Die versunkene Welt
In diesem Sommer werde ich seit 14 Jahren zur Läuferzunft zählen. In der Zeit habe ich sehr viel erlebt, aber jene Witterungsverhältnisse wie sie aktuell dominieren – die sind neu, ja einzigartig für mich, das gab es noch nie. Ein Novum. Der Tag begann mit einer einladenden Finsternis, die ihresgleichen suchte. Das Tauwetter setzt sich fort. In weiser Voraussicht wählte ich ein älteres Paar Laufschuhe und zwar das Exemplar, was nur noch aus Löchern besteht und durch dieselben zusammengehalten wird. Als leidenschaftlicher Täglichläufer pflege ich meine Laufschuhe nicht, nein, ich ruiniere sie – und dies zügig. Es sollte die richtige Wahl sein. Tiefhängende Wolken der Dunkelheit am Firmament ließen eine leise Ahnung in mir aufkeimen. Sollte ich heute meinen ersten Regenlauf in diesem noch jungen Jahr erleben? Ja, die Gnade wurde mir gewährt.
Obwohl die Rad- wie Fußwege mittlerweile vom Eis wie Schnee befreit sind, werden einige Nebenstraßen und die Wälder partiell weiterhin vom Glatteis beherrscht. Welche Herausforderung, diese Verhältnisse wohlbehalten zu überstehen! Ich kämpfe mich balancierend über das Eis, nicht unbedingt langsam und komme doch kaum vorwärts. Die ungestüme Energie in mir ist gefesselt, ich kann meine Kraft nicht entfalten. Sie ist gebannt. Eine Grußfreundin wandert durch das dichte Unterholz, welches von Nebelschwaden durchzogen ist und ruft mir lachend zu: „Marcus, endlich kann ich einmal mit dir mithalten!“. Wir unterhalten uns kurz, doch die eisige Konzentration fordert ihren Tribut. Plötzlich verflüchtigt sich die Eisfläche und ein Grasstreifen taucht vor mir auf, fester Untergrund. Endlich! Meine Beine finden ihren angemessenen Halt und mein innerer Motor entfaltet seine Macht, so daß ich mit höherer Geschwindigkeit mein Täglichlaufen genießen kann. Allein, dies währt nicht lange.
Der Weg am Waldrand wurde bereits Anfang Dezember überflutet, um sich für längere Zeit in den starren Mantel des Frostes zu kleiden. Selbiger wurde nun übermütig abgeworfen und die Flut dringt naß lächelnd weiter vor. Ich habe nur die Option im Wald zu laufen. Mittlerweile bestätigt sich meine regnerische Vermutung und ein zarter Sprühregen setzt ein, den ich leise jubelnd willkommen heiße. Neun Tage früher als im Vorjahr erfahre ich meinen ersten Regenlauf. Welch großartiges Geschenk! Gleichwohl richtet sich mein Fokus mehr auf die Nässe von unten – als jene von oben. Unmittelbar nach der kleinen Brücke erfolgt der nächste Halt, auch hier ist der Pfad nicht mehr existent. Die Flut hat fast die Gärten erreicht und ich versinke bis weit über die Knöchel im Wasser. Schmatz. Schmatz. Mit nassen und laut schmatzenden Schuhen erreiche ich sodann den zweiten Wald, der ebenfalls mit einer Überraschung aufwartet. Der liebliche Weiher hat seine feuchten Flutarme ausgestreckt und verzehrt auch hier den matschigen Pfad.
Und selbst der Damm macht seinem Namen alle Ehre und wird von beiden Seiten vom Wasser flankiert. Immerhin hat sich dort das Glatteis verflüchtigt; entspanntes Laufen steht im Vordergrund. Die große Wiese in der Mitte meines präferierten Laufareals ist nahezu komplett überflutet. Eine derart versunkene Welt, im Zeichen der Flut habe ich bis dato nicht erlebt. Der heutige Tag bildet einen absoluten Höhepunkt für mich. Ich bin geneigt anzunehmen, daß ich morgen einen weiteren Flutgipfel erleben werde. Denn, das Tauwetter hat erst begonnen. Wohin die nasse Reise gehen wird, wird die nächste Zeit offenbaren. Ein Geräusch werde ich jedenfalls nun öfter vernehmen. Schmatz. Schmatz.
