Archiv nach Kategorie "Pro Leben"

Ausgeliefert. Auf Lebenszeit.

Veröffentlicht in Pro Leben am 28. August 2009 von Marcus

Täglichlaufen. Wenn ich auch mein Denken diesbezüglich in zahllosen Artikeln auf meiner Seite en détail erläutert habe, so wird folgender Punkt stets mein Bewußtsein dominieren. Eine Thematik mit der ich mich schon viel zu oft beschäftigt habe. Die Zeit. Immer wieder die Zeit. Das Täglichlaufen hat meine Zeitwahrnehmung auf eine gänzlich andere – konzentrierte Ebene gehoben und das Wissen, daß es sich hierbei um ein künstliches Konstrukt des menschlichen Geistes handelt, tangiert diesen Eindruck mitnichten. Diese bewußte Sensibilisierung begann sich im Endstadium meines ersten Täglichlaufjahres zu offenbaren, fokussiert durch die tägliche Dokumentation. Seither rasen die absolvierten Lauftage/Jahre von der Zukunft in die Vergangenheit – mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht. Tag für Tag, Jahr um Jahr – man ist der Lebenszeit machtlos ausgeliefert. Äquivalent einem Raubtier, welches uns seit der Geburt liebevoll begleitet und langsam verfolgt – bis es uns dereinst immer schneller jagt, die Liebe sich in Kälte wandeln wird, um uns dann routiniert aus dem Spiel zu nehmen. Hoffnungslos.

Wie bereits vor kurzem in meinem Beitrag Staub im Wind angesprochen, sind wir – die Menschen respektive unser Leben – nicht mehr als ein Wimpernschlag in der Unendlichkeit. Staub im Wind, ein Hauch im Nichts. Dieser Umstand wird mir nicht nur durch das Täglichlaufen sehr intensiv vor Augen geführt. Auch mein genealogisches Hobby trägt das seine dazu bei. Wenn ich beispielsweise Kirchenbucheinträge lese, in denen Heiraten, Geburten und Todesdaten erfaßt wurden, so ist dies ein zutiefst surreales Gefühl. Ich lese von Hochzeiten, von den Paten, von Feiern, der Geburt geliebter Kinder und nicht zu vergessen – das beständige und unaufhaltsame Sterben am Ende. Die Menschen hinter den Einträgen und Buchstaben lebten, liebten und feierten – sich und das Leben. Beim Studieren dieser Daten verliere ich mich nur zu gerne in den Fragmenten meiner Vorfahren, doch dann schlägt die Einsicht erbarmungslos zu. Wie lange ist das her? Wann lebten jene Personen, von denen ich soeben las? Vor 300 Jahren. Vor 250 Jahren. Vor 200 Jahren. Das Lebensglück längst vergangener Zeiten. Erschreckend. Verging für sie damals die Zeit ebenso rasant?

Eine Laune der Natur hat mich zu einem ihrer Nachfahren bestimmt, hineingeworfen in die menschliche Welt. Eine Welt, die mit gebührlichem Abstand zu einer kümmerlichen, absurden Posse mutiert. Lächerliche Probleme, die uns unablässig beschäftigen und dennoch nicht gelöst werden wollen. Gewolltes Leid, globales Elend, Armut im Überfluß und die verinnerlichte, ja, fast schon genetisch bedingte Gier nach Geld und Kriegen. Zu viele Menschen, die sich und ihr Handeln in der jeweiligen Kaste als wichtig definieren und doch nur kleine, hilflose Marionetten sind – und auf Kosten ihrer Kinder, der zukünftigen Generationen agieren. Zerrbilder ihrer selbst. Großunternehmen, Staaten und Organisationen, die letztlich alle vereint den finanziellen Aspekten unseres monetären Lebens hinterher hetzen, um doch nichts Sinnvolles zu erreichen. Und das wirkliche Sein vergessen. Das wahre Leben ist nicht käuflich zu erwerben – das war es noch nie. Gesundheit, Liebe, Familie, Harmonie und Zufriedenheit. Doch man muß den Wert des Lebens erkennen, bevor man leben kann. Ja, ich existiere in der bizarren Welt der Menschen, die ich nie verstehen werde. Ich schließe mit einem nachdenklichen Gedankenspiel, welches sich nahtlos in das Thema einfügt.

Stellen Sie sich vor, Sie haben bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen: Jeden Tag, stellt Ihnen die Bank 86.400 Euro auf Ihrem Bankkonto zur Verfügung.

