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	<title>Gelebtes Täglichlaufen</title>
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	<description>Aus dem Leben eines Täglichläufers</description>
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		<title>Die vergangene Zukunft – Jahresrückblick 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 07:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jahresrückblicke]]></category>

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		<description><![CDATA[  Das Jahr ist noch neu, gleichwohl wird es mit eisernen Schritten wie alle anderen zuvor vergehen. Unausweichlich wird es in den Strudel der Zeit gesogen und am Ende werden wir uns erneut fragen, wo die schönen Momente des Jahres nur geblieben sind. Dann beginnt es von vorn, das Spiel des Lebens. Immer wieder. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1525&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY"> <I> Das Jahr ist noch neu, gleichwohl wird es mit eisernen Schritten wie alle anderen zuvor vergehen. Unausweichlich wird es in den Strudel der Zeit gesogen und am Ende werden wir uns erneut fragen, wo die schönen Momente des Jahres nur geblieben sind. Dann beginnt es von vorn, das Spiel des Lebens. Immer wieder. Nur die Spieler können sich einer beständigen Ablösung sicher sein. </I></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Das waren meine Worte am 01.01.2009. Und nun ist es soweit. Der Strudel der Zeit fraß das Jahr höchst engagiert auf, schneller als selbst ich gedacht hätte. Wir wurden alle mitgerissen, ob wir wollten oder nicht. Doch in manchen Momenten konnte ich die Zeit scheinbar anhalten, jene Augenblicke werde ich nie vergessen. Mein wahrscheinlich letzter Beitrag in diesem Jahr; der obligatorische Jahresrückblick einer vergangenen Zukunft. Das bald endgültig sterbende Jahr war voller Höhen und Tiefen, durchzogen von Glück, Zufriedenheit, Melancholie, Trauer, Heiterkeit, Schmerzen, Genuß, Herausforderungen, Widrigkeiten, Hoffnung und Disziplin. Im groben Rahmen lasse ich exponierte Erlebnisse Revue passieren. Momente aus dem geliebten Reich der Erinnerungen, die mir so vorkommen, als ob sie eben erst passiert wären. </p>
<p><b><font color="#ffcc11">Januar</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Der Januar begann gleichsam kalt wie glatt und ebenso vergeht der Schluß des Jahres 2009; es tritt in die Endlichkeit ein. Es endet wie es begann. Eine derart lang anhaltende <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/01/19/die-gnade-der-elementaren-machte/">Glatteisphase</a> hatte ich bis dato nicht erlebt. Und der Kälterekord von -16 C° während meines Laufes sollte erst im Dezember eingestellt werden. Umso schöner war die weiße Winterwelt, Traumläufe par excellence, dem Schnee geschuldet – sollten den ersten Monat dominieren. Die Wortmeldungen der Passanten konzentrierten sich einmal mehr auf meine kurze Bekleidung. Ich nahm es lächelnd hin. </p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_januar_wald_2.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_januar_wald_2.jpg?w=300&#038;h=207" alt="" title="2009_januar_wald_2" width="300" height="207" class="alignnone size-medium wp-image-1514" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">Februar</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Im Februar absolvierte ich fast nur Kälteläufe, der Winter hatte diesen Monat eisern im Griff. Auf dem Damm zerstörten tumbe Narren zahllose Bäume, ja, <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/02/20/das-werk-von-narren/">zerfetzten</a> sie regelrecht – eine Aktion ohne Sinn und Verstand. Wie so oft in meiner Heimatstadt. Ein weiterer negativer Höhepunkt manifestierte sich in einem <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/03/23/tranen-der-finsternis/">Fastunfall,</a> der so heikel wie nie zuvor war. Um ein Haar wäre meine Laufserie unter einem LKW zum Erliegen gekommen. Beide Monate zeichneten sich auch durch zahllose Tierbegegnungen aus, sie bilden für mich stets die herausragenden Erlebnisse. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_februar_damm1.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_februar_damm1.jpg?w=300&#038;h=207" alt="" title="2009_februar_damm1" width="300" height="207" class="alignnone size-medium wp-image-1515" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">März</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Der Winter zog sich bereits Ende Februar zurück und der März war erschreckend warm, doch durchaus angenehm, wenngleich ich immer wehmütig der vergehenden Phase nachtrauere. Zum Monatsbeginn bot sich mir die Option, Umweltfrevler auf frischer Tat zu ertappen, leider schätzte ich die Situation konträr ein, so daß die Verbrecher ungeschoren davon kamen. Das bedeutendste Ereignis war selbstverständlich mein Täglichläuferjubiläum: <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/03/18/verum-gaudium-res-severa-est/">Acht Jahre</a> Täglichlaufen in Serie. Mit Stolz und ernster Freude nahm ich das Geschehen hin und akzeptierte die Gnade des einzigartigen Geschenkes. Zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, daß dieses Jahr diverse Herausforderungen für mich bereithalten wird. Nichts ist jemals einfach. Für ein Höchstmaß an Freude sorgte der <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/03/30/verliebt-in-schafbabys/">Nachwuchs</a> bei den Schafen; ein Babyschaf – nur zwei Tage alt – durfte ich auf dem Arm halten. Einfach nur herzig! </p>
<p><b><font color="#ffcc11">April</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Im April expandierte der Frühling mit stolzer Inbrunst und ließ alle aufmerksamen Beobachter daran teilhaben. Entsprechend viele Tierbegegnungen zeichneten auch in diesem Monat für eine lebhafte Spannung verantwortlich. Ein leiser Monat der Ruhe ohne besondere Vorkommnisse. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_april_damm_1.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_april_damm_1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_april_damm_1" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1516" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">Mai</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">In jenen Tagen durfte ich zum ersten Mal einen Schwarzspecht beobachten, ein prächtiges Tier und imposant groß. Nicht minder wunderbar, eine weiße Gans – die ich nie wieder sah. Ein interessanter Fund enttarnte sich in einer <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/05/24/nichts-vermist-nichts-gesucht-und-doch-zuruck-erhalten/">Brieftasche,</a> die ein Grußfreund von mir verlor und der den Verlust nicht einmal bemerkte. Als er sie zurück erhielt, sollte die Irritation umso größer sein – ich hatte meinen Spaß ob seines Erstaunens. </p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_mai_lupine.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_mai_lupine.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_mai_lupine" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1517" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">Juni</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Erneut ein kleines Jubiläum: 3000 Tage Täglichlaufen in Folge. Mit diesem Datum stellte ich jedoch das Zählen der – bedeutungslosen – Tage wieder ein. Ebenso zog ich mich nach nahezu drei Jahren aus dem <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/06/03/jubilaum-und-abschied/">Streakrunner-Forum</a> zurück. Meine ernste Konzeption in Richtung einer Art Lebenseinstellung konvergierte nicht mehr mit den dort propagierten Ansichten und ließ nur diese eine Konsequenz für mich zu. Das süßeste Erlebnis offenbarte sich in der Beobachtung eines Babyfuchses, der zu goldig war. Nach mehr als drei Monaten ohne Regenlauf sollte es im Juni endlich wieder soweit sein, ein grandioser <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/06/25/leidenschaft/">Regenlauf</a> nur für mich! Weniger schön hingegen, daß ich fast die Treppe hinunter fiel, die ich zum Start meiner täglichen Runde passieren muß – in letzter Sekunde konnte ich mich festhalten. Licht und Schatten liegen wie immer dicht beieinander. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_juni_wald.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_juni_wald.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_juni_wald" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1518" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">Juli</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Im Juli ereignete sich DIE <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/07/30/flammendes-inferno-%E2%80%93-part-ii/">Katastrophe</a> des Jahres. Ein weiteres Paradebeispiel für das stets unintelligente Agieren der Spezies Mensch. Am vorletzten Julitag sollte ein Ereignis seine Fortsetzung finden, das ich längst <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2008/05/06/die-natur-stirbt/">vorausgesagt</a> hatte. Der zweite Großbrand in der Industrieanlage, welche auf einer fragwürdigen Legitimation basiert. Widerwärtig. Erwähnenswert die Tatsache, daß nach meinem Artikel das verantwortliche Unternehmen meine Seite besuchte. Im kommenden Jahr wird der nächste Großbrand folgen – davon bin ich zutiefst überzeugt. Meine „Zauberlehrling“-Adaption wird auch in der Zukunft Bestand haben. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_juli_brand_2.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_juli_brand_2.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_juli_brand_2" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1519" /></a></div>
<div style="text-align:center;"> <I> Welch entsetzliche Katastrophe!<br />
Bürger und Oberbürgermeisterin!<br />
Hört mich rufen!<br />
