Verweichlichte Gesellschaft

Der Herbst hat das Regiment übernommen und führt mit stürmischer Macht; aktuell durch sonnige Tage unterbrochen. Die Wälder sind bunt geworden, die Temperaturen tendieren in frischere Regionen und sinken weiter. Regen und Sturm werden öfter dominieren. Eine deprimierende Jahreszeit? Nein, nicht für mich. Je ungemütlicher das Wetter, umso mehr Freude erzeugen meine Läufe in freier Natur. Vor ein paar Tagen kam mir ein Läufer entgegen, der aussah, als ob er sich von Sibirien nach Deutschland teleportiert hätte. Zumindest implizierte das seine Kleidung. Angezogen wie im tiefsten Winter, dabei zeigte das Thermometer warme 10 °C an. Symptomatisch für unsere Gesellschaft, die ich nicht nur als faul, bequem und verlogen definiere, sondern auch als verweichlicht. Relativierend sei erwähnt, daß ich freilich nicht explizit diesen Läufer meine, da mir seine Intentionen und Ziele unbekannt sind. In Erstaunen versetzte er mich demungeachtet.

Bereits Ende August begegneten mir die ersten Damen, welche Winterjacken mit Pelzkragen trugen. Im August! Zu Strickmützen bei 35 °C sage ich schon gar nichts mehr. Derzeit springen mir im Stadtbild Mützen, Handschuhe, Stiefel und Rollkragenpullover ins Auge. Verrückte Welt. Die Folge kann man wunderbar in öffentlichen Verkehrsmitteln beobachten. Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Diese verhätschelten Körper kommen nicht mehr mit den jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen zurecht. Wie auch? Wenn der Körper nicht trainiert wird, verkümmert er. Das trifft nicht nur auf Körper und Geist zu, sondern auch auf unser Immunsystem. Unser Kälteempfinden möchte auch gefordert werden. Wie kann man sich dem besser anpassen, als sich regelmäßig den Wetterverhältnissen auszusetzen? Und wenn es „nur“ Spaziergänge sind.

Ich gebe zu, daß ich auf Winterjacken im Sommer besonders sensibel reagiere, weil Abhärtung für mich essentiell ist. Natürlich verlange ich nicht, daß man mir nacheifert und bei Minusgraden in kurzer Bekleidung durch die Natur läuft oder Jahre lang kalt duscht. Mitnichten. Darum geht es auch nicht. Sich den Temperaturen in angemessener Kleidung anzupassen, ist sinnvoll und vernünftig; weiterhin ist dieses Empfinden immer subjektiv. Nach meiner Bundeswehrzeit habe ich mir auch geschworen, daß ich nie wieder in meinem Leben frieren möchte. Jedoch, eine gewisse Verhältnismäßigkeit sollte, in meinen Augen, gewahrt bleiben. Wenn ich schon bei 20 °C so tue, als ob -10 °C herrschten und meine Kleidung entsprechend aufrüste – was tue ich im wirklichen Winter? Was ziehe ich dann an? Und wie reagiert der Körper bei wahrer Kälte? Zugegeben, die Chancen für einen richtigen Winter, wie er früher einmal war, stehen eklatant schlecht – unserem planetaren Klimavernichtungsfeldzug sei dank (Ironie). Letztendlich erreichen diese Menschen genau das Gegenteil von dem, was sie sich erhoffen.

Man kann alles maßlos übertreiben, selbst die banalsten Dinge – wie adäquate Kleidung. Ich freue mich auf die Blicke, wenn ich in der Kälte in kurzer Bekleidung laufen werde. Wie kann man nur? Ich kann es. Grippe? Noch nie erlebt. Erkältungen? Sehr selten. Die meisten Menschen unterschätzen ihre verborgene Konstitution, ihre Fähigkeiten. Mögen sie ihre Körper kennenlernen.

