Einsame Weite der Ruhe am endlosen Horizont

Nun ist mein zehnjähriges Täglichläuferjubiläum bereits eine Woche alt; es ist zu einem endlichen Teil der gelebten Geschichte geworden. Von unsichtbaren Händen in das allmächtige Reich der Vergangenheit hinfort getragen. Und so dreht sich das wertvolle Rad des Lebens weiter, die Zeit und ich laufen ehrfürchtig in eine noch nicht geborene Zukunft, die uns mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit besuchen wird, lächelnd für einen Augenblick anhält – um endgültig in das nebulöse Nichts zu verschwinden. Seit Anbeginn der Zeiten.

Der zwielichtige November heißt uns von Herzen willkommen. Dunkle Tage, die nicht wirklich hell werden. Kalte Sturmböen, auf denen Gevatter Regen zauberhaft durch die Welt reitet. Er wütet maßlos; verschlingt mit aller Macht, was sich ihm in den Weg stellt und umhüllt es mit seiner nassen Liebe. Eine trostlose, graue Zeit – bar jeder Hoffnung. So scheint es. Doch der allzu offensichtliche Schein trügt. Die „ungemütliche“ Witterung sorgt dafür, daß oberflächliche Menschen der wahren Erkenntnis fernbleiben. Nur wer mit offenen Armen und freudigen Herzens das Kommende akzeptiert, sich dem Unerwarteten bedingungslos öffnet, wird die Verkörperung der prächtigen Natur verstehen, sie lieben lernen und seinen Frieden mit sich und dem Leben schließen. Er kehrt zu der Quelle seiner selbst zurück.

Meine Lieblingszeit ist gekommen, wenn die Wälder von Menschen gemieden werden. Das Gros der Bäume hat sein Blätterkleid längst abgeworfen und somit die Wege reichhaltig geschmückt. Rotes, gelbes und braunes Laub staffiert die Pfade behaglich aus. Ein leises Rascheln und Knistern ist der Dank für eine behutsame Überquerung. Die einstmals kräftigen Blätter sind mittlerweile welk geworden, verkümmert liegen sie auf der Erde; hier und dort ragen sie wie angespitzt aus dem Boden, um von Regenwürmern in ihr erdiges Reich überführt zu werden. Durch das fehlende Blattwerk erhöht sich die relative Sichtweite im finsteren Forst. Nur den eigenen Herzschlag hörend, laufe ich in aller Stille in die einsame Leere des trüben Waldes. Zahllose Drosseln springen im Unterholz umher, aufgeschreckt suchen sie das Weite. Im Gegensatz zu den mutigen Eichelhähern, die laut schimpfend ihren Unmut kundtun. In der Ferne hämmern fleißige Spechte ohne Unterlaß. Kleine Eichhörnchen lugen hinter großen Stämmen hervor und wundern sich über meine schwarze, vergängliche Präsenz in ihrem Heim.

Ich erreiche den Damm und nach der ersten Biegung erspähe ich – nichts. Abgeschiedenheit. Genau wie ich es liebe. Die von mir so geschätzte Einsamkeit ist mein größter Verbündeter. Gleichwohl ist dieses Jahr anders. Nicht nur der eben erlebte Moment, nein, das gesamte Jahr stellt ein Novum dar. So eine abstrakte Einsamkeit, die regelrecht greifbar ist, habe ich noch nie erlebt. Zwar begegne ich nahezu täglich diversen Personen, als da wären Grußfreunde, Läufer, Walker, Bekannte und Hundebesitzer. Insgesamt betrachtet, hat sich ihre Anzahl jedoch merklich reduziert. Die gelobte Vereinsamung meines Laufareals schreitet voran. Einerseits begrüße ich das sehr, andererseits fehlen sie im gewohnten Bild. Aber das ist das Leben: Menschen kommen. Menschen gehen.