Ach, da kommen die Verantwortlichen!<br />
Bürger, die Not ist groß!<br />
Die ich rief, die Geister<br />
werd ich nun nicht los.</p>
<p>&#8222;In die Ecke,<br />
Besen, Besen!<br />
Seids gewesen.<br />
Denn als Geister ruft<br />
euch nur zu diesem Zwecke,<br />
erst hervor das Unternehmen.&#8220;</p>
<p>Doch keine Angst!<br />
Gifte, Dämpfe, und Gase –<br />
atmet sie ruhig ein,<br />
sie werden harmlos sein!<br />
Natur und Tiere gehen ein,<br />
wen kümmert es<br />
in seinem finanziellen Sein?</p>
<p>Die ich rief, die Geister<br />
werd ich nun nicht los.<br />
Die Not ist groß,<br />
doch ein Großbrand stets famos! </I> </p>
</div>
<p><b><font color="#ffcc11">August</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ich war geneigt anzunehmen, daß ich mein Laufareal en détail kenne, schließlich bewege ich mich seit Jahren tagtäglich dort. Doch ich sollte irren und entdeckte völlig überraschend einen <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/08/11/der-verborgene-pfad/">geheimen Zugang</a> zum Wasser, ein traumhaft schöner Ort, den ich seitdem oft frequentierte. Ich verweise auf die <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/08/24/der-verborgene-pfad-%E2%80%93-in-visueller-form/">Bilder.</a> Weiterhin sollte im August der heißeste Lauf des Jahres stattfinden, bei 34 C°. Der schönste Moment fand ebenfalls im August statt, jener Lauf war einzigartig. Ein Augenblick voller Gefühle, ja, der verkörperten <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/08/06/den-moment-der-empfindung-verkorpern/">Empfindung.</a></p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_august_see.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_august_see.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_august_see" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1520" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">September</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Gesundheitlich betrachtet, war 2009 von diversen Widrigkeiten gezeichnet. Die geschätzte Routine der vergangenen Jahre durchbrochen, fiel es in einem gesteigerten Rahmen auf. Als besonders herausgehoben in dieser Thematik sollte sich mein <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/09/13/das-fragile-konstrukt-in-schieflage/">Zusammenbruch</a> Anfang September herausstellen. Vier bedeutungslose Faktoren, die in der Summe zu einem logischen Systemausfall meines Körpers führen mußten; ich überschätzte mich und bekam die Rechnung serviert. Die gerufenen Rettungssanitäter erkannten mich sofort, „Der Läufer!“ – die Welt ist klein. Nichtsdestotrotz überwand ich auch diese Herausforderung und konnte meine Täglichlaufphilosophie weiterleben, die mich sogleich zum nächsten Jubiläum führte: <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/09/18/taglichlaufen-acht-jahre-sechs-monate-cui-dislet-meminit/">Acht Jahre und sechs Monate.</a> Seitdem weiß ich die Gnade des Täglichlaufens noch viel intensiver zu schätzen. Wie die Gesundheit und das Leben, ein fragiles Konstrukt.</p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_oktober_wald.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_oktober_wald.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_oktober_wald" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1521" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">Oktober</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Das vierte und letzte Jubiläum in diesem bald vergessenen Jahr. Im Herbst 1999 verwandelte ich mich langsam aber sicher zum Täglichläufer. Und 10 Jahre später darf ich auf eine <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/10/28/ein-jahrzehnt-mein-weg-als-taglichlaufer/">Dekade</a> Täglichlaufen zurückblicken. An manchen Tagen denke ich, nein, das bin nicht ich – gerade in dem Kontext, daß ich in mir die Einstellung des Antisportlers „konserviert“ habe. Welch Glück, schützt mich dies doch vor Überheblichkeit. Gleichwohl ist es so – und das Leben hat Recht. Immer. Ausnahmslos. Im Oktober wurde mir bestätigt, daß mein langjähriger Hundefreund, der Rottweiler „Bow“ verstorben sei, ein trauriger Verlust im gewohnten Bild. Das Leben vergeht. Ebenso verging eine <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/10/04/gefallene-liebe-gefallenes-leben/">Baumdame,</a> die sich langsam herabsenkte, um mich ein letztes Mal mit ihrem Hauch zärtlich zu berühren, bevor auch sie endgültig verschied. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_oktober_seeblick.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_oktober_seeblick.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_oktober_seeblick" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1522" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">November</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ein sehr stürmischer Monat, entsprechend sahen die Wege im Wald und auf meinem Damm aus – wie ein Schlachtfeld oder als ob ein Zug Panzergrenadiere durch den Wald marschierte. Am 22.11. erfolgte der dritte <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/11/25/trugerische-sicherheit-suspekte-fragilitat/">Sturz</a> in diesem Jahr – ohne Glatteis am helllichten Tage. Die Arroganz der Routine. So sei es. Ansonsten verlief dieser Monat sehr angenehm, um nicht zu sagen unspektakulär, doch leise wie ich es liebe. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_november.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_november.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_november" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1523" /></a></div>
<p><b><font color="#ffcc11">Dezember</font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Der Beginn sollte schmerzhaft sein. Neue Laufschuhe sind immer eine heikle Angelegenheit für mich. Nach einigem Zaudern erwarb ich neue Schuhe und mußte die Entscheidung sofort mit einer <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/12/07/schmerzhafte-akzeptanz/">Blase</a> bezahlen, die glücklicherweise schnell verheilte. Am 02.12. trug ich im aktuellen Winter das erste Mal Handschuhe. Nachdem temporären Wintereinbruch im November sollte er im Dezember komplett das Zepter der Macht an sich reißen und eiskalt regieren. Bald darauf gesellte sich der erste Schnee dazu und leider folgte das damit verbundene Glatteis allzu rasant, wovor ich großen Respekt habe; gleichwohl kann auch das mein Täglichlaufen nicht im Ansatz konterkarieren. Der unangenehmste Tag des Jahres fand am 21.12. statt; sicher erlebte ich sehr viele unschöne Begebenheiten im Laufe der letzten Monate, doch nur einen Angriff auf die Unversehrtheit meiner Person. Nach mehr als zweieinhalb Jahren der Ruhe vollzog das Schicksal einen neuerlichen <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/12/21/blanke-wut/">Hundeangriff,</a> den ich jedoch mit blanker Wut abwehrte. Das Gefühl der latenten Sicherheit hat sich nun verflüchtigt. Weiterhin fand im Dezember der kälteste Lauf des Jahres statt, bei -17 C°. </p>
<div style="text-align:center;"> <a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_dezember_winterbild.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_dezember_winterbild.jpg?w=300&#038;h=230" alt="" title="2009_Dezember_Winterbild" width="300" height="230" class="alignnone size-medium wp-image-1524" /></a></div>
<div style="text-align:center;"> <H3> <b><font color="#ffcc11">–</font> </b> </H3> </div>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Folgendes Ereignis genießt einen besonderen Stellenwert. Im August vollzogen <a href="http://www.soulrunner.de/">Soulrunner Marco</a> und ich einen <a href="http://blacksensei.wordpress.com/pakt/">Pakt.</a> Sollte sich meine aktuelle Serie auf zehn Jahre erheben, wird mich Marco an meinem Jubiläumstag begleiten. </p>
<div style="text-align:center;"> <b><font color="#ffcc11">Statistikauszug 2009, Stand: 29.12.2009</font> </b><a href="http://blacksensei.wordpress.com/statistik/">hier mehr:</a> </div>
<p>19 Regenläufe<br />
17 Glatteisläufe<br />
08 Nebelläufe<br />
76 Kälteläufe<br />
23 Hitzeläufe<br />
03 Stürze<br />
01 Hundeangriff<br />
07 Mal in Begleitung gelaufen<br />
06 Mal Fastunfälle mit Autos<br />
51 Mal Handschuhe getragen<br />
10 Mal ein langes Oberteil getragen<br />
10 Mal eine lange Hose getragen<br />
an 04 Tagen zweimal gelaufen<br />
kältester Lauf bei -17 C°<br />
heißester Lauf bei 34 C°</p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY"> Aktuell erreiche ich in <strong> diesem Jahr 4714 gelaufene Kilometer </strong> – ohne einen einzigen Marathon, dies versteht sich von selbst. Ein einsames Jahr mit Höhen und Tiefen, welches die Meßlatte für ein Ende meiner Konzeption einmal mehr erhöhte. Traditionell bedingt, werde ich Silvester zwei Läufe absolvieren und damit das Jahr verabschieden. So vergeht das Jahr, die Zeit, das Leben, das Dasein – unsere temporäre Existenz – alles schreitet beständig in die vergangene Zukunft, die doch noch nicht existiert und dereinst atemberaubend schnell vergehen wird. Das Jahr hat seinen endgültigen Eintritt in die Geschichte vollzogen. Was bleibt? Erlebnisse. Erinnerungen. Erfahrungen. Und, ein Lächeln. Ja, ich lächele. Das neue Jahr – 2010 – kann kommen. Wird kommen, muß kommen. Und wird genauso rasant im Nichts verglühen. Die Reise wird nie enden. </p>