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32 Antworten to “Verweichlichte Gesellschaft”

  1. in der tat, das fällt mir jedes jahr auch immer mehr auf. noch unverständlicher finde ich ja die läufer, die kaum dass das thermometer unter 20 ° fällt, schon die langen hosen, jacken und mützen beim laufen anziehen. da frage ich mich immer: was machen die denn, wenn es wirklich winter wird – da kann es doch schon noch 20-30 ° kälter sein … mal abgesehen davon, dass ich selbst mit so einer montur bei den momentanen verhältnissen den hitzetod erleiden würde …

  2. Ich gebe es zu, ich bin verweichlicht. 😦

  3. Matthias, willkommen auf meiner Seite! Hitzetod ist gut. 😀 Aber sehr treffend formuliert. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen, bzw. kann ich es mir nur so erklären, daß sie bei Minusgraden wohl gar nicht mehr laufen. Gerade den Temperaturschwankungen kann man mit dicker Kleidung nicht begegnen, der Körper kann sich gar nicht darauf einstellen – und wird schwach.

    Ramona, das glaube ich Dir nicht. Du läufst im August bestimmt nicht mit Pelzkragen durch die Welt, oder?

  4. „Die meisten Menschen unterschätzen ihre verborgene Konstitution, ihre Fähigkeiten “

    unterschrieben und für außerordentlich gut befunden .

    Des weiteren findet dieser Satz: “ Symptomatisch für unsere Gesellschaft, die ich nicht nur als faul, bequem und verlogen definiere “ meine Zustimmung, und wie selten wird dieses heiße Eisen angefasst !

    Was die unangepasste Bekleidung angeht, so kann ich das hier jeden Tag beobachten, wenn Menschen bei 17 Grad mit Pelzmänteln, dicken Schals, gestrickten Mützen vermummt die Prommenade rauf und runter schleichen, die Kinder werden wie in Sibirien verpackt, dass sie sich kaum bewegen können, und überall um uns herum wird derzeit geniest, gehustet, Bazillen verstreut.

    Auch ich ziehe es vor, lieber ein Teil weniger als eines zuviel zu tragen, auch wenn es mich anfangs ein wenig fröstelt, laufe bis ca. 0 Grad mit nackten Beinen, aber dafür mit dünnen Handschuhen, bin aber nicht verweichlicht, sondern leide unter kalten Händen, die niemals warm werden, würde ich sie nicht schützen.

    So beobachtete ich gestern zwei Läufer mit dicken Trainingshosen, die ich niemals, noch nicht mal im tiefsten Winter tragen würde, dazu warme Jacken, die Sonne schien, es waren ca. 15 Grad ????????

    Oder meinen Hausarzt mit knallroter, von Mutti selbst gestrickter Pudelmütze, dazu lange Hosen, eine Perlonjacke, darunter einen dicken Fleece-Pulli, der schwitzte wie eine…………………. Gab ihm schon mal einen Tipp hinsichtlich funktioneller Bekleidung, aber…………………

    Ach ja, Marcus, du siehst das alles richtig und ich stimme dir voll zu.

    Danke für diesen Beitrag ! 8)

    P.S. Allerdings ganz so nackig wie du laufe ich auch nicht herum 😉

  5. Danke für Deinen Kommentar, Margitta! Vielleicht sollte ich das Eisen mal direkt zum Thema machen. 😉 Ich habe da keine Hemmungen.

    Bei Dir am Meer wird sich das Phänomen der inadäquaten Kleidung wohl noch eher beobachten lassen. Einfach weil bei Dir mehr Sturm vorkommt. Oder irre ich mich? Du beschreibst es schön, das habe ich in meinem Artikel ganz vergessen: die Kinder werden schon so erzogen, daß sie nichts mehr ertragen können. So werden Weicheier herangezüchtet. Die Pharmaindustrie freut sich. 😦

    Die von Dir gesichteten Läufer waren sicher Anfänger. Und Dein Hausarzt sollte es auch besser wissen. Vielleicht wissen sie es selber sogar, aber handeln nicht danach.

