Nach meiner Planung sollte jetzt ein Eintrag über einen nächtlichen Waldlauf mit oder ohne Wildschweinkontakt erscheinen, aber wie das so ist im Leben: Wer Pläne macht, plant zweimal. Zum einen hat sich mein Vorhaben aus zeitlichen Gründen zerschlagen, zum anderen hat mich eine Erkältung erwischt.
Vor einer Woche weilte ich auf einer Familienfeier. Im Gegensatz zur Begrüßung, die distanziert ablief, weil mehrere Personen erkältet waren, war die Verabschiedung in der Nacht, im angeheiterten Zustand, ein einziges Drücken und Herzen. Ich befürchtete das Schlimmste, glücklicherweise steckte ich mich nicht an. Zu früh gefreut! Donnerstag abend hat mich innerhalb von 20 Minuten ein Schnupfen ergriffen, der von jetzt auf hier ausbrach. Unglaublich. Ausgerechnet ich!
Nach einer unruhigen, schlaflosen Nacht stand ich gestern früh auf, lief um 06:00 Uhr los und habe mit Müh und Not zwei Kilometer absolviert, in einer Zeit, in der ich sonst das Doppelte laufe. Ich war erleichtert, als ich diese Quälerei hinter mich gebracht habe.
Wie paßt nun die Erkältung in meine vor einiger Zeit publizierten Worte zur Abhärtungsthematik? (>Abhärtung) Nach meiner Auffassung schließt sich das nicht aus. Ich bin ohne Frage abgehärtet und werde selten krank, das Wort Grippe ist mir unbekannt. Dennoch, ich bin nicht Superman und nicht unverwundbar. Und hin und wieder muß mein Immunsystem trainiert werden, ergo kann bzw. muß ich das positiv betrachten.
Jedenfalls lasse ich mich von einer Erkältung nicht unterkriegen. Ich nehme keine Medikamente, dusche kalt, trinke Wasser aus dem Kühlschrank, und laufe weiter in kurzer Bekleidung, wenn auch nur kurze Distanzen. Und ja, ich gebe es zu, im gesunden Zustand fällt das alles leicht, derzeit kostet es sehr viel Kraft und die Versuchung einzuknicken, ist nicht unerheblich.
Heute lief ich bei -01 C° fünf Kilometer, natürlich in kurzen Sachen. Wenn ich auf lange Bekleidung umsteige, ist mir das hier ein Extraeintrag wert.
Ich bin also in zwei Tagen ganze sieben Kilometer gelaufen. Das habe ich seit Jahren nicht geschafft und ich merke bereits jetzt, wie mir die adäquaten Distanzen fehlen. So lange ich gesundheitlich angeschlagen bin, werde ich nur ein Minimalprogramm laufen, ganz so unverbesserlich bin ich nun doch nicht (*zu meiner liebsten Mama wink*).
Was mich jetzt besonders freudig stimmt, liegt in der Tatsache begründet, daß mein Geschmackssinn zurückgekehrt ist, denn zwei Tage nichts riechen und schmecken, ist wirklich fatal!
Ich wünsche all meinen Lesern einen schönen dritten Advent und bleibt gesund!