9. Januar 2011 um 12:46
Oje, du hast es ja schon heute morgen prophezeit, aber das was ich hier lese ist mehr als unschön.
Dieser Winter hat es wirklich in sich, lässt absolut keine Katastophe aus. Ich hoffe seh, dass es sich ganz schnell wieder bessert und normalisiert.
Deine Schuhwahl war heute wirklich die richtige. Wozu gute Schuhe auch noch kaputt machen, das geht bei dir auch so ratz fatz
Hoffentlich wird das Gehege der Schafe nicht überflutet, das wäre ja furchtbar.
Hier ist alles grau in grau, dichtester gefrierender Nebel. Ein Tag zum Davonlaufen. Wie gut, wenn man nicht hinaus muss – so wie ich *lach*.
9. Januar 2011 um 12:51
Aber daß ich wirklich einen Regenlauf absolvieren werde, habe ich mir nicht gedacht. Dennoch, das war sehr angenehm. Vor allem in der Wärme. Ja, der Winter ist schon recht fordernd. Und eine derartige Flut ist absolut neu für mich. Selbst ältere Menschen kennen das nicht in dieser Form.
So konnte das Wasser in den Schuhen wieder schnell abfließen.
Die Weide der Schafe ist partiell überflutet. Das dauert, bis das wieder zurück geht.
Ja, Du hast es gut. Aber ich hatte es auch gut. Trotz: Schmatz. Schmatz.
9. Januar 2011 um 12:54
Sorry, auf deinen 1. geliebten Regenlauf in diesem Jahr bin ich gar nicht eingegangen. Zu sehr beschäftigen mich doch die Meldungen über die Überschwemmungen.
Mist, hoffentlich wird die Weide nicht noch ganz überflutet, die armen Putzels.
Ich wünsch dir noch viele nasse Läufe, aber eher von oben, als von unten.
9. Januar 2011 um 12:56
Wenn sich das so fortsetzt, so drohen hier wohl auch noch Überschwemmungen, die gefährlich werden. Obwohl ich nicht in einem Überschwemmungsgebiet lebe – offensichtlich ändert sich derzeit der Status!?
Komplett wird die Weide sicher nicht untergehen. Außerdem würden sie die Racker umsiedeln.
Merci – ich hoffe!
9. Januar 2011 um 12:58
Aber doch sehr nah an den vielen Gewässern. Schon irre, was diesen Winter so los ist. Ich drück dir echt die Daumen, dass ihr trocken bleibt…
Nimmst du dir die Schafis dann mit in den Garten? *gg*
9. Januar 2011 um 12:59
Merci. Ein Rekordwinter. Und er dauert noch an…
Natürlich. Pro Lauf kann ich zwei Schafis mitnehmen.
9. Januar 2011 um 13:01
Eins links und eins rechts unterm Arm *sich das so vorstellt* *g*
9. Januar 2011 um 13:05
*lacht* Genau. Und eines im Rucksack.
9. Januar 2011 um 15:12
Hey Marcus, was fürn nasses Post! Schmatz!
Ohne Witz, ich hoffe doch mal, dass du von Überschwemmungen verschont bleibst. Deutschlandweit ist die Hochwasserlage echt mistig. Wird ja immer schlimmer. Darauf können wir verzichten. Winter ist schön, aber das?
Schwimm nicht weg!
Keep on STREAKrunning!
MfG
9. Januar 2011 um 15:13
Möge sich der aufgetretene Wasserschaden in einem gemäßigten Rahmen bewegen. Dies kann entstehen, wenn man zu schnell liest.
Ja, der Winter ist „hart“ und er wird noch eine Weile andauern. Demnächst werde ich mich wohl zum Täglichschwimmer verwandeln…
9. Januar 2011 um 15:36
Mein lieber Marcus,
mit Freude und Entsetzen lese ich Deine Worte, denn ähnlich erging es mir am gestrigen Tag, allerdings ohne den erhabenen Genuss eines Sprühregens. Die Schwierigkeit ist im Moment, dass die Verhältnisse des Untergrundes so rasch wechseln und man sich nie sicher sein darf, was als nächstes kommt. Ich bin ebenso wie Du gespannt, welche Verhältnisse beim nächsten Lauf vorzufinden sind und was der Winter noch für uns bereit hält. Pass aber auf mit Deinen nicht mehr ganz verkehrstüchtigen Tretern, denn sie bieten Dir nur die Sicherheit, dass sie nicht mehr kaputt gehen können
Salut
Christian
9. Januar 2011 um 16:00
Lieber Christian,
auch ich betrachte diese Welt derzeit sehr ambivalent. Diese faszinierende Aura kann ich nicht leugnen, ja, das macht richtig Spaß sich in dieser versunkenen Welt zu bewegen und die Macht der Natur zu beobachten. Gleichzeitig scheint sich langsam das Risiko für Überschwemmungen zu erhöhen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch Schäden auslösen. Obwohl wir bisher nie betroffen waren. So extrem schon gar nicht.