Doch auch dieses Spiel hat – genau wie jedes andere – gewisse Regeln. Die erste Regel lautet:

Alles, was Sie im Laufe des Tages nicht ausgegeben haben, wird Ihnen wieder weggenommen, Sie können das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto transferieren, Sie können das Geld nur ausgeben. Aber jeden Tag, wenn Sie erwachen, stellt Ihnen die Bank erneut 86.400 Euro für den kommenden Tag auf Ihrem Konto zur Verfügung.

Die zweite Regel ist:

Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder Zeit kann sie sagen: Es ist vorbei, das Spiel ist aus. Sie kann das Konto schließen und Sie bekommen kein neues mehr.

Was würden Sie tun?

Sie würden sich alles kaufen, was Sie möchten? Nicht nur für Sie selbst, auch für alle anderen Menschen, die Sie lieben? Vielleicht sogar für Menschen, die Sie nicht einmal kennen, da Sie das nie alles für sich allein ausgeben könnten? In jedem Fall aber würden Sie versuchen, jeden Cent so auszugeben, daß Sie ihn bestmöglich nutzen, oder?

Wissen Sie, eigentlich ist dieses Spiel die Realität. Schon immer.

Jeder von uns hat so eine derartige Bank. Wir sehen sie nur nicht, denn die Bank ist die Zeit. Täglich bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gut geschrieben. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren. Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung. Einfach so.

Was machen Sie also mit Ihren täglichen 86.400 Sekunden? Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge in Euro? Vielleicht sollten wir jetzt anfangen zu leben?

(Unbekannt) – In Teilen von mir modifiziert.

Unser höchstes Gut

Veröffentlicht in Pro Leben am 10. März 2009 von Marcus

In unserer Zeit existieren folgende Paradoxa. Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin und doch weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus; wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft. Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt. Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir machen größere Dinge, aber nicht bessere.

Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, dennoch können wir nicht warten. Wir produzieren neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien herstellen, aber wir verkehren weniger miteinander. Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der ignoranten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen. Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause. Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts. Es ist die Zeit der Pillen, die alles können. Sie erregen uns, sie beruhigen uns, und – sie töten uns.

Vergeßt nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt, weil sie nicht immer mit Euch sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden – schneller als Ihr ahnt – und nicht mehr bei Euch sein werden. Schenkt dem Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Dieser Schatz ist EHRLICH. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich“ und meint es auch so. Ein Kuß und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein. Dann ist alles zu spät und jede Chance vertan.

Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen, findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen – denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns den Atem berauben.

(Nach George Carlin)

Womöglich regt dieser Text zum Nachdenken an; mit der Konsequenz unser Leben konzentrierter und bewußter wahrzunehmen. Was ist wirklich wichtig? Das neue Auto? Oder das Gespräch mit einer guten Freundin oder den alten Eltern, die wir lange nicht besucht haben? Buntes bedrucktes Papier im Safe? Oder doch der Moment, wo wir unseren Kindern vor dem Zubettgehen eine Geschichte vorlesen? Sich dem Streß hingeben, um eine Gehaltsklasse aufzusteigen? Um sich noch mehr unnütze Dinge leisten zu können – von denen wir sowieso nichts haben, da unsere freie Zeit weiter reduziert wird? Oder Innehalten und die Blume am Wegrand betrachten? Die Biene, wie sie von Blüte zu Blüte springt? Die Wolken am Himmel betrachten?

Wir hetzen nur so dahin, machen uns zu Sklaven der Zeit und merken nicht, wie schnell sie in Wahrheit vergeht. Wir denken, „was geht mich das schon an; ich bin jung“. Doch die Jahre erobern die Vergangenheit mit einem wahnwitzigen Tempo. Jahre bedeuten nichts. Unser Dasein ist endlich. Ein Wimpernschlag in der Unendlichkeit. Es ist ein großes Geschenk, daß wir für einen Moment am Leben partizipieren. Man kann diese Existenz nicht in widerwärtiges Geld aufrechnen – dazu ist es zu kostbar.

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Vielleicht sollten wir unser höchstes Gut, unser Leben, diese – einmalige – Chance nutzen, sinnvoll nutzen. Und sei es nur mit einem bewußten Lauf, der in den Sonnenuntergang führt. Sich bewegen, ist schließlich ein erster Schritt für eine stabile Gesundheit und damit ein Weg in die Zufriedenheit. Wenngleich sich diese Erkenntnis vor den meisten Menschen verbirgt. Und natürlich können wir dem Dämon des Geldes nicht entkommen; wir sind hochgradig abhängig. Dennoch können wir unsere Existenz bewußter gestalten, mit dem Sinn für das Wesentliche. Leben wir den Moment. Mit dem Herzen. Mit wachen Augen, die das Jetzt in unserem Bewußtsein berühren.

