: „YES We Can“ 😉 , das ist mein Mann !!!!

    So soll es sein 😉

    Ich laufe sonst ja auch so durch die Gegend aber seit einer Woche sind bei uns Temperaturen von -5 bis -21 Grad (Gestern Abend 21:25 Uhr gemessen)
    Da verkneife ich mir dann so ein Outfit.

    Mach weiter so.

    LG
    Marco

  43. Martin, ich muß gestehen, diese entsetzten Blicke von den verweichlichten Nichtsportlern finde ich immer sehr amüsant. 😀 Gehirnwäsche? Dann laß es lieber! 😉

    Marco, besten Dank und ebenso!!! 🙂 Ja, die liebe Zeit. Ich würde mir auch mehr davon wünschen, um in allen Blogs aktiver zu sein. Leider ist das nicht möglich.

    Gut, daß Du Dir so ein Outfit verkneifst. Bei -20 C° wäre das mehr als übertrieben. 😉

    Viel Spaß im Schnee!

  44. Wirklich ein sehr schöner Beitrag.. wie die meisten hier, die ich die letzten Tage hier nach und nach durchgelesen habe, sehr interessant.

    Die Philosophie vom Laufen entspricht nicht ganz der meinen, ich finde sie trotzdem sehr schön. Womit da aber sowieso hundertprozent Recht hast: es spielt sich alles im Kopf ab. Stärke und Schwäche kommt von innen, der Wille kann mehr bewirken als wir uns selber manchmal eingestehen wollen, denn man muss den Willen zum Willen natürlich auch haben..

    Und wenn ihr 3, 4, 5, 6 Jahre täglich laufend durchhaltet, hat das sicher auf der einen Seite sehr viel mit Willen zu tun, aber auf der anderen Seite auch mit einem gesunden Geist wenn man Turnvater Jahn folgt…

    Genug der Komplimente – Grüsse aus Zürich,
    Jens

  45. Lieber Marcus, ich hab ja im Forum in Kältethread geschrieben, wie ich derzeit laufe (wie angezogen). Nur mit den Füßen und Händen hab ich nie Probleme, die werden gut warm. Das ist ein serh wohliges Gefühl, vor allem an den Füßen. Aber sonst bin ich gern doll eingepackt im Winter. Mütze ist mir immer wichtig. Ich glaub, Frauen frieren aber auch schneller als Männer.
    Das mit der Ruhe und dem Schnee, das ist mir heute auch aufgefallen. Die Welt wird insgesamt viel leiser, alles ist gedämpft. Die Schritte, selbst die Autos sind leiser auf Schnee. Wie auf Watte irgendwie alles. Nur unsere Katze, die macht ständig Lärm. Die will immerzu schon nach ganz kurzer Zeit wieder ins Haus. Dann ist ihr langweilig und sie will wieder raus. Und merkt dann schnell, wie kalt es ist und schon jammert sie wieder am Fenster.
    Aber heute Nacht wird es wohl nicht mehr gar so kalt werden und sicher auch morgen am Tag nicht.
    Ich bin irgendwie mehr ein Sommermensch.
    Gute Nacht
    Silke

  46. Willkommen auf meiner Seite, Jens! 🙂

    Dankeschön für Deine netten Worte! Besonders gefällt mir Dein Satz „man muß den Willen zum Willen haben“ – das ist grandios! Ich freue mich, wenn Menschen meinen Beitrag wirklich verstehen.

    Jahre lang täglich laufen hat viel mit Willen zu tun. Ohne Frage. Aber es ist auch eine Glückssache.

    Wie sieht Deine Laufphilosophie aus – wenn ich fragen darf?

    Liebe Grüße nach Zürich!

    Liebe Silke, ich finde es erstaunlich, daß Du mit den Händen keine Probleme hast!? Die sind bei mir ein neuralgischer Punkt. Da schmerzt es als erstes. Die meisten Frauen frieren wirklich schneller. Eine andere, bzw. dünnere Hautstruktur zeichnet da verantwortlich. Allerdings, wenn ich mir manche Läufer so angucke – die Männer sind (hier zumindest) immer wärmer angezogen. Im Oktober sah ich Läufer im Winteroutfit, während einige Damen noch mit ärmellosem Oberteil unterwegs waren. Frauen mögen zwar schneller frieren, aber sie sind härter. 😉

    Ich mußte lachen, als ich das von Deiner Katzi las. Ich liebe Katzen! Du kannst sie mal von mir streicheln. 🙂 Mittlerweile ist es ja wieder wärmer geworden, ein wenig immerhin. Ich war früher ein totaler Kältefan, aber die Zeit ist auch vorbei. Ich mag es jetzt auch lieber warm.