Die Untergründe sind derzeit ziemlich rutschig. Wo kein Eis, da Matsch. Nur auf meinem Damm lief es sich gut. Meine Schuhe sind wirklich nicht mehr verkehrstüchtig, allerdings mit Uboot-Eignung..
Für morgen prognostiziere ich noch mehr Wasser…
Einen angenehmen (Rest)Sonntag wünsche ich Dir!
9. Januar 2011 um 16:55
Hallo Marcus,
der Winterzauber ist der Nässe gewichen. So geht es wohl zur Zeit jedem. Auch ich benutze derzeit meine ältesten Treter, wenn sie denn rechtzeitig getrocknet sind. Mit Regenläufen habe ich bisher – aus Deiner Sicht – mehr Glück in diesem Jahr. Ich bin schon in den letzten Tagen zweimal pitschepatschenass geworden. Und auch heute Morgen war es bei uns zeitweilig regnerisch. Aber als Regenlauf würde ich das nicht bezeichnen. Eher als “Wassertreten”. Du beschreibst es auch aus meiner Sicht sehr zutreffend. Es waren und sind sehr ungewöhnliche Laufbedingungen. Jeden Tag ein Crosslauf unter veränderten Bedingungen. Aber das hat auch seinen Reiz.
Weiterhin ein gutes Laufen!
9. Januar 2011 um 17:11
So ist es, lieber Dietmar, die weiße harmonische Welt ist naß geworden. Irgendwie schade. Wieder ein Übergang. Aber alles hat seinen Reiz, sofern man sich darauf einläßt. An Regenschuhen leide ich keinen Mangel; das dauert bei mir immer seine Zeit, bis ich Schuhe endgültig ausrangiere – denn für Regentouren sind sie allemal noch gut.
Sofern Dir das zu naß werden sollte, schicke den Regen zu mir.
Ich nehme ihn gerne in Empfang. Vielleicht wird dieses Jahr noch regnerischer, der frühe Beginn scheint das zu implizieren. Auch hoffe ich das.
9. Januar 2011 um 17:23
Ich bin tatsächlich kein ausgesprochener Regenläufer. Ich suche ihn nicht; ich meide ihn aber auch nicht. Er gehört aber einfach dazu. Ich meine, dass ich im vergangenen Jahr sehr selten nass geworden bin. Tut mir also leid, der Regen bleibt hier. Drücke Dir aber die Daumen, dass Du möglichst häufig den “Segen von oben” bekommen mögest.
9. Januar 2011 um 17:42
Das ist doch eine sehr gesunde Einstellung. Für mich war das vergangene Jahr ein absolutes Rekordjahr – was Regenläufe betrifft.
220 Regenläufe
2000 – 12
2001 – 18
2002 – 18
2003 – 05
2004 – 10
2005 – 17
2006 – 14
2007 – 33
2008 – 31
2009 – 19
2010 – 42
2011 – 01
http://blacksensei.wordpress.com/statistik/
Danke für Dein Daumen drücken; möge es so kommen. Einen schönen Abend wünsche ich Dir!
9. Januar 2011 um 19:37
Ich wollte heute eine Runde laufen bei einer Winterlaufserie, die aber wegen vereister Waldwege ausgefallen war. In diesem Jahr bin ich bisher nur einmal kurz gelaufen will aber in den nächsten Tagen wieder ins Laufen einsteigen, dank Tauwetter sind die Wege entlang der Straßen schon frei.
Beim Laufen was erleben, selbst wenn man so wie Du schon 14 Jahre läuft und davon einen großen Teil der Zeit täglich, gibt es immer wieder was Neues.