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		<title>Nachdenkliche Weihnachten – 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 07:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ZEN]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohlan, Weihnachten steht fein herausgeputzt vor der diesjährigen Tür. Die Kälte und der Schnee gesellen sich hinzu. Feierliche Tage werfen ihren dekorierten Schatten voraus, der mit Beginn der heimeligen Vorweihnachtszeit stetig ergreifender wurde. Das Fest der Liebe, der Besinnung und der Ruhe. Oder auch Momente voller Streß, Hektik und Streit. Alles ist möglich und in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1450&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Wohlan, Weihnachten steht fein herausgeputzt vor der diesjährigen Tür. Die Kälte und der Schnee gesellen sich hinzu. Feierliche Tage werfen ihren dekorierten Schatten voraus, der mit Beginn der heimeligen Vorweihnachtszeit stetig ergreifender wurde. Das Fest der Liebe, der Besinnung und der Ruhe. Oder auch Momente voller Streß, Hektik und Streit. Alles ist möglich und in den meisten Fällen liegt es nur an uns, wie wir damit umgehen. Bei aller gewichtigen Hetze, ein Lächeln im Alltag kann Wunder wirken. Für viele Menschen ist Weihnachten der absolute Höhepunkt im Jahr – können es kaum erwarten – während andere Angst vor dieser Zeit haben. Für Alleinstehende oder Einsame beispielsweise wirkt das Familienfest eher bedrückend. Auch im jenem Kontext, daß die heutigen Lebensformen nicht mehr den vorhergehenden Generationen entsprechen.  Die Festtage stellen eine Besonderheit dar, dennoch, auch sie werden von Höhen und Tiefen bestimmt – äquivalent unser Dasein und das Leben an sich. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Mit einsamen Läufen wird es spätestens am 25.12. vorbei sein; Heerscharen von Spaziergängern werden mein Laufareal bevölkern. Alle Jahre wieder. Wenn man sich im restlichen Jahr schon nicht bewegt hat, dann jetzt aber zu Weihnachten! Gleich verbunden mit Vorsätzen für das neue Jahr, die dann doch nicht realisiert werden. <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/04/10/duo-cum-faciunt-idem-non-est-idem/">Alles wie gehabt. </a> So sei es. Entsprechend meinem Stil, schließe ich mit zwei nachdenklichen Anekdoten. Die eine, publizierte ich bereits im vergangenen Jahr, gleichwohl hat sie nichts an Aktualität eingebüßt, weswegen sie für mich ein Muß zu Weihnachten ist. Wider dem Konsumrausch. Ich wünsche all meinen Kommentatoren ein wunderbares Weihnachtsfest, eine gemütliche Zeit voller Liebe – im Kreis vertrauter, geliebter Menschen, getragen von einer atemberaubenden Stille der Behaglichkeit. Und das Lächeln nicht vergessen. </p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_dezember_schnee.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_dezember_schnee.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_Dezember_Schnee" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1449" /></a></div>
<div style="text-align:center;"> <b><font color="#ffcc11"> Fragwürdige Werte</font> </b> </div>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Als Laotse einmal mit seinen Schülern auf Reisen war, kamen sie zu einem Wald, wo Hunderte von Holzfällern bei der Arbeit waren. Fast alle Bäume waren schon gefällt, außer einem ganz großen mit Tausenden von Ästen. Er war so riesig, daß zehntausend Menschen in seinem Schatten hätten sitzen können. Laotse bat seine Schüler herauszufinden, warum jener Baum nicht auch gefällt worden war. Sie gingen zu den Holzfällern, um Erkundigungen einzuziehen, die auch prompt beantwortet wurden: <I> „Dieser Baum ist vollkommen unbrauchbar. Man kann nichts daraus machen, weil jeder Ast soviel Knoten und Verzweigungen hat. Kein Stück ist gerade. Auch als Brennholz ist er nicht zu verwenden. Sein Rauch ist für die Augen gefährlich. Dieser Baum ist absolut nutzlos, darum haben wir ihn nicht gefällt – was zudem ein zehrender Aufwand wäre.“ </I> </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Die Schüler kehrten zurück und berichteten Laotse, was sie erfahren hatten. Der aber lachte nur und sprach: <I> „Seid wie dieser Baum. Wenn ihr nützlich seid, dann fällt man euch und ihr werdet zu Möbeln in irgendeinem Haus. Wenn ihr schön seid, verkauft man euch als Ware auf dem Markt. Ständig wertet ihr andere Menschen nach ihrer Brauchbarkeit, ihrem Nutzen. Seid wie dieser Baum, vollkommen unbrauchbar. Und ihr werdet wachsen und wachsen, immer weiter und größer und Tausende von Menschen werden unter euch Schatten finden.“ </I> </p>
<div style="text-align:center;"> (ZEN-Anekdote)  </div>
<div style="text-align:center;"> <b><font color="#ffcc11">Arme Leute</div>
<p> </font> </b></p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit auf das weit entfernte Land, um ihm zu zeigen, wie unsäglich arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf der Farm einer sehr armen Familie. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: <I> &#8222;Wie war nun dieser Ausflug?&#8220; &#8222;Sehr interessant!&#8220; </I> sprach der Sohn. <I>Und hast Du gesehen, wie arm Menschen sein können?&#8220; &#8222;Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.&#8220; </I> </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY"> <I>&#8222;Was hast Du also gelernt?&#8220; </I>fragte der Vater. Und der Sohn antwortete: <I>&#8222;Ich habe gesehen, daß wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Laternen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.&#8220; </I> </p>
<p>Der Vater war sprachlos. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Und der Sohn fügte noch hinzu: <I> &#8222;Danke Vater, daß Du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.&#8220; </I> </p>
<div style="text-align:center;"> (Philip E. Humbert)  </div>
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		<item>
		<title>Blanke Wut</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 10:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Nacht hatte es geschneit. Die Temperaturen stiegen an, ich durfte wieder in kurzer Bekleidung laufen, -03 C°, 12 Kilometer. Voller Freude startete ich und genoß die weiße Welt. Zufrieden eroberte ich meine geliebte Einsamkeit. Partiell stürmte es stark, die Kälte hatte mich im Griff. Tief im Wald setzte plötzlich ein traumhafter Schneefall ein, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1442&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">In der Nacht hatte es geschneit. Die Temperaturen stiegen an, ich durfte wieder in kurzer Bekleidung laufen, -03 C°, 12 Kilometer. Voller Freude startete ich und genoß die weiße Welt. Zufrieden eroberte ich meine geliebte Einsamkeit. Partiell stürmte es stark, die Kälte hatte mich im Griff. Tief im Wald setzte plötzlich ein traumhafter Schneefall ein, kurzum, mein Lauf war wunderschön. Ich war einfach glücklich und beobachtete die Schneeflocken, die immer konzentrierter vom Himmel fielen. Ich bog nach rechts ab und begab mich auf den Weg nach Hause. Ein zügiger Blick nach links offenbarte ein parkendes Auto am Waldrand, Richtung Straße. Ich dachte mir nichts weiter dabei und genoß meine kleine Welt. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Dann hörte ich einen lauten Pfeifton. Ich drehte mich um und sah – nichts. Darauf folgte ein lautes: „Koooooooommst duuuu zurüüüüück!“ – ich sah wieder nichts. „Duuuuuuuuu sollst zurück koooooooommmen!!!!!!!!!!!!!!“ Erneut das unangenehme Pfeifen. In der Sekunde wußte ich nun, was geschehen würde. Und um wen es sich handelte. Zum dritten Mal drehte ich mich um und jetzt sah ich den großen, schwarzen Dobermann wie er auf mich zu rennt, purer Haß in seinen Augen. Im Bruchteil einer Sekunde stellte ich meine Kampfbereitschaft her. Hier sei angemerkt, daß ich grundsätzlich bewaffnet laufe – einst ein Tip von der Polizei – was ich mit mir führe, ist ebenso bedeutungslos wie wirksam. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ich spürte wie in meinem Kopf ein Schalter umgelegt wurde. Von entspannter Zufriedenheit, einem grandiosen Schneelauf geschuldet, fühlte ich nur noch blanke Wut. Wut auf den Halter, der zum wiederholten Male seinen Hund nicht unter Kontrolle hat. Nun war ich es, der brüllte: „HAUUUUUUUUST DUUUUUUU AAAAAAAAAAAAAB!!!!“ – es schallte regelrecht durch den stillen Wald und einige Hunde, ca. ein Kilometer entfernt, fingen an zu bellen. Ich begann meinen Angriff und stürmte auf den Dobermann zu, der seinerseits offensichtlich irritiert war und abdrehte. Mehrere Meter lief ich hinterher, bevor ich ebenfalls umkehrte. Das war er also, Hundeangriff Nummer 17 – 16 davon abgewehrt; nach mehr als 2 ½ Jahren ohne derartige Ereignisse. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Aber auch dieser neuerliche Angriff wird an meiner Einstellung nichts ändern, ich bin und bleibe ein <a href="http://blacksensei.wordpress.com/category/hundefreunde/">Hundefreund.</a> Dem Dobermann wünsche ich von Herzen, daß ihn sein Halter nicht wieder mit Ketten schlägt und verprügelt, wie einst am 16.08.2005. Auch wenn er mich angriff, letztendlich kann er nichts dafür. </p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/blacksensei.wordpress.com/1442/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/blacksensei.wordpress.com/1442/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/blacksensei.wordpress.com/1442/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/blacksensei.wordpress.com/1442/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/blacksensei.wordpress.com/1442/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/blacksensei.wordpress.com/1442/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/blacksensei.wordpress.com/1442/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/blacksensei.wordpress.com/1442/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/blacksensei.wordpress.com/1442/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/blacksensei.wordpress.com/1442/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1442&subd=blacksensei&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Marcus</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Den Weg gehen – IX. Zufriedenheit.</title>