    Wir leben in einer seltsamen Welt. 😉

  6. Du beschreibst es ganz richtig und ich würde mich freuen, wenn du das „heiße Eisen“ nochmal direkt anpacken würdest. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich auch ein „Weichei“ bin – und zwar immer dann, wenn ich gerade nicht laufe. Und nach langer Zeit hat mich dieses Jahr auch mal wieder die Erkältungswelle erfasst, was ich allerdings damit entschuldige, dass ich mit einer erkrankten Person (nach eigenen Aussagen auf Antibiotika) 2 Nächte in einem überheizten Raum mit trockener Luft zugebracht habe 😦

    Nun versuche ich mich in „Genesung durch Sport“ und hoffe, bald wieder das zu sein, was ich die meiste Zeit meines Lebens war und bleiben möchte: vom Wetter unverwüstlich!

  7. Das heiße Eisen müßte man aber näher eingrenzen. Ich kann ja schlecht einen Rundumschlag führen. 😉 Wäre zwar angemessen, aber das sprengt den Rahmen hier.

    Na ja, nur weil man mal erkältet ist, ist man nicht gleich ein Weichei. So war mein Beitrag nicht gemeint.

    Übertreib Deine Genesung durch Sport nicht – der Körper freut auch über Ruhe – gute Besserung!

  8. Marlene Says:

    Ihr habt ja recht und ich laufe auch lieber „kühl“ und ziehe so wenig wie möglich an (ausser an den Händen) und „hasse“ warme Füsse beim Laufen. ich lieb die kühle Luft an Kopf und Haut… Oft ist mir vor dem Sport kalt zu Hause und nach dem Sport angenehm!

    Aber im Schwimmbad friere ich auch erbärmlich (obwohl ich zügig schwimme) und habe mir eine Neoprenweste zugelegt, ein Anzug wird folgen! Dann sehe ich aus wie Eure Strickmützenläufer…aber es geht nicht anders. Das hat wohl nicht nur was mit Abhärtung zu tun, auch mit dem Körperbau usw. und der elendigen Zugluft in den Bädern. Ein Weichei bin ich eher nicht (und dusche immer und gerne kalt, meine 4 Jährige auch…)

    Liebe Grüsse Marlene

  9. Damen haben eine andere, bzw. dünnere Hautstruktur, daher frieren sie schneller – las ich zumindest. Aber das ist sicher von Mensch zu Mensch verschieden, eben individuell. Von daher bin ich beeindruckt, wenn Frauen auch eher die „Kühle“ präferieren. Einmal kam mir sogar eine Läuferin bei ca. 08 C° im strömenden Regen in kurzer Bekleidung entgegen – Respekt kann ich da nur sagen.

    Marlene, Du duscht kalt? Ebenfalls Respekt! Und Deine Tochter auch? Das erstaunt mich noch mehr – sehr abgehärtet! 🙂
    Die Wasserwelt ist nicht mehr meine, zu naß. 😉

  10. Ich bekenne mich schuldig – ich bin ein Weichei. Jedoch nicht beim Laufen, denn da würde auch ich den Hitzetod sterben *lach*. Aber sonst bin ich erfroren ohne ende. Mir gruselts vor dem Winter.

  11. Du mummelst Dich aber nicht sonstwie ein – wie beschrieben oben, ergo bist Du kein Weichei! Außerdem bist Du sogar länger barfuß unterwegs, im Gegensatz zu mir.

  12. Ganz so pauschalisieren würde ich nicht, jeder Mensch hat ein anderes Kälteempfinden und eine andere körperliche Konstitution. Ich friere eigentlich wenig, lauf ich aber früh nach dem Aufstehen und bin noch etwas müde, friere ich auch und ziehe mich wärmer an. Man muß auch differenzieren, laufe ich Vollgas und werde schnell warm oder laufe ich langsam, lange Strecken und unterkühle eventuell. Dann ziehe ich mir auch wenn ich relativ abgehärtet bin, lieber etwas mehr an.

    Gruß Holger

  13. Mit dem Barfusslaufen hast du recht. Ich gehe auch im Winter barfuss in den Garten oder die Terrasse. Nur kann ich mich leider so nicht auf der Strasse sehen lassen, man würde mich abführen *gg*.

