Jugendliche Gedanken
Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt,
sie ist ein Geisteszustand,
sie ist Schwung des Willens,
Regsamkeit der Phantasie,
Stärke der Gefühle,
Sieg des Mutes über Feigheit,
Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.
Niemand wird alt,
weil er eine Anzahl Jahre
hinter sich gebracht hat.
Man wird nur alt,
wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.
Mit den Jahren runzelt die Haut,
mit Verzicht auf Begeisterung aber
runzelt die Seele.
Du bist so jung wie Deine Zuversicht,
so alt wie Deine Zweifel.
So jung wie Dein Selbstvertrauen,
so alt wie Deine Furcht.
So jung wie Deine Hoffnungen,
so alt wie Deine Verzagtheit.
Solange die Botschaften der Schönheit,
Freude, Kühnheit, Größe
Dein Herz erreichen, solange bist Du jung.
(Albert Schweitzer)
Und Laufen? Eine weitere, nicht unerhebliche Komponente – bezogen auf das Puzzle des Lebens – um seine Jugend zu erhalten. Geistig wie körperlich. Laufen befreit den Geist.
17. Juli 2008 um 08:12
Wo du immer diese Gedichte her hast – bewundernswert! Es ist schön und so wahr! Bestätigen kann ich es bei meinen Eltern, im negativen wie im positiven Sinne.
*drückt dich*
17. Juli 2008 um 08:13
Die finden meinen Blog automatisch.
Ja, es gibt viele Beispiele dafür. *drückt mit*
17. Juli 2008 um 09:27
Lieber Marcus,
wie oft habe ich es schon gesagt: Du sprichst mir aus der Seele, in diesem Fall über den klugen Mann Albert Schweitzer.
Erst wenn man selbst in die Jahre kommt, beginnt man über das Alter nachzudenken und kann nur solchen klugen Worten uneingeschränkt zustimmen.
Danke, mir gefällt deine nachdenkliche Art !
Besonders der Schlusssatz:
“ Und Laufen? Eine weitere, nicht unerhebliche Komponente – bezogen auf das Puzzle des Lebens – um seine Jugend zu erhalten. Geistig wie körperlich. Laufen befreit den Geist. “
Danke !
17. Juli 2008 um 10:51
Danke Margitta – das Gedicht ist einfach nur genial.
Erst wenn man selbst in die Jahre kommt, beginnt man über das Alter nachzudenken und kann nur solchen klugen Worten uneingeschränkt zustimmen. Hier widerspreche ich Dir ein wenig. Ich denke durchaus darüber nach, nicht nur über das Alter an sich – das Sein usw. – aber das liegt wohl in meiner Natur.
18. Juli 2008 um 06:57
Über das Sein an sich denke ich schon so lange nach wie ich lebe. Bei mir waren es oft die schlechten Erfahrungen in meinem Leben, die mich zum Nachdenken zwangen, mich nach dem Warum und Wieso fragen ließen, und gerade die weniger schönen Erlebnisse in meinem Leben machten mich stark, ließen mich wachsen und nach solchen Worten suchen, wie sie Albert Schweitzer treffender weise wohl geformt hatte.
Und darum sammle ich schon lange Gedichte, Aphorismen, Kluges, alles, was andere für uns in kluge Worte gefasst haben und hatten.
18. Juli 2008 um 08:08
So ähnlich geht es mir auch. Ich denke eigentlich ebenfalls schon immer darüber nach – ein spannendes Thema wie ich finde. Zumal sich eine explizite Antwort nie finden lassen wird. Wer weiß, ist vielleicht auch ganz gut so.
Mit guten und nachdenklichen Gedichten etc. kann ich Dich noch lange versorgen. Da könnte ich täglich bloggen.