Trügerische Hoffnung

Nach dem gestrigen unangenehmen Glatteislauf hoffte ich für heute auf bessere Verhältnisse. Grundsätzlich ist mir das Wetter egal, ob Regen, Schnee, Kälte, Hitze oder Sturm & Gewitter – alles irrelevant, bis auf: Glatteis. Davor habe ich wirklich Respekt. Die Temperatur betrug heute früh ca. 0 C° und das Eis befand sich auf dem Rückzug. Frohen Mutes machte ich mich auf den Weg und die ersten Kilometer liefen sich, trotz einer partiellen Glätte, noch recht gut. Auf einer ebenen Fläche stellt das Glatteis auch keine besondere Herausforderung dar, vom langsamen Tempo abgesehen. Sobald Unebenheiten ins Spiel kommen, wird es heikel – leider sind meine Wald/Dammstrecken ein Musterbeispiel an Unebenheiten. Als ich den Damm erreichte, fing es an zu regnen, teilweise goß es regelrecht.

In Erstaunen versetzte mich eine mir unbekannte Läuferin, die mir auf dem Damm entgegen kam. Bei der Witterung laufen? Alle Achtung! Nach einem kurzen Gruß konzentrierte ich mich wieder auf den Boden. Der Wind nahm zu, ebenso der Regen. Ohne Glatteis hätte ich den Lauf mehr als genossen. Aber so war es ein steter Kampf das Gleichgewicht zu halten. Sehr unangenehm wurde es tiefer im Wald, ich knickte mit dem rechten Fuß um, kein Wunder, sind doch die Wege dort in letzter Zeit kaum benutzt worden.

Der schlimmste Teil des Weges stand mir indes noch bevor. Meine Befürchtung sollte sich bestätigen. Es regnete ununterbrochen weiter und auf dem gefrorenen Boden bildete sich ein einziger Spiegel. Der Fußweg wandelte sich in eine perfekte Eisbahn. Zum Glück hatte ich es nicht mehr weit nach Hause. Kurz vor Schluß wäre ich noch fast eine Treppe hinabgestürzt, in letzter Sekunde gelang es mir das Geländer zu erwischen. Vom Winterdienst keine Spur, gestreut war natürlich nichts und wenn ich an die gestrige Minidosis denke, sinnlos!

Die heutigen 12 Kilometer zähle ich zu meinen unerfreulichsten Läufen überhaupt. Ich würde jedem Läufer davon abraten, bei diesem Wetter einen Lauf zu wagen, Täglichläufer ausgenommen.

Paßt auf Euch auf!

Werbeanzeigen

8 Antworten to “Trügerische Hoffnung”

  1. Ich weiss ja warum ich mir immer Sorgen um dich mache. Das hört sich nicht gut an, gar nicht gut. Ich hoffe dein Bein macht dir nicht allzu grosse Probleme. Gut, dass du einigermassen heil nach Hause gekommen bist.

    *knutscha*

  2. Halb so wild, wenn es gravierend wäre, so hätte ich mehr darüber geschrieben. Ich bin ja eh Umknickgroßmeister. 😉 *drückt*

  3. gut, dass nichts passiert ist!!! und du konntest natürlich nicht an so einem tag nur die notmeile laufen- gelle:-)))

    mir ist das gänzlich egal- an so einem tag lauf ich nicht mehr als 2km- denn dieses dauernde gerutsche und gehopst ist für mich kein laufen und ich ärgere mich an so einem tag immer schrecklich-

    *einpaarsonnenstrahlenzumauftauenrüberschicke 🙂

    liebe grüsse!!!

  4. “ Ich würde jedem Läufer davon abraten, bei diesem Wetter einen Lauf zu wagen, Täglich-Läufer ausgenommen. “

    Und wenn die Täglich-Läufer sich die Haxn brechen, dann is nix mehr mit laufen – und das für lange, lange Zeit, gell ? 🙄

    Glatteis ist auch für mich der Horror, da ich vor vielen Jahren einmal auf den Hinterkopf so dumm gefallen bin, dass ich Englein sah, es war mir stundenlang danach irre schlecht, und das muss ich nicht noch einmal haben. Zum Glück nichts gebrochen.

    Aber was du heute erzählst ist ganz mies, ich glaube ich hätte meine Schuhe ausgezogen , hätte die Socken über die Schuhe gestreift und hätte versucht, so irgendwie nach Hause zu kommen.

    Lieber Marcus, wir schieben es uns gegenseitig zu:Pass auch Du gut auf, gell !! 🙄

  5. Nee, diese Notrunde ist nichts für mich. Ein paar Kilometer müssen es schon sein, sonst fühle ich mich unwohl. Immerhin bin ich nicht gefallen, ein Glück!

    Danke für Deine Sonnenstrahlen, Athena, mittlerweile kamen wirklich ein paar an. Und das Eis taut…bis zum nächsten Regen.

  6. Deinem Argument kann ich nichts entgegen setzen, Margitta. Ich vertraue auf mein Glück.

    Ich hoffe, Du warst bei Deinem Erlebnis damals beim Arzt!? Liest sich nach einer Gehirnerschütterung.

    Die Socken passen nicht über die Schuhe. 😉 Da beneide ich Dich um Deine Glatteisschuhe.

    Das gegenseitige „Paß auf Dich auf“ ist mir auch schon aufgefallen, da kann ja nichts mehr schief gehen. 🙂

  7. Das klingt übel 😯
    Aber schön, dass wir alle gut auf uns aufpassen 😀

Wortmeldung verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s