Du selbst

Veröffentlicht in Gedichte & Zitate, Pro Leben am 11. Oktober 2008 von Marcus
Du selbst

Du bist, was Du sein willst
im mächtigen Reich Deiner Seele.
Ein Bettler oder ein König.
Das Heer der Gedanken gehorcht Dir.
Du selbst setzt die Grenzen,
Du selbst hast die Macht,
sie zu ändern.

Du kannst wie ein trotziges Kind Dich
im Dunkel verstecken,
Du kannst Deine Umwelt
gelangweilt durch Scheiben betrachten,
Besucher empfangen,
Besuchern den Zutritt verwehren,
Gedankenkuriere mit Botschaften
ins Nachbarreich senden.

Nur eines mußt Du wissen:
Sie kehren zurück und die Antwort
als Echo der Botschaft
kann Krieg oder Frieden bedeuten.

Doch schickst Du Gedanken der Liebe,
die schneeweißen Vögel,
der Sonne entgegen
soweit ihre Flügel tragen,
dann leg Deine Grenzpfähle nieder!
Kein Feind kann Dir schaden.
Dann bist Du der liebend Geliebte
und mehr als ein König.

(Unbekannt)

Welch Worte! Wahre Worte. Die eigenen Gedanken und die damit einhergehende Macht sind einflußreich. Viel mehr als wir uns zugestehen. Sie beeinflussen uns selbst. Wir ziehen damit Grenzen oder reißen selbige ein. Es steht uns alles offen. Der leichtere Weg bedeutet die Lebensumstände gelangweilt hinzunehmen, zu resignieren und nicht zu leben. Dieser Weg ist jedoch nur am Anfang der leichtere. Letztendlich wird er sich in das Gegenteil verkehren. Und der scheinbar anspruchsvolle Pfad? Vielleicht ist es nicht leicht, sich zu öffnen, Liebe zu geben und zu lächeln – doch dieser Weg bedeutet Leben. Diese Erkenntnis liegt nur in uns selbst. Wer die Liebe nicht in sich selbst findet, wird sie ein Leben lang vergeblich suchen. An uns liegt es. An Dir liegt es.

Unser Leben zieht ohne Rast dahin, die Welt ist schnellebig und hart geworden. Nur noch auf Geld fixiert. Unser höchstes Ziel. Dafür verschließen wir unsere Augen. Doch damit läßt sich weder Zeit noch Liebe erkaufen. Vergessen die alten Werte. Dicke Mauern haben wir errichtet, um unser Innerstes zu schützen. Geduld, Mitgefühl, Wärme, Einfühlungsvermögen und Liebe? Sie sind selten geworden. Reißen wir die Grenzen nieder und lächeln wir wieder. Ein Anfang. An uns liegt es. An Dir liegt es. Du bist, was Du sein willst.

Nicht Denken, LEBEN

Veröffentlicht in Pro Leben am 8. Mai 2008 von Marcus

Vor nicht allzu langer Zeit las ich einen Bericht, der von einem Bundeswehrausbilder handelte. Ein durchtrainierter, starker und athletischer Mensch im besten Alter. Vergangenheit. Aktuell liegt der Mann im Krankenhaus, er kann denken, schlafen, träumen, hören und fühlen. Nur, er sieht nicht mehr, kann sich nicht bewegen, nicht sprechen – ein Gefangener in seinem Körper; der Geist abgetrennt von der Umwelt ohne eine Option zur Kommunikation. Ein Schicksal, was mich sehr betroffen gemacht hat. Von diesem Kontext aus betrachtet, erlangt mein Täglichlaufen eine völlig neue Bedeutung. Und wenn ich diesen Gedankenweg noch einen Schritt weiter gehe, so dehnt er sich komplett auf das Laufen an sich aus und, natürlich und logisch, auf mein Leben als essentiellsten Punkt überhaupt.