  14. Blacksensei, Du spricht da ein wahres Wort gelassen aus. Natürlich hat jeder ein anderes Wärme-/Kälteempfinden, doch die Meisten verweichlichen, indem sie sich grundsätzlich zu warm anziehen und dann wundern sie sich, warum sie dauernd erkältet sind.

  15. Holger, ich bin auch kein Freund von Pauschalisierungen. Auf unsere Gesellschaft bezogen, sehe ich das aber so. Ausnahmen gibt es immer. Die große Masse ist verweichlicht. Das geht in meinem Umfeld schon los. Was Du beschreibst, habe ich weiter oben auch schon gesagt. Die Läufer, auf die ich hier treffe, sind in der Regel immer viel zu warm angezogen, allerdings sind mir deren Ziele natürlich unbekannt. Siehe den Satz mit der Läuferin – das imponiert mir. Beispielsweise ist mir ein Boxer bekannt, der zog sich im Sommer extrem dick an und lief noch mit Rucksack, in dem Steine drin waren.

    Brigitte, solche Leute gibt es auch, die ganzjährig barfuß laufen. Aber das ist auch schon wieder Übertreibung. Im Winter gehe ich nicht barfuß, bzw. selten.

    Skeeve, Du hast es perfekt auf den Punkt gebracht. Viele verstehen es dann nicht mal, immerhin sind sie doch so warm angezogen und vermeintlich gut gegen die Kälte geschützt.

  16. Du hast sicherlich recht mit deiner Meinung; aber mir fehlt es nach den 5 Monaten Lauftraining auch noch ein wenig an der Abhärtung, so dass ich sicher mehr anziehe als du – zudem habe ich generell kalte Hände und Füsse; aber im nichtsportlichen Bereich beobachte ich auch häufig, dass die Leute sich viel zu warm anziehen und dann kommt immer mein Spruch: „was will der oder die denn im Winter anziehen, das ist ja nicht mehr zu toppen.“ 🙂
    Aber dass du die ganze Gesellschaft als ‚faul, bequem, verlogen‘ siehst….wie du darauf kommst bzw womit du das im Einzelnen begründest, würde mich schon interessieren; vereinzelt magst du recht haben, aber sooo pauschal??

  17. Ich erläutere das jetzt nicht en Détail, da wäre wirklich ein eigener Artikel nötig – oder hunderte. 😉 Oder keiner, weil das Recht auf eigene Meinung nur Illusion ist. Um die ersten Punkte zu bestätigen, empfehle ich Dir mit offenen Augen durch die Innenstädte zu spazieren. Und verlogen? Da ist es einfacher sich exemplarisch nur die Spitze, also die Elite der Gesellschaft zu betrachten. Wirtschaft und Politik. Ein Hort der Heuchelei, Korruption, Lächerlichkeit, Machtgier und Inkompetenz. Beispiele? Ich greife nur zwei heraus. Aktuell die aberwitzige Bankenposse und ein Unternehmen, welches Briefkästen füllt.

    Das sind Ausnahmen? Nein. In diesem Jahr hatte ich ein Gespräch mit einem Kommunalpolitiker aus einer Stadt mit nicht einmal 100.000 Einwohnern. Was der mir so erzählt hat… Auf dieser unteren Ebene schon, unglaublich, bzw. logisch. 😦 😦

  18. Sepp (OberpfalzLäufer) Says:

    Bei der oder in der BW, lernt man zu frieren oder auch nicht.
    Man gewöhnt sich an viele Situationen.

  19. Ihr solltet mal sehen, was hier in Florida los ist, wenn das Thermometer im Winter mal ausnahmsweise einen Tag unter 10 Grad faellt!
    Da geht die Jammerei erstmal richtig los, aber die Leute haben ja auch tw. gar keine Wintersachen. Die gehen dann vorsichtshalber nicht vor die Tuer 😉

  20. Wie war das noch mit dem heißen Eisen ?

    Packen wir es an ! 😉

  21. Sepp, genau! Darum sagte ich mir, NIE wieder frieren.

    Kerstin, bei Dir sehe ich das anders. Ihr kennt ja da gar keine kalten Temperaturen. Ergo muß man sich auch gar nicht erst anpassen.