Die dunkelgraue Dominanz der gemalten Wolkenschattierungen setzt sich am Horizont fort und vereinigt sich leidenschaftlich mit dem aufgewühlten Seewasser. Nur der unablässige Bewegungsdrang der rauschenden Wellen enttarnt die jeweiligen natürlichen Elemente – fast bin ich geneigt anzunehmen, es handele sich um eine einzige, kalte Wand. Früher hielt ich selten während meiner Läufe an, doch jetzt kommt das immer öfter vor – zum Ufer spazierend, regungsloses Verharren und auf den See hinaus blickend; der Welle um Welle sein kaltes, klares Wasser an den Strand spült. In dieser weiten Abgeschiedenheit der harmonischen Ruhe lauschen, um das Lied des Lebens zu hören, welches mir der säuselnde Wind vertrauensvoll in mein Ohr flüstert. Nun beschließen die Wolkenheere eine offene Formation und lassen uns Erdenbewohner an ihrem kühlen Naß teilhaben. Ein sanfter Nieselregen setzt ein, der für heute mein treuer Begleiter sein wird. Das ungestüme Wasser sucht sich unaufhaltsam seinen Weg, es rinnt mein Gesicht hinunter, tränengleich perlt es zu Boden und löst sich wieder auf. Tief in mir fühle ich eine belebende Stärke, die sich zögerlich entwickelt, eine geschätzte Kraft von Freiheit, die sich sogleich auf meinen Lauf projiziert.

Das geliebte Laufareal liegt verlassen danieder, nichts bewegt sich. Oder irre ich mich? Vereinzelt leuchten noch grün gekleidete Bäume auf, die sich trotzig der Jahreszeit widersetzen, dennoch! – auch hier demonstriert der Sturm seine Macht und abgetrennte Blätter verlassen für immer ihren angestammten Platz in der Natur. Sie segeln flüsternd herab – wie der stilvolle Tanz der Gezeiten. Plötzlich höre ich ein freudiges Heulen – ähnlich einem Wolf. Beagle Bruno trottet auf mich zu; mit seinem Besitzer führe ich ein kurzes Gespräch. Er winkt leicht mit seinem Regenschirm und fragt mich grinsend, wieso ich so naß wäre. Ich lache und verabschiede mich mit den Worten, daß ich langsam los muß, bevor die Sonne hervor bricht. Doch nicht ohne vorher Bruno zu streicheln, der mich zitternd vor Kälte anguckt. Meine gewohnte Geschwindigkeit aufnehmend, verlasse ich im strömenden Regen den Damm, blicke ein letztes Mal in Richtung des im Wind sich biegenden Schilfes und verliere mich in den Wäldern. Die Intensität der Finsternis vermehrt sich unabänderlich; wohin ich blicke, werde ich Zeuge von der engagierten Aktivität zahlloser Wildschweine. Vermutlich liegen sie im Unterholz versteckt, beobachten mich und fragen sich, wann ich endlich wieder verschwinde.

Ich laufe weiter, mein Körper findet den Rückweg von allein – meine Gedanken schweifen längst in andere Sphären. In vergangenen Zeiten, in alten Erinnerungen und einst absolvierten Läufen mit ihren besonderen Erlebnissen. In direkter Front tauchen die zurückgekehrten Schafe auf, die einmal mehr ihrer Fluchtleidenschaft nachgehen. Später überhole ich schnellen Schrittes einen Radfahrer, der mich entsetzt anstiert, sei es wegen der „Schmach“, weil ein Läufer an ihm vorbeizieht oder ob meiner kurzen Bekleidung, die per definitionem so gar nicht in das allgemeingültige Wetterbild zu passen scheint. Und so endet mein Lauf – ein melancholischer Lauf in einer dunklen Welt voller Ruhe und greifbarer Einsamkeit. Ein Lauf nur für mich, nur für meine eigene Zufriedenheit – geboren in Frieden, Einklang und Harmonie.

24 Antworten zu “Einsame Weite der Ruhe am endlosen Horizont”

  1. So so, ich bin also ein oberflächlicher Mensch, weil ich den Herbst/November nicht leiden mag? Pffttttt Für mich ist es die Zeit des Todes, des Sterbens, des Vergehens und das mag ich überhaupt nicht. Ich blicke schon voller Freude dem Frühling entgegegen.

    Trotzdem ist dein Laufbericht so schön und man spürt deine Freude an dem Erlebten. Die Bilder gefallen mir auch sehr sehr gut – aber das weisst du eh schon.

    Ich bin so richtig froh, dass deine Schafe wieder da sind und du sie immer irgendwo in deinem Laufareal aufstöberst *gg*.