9. Januar 2011 um 19:38
Die Straßen, Rad- und Fußwege sind hier auch frei. Gewisse Nebenstraßen noch nicht und im Wald – je nach Baumdichte – behauptet das Glatteis weiterhin seine Macht. Und das Tauwetter scheint zu pausieren. Dennoch, irgendwann kommt die eisfreie Zeit und dann kannst Du auch wieder richtig loslegen.
9. Januar 2011 um 20:15
“Als leidenschaftlicher Täglichläufer pflege ich meine Laufschuhe nicht, nein, ich ruiniere sie – und dies zügig. ”
Marcus – darf ich diesen Satz bereits jetzt zum Satz des Jahres 2011 küren? Der ist einfach nur genial….
Bei uns ist auch alles pitschapatschenass – allerdings nur von unten… Meinen Lauf mußte ich heute im Dunkeln machen und meine Wege waren ebenfalls stark eingeschränkt.
An den Stellen, an denen die Nidda bereits renaturiert wurde, hat das Wasser aber zusätzliche Fläche zum Ausbreiten. Aber trotz der vielen Hochwassererfahrungen der letzten Jahre wurden in unserem Ort – direkt an der Nidda 2010 neue Häuser gebaut. Die Fläche steht total unter Wasser. Irgendwie habe ich kein Mitleid mit den “Bauherren” – deren Keller sind bestimmt vollgelaufen… Wie kann man nur da bauen?
Hoffentlich müssen deine Schafe nicht der Flut weichen… Ich glaube nicht, daß es in deinem Rucksack so bequem ist…*lach*
Nein – im Ernst: das wäre purer Stress für die Tiere.
Für dich werden die Läufe der nächsten Tage bestimmt eine große Herausforderung. Hast du eigentlich genügen “Löcherschuhe”? Das dauert doch ein Weilchen, bis sie wieder trocken sind…
Viele liebe Grüße und eine interessante Laufwoche wünscht dir
Petra
10. Januar 2011 um 08:19
Von mir aus, liebe Petra!
Aber so ist das als Täglichläufer. Schließlich läuft niemand diese „eine Meile“, was so viele immer denken. Zumindest kein ernsthafter Täglichläufer. Löcherschuhe habe ich genug. *lacht* Momentan warten sechs Schuhpaare auf ihren Einsatz – das sollte ausreichen.
Im Dunkeln hätte ich diese Strecke nicht absolvieren können. Da muß ich mich beschränken und andere Wege wählen.
Diese Bau“planung“ ist wirklich unverständlich. Ich sah einst einen Bericht, dort wurden Häuser IN einem alten Flußbett gebaut und irgendwann kam die Flut und alles stand unter Wasser. Wasser in einem Flußbett. Skandal! Menschen. Ohne Worte.
Zwar ist ein Teil der Weide vom Wasser erobert, aber da das dort leicht ansteigt, sind sie relativ sicher. Im Ernstfall würden sie auch woanders untergebracht werden. Auch ohne Rucksacktransport meinerseits.
Eine angenehme (Lauf)Woche wünsche ich Dir, paß auf Dich auf!
10. Januar 2011 um 22:25
Deine gute Wünsche haben mir heute einen grandiosen Lauf beschert – dankeschööööööööööööööööön

Schön, daß die Schafe sicher sind. Gib ihnen mal eine virtuelle Möhre von mir!
Ist der Dresdner Hauptbahnhof nicht auch in einem ehemaligen Flußbett gebaut worden?
Viele liebe Grüße
Petra
11. Januar 2011 um 14:25
Darüber freue ich mich, wenn Wünsche wahrhaftig in Erfüllung gehen! Mögen sich Deine grandiosen Läufe fortsetzen.
Virtuelle Möhre ist gut. *lacht* Selbst eine Kiste realer Möhren reichen bei den Unersättlichen nicht weit und dann gar virtuelle?
Ja. Die Idee dazu entstand wohl schon 1845.
10. Januar 2011 um 13:39
Lieber Marcus,
momentan werden wir mit einem unglaublichen Reichtum der Natur beschenkt, nämlich dem Reichtums der Abwechslung!
Ich kann mich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren in nur so kurzer Zeit so oft wechselnde Bedingungen erlebt zu haben, und zwar in JEDER Hinsicht. Temperaturwechsel, Regen, Schnee, Graupel, Eis – einfach alles!