    Einen angenehmen Lauf heute! Schön vorsichtig, teilweise ist es sehr glatt!

  47. Ich wart noch einen Moment. Es scheint zwar herrlich die Sonne und das sieht wunderschön aus aber ich hatte mich geirrt. Es wurde doch wieder sehr kalt mit minus 20 Grad und auch jetzt ist es noch immer sehr kalt (minus 15), hatte ich gar nicht mehr gedacht. Aber ich werde heute mal testen, wie tief der Schnee im Wald wirklich ist. Aufgrund einer Erkältung wird es ja kein so arg langer Lauf.

  48. Marlene Says:

    Dir Marcus und allen noch ein gutes neues Jahr!

    Ich bin total begeistert von der Kälte. Bevor ich gelaufen und soviel geschwommen bin war mir immer kalt (letzter Winter war hier warm) und nun komme ich aus dem Haus und denke, ne nun muss der Schnee doch tauen es ist doch nie und nimmer unter null Grad….dabei sind es teilweise – 10… Sehr befreiend, nicht nur den Sommer zu lieben (Hitze konnte ich immer gut ab), sondern auch danke des Laufen den November wunderschön und Kälte als Faszination zu erleben!!!! Ich bin schon gespannt ob ich dieses Jahr selbst dem Februar was abgewinnen kann!

    Genau was Du mit den Handschuhen und 8 und 14 km beschreibst macht auch bei mir einen Teil der Faszination des Sportes aus, man lernt so viel über seine Möglichkeiten dazu und hinterfragt dann eben auch noch mehr andere Dinge (Buchbeispiel). Und Mützen trage ich auch nie, im Notfall bei Wind 5 Minuten die Jackenkapuze und dann „Freiheit für den Kopf“.

    In den Ferien konnte ich auch jeden Tag laufen und es fehlt mir sehr, dass es Montag und gestern nicht ging. Nicht körperlich so sehr, bin ja über 5 km geschwommen, aber meinem Kopf, auch wenn es mal nur ein 3 km Lauf war konnte ich dabei so wunderbar den nächsten Tag planen und es geniessen Gedanken in Ruhe weiter oder zu Ende zu führen….und eben einfach die frische kühle Luft, der perfekte Tagesabschluss. Aber genug gejammert, ich bin dankbar, dass es oft geht!

    Allen hier ein wunderbares 2009 mit vielen guten Erlebnissen!
    Marlene

  49. Marlene Says:

    PS Natürlich kann man immer laufen, auch jeden Tag, aber nach 23 Uhr habe ich zur Zeit bei uns Bedenken darum ging es nicht. Wenn mein Schlafmonat Januar vorbei ist werde ich das Laufen wieder auf Morgens verlegen, dann kann weniger dazwischenkommen!

  50. Silke, laut Wetterbericht sollte es gar nicht so kalt werden. Der stimmt wieder hinten und vorne nicht. Ich bin heute früh bei -11 C° gelaufen, es war sehr bewölkt und neblig, aber wunderschön. Die Wege im Wald sind bei Dir sicher auch „ausgetreten“. Quer durch dürfte einiges liegen. Ich wünsche Dir gute Besserung; laufe lieber sehr kurz – Dein Körper wird es Dir danken.

    Marlene, herzlichen Dank! Dir und Deiner Familie ebenfalls ein gesundes Jahr!

    Es ist ein schönes Gefühl zu erleben, wie positiv sich Bewegung doch auf den Körper und das Gesamtbefinden auswirken kann! Sogar Dein Kälteempfinden hat sich verändert. Ich freue mich, wenn ich solche Sätze lesen darf. 🙂 Der Körper gewöhnt sich (wieder) an alles, man muß ihm nur vertrauen. Es lohnt sich, wenn man es schafft, seine Grenzen zu erkennen, bzw. zu verschieben.

