Hitze und Fallensteller

Nun ist er also da, der lang erwartete Sommer. Man könnte annehmen, wenn man täglich als Läufer unterwegs ist, daß einem die Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Temperaturen nicht mehr viel ausmachen. Der Prozeß der Anpassung mag zwar schneller vonstatten gehen, ist aber dennoch nötig. Ich war zwar stets ein Kältefreund und auch wenn sich das mittlerweile abgeschwächt hat, ziehe ich mir die kühlere Witterung vor. Derzeit bin ich ziemlich langsam unterwegs, noch bin ich nicht an diese Temperaturen gewöhnt – das Laufen ist durchaus anstrengend. Und der Spaß ist ebenfalls ein wenig abgängig.

Die Hauptursache, welche mir die Freude raubt, ist mein gestriges Erlebnis. Auf dem Rückweg blieb ich mit meinem Hals in Angelsehne hängen, von einem Baum abfallend über den Damm gespannt. Dank der langsamen Geschwindigkeit ist nichts passiert, obwohl der Druck nicht unerheblich war. In der Regel konzentriere ich mich während meiner Läufe auf mich selbst, hänge meinen Gedanken nach und genieße die Natur. Für die nächste Zeit hat diese Begebenheit die übliche Sorglosigkeit, also ein unbeschwertes Laufen ins Wanken gebracht. Stattdessen bin ich nun angespannt und wachsam, um ein erneutes Erlebnis dieser Art zu vermeiden. Ich weiß nicht, wie es dazu kommen konnte – aus Versehen oder Absicht, aber eines ist sicher – sollte ich je auf die Person treffen, die dafür verantwortlich ist, wird es extrem ungemütlich. Nicht auszudenken, was hätte passieren können.

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9 Antworten to “Hitze und Fallensteller”

  1. Hallo, Marcus,

    ja, der Sommer mit all seinen “ Nebenwirkungen “ hat uns erreicht. Schon schön – lange Tage, dünne Klamotten, aber auch für uns Läufer eine erneute Bewährungsprobe, wenn man nicht gerade Anhänger dieser Temperaturen ist. Also – Vorsicht angesagt !

    Das mit der Angelschnur ist ja der Hammer und kann irre gefährlich werden.
    Auf der anderen Seite ist es vielleicht ein Wink, mit offeneren Augen durch unsere Welt zu laufen, und – wie du siehst – es hat schon gewirkt.

    Ein ähnliches Erlebnis hatten wir mit einer Drachenschnur, wir fuhren mit den Fahrrädern und über unseren Weg, genau in Kopfhöhe lag stramm angezogen diese Schnur, man hätte sich bei schnellem Radfahren ohne weiteres strangulieren können. Wir haben die Schnur entfernt, und dann kam die Mutter eines Jungens lachend aus den Dünen hervor. Sich war sich nicht dessen bewusst, wie gefährlich diese Situation für uns alle gewesen ist, erschrak, ich glaube kaum , dass dieser Frau Ähnliches noch einmal widerfahren wird. Das kann teuer werden !

    Wieder Glück gehabt, Marcus, freuen wir uns darüber, auf der Sonnenseite dieser Welt leben zu dürfen.

  2. Und der Sommer geht erst los. Ich muß gestehen, mir reicht es jetzt schon. Aber egal, da ich es nicht ändern kann, nehmen wir es so, wie es kommt, gell?

    Wie Klaus im Forum schon schrieb, was wäre gewesen, wenn ein Radfahrer da lang wäre? Das wäre anders ausgegangen. Mit Deiner Drachenschnur ist es genau das gleiche. Wahrscheinlich hat die Dame nicht einmal nachgedacht, was sie dort tat. Schlimm, wie kurzsichtig manche Menschen denken. Bzw. nicht denken. Was es bei mir war, Absicht oder nicht – weiß ich allerdings nicht.

  3. Ich bin ja der totale Sommerfan, aber zum Laufen ists ein bissel zu warm äh heiss hier! Darum laufe ich ja lieber morgens.

    Das mit der Schnur beschäftigt mich seit gestern. Ich kann es nicht fassen, dass es solche Schweine gibt. Nicht auszudenken was da hätte passieren können. Gut, dass das nicht der Fall war. *drücktdich*

  4. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Ein Glück!

    Ich kann das immer noch nicht so ganz einordnen. Versehen, Zufall, Absicht. Wer weiß. Ich tendiere aber zur Absicht.

  5. Eine Angelschnur spannt sich nicht von selbst von einer Seite auf die andere und dann noch in Halshöhe. Ich denke auch, dass das jemand mit Absicht gemacht hat. Was derjenige bezweckte, bleibt aber wohl im Dunkel. Es hätte sehr böse ausgehen können. Du kannst dankbar sein, dass es das nicht ist. Was sind das bloß für Menschen, die so etwas tun?!
    Margitta hat Recht, wir müssen aufmerksamer laufen – obwohl wir, vor allem Du, schon recht aufmerksam sind. Aber manchmal schweift man in Gedanken eben doch sehr ab. Das heißt, jetzt mit allen Sinnen laufen. 😉
    In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute!

  6. An so was denkt man ja nun wirklich nicht. Wenn es Absicht war ist es eine ganz schlimme Sache. Aber manchmal weis man wirklich nicht was in einigen Hirnen so vorgeht. Wenn überhaupt was drin vorgeht!
    Ein Glück das nichts passiert ist.

    Gruß Gerd

  7. Danke für Eure Anteilnahme! Wie Gerd schon sagt, wer rechnet damit? So doof kann man gar nicht denken. Zumal die ja durchsichtig war – selbst wenn man das wüßte, man sieht sie nicht oder nur wenn das Licht reflektiert wird – wie kurz vorher und das auch nur in einem bestimmten Winkel. Und vor allem, was will derjenige damit erreichen? Weit und breit war auch niemand in der Nähe. Ein paar Frauen, aber die schließe ich aus. Seltsam.

    Nur gut, daß kein Radfahrer reingerauscht ist. 😦

  8. Ja, der Sommer – ich werde sicherlich noch das ein oder andere Mal über die Temperaturen schimpfen. Aber nützt ja nix.

    Das mit der Angelschnur ist blöd. Vielleicht waren es Kinder, die sind sich der Tragweite solcher Aktionen oft nicht bewusst. Ich will es nicht runterspielen aber ich kann mich selbst an meine Kindheit auf dem Land erinnern, in der wir die ein oder andere blöde Geschichte gemacht haben – meistens geht es gut aus. Ich wünsche Dir wieder sorglose Läufe.

  9. Danke Anja – das dauert wohl noch eine Weile. Spätestens wenn ich an der Stelle ankomme, suche ich erneut danach. Dieses Gefühl bleibt eine Weile.

    Kinder wären eine Möglichkeit, wer weiß.

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