Heute früh lief ich 15 Kilometer im Regen. Die Temperatur betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 10 C°. Der Lauf war angenehm, vor allem sehr einsam, was ich besonders schätze. In der feuchten Natur traf ich nur eine wetterfeste Hundehalterin, die ihren Rottweiler „Smash“ ausführte. Ich war versucht meine Eindrücke in einem Laufbericht festzuhalten, doch so wunderbar war das Wetter für mich nicht. Der Regen war zu schwach, ebenso der Wind; nicht stürmisch genug.
Sturm und Regen, gekrönt von Nebel bilden die idealen Wetterbedingungen für mich. Sobald es draußen gießt, zieht es mich wie von Geisterhand in die Natur. Subjektiv betrachtet, durfte ich dieses Jahr nur wenige Regenläufe absolvieren. Grund genug, meine Laufdatei zu befragen und eine Übersicht zu erstellen. Das Ergebnis fand ich sehr überraschend, denn 25 Regenläufe hätte ich nie vermutet. Meine Erinnerung hätte mir maximal zehn nasse Läufe offeriert. Offenkundig sind die beiden letzten Jahre eher feuchter Natur. Wobei das nicht repräsentativ ist, da ich nicht bei jedem Regenguß gelaufen bin.
So bleibt mir nur dieses Bild vor Augen. Nicht endende Sturmböen, die einem die Wolkentröpfchen mit Macht in das Gesicht treiben und ihre festen Umarmungen nicht lösen wollen. Dunkelheit. Nässe. Einsamkeit. Mein Traumwetter für den puren Laufgenuß. Der Herbst hat erst begonnen sein Repertoire auszuspielen. Ich bin gespannt, was er zu bieten hat und gebe mich der Vorfreude hin.
