Eine Handvoll Leben – Part II
Anfang Juni drehte sich schon einmal einer meiner Beiträge um den Drosselnachwuchs. Inzwischen hat sich das Rad der Zeit fleißig weiter gedreht, so daß ich dieses Thema nun abschließe. Besonders hat mich erstaunt, wie schnell sie gewachsen sind. Wie damals bereits erwähnt, handelte es sich um fünf Nachwuchspiepmätze. Einer von ihnen, sehr voreilig, flüchtete schnell aus dem Nest, bzw. fiel, weil kaum mehr Platz vorhanden war. Der Anblick der restlichen Racker war zu herzig, vier dicke Kerlchen, die sofort die Schnäbel nach oben reckten, sobald sich jemand sehen ließ, egal ob Mensch oder Drosselmama.
Es deutete darauf hin, daß sie nicht mehr lange im Nest bleiben würden. Ich entschloß mich, die Vier auf ein Photo zu bannen. Als ich mit der Kamera zurück kam, waren nur noch zwei im Nest. Innerhalb einer Minute waren zwei verschwunden – vielleicht wollten sie nicht in den Weiten des Internets auftauchen, dazu noch ungefragt. Auf dem zweiten Bild sieht man, daß sich einer aufrichtet, nachdem ich den Auslöser drückte, sprang er oder sie mich an, benutzte meine Stirn als Bande, ebenso meine Schulter und verschwand. Nun ist das Nest verlassen.
So ist der Lauf der Welt. Und ein neues Drosselpaar brütet derzeit, die ich aber nicht mehr behelligen werde.


Juli 1, 2008 um 4:06 Uhr nachmittags
Wow das sind aber Riesendinger. Kein Wunder, dass die im Nest keinen Platz mehr hatte. Aber so ist das nun mal. Kaum flügge, sind sie auch schon weg. Hoffentlich haben alle überlebt. *knutsch*
Juli 1, 2008 um 4:07 Uhr nachmittags
*lacht* Genau. Die waren schon recht dick, einfach nur possierlich. Dicke, kleine Kugeln.
*knuddel*
Juli 1, 2008 um 4:08 Uhr nachmittags
Hoffentlich hat der kleine Racker keine Spuren an dir hinterlassen *lach*
Juli 1, 2008 um 4:09 Uhr nachmittags
Juli 1, 2008 um 4:56 Uhr nachmittags
Tja, wenn die Kinder flügge werden, dann ist es vorbei, dann fliegen sie ihre eigenen Wege und lassen sich auch nie nicht mehr von interessierten Täglichläufern fotografieren, geschweige denn ins Internet stellen, wo sie jeder sehen kann ! Nee !!
Neue Geschichte, neuer Ort:
Auf meiner Terrasse tut sich Ähnliches. Wir beobachteten, dass zwei Bachstelzen immer öfter bei uns zu Gast sind, bis wir nach intensiver Suche ein paar Bachstelzen-Eier, versteckt in einem großen Topf (Heimat unserer Tuja) , nach langem Suchen freudig entdecken konnten.
Nun haben wir ein einziges, winziges Bachstelzchen entdecken können, das weithals nach Futter quietscht. Leider - oder sagen wir Gott sei Dank - ist das Nest so gut versteckt, dass man es noch nicht mal erahnen kann. Gut so, denn die Elstern schwirren oft hier herum. So sehen wir die Eltern abwechslungsweise hin und her in ihrem eigenwilligen Stil fliegen oder auch gehen, immer mit Nahrung im Schnabel.
Schön, dass wir die Gelegenheit haben, so etwas mit zu erleben. Fotografieren kann ich es nicht, es ist so versteckt, da müsste ich zu nahe an die Jungen heran, und das möchte ich nicht.
Ein schönes Erlebnis !
Danke für die schönen Bilder, Marcus !
Juli 1, 2008 um 5:20 Uhr nachmittags
Danke für Deinen Kommentar, Margitta! Ich hätte auch noch weitere Nester anzubieten, aber da kommt man schlecht ran und ich muß gestehen, ich mag auch nicht. Die Drosseln waren eine Ausnahme - ich mag sie nicht stören.
Hoffentlich kommen Deine Bachstelzen durch, die Elstern sind schon eine Gefahr. Was die hier schon kaputt gemacht haben, aber so ist nun mal die Natur. Manchmal grausam. Ich drücke Deinem Nachwuchs die Daumen!
Juli 2, 2008 um 7:03 Uhr vormittags
” Ich drücke Deinem Nachwuchs die Daumen “.
Danke - äh - wie sich das anhört
Juli 2, 2008 um 8:07 Uhr vormittags
*lacht*
Als ich das schrieb, dachte ich das auch. Ich hatte in Klammern schon “Piepmätze” stehen, dann ließ ich es weg. Aber Du weißt schon, was ich meine, gell?