Nein, momentan werden wir wirklich mehr wie reich beschenkt und JEDER, aber auch wirklich jeder Lauf ist anders, wartet mit etwas Neuem auf, grandios!
Schön, das wir das erleben dürfen!
Eine schöne Woche wünsche ich dir,
Steffen
10. Januar 2011 um 13:40
An stetiger Abwechslung konnte ich mich noch nie beklagen. Aber Du hast Recht, derzeit scheinen die Witterungsbedingungen in einem besonderen Wettstreit begriffen zu sein. Und seit heute wirkt sich das auch direkt auf meine Streckenführung aus. Die Flut expandiert weiter und selbst der Kanal ist über die Ufer getreten – das habe ich noch nie erlebt. An diversen Stellen habe ich nun die Wahl. Laufen oder schwimmen?
10. Januar 2011 um 22:13
Wie wärs mit Triathlon?
11. Januar 2011 um 14:24
Im Prinzip eine sehr sinnvolle Idee, allein meine Eignung als Schwimmer ist sehr zweifelhaft.
10. Januar 2011 um 16:52
Regen von oben kann ich nicht vermelden, eher blauer Himmel und Sonnenschein und Wasser von unten ist halb so wild. An ein paar Stellen sind die Wege noch nicht gänzlich aufgetaut und tief und schwer. Aber alles kein Problem. Hier ist der Schnee komplett weggetaut. Nur der Rhein hat wirklich sehr viel Wasser. Das war 1993 aber noch viel mehr.
Die Hochwasserkatastrophen nehmen immer mehr zu, eine beängstigende Entwicklung. Ich hoffe, dass kein Mensch zu Schaden kommt.
Wünsche Dir noch angenehme Regenläufe!
Liebe Grüße
Kornelia
10. Januar 2011 um 17:20
Das belebende Naß von oben ist längst versiegt. Umso intensiver die Ausdehnung der Überschwemmungsgebiete. Ich mußte heute manche Wege verlassen, mich quer durch das Unterholz kämpfen und hin und wieder klettern. Spannend wie nie!
Ich hoffe auch, daß sich das Hochwasser letztendlich in „Grenzen“ hält und sich nicht zu einer Katastrophe auswächst.
11. Januar 2011 um 10:30
“Zarter Sprühregen” gefällt mir Marcus. Ich liebe auch den Hauch des Sprühregens wenn er sich lieblich auf dein Haupt niederlegt und einen feinen Wasserfilm hinterlässt. Es ist so geil im Sprühregen zu laufen. Bei mir in den Wäldern ist meistens mit Sprühregen auch ein leichter Nebel verbunden. Das liegt wohl an der Luftfeuchtigkeit die der Sprühregen mit sich bringt. Dann liegt eine Mystische Stimmung im Wald. Man kann es schlecht Beschreiben aber ich glaube du weisst was ich meine.
Am Wochenende war bei mir in den Wäldern der Wasserpark eröffnet, jeder noch so kleine Rinnsal hatte sich mit Wassermassen gefüllt und schoss nun Richtung Tal. Ein wundersamer Anblick war das im Wald, überall kleine Wasserfälle die Richtung Bach wollten. Der Bach selber wurde zum reisenden Fluss und allerorts war dieses Grollende Geräusch der Wassermassen zu hören. Ich habe Bilder und Filme gemacht die ich heute oder im laufe der Woche ins Youtube und auf meiner Seite zeigen werde.
Das die Wege und Trails jetzt Knöcheltief sind brauche ich dir ja nicht erzählen, aber genau jetzt macht es doch am meisten Spaß in der Natur zu laufen.
LG
Marco
11. Januar 2011 um 14:26
Ich weiß ganz genau, was Du meinst. Bis vor kurzem dominierte im Wald auch eine wunderbare Nebelaura, allerdings durch die Schneemassen begründet, welche bei den warmen Temperaturen langsam tauten.
Auf Deinen nassen wie wasserreichen Bericht bin ich gespannt. Der Anblick war sicherlich wie aus einem Traum und das noch im Laufschritt erkunden – herrlich, gell? Hier expandiert die Flut; ich hoffe, daß ich die Zeit finde, dies auf Photos zu bannen. Derzeit gehört ein Kahn zu meiner Grundausstattung als Täglichläufer.
Laufen. Täglichlaufen. Abenteuer.
29. Dezember 2011 um 11:08
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