    Wie war das mit .. du beneidest meine Kreativität? Wer so schreiben kann, braucht niemanden zu beneiden – für gar nix :P .

  2. Natürlich beneide ich Dich für Deine Kreativität! So schreiben kann jeder, außerdem erzähle ich nur Erlebtes – das ist nun wirklich keine Kunst. Ergo ist mein positiver! Neid angemessen! :)

    Der November ist genauso ein Monat des Todes wie der Juli oder Januar oder eben gar kein Monat. Geburt, Leben, Tod – ein natürlich Kreislauf des Lebens.

    Ich bin schon gespannt, wo sich die Wutzels heute aufhalten werden. Auf dem Hinweg werden sie sicher harmlos und unschuldig tun, aber dann…! :D

  3. Nö, das sehe ich anders – ich kann dem Herbst nichts abgewinnen, außer Depressionen und das brauch ich echt nicht.

    Und nochmal nö, so schreiben kann nicht jeder, da gehört schon was dazu. Wenn ich da so an andere Beiträge in anderen Blogs denke… *graus*. Du weißt was ich meine ;) .

    Aber dann …. laufen sie wohl hinter dir her. Darum sind sie auf dem Rückweg immer aus dem Gehege geflüchtet *gg*

  4. Wenn man sich den Elementen nicht aussetzt, bewußt mit Energie – fällt es schwer, ihnen etwas Positives abzugewinnen.

    Ich weiß, ja. Merci für Dein Kompliment! :)

    *lacht* Das kann natürlich sein, daß sie mir nacheifern wollen. Wahrscheinlich laufen sie sogar länger täglich – als meine Wenigkeit.

  5. Das kannst du noch so schön schreiben – ich mag den Herbst nicht *gg*

    Die laufen unter Garantie mehr, schon wegen der Nahrungssuche und – aufnahme.

  6. Vielleicht schreibe ich eine Anleitung für Dich: “Wie man den Herbst lieben lernt” – in vier Teilen. :D

    Na ja, um Nahrung zu finden, müssen sie nicht weit laufen – nur den Kopf senken.

  7. Die Anleitung kannst du auch in 10 Teilen schreiben – wird nur nix nützen :P

    Stimmt auch wieder, die habens ja viel besser als wir *g*

  8. Dann widme ich Dir einen Fortsetzungsroman. Irgendwann kommt die Erkenntnis von allein.

    Ja, so ein Schaf hat es schon gut. Solange es der Besitzer nur aus Freude am Leben hält. Aber hier ist das ja der Fall; welch Glück!

  9. Oki, dann fang schon damit an *freu*. Endlich ein Buch – nur für mich *nochmehrfreu*.

    Ich bin auch froh drüber, dass die Schafis einfach nur leben dürfen!!

  10. Mit Lesung und Signierstunde. :D

    Ich bin wirklich froh darüber, daß sie wieder da sind. Die leere Weide war ein seltsamer Anblick. Jetzt in der Sekunde stehen sie sicher einander gekuschelt und schützen sich vor dem kalten Regen. Welch dunkler Tag heute.

  11. Oki, das passt *handreicht* :P :P

    Das sieht sicher total süss aus! Hier könnte es ev. sonnig werden *hoff*.

  12. Das ist ja noch ein richtig schöner, gar traumhafter Herbst bei dir. Wunderbar zu laufen, wunderbar beschrieben.

  13. Lieber Marcus,

    wieder einmal fühle ich mich beim lesen als Dein stiller Begleiter bei dem herrlichen Lauf im Herbst. Die Bilder, die Du beschreibst kennen wir alle, nur sehen wir sie mit unterschiedlichen Augen und Gehirnen oder wir sehen sie und empfinden oft genug nicht so, wie Du es beschreibst.

    Brigitte hat ganz Recht, so schreiben kann nicht jeder…

    Danke

    Salut

  14. Brigitte, *schüttel* ;) Bei dem Wetter bietet das keinen richtigen Schutz und ihre „Hütte“ war verschlossen – das sah zumindest so aus.

    Hannes, die Welt ist allezeit schön – selbst, bzw. gerade bei Regen.

    Christian, die Schönheit der Natur mag zwar jeder für sich differenziert interpretieren, aber letztlich obsiegt die Pracht des Lebens. In welcher Form auch immer.