    Margitta, dafür müßte man das Thema ein wenig eingrenzen, gell? Sonst weiß man gar nicht, worauf man sich beschränken soll. Es gibt ja so viel. 😉

  22. Ja, dann grenz mal ! 😉

  23. Man muss sich schon anpassen, aber an die Hitze. Das dauert laenger als man denkt. Ich merke das daran, dass meine Schwester und ihr Freund, die im Moment zu Besuch sind, es furchtbar heiss finden, waehrend es fuer uns schon wieder angenehm ist.
    Letztes Jahr, frisch aus Kalifornien, sind wir noch nicht so gut mit der Hitze zurecht gekommen. Gegen Kaelte kann man sich anziehen, aber gegen Hitze nicht mehr weiter ausziehen. Muessen wir durch.

  24. Ach ja, die beiden waren Samstag im Meer, waehrend ich da so gar keinen Drang verspuert habe, mich bei nur 25 Grad und bedeckt in den 27 Grad warmen Atlantik zu stuerzen. Zu kalt!

  25. JürgenF Says:

    Hart wie Kruppstahl, schön daß es das noch gibt.

  26. Liebe Margitta, mach mal einen Vorschlag! 😀

    Kerstin, das glaube ich Dir sofort. Wenn ich mich an meine Anfangsjahre im Laufen erinnere, damals bin ich bei 28 C fast kollabiert – und weit laufen konnte ich auch nicht. Man muß sich wirklich daran gewöhnen. 27 C° warmes Wasser finde ich sehr heiß – Du nicht. Die Perspektive macht es. 😉

    Jürgen, hart ist relativ. 😉

  27. Fang doch einfach mal mit

    faul

    an ! 8)

  28. Hans, ist mir bekannt; die Geschichte war damals in den Medien präsent.

    Margitta, ich meinte das Themenspezifisch. Faul ist sehr allgemein. Faul bezüglich Bewegung? Beim Kirschen pflücken? Etc.p.p. Na mal sehen, vielleicht folgt demnächst etwas in dieser Richtung.

  29. Ich sage ja immer „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte unangepasste Kleidung“

    Ich laufe auch noch im tiefsten Winter in kurzer Tight. Damals beim Fussball hatte ich auch im Winter kurze Short an. Später wurde mir beim Training verboten die Short im Winter zu tragen wegen verletzungsgefahr usw.

    Heute kann ich nur darüber lachen.

    Schön geschrieben Marcus, wie immer halt ein Genuss.

    LG
    Marco

  30. Marco, von Dir habe ich nichts anderes erwartet! 🙂

    Verletzungsgefahr? Vermutlich ging es eher um Absicherung. Wenn Du Dich beispielsweise verletzt hättest und Deine Eltern Dich in kurzen Hosen im Winter gesehen hätten…wahrscheinlich wollte das der Trainer vermeiden.

  31. […] Natürlicher Winter & gefühlte Unsicherheit Die mediale Propagandamaschinerie hat wieder einmal maßlos übertrieben. Zwar sind eindrucksvolle Zentimeter an Neuschnee dazu gekommen und ja, auch der leise Wind stürmte erbost im Winterwald. Doch der allerorts prophezeite Weltuntergang im Schnee ist nicht eingetreten. Der überraschende Wintereinbruch hält uns dennoch fest im Griff. Der was? Wintereinbruch? Ist es nicht absurd, von einem Wintereinbruch im Winter zu reden? Es ist Winter. Dazu gehören Schnee, Sturm und Glätte. Sind wir denn gar nichts mehr gewohnt? Unsere Vorfahren würden nur mit dem Kopf schütteln, wenn sie sehen, wie wir mit einem normalen – absolut unspektakulären – Winter umgehen. Aber was will man auch von den meteorologischen WahrSAGErn erwarten; für die lokalen Radiosender in Brandenburg und Berlin bedeuten 10 C° und Regen schon arktische Verhältnisse. Unsere Gesellschaft ist nun mal total verweichlicht. […]

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