		<link>http://blacksensei.wordpress.com/2009/12/18/den-weg-gehen-%e2%80%93-ix-zufriedenheit/</link>
		<comments>http://blacksensei.wordpress.com/2009/12/18/den-weg-gehen-%e2%80%93-ix-zufriedenheit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 10:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Täglichlaufen. Rückschau.]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt ist dunkel geworden, das Licht verbannt in ein anderes Leben. Tage, die nicht hell werden, schwingen das kalte Zepter der Macht und dominieren uneingeschränkt. Eine leichte Frische, geboren aus dem Reich der Minusgrade zollt uns ihren natürlichen Tribut. Die Sonne? Verbirgt sich galant und konzentriert sich auf ihre baldige Rückkehr im Frühling. Vergangenen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1433&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Die Welt ist dunkel geworden, das Licht verbannt in ein anderes Leben. Tage, die nicht hell werden, schwingen das kalte Zepter der Macht und dominieren uneingeschränkt. Eine leichte Frische, geboren aus dem Reich der Minusgrade zollt uns ihren natürlichen Tribut. Die Sonne? Verbirgt sich galant und konzentriert sich auf ihre baldige Rückkehr im Frühling. Vergangenen Mittwoch. Auf dem Rückweg; das Ende vom Damm. Ich laufe in aller Stille, mein Herz pulsiert gleichmäßig in Harmonie, der einsamen Ruhe angemessen. Mein Atem ist sichtbar, um sich anschließend mit dem allumfassenden Nichts zu vereinen. In einigen Metern vor mir liegt der trostlose Waldeingang; ähnlich einer geheimnisvollen Höhle, in welcher der Damm seinen Schlußpunkt finden wird. Absorbiert vom Wald und Schwärze. Beherrscht von Kälte und Dunkelheit, unter einem grauen Schleier einer endlosen Wolkenfront. Tristesse im kahlen Forst. Plötzlich – ändert sich alles – mein Lauf, die Welt, das Leben – das Sein. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Die Finsternis wird berstend durchbrochen und ein riesiges Himmelstor öffnet sich innerhalb der grau schattierten Wolkenfront. Ein goldener Bannstrahl bahnt sich glänzend seinen Weg und reitet hinab zur Erde, in direkter Verlängerung in den Wald hinein. Ein lautloser Schrei scheint das natürliche Schauspiel zu begleiten, erzeugt surreale Schattenformationen und die düsteren Schergen der Finsternis verflüchtigen sich allenthalben. Der Waldeingang leuchtet an seinen Rändern hell auf, während das Zentrum weiterhin latent verborgen, doch golden schimmert. Vor meinem geistigen Auge ziehen Begegnungen aus wärmeren Tagen vorbei, Freunde und Bekannte in leichten, luftigen Sommerkleidern – wie wir uns lachend unterhielten, über das Leben diskutierten und die heiße Sonne genossen. Für einen Moment lächele ich über die schönen Erinnerungen aus vergangenen Zeiten. Lächelnde Vergänglichkeit. Just in dieser Sekunde – mittlerweile laufe ich im erhellten Wald – stirbt der goldgelbe Lichtstrahl der Hoffnung und die Welt, der Wald versinken erneut in der Dunkelheit. Die düsteren Vollstrecker des Frostes triumphieren und auch meine melancholischen Erinnerungen haben sich verflüchtigt. Vergessene Augenblicke. </p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_mai_wald1.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/12/2009_mai_wald1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_mai_wald" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1432" /></a></div>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ein kleiner, doch besonderer Augenblick voller Zufriedenheit während meines täglichen Laufes. Er verkörperte eine exklusive Art von Glücklichsein. – Dieses Jahr ist bereits Geschichte, es ist schon tot; liegt in seinen letzten Zügen. Nun ist die Zeit für den abschließenden Monatsrückblick gekommen; der Jahresrückblick folgt später. Die Höchsttemperatur lag bei 15 C°, während der Tiefstwert bei -11 C° ruhte. Durchaus ein kontrastreicher Monat, durchzogen von sommerlichen Momenten und winterlichen Tagen, die letztendlich obsiegten. Vier Regenläufe und 14 Kälteläufe durfte ich absolvieren. Aufgrund der niedrigen Temperaturen trug ich während der Kälteläufe Handschuhe – mein Zugeständnis an den Winter – was sofort überall auffiel und kommentiert wurde; natürlich lief und laufe ich weiterhin in kurzer Hose und T-Shirt. Meine scheinbare allzu sommerliche Bekleidung sorgt dafür, daß derzeit keine Kommentare wie: <I>„Jeden Tag, jeden Tag!“ </I> vorkommen, sondern: <I> „Oh mein Gott!“ </I> (eine Dame), <I>„Brrrrrrr!“ </I> (ein älterer Herr), zwei Mädchen: <I> „Cooool!“, </I> <I> „Ist Ihnen nicht zu kalt?“, „Wie hältst Du das nur aus? – ich finde Dich noch eines Tages erfroren hier liegen!“ </I> (Grußfreundin) oder wie eine Nachbarin gestern: <I> „Maaarcus, jetzt solltest Du aber warme Bekleidung anziehen!“. </I>Ich lächelte nur und antwortete verhalten scherzhaft. Sie würden es doch nicht verstehen. Ich selbst hätte es einst auch nicht verstanden. So ist das Leben. Doch es hat Recht. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Die Welt ist über Nacht weiß geworden. Heute früh lief ich im dichten Schneetreiben, bei -11 C° &#8211; den Bedingungen verhältnismäßig angemessen in langer Bekleidung. Weiße Einsamkeit, die mich liebevoll umarmte. Partiell schneite es so stark, daß meine Sicht gravierend eingeschränkt wurde. Der Damm war selbst von der Brücke aus nicht zu erkennen. Eine leise, gedämpfte Welt – Schritt um Schritt erobernd – unbeschreiblich schön. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Auch dieser Monat verlief nicht ohne gesundheitliche Komplikationen. Ursächlich begründet durch neue Laufschuhe, die eine riesige Blase verursachten – sowieso durch einen Sturz im Wald, der sogar meine Liegestütze mit Berühren der Hände tangierte, da es Probleme beim Luftholen gab. Schmerzen kommen. Schmerzen gehen. An zwei Tagen lief ich zweimal, um die neuen Schuhe langsam einzulaufen. Für die absoluten Höhepunkte hingegen, sorgten einmal mehr die Schafe. Ich bin täglich gespannt, wo ich sie nun wieder treffen werde, da sie nahezu jeden Tag ausbrechen und später zurückkehren und so tun – als ob nichts geschehen wäre. Einmal liefen sie in einer Reihe auf dem Weg – alle zehn hintereinander; ich reihte mich ein und übernahm die Rolle des Schlußschafes. Ein anderes Mal spazierten vier nebeneinander, ich gesellte mich erneut dazu und stellte das fünfte Schaf dar. Mehrere Meter liefen wir geradeaus, bis sie überraschend abbogen. Mich deucht, mit ein wenig Übung gäbe ich ein gutes Schaf ab. Ich liebe die herzigen Racker, die knuffigen Wollpelze sind einfach nur goldig in ihrer Art. Jener Täglichlaufmonat war ein schöner Monat, wie immer mit Höhen und Tiefen, doch stets spannend und voller Zufriedenheit. Täglichlaufen. Acht Jahre. Neun Monate. Nur noch drei Monate bis zum neunten Jahr. Ich lasse mich überraschen, ob mir die seltene Gnade gewährt und mir das gelingen wird. </p>
<table border="1">
<tr>
<td> 19.11.2009</td>
<td> 14 KM – Damm: Schlachtfeld (Sturm)</td>
</tr>
<tr>
<td> 20.11.2009</td>
<td> 14 KM – Sonnenlauf, Pause bei den Schafen</td>
</tr>
<tr>
<td> 21.11.2009</td>
<td> 16 KM – Gespräch mit Bekannten, 2 Radfahrer überholt</td>
</tr>
<tr>
<td> 22.11.2009</td>
<td> 13 KM – Sturz im Wald; rechte Körperhälfte lädiert</td>
</tr>
<tr>
<td> 23.11.2009</td>
<td> 12 KM – Sturm; Spaziergang mit Hundehalterin</td>
</tr>
<tr>
<td> 24.11.2009</td>
<td> 14 KM – am Seeufer den Ausblick genossen</td>
</tr>
<td> 25.11.2009</td>
<td> 14 KM – Gespräch mit Freundin</td>
</tr>
<tr>
<td> 26.11.2009</td>
<td> 15 KM – Sturmlauf</td>
</tr>
<tr>
<td> 27.11.2009</td>
<td> 13 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 28.11.2009</td>
<td> 08 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 29.11.2009</td>
<td> 14 KM – Ehepaar erschreckt, dann Gespräch</td>
</tr>
<tr>
<td> 30.11.2009</td>
<td> 13 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 01.12.2009</td>
<td> 14 KM – Gespräch mit Grußfreundin</td>
</tr>
<tr>
<td> 02.12.2009</td>
<td> 14 KM – wunderbarer Nebellauf; erste Mal Handschuhe</td>
</tr>
<tr>
<td> 03.12.2009</td>
<td> 14 KM – am Seeufer angehalten</td>
</tr>
<tr>
<td> 04.12.2009</td>
<td> 12 KM </td>
</tr>
<tr>
<td> 05.12.2009</td>
<td> 14 KM – drei Schwäne direkt über mir</td>
</tr>
<tr>
<td> 06.12.2009</td>
<td> 11 KM – Mann erschreckt; Blase am linken Fuß</td>
</tr>
<tr>
<td> 07.12.2009</td>
<td> 11 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 08.12.2009</td>
<td> 03 KM – Schonungslauf </td>
</tr>
<tr>
<td> 09.12.2009</td>
<td> 08 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 10.12.2009</td>
<td> 12 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 11.12.2009</td>
<td> 13 KM</td>
</tr>
<tr>
<td> 12.12.2009</td>
<td> 04 KM – Nachtlauf</td>
</tr>
<tr>
<td> 13.12.2009</td>
<td> 14 KM – zwei Rehe aufgeschreckt</td>
</tr>
<tr>
<td> 13.12.2009</td>
<td> 02 KM – Schuhe einlaufen </td>
</tr>
<tr>
<td> 14.12.2009</td>
<td> 14 KM – ein Reh beobachtet</td>
</tr>
<tr>
<td> 14.12.2009</td>
<td> 03 KM – Schuhe einlaufen</td>
</tr>
<tr>
<td> 15.12.2009</td>
<td> 14 KM – minimaler Schneefall </td>
</tr>
<tr>
<td> 16.12.2009</td>
<td> 14 KM </td>
</tr>
<tr>
<td> 17.12.2009</td>
<td> 12 KM </td>
</tr>
<tr>
<td> 18.12.2009</td>
<td> 13 KM – Täglichlaufen: 08 Jahre und 09 Monate</td>
</tr>
</table>