    Ich hoffe, Du wirst in den gleichen kalten, nassen Regengenuß kommen, wie es mir heute zuteil wurde! :)

  15. Hallo Marcus,
    dass Du den November und die einsamen Naturläufe besonders magst, habe ich mir fast schon gedacht. Er hat ja auch eine Menge zu bieten. Er bietet so viel Leben. Doch so, wie Du es beschreibst, ist es schon etwas ganz Besonderes. Hast schon eine Gabe dafür!
    Vielen Dank, dass Du uns an Deiner Sicht teilhaben läßt.
    Wünsche Dir noch viele solcher Läufe!
    Schönen Abend noch

    Kornelia

  16. Danke Kornelia, aber nicht übertreiben! Die Natur ist der große Erzähler, ich hingegen nur der Bote, der das hierher überbringt. ;)

    Ja, der November ist grandios – wie alle anderen Monate auch. Es trifft immer wieder der Satz zu, daß die Herrlichkeit der Welt immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes ist, der sie betrachtet – Heinrich Heine.

    Ist bei Dir derzeit auch so ein regnerisches Wetter? Oder eher Sonne?

  17. Hallo Marcus,

    wie bei all den vorherigen Beiträgen von Dir habe ich auch auf diesen wieder regelrecht gewartet….und wurde nicht enttäuscht. Erneut findest Du die passenden Worte um sowohl Deinen Lauf als auch den von vielen weniger gemochten November wunderbar zu beschreiben.
    Für mich gibt es eigentlich keinen guten oder schlechten Monat, schöne oder weniger schöne Jahreszeit, alles hat seinen Reiz! Und es ist genau so wie Du es beschreibtst:
    “Nur wer mit offenen Armen und freudigen Herzens das Kommende akzeptiert, sich dem Unerwarteten bedingungslos öffnet, wird die Verkörperung der prächtigen Natur verstehen, sie lieben lernen und seinen Frieden mit sich und dem Leben schließen. Er kehrt zu der Quelle seiner selbst zurück.”

    Lieber Marcus, dem ist nichts hinzuzufügen!

    Der Dich um Deine Worte beneidende,
    Steffen

  18. Schön, daß es Dir gefällt, Steffen! Meine kleine Herbstimpression.

    Ja, es hat alles seinen Reiz, wobei wir manche Monate oder Jahreszeiten doch ein wenig als angenehmer erachten. Wenn ich den Herbst und Winter auch liebe, finde ich den Frühling doch noch schöner.

    Genießen wir also die mannigfaltigen Reize! Allen einen schönen Abend! :)

  19. Hallo lieber Marcus,

    ein wenig neidvoll habe ich deinen heutigen Lauf begleitet und nachempfunden… Wie schön du es hattest! Ich bin in dieser Woche dienstlich in Köln und bin mangels Ortskenntnisse abends im Dunkeln duch die Stadt gelaufen. Da war selbst der Regenlauf nicht so schön wie ein Lauf in der Natur.
    Ich muß leider aufs Wochenende warten… :)
    Viele liebe Grüße
    Petra

  20. Ja, liebe Petra, die Dunkelheit war grandios. Der gestrige Sonnenlauf aber nicht minder schön. In einer anderen Stadt im Dunkeln laufen, ist einerseits zwar spannend, doch andererseits auch unschön. Paß gut auf! Ich vermute, daß Du Deine Standarddistanz gekürzt hast, gell? Apropos, wie lang ist Deine tägliche Standardrunde?

    Ich wünsche Dir trotzdem noch viel Spaß in Kölle und das Wochenende ist hiermit eröffnet! ;)

  21. Hallo lieber Marcus,
    jetzt bin wieder zu Hause und freue mich auf meinen morgigen Lauf – im Hellen und wieder in der Natur…
    Ich fand es nicht so toll – allein im dunklen Köln… Ich war ja nicht direkt in der Innenstadt, sondern etwas außerhalb. Deshalb habe ich immer versucht, an belebten Straßen zu laufen, wo es natürlich ordentlich nach Abgasen stank.
    Meine “Mindeststandardrunde” ist 4 km, die ich aber trotzdem bis auf Montag und heute früh gelaufen bin. Allerdings ist es auch nicht mehr geworden.
    Ich habe gerade eine Phase immensen beruflichen Stresses. Fast jede Minute ist bis ins Detail verplant, selbst die Abende.
    Trotzdem versuche ich soweit irgend möglich, diese Mindestdistanz von 4km zeitlich unterzubringen.
    Aber – so wie es aussieht, entspannt sich in der nächsten Woche die Situation wieder. Morgen habe ich erstmal frei – da werde ich gleich morgens nach dem Ausschlafen (das muß sein :) ) los laufen.