Ich bin in der glücklichen Situation in die Natur zu gehen und mich dort zu bewegen. Nach der Lektüre eines solchen Artikels kann ich das nicht als selbstverständlich annehmen. In jeder Sekunde existiert die Wahrscheinlichkeit selbst in einen Unfall verwickelt zu werden oder eine Krankheit zu bekommen, die mein „Ich“ ebenfalls in die Vergangenheit befördern würde. Diesen Bericht nehme ich zum Anlaß und setze mir das Ziel, noch weitaus bewußter und sensibler die Natur wahrzunehmen und jeden einzelnen Lauf zu genießen, ja, jeden einzelnen Moment des Tages. Durch die Konzentration auf die Zukunft gehen nur Freude und Genuß aus dem „Hier und Jetzt“ verloren. Stets wollen wir Garantien und Sicherheiten auf unser Leben bezogen – Sicherheit für die Ewigkeit, ein Leben lang. Eine Illusion. Diese Forcierung auf das Unerreichbare beraubt uns den Genuß des Augenblickes. Manchmal sind solch traurige Schicksale nötig, um an den wirklichen Wert des Lebens erinnert zu werden. Denken wir weniger, LEBEN wir mehr.

Die folgenden zwei Zitate ergänzen diesen Artikel angemessen.

Der Mensch opfert in der ersten
Hälfte seines Lebens
seine Gesundheit für den Reichtum,
um in der zweiten Hälfte zu versuchen,
den Reichtum wieder
in Gesundheit zu verwandeln.

(Autor mir unbekannt)

In der heutigen Zeit steht die Geld- und Gewinnmaximierung an erster Stelle, ein törichter Pseudo/(un)sinn des Lebens, der uns vorgegaukelt wird und uns die grundlegenden Rechte beraubt hat, dem wir uns jedoch nicht wirklich entziehen können.

Nimm die Welt von der leichten Seite,
und der Geist wird frei von jeder Last sein.

Miß den Zehntausend Dingen keine Bedeutung bei,
und Dein Herz wird nicht verwirrt sein.

Laß Dir Leben und Tod gleich wichtig sein,
und Dein Verstand wird ohne Angst sein.

Nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit
die gleiche Haltung ein,
und nichts wird Deine Klarheit trüben.

(Laotse)

Die Konzentration auf den Augenblick und eine sensible Wahrnehmung meiner Umwelt, in Kombination mit der Erkenntnis, daß die Gesundheit mein höchstes Gut ist, habe ich aus diesem Schicksal gelernt. Und mal ehrlich, wir sind alle länger tot, als wir leben – die daraus resultierende Konsequenz liegt evident auf der Hand.

Weniger Denken,
mehr leben.
Genießen.
LEBEN.

Der Wert des Lebens

Veröffentlicht in Pro Leben am 17. Januar 2008 von Marcus

Erst vor kurzem schrieb ich im Streakrunning–Forum, daß nicht jeder Lauf Spaß bereiten kann. Kaum sind die virtuellen Buchstaben getrocknet, holt mich die Realität dieses Satzes ein. Zwar sind heute bei schönstem Sonnenschein 14 Kilometer zusammen gekommen, dennoch, der Lauf war ungewohnt „anstrengend“ – vom Kopf, nicht vom Körper her. Ich verzichte auf einen Laufbericht und aktualisiere meinen Weblog stattdessen lieber mit einer sinnreichen Anekdote, von einem mir unbekannten Autor.

Der Wert des Lebens

Vor einer großen Menschenansammlung hielt ein Mann einen 100 EURO Schein in die Luft. Der Redner sprach: „Wer möchte diesen Schein haben?“ Alle Hände gingen sofort hoch!

Er sagte: „Ich werde diese 100 EURO einem von Euch geben, aber zuerst laßt mich eines tun.“ Er zerknitterte den Schein, dann fragte er: „Möchte ihn immer noch jemand haben?“

Die Hände waren noch alle oben. Also, erwiderte er: „Was ist, wenn ich das tue?“ Er warf ihn auf den Boden und rieb den Schein mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund. Er hob den Schein auf, zerknittert und völlig dreckig.

„Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?“ Es waren immer noch alle Arme in der Luft. Dann sagte er: „Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah, ihr wolltet es haben, weil es nie seinen Wert verloren hat. Es war und ist immer noch 100 EURO wert.“

Es passiert oft in unserem Leben, daß wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären.

Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die Dich über alles lieben.

Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, sondern dadurch WER WIR SIND. DU bist etwas Besonderes – vergiss das NIEMALS!

Zähle Deine Freuden, nicht Deine Sorgen. Fürchte nie, etwas Neues zu versuchen.