    Marlene, Du bist auf dem besten Wege eine Täglichläuferin zu werden. Vielleicht entwickelt sich das, wenn Du Deine Läufe auf den Morgen verlegst. Aber Deine Hauptkonzentration liegt ja auf Schwimmen. Wer weiß, ich bin gespannt! 🙂

  51. Sali Marcus,

    ja Philosophie hört sich immer hochtrabend an. Ich laufen eigentlich nur für mich. Das Wettkampfgebalze der örtlichen Laufszenen finde ich immer abstossend. Ich bin diese Wettkämpfe auch nie wirklich gerne gelaufen. Noch heute ist es so, dass ich lieber bei mir vor der Haustür einen privaten Marathon laufe als durch die halbe Republik zu fahren, nur um eine Urkunde einzuheimsen. DIESE Art der Bestätigung brauche ich nicht. In vielem was du schreibst finde ich mich wieder, insbesondere der Teil mit der Natur. Ich konzentriere mich beim Laufen eigentlich auch meist nicht bewusst aufs Laufen, sondern nehme die Umgebung in mich auf, nicht vordergründig – irgendwie ruhe ich dann total in mir selbst.

    Dann gibt es aber auch die andere Seite: Manchmal macht es auch Spass wirklich genau das Gegenteil zu machen. Bewusst zu atmen, Laufen zu arbeiten, versuchen den Körper an seine Grenze zu bringen. Einfach auch als Ausgleich. Laufwettkämpfe mache ich nach wie vor gerne. Mich wird auch nie jemand beim Berliner Halbmarathon oder (noch schlimmer) Berlin Marathon sehen. Ich werde aber auch in Zukunft gerne bei Landschaftsevents starten. Im Rahmen des Wettkampfes (mit mir selber!) die Gegend erkunden und geniessen. Das ist mir ein Bedürfnis und ohne dem wäre für MICH MEIN Laufsport unvollkommen.

    Viele Grüsse,
    Jens

  52. Jens, ich danke Dir für Deine Ausführungen! Im Prinzip unterscheiden wir uns nicht sehr viel. Der Grundgedanke von Wettkämpfen ist mir auch nicht fremd, wenngleich ich beim Laufen nie einen bestritten habe (in einer anderen Sportart schon). Du trägst den „Kampf“ mit Dir selbst aus – eine schöne Philosophie – in meinen Augen ist es eine. 😉

    Schön zu wissen, daß es noch mehr Menschen gibt, bei denen das Laufen in der Natur im Vordergrund steht und nicht irgendwelche Urkunden. Die Mehrheit denkt anders.

    Vielleicht guckst Du ja hier mal wieder rein, ich würde mich freuen. Und viel Freude beim Laufen, in der Natur – und beim Kampf gegen Dich selbst, bzw. zusammen mit Deinem Körper! Mit der Einstellung kannst Du nur gewinnen! 🙂

  53. Merci Marcus!

    Du kannst Dir sicher sein, dass ich auch in Zukunft hier lesen und mich sicher auch hin und wieder mal zu Wort melden werde. 🙂

  54. Das freut mich Jens!

    Morgen gibt es einen neuen Beitrag. Meine verschneite Lauflandschaft. Vielleicht interessiert Dich das, obwohl ich nicht mit der Schweiz konkurrieren kann. 😉

  55. Hallo Marcus,

    vorab ein frohes neues Jahr, Respekt vor Deinem Mut und Deiner Selbstdisziplin. Ich selber werde dieses Jahr mit einigen besonderen Herausforderungen umgehen müssen, mehr in Kürze auf meinem neuen Blog: http://www.torstenglorius.de. Das alte – Danke für den Link in Deiner Blogroll – bleibt aber vorerst erhalten.

    Dann auf bald und „Happy New Year“!

    Torsten

  56. Welch Überraschung! 🙂 Herzlich willkommen zurück, Torsten! Auch Dir ein gesundes neues Jahr; ich wünsche Dir, daß Du Deine Herausforderungen meistern wirst!

    Ich hoffe, Dir geht es soweit gut – daß ich Dich als Link behalten habe, versteht sich von selbst. Deine neue Seite nehme ich natürlich auch auf, ich freue mich, daß Du wieder da bist. 🙂

  57. Hart aber herzlichen. Bei den Temperaturen solltest wirklich was warmes anziehen. Zum Glück wirds jetzt Sommer

    Das erinnert mich etwas an die Chuck Norris Jokes.

    Wenn Black Sensei Leigestütz macht drückt er die Erde nach unten.

    oder

    Black Sensei ist so hart, da haben selbst die Brusthaare Brusthaare

  58. Zumindest würde das die Schwingungen im Erdreich erklären – während meiner Liegestütze. 😀

    Im Ernst: „Härte“ ist relativ. Du trägst das „Eisen“ im Namen – nicht ich.

  59. Merci Margitta!

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