    Gestern haben wir – trotz der Anspannung einen schönen Abend in Köln erlebt. Ich habe erstmalig den Kölner Dom von innen gesehen, habe gelernt, was “fringsen” ist :D und habe sogar Kölsch getrunken. Hat gar nichtmal so schlecht geschmeckt, obwohl ich gar kein Bier mag.

    Ich wünsche die ein wunderschönes Wochenende mit wunderschönen Läufen!
    Viele liebe Grüße
    Petra

  22. Zu Hause ist es doch am Schönsten, gell? :)

    An Straßen zu laufen, ist unschön. So weit das geht, vermeide ich das. Doch leider hat man nicht immer die Möglichkeit. Möge sich der Sreß langsam aber sicher verflüchtigen. Aber gerade in solchen Situationen ist der tägliche Lauf wichtiger denn je; als Zufluchtsort der inneren Ruhe, um sich wieder mit Energie aufzuladen. Selbst wenn er nur kurz ist, wirkt er sich doch eminent auf den Körper und Geist aus – und bekämpft letztlich auch den Streß.

    Fringsen? Mundraub begehen? Ich gestehe, ich habe Google befragt. ;) Ich weiß, über Geschmack läßt sich nicht streiten, aber Kölsch als Bier zu bezeichnen, ist sehr mutig. Doch ich zähle zu der Weinfraktion. :D *lacht*

    Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende und natürlich auch grandiose Läufe, vielleicht im Sonnenschein – so wie ich es vermutlich in einer Stunde erleben werde. Viel Freude dabei!

  23. Hallo lieber Marcus,

    ich hatte einen wunderschönen Lauf heute, der mich für die ganze Woche “entschädigt” hat. Aber die Sonne hat es nicht ganz geschafft, sich ihren Weg auf die Erde zu bahnen. Dafür hatte ich einen tollen Regenlauf, der immer mal wieder von kurzen Besuchen der Sonne unterbrochen wurde.
    Heute ist es mir auch gelungen, all den Stress abzulegen und vollkommen abzuschalten.

    Normalerweise gelingt mir das auch bei kürzeren Läufen, aber in Köln konnte ich einfach nicht richtig abschalten, dazu waren die Umwelteinflüsse zu groß. Trotzdem haben mir auch diese Läufe geholfen, den Stress wenigstens ein bischen abzubauen.

    Aber zu Hause ist es doch am Schönsten! :D

    Ja, die Geschichte um die Predigt von Kardinal Frings war schon interesssant. Beim Volk bleibt und blieb auch in diesem Fall nur ein Teil des Gesagten hängen. Das hat er bestimmt nicht beabsichtigt, daß daraus so eine Welle des Mundraubes entstand und die Leute in der Not der Nachkriegszeit sich ihren Kohle mit “geistlichen Segen” vom Zug “fringsten” :D

    Bezüglich des Kölner Bieres – lass das bloß keinen Kölner hören – die schwören auf ihr Kölsch! ;)

    Viele liebe Grüße
    Petra

  24. Liebe Petra,

    das freut mich für Dich! Allein der Regen entschädigt für alles! Dennoch, auch meine Sonne war heute sehr angenehm, ein reiner Frühlingslauf mit Vögelgezwitscher – das war herrlich.

    Wenn man entlang einer Straße laufen muß und allein die Luft paßt nicht, also Abgase – da kann ich auch nicht abschalten, egal wie ich mich bemühe.

    Manche Dinge entwickeln eine gewisse Eigendynamik, was der (ungewollte) Initiator so nicht plante. Interessant zu sehen, was daraus wurde, gell? ;)

    Zum Bier. So empfindlich sind die Kölner nicht. Ich habe Verwandte dort und bisher zeigten sie sich nicht empfindlich diesbezüglich. Über Geschmack läßt sich einfach nicht streiten – de gustibus non est disputandum! :)

    Genieße das Wochenende!

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