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		<title>Die Kunst des Täglichlaufens</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 07:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Täglichlaufen. Organisation.]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine essentielle Thematik meiner Täglichlaufphilosophie konzentriert sich auf die Organisation derselben – allgemein im Leben wie speziell im Alltag. Das bewußte Auseinandersetzen mit dem täglichen Lauf respektive der Realisierung im Tagesablauf kann zu einer Herausforderung werden und die Frage der Verwirklichung stellt sich entsprechend täglich neu. Zahllose Faktoren wirken hierbei auf die Konzeption ein, insbesondere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1419&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Eine essentielle Thematik meiner Täglichlaufphilosophie konzentriert sich auf die Organisation derselben – allgemein im Leben wie speziell im Alltag. Das bewußte Auseinandersetzen mit dem täglichen Lauf respektive der Realisierung im Tagesablauf kann zu einer Herausforderung werden und die Frage der Verwirklichung stellt sich entsprechend täglich neu. Zahllose Faktoren wirken hierbei auf die Konzeption ein, insbesondere die Familie, der Beruf, Freunde und diverse weitere Verpflichtungen tragen das ihre dazu bei – und nicht alle sind manipulierbar. Zumal die Zeit in der heutigen schnellebigen Gesellschaft ein rares Gut darstellt. Wer hat schon noch Zeit? Oder ist das nur eine Illusion, die man selbst bestimmen kann? Und so erlebt man tagtäglich Schwierigkeiten, die den Stil des täglichen Laufens konterkarieren. Die Primärfrage lautet also, wie bringe ich den Lauf im Tag unter? Sekundäre Einsprüche kanalisieren sich in Richtung der Distanz, der präferierten Strecke und nicht zuletzt der explizite Tageszeitpunkt. Wird es ein Lauf in der Dunkelheit oder ist es mir möglich, bestimmte Termine zu verschieben, um noch im Hellen zu laufen? Möchte ich überhaupt Verabredungen revidieren? Nur für den täglichen Lauf? Sofern man die Umstände kontrollieren kann, ist es eine Frage der persönlichen Definition, bzw. welche Ebene man als Täglichläufer erreicht hat. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ein Anfänger im Täglichlaufen wird schwerlich Termine verlegen, nur um mal eben so zu laufen. Wozu auch. Schließlich gibt es Wichtigeres im Leben als Täglichlaufen. Natürlich. Wer hingegen die Konzeption über viele Jahre praktiziert und den Stil en détail verinnerlicht hat – weit über eine Ritualisierung hinaus – wird sich selbstredend bemühen, seinen täglichen Lauf zu absolvieren. Hindernisse werden gemeistert. Ausnahmslos. Dies kann zu kuriosen Begebenheiten führen, etwa dann, wenn man mit normaler Bekleidung kurze drei Kilometer läuft oder mitten in der Nacht aufsteht, um in den Wald für einen Lauf zu verschwinden. Oder anstatt zu schlafen, stellt man seinen Wecker 90 Minuten früher und konzentriert sich auf den Lauf, um entspannt in den Tag zu starten. Was für den Durchschnittsläufer seltsam anmutet, ergibt für den Täglichläufer einen vollkommenen Sinn, da die gelebte Selbstdisziplin ihren Tribut fordert und somit den individuellen Wert des Stils erhöht. Beispielsweise bin ich persönlich kein Freund des Fernsehens, eine der Lieblingsbeschäftigungen der meisten Menschen. Allein, die dadurch gesparte Zeit, kann man wunderbar in das Täglichlaufen investieren. In der Nacht vom vergangenen Freitag zum Samstag mußte ich meinen Lauf in die nächtlichen Morgenstunden integrieren, mir blieb keine andere Wahl. Wenngleich mir der Zeitpunkt nicht behagt hat, konnte ich meine Runde dennoch genießen – allein am finsteren Wasser. Von aller Welt verlassen gehörte die einsame Dunkelheit mir, nur mir allein. Behutsam umarmt von einer alles verzehrenden Nebelwand, flankiert von der goldenen Mondsichel zu meiner rechten. Untermalt von einem Vogelkonzert und einem lauthals schimpfenden Fischreiher. Eine nächtliche Atmosphäre des puren Genusses. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Manche Täglichläufer unterwerfen sich dem in den USA fragwürdig definierten Täglichläuferreglement und akzeptieren auch das sonderbare „Midnight-Double“, welches in Notsituationen gelaufen wird, um die „Serie“ zu halten. Soll heißen, ich laufe um 23:30 Uhr los und kehre um 00:30 Uhr zurück – ich laufe also eine Stunde und gebe das als zwei Läufe aus. In meinen Augen ist das ebenso inadäquat wie sinnlos. Wie kann ich einen Lauf als zwei ausgeben? Das ist kein Täglichlaufen mehr, sondern das Konstruieren eines Alibis – einer täuschenden <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/06/13/die-liebe-zum-taglichlaufen/">Unwahrheit,</a> um die Fortsetzung der Serie zu legitimieren. Damit gibt man die Intention des Täglichlaufens der Lächerlichkeit preis. Dann hat man jenen Punkt erreicht, daß man nur noch läuft, um die Serie zu erhalten, ergo wurde der erste Grundstein gelegt, um das Ende der Konzeption zu forcieren. Täglichlaufen ist ein wunderbares Gefühl, aber wie oben schon angedeutet, bedeutet das lange nicht alles. Als Täglichläufer sollte man zu sich selbst so ehrlich sein und eingestehen, daß diese Philosophie irgendwann ihren logischen Schlußpunkt finden wird und muß – sie mit künstlichen Ausreden zu verlängern, ist unangemessen und bedenklich. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Gleichwohl bedarf es nur einer wirklichen Voraussetzung im Leben eines Täglichläufers. Nur der Wille zum Willen ist erforderlich. Selbstverständlich existieren immer wieder einmal Probleme, die auch den stärksten Willen behindern. Wer spätabends erschöpft von der Arbeit nach Hause kommt und sich fragt, warum tue ich mir jetzt noch einen Lauf an? – weiß wovon ich rede. Dennoch, in diesen Fällen reduziert man eben die Distanz oder verlegt den Lauf in die Nacht. Ein wahres Hindernis ist das nicht. Nicht denken. Laufen. Nichts ist jemals einfach. Und wenn Täglichlaufen so simpel wäre, so wäre die gebührende Wertschätzung eine andere und der Stil letztendlich keine Besonderheit. Wer die Konzeption des Täglichlaufens verinnerlicht hat, sie liebt und lebt, wird für sich immer einen Weg finden – diese Intention zu leben und zu realisieren. Für manche mag dies eine Kunst sein, doch in Wahrheit handelt es sich um keine Kunst. Sondern um Natürlichkeit. </p>
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		<title>Schmerzhafte Akzeptanz</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstdisziplin]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Geduld verflüchtigte sich. Endgültig. Am vergangenen Freitag erwarb ich neue Laufschuhe. Auf Grund der Größenthematik zwar nicht mein favorisiertes Exemplar, doch ein Modell des gleichen Herstellers. Optisch betrachtet, sind die Unterschiede nur nuancenartig. Am Samstag absolvierte ich den ersten Testlauf, 14 Kilometer. Zu Beginn stellte ich keine Unwägbarkeiten fest, vom vierten bis ca. siebten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1411&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Meine Geduld verflüchtigte sich. Endgültig. Am vergangenen Freitag erwarb ich neue Laufschuhe. Auf Grund der <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/11/29/laufschuhe-kaufen-oder-consuetudo-est-altera-natura/">Größenthematik</a> zwar nicht mein favorisiertes Exemplar, doch ein Modell des gleichen Herstellers. Optisch betrachtet, sind die Unterschiede nur nuancenartig. Am Samstag absolvierte ich den ersten Testlauf, 14 Kilometer. Zu Beginn stellte ich keine Unwägbarkeiten fest, vom vierten bis ca. siebten Kilometer liefen sie sich sehr unangenehm, rechts drückte es – um anschließend ein wunderbares Laufgefühl zu etablieren. Sie fühlten sich sehr leicht bis fast nicht vorhanden an. Die Überraschung folgte schnellen Schrittes; just in jenem Moment, wo ich kurz vor Ende das erste Mal anhielt. Mein linker Fuß fühlte sich seltsam an, das eigentümliche Empfinden einer unsäglichen Blase. Als ich die Treppe hinunter ging, spürte ich plötzlich den aufwallenden Schmerz. Nach vielen Jahren problemlosen Laufschuhkaufes mit sich anschließenden perfekten Laufen – war mir dieses Mal das Glück nicht hold. So sei es. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Und so gehe ich derzeit wie ein alter Mann, partiell humpelnd. Die Schmerzen sind nicht unerheblich. Freilich, ich kann nun jammern und sie verdammen, doch was nützt dies? Ändert das etwas? Nein. Schmerzen kommen. Schmerzen gehen. Der weisere Weg kanalisiert sich in der Tatsache sie als das anzunehmen, was sie sind – ein Signal meines Körpers an mich selbst. Natürlich ist das tägliche Laufen dem Heilungsprozeß nicht sonderlich zuträglich; früher legte ich deswegen Ruhetage ein. Aber damals wußte ich das nicht besser und meine Definition von Selbstdisziplin war eine andere, eine schwächlichere Ausgabe meiner selbst. Glücklicherweise sind die Schmerzen im Laufschritt viel leichter zu ertragen – solange keine gravierenden Unebenheiten auftreten, reduzieren sie sich auf ein akzeptables Maß. Weiterhin sorgen sie für ein Trainieren der persönlichen Schmerzintensität, soll heißen, auch in Widrigkeiten sind Chancen verborgen, man muß sie nur sehen. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ich war schon immer ein Feind von pharmazeutischen Produkten. In meinem bisherigen Leben nahm ich noch nie eine Tablette oder konsumierte sonstige medizinische Erzeugnisse – von flüssiger Medizin als Kleinkind abgesehen. Schon als Kind entwickelte ich eine Abneigung in diese Richtung. Dennoch, Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich habe zum ersten Mal eine Wundsalbe benutzt, die <strong>Brigitte</strong> in intensiver, mühevoller Arbeit hergestellt hat. Wie viele Blasen ich in meinem Läuferleben schon hatte, ist mir unbekannt – es dürften sehr viele gewesen sein. Entsprechend ist mir der Heilungsprozeß en détail vertraut, doch solche Fortschritte, wie ich sie dank der Salbe beobachten durfte, sind mir gänzlich neu. Liebe <a href="http://quiltworld.blogspot.com/">Brigitte,</a> meinen verbindlichsten Dank für Deine bewährte Wundsalbe – ich bin wirklich begeistert! Und das will etwas heißen. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Wenn sich auch die Schmerzen in einem akzeptablen Rahmen bewegen, ist mir bewußt, daß in meinem aktuellen Beispiel weniger Kilometer mehr sind. Die Erkenntnis daraus, offenbart sich in einer reduzierten Intensität – und das ist die wahre Herausforderung. Gestern im strömenden Regen bei einer unsagbar greifbaren Einsamkeit und heute früh im wunderbarsten Sonnenschein bei belebenden 08 C° sich in seiner Lauffreiheit zu beschränken – fällt mir alles andere als leicht. Demungeachtet sind das die Momente, die den Wert meiner Täglichläuferphilosophie definieren. Sich über die Unzulänglichkeiten des Körpers hinwegzusetzen und die verinnerlichte Selbstdisziplin auch unter Schmerzen fortzuführen, gehören für mich selbstredend auch zum Täglichläuferdasein. Kein Grund zum Verzagen. Wie könnte ich sonst die erhebenden Augenblicke auf den Gipfeln des Täglichlaufens lieben und schätzen, wenn ich nie durch die Täler laufen müßte? Umso größer die Freude, wenn ich zu meiner Standarddistanz zurückkehren werde. </p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/blacksensei.wordpress.com/1411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/blacksensei.wordpress.com/1411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/blacksensei.wordpress.com/1411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/blacksensei.wordpress.com/1411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/blacksensei.wordpress.com/1411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/blacksensei.wordpress.com/1411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/blacksensei.wordpress.com/1411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/blacksensei.wordpress.com/1411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/blacksensei.wordpress.com/1411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/blacksensei.wordpress.com/1411/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1411&subd=blacksensei&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Marcus</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Die amüsante Welt der Suchanfragen</title>
		<link>http://blacksensei.wordpress.com/2009/12/05/die-amusante-welt-der-suchanfragen/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 17:17:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchanfragen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf diversen Internetseiten begegneten mir Auswertungen von Suchanfragen, die mehrheitlich amüsant gestaltet waren. Bis dato konzentrierte ich mich nicht sonderlich auf diese Thematik, doch nun erhebe ich die suchenden Menschen in meinen Fokus. Bei zahllosen Begriffen fragte ich mich, wie die Personen bei mir fündig werden konnten, bis ich dann feststellte, daß die Kommentare meiner [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1402&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Auf diversen Internetseiten begegneten mir Auswertungen von Suchanfragen, die mehrheitlich amüsant gestaltet waren. Bis dato konzentrierte ich mich nicht sonderlich auf diese Thematik, doch nun erhebe ich die suchenden Menschen in meinen Fokus. Bei zahllosen Begriffen fragte ich mich, wie die Personen bei mir fündig werden konnten, bis ich dann feststellte, daß die Kommentare meiner Leser ebenfalls von den Suchmaschinen erfaßt werden. Viele Termini offenbaren anscheinend einen tiefsinnigen Humor, andere gesuchte Ausdrücke deuten von einer ausgeprägten Traurigkeit – die mich sehr betroffen machten. Während wiederum andere absolut widerwärtig und somit ein Spiegelbild unserer Spezies sind. In der Zukunft sollte ich vielleicht weniger lateinische Titel verwenden. Im folgenden Beitrag stelle ich heitere Begriffe vor, nach denen einst gefahndet wurde. Ob dies im Einzelnen lustig ist, entscheidet der persönliche Geschmack. De gustibus non est disputandum. Offensichtlich kann ich es doch nicht lassen. Da dieser Beitrag latent aus dem Rahmen meiner Seite fällt, kompensiere ich dies demnächst mit einem nachdenklichen Artikel. Weiterhin humorvolles Suchen! </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY"> <strong><I> „ist täglich laufen möglich“</strong></I> – Täglich? Ächz! Nein, das kann ich mir absolut nicht vorstellen.</p>
<p><strong><I> „möchte meine tote schlange skelletieren“ </strong></I> – Na dann, viel Spaß dabei. Eine Anleitung existiert hier – noch – nicht.</p>
<p><strong><I> „verdauung deutschlandkarte“ </strong></I> – Ich kann nur eine FSME Verteilungskarte anbieten. Der Link befindet sich weiter unten. Rechts.</p>
<p><strong><I> „sind biber fluchttiere“ </strong></I> – Vermutlich nicht, da mir ein Biberangriff auf einen Hund bekannt ist.</p>
<p><strong><I> „schreckgespenst“ </strong></I> – Das bin <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2008/01/02/vom-schreckgespenst-zum-schneelaufer/">ich</a> relativ <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/05/02/von-einem-schreckgespenst-der-sonne-schafbabys-und-sex/">häufig,</a> korrekt!</p>
<p><strong><I> „nur eine geliebte +nein danke“</strong></I> – Ojeee, nur eine? Das ist definitiv zu wenig!</p>
<p><strong><I> „laufen als lebensinhalt“ </strong></I> – Ich tendiere zwar leicht in die Richtung, aber das wäre nun wirklich übertrieben. Täglichlaufen bedeutet lange nicht alles.</p>
<p><strong><I> „haarmodels“ </strong></I> – Das kann ich natürlich bieten:</p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/10/2009_oktober_hochlandrinder_5.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/10/2009_oktober_hochlandrinder_5.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1282" /></a> </div>
<p><strong><I> „laufschuh schmatzt“ </strong></I>– Und wie der schmatzt, aber nur im strömenden Regen!</p>
<p><strong><I> „dom st. peter und paul“ </strong></I> – Die Suchanfrage kann ich positiv bestätigen:</p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/04/2009_brb_dom.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/04/2009_brb_dom.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-914" /></a> </div>
<p><strong><I> „ritterakademie brandenburg“ </strong></I>– Die Suchanfrage kann ich positiv bestätigen:</p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/04/2009_brb_ritterakademie.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/04/2009_brb_ritterakademie.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-915" /></a> </div>
<p><strong><I> „das skelett vom wildschwein“ </strong></I> – Ich habe an alles gedacht:</p>
<div style="text-align:center;">
<p><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2008/03/skelett_x2.jpg?w=300&#038;h=225" alt="skelett_x2" title="skelett_x2" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-806" /></p>
</div>
<p><strong><I> „plüschbienen“ </strong> </I> – Ich sollte einen Zoo gründen:</p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/07/2009_juli_2_hummel.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/07/2009_juli_2_hummel.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1106" /></a> </div>
<p><strong><I> „marienkäfer vorm tod retten“ </strong></I>– Sehr oft schon, sehr oft:</p>
<div style="text-align:center;">
<img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/05/2009_mai_marienkafer.jpg?w=300&#038;h=189" alt="2009_Mai_Marienkäfer" title="2009_Mai_Marienkäfer" width="300" height="189" class="alignnone size-medium wp-image-970" /> </div>
<p><strong><I> „ich fühle mich, die mich verfolgen wird“ </strong></I> – Bitte präzisieren.</p>
<p><strong><I> „hochlandrind fortpflanzung“ </strong></I>– Dann kommt das heraus:</p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/10/2009_oktober_hochlandrinder_1.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/10/2009_oktober_hochlandrinder_1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1278" /></a> </div>
<p><strong><I> „zuerst gefallenen blätter nun gefallen“ </strong></I>– Nur die, die zuerst gefallen sind; die nicht gefallenen sind ja noch oben. </p>
<p><strong><I> „täglich 15 min laufen erfahrung“ </strong></I> – So wenig laufe ich so gut wie nie. Sorry.</p>
<p><strong><I> „vorkommen regenwurm statistik“ </strong></I>– Bisher fanden die Putzels keinen Eingang in meine Statistik. Aber die Idee ist gut. </p>
<p><strong><I> „weißes wildschwein“ </strong></I> – Noch nie gesehen, höchstens eine weiße Gans. </p>
<p><strong><I> „wie schnell vergeht ein jahrzehnt“ </strong></I> – Viel zu schell! <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/08/28/ausgeliefert-auf-lebenszeit/">Tempus fugit!</a> Wie war das mit dem Latein?</p>
<p><strong><I> „wenn der traum nicht realität wird“ </strong></I> – Kann das erschreckend oder erfreuend sein. </p>
<p><strong><I> „bewegung ist lustig“ </strong> </I>– Oh ja, manchmal schon!</p>
<p><strong><I> „werde ich mit meine gelibte schluss mach“ </strong></I>– Ja, mein Lieber, denke an Deine Frau! Tip: Geliebte schreibt man mit „ie“. </p>
<p><strong><I> „wie warm soll ich mich einziehen beim joggen“ </strong></I> – Einziehen? Nicht anziehen? Kurze Hose und ein T-Shirt sind durchaus adäquat. Allerdings bin ich kein Maßstab.</p>
<div style="text-align:center;">
<img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/01/2009_januar_schneelauf.jpg?w=300&#038;h=205" alt="2009_januar_schneelauf" title="2009_januar_schneelauf" width="300" height="205" class="alignnone size-medium wp-image-663" /></div>
<p><strong><I> „kuriose feuerlöscher“ </strong></I>– Die fehlen wirklich auf meiner Seite. Danke für den Tip!</p>
<p><strong><I> „nackt im wald.com“ </strong> </I>– Ich bin doch kein Streaker = Nacktflitzer!</p>
<p><strong><I> „der gedanke an dich ist pure motivation“ </strong></I> – Merci, das geht runter wie Öl!</p>
<p><strong><I> „schafe fressen zaun kaputt“ </strong> </I>– Meine Schafe flüchten auch ohne Zerstörungen.</p>
<div style="text-align:center;">
<img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/03/2009_03_schafbabys.jpg?w=300&#038;h=216" alt="2009_03_schafbabys" title="2009_03_schafbabys" width="300" height="216" class="alignnone size-medium wp-image-825" /></div>
