Mit immer schnelleren Schritten rast das Jahr in die unwiederbringliche Vergangenheit – Zeit für einen Rückblick auf das Laufjahr 2007. Ich kann das Fazit gleich vorweg nehmen, es war ein erlebnisreiches Jahr, mit wunderschönen Läufen und tollen Begegnungen mit Tier und Mensch. Als weniger schön stellte sich ein erneuter Hundeangriff dar, von diesem Punkt abgesehen, bedauere ich sehr, wie zügig sich dieses Jahr doch verflüchtigt hat.
Januar
Im Januar standen überdurchschnittlich viele Läufe im Dunkeln auf dem Programm. Zudem wurde meine These widerlegt: „In der Nacht ist man im Wald alleine (von den Waldbewohnern abgesehen)“. Der Januar war ein sturmreicher Monat, entsprechend sahen die Wege aus, teilweise mußte ich mehr klettern als laufen. Höhepunkt des Monats war eindeutig der Lauftag, an dem das Sturmtief „Kyrill“ seine immense Macht demonstrierte.
März
Herausragend im März war mein Sechs-Jahres-Jubiläum. Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Ansonsten wäre ich, wieder einmal, fast von einer Schlange gebissen worden, sie schnappte nach allen Richtungen. Im März und April verursachte mein Knie Probleme. Ich reduzierte meine Kilometer und einige Zeit später verschwanden die Schmerzen.
Mai
Im Mai erfolgte der erste Hundeangriff in meiner Laufzeit, den ich nicht abgewehrt habe. Der kam so schnell und überraschend, bevor ich reagieren konnte, stürzte ich bereits zu Boden. Insgesamt sind es nun 16 Angriffe; 15 abgewehrt. Eine akzeptable Quote.
Juli
Der Juli war partiell warm und auch am heißesten Tag des Jahres drehte ich meine Runden. Selbst bei diesen Temperaturen genoß ich meine Läufe.
September
Gegen Ende des Monats verfolgte mich beim Laufen ein Polizeihubschrauber, anschließend „jagte“ ich einen Mannschaftswagen der Polizei durch den Wald. Im alten Weblog habe ich das ausführlich beschrieben. Der Grund für dieses Aufgebot ist mir bis heute unbekannt.
Oktober
Noch ein Polizeireicher Monat: Am Waldrand geriet ich sogar in eine Hundestaffel. Die Höhepunkte im Oktober bildeten die zahlreichen Läufe im Nebel, welche man nur als phantastisch definieren kann.
Dezember
Im Gegensatz zum Vorjahresmonat zeichnete sich dieser Dezember durch seine frischen Temperaturen aus. Nichtsdestotrotz ist es noch nicht kalt genug, um auf eine lange Hose umzusteigen.
Was sollte noch Beachtung finden?
- 2x fast von einem Auto angefahren
- ganz knapp einem herunter fallenden großen Ast entkommen
- insgesamt werde ich etwas über 4600 Laufjahreskilometer erreichen
Und das ohne Marathonteilnahmen oder Wettkämpfen.
Die 148 Fahrradkilometer sehen dagegen niedlich aus.
Weiterhin ergaben sich Begegnungen, die ich hier nicht erwähnen kann. Dennoch, ein Erlebnis, welches ich sehr kurios fand, möchte ich noch anführen. Im August kam mir eine Frau entgegen, die mich fragte, ob ich einen „Socken“ gesehen hätte. „Einen gestreiften?“ – Ich habe damals laut gelacht. Sachen gibt’s…
Wenn ich meine Aufzeichnungen durchgehe, kommt es mir vor, als ob die ganzen Ereignisse eben erst passiert wären. Tempus fugit.
Ich lasse mich überraschen, was 2008 bringen wird.
