Die eingebildete Kälte – Alles ist relativ
Heute hatte ich eine Begegnung, welche mich inspiriert die Problematik des Abhärtens noch einmal zu thematisieren – am Ende dazu mehr. Um den Titel zu unterstreichen, ein kleines Beispiel: Wenn ich mich unter die eiskalte Dusche stelle, mag das Wasser im ersten Moment frisch erscheinen. Laufe ich 13 Kilometer bei 0 C° in kurzer Bekleidung und dusche anschließend erneut eiskalt, so kommt mir das Wasser von Anfang an sehr warm vor. Ergo, alles relativ!
Zu meinem Training zählt auch das Abhärten, welches sich wie die anderen Teile mehr oder minder von selbst entwickelt hat. Ein gewachsenes Programm sozusagen. Dazu gehört das Laufen in kurzen Hosen und T-Shirt (keine Handschuhe) bis -04/05 C°. Wird es kälter, steige ich selbstverständlich auf eine adäquate Laufbekleidung um. Natürlich laufe ich in diesem Outfit keine 25 Kilometer, aber meine Standarddistanzen bis zu 12-14 Kilometer sind praktikabel. Der Wind spielt natürlich auch eine gravierende Rolle in bezug auf die Distanz. Mich hat interessiert, inwieweit mein Körper diese Temperaturen ertragen kann. Ein Selbstversuch bei -09 C° hat mir meine Grenzen aufgezeigt, was ich mit Sicherheit nicht noch einmal versuchen werde, da die Erfahrung durchaus unangenehm war.
Fakt ist: Es tut mir gut, ich fühle mich wohl dabei und mein Immunsystem ist trainiert. Beispielsweise hatte ich noch nie eine Grippe. Wenn ich mich so umgucke, sind die Menschen, die bei 13 C° schon Mützen und Schals tragen, die Ersten, die eine Erkältung bekommen, schlichtweg weil ihr Körper „verweichlicht“ ist.
Zum Schluß noch ein Extrembeispiel: Heute früh sah ich einen Läufer in seeehr kurzen Hosen, ein Tuch auf dem Kopf und FREIEM Oberkörper. Bei 0 C° wohlgemerkt (bei -05 C° läuft er ebenfalls so). Es existiert also immer jemand, der noch extremer ist.
Der Mann hat meinen größten Respekt!
27. November 2007 um 20:33
Hi Spotzl,
also wenn du sowas mal machst – mit freiem Oberkörper – bei der Temperatur laufen, dann gibts was *g*. Aber ich denke, so clever bist du schon
Aber ich bin stolz auf dich, was du so alles machst.
Brigitte
28. November 2007 um 07:33
Da kann Frau nur sagen: gelobt sei, was hart macht, ich finde das auch gut, was Du tust und vor allem, dass Du Deine Grenzen selbst kennst, wie weit es Dir gut tut bzw. anfängt zu schaden.
Sich Abhärten ist gut, ich habe da eine andere Variante gefunden, Erkältungen, Grippe entgegen zu wirken: Ich esse sehr, sehr viel Obst und Gemüse, gönne meinem Körper Ruhe nach Ultra-Läufen, gehe hinaus bei Wind und Wetter, schlafe viel und lebe auch sonst recht gesund.
Da ich ein Warm-Duscher (mit anschließender kalter Brause bin) gelingt es mir auch so, Erkältungen & Co. erfolgreich auszuweichen !!
Nicht zu unterschätzen auch Nieren- und/oder Rückenprobleme, die man sich leicht durch Feuchtigkeit in diesem Bereich zuziehen kann.
Aber Du machst es anscheinend richtig und erfreust Dich bester Gesundheit.
Brigitte hat schon Recht, wenn sie stolz auf Dich ist, ich bin es auch !!
28. November 2007 um 12:36
hi, marcus-
ich würde dich schon zu den menschen zählen, die ich „meister des seins“ nenne.
deine mentale stärke ist ein hohes gut!!! die kann dir niemand nehmen.
vielleicht warst du ja mal ein „shaolin-mönch“ in einem früheren leben *lach.
zumindest ist es eine kunst, seinen geist über allem zu halten!!!
bleib gesund- athena
28. November 2007 um 17:29
Danke schön Brigitte! Ich habe ja schon einiges versucht, aber mit freiem Oberkörper durch die Gegend zu wetzen, zählt nicht dazu. Wird auch nicht.
Danke schön Margitta! Deine Variante gefällt mir auch sehr gut, meinen Obst- und Gemüsekonsum könnte ich durchaus noch steigern. Mein neuer Vorsatz…
Danke schön Athena! Shaolin ist gut!
Aber davon bin ich meilenweit entfernt. Die schweben in unerreichten Sphären…
28. November 2007 um 18:45
Ich finde, du spinnst
)
(Ist nett gemeint, das weißt du, gell?
Ich dachte ja schon immer, ich hab sie nicht mehr alle, weil ich nachts bei jeder Temperatur IMMER das Fenster aufmache (richtig weit auf), auch bei -20° noch.
Und mein Bett steht direkt unter dem Fenster.
Aber was du so treibst, das schlägt alles
28. November 2007 um 19:08
*lacht* Bei -20 C° mit offenen Fenster zu schlafen, ist ja auch nicht ohne. Eine hervorragende Idee, im Winter ist das ja möglich. Im Sommer gibt’s hier zu viele Mücken. Danke für Deinen Tip!
Hase, ich bin doch noch harmlos, im Gegensatz zu dem anderen Läufer. Der ist richtig „hart“.
28. November 2007 um 22:02
*g* Solange er nur im ersten Leben Shaolin-Mönch war, passt es ja.
29. November 2007 um 13:06
Wieso? Wäre doch faszinierend, wenn ich jetzt einer wäre…
29. November 2007 um 13:52
hahahaha, na wohl kaum *kopfschüttel*
29. November 2007 um 14:34
na, zumindest deren weisheit zu besitzen hätte was
unser schlafzimmer ist auch kühl- ich kann nicht warm schlafen. aber ein wenig leid tut mir das für meine wuffeline
für oben-ohne im winter bin ich auch nicht (aber brigitte denkt sicher- da kommt so eine fesche berlinerin und schnappt mir mein burschi weg *kicher- stimms???)
über diese begegnung habe ich mir im nachhinein gedacht: man hat immer erlebnisse, die zu jeder zeit passend sind- sollte so sein… menschen begegnen einem nie umsonst… vielleicht war es, damit du siehst- du gehst sehr weit- aber eine beruhigung für die mädels: es gibt da einen, der ist noch viel härter als ich *hihi.
einen schönen tag von athena!!!
30. November 2007 um 11:51
Nix Kopfschüttel! Wie Athena schon schreibt, Weisheit, Wissen und perfektionierte Kampfkunst hat doch was…
Athena, Deiner Wuffeline macht das doch nicht viel aus, oder? Wie gesagt, oben ohne umher zu laufen, ist auch eine Stilfrage. Und das ist nicht mein Stil.
Und hart? Eigentlich bin ich gar nicht hart, im Gegenteil. Aber pst, niemanden verraten.
30. November 2007 um 17:04
*lach- ich schweige wie ein grab
ginger hat kaum unterwolle- sie ist sehr verfroren- aber kühl zu schlafen, wird auch sie abhärten