<p><strong><I> „übergrosses menschliches skelett gefunden“ </strong></I> – Das würde ich melden. Sofort.</p>
<p><strong><I> „telefonkasten privatgrundstück“ </strong> </I>– Und weiter?</p>
<p><strong><I> „ich bin das mädchen was gefühle für ihn“ </strong></I>– Hm, welches Suchergebnis erhofft man sich damit? </p>
<div style="text-align:center;"> Fortsetzung folgt. Vielleicht. </div>
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		<title>Täglichlaufen als Anfänger?</title>
		<link>http://blacksensei.wordpress.com/2009/12/02/taglichlaufen-als-anfanger/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 07:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Täglichlaufen. Debütant.]]></category>

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		<description><![CDATA[Nahezu täglich gehen hier in der Formulierung die differenziertesten Suchanfragen ein – alle mit der identischen Fragestellung – ob man als Laufanfänger ein tägliches Laufen praktizieren sollte respektive kann. Und ist es gesund? Ja, ist es überhaupt sinnvoll? In meinem Trendsport-Artikel thematisierte ich einen ähnlichen Kontext, gleichwohl konzentriere ich mich mit meinem heutigen Beitrag explizit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1386&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Nahezu täglich gehen hier in der Formulierung die differenziertesten Suchanfragen ein – alle mit der identischen Fragestellung – ob man als Laufanfänger ein tägliches Laufen praktizieren sollte respektive kann. Und ist es <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/05/09/taglichlaufen-und-gesundheit/">gesund?</a> Ja, ist es überhaupt sinnvoll? In meinem <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2008/12/16/taglichlaufen-%E2%80%93-streakrunning-ein-trendsport/">Trendsport-Artikel</a> thematisierte ich einen ähnlichen Kontext, gleichwohl konzentriere ich mich mit meinem heutigen Beitrag explizit auf die Anfängerthematik. Natürlich kann man als Anfänger jeden Tag laufen, dies versteht sich von selbst. Demungeachtet bewerte ich diese Gedankengänge als befremdlich, denn die primären Fragen, die ich mir stellen würde, lauten: „Warum sollte ich als Anfänger täglich laufen?“ „Und worauf baue ich auf?“ „Was will ich damit für mich erreichen?“ „Habe ich Ziele und wenn ja, wie sehen sie aus und wie vereinbaren sie sich mit meinem Leben?“ Generell würde ich Täglichlaufen nie empfehlen, schließlich lebe ich diese Konzeption lange genug, um die Majorität der Vor- und Nachteile ein wenig überblicken zu können. Hier sei noch angemerkt, wenn ich vom Täglichlaufen spreche, meine ich damit nicht zwei Kilometer in dreißig Minuten gehen, denn das ist kein Laufen, sondern langsames Spazierengehen. Selbstverständlich bin ich ein überzeugter Verfechter jedweder Bewegung, die stets lobenswert ist, jedoch handelt es sich in dem Fall nicht um Täglichlaufen. Fünf Kilometer und mehr dürfen es im Laufschritt pro Tag schon sein, um einer gebührenden Ernsthaftigkeit ihren Tribut zu zollen. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Für einen Laufanfänger ohne jede Erfahrung, der sich und seinen Körper nicht kennt, geschweige ihm vertraut – in das Abenteuer Täglichlaufen zu stürzen, ist gänzlich kontraproduktiv. Was will man damit erreichen? Warum sich dieser Belastung – und das ist es für einen Neuling – aussetzen? Als Anfänger kann man die zwangsläufig auftretenden Widrigkeiten weder überblicken noch angemessen einschätzen. Ebenso verhält es sich mit der täglichen Intensität, die man dem eigenen Körper und Geist zumuten kann und darf. Die Gefahr einer – auch mentalen – Überlastung schwebt evident im Raum, zumal die Intention einer der Gesundheit unterstützenden Lebensweise konterkariert wird. Jeden Tag in die Natur zu gehen, um dort zu laufen, ist ebenso natürlich wie gesund. Der Körper erfährt die Wertschätzung, für die er konzipiert ist. Auf meine Person bezogen, kann ich das Fazit ziehen, daß der Stil im Hinblick auf die Gesundheit eminent förderlich ist. Allerdings zeichnet hier die Intensität kausal verantwortlich. Täglichlaufen ist wie ein Messer, fasse ich es am Griff an – nützt es mir, fasse ich es hingegen an der Klinge an – kann ich mich schneiden. Soll heißen, alles was man übertreibt, wandelt sich in Traurigkeit. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Ein anhaltendes Fortführen der Täglichlaufkonzeption bedarf einer gewissen Rücksichtslosigkeit, Disziplin wie Selbstdisziplin, Organisation und nicht zu vergessen, einer stabilen Konstitution. Der bedeutendste Faktor offenbart sich freilich im Willen. Ich muß wollen, tief aus meinem Innern heraus. Natürlich bedingen sich all diese Punkte und bauen gegenseitig aufeinander auf und produzieren bei einer individuell richtigen Verfahrensweise eine substanzielle innere Zufriedenheit, die wiederum den Grundstock der Permanenz bildet. Um eine ununterbrochene Täglichlaufserie zu generieren, bedarf es einer relevanten Erfahrung, einer sanften Entwicklung, die ein Neuling nicht vorweisen kann – ist er doch neu in diesem Metier. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Der Debütant im Laufsport sollte sich behutsam an das Laufen herantasten, um die Basis einer langfristigen Freude zu etablieren. Das Laufen muß gerade zu Beginn einfach nur Spaß bereiten, um somit eine innere Freude an der Bewegung auszulösen. Negiert man diese gewichtigen Facetten wird ein schleichender Druck erzeugt, der das Täglichlaufen später zu einem Zwang werden läßt – und zu einem logischen Schlußpunkt führen wird. Druck und <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/01/23/taglichlaufen-ein-zwang/">Zwang</a> bilden einen natürlichen Widerspruch zum Täglichlaufen. Nach meiner Definition muß man den Stil wahrhaftig lieben, bzw. lieben lernen, um der langfristigen Legitimation ihren Wert zu verleihen. Täglichlaufen kann man nicht versuchen. Entweder läuft man täglich – oder eben nicht. Ein Versuchen bildet keine Option. Die Gründe sich dieser Konzeption hinzugeben, mögen vielfältig sein, doch für Anfänger stellt sie kein probates Mittel dar, da die Kunst des Täglichlaufens ein respektables Maß an Erfahrung voraussetzt, die man als normaler Läufer sammeln sollte. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Meine Entwicklung zum Täglichläufer begann nach ca. 2 ½ Jahren als normaler – unregelmäßiger – Läufer. Hätte ich damals sofort mit dem Täglichlaufen begonnen, hätte ich weder mein zehnjähriges Jubiläum erlebt noch die grundlegende, natürliche Liebe zum Laufen in mir entdecken und fördern können. Heute betrachte ich das als eine Art Lebenseinstellung. Wenn ich auch meine Philosophie und den Stil sehr liebe und ihn auch in der Zukunft selbstredend weiter praktizieren werde – solange es mir möglich ist und ich die entsprechenden Aspekte bewußt kontrollieren kann – weiß ich nur zu gut, daß Täglichlaufen lange nicht alles im Leben ist. Es existieren weitaus bedeutendere Dinge – das Leben zum Beispiel. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Laufschuhe kaufen oder Consuetudo est altera natura</title>
		<link>http://blacksensei.wordpress.com/2009/11/29/laufschuhe-kaufen-oder-consuetudo-est-altera-natura/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 07:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist er da, der erste Advent. Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen, die scheinbar besinnliche Weihnachtszeit beginnt und wird längst von der Vergangenheit mit offenen Armen erwartet. Genießen wir die bunt dekorierten Tage, sie werden schneller vergehen – als wir uns jetzt vielleicht vorstellen mögen. Ich begrüße die vorweihnachtliche Zeit mit einem Märchen. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1380&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY">Nun ist er da, der erste Advent. Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen, die scheinbar besinnliche Weihnachtszeit beginnt und wird längst von der Vergangenheit mit offenen Armen erwartet. Genießen wir die bunt dekorierten Tage, sie werden schneller vergehen – als wir uns jetzt vielleicht vorstellen mögen. Ich begrüße die vorweihnachtliche Zeit mit einem Märchen. Stellen wir uns ein brennendes Feuer am offenen Kamin vor, leise knistert das von den Flammen verzehrende Holz – seltsame Schatten werden an die Wand geworfen, unterstützt vom Flackern zahlloser Kerzen. Es ist wohlig warm und ein wunderbarer Duft von frischen Waffeln erreicht unseren olfaktorischen Sinn – tiefes Durchatmen und Aufnehmen der Gemütlichkeit. Nun beginne ich mit leiser Stimme meine Geschichte. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Es war einmal… Vor langer, langer Zeit lebte in einer schönen und wasserreichen <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/04/29/die-wiege-der-mark/">Stadt</a> ein kleines Männlein, der für seine natürliche Bewegungsfreude bekannt war. Denn er hatte einst erkannt, daß tägliche Bewegung für den menschlichen Organismus essentiell ist und entsprechend lebte er seine Erkenntnis. Tag für Tag zeigte er seinem Körper die ihm gebührende Wertschätzung und ließ ihn in freier Natur laufen. So kam es, daß sein Verschleiß an Bekleidung und Schuhen extrem hoch war. Dies störte ihn jedoch nicht, da er von Zeit zu Zeit in die weite Welt aufbrach und frohen Mutes loszog, um seinen Vorrat wieder aufzufüllen. Hierbei erlebte er haarsträubende Abenteuer. Doch eines fernen Tages passierte Sonderbares. Das Schicksal wollte es, daß er plötzlich auf einen magisch finsteren Drachen traf, der von einer stolzen Hexe befehligt wurde. Sie trug eine fremdartige schwarze Bekleidung, die in der Sonne erhaben glänzte und hatte lange dunkle Haare, die – doch halt! Dies ist eine andere Geschichte. – </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Wie bereits formuliert, ist mein Verbrauch relativ hoch. Alle drei bis vier Monate erwerbe ich neue Laufschuhe, schlichtweg aus dem Grund, weil die sogenannten „alten“ Schuhe – Löcher, Risse etc. p. p. aufweisen und auch sonst in einem jämmerlichen Zustand sind. Zu jenem Zeitpunkt deklariere ich sie als Regenschuhe, soll heißen, sie kommen nur noch bei Regenläufen zum Einsatz – vorausgesetzt, es regnet tatsächlich; dieses Jahr enttäuscht bisher. In der Vergangenheit habe ich viele verschiedene Modelle getestet. Von kostengünstigen, über etwas teurere bis zu Produkten aus dem hohen Preissegment. In der Regel definiert die Läuferwelt die teuersten Schuhe als die besten – was ich definitiv nicht bestätige. Ich lief in günstigen Laufschuhen, die qualitativ sehr hochwertig waren und in teuren Exemplaren, welche erschreckend schlecht waren. Abschließend betrachtet, sind in meinem Fall die Marke und sonstige Indikatoren gänzlich irrelevant – ich ruiniere jedes Fabrikat zügig. Als Täglichläufer mit ca. 90-100 Wochenkilometern dürfte sich das von selbst verstehen, zumal ich keine besondere Rücksicht nehme. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Vor vielen Jahren fand ich mein perfektes Exemplar. Günstig im Preis – auf Grund meiner hohen Kaufintensität durchaus ein gewichtiges Argument und in einer sehr guten Qualität. Am Wichtigsten für mich, ich kann die Laufschuhe ohne Einlaufen sofort für hohe Distanzen verwenden. Ich gestehe, ich bin ein wählerischer Mensch und seitdem ich den für mich perfekten Schuh fand, trage ich nur noch dieses Modell. Es gab Zeiten, da habe ich gleich drei Paare auf einmal erstanden. Im Laufe der Jahre hat der Hersteller diesen Typus immer mal wieder aus dem Programm genommen und durch ein Nachfolgemodell ersetzt, welches in der Optik marginal verändert wurde. Es ist noch nicht lange her, da unterlief mir ein Fehler. Ich erwarb nur ein Paar; jetzt im Nachhinein – ein Fauxpas. Natürlich erstand ich sie in der Annahme, daß ich jederzeit weitere Exemplare erwerben könnte. Ich sollte mich irren. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Seit kurzem versuche ich nun mein seit Jahren favorisiertes Paar zu erstehen. Theoretisch kein Problem, da sie in sämtlichen Filialen existent sind, allein, nicht in meiner Größe. Sämtliche Versuche der zuvorkommenden Angestellten zum Trotz war es bisher nicht möglich, diese Laufschuhe explizit in meiner Größe zu bekommen. Apropos, die Größenangaben bieten generell Anlaß zur Kritik. Selbige sind in amerikanische über englische bis japanische Maße angegeben. Wo bleibt die deutsche Größenangabe? Wieso muß ich mich als Deutscher in Deutschland mit US-Größen auseinandersetzen? Absurd. Sicherlich wird in diesen Ländern dafür die deutsche Größe angegeben. Und selbst das Internet mußte bei meiner Suche passen. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">– So zieht der wackere Recke weiterhin in die weite, unbekannte Welt, stets auf der Suche nach seinen geliebten Laufschuhen. Wer weiß, vielleicht findet er hinter den riesigen Bergen eine versteckte Höhle mit einem geheimen Zugang; in jener ein mysteriöser Schatz versteckt ist: Laufschuhe in US-Größe 12 – bewacht von einem magischen Drachen und einer lieblichen Hexe. Und wenn er nicht gestorben ist, so sucht er noch heute. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Trügerische Sicherheit &amp; Suspekte Fragilität</title>
		<link>http://blacksensei.wordpress.com/2009/11/25/trugerische-sicherheit-suspekte-fragilitat/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 07:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Täglichlaufen. Laufalltag.]]></category>

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		<description><![CDATA[ Trügerische Sicherheit.  Welch ein Jahr! Jubiläen ohne Unterlaß. In der Regel assoziiert die menschliche Majorität eine positive Begebenheit mit diesem Terminus. Einmal mehr tanze ich aus der Reihe und definiere ein unschönes Ereignis. Vergangenen Sonntag erlebte ich den zehnten Sturz in meiner Laufkarriere; kurioserweise bereits der dritte in diesem Jahr. Vor ewigen Zeiten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=blacksensei.wordpress.com&blog=1395169&post=1372&subd=blacksensei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><P ALIGN="JUSTIFY"> <I>Trügerische Sicherheit. </I> Welch ein Jahr! Jubiläen ohne Unterlaß. In der Regel assoziiert die menschliche Majorität eine positive Begebenheit mit diesem Terminus. Einmal mehr tanze ich aus der Reihe und definiere ein unschönes Ereignis. Vergangenen Sonntag erlebte ich den zehnten Sturz in meiner Laufkarriere; kurioserweise bereits der dritte in diesem Jahr. Vor ewigen Zeiten gelernte Falltechniken im Judo bewahrten mich vor Schlimmeren. Meine Konstitution ist nur partiell eingeschränkt. Interessant das Zustandekommen des Geschehens, weder Glatteis noch Hundeangriffe zeichneten verantwortlich. Ich lief nicht etwa unkonzentriert, nein, im Gegenteil – ich sah bewußt die Wurzeln, welche einladend den Weg zieren und wich noch einer besonders großen aus – in der nächsten Sekunde erwischte mich eine kleinere. Dabei sind mir sämtliche Pfade en détail vertraut – selbst im Schlaf sollte ein Passieren ohne Probleme eine Option sein. Explizit dies sollte sich jedoch als die Crux in dieser Situation herauskristallisieren. Eine allzu sichere Routine der Gewandtheit, eine trügerische Sicherheit brachte mich schließlich zu Fall. Die Schmerzen werden mich mittelfristig weniger routiniert agieren lassen, was wiederum positiv ist. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY"> <I>Suspekte Fragilität. </I> In den letzten Tagen dominierte eine ungewöhnlich milde Witterung. In der natürlichen Folge marschierten Sturmmanipel, Windkohorten und böige Legionen rauschender Brisen mit bravouröser Macht in mein Laufareal ein und behaupten sich seitdem unangetastet. Sie ritten wild durch die Luft, fegten umbarmherzig durch eine atmosphärisch dichte Welt und tobten sich ohne Rücksicht auf die Wälder kaltherzig aus. Wunderbare Wolkenschiffe flankierten die Sturmfronten und sorgten dafür, daß Mutter Sol ihr graues Verlies am Horizont nicht verlassen konnte. Gleichwohl konnte ich sie am Firmament erahnen, ein verblaßter, sanft schimmernder Kreis in der Ferne, ähnlich einer Energiesparlampe, die immer heller wird – allerdings in meinem Beispiel nicht zur vollen Stärke reifen durfte. Temporär gelang ihr die Flucht und mehrere goldene Strahlen durchbrachen den finsteren Kerker der Ewigkeit und leuchteten auf den aufgewühlten See. Laserstrahlenartig schien sie das Wasser abzutasten, welches wiederum das ungewohnte Licht reflektierte und ein grandioses Naturschauspiel bot – bis das Spektakel urplötzlich seinen Höhepunkt fand und für alle Zeiten abebbte. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Indes der atemlose Sturm seinem Namen alle Ehre machte und ausgelassen herum tollte. Partiell kämpfte ich mit rigoroser Kraft dagegen an und obwohl es sehr warm war, tränten meine Augen. Wie in Zeitlupe kam mir mein Laufen vor, doch nur solange, bis ich wieder geschützte Bereiche erreichte und erstaunt registrierte, mit welch hoher Geschwindigkeit ich in Wirklichkeit lief. Wie befreiend, die eingeschränkte und unsichtbare Wand überwunden  zu haben! Mein Damm sah mittlerweile wie ein Schlachtfeld aus, abgefallene Äste allenthalben. Sogar größere Bäume wurden zu ihrem Endspiel gezwungen und werden dereinst meiner damaligen <a href="http://blacksensei.wordpress.com/2009/10/04/gefallene-liebe-gefallenes-leben/">Geliebten</a> nachfolgen. Hier offenbart sich die geschätzte Weisheit, daß nicht Höhe und Kraft Überleben bedeuten, sondern vermeintliche Schwäche und Anpassung. Große Äste werden gnadenlos vom wütenden Sturm gefällt, sobald ihr Zenit überschritten wird, brechen sie in den Tod. Doch anpassungsfähige Zweige – beispielsweise das Schilf – beugen sich leise der stürmischen Macht und richten sich anschließend wieder auf. Die augenscheinliche Schwäche triumphiert über die Stärke. </p>
<p><P ALIGN="JUSTIFY">Zahllose Stolperfallen säumen nun meine Laufstrecke. Eine besonders heikle Gefahr bilden diverse abgeknickte Äste, die noch lose in den Baumkronen hängen. Wann werden auch sie zu Boden fallen? Ein mittelgroßer Zweig schwingt bei Wind wie ein Pendel hin und her – sobald ich diese Örtlichkeit passiere, blicke ich mit Mißtrauen gen Himmel. Nicht minder kritisch ein weiterer Ast, der seit Samstag ein Schattendasein in den Wipfeln führt. Möge ihn die Gravitation anziehen, wenn niemand unter ihm spaziert. So wirken herbstliche Stürme wie meine läuferische Routine eklatant auf mein Täglichlaufen ein, nicht immer im positiven Sinn, doch stets interessant. Und die Konsequenz der stürmischen Kunstfertigkeit etabliert ein unwohliges Gefühl in mir. Die Erinnerung an mich fast erschlagende Äste bleibt in meinem Gehirn präsent, auch wenn jene Situationen längst in die Vergangenheit geflüchtet sind. Täglichlaufen im Herbst, ein spannendes Unterfangen. </p>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/11/2009_november_sturm.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/11/2009_november_sturm.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_November_Sturm" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1370" /></a></div>
<div style="text-align:center;">
<a href="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/11/2009_november_sturm_2.jpg"><img src="http://blacksensei.files.wordpress.com/2009/11/2009_november_sturm_2.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" title="2009_November_Sturm_2" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1371" /